Alte Messe
Neues vom Motu Proprio
In nächster Zeit sollen angeblich gleich zwei päpstliche Schreiben zur Liturgie veröffentlicht werden. Eines davon wird schon „bald“ die Alte Messe freigeben – erklärte ein Kardinal gestern.
Messe mit Juventutem am Weltjugendtag 2005
Messe mit Juventutem am Weltjugendtag 2005
© Pro Missa Tridentina
(kreuz.net, Vatikan) „Die Veröffentlichung des Motu Proprio, das die Alte Messe erlauben wird, ist nahe.“

Das sagte der emeritierte chilenische Kurienkardinal Jorge Medina nach einem gestrigen Treffen der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’.

Die Worte des Kardinals wurden von verschiedenen römischen Nachrichtenagenturen berichtet.

Kardinal Medina ist Mitglied von ‘Ecclesia Dei’ und zelebriert bei seltenen Anlässen im Alten Ritus.

Er erklärte, daß das Motu Proprio beim Treffen von den Mitgliedern von ‘Ecclesia Dei’ in aller Ruhe diskutiert worden sei.

Die Debatte habe fast vier Stunden gedauert und zu einigen Korrekturen im Text geführt.

Der nächste Schritt liege beim Präsidenten der Kommission, Dario Kardinal Castrillon Hoyos. Dieser wird den überarbeiteten Text dem Papst vorlegen.

Die Entscheidung, wann das Motu Proprio veröffentlicht wird, liege beim Heiligen Vater.

Ein anderes Mitglied der Kommission, Erzbischof Jean Pierre Kardinal Ricard von Bordeaux, wollte keine Stellung nehmen. Er sei durch das päpstliche Geheimnis gebunden.

Apostolische Exhortation zur Eucharistie

Auch die langerwartete Apostolische Exhortation mit den Schlußfolgerungen des Papstes aus der Weltbischofssynode über die Eucharistie soll bald publiziert werden.

Das erklärte der Vatikanist des italienischen Wochenmagazins ‘Panorama’, Ignazio Ingrao, in der jüngsten Ausgabe.

Die Synode ging im Oktober 2005 in Rom zuende. Das Schlußdokument soll bereits fertig sein und Ende Januar publiziert werden. Gegenwärtig befinde es sich in den Händen der Übersetzer.

Der Vatikanist behauptet, daß in dem Schreiben die Priesterehe als Antwort auf den Berufungsmangel ausgeschlossen, die Kommunionspendung an wiederverheiratete Geschiedene verboten und die Verwendung von Latein in der Messe empfohlen werde.

Im Januar 2006 nannte der Chefredaktor der ‘Agencia Católica de Informaciones en América Latina’ den Mai als sicheres Erscheinungsdatum der Exhortation.
      
22 Lesermeinungen
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#22   Tridentinus   12:33:25 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Freinsberg
Ich habe deutlich rituelle Karwochenreform geschrieben. Die Korrektur des Zeitpunktes der Osternacht war sinnvoll, hat aber die Riten gerade nioch nicht berührt, sondern nur den Zeitpunkt ihrer Durchführung. Wir wissen beide leider immer noch nicht, welche Tagung Heggi meint.
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#21   Freinsberg   08:49:13 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Karwoche
Warum soll man die Karwochenreform rückgängig machen? Wollen Sie die Osternacht wieder am Samstag-Morgen feiern?
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#20   Tridentinus   08:41:54 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Heggi
Vielleicht haben Sie Freinsberg nicht geantwortet, weil seine Frage wohl ironisch gemeint war. Von mir jetzt ernsthaft: Was ist das für eine Tagung?
Zum 1965iger Ritus: Dieser könnte bei einer Reform des 1970iger Ritus für jene Orientierungsgrösse werden, die nicht zur reinrassig tridentinischen Liturgie zurückwollen oder -können: Sozusagen als Low Mass für eine katholische Low Church.
Und in bezug auf den Ritus von 1962 wäre es wünschenswert, die rituelle Karwochenreform von 1955 wieder abzustreifen!
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#19   Freinsberg   08:16:36 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Heggi
Welche Tagung ist das? Und um welchen unierten Ritus geht es? Den der evangelisch-unierten Kirchen in Deutschland oder um die byzantinische Liturgie?
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#18   Aragorn   06:35:39 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
in kleinen schritten
es scheint voran zu gehen, wenn auch nur in kleinen Schritten. Beten wir weiterhin.
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#17   möchtegern-kathole   23:47:12 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
danach?
es ist so viel schief im NOM, dass diese MPs nicht die einzige Korrektur bleiben dürfen.
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#16   agmen   20:20:29 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@zwobbel
Sehr gute Beobachtung!!
Ich sehe es nun auch so.
Herzlichen Dank!!!
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#15   Heggi   19:11:00 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Freinsberg
Wenn Sie nicht mehr Probleme mit der alten Liturgie haben als das der „mittelalterlichen Zweigleisigkeit“, dann ist ja alles in Ordnung. Kennen Sie die anderen Liturgien der Kirche? Ich lade Sie ein zu einer liturgischen Tagung, da können Sie dann den 62er Ritus mit dem unierten Ritus vergleichen. Beide Riten werden dort gefeiert. Sie lernen bestimmt etwas dazu.
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#14   Freinsberg   18:12:53 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Warum Ritus 1962?
Wenn schon Freigabe des alten Ritus: Warum nicht in der Form von 1965? Da existiert die mittelalterliche Zweigleisigkeit nicht mehr (der Priester muss nicht alles zusätzlich sprechen, was andere ausführen), das Schlussevangelium ist gefallen etc.
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#13   No Comment   15:48:17 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
„Außerordentlicher Ritus“
wird die MT im MP also vermutlich nicht mehr genannt werden?
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#12   stat crux   15:41:52 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@Carlo
Die Entscheidung eines Papstes, eine Selig- oder Heiligsprechung vorzunehmen, galt auch „vorkonziliar“ als quasi unfehlbar. Wenn Sie konsequent wären, müssten Sie einräumen, dass Ihr Begriff von „Papsttum“ nur virtuelle Qualität hat.
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#11   Agiafortuni   12:58:35 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Giuseppe
sie glauben doch nicht allen ernstes Johannes XXIII sei ein Heiliger und nicht ein Wolf im Schafspelz gewesen. Um klar zu sein. Ich schliesse nicht aus, dass Roncalli möglicherweise in die Herrlichkeit Gottes eingegangen ist, jedoch nicht wegen seines Pontifikates, das als frevelhaft zu bezeichnen ist, sondern weil er vielleicht im letzten Auzgenblick den von ihm angerichteten Schaden erkannt und Gott um Verzeihung gebeten hat. Formell ist gegen seine Liturgiereform von 1962 nichts einzuwenden, denn es wurde nichts Wesentliches fallengelassen. Die Messe ist auch gemäss 1962 das Sühneopfer unseres Herrn und Erlösers was sie nach der Liturgiereform von 1969 nicht mehr oder höchstens dann ist, wenn der Priester ihn mit der Absicht feiert, das zu tun was die Kirche immer tat
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#10   Guiseppe   12:42:40 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@Gandalf
Gandalf: „Johannes XXIII. in der Hölle?Es soll hier und da versprengte Schäfchen geben, die noch heute nach SEINEM Missale von 1962 die Eucharistiefeier begehen, pardon: das heilige Messopfer feiern. Man lese im übrigen sein Giornale dell’anima. Johannes war ein Heiliger!“
Wie bitte? Angehörige/Anhänger der Ecclesia-Dei-Gemeinschaft versprengte Schäfchen?
Sind die Priester der Petrusbruderschaft und die zahlreichen mit ihnen und der tridentinischen Messe (Missale vom Seligen Johannes XXIII.) verbundenen Anhängern weltweit „versprengte Schäfchen“?
R.Ruhrgebietler ist so weit ich weiß ein Sedisvakantist, der keinesfalls „die Durchschnittsmeinung“ von Anhängern des überlieferten Ritus vertritt. Auch nicht die Meinung von kreuz.net.
Dass R.Ruhrgebietler den Seligen Johannes XXIII. schwerstens beleidigt hat, ist aber einen Protest gegen ihn wert. Ich schließe mich dem Protest an. Johannes XXIII. ist ein Heiliger.
Dank der Situation in vielen Gottesdiensten werden die Schäfchen, die dem überlieferten Ritus nahestehen, eher mehr werden. Das wird übrigens für die Bischöfe ein Anreiz sein, bei den Eucharistiefeiern im Neuen Ritus mehr auf die Einhaltung der Insruktion Redemptionis Sacramentum zu pochen. (Um weitere „Überläufe“ zur MT zu verhindern.)
PS: Ihren Bericht in kath.net über das Auftreten von Herrn Engelmann (Der 13.) und die Folgen begrüße ich ausdrücklich, genauso auch ihre Forumsstellungnahmen in kath.net dazu! Mal sehen, wann/wie kreuz.net darüber berichten wird.
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#9   zwobbel   12:40:20 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Wer kennt sich aus mit den Vorgängen im Vatikan?
Ich weiß gar nicht was manche hier wollen.
Offenbar war an den Gerüchten von Anfang an etwas dran.
Ganz am Anfang sehr wenig. Dann wurde es konkreter und langsam offiziös. Nun gibt es eine ganz offizielle Stellungsnahme eines Kommission-ecclesia-dei-Kardinals direkt nach der Sitzung.
Es ist ganz klar, daß der Papst ziemlich früh anfing die Sache anzuschieben. Er kannte die Widerstände im Vorfeld. Aber er wußte auch, daß dieses motu proprio den Amtsweg durch die verschlungen Wege des Vatikan und der Niederungen der ortskirchlichen Hierarchie nehmen MUSS! Und so tippelt man in kleinen Schritten, die aber schwerer zu unterbinden sind, dem Ziel entgegen. Die einschlägig bekannten Bischöfe aus D und F durften meckern. Paulus hat den Areopag auch schreien lassen.
Allein die Botschaft die der Kardinal von Bordeaux gab, als er nichts sagte, ist sehr vielsagend.
Das dieses Schreiben nicht in der Advents- oder Weihnachtszeit veröffentlicht wird, scheint mir klar.
BendiktXVI. hat auch einen sehr guten Stil von Kollegialität und seinem Status als primus inter pares: Er denkt vor, macht Vorschläge, hört sein „Kabinett“ an. Dann denkt noch mal nach und dann entscheidet er. Da kann nachher keiner ernsthaft meckern. Aber es wird gemacht was der Chef sagt!!!
Vielleicht lernen das auch noch manche franz. und deut. Bischöfe. Ansonsten gibt es wie gesagt noch apostolische Vikariate in Sibiren zu besetzen.
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#8   Gandalf   12:06:52 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Johannes XXIII. in der Hölle?
Es soll hier und da versprengte Schäfchen geben, die noch heute nach SEINEM Missale von 1962 die Eucharistiefeier begehen, pardon: das heilige Messopfer feiern. Man lese im übrigen sein Giornale dell’anima. Johannes war ein Heiliger!
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#7   clemens   11:25:11 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Mit dieser ewig neuen Nachricht
will man wohl die paar frommen Katholiken ein wenig bei Laune und erwartungsfroher Stimmung halten????
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#6   r.ruhrgebietler   11:08:10 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Johannes XXIII? schmort der nicht in der Hölle!!??
wenn der Nick Logos Johannes XXIII nennt, dann kommen mir die Tränen. Der müßte doch eigentlich wg. toller Irrtümer eigentlich in der Hölle schmoren… und das Missale gehört mit zu den Schandtaten – insbesondere die geistige Verlängerung, V-II.
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#5   Hermann der Lahme   10:46:53 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
baldige Freigabe der Hl. Messe
Dr. Carlo Regazzoni: nicht das erste Males ist nicht das erste Mal, das solche Gerüchte verbreitet werden, die sich dann im Sande verlieren. Sollte Benedikt XVI sich tatsächlich dazu entschliessen, könnte man seinen Schritt als kopernikanische Wende bezeichnen,
kursiv]
…und dass seine vielen guten Kommentare in seinen Büchern zur wahren Liturgie nicht nur Lippenbekenntnisse waren
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#4   Bernd Stromberg   10:39:35 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
@Logos
Danke für Ihre Stellungnahme! Volle Zustimmung!!! Weiter so. Ein wenig mehr „logos“ würde dem Leserforum hier wirklich guttun;-)
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#3   Logos   10:26:29 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
Missa Pontificia
Die ganze elende Diskussion, die zumeist in hysterischer, dem Dialog entfremdender Erregung geführt wird, wird dann zu einem definitiven Ende kommen, wenn Seine Heligkeit eine öffentliche Messe nach dem Missale von Johannes XXIII. lesen wird.
Dann eröffnen sich wirklich neue Wege. Der vernünftige Gottesdienst, die latreia logiké, wird zum Zentrum der Gegenwart des kosmischen Christusereignisses, durch das der Heilswillen Gottes endgültig im Kreuzesopfer und durch die Auferstehung kundgetan wurde.
Die Liturgie ist das Zentrum der kirchlichen Verwirklichung des Gläubigen. Somit ist es unverzichtbar, jetzt statt zu geifern eine wirkliche und produktive Liturgiekatechese in Gang zu bringen. Die „Reform der Reform“ kann nur durch diese Katechese, die den Alten Ritus voll auf- und annimmt, verwirklicht werden. Davon hängen die Erneuerung und das neue Leben der Kirche ab. Dabei muß dem Papst geholfen werden, denn er allein kann es nicht tun.
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#2   Bruder Theophil   10:24:48 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
…und ewig grüßt das Murmeltier…
Wie oft hatten wir aus zu diesem Thema auf dieser Seite mit einem „on dit“ zu tun ? Ich wage es kaum zu zählen.
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#1   Agiafortuni   09:45:41 | Mittwoch, 13. Dezember 2006
nicht das erste Mal
es ist nicht das erste Mal, das solche Gerüchte verbreitet werden, die sich dann im Sande verlieren. Sollte Benedikt XVI sich tatsächlich dazu entschliessen, könnte man seinen Schritt als kopernikanische Wende bezeichnen, denn er würde damit bezeugen, dass er bereit ist seine Pflichten als oberster Hüter des Glaubens – und zwar dessen ungeachtet was die Lehmann, Algemissen sowie die französischen Bischöfe davon halten – wahrzunehmen.
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