10:49:01 | Samstag, 9. Dezember 2006
Die Aussagen des Kölner Erzbischofs über multireligiöse Feiern in Schulen sind von den deutschen Medienkonzernen nach Kräften verdreht worden.

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
(kreuz.net, Köln) Am 6. Dezember publizierte das Erzbistum Köln eine Stellungnahme zur
„Richtlinie des
Erzbischofs zu multireligiösen Feiern in Schulen“.
Darin wird klargestellt, daß die Richtlinie des
Erzbischofs ausdrücklich „multireligiöse Gottesdienste in Schulen“ betrifft – nicht grundsätzlich alle
multireligiösen Feiern.
Der Erzbischof wendet sich an die katholischen Religionslehrer seines Erzbistums.
Diese würden den Religionsunterricht auf der Grundlage der bischöflichen Lehrbeauftragung erteilen.
In diesen Verantwortungsbereich gehören auch schulpastorale Aktivitäten in Verantwortung der Religionslehrer,
wie etwa Schulgottesdienste.
Die Richtlinie sei deshalb auch kein unberechtigter Eingriff des Erzbischofs
in den Bereich der öffentlichen Schulen.
Die Richtlinie stelle keine Absage an den notwendigen interreligiösen
Dialog an: „Sie widerspricht auch nicht den vielfältigen Integrationsbemühungen.“
Falsch verstandene
Toleranz helfe niemandem weiter. Die Glaubensgrundsätze der verschiedenen Religionen einzuebnen schaffe
nur Probleme, statt sie zu lösen.
In einer multireligiösen Feier – wie etwa beim Friedensgebet von
Papst Johannes Paul II. 1986 in Assisi – könne jede Gemeinschaft nur allein zu ihrem Gott beten:
„Geschieht
das gemeinschaftlich, bedeutet dies, daß jeder beim Gebet des anderen mit Respekt schweigend zuhört.“
Eine solche Differenzierung sei aber für Kinder und Jugendliche schwer nachvollziehbar: „Bei ihnen ist
das Glaubenswissen noch nicht vollständig entfaltet.“
Sie seien bei der Aufgabe überfordert, in multireligiösen
Feiern etwa zwischen den unterschiedlichen Gottesbildern differenzieren zu müssen.
„Erst recht dürfen
multireligiöse Feiern nicht als Werkzeug für innerschulische Integrationsbemühungen instrumentalisiert
werden.“
Die Richtlinie betreffe nicht Veranstaltungen, die keinen gottesdienstlichen Charakter haben:
„Auch andere gemeinsame kulturelle Aktivitäten oder Brauchtumsfeiern wie etwa Martinszug oder Adventsingen
sind gute Weisen, einander mit Respekt zu begegnen und sich besser zu verstehen und damit Beiträge zum
notwendigen Dialog untereinander zu leisten.“
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Maledica 13:30:30 | Montag, 11. Dezember 2006
#20
Gotthard 22:43:19 | Sonntag, 10. Dezember 2006
#19
Pater Lingen 18:42:34 | Sonntag, 10. Dezember 2006
#18
Regina Wilden 00:10:44 | Sonntag, 10. Dezember 2006
#17
Hoffnung 23:35:35 | Samstag, 9. Dezember 2006
#16
Pater Lingen 23:12:11 | Samstag, 9. Dezember 2006
#15
Graf von Galen 23:09:41 | Samstag, 9. Dezember 2006
#14
ExBochumer † 22:44:01 | Samstag, 9. Dezember 2006
#13
Ydefix 21:55:50 | Samstag, 9. Dezember 2006
#12
r.ruhrgebietler 17:43:54 | Samstag, 9. Dezember 2006
#11
Regina Wilden 15:00:42 | Samstag, 9. Dezember 2006
#10
Pater Lingen 14:19:25 | Samstag, 9. Dezember 2006
#9
Ydefix 12:06:19 | Samstag, 9. Dezember 2006
#8
Athanasius 11:58:58 | Samstag, 9. Dezember 2006
#7
Aragorn 11:45:13 | Samstag, 9. Dezember 2006
#6
Ydefix 11:30:21 | Samstag, 9. Dezember 2006
#5
laikos 11:21:56 | Samstag, 9. Dezember 2006
#4
Athanasius 11:20:47 | Samstag, 9. Dezember 2006
#3
Ydefix 11:13:42 | Samstag, 9. Dezember 2006
#2
Konrad 11:07:39 | Samstag, 9. Dezember 2006
#1
Ydefix 10:52:38 | Samstag, 9. Dezember 2006