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Dienstag, 12. Dezember 2006 11:15
Vorangekündigtes Verbrechen
Einen ungewöhnlichen Hinweis erhielt kürzlich die Polizeiinspektion im bayrischen Wallfahrtsort Altötting.
Lebensrechtler Annen fordert die Polizei von Altötting auf, im vorangekündigten Mord an einer Hilflosen die Tatverdächtigen zu ermitteln.
Lebensrechtler Annen fordert die Polizei von Altötting auf, im vorangekündigten Mord an einer Hilflosen die Tatverdächtigen zu ermitteln.
(kreuz.net) Die schriftliche Eingabe stand unter dem Betreff: Meldung einer zu erwartenden Straftat gegen das Leben.

Sie stammt vom bekannten deutschen Lebensschützer Klaus Günter Annen. Annen ist Vorsitzender der Weinheimer Initiative „Nie Wieder“.

Mit Verweis auf verschiedene Presseberichte informiert der Lebensschützer die Vollzugsbeamten über das Schicksal der 74jährigen Heimbewohnerin Frau A.W.

Frau W. lebt im St. Paulus Stift in Neuötting und wird dort künstlich ernährt. Der Ort befindet sich in Südbayern, unweit der österreichischen Grenze. Das St. Paulus Stift ist ein Wohn- und Pflegeheim für geistig behinderte Frauen.

Nach einem Beschluß des Landgerichts Traunstein solle der 74jährigen Patientin Flüssigkeit mit Pharmaprodukten verabreicht werden, damit der angeblich „natürliche Sterbeprozeß“ sanft und ohne quälende Symptome verlaufe.

Das Landgericht habe sich auf ein fachärztliches Gutachten gestützt, das in diesem Fall die „passive Sterbehilfe“ – Euthanasierung – empfehle.

Lebensschützer Annen: „Der Beschluß des Landgerichts Traunstein ist vermutlich ab dem 20. Dezember 2006 rechtskräftig, sodaß wir davon ausgehen, daß anschließend ein Tötungsversuch an Frau A.W. erfolgen wird.“

Auch wenn diese Form des Tötens schönsagend als „passive Sterbehilfe“ bezeichnet werde, handle es sich dabei um die vorsätzliche Tötung eines Menschen.

„Ich fordere hiermit die zuständige Polizei – gegebenenfalls unter Zuhilfenahme der Kriminalpolizei – auf, Frau A.W. im St. Paulus Stift zu schützen, die Tatverdächtigen und möglichen Mithelfer zu ermitteln und Strafanzeige gegen die ermittelten Personen wegen »Planung eines Mordes« zu veranlassen.“

Das Leben eines Menschen dürfe nicht verfügbar werden – so Annen: „Sonst landen wir wieder in Auschwitz.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 16 Lesermeinungen:
Mittwoch, 13. Dezember 2006 17:58
methusalix †: Wie kommen Sie auf die Idee, dass hier gedacht werden könnte, Gallowglas?
… vielleicht sollten darüber mal ein paar Leute nachdenken …

Hier wird geglaubt und sonst gar nichts!
Mittwoch, 13. Dezember 2006 05:56
Gallowglas: @Hoffnung
aus religiöser Sicht hauen Sie daneben. Ich würde, den Kelch der mir gereicht wird auch austrinken wollen, auch wenn es Leid bedeutet.
Das mag ja zutreffen, ist aber, glücklicherweise, für unsere Rechtsordnung völlig unerheblich …

Aus der Sicht eines ungläubigen ist es aus der Logik herraus auch besser zu leiden als nix mehr zu spüren.

Das ist schlicht falsch und soetwas kann nur von jemandem kommen, der noch nie zusehen mußte, wie jemand, der ihm sehr nahe steht, elendig zu Grunde gehen muß, ohne daß ihm geholfen werden kann.
Wenn einem sojemand anfleht, ihn endlich sterben zu lassen, dann ist das etwas, was man sein ganzes Leben nicht mehr vergisst.
Vorallem sieht man die Thematik dann mit ganz anderen Augen als ein Herr Annen, dem der Mensch egal ist, sondern den nur seine religiösen Prinzipien interessieren.

Wenn ich mich recht erinnere hat sogar dieser Jesus etwas in die Richtung gesagt, daß der Mensch nicht für die Gesetze, sondern die Gesetze für den Menschen da sind … vielleicht sollten darüber mal ein paar Leute nachdenken …
Dienstag, 12. Dezember 2006 23:17
Hoffnung: @Gallowglas
Na werte(r) Gallowglas,

aus religiöser Sicht hauen Sie daneben. Ich würde, den Kelch der mir gereicht wird auch austrinken wollen, auch wenn es Leid bedeutet.
Aus der Sicht eines ungläubigen ist es aus der Logik herraus auch besser zu leiden als nix mehr zu spüren.
Lesen Sie doch mal Jack Landon’s „Seewolf“, es entbehrt der Logik die ein Freigeist wie die Figur „Wolf „Larsen“ einer darstellt nichts.
Das Gefassel vom armen leidenen der erlöst werden muß ist in sofern hinfällig, als das Sie Ihm in diesem Fall erstmal unterstellen, dass der Mensch getötet werden möchte.
Dienstag, 12. Dezember 2006 23:17
Gotthard: Annen
dieser Herr Annen scheint ein sich selbst erhaltender e.V. zu sein…
es scheint sich um einen dieser nur um sich selbst kreisenden „Gewissen der Welt“ zu sein… die nichts bewegen, aber jedem auf die Nerven fallen.
Dienstag, 12. Dezember 2006 18:07
Gallowglas: @methusalix
Was ist ein Lebensschützer? Einer der fest daran glaubt, mit ganz grosser Klappe und ordentlicher Rüpelhaftigkeit nichts tun zu müssen, um Leben wirklich zu schützen.

Genaugesagt sind die meisten „Lebensschützer“ solche Typen, die sich am Leiden und am Elend anderer so sehr ergötzen können, daß sie ihnen nichtmal einen würdigen, das Leiden beendenden Tod zugestehen wollen …
Dienstag, 12. Dezember 2006 17:40
stimme der vernunft: Annen bekannten deutschen Lebensschützer
Kennt den Typen eigentlich irgendjemand ausserhalb der radikalen Sedisvakantistenkreise um kreuz.net?


Also ein paar Landgerichtsräte und Staatsanwältinnen kennen den sicher, aber wer sonst ausser die Insassen dieses Zoos hier?

Was ist ein Lebensschützer? Einer der fest daran glaubt, mit ganz grosser Klappe und ordentlicher Rüpelhaftigkeit nichts tun zu müssen, um Leben wirklich zu schützen. Oder hat sich Annen schon jemals um geborenes Leben gekümmert? Ich würde mich sehr freuen davon zu hören!
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