Altrituelle Personalpfarrei
Es hagelt Berufungen
Eine altrituelle Pfarrei im Elsaß bringt trotz eines sterbenden kirchlichen Umfeldes eine reiche Ernte ein. Von Dr. med. Stephan Puls.
In der Personalpfarrei St. Arbogast hat sich ein reges Gemeindeleben entwickelt.
In der Personalpfarrei St. Arbogast hat sich ein reges Gemeindeleben entwickelt.
(kreuz.net) Erst kürzlich errichtete der scheidende Erzbischof von Straßburg die Personalpfarrei St. Arbogast.

Dort betreuen der Deutsche Hw. Alexander Leonhardt und der Franzose Dr. Christian Gouyaud Gemeinden in Straßburg und Colmar.

Es hat sich bereits ein reges Gemeindeleben entwickelt.

So gibt es Pfadfinder, eine Gregorianikschola, Erwachsenenbildung und einen Studentenkreis.

Neben der Heiligen Messe wird am Sonntag abend auch die lateinische Vesper von den Gläubigen sehr gerne besucht.

Jeanne-Marie Kegelin
Jeanne-Marie Kegelin
Im Jahr 2004 erlitt eine der in der Gemeinde aktiven Familien einen schweren Schicksalsschlag.

Die 12jährige Jeanne-Marie Kegelin wurde vor ihrem Elternhaus verschleppt, brutal vergewaltigt und schließlich ermordet.

Jeanne-Marie war das jüngste von acht Kindern. Ihre Familie war in St. Arbogast von Anfang an dabei.

Der Täter war ein wegen ähnlicher Delikte mehrfach vorbestrafter und kurz vorher vorzeitig haftentlassener Mann.

Der älteste Bruder der Entführten, Abbé Louis-Dominique Kegelin, war damals Seminarist der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Er ist inzwischen Subdiakon im sechsten Studienjahr.

Die geistliche Fruchtbarkeit der Gemeinschaft St. Arbogast ist gewaltig.

Eine Reihe Seminaristen und heutige Priester der Diözese Straßburg erhielten hier den Rückhalt, um das modernistische Seminar und die heterodoxe theologische Straßburger Fakultät zu überstehen.

Die altrituelle Personalpfarrei St. Arbogast
Seit 1988 gibt es in den Elsässer Städten Straßburg und Colmar zwei Indultmessen.

Die beiden Personalpfarreien sind unter dem Namen 'Communauté St. Arbogast' bekannt.Die Heiligen Messen fanden zunächst in der häßlichen Betonkirche St. Bernard statt.

Im Bild: Firmung in St. BernardAlte Messe in der Betonkirche St. Bernard

Elf Berufungen gingen bisher direkt aus St. Arbogast hervor, am weitesten fortgeschritten ist bisher Abbé Kegelin.

Im vierten Studienjahr in Wigratzbad befinden sich derzeit Renaud de Cazenove und Steve Paul Meyer.

Ein ehemaliges Mitglied der Pfarrei ist Benediktinermönch in Le Barroux. Einer trat diesen Herbst im altrituellen Institut Christkönig in Gricigliano ein, ein anderer bei der Petrusbruderschaft.

Die übrigen Seminaristen studieren für den Neuen Ritus.

Eine junge Frau legte im Benediktinerinnenkloster von Le Barroux ihre zeitliche Profeß ab. Zwei weitere sind Mitglieder von tätigen Frauenorden mit neuem Meßritus.

Diese jungen Menschen sind entweder in der Gemeinschaft St. Arbogast aufgewachsen oder haben die Personalpfarrei als Studenten kennengelernt.

St. Arbogast ist eine der wenigen blühenden Pfarreien in der ansonsten sterbenden Erzdiözese Straßburg.
      
21 Lesermeinungen
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#21   r.ruhrgebietler   16:40:51 | Montag, 18. Dezember 2006
@Sirilo – Massengeburten
…Sie scheinen wirklich in einer islamistenfreien Stadt zu wohnen! Deren vornehmste Waffe gg. die hlg. rk. Kirche ist ganz einfach: sie gebären die Deutsche Bevölkerung zu Tode. Mit Massengeburten – naja,… genau genommen mit ganz vielen Schwangerschaften (die natürlich NICHT abgetrieben werden!) und demzufolge die entsprechende Anzahl Geburten.
Verzeihung, wenn’s (absichtlich!) mehrdeutig war.
Es gibt leider nur wenige katholische Frauen – ich selber habe gar keine, weder eine kath. noch eine sonstige „Lebensabschnittspartnerschaft“. Gibt es eine Mutige? Sie darf sich gerne zur Gründung einer Familie nach Gottes Geboten melden! Ich würde mich riesig darüber freuen!!
Sirilo, Danke für den Hinweis!!
Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament!
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#20   Hypatia   22:11:26 | Freitag, 15. Dezember 2006
@ Athanasius
Verzeihen Sie mir bitte meine späte Reaktion, ich war außer Stadt. Sie haben natürlich recht mit Ihren Wundern, die mich meines Atems berauben, und die es mit Sicherheit gibt. Auch die Beispiele, die Sie anführen – absolut korrekt! Nur stehen diese herrlichen Beispiele 6 Milliarden Weltbevölkerung gegenüber. Daher halte ich Konvertiten, die leider weltweit als „unzuverlässig“ angesehen werden, tatsächliche für Wunder, nach meinem Motto: wen der Herr berühren will, den berührt Er! Ansonsten werden Ihnen die Psychologen und Psychiater hier bei uns im Forum meine These bestätigen, nämlich, daß das, was der Mensch von seinen Eltern und überhaupt in seiner Jugend übernimmt, in jeder Hinsicht für das spätere Leben prägend ist.
Liebe Grüße in die Niederlande!
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#19   Sirilo   12:26:58 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@ruhrgebietler
Was ist bitte eine „Massengeburt“?
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#18   laikos   12:19:30 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
At r.ruhrgebietler
Danke fuer die kompetente und kompakte Zusammenfassung. Trotzdem duerfen wir und ein bisschen fruen :-]
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#17   r.ruhrgebietler   00:24:44 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
wen wundert es!
Bei dem Hickhack im Lager der ewig gestrigen Rotarierfreunde-Lehmann & co.!
Aber es ist bei weitem kein Grund zum Jubeln gegeben! Deutschland leidet unter V-II und dessen Auswüchsen. 40 Jahre Katastrophe gehen nicht im handumdrehen vorbei. Dautschland ist ein klassisches Missionsland geworden – das wissen auch die islamisten, die immer dreister sich hier mit massengeburten breitmachen, währen Deutsche Weiber die Nase im Himmel haben, Deutsche „Männer“ (wenn’s denn welche wären) sich nicht mehr schicken können. Der Staat liegt darnieder und feiert sich in diesem Sumpf auch noch! Die Bischöfe feiern sich selber, gehen nicht demütigem Beispiel voran! So wird es in D keine Berufungen geben.
St. Micheal beschütze Deutschland!
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#16   Athanasius   23:38:32 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Unsinn
Sie müssen keine Bedenken haben, es wird keiner konvertieren. Die Menschen halten in aller Regel an ihrer angestammten Religion fest. Die Werte, die einem Menschen in seiner Kindheit, sprich von seinen Eltern vermittelt wurden, sind sehr präsent, ein Leben lang.
Das sollten Sie mir nicht erzählen, der aus einer eher sekulären Familie stamme.
Und ebenso wenig dem Hl. Franz Xaver, dem Hl. Thomas, dem Hl. Petrus, dem Konstantin I., Karl dem Grossen, den Dominikanern Südamerikas usw. Alles grosse Konversionen. Wunder existieren, Frau Zayadeh. Auch wenn Ihnen das soziologisch unlogisch erscheint.
Zwischen falschen Religionen herrscht Bestand, aber die Wahrheit überwindet alle Hürden und bricht überall hinein.
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#15   Hoffnung   23:21:27 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@Alexandra Zayadeh:
Danke für Ihre Beruhigenden Worte :(3
Im Vorliegenden Fall würde ich eine Bekehrung zu einer christlichen religion befürworten :)3
:-]
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#14   Hypatia   23:11:47 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@ Hoffnung
Sie müssen keine Bedenken haben, es wird keiner konvertieren. Die Menschen halten in aller Regel an ihrer angestammten Religion fest. Die Werte, die einem Menschen in seiner Kindheit, sprich von seinen Eltern vermittelt wurden, sind sehr präsent, ein Leben lang.
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#13   Hoffnung   23:03:20 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@athanasius1957
Die Zahl der Berufungen ist wohl nicht so wichtig.
Ich kenne allein in Paderborn eine Handvoll Männer die sich zum Priester berufen fühlen, menthal ist aber nicht ein einziger dazu geeignet.
Die Zahl der Berufungen sagen noch nicht mal etwas über die Richtigkeit oder Falschheit einer Religion oder sonst etwas aus. Schließlich gibt es auch eine Menge Orthodoxe- und Buddistische Mönche, verschiedene Sekten haben ebenfalls Zulauf in Hülle und Fülle, Moslems, Esoteriker ja leider auch Satanisten wachsen in reicher Zahl herran, z.T. stärker und schneller als die Tradition.
Hoffe dass Sie jetzt nicht in eine der angegebenen Richtungen konvertieren, da Sie anscheinend meinen, dass diejenigen mit dem prozentual größten Zulauf die rechtgläubigen sind.
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#12   Sirilo   22:29:39 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@Athanasius1…
Ich bin keineswegs zynisch. Ich habe mich nicht zu der Pfarrei geäußert, sondern nur zum Gebrauch des Wortes „hageln“ durch die Kreuz.net-Redaktion.
Im übrigen heiße ich Sirilo, nicht Sirilio!
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#11   athanasius1957   22:16:33 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@ sirilio
bitte wenn schon so wissend zynisch:
benenn mir bitte eine einzige moderne pfarrei die innert kürzester zeit so viel menschen fürs priestertum bzw. fürs monastische leben begeistern konnte, eine einzige in europa unter den liberalistischen umständen in deutschland, frankreich benelux oder schweiz und österreich!?!?!?!
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#10   Sirilo   21:23:16 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@Frasim
Danke für das Kompliment!
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#9   Frasim   20:50:51 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@Sirilo
Da haben Sie sich schon wieder überschätzt…!!
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#8   Sirilo   20:46:26 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@Pünktchen
„Sirilo überschätzt sich oft.“
Danke für das Kompliment!
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#7   Domenico Tuttisanti   18:47:19 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Die Mutmaßungen von stimme
sind wertlos, da die Entscheidung für oder gegen einen Ritus in Frankreich sehr stark auch von der Frage der künftigen Priesterversorgung (-entlohnung) und den theologischen Ausbildungsstätten, samt Aufnahmekriterien mitbestimmt sein dürfte. In Frankreich kann die Entscheidung für den Priesterberuf das Armutsrisiko einschließen! Factum bleibt aber: es ist diese altrituelle Pfarre, die eine ganz ungewöhnliche Zahl an Berufungen für das Priestertum und das Ordensleben (LeBarroux ist traditionalistisch!) verzeichnet!
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#6   Pünktchen   17:59:23 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Hacki
Bingo :)3 ! (Sirilo überschätzt sich oft!)
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#5   Hacki   17:55:43 | Dienstag, 12. Dezember 2006
@sirilo
Der „Hagel“ könnte vielleicht den maroden „Modernismus“ zerstören. Mir gefällt das kraftvolle Bild.
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#4   Sirilo   17:50:39 | Dienstag, 12. Dezember 2006
Es hagelt
Kreuz.net hat wieder einmal stilistisch voll daneben gegriffen. „Es hagelt Berufungen“. Ein Hagel, besonders wenn die Schlossen so richtig groß sind, kann gefährlich, ja lebensgefährlich sein und viel Unheil anrichten. (Vor Jahren hat einmal ein Hagel in München Tausende von Autos und Hunderte von Gewächshäusern demoliert.)
Was will uns Keuz.net damit sagen? Daß die Berufungen eine verheerende Wirkung auf die Kirche haben? Daß der Himmel grollt und mit Berufungshagel die Kirche straft?
Liebe Kreuz.net-Redaktion, schafft euch mal die Stilfibel von Ludwig Reimers an und arbeitet an eurer *klotzigen* Sprache!
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#3   stimme der vernunft †   17:41:38 | Dienstag, 12. Dezember 2006
dabei…
… übersiehst du, dass ein Zeichen für liberale Diözesen ist, dass die altrituellen dort ungestört zugange sein können. Je konservativer die Diözese, desto stärker die Behinderungen.
Ich finde es jedenfalls sehr interessnt, daß der alte Ritus nur einen Teil (den kleineren Teil?) wirklich überzeugen kann, die anderen wenden sich dem neuen zu.
Werner
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#2   Pünktchen   17:25:38 | Dienstag, 12. Dezember 2006
stimme
Daran sehen Sie, daß Traditionalisten toleranter sein können als Modernisten! Tatsache bleibt, daß diese Pfarre eine ungewöhnliche Zahl an Berufungen verzeichnet!
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#1   stimme der vernunft †   17:19:41 | Dienstag, 12. Dezember 2006
interessant
Die übrigen Seminaristen studieren für den Neuen Ritus.
Das erscheint mir aber dann doch interessant.
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