Kein legitimer Pluralismus
„Gerne würde ich dazu beitragen, im Herzen der Verteidiger von ‘Donum Vitae’ Zweifel zu säen. Aber wie, wenn alle Argumente längst bekannt sind?“

Das erklärte Professor Dr. Karl Graf Ballestrem von Dollnstein am 18. Oktober in einem Leserbrief in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.
Ballestrem ist Professor für Politikwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt.
Da die Kirche vom Pluralismus freier Gesellschaften ausgehe, akzeptiere sie, daß katholische Laien unterschiedlichste Meinungen vertreten.
Doch die massenhafte Tötung ungeborener Kinder sei nicht irgendein soziales Phänomen, über das man mit guten Gründen verschiedener Meinung sein könne, „sondern eine der größten moralischen Katastrophen unserer Zeit“ – so Professor Ballestrem.
Die Überzeugungskraft der Kirche leide darum, wenn Katholiken darüber stritten, ob man sich an der Vergabe eines Beratungsscheins beteiligen dürfe, der die straffreie Abtreibung erlaubt.
„Gerne würde ich dazu beitragen, Zweifel im Herzen der Verteidiger von ‘Donum Vitae’ zu säen. Aber wie, wenn alle Argumente längst bekannt sind?“
‘Donum Vitae’ ist eine Organisation katholischer Laien in Deutschland, die seit September 1999 die Beratung schwangerer Mütter mit Ausstellung eines Beratungsscheines weiterführt, von der sich die deutschen Bischöfe distanziert haben.
Professor Ballestrem erinnert an die Aussage der damaligen Vorsitzenden des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’ Rita Waschbüsch, daß „die Beratungspflicht angesichts der generellen Preisgabe des Lebensschutzes in den ersten zwölf Lebenswochen des ungeborenen Kindes nur Alibifunktion hat“.
Darum würden Katholiken durch ihre Teilnahme an der Beratung das Alibi liefern, das den Unrechtscharakter der Abtreibung verschleiert und das Rechtsbewußtsein in der Bevölkerung beschädigt.
Die Beihilfe zu einer an sich schlechten Handlung werde nicht dadurch gut, daß sie mit der Absicht erfolgt, Schlimmeres zu verhindern.
Der Lebensschutz der Ungeborenen habe sich in Deutschland seit Einführung der Pflichtberatung auch nicht verbessert.
„Offenbar kann sich der Kraft dieser Argumente, auch wenn sie nicht alle überzeugen, niemand ganz entziehen“ – so der Professor.
Auch Mitglieder von ‘Donum Vitae’ würden – wie Hans Maier im Jahr 1999 – von der „Ambivalenz des Beratungsscheins“ sprechen.
„Sofern aber Katholiken auch nur den geringsten Zweifel haben, ob sie in einer moralisch wichtigen Frage das Richtige tun, sollten sie sich um der Einheit des Zeugnisses willen Papst und Bischöfen unterordnen, sonst aber zugeben, in dieser Hinsicht nicht als Katholiken zu handeln“ – so Professor Ballestrem abschließend.
© Bild: pixelquelle.de
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Mittwoch, 13. Dezember 2006 10:14
verecundus: @Werther
Es ist eine altbekannte Taktik gewisser Systemveränderer, singuläre Vorfälle bzw. reine Gedankengebilde
so aufzublasen, als handele es sich um alltägliche Situationen (lesen Sie bitte dazu die Ausführungen
Dr. Bernard Nathansons „Hintergründe…“, erhältlich bei der Aktion Leben e.V.).
Erfahrungsgemäß wird man/frau das Kind niemals los und versehrt sich fürs restliche Leben. „Plötzlich“ entwickeln sich etliche psychosomatische Krankheiten oder rein psychische Störungen, die Beziehung/Ehe oä zerbricht trotzdem, trotzdem gerät man in finanzielle Nöte, wird arbeitslos oder versagt in Studium bzw. Ausbildung.
„Solange ich lebe, werde ich dieses Kind niemals los“, diesen Satz habe so oft von Patientinnen gehört, die (und das sei an die Adresse erklärter FrauInnen gerichtet) in ihrer unglaublichen Selbständigkeit sich meist von ihren Männern zum Kindermord drängen lassen.
Die feministische Märchentante lügt mit Ihrer behauptung, die bösen Männer würden die armen Frauen zum Kindergebären zwingen. Das Gegenteil ist die Regel. Sie hätte eigentlich nichts gegen ein Kind, er aber will Genuß ohne Ärger und Reue und ihn juckt der ganze spätere Psychodreck auch nicht.
Wem es wirklich um die Rechte und die Intergrität von frauen ernst ist, muß gegen legalisierte Kindstötung sein: als Tötungsverfechter läßt man Frauen massenhaft in ihr Verderben laufen.
Erfahrungsgemäß wird man/frau das Kind niemals los und versehrt sich fürs restliche Leben. „Plötzlich“ entwickeln sich etliche psychosomatische Krankheiten oder rein psychische Störungen, die Beziehung/Ehe oä zerbricht trotzdem, trotzdem gerät man in finanzielle Nöte, wird arbeitslos oder versagt in Studium bzw. Ausbildung.
„Solange ich lebe, werde ich dieses Kind niemals los“, diesen Satz habe so oft von Patientinnen gehört, die (und das sei an die Adresse erklärter FrauInnen gerichtet) in ihrer unglaublichen Selbständigkeit sich meist von ihren Männern zum Kindermord drängen lassen.
Die feministische Märchentante lügt mit Ihrer behauptung, die bösen Männer würden die armen Frauen zum Kindergebären zwingen. Das Gegenteil ist die Regel. Sie hätte eigentlich nichts gegen ein Kind, er aber will Genuß ohne Ärger und Reue und ihn juckt der ganze spätere Psychodreck auch nicht.
Wem es wirklich um die Rechte und die Intergrität von frauen ernst ist, muß gegen legalisierte Kindstötung sein: als Tötungsverfechter läßt man Frauen massenhaft in ihr Verderben laufen.
Dienstag, 12. Dezember 2006 19:09
Hypatia: @ Uldaricus
Wieso sollte es das Thema irgendeines Menschen sein – männlich oder weiblich? Es ist die Krönung des Unaussprechlichen, die eigene Spezies der Vernichtung zu übereignen.
Dienstag, 12. Dezember 2006 19:00
Udalricus: Abtreibung geht alle an
Also, dass Abtreibung ein reines Frauenthema sei, und daher alle Männer zu schweigen hätten, ist die
größte Volksverdummung der Geschichte.
Soll man über Menschenrechtsverletzungen gegen Tschetschenen, Tibeter oder Aborigines deswegen schweigen, weil man kein Russe, Chinese oder Australier ist? Geht Menschenwürde nur die Betroffenen etwas an, seinen sie nun Täter, Opfer oder beides?
Nein und nochmals nein! „Hinsehen statt wegschauen“ kann es hier nur heißen und „schützen und helfen statt töten und verharmlosen“.
Im Übrigen meine ich, dass man bei den „Donum-Vitae“-Anhängern unterscheiden muss zwischen Absicht und Wirkung. Wir sollten bei den meisten schon von einer guten Absicht, nämlich der, Leben zu retten, ausgehen. Das Problem ist, dass sie die langfristige Wirkung des Signals, dass sie aussenden, völlig unterschätzen und sich vom Staat für eine mörderische Gesetzesregelung vereinnahmen lassen.
Soll man über Menschenrechtsverletzungen gegen Tschetschenen, Tibeter oder Aborigines deswegen schweigen, weil man kein Russe, Chinese oder Australier ist? Geht Menschenwürde nur die Betroffenen etwas an, seinen sie nun Täter, Opfer oder beides?
Nein und nochmals nein! „Hinsehen statt wegschauen“ kann es hier nur heißen und „schützen und helfen statt töten und verharmlosen“.
Im Übrigen meine ich, dass man bei den „Donum-Vitae“-Anhängern unterscheiden muss zwischen Absicht und Wirkung. Wir sollten bei den meisten schon von einer guten Absicht, nämlich der, Leben zu retten, ausgehen. Das Problem ist, dass sie die langfristige Wirkung des Signals, dass sie aussenden, völlig unterschätzen und sich vom Staat für eine mörderische Gesetzesregelung vereinnahmen lassen.
Dienstag, 12. Dezember 2006 17:43
methusalix †: Richtig Pünktchen!
Pünktchen: Lord
Daß Männer nicht über die Abtreibung sollen diskutieren dürfen, ist Quatsch! In den meisten Fällen steht hinter einer Abtreibung übrigens ein Mann.
Der sagt dann: „Dein Bauch gehört mir!“ und die Frau hat zu kuschen, so oder so.
Daß Männer nicht über die Abtreibung sollen diskutieren dürfen, ist Quatsch! In den meisten Fällen steht hinter einer Abtreibung übrigens ein Mann.
Der sagt dann: „Dein Bauch gehört mir!“ und die Frau hat zu kuschen, so oder so.
Dienstag, 12. Dezember 2006 16:31
Pünktchen: Lord Werther
Medizinische Indikationen machen nur wenige Prozent der Gesamtzahkl der Abbrüche aus, kriminologische
Indikationen sind so selten, daß sie nur in Promille erfaßt werden können!
Hier die Zahlen des statistischen Bundesamtes! Weit über 95 % der Kindstötungen in Deutschland hat also nichts mit den von Ihnen heraufbeschworenen Fallgruppen zu tun!
Daß Männer nicht über die Abtreibung sollen diskutieren dürfen, ist Quatsch! In den meisten Fällen steht hinter einer Abtreibung übrigens ein Mann. Die meisten Abtreibungen werden auch von Männern (sog. „Medizinern“) durchgeführt!
Hier die Zahlen des statistischen Bundesamtes! Weit über 95 % der Kindstötungen in Deutschland hat also nichts mit den von Ihnen heraufbeschworenen Fallgruppen zu tun!
Daß Männer nicht über die Abtreibung sollen diskutieren dürfen, ist Quatsch! In den meisten Fällen steht hinter einer Abtreibung übrigens ein Mann. Die meisten Abtreibungen werden auch von Männern (sog. „Medizinern“) durchgeführt!
Dienstag, 12. Dezember 2006 15:57
Lord Werther: Stimme nicht ganz überein
Doch die massenhafte Tötung ungeborener Kinder sei nicht irgendein soziales Phänomen, über das man
mit guten Gründen verschiedener Meinung sein könne, „sondern eine der größten moralischen Katastrophen
unserer Zeit“ – so Professor Ballestrem.
Naja, leider bin ich wie Herr Ballestrem auch nur ein Mann und kann nicht voll und ganz über das Thema urteilen…
Ich möchte mich nicht in die Rechte vergewaltigter Frauen einmischen und auch nicht in die Rechte der Frauen einmischen, die eine Geburt nicht überleben würden. Ferner würde ich mir wünschen, dass meine Frau gesund und am leben bleibt…
Ich bin grundsätzlich ein Abtreibungsgegner, aber soweit wie der Herr würde ich niemals aus dem Fenster lehnen…
Naja, leider bin ich wie Herr Ballestrem auch nur ein Mann und kann nicht voll und ganz über das Thema urteilen…
Ich möchte mich nicht in die Rechte vergewaltigter Frauen einmischen und auch nicht in die Rechte der Frauen einmischen, die eine Geburt nicht überleben würden. Ferner würde ich mir wünschen, dass meine Frau gesund und am leben bleibt…
Ich bin grundsätzlich ein Abtreibungsgegner, aber soweit wie der Herr würde ich niemals aus dem Fenster lehnen…
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