In den Bemühungen um die Berliner Kirche St. Afra scheint sich das Blatt im letzten Augenblick gewendet zu haben.
Ende Juni zelebrierte Pfarrer Joachim Palinsky zu seinem Goldenen Priesterjubiläum ein levitiertes Hochamt in der Berliner Kirche St. Afra
(kreuz.net, Berlin) Eine sehr große Einzelspende hat es möglich gemacht.
Das Institut St. Philipp Neri
hat die Marke von 250.000 Euro erreicht, die für eine Finanzierung ihrer Berliner Kirche notwendig ist.
Das berichtete die Webseite der Gemeinschaft am 8. Dezember.
Das Institut St. Philipp Neri ist eine
altrituelle Gemeinschaft in Einheit mit dem Papst und dem Erzbischof von Berlin.
Propst Gerald Goesche
Schon länger hatte
sich die Gemeinschaft in eine schwere finanzielle Notlage manövriert. Die Situation eskalierte, als Ende
Mai die Kündigung ins Haus flatterte, weil die Gemeinschaft nicht in der Lage war, die Raten für den
Kauf von St. Afra aufzubringen.
Die neugotische Kirche befindet sich in Berlin-Wedding im Zentrum der
deutschen Bundeshauptstadt.
Jetzt scheint sich das Blatt aber gewendet zu haben: „Wir können gar nicht
ausdrücken, wie erleichtert wir sind und welche große Dankbarkeit wir empfinden“ – erklärt die Gemeinschaft.
Somit ist ausreichendes Eigenkapital vorhanden, um mit den Banken über einen Kredit für den Rest der
Kaufsumme zu sprechen.
Das bedeutet auch, daß mit dem Besitzer der Kirche – der deutschen Provinz der
Schwestern der Heiligen Elisabeth – wieder über ein Wiederaufleben des Kaufvertrages geredet werden kann.
Die Gemeinschaft hofft auch nach Erreichen der jüngsten Marke auf weitere Spenden, „damit wir die Kreditsumme
niedrig halten und den laufenden Verpflichtungen eines Haus- beziehungsweise Kirchenbesitzers nachkommen
können.“
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25 Lesermeinungen
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@Gotthard Auch wenn es bei Ihnen auf augrund eigener Verstocktheit auf taube Ohren fallen dürfte, ist
St. Afra selbstverständliche eine r.k. Gemeinde (weil in vollständiger Einheit mit dem Stellvertreter
Christi und Kirche). Dies gilt nach Feststellung des zuständigen Kardinalpräfekten auch (eingeschränkt)
für die FSSPX, auch wenn es hier unbestritten einige Probleme mit der Jurisdiktion gibt. Im übrigen
haben sie sich die Antwort selbst gegeben. Während in den von Ihnen so heiß geliebten „Amtsgemeinden“
die Fluktuation der Gottesdienstbesucher auf lasche Glaubensüberzeugungen zurückzuführen ist, liegt
der Grund hierfür bei den altrituellen Gemeinden in deren großen Einzugsbereich. Jeden Sonn- und Feiertag
100 und mehr km ist eben nicht für jeden drin. Hat aber wohl auch nichts mit laschem Glauben zu tun.
#23 Gotthard 00:04:25 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@maledica ach, die meisten Kirchen haben ihre Gottesdienste noch gut besucht. 10 % ist doch so der Durchschnitt…
diese wenigen Pius-Vereins-Kirchen bedienen doch ein riesiges Areal … ist doch nicht vergleichbar. Die
r-kGemeinden haben einen wöchentlichen Schnitt von 10% der Gottesdienst mitfeiernden … also rund 3
Millionen Katholiken per Sonntag … gehen wir auf einen Monat, wächst die Zahl enorm… schauen wir
auf die Hochfeste gibt es eine weitere Steigerung diese Beobachtung können auch alle Pius-Vereins-Kapellen
machen, wenn sie ehrlich sind.
#22 Maledica 14:12:22 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Leere Kirchen? @PhilomenaGewitterwolke Was zählt ist eine weitere (leere) tradi – Kirche! Sehr christlich!
Wer Augen hat der sehe! Die leeren Kirchen werden vom Geist des Konzils geschaffen. Dank solch katholischer
Organisationen werden die Kirchen ihrer eigentlichen Bestimmung zurückgegeben! @Otterbeck Besser für
eine katholische Organisation spenden, als für die Internetseite der Medjugorje-Sekte www.kath.net/2005/detail.php?id=15428
und für den Sekten-Guru www.noe-family.info/
Kirche retten Ich finde es gut, wenn man eine bestehende Kirche rettet. Es muß ja nicht wieder so eine
peinliche „Lösung“ wie in Geistingen herauskommen. Wenn man sich im Übrigen die Homepage von Kloster
Geistingen anschaut, hat man ein wenig den Eindruck, die Redemptoristen hätten eine heimliche Freude
am Zerfall. Ich kenne den Redemptoristenorden in Deutschland gut. Er befindet sich seit gut 20 Jahren
in rasanter Auflösung: personell, moralisch, disziplinär und vor allem auch theoloisch.
#20 Maledica 12:55:25 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Neid der Piusler @PhilomenaGewitterwolke Oh ja am besten wäre die Kirche für ne Millionen an irgendeinen
indischen Sektenguru verkauft worden, der dann ein heidnisches Massagezentrum draus machen kann. Das sich
Kirchen für so etwas gut zeigen hat das EB Köln mit Hennef-Geistingen bewiesen @Piusgeschwister O dieser
Neid. Da hat sich ein Priester bekehrt und ist in den Schoß der Kirche zurückgekehrt und hat trotz seiner
Schwächen Erfolge. Nein gegen so einen Verräter muß natürlich gehetzt werden- er hat sich ja schließlich
von exkommunnizierten Bischöfen abgewendet
#18 Dr. Otterbeck 12:32:27 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Sehr geehrter Herr Dr. Goesche, soll denn jetzt das große Spenden-Raten beginnen? Der Erfolg ist Ihnen
persönlich ja zu gönnen, aber warum herausposaunen auf kreuz.net? Soll das die Neutralität der Redaktion
herausstellen?? Ein m.E. untauglicher Versuch!
#17 zwobbel 11:19:32 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Mit 250.000 ließe sich eine angepaßtere Immobilie sofort bar bezahlen Man muß ja als Kleinstgemeinschaft
nicht nen richtiges Kloster bewirtschaften. In diese Großimmobilie paßt zwar auch noch das geplante
Seminar und Noviziat und… Aber! Jeder sonst hat klein angefangen. Was gesund ist wächst langsam. Es
wächst mit den Anforderungen. Man stelle sich nur vor es wird ein Darlehen ausgereicht aber es gibt Schwierigkeiten
es zu bedienen. Wieviel bleibt dann von den 250.000 übrig? Wer trägt das Risiko? Wie tragfähig ist
der juristische Unterbau? Es gibt Menschen die fahren mit alten Autos rum, da steht drauf: Alt aber bezahlt.
Man drüber nachdenken. Studenten wohnen auch nicht in einer Villa. Und mal nachforschen wann man in LeBarroux
anfing die jetzige Abtei zu bauen. Daher: Mit 250.000 ließe sich eine angepaßtere Immobilie sofort bar
bezahlen ohne die jetzige Unsicherheit. Diese wäre dann auch von Unterhalt bezahlbarer.
hätt ich auch gerne Eine Kirche für 250.000 Euro hätt ich auch gerne, sozusagen verschenkt für nen
appel und nen ei. Daß sich die Schwestern auch irgendwie um die Altersvorsorge ihres in die Jahre gekommenen
Schwesternkollegiums kümmern müssen, sieht keiner der Tradis. Was zählt ist eine weitere (leere) tradi –
Kirche! Sehr christlich!
#15 Tridentinus 09:38:48 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Nur, weil jemand fromm, traditionstreu, tridentinisch oder sonstwas ist, darf er sich finanziell nicht
übernehmen, erst recht, wenn er Verantwortung für andere trägt. Hier liegt auch ein Fehler Roms vor,
Gruppierungen im Umfang von Kleinfamilien gleich als Institute päpstlichen Rechtes zu errichten. Oft
ist die Alte Messe auch spendenwirksam. Das stimmt nachdenklich…
#14 landorganist 08:08:19 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Typischer Hetz-Net-Forumstratsch. Wieder einmal wissen die üblichen Pappenheimer, Moralapostel und Denunzianten
von „geldgierigen Schwestern“ zu berichten, obwohl Sie weder vom Vertrag noch von den sonstigen Umständen
eine Ahnung haben. Warum können all die überflüssigen Athanasiusse, und wie sie alle heißen mögen,
nicht einfach mal einen Tag die Klappe halten, getreu dem Pfadfindermotto: Jeden Tag eine gute Tat!
pacta sunt servanda, Grundsätze aber auch. Wenn eine römisch-katholische Schwesternkonkregation sich
von einer geweihten Kirche trennen will, so hat sie sich, sofern hier Angebote vorliegen, um eine römisch-katholische
„Nachnutzung“ zu bemühen. Dies ist eine evidente moralische Pflicht der Schwestern. Wenn nun die Schwestern
wirksam ihr Rücktrittsrecht vom Vertrag gegen das IPN ausüben, müssen sie sich andere katholische Käufer
suchen. Wenn aber keine weiteren r.k. Käufer zu finden sind, ist es an den Schwestern, es weiter mit
dem IPN zu versuchen, auch wenn die vielleicht etwas unsicher sind. Man könnte diese Angelegenheit ja
auch mal als Prüfung des Herrn für die Schwestern hinsichtlich ihrer Treue zu Kirche betrachten . Glücklicherweise
ist allerdings wohl die Taktik des Ordens und seiner internat. Sozietät aufgegangen, das IPN durch Druck
zum Generieren von Spenden zu bewegen. Zum Glück für den Glauben und die Alte Messe in Berlin o^/
Ist der Dr. Goesche wohl der Hofnarr der Berliner Tradi-Katholikenszene? Warum ist er nicht bei den Piusbrüdern
geblieben? So wie jetzt ist er ein bunter Berliner Vogel mehr. Wowereit hat ihm vielleicht ein Teil des
Geldes gegeben!
Na na, die Schwestern kämpfen doch auch ums überleben! Und der Dr. Goesche ist doch ein eher unstetiger
Geist, der zuerst bei der Piusbruderschaft seine Kollateralschäden verursacht hat und dann versucht hat
sich dem Trümmerfeld mit möglichst vielen ebenso unstetigen Gläubigen zu entziehen.
Gier? Warum sind die Schwestern geldgierig? Die Schwestern haben mit Gösche einen normalen Vertrag geschlossen,
dessen Inhalt wohl absolut ok ist. Auch scheint die Höhe des Kaufpreises alles andere als von Gier zu
sprechen. Vielleicht war auf der anderen Seite die „Gier“ nach einer großen Kirche zu groß, ohne die
finanziellen Möglichkeiten richtig einschätzen zu können.
#9 ExBochumer † 21:13:59 | Montag, 11. Dezember 2006
@ Zur Kenntnisnahme Was haben denn diese „Schwestern“, die sich durch eine Geldgier offensichtlich auszeichnen,
vor? Können Sie das spezifizieren – oder ist ihr Posting Schall und Rauch?
Freut euch nicht zu früh! Es ist zwar schön, dass Geld gefunden wurde, aber damit ist noch lange nicht
alles gelaufen. Denn, der Kaufvertrag ist ja schon längst tot und ob sich die Schwestern noch einmal
aus lauter gutem Willen auf einen Vertragspartner einlassen, der ihnen schon viele Schwierigkeiten bereitet
hat (nicht nur ausstehende Ratenzahlungen), ist weiter offen. Bei aller Sympathie für katholische Initiativen:
Pacta sunt servanda. Auch Kaufverträge. Die Schwestern sind bei weitem nicht so gierig oder gar ungerecht,
wie hier manche zu wissen glauben.
#6 ExBochumer † 19:44:07 | Montag, 11. Dezember 2006
Natürlich wünsche ich der Priestergemeinschaft alles Gute. Werden jedoch die „geldgierigen“ Kräfte –
sprich „Schwestern“ sich zufrieden geben? Meine guten Wünsche für die Priestergemeinschaft. ExB
#5 AthanasiusII 17:47:33 | Montag, 11. Dezember 2006
Herzlichen Glückswunsch! Ende Juni zelebrierte Pfarrer Joachim Palinsky zu seinem Goldenen Priesterjubiläum
ein levitiertes Hochamt in der Berliner Kirche St. Afra Deo gratias. Und Gottes reichen Segen für Ihre
Pastoralarbeit, auch noch im hohen Alter. Pro Ecclesia!
#4 Athanasius 17:45:06 | Montag, 11. Dezember 2006
Gut so! Gut so. Dann können jetzt die geldgierigen anti-römischen Schwestern bezahlt werden für eine
Kirche, die diese selbst einst von Gläubigen geschenkt bekommen hatten für einen sehr niedrigen Betrag.
Geld muss reinkommen, nicht. Um Alternativfeiern und Heilbadölungen für Pensionierte Schwestern zu bezahlen.
Busse und Gebet sind da (bei den Schwestern in ihrer Provinzialaten) leider schon längst verschwunden.
(„Alles solche vorkonziliare Negativtheologie!“) Wie die Pietät einer anderen römisch-katholischen Gemeinschaft
gegenüber… Laien haben es wieder einmal schaffen müssen beim Kirchenaufbau, während angebliche Religiösen
und Geistliche die Sache abreissen wollen. Jaja, pecunia non olet. „Aber bitte nicht auf Latein. Das ist
so vorkonziliar!“
Motu-Proprio-Update Laut u.a. dem Blog Rorate Caeli tagt am morgigen Dienstag (dem 12. Dezember) die Kommission
Ecclesia Dei. „Ecclesia Dei meeting tomorrow to discuss liberalization: From La Repubblica: Benedict XVI
shortens the timing [sic] for a reconciliation with the followers of Archbishop Marcel Lefebvre. The „Ecclesia
Dei“ Commission, established for this purpose by John Paul II, will meet tomorrow in a first plenary session
to discuss the question of the liberalization of the Mass in Latin. The meeting of December 12 is reported
by the French news agency I.Media and will include the presence of Cardinal Ricard, a member of the Commission
and president of the French Episcopal Conference.“ rorate-caeli.blogspot.com/
#2 Michael II 17:21:54 | Montag, 11. Dezember 2006
Institut St. Philipp Neri Vielen Dank für den Bericht ! Diese katholische Oase in Berlin bleibt erhalten.
In übergroßer Freude und Dankbarkeit, Michael II
Deo gratias… …agimus! Und so eine freudige Nachricht an einem freudenreichen Tag (8.12.) verkünden
zu können, da ist natürlich auch nur alles Zufall… Oder hat da wohl doch die allerseligste Jungfrau
ihre liebreichen Hände im Spiel (gehabt)?!!! Beten wir inständig, dass es weiter aufwärts gehe!