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Sonntag, 10. Dezember 2006 07:47
kreuzmeldungen
Gesunde Laizität? + Kraut und Rüben + Auf die Bibel uriniert + Wiener Rabbiner in Teheran + Goldener Abgang
Gesunde Laizität?

„‘Gesunde Laizität’ bedeutet, daß der Staat die Religion nicht als reines persönliches Gefühl betrachtet, das man in das Privatleben verbannen könnte. Im Gegenteil: Die Religion, die in sichtbaren Strukturen wie der Kirche organisiert ist, wird als Gegebenheit der Gesellschaft anerkannt. Das bedeutet ferner, daß jeder religiösen Konfession – solange sie nicht im Gegensatz zur moralischen Ordnung steht und die öffentliche Ordnung nicht gefährdet – die freie Ausübung kultischer, kultureller, erzieherischer und karitativer Aktivitäten garantiert wird.“

Papst Benedikt XVI. äußerte sich gestern in einer Sonderaudienz für die Teilnehmer eines Kongresses katholischer Juristen zum Thema Laizität.

Kraut und Rüben

USA. Bereits im März 1996 exkommunizierte der neokonservative Bischof der sehr kleinen US-Diözese Lincoln die Mitglieder von zehn Organisationen auf dem Gebiet seiner Diözese – unter ihnen die Freimaurer, die Priesterbruderschaft St. Pius X., der US-Zweig des Abtreibungsnetzwerkes ‘Pro Familia’ und die antikatholische Organisation ‘Call to Action’. Letztere vertritt ein ähnliches Gedankengut wie die kirchenfeindliche Vereinigung ‘Wir sind Kirche’. ‘Call to Action’ focht die Kirchenstrafe in Rom an. Der Präfekt der Bischofskongregation, Giovanni Battista Kardinal Re, bestätigte die Exkommunikation von ‘Call to Action’ in einem Brief vom 24. November 2006. Die Exkommunikation gegen die anderen neun Organisationen wurden in dem Schreiben – entgegen mißverständlicher Presseberichte – nicht behandelt.

Auf die Bibel uriniert

Australien. Zwei islamische Schüler in einer Schule in Melbourne haben kürzlich auf eine Bibel gespuckt, uriniert und daraus Seiten verbrannt. Nach einem medialen Aufschrei entschuldigte sich die Schule Ende dieser Woche. Die beiden Schüler wurden vom Unterricht ausgeschlossen.

Wiener Rabbiner in Teheran

Österreich. Der Oberrabbiner der Orthodoxen Gemeinde in Wien, Moische Arjeh Friedman ist nach Teheran gereist. Dort wird er an einer Holocaust-Konferenz teilnehmen, die am 10. und 11. Dezember stattfindet und vom Außenministerium des Landes organisiert wurde. Vor seiner Abreise sprach Friedman mit der iranischen Nachrichtenagentur ‘Irna’. Er kritisierte dabei die Politisierung des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden durch jüdische Nationalisten. Jetzt finde ein anderer Holocaust gegen die Palästinenser und Araber statt.

Goldener Abgang

Deutschland. Bereits am 30. November hat sich das Erzbistum Köln mit seinem ehemaligen Pressesprecher Manfred Becker-Huberti geeinigt. Das berichtete die erzdiözesane Webseite schon am 1. Dezember. Demnach ist Becker-Huberti seit dem 1. November 2006 unter Beibehaltung seiner Bezüge bis zur Pensionsgrenze freigestellt. Noch offene Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis wurden ebenfalls einvernehmlich geregelt. Die Beteiligten bewerten die getroffene Vereinbarung übereinstimmend als befriedigenden Abschluß der geführten Gespräche. Der ehemalige Pressesprecher wird sich zukünftig als Buchautor, Gesprächspartner der Medien und Referent auf sein Fachgebiet „Religiöse Volkskunde“ konzentrieren.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 53 Lesermeinungen:
Dienstag, 12. Dezember 2006 17:25
Benedikt: @ Stöhr
Was will uns diese kleine -aber unendlich wichtige Wörtchen „wie“ sagen ? Es sagt uns, dass Ratzinger die Lehre der Kirche in geradezu satanischer Schläue verkehrt (wie=eine Religion unter vielen). So redet nur ein Apostat!

Wollen Sie jetzt behaupten, dass es keine anderen Religionen gibt, oder wie? Sie müssen mal lernen, aus jeder Frage eine Frage der Wahrheit zu machen. Dass es andere Religionen gibt, kann kaum bestritten werden. Eine so lautende Feststellung sagt über die Wahrheit dieser Religionen herzlich wenig aus.
Montag, 11. Dezember 2006 16:15
Tridentinus: @Stöhr
Soll Ihnen noch jemand ernsthaft antworten? Fanatismus würde ich Ihnen noch nichtmal unterstellen, wohl aber Unreife. Es wäre interessant, Ihr Alter zu wissen. Dann könnte man sagen, ob Ihr verzerrter Idealismus noch eine Chance hat, geläutert durch die Pubertät zu kommen.
Montag, 11. Dezember 2006 15:37
Daniel Stöhr: Was will uns Gotthard damit wohl sagen ?
„der Verfasser des angegebenen Artikels ist allseits bekannt und ein Vielveröffentlicher. Hier das google-ergebnis:“

Genau: Dass er für einen (wohl bereits) verstorbenen Priester nur billigen Spott übrig hat! Die Verspottung eines Priesters lässt auf direkten, fanatischen Hass auf Christus schließen.
Montag, 11. Dezember 2006 10:59
Hypatia: Private Blueberry
Charles-Joseph Prince de Ligne wurde einmal gefragt, was er denn im Leben gerne gewesen wäre. „Bis 30 Jahre eine schöne Frau, von 30 bis 50 ein siegreicher Feldherr und danach Kardinal!“ Bei Ihrem Mangel an Beherrschung und Manieren sind Sie vom Offiziersrang noch Lichtjahre entfernt, also gehen Sie schön und pudern Ihr Näschen.
Montag, 11. Dezember 2006 10:24
Tridentinus: @Stöhr
Die schwerwiegendste Verdrehung hat Pius XII. in Mediator Dei schon selbst vorgenommen…
Sonntag, 10. Dezember 2006 23:00
Gotthard: hhi Daniel
deine Quelle ist ein echter Hammer. Darin heißt es:
„Dlie sogenannten S c h o t t – Meßbücher vom Jahre 1941 – 1963, d.h.mindestens fünf verschiedene Auflagen, enthielten alle die sonderbare Bemerkung, dass Papst Cornelius nur „nach der Legende“ ein Märtyrer war.

so heißt es in deiner Quelle…

der Verfasser des angegebenen Artikels ist allseits bekannt und ein Vielveröffentlicher. Hier das google-ergebnis:
Dettmann
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