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Montag, 3. Januar 2005 19:21
Im Konzil steht viel: Wann darf man konzelebrieren?
Das Zweite Vatikanum hat die Möglichkeiten zur Konzelebration, das heißt, zur gemeinschaftlichen Zelebrierung der Messe durch mehr als einen Priester, ausgeweitet. Unter welchen Bedingungen das geschehen darf, erklärt die Liturgiekonstitution.
(kreuz.net, Sacrosanctum Concilium Nr. 57) Die Konzelebration ist in der Kirche des Ostens wie des Westens bis auf den heutigen Tag in Übung geblieben. In ihr tritt passend die Einheit des Priestertums in Erscheinung. Deshalb hat es das Konzil für gut befunden, die Vollmacht zur Konzelebration auf folgende Fälle auszudehnen:

1. a) Die Messe der Chrisamweihe und die Abendmahlsmesse am Gründonnerstag.

b) Die Messen bei Konzilien, Bischofszusammenkünften und Synoden.

c) Die Messe bei der Abtsweihe.

2. Überdies auf folgende Fälle, wenn der Ordinarius, dem das Urteil zusteht, ob die Konzelebration angebracht ist, die Erlaubnis gibt:

a) Die Konventmesse und die Hauptmesse in jenen Kirchen, in denen das geistliche Wohl der Christgläubigen nicht die Einzelzelebration aller anwesenden Priester verlangt.

b) Messen bei den verschiedenartigen Zusammenkünften von Welt- und Ordenspriestern.

Dem Bischof steht es zu, im Bereich seines Bistums das Konzelebrationswesen zu leiten. Jedem Priester bleibt die Freiheit, einzeln zu zelebrieren, jedoch nicht zur selben Zeit in derselben Kirche während einer Konzelebration und nicht am Gründonnerstag.

Sacrosanctum Concilium (Hochheiliges Konzil) ist der Titel der Konstitution über die heilige Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962-1965.
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3 Lesermeinungen:
Dienstag, 4. Januar 2005 11:47
Dolfus: @Catholicus
Du mißverstehst meine Intention. Ich wollte sagen, daß sich ohnehin niemand um die Konzillsdokumente kümmert, am wenigsten die, die „DAS Konzil“ am meisten im Munde führen.
Dienstag, 4. Januar 2005 10:50
Catholicus: Konzil und Einzelzelebration
Auch wenn Dolfus nicht viel von der „Konzilskirche“ hält, so handelt es sich bei diesen Aussagen doch um mehr als um ein „Stück Papier“. Der Fehler modernistischer Berfung auf das Konzil war und ist es ja, einen sogenannten „Geist des Konzils“ abseits von den Dokumenten des Konzils zu konstruieren. Insofern kreuz.net gerade die Dokumente des Konzils auf ihre Aussagen hin befragt, leistet es einen wichtigen Dienst zum authentischen Verständnis des Konzils. Besonders wichtig im zitierten Abschnitt ist die Aussage, dass niemand zur Konzelebration gezwungen werden darf und jeder Priester das Recht hat, auch einzeln zu zelebrieren.
Montag, 3. Januar 2005 19:35
Dolfus: So
ein schönes Stück Papier
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