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Sonntag, 10. Dezember 2006 20:32
„Das Maß ist voll, Herr Bischof!“
Folgende Gründe sprechen für einen Rücktritt des Bischofs von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen. Von Werner Rothenberger, Bergen-Enkheim, Diözese Fulda.
Auch nach drei friedlichen Gebetswachen vor dem Fuldaer Dom gibt es keine menschliche Reaktion des Bischofs.
Auch nach drei friedlichen Gebetswachen vor dem Fuldaer Dom gibt es keine menschliche Reaktion des Bischofs.
1. Unangemessenes Verhalten gegenüber den Gläubigen

Bischof Algermissen hat im Zusammenhang mit der Entlassung dreier Ordensgeistlicher vom Dienst als Pfarrseelsorger im Bistum Fulda den Dialog mit den betroffenen Gläubigen verweigert.

Ein Bischof muß willens und fähig sein, mit den Menschen seiner Diözese zu sprechen, selbst wenn sie eine andere Meinung vertreten als er.

Auch nach drei friedlichen Gebetswachen vor dem Fuldaer Dom gibt es keine menschliche Reaktion des Bischofs – dafür aber offenkundige Sicherheitsmaßnahmen der Diözese, als ob es sich bei den Gläubigen um potentielle Straftäter handeln würde. Das ist menschlich enttäuschend.

3. Gebetswache in Fulda3. Gebetswache in FuldaKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

2. Politik des Totschweigens

Bezeichnenderweise hat die dem Bischof – möglicherweise aufgrund Rotarier-Vernetzungen – gewogene ‘Fuldaer Zeitung’ wieder einmal Leserbriefe unterdrückt.

Das Bistumsblatt ‘Bonifatiusbote’ hat die bislang abgehaltenen Mahnwachen – und damit die wahre Stimmungslage unter den Gläubigen – sogar vollständig verschwiegen.

Nur das in Fulda ansässige unabhängige Nachrichtenportal ‘Osthessen-News’ machte in punkto Berichterstattung eine rühmliche Ausnahme.

Es ist die Pflicht einer vorgeblich freien Presse und ein Gebot der Fairneß für ein kirchliches Publikationsorgan, über öffentlich wirksame Initiativen von Seiten der Gläubigen zu berichten. Durch das Totschweigen dieser Vorgänge und Probleme wird das Mißtrauen der Gläubigen noch größer.

3. Knallharter Rausschmiß

Was den SJM-Patres angetan wurde, ist eine menschliche Tragödie. Obwohl die Ordensgeistlichen noch bis zum 30. November treu ihren Dienst verrichteten, wurden sie in den ersten Dezembertagen massiv unter Druck gesetzt, die Pfarrhäuser umgehend zu räumen. Dieses Verhalten ist unchristlich und menschenverachtend.

Man darf nicht vergessen, daß es sich hier um tadellose Priester handelt, die sich menschlich nichts haben zuschulden kommen lassen. Das hat sogar Bistumssprecher Christof Ohnesorge gegenüber der ‘Fuldaer Zeitung’ einräumen müssen.

Warum also noch einmal hinterher treten? Das ist unanständig und würdelos. So geht man nicht mit Menschen um, selbst dann nicht, wenn sie Fehler gemacht hätten.

4. Pastoraler Supergau

Die Zukunft der vorbildlich geführten Pfarreien ist ungewiß. Sie hätten als Wachstumszellen für lebensnahe Seelsorge über die Region hinaus dienen können. Der Bischof hat aber beim Großteil der Gläubigen das Vertrauen verloren. Die Hauptleidtragenden sind jetzt die Kinder und Jugendlichen. Wo sollen in Zukunft die Priesterberufe herkommen?

5. Der Skandal zieht weitere Kreise

Auch in anderen Teilen der Diözese brodelt es. In verschiedenen Dekanaten und Pfarreien herrscht Unruhe und großes Unbehagen wegen der von oben verordneten Umstrukturierungen.

Die Pfarrer der Diözese Fulda wurden im Rahmen des sogenannten „Pastoralen Prozesses“ gezwungen, den Bischof um die Einführung von Pastoralverbünden zu „bitten“.

Wenn sie dieser „Bitte“ nicht nachgekommen wären, hätten ihnen massive Repressionen gedroht. Ein solches Verhalten des Bischofs ist skandalös.

Ein Neuanfang tut dringend Not
Viele Menschen können den Bischof nicht mehr verstehen. Er hat dem Bistum und dem Bischofsamt großen Schaden zugefügt. Bischof Algermissen gibt den Menschen Ärgernis. Wegen seines Verhaltens erwägen manche Menschen den Kirchenaustritt.

Nicht Pater Andreas Hönisch und die ‘Diener Jesu und Mariens’ haben Vertrauen zerstört, sondern der Bischof von Fulda allein. Er ist ursächlich dafür verantwortlich, daß viele keinerlei Vertrauen mehr zu ihm haben.

Bischof Algermissen fehlt es nicht nur an aufrichtiger Hirtensorge gegenüber allen seinen Gläubigen, sondern offensichtlich auch an einfachen menschlichen Umgangsformen wie Anstand und Respekt.

Nach alledem, was passiert ist, scheint der Fuldaer Oberhirte für die weitere Ausübung des Bischofsamtes charakterlich nicht geeignet zu sein.

Er sollte zurücktreten, um weiteren Schaden für die Kirche abzuwenden. Ein Neuanfang in Fulda wäre die beste Lösung.

Das Maß ist voll, Herr Bischof! Treten Sie zurück!
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 351 Lesermeinungen:
Mittwoch, 20. Dezember 2006 14:40
Pünktchen: Wickerl,
so ist es! Vor allem sein Bild von seiner Stellung in Staat und Kirche orientieren sich an den zeiten des Mittelalters!

Dazu clariassa colonia sehr richtig:

Brief ein völlig krudes Missververständnis der verfassungsmässig garantierten Meinungsfreiheit zugrunde liegt. Iustitiable Straftatbestände sind im Artikel von Herrn Rothenberger nicht enthalten. Wer trotzdem nach dem Staatsanwalt ruft, kann dies nur in der Absicht tun, die Meinungsfreiheit gegen deren Verfassungsgarantie einzuschränken. Bereits die Absicht, Meinungsfreiheit durch den Staatsanwalt oder die Drohung mit demselben einzuschränken verrät ein bedenkliches Missverständnis über die Rolle der Kirche in der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes. Das verwundert nicht, liegt es doch auf der gleichen Linie wie das sonstige Verwaltungshandeln des Bischofs, der Zustimmung (Bitte zur Errichtung von Pfarrverbünden) erzwingen will und Abweichen in der Sache als Maiestätsbeleidigung einstuft. Bischof Algermissen befindet sich offensichtlich in einem fundamentalen wie feudalen Irrtum über seine (Rechts-) Stellung in Kirche und Gesellschaft. Dass er nun auch noch zur staatsanwaltlichen Zensur der Meinungsfreiheit ruft, weil jemand eine konträre Meinung geäussert hat, macht das Maß übervoll. Wer Kritik nicht erträgt beweist seine mangelnde Befähigung für ein öffentliches Amt. Wenn diese Erkenntnis nun noch in Fulda ankommt, müsste er selbst die Berechtigung der an ihn gerichteten Rücktrittsforderung erkenn
Mittwoch, 20. Dezember 2006 14:36
wickerl: den Überblick verloren
Wenn ich mir di e Antwort von Bischof Algermissen durchlese die ebenfalls bei Kreuznet abgedruckt ist habe ich den Eindruck der Bischof hat den Überblick gänzlich verloren.
Montag, 18. Dezember 2006 19:40
Malachias †: @Karl-Peter: Leute, die vom Thema ablenken
Mir fallen da noch „Parzifal“ alias „Blueberry“ alias „Adrian Leverkuehn“ usw. und – natürlich –„tau(nuß)“, „Lauschi“, „Breze“ (von der hört man allerdings seit meinem Holoax-Sieg nichts mehr!) ein…!
Montag, 18. Dezember 2006 16:12
Pünktchen: Umwidmung der Kirchensteuer!
Liebe Gläubige von Eckweisbach, Schwarzbach und Simmershausen! Habt Ihr die Botschaft dieses Artikels vernommen? ?:)
Freitag, 15. Dezember 2006 22:15
Hypatia: @ Maurice
Guten Abend, mein Lieber!
Vermißt Du mich so sehr, daß Du heute den hardcore-Tradi gibst? Im Grunde Deines Herzens bist Du doch der kongeniale Freund, der „lebt und leben läßt“, ist es nicht so?

Liebe Grüße
Freitag, 15. Dezember 2006 22:07
Maurice Corvisier: Algermissen, Rodolfo, ist anscheinend
kein Machtmensch, sondern ein ganz besonders feiger LÜGNER! Welcher Kirche Bischof?

Meiner?

Seiner?
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