Theoretisch untersagt das Kirchenrecht die Predigt von Laien während der Heiligen Messe. Doch in Wirklichkeit sehen die Dinge ganz anders aus. Ein Fallbeispiel.
Die Laienpredigt wird von den Bischöfen geduldet:
Im Bild eine Predigt für die deutsche Pfarrei in
der Malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur
(kreuz.net) Die Gläubigen in der Gemeinde St. Amandus in Datteln werden es nicht mehr erleben – oder
doch?
Die Stadt Datteln befindet sich im nördlichen Ruhrgebiet und gehört zum Bistum Münster.
Fortan
darf der Laie Peter Bromkamp (37) in der Sonntagsmesse nach dem Evangelium nicht mehr predigen. Daran
hat das Bistum Münster die Gemeinde erinnert.
Das berichtete das Lokalblatt ‘Dattelner Morgenpost’ am
1. Dezember.
Die Predigt während der Heiligen Messe ist Sache des Priesters oder Diakons.
Der Laie
Peter Bromkamp ist ein Pastoralreferent mit einer Ausbildung in Religionspädagogik. Er besitzt aber keine
kirchliche Befähigung zum Predigtamt.
Trotzdem hielt er Sonntagspredigten. Auf diesen Mißstand wies
ein Kirchenbesucher in St. Amandus die kirchlichen Vorgesetzten hin.
Danach verbot die Diözese den Laien
in St. Amandus „ausdrücklich“ das Predigen „nach dem Evangelium“.
Aus „Solidarität“ werden sich die
Laienprediger in der Nachbargemeinde St. Josef auch an die Ermahnung der Diözese halten.
Nach Angaben
der ‘Morgenpost’ duldet das Bistum Münster grundsätzlich das Predigen von Laien, so lange sich niemand
offiziell beschwert.
Wenn sich aber jemand in Rom melde, dann müsse das Bistum handeln.
Die kirchliche
Rechtslage ist in dieser Frage an und für sich eindeutig: Das Kirchenrecht verbietet aufgrund theologischer
und liturgischer Überlegungen die Laienpredigt.
Der Pfarrgemeinderat, der für St. Amandus zuständig
ist, wandte sich trotzdem an das Bistum und erhielt eine Antwort des Münsteraner Weihbischofs, Mons.
Josef Voß (69).
Nach Angaben des fehlbaren Pastoralreferenten Peter Bromkamp schlug diese einen „verständnisvollen“
Ton an. Doch in der Sache habe sie nichts geändert und könne das auch nicht tun.
Der Sprecher des Bistums
Münster, Karl Hagemann, äußerte sich auf Anfrage der ‘Morgenpost’ nicht zum konkreten Mißbrauch in
Datteln, betonte aber:
„Das Predigtverbot ist keineswegs neu. Es gilt schon lange und für die ganze
römisch-katholische Weltkirche.“
Der zuständige Pfarrer, Hw. Ludger Bomers (53), erklärte, daß seine
zwei Pastoralreferenten „ihren Predigtdienst“ nicht komplett einstellen würden:
„Wir sind dabei, einen
Statio-Kreis zu bilden, der erstmals in der Fastenzeit aktiv werden könnte“, sagte Hw. Bomers.
Als „Statio“
bezeichnet der Pfarrer ein „Glaubenszeugnis“, das ganz zu Beginn des Gottesdienstes abgegeben wird.
Dieses
dürfe jeder ablegen, den der Ortspfarrer dafür für befähigt halte.
Auf diese Weise wird das kirchliche
Verbot von Laienpredigten umschifft, indem die Predigt fortan auf „Statio“ umgetauft und an den Anfang
des Gottesdienstes gesetzt wird.
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Laienpredigt na und? Mag es Länder (Polen?) mit ausreichend Priestern geben ,so ist das im deutschen
Sprachraum anders. Es gibt engagierte, ausgebildete Theologen ohne Weihe, die den Betrib Katholische Kirche
am Laufen halten. Warum sollen Sie nicht predigen dürfen, wenn Ihre Gemeinde und Ihr (evtl. aus dem Ausland
geholter) Pfarrer dies wünschen bzw. von der fachlichen Qualität überzeugt sind. Wollen wir lieber
geweihte Ausländer, die den aus dem Internet geholten Predigttext eines ungeweihten Theologen dann in
Deutsch als Fremdsprache vortragen, nur damit eine weltweite innerkirchliche Festlegung buchstabengetreu
eingehalten wird. Was waren die Glaubenszeugen/Apostel der Urkirche? Fischer ohne Hochschulbildung. Wer
will in Rom dem Evangelisten Jaohannes posthum Predigtverbot erteilen. Fundamentalistische Denunzianten
würden sich sicher dafür finden lassen, die den Ortsbischof zum Handeln zwingen!
Laien predigen In der Urkirche predigten nur „Laien“. Paulus war ein Laie, Petrus auch! Abgesehen von
den vielen Frauen die predigten. JESUS kannte keinen „geweihten Prediger“. ER wollte nur seine Botschaft
weitergeben. Und das ist ihm gelungen, mit Hilfe der Frauen!!!! Die „Höllenpredigten“ der Pfarrer von
früher, hatten und haben nichts mit der Liebe Gottes zu tun! Gott ist die Liebe!!! Lassen wir also den
Geist Gottes wehen, egal wo und von wem, wichtig ist nur, das ER es ist der weht!!!!
@ Gotthard Nur weil ich nicht auf einer „Hippiseite“ oder der „Wir-sind-Kirche“-Homepage poste, bin ich
noch lange kein „Tradi“. Jedenfalls anerkenne ich die kirchliche Hierarchie der „V-2 Kirche“, um das Tradivokabular
nun dennoch zu verwenden, und stehe auch ansonsten (weitestgehend) hinter dem Papst. Aber zu Ihrer Meinung:
Sie werden doch wohl nicht bestreiten wollen, dass es Laien gibt, die Kirche und Predigt dazu verwenden,
um sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und „Ruhm und Ehre“ zu gewinnen? Bei den Evangelikalen mag
das ja angehen (auch wenn sie es selbst wahrscheinlich gar nicht merken). In der U.S. aber, die beansprucht,
die „wahre Braut des Herrn“ zu sein, sollte Christus im Mittelpunkt stehen, und nicht der predigende Laie.
Wenn sich das Volk das Maul zerreißt über den Prediger, soll es dies doch tun. Maulaffen und Maulhelden
gibt es überall. Jedenfalls sind diese kein „Kriterium“, an dem die Frage der Laienpredigt zu entscheiden
wäre. Eher spricht das Phänomen doch dafür, die Predigt alleine dem Priester zu überlassen…, …und
dieser darf dann auch mal ‘was vom Stapel lassen, an dem das Volk „sich reiben“ darf. Nicht einknicken,
Gotthard!
lieber Laikos, lieber Gandalf ich wusste bisher nicht, dass das Predigtverbot von Laien zu den dogmatischen
„Wahrheiten“ gehört. Der Erfolg meiner „Tiersektenmission“ rührt sicher daher, dass unsere Oberhirten
und leiter auch viele Hirten den Bezug zu ihrer Herde verloren haben und weit entfernt sind vom Guten
Hirten Jesus, der das verlorene Schaf gesucht hat. Laikos, Sie sind sicherlich ein richtiger Mann, wollen
wir uns nicht mal treffen? Ich sage am besten meinem Mann nichts davon, denn der würde sich sonst über
Sie kaputt lachen. Und übrigens, ich halte es wie die Urchristen und esse auch weiterhin kein Fleisch.
Gandalf, sind Sie zufälligerweise der Gandalf von kath-net? Seit dem II Vatikanum gibt es den sog. getrennten
Wortgottesdienst, der durch Laien gehalten wird. Meist ist bei diesem Wortgottesdienst auch Kommunionaussteilung.
Bei Wortgottesdiensten mit Tiersegnungen ist keine Kommunionaussteilung, einfach aus praktischen Gründen.
Tierbesitzer, die zur Kommunion gehen wollen und gleichzeitig auch ihre Tiere segnen lassen wollen, gehen
dann zu den Tiersegnungsmessen. Tiersegnungen ist nichts Ketzerisches, sondern alter kirchlicher Brauch.
Euch beiden einen gesegneten 3. Advent, es heißt dann in einem Kirchenlied „so nehme Euch eins um des
anderen an, wie auch der Herr an uns getan.“ o^/
@Brigitte Ketzerweib Da es noch kein einziges Dogma und keine einzige Glaubenswahrheit gibt die sie nicht
schon geschändet hätten hat es keinen Sinn mehr mit Ihnen zu diskutieren. Das sie mit Ihren Tiersektenmissionen
erfolgreich sind zeigt wieder nur einmal wie extrem schlimm die Kirchenkrise ist. Ich sage es Ihnen nocheinmal
suchen sie sich bitte einen männlichen Mann und fangen sie an Fleisch zu essen. Aber bitte nicht am Freitag.
Vielleicht kommen sie dann endlich zur Vernunft.
Laien-„Predigt“ Da sollte sich mal jemand etwas ernsthafter mit Theologie befassen, vor allem mit der
des II. Vaticanums. Der Wortgottesdienst ist ein integraler Bestandteil der Eucharistiefeier. Und wir
sind dem II. Vaticanum alle dankbar, dass es diese – freilich niemals wirklich vergessene – Wahrheit wieder
ins helle Licht des Tages gestellt hat.
Laienpredigt ist das nicht großartig, Priester und Diakone könnten ordentlich entlastet werden. Und
was in der Schweiz üblich ist, wieso sollte das auch nicht woanders in einer katholischen Kirche möglich
sein. Wenn Laien Religionsunterricht halten können, das um ein vielfaches schwieriger ist, warum dann
auch nicht eine Predigt in der Sonntagsmesse. Hoffentlich ist es recht bald auch in Deutschland üblich,
denn in Wortgottesdiensten wird es ja schon lange praktiziert. Die Herren, die immer noch dagegen sind,
dass eine Frau predigen könnte, sollten endlich verstehen, dass Frauen ein wesentlich größeres Sprachvermögen
haben als Männer und von daher würde eine solche Predigt nur besser werden können. ?:)
#45 Benedikt 12:26:04 | Freitag, 15. Dezember 2006
Statio Der Text gibt keine Auskunft darüber, ob die Statio innerhalb der Hl. Messe stattfinden soll.
Die Rede ist vom Beginn des Gottesdienstes. Eine Station kann aber ohn weiteres auch Gottesdienst sein,
mit ihrem Beginn beginnt auch der Gottesdienst, der später als Hl. Messe weitergehen kann, sobald der
Priester den Altar verehrt hat und die Messe im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
begonnen hat. Es ist etwa gar nicht so selten, dass eine Prozession mit einer Statio beginnt und sich
der Prozession dann eine Hl. Messe anschließt. Alle drei Teile sind Gottesdienst, nicht aber bereits
Teil der Messe.
#44 CampoSanto 10:36:50 | Freitag, 15. Dezember 2006
Liebes Danilein… Ein aufrichtiger Mensch *will* Strafe tragen für seine Verfehlungen. Dann scheint
ja die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der manuellen Handhabung von Lasten (Lastenhandhabungsverordnung)
speziell für Sie und Ihre Beiträge hier verabschiedet worden zu sein.
Darum: „Vielleicht machen Sie ja noch – wenn überhaupt -kleinen Kindern Angst und Eindruck.“ geht es
hier nicht. Es geht darum, die verletzte Gerechtigkeit wiederherzustellen. Ihnen wünsche ich, dass Sie
ihre Sünde bereuen. Ebenso, dass Sie sich zur kath. Kirche bekehren. Ein aufrichtiger Mensch *will* Strafe
tragen für seine Verfehlungen.
#42 Gotthard 00:48:02 | Freitag, 15. Dezember 2006
@Christian Hüller Nicht jedenfalls er darf im Mittelpunkt der Predigt stehen, sondern das Wort Gottes
bzw. dessen Auslegung, welche mit dem Vollzug des Messopfers inhärent verbunden ist. diese permanente
Angst aller Tradis ist absolut unbegründet. Warum sollte ein Nicht-Priester sich bei einer Predigt in
den Vordergrund stellen sollen? Diese Person wird doch anschließend noch mehr als der Priester in allen
nach-mess-gesprächen durch die meile gezogen. Es wäre neben aller Ideologie auch noch eine Praxiserfahrung
wünschenswert.
Meinung Die Einheit von Zelebrant und Prediger ist sicherlich schön und wünschenswert, aber nicht zwingend
erforderlich. Wichtig ist, dass der Priester, der im Gottesdienst in der Tat das Kommando zu führen hat,
zumindest ungefähr weiß, was der predigende Laie sagen will. Den die Predigt kann von den sonstigen
Vollzügen während der Messe nicht getrennt werden, ansonsten wird die Predigt in der Tat zur Farce.
Außerdem darf der Priester nicht den Eindruck erwecken, dass er selbst zu einer guten Predigt nicht in
der Lage ist. Der Laie sollte kein „Wichtigtuer“ sein, sondern seinen Dienst mit einer gewissen Demut
verrichten. Nicht jedenfalls er darf im Mittelpunkt der Predigt stehen, sondern das Wort Gottes bzw. dessen
Auslegung, welche mit dem Vollzug des Messopfers inhärent verbunden ist.
Zustimmung@Gotthard Einheit von Prediger und Zelebrant ist nicht wichtig, da stimme ich zu. Dem einen
oder anderen mag die Einheit sympathisch sein, für andere ist es nicht so wichtig. Allerdings ist die
Einheit oder Ähnlichkeit im Amte wichtig (also der niederen Weihen), da in der Tat die Legitimation eines
Laien zur Debatte stehen kann, oft die Berufung fehlt oder zumindest nicht gesehen wird, die Befähigung
(beonders bei jenen, denen die Predigt nicht gefällt) angezweifelt wird usw. usw. In der Tat lockt so
ein Prediger-Amt leider auch die Schwafler ud Quatscher – die das Fehlen einer Priester-Berufung vielleicht
erkannt haben aber doch dann so etwas probieren. Spätestens wenn leicht bekleidete Mädchen predigen
(und sowas soll es schon gegeben haben ), wird der Misstand dann jedem offenbar.
#38 Gotthard 23:06:27 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Lamento ich verstehe dieses Lamento über die predigt von Laien einfach nicht. Ich verstehe das Verbot
der Predigt von Laien überhaupt nicht. Die Begründungen sind auch überhaupt nicht stimmig: Einheit
von Vorsitz bei der Eucharistiefeier und Verkündigung. Bei konzelebrierten Messen kann der Prediger ein
anderer sein als der Vorsteher … es kann ein Diakon predigen … also auch nicht der Vorsteher … in
der „guten alten Zeit“ – also vor 1962 – zog der Priester zur Predigt das Messgewand aus, legte es auf
den Altar und bestieg die Kanzel … in dieser „guten alten Zeit“ wurde vor ausgesetztem Allerheiligsten
die Messe gefeiert … und bei der Predigt die Montranz mit einem Wimpel oder Fahne oder oder verhängt…
in der „guten alten Zeit“ kam oft zur Predigt ein anderer Priester auf die Kanzel, als der, der die Messe
las … in der „guten alten Zeit“ saßen die Messdiener während der Predigt mit dem A**** zum Tabernel …
da sie auf den Altarstufen sitzen mußten, um zur Kanzel zu sehen … die Einheit von Zelebrant und Prediger
ist ein absolut unechtes Argument.
?-!------! Naja, Laienpredigt. Warum prinzipiell ablehnenswert? Wenn der Laie was zu sagen hat, warum
nicht in der Kirche? Das prophetische Charisma jedenfalls hält sich nicht an die Weihe.
#36 CampoSanto 22:31:57 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Hallo Dani… …schön, dass Sie gerade meinen Link von 22.03 Uhr bestätigen. Vielleicht machen Sie
ja noch – wenn überhaupt -kleinen Kindern Angst und Eindruck. Nur ernst kann Sie ja wohl niemand mehr
nehmen !!!!
#34 Gastus 22:26:26 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Stöhr Gut, gut – aber das modell „Claudia“ in schwarz mit roten Nähten darf man Ihnen doch zum Geschenk
machen? Claudia www.zwangsjacken.com/claudia.html
Nicht von der Ausbildung hängt es ab Liebe Brüder im Glauben, das Argument, daß die Ausbildung einer
Pastoral*?Ä=*$!§ doch die gleiche wie die des Priesters ist, habe ich auch mitanhören müssen. Es ist
aber ungültig. Es hängt nicht von der Ausbildung ab, sondern davon, ob jemand vom Heiland zur Predigt
b e r u f e n ist. In dem von mir erwähnten Fallbeispiel jedenfalls hat der Priester, wenn er denn mal
predigte, immer gut und nützlich gepredigt. Der Heilige Geist gibt es offenbar einem jeden Priester ein,
sogar dann, wenn der Priester im Grunde abgefallen und ein Pharisäer ist. Ich denke hier gilt: „Alles
nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut’s; aber nach ihren Werken sollt ihr
nicht tun.“ Nicht umsonst verbietet die heilige Kirche die Laienpredigt in der Messe.
#24 agmen 20:45:13 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
wie wär’s wenn Bischof Lettmann sich an seinem Kollegen Algermissen ein Exempel nehmen würde und die
Priester, die die Laienpredigt gestatten, wie die SJM-Patres (was bei den SJM-Priestern natürlich selbstverständlich
ein großes Unrecht war), aus ihrem Dienst entlassen würde? (wahrscheinlich würde es dann demnächst
keine Priester mehr geben )
grundsätzlich … … könnte die Kirche die Laienpredigt auch erlauben? Was sind die Gründe, dies nicht
zu tun? Hier ein paar. Zunächst: warum soll der Priester die Predigt halten? 1) die Predigt sollte ein
Theologe halten (Vorlesung an der Uni darf ja auch nicht jeder halten) 2) die Predigt eines Laien würde
nicht akzeptiert, von den Leuten die den Prediger nicht gerne hören. Warum sollte ein Mensch sich eine
Rede von Herrn Hinz oder Frau Kunz anhören wollen? Bei einem Priester akzeptiert man das, da er auch
die Messe hält. 3) Bei einem Kleriker akzeptiert man die Predigt auch deshalb, weil er sein Leben in
den Dienst der Kirche stellt, und nicht als Nebenjob betrachtet. 4) Es ist ungehörig, die „sachfremde“
Angelegenheit – die Rede eines Dritten – mit der Messe zu verknüpfen und den Gläubigen so zu zwingen,
sich eine Rede anzuhören, die er gar nicht hören mag. 5) Die Predigt ist Teil der Messe, und die feiert
ja auch der Priester und nicht der Laie. Die Rolle des Priester soll in der Messe aber nicht relativiert
werden – er soll dem Laien predigen und nicht der Laie dem Priester. 6) Im Besonderen ist der Priester
von Gott berufen, Hirte zu sein – der Laie nicht oder nur im allgemeinen Warum ist es unnötig, dass ein
Laie predigt? 1) Wenn der Priester nichts zu sagen hat, kann er die Predigt auch ausfallen lassen. 2)
Wenn ein Laie etwas zu sagen hat, kann er einen anderen Termin wählen
#22 Ydefix 20:16:30 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Grüß Gott, „Im Übrigen könnten von mir aus auch Laien in der hl. Messe predigen, wenn Sie etwas zu
sagen haben. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema, und für Tradis, Sedis & Co. eine völlige Überforderung.“
in der Katholischen Kirche predigen sowieso keine Laien. Insofern können Katholiken dadurch auch nicht
„überfordert“ werden. Und was in irgendwelchen Sekten an Spektakeln abgeht ? Who cares ?
#21 ExBochumer † 16:57:11 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Wenn dann diese Laien … … eine Statio halten, gibt es dann keine Predigt des Priesters mehr? Schön,
daß dann diese seltsamen Priester, die schon genug mit der Verwaltungsarbeit zu tun haben, auch noch
entlastet werden, wenn sie keine Predigten halten müssen. Und irgendwann gibt es dann auch die Laien,
die Messen lesen. Viel später dann … … das will ich mir gar nicht ausdenken.
@ Romulus Kennen sie den Spruch:“ Die guten Prediger verschwanden aus der katholischen Kirche beinahe
zeitgleich mit dem Stufengebet!“ ? Ich will nicht sagen das alle Predigten in der Amtskirche wirklich
schlecht sind, aber viele sind wirklich nur leeres Psychogerede die kaum noch was mit dem Evangelium zu
tun haben. Die Priesterweihe macht bestimmt noch keinen guten Prediger, die theologische Ausbildung und
die Weihe sollten aber mehr vor verkehrten Aussagen bei der Predigt schützen als bei einer Laienpredigt.
Ich jedenfalls freue mich wenn ich bei der Tradition zu Gast bin nicht nur auf eine schöne Alte Messe
sondern auch auf meist eine gute, an dem Evangelium ausgerichtete Predigt.
#19 ultimo 15:33:42 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Schlechte Prediger Es stimmt, viele predigen schlecht. Vor allem die modernen Priester, die sich in ihrem
Hochmut und ihrer ängstlichen Anpassung nicht darauf beschränken können, im Sinne der Tradition die
ewig wahren moralischen Grundsätze der Hl.Kirche dem Volk zu predigen. Priester, die sich daran halten,
können nicht schlecht predigen, auch wenn sie rhetorisch schwach sind. Abgesehen davon: Dass viele Personen
/Katholiken meinen, predigen dürfe nur der, der es kann, und nicht der, der es von Amt wegen darf, zeigt
den totalen Verfall des Kirchenverständnisses!
#18 Romulus 14:49:31 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Grottenschlechte Prediger Predigen sollte der, der es kann und nicht der es von Amts wegen muß. Denn
die können es meist nicht. Die meisten katholischen Pfarrer sind grottenschlechte Prediger. Bei den Ordenspriestern
sieht’s dagegen besser aus.
#17 landorganist 14:06:06 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Elendster Sünder Berichten Sie vom Umgang mit Ihren Denunziationen oder woher beziehen Sie Ihr Halbwissen?
Und da wundern Sie sich, wenn Ihnen keine Beachtung geschenkt wird? Bei dem umgangssprachlichen Niveau,
das selbst das an Stammtischen weit unterschreitet, können Sie nicht erwarten, dass irgendwer seine Zeit
für Ihren Mist verschwendet. Leihen Sie sich eine Nierenschale, besser noch einen Eimer, und würgen
Sie Ihre Boshaftigkeiten woanders aus.
#16 wiener 13:48:09 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@ aragorn wer lesen kann ist klar im vorteil: schauen sie mal in meinem ersten beitrag in diesem thread
nach, dann wissen sie, was die dame trägt. @ stimme: naja sünder sind wir alle. aber wir versprühen
nicht immer so dumpfe beleidigungen wie elendester.
#13 Aragorn 13:22:00 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Leiden am Frausein Was hat diese Dame, die da offenkundig eine frohe oder lustige Botschaft verkündet,
da eigentlich um den Hals gelegt? Sieht aus wie eine Stola. Das sollte mich auch nicht wundern, handelt
es sich bei vielen dieser Pastoralreferentinnen doch um verhinderte Priesterinnen, die im tiefsten ihrer
Seele darunter leiden, dass der Liebe Gott sie als Frauen erschaffen hat. !:)
Laienpredigt In Bamberg handhabt Generalvikar Mw. Alois Albrecht das folgendermaßen. PastorschlampInnen
dürfen ungehindert ihre Gedanken zum besten geben, sofern sie das nur nicht direkt nach dem Evangelium
tun. Direkt vor dem Evangelium oder nach den Lesungen ist das in Ordnung. Damit meint man, den Vorschriften
genüge zu tun, denn Rom hat spätestens mit der Instruktion Redemptionis Sacramentum eindeutig festgelegt,
daß Laienansprachen nicht den Anschein einer Predigt abgeben dürfen. Nach dem Evangelium braucht im
Bistum Bamberg auch an Sonn- und Feiertagen keine echte Predigt des Priesters mehr zu folgen. Aber was
macht das schon, wenn Priester im Bistum Bamberg sogar zur Interkommunion einladen dürfen. Sie müssen
sich dann nur hinterher beim Generalvikar entschuldigen und versprechen, es nie wieder zu tun. Vor versammelter
Kirchengemeinde ist eine Entschuldigung nicht notwendig. Diese kleinen Einschränkungen erfolgen erst
auf hartnäckige Beschwerden; in dem Punkt hat der Artikel recht. Weitergehende Beschwerden nützen allerdings
gar nichts. Auch dann nicht, wenn man sich direkt an Rom wendet.
#11 Gastus 12:44:31 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Landorganist Im Übrigen könnten von mir aus auch Laien in der hl. Messe predigen, wenn Sie etwas zu
sagen haben. In der nachkonzilarmen Kirche darf jeder Papagei plappern.
#10 wiener 12:01:40 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
manipulative „bericht“erstattung – bildausschnitt: die im bild dargestellte dame hat mit dem konkreten
fall, über den berichtet wird, rein gar nichts zu tun. zudem wird das bild in einem solchen ausschnitt
gezeigt, dass der eindruck entsteht, dass die gezeigte dame eine priesterstola trüge, was nicht der fall
ist. es handelt sich hier (wie auf anderen früher gezeigten bildern klar ersichtlich ist) um ein für
laien im liturgischen dienst entwickeltes gewand mit einer applikation in der liturgischen farbe. ob die
verwendung solcher gewänder sinnvoll ist, kann diskutiert werden, aber es ist keine priesterliche kleidung.
– die sprache im „bericht“ ist ebenfalls tendenziös. warum wird etwa festgestellt, der pastoralassisten
sei „fehlbar“? abgesehen davon, dass jeder mensch fehlbar ist (und selbst der papst nur in ganz wenigen
fällen unfehlbare aussagen trifft), wird dieses attribut hier völlig sinnlos verwendet. (übrigens:
auch sonst wird der begriff „fehlbar“ auf kreuz.net unsauber verwendet: Nach der dritten Verfehlung wird
ein fehlbarer Kommentarschreiber für einen Monat gesperrt logischer weise dürften hier nur mehr päpste
beiträge posten, und dies auch nur mit ex-cathedra-äußerungen. bin gespannt, wie lange das forum dann
noch existieren kann ) alles in allem: wieder einmal ein zeugnis schlechter journalistischer befähigung.
nichts neues bei kreuz.net.
#9 wolfgang e. 11:59:59 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@ Manipel: nicht ideal Ja, tatsächlich wäre die Ideallösung: Weder Laienpredigt, noch irgendeine „Statio“,
sondern nur die normale Predigt des Priesters, wo sie vorgesehen ist. Allerdings kann man auch nicht alles
verbieten, was „nicht ideal“ ist. Die Lösung, die hier gefunden wurde, widerspricht zumindest nicht mehr
dem Kirchenrecht. Und die Hoffnung besteht, dass die „Amtslaien“ die Lust verlieren, wenn sie nicht mehr
an Predigtstelle auftreten dürfen. Immerhin wurde hier einmal eine Weisung der Kirche ohne allzu großen
Protest akzeptiert. Das halte grundsätzlich einmal für positiv. Auch die Nachbargemeinden, wenn auch
ncht direkt ermahnt, wollen sich an die Weisung halten. Auch das halte ich grundsätzlich für positiv.
Und offenbar (so stehts im Artikel: er wandte sich an die kirchlichen Vorgesetzten) hat sich der Gläubige,
der sich beschwert hat, nicht an Rom, sondern an die Diözese gewendet, und diese hat reagiert. Das halte
ich grundsätzlich auch für positiv. Die Meldung der „Morgenpost“, man müsse sich erst an Rom wenden,
steht also dazu im Widerspruch und erweckt offenbar einen falschen Eindruck. Insgesamt könnte man, wenn
man will, diese Nachricht als etwas positives mit kleinem Wehrmutstopfen bringen. kreuz.net will nicht.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass es kreuz.net nicht so sehr um die Sache geht, als vielmehr um Stimmungsmache.
Wenn bei der Laienpredigt, Landorganist, dann aber solche Fäkalsprache verwendet würde wie in einigen
Ihrer und des Paparatzis Beiträge (überhaupt scheint das in Ihren Kreisen üblicher zu sein als anderswo) –
dann hätte ich aber doch so meine Bedenken.
#6 landorganist 11:39:20 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@Wolfgang e Das verschweigen positiver Nachrichten, bzw. das „Madigmachen“ bestimmter Vorgänge in der
Kirche gehört zum festen Bestandteil, ja ich möchte sagen zur Liturgie von Kreuznet. Worüber soll sonst
hier gehetzt werden? Der in Rede stehende Artikel will doch nur dazu dienen, eine neue Kampagne zu starten.
Diesmal ist eben das Bistum Münster, sprich Bischof Lettmann, (den ich übrigens sehr schätze) oder
einer seiner 5 Weihbischöfe dran. Bezeichnend ist doch, dass einmal von einer Beschwerde berichtet wird,
die nach Münster gegangen ist, wenig später wird Rom ins Feld geführt. Auch hier wird bewusst getäuscht,
verdreht, etc. Allerdings scheint mir hier die Resonanz aber nicht ganz so groß zu sein, da die meisten
Kreuznattern wohl in finsteren Rhön-Tälern, fernab jeglicher Zivilisation zu hausen müssen. Im Übrigen
könnten von mir aus auch Laien in der hl. Messe predigen, wenn Sie etwas zu sagen haben. Aber das ist
wieder ein ganz anderes Thema, und für Tradis, Sedis & Co. eine völlige Überforderung.
#5 Aragorn 11:30:04 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
latenter ungehorsam Immer wieder hört man von solchen Fällen, die ich nur als latenten Ungehorsam bezeichnen
kann. Wie wollen Bischöfe, die so etwas zulassen, für sich und ihre administrativen Maßnahmen Gehorsam
verlangen?
Laienpredigt Nach Angaben der ‘Morgenpost’ duldet das Bistum Münster grundsätzlich das Predigen von
Laien, so lange sich niemand offiziell beschwert. Wenn sich aber jemand in Rom melde… Was dann die deutschen
Bischöfe als „Denunziation“ bezeichnen und beklagen es. Auf diese Weise wird das kirchliche Verbot von
Laienpredigten umschifft, indem die Predigt fortan auf „Statio“ umgetauft und an den Anfang des Gottesdienstes
gesetzt wird. Nichts neues. Typisch katholische Kirche Deutschlands.
#3 Manipel 11:21:31 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
@ wolfgang e Sie sagen selbst „nicht ideal“. Warum dann auf Biegen und Brechen Laien in einen Dienst zwängen,
der ihnen nicht zu steht und zudem die Gläubigen verwirrt?
#2 wolfgang e. 11:08:17 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Nun ja, mit dieser „Statio“ am Beginn der Messe könnte man ja noch irgendwie leben. Ist zwar auch nicht
ideal (Warum die Messe mit noch mehr nicht-liturgischen Texten überfrachten?), aber zumindest nicht mehr
mit der Predigt verwechselbar. (Man könnte ja sogar sagen, die „Statio“ findet vor der Messe statt.)
Wichtig wäre, dass der Priester trotz der „Statio“ nicht auf die Predigt verzichtet, wo sie vorgesehen
ist, damit die „Statio nicht wieder zum Predigtersatz wird. An anderen Orten wird ja einfach die „Predigt“
des Laien einfach in „Ansprache“ umbenannt und an der Stelle nach dem Evangelium belassen, was ja reine
juristisch-spitzfindige Augenauswischerei ist. Etwas schade ist, dass kreuz.net wieder eine ansich positive
Nachricht (Diozöse stellt klar, dass Laienpredigten nicht erlaubt sind, Pfarren gehorchen) hauptsächlich
negativ präsentieren muss. Schade ist auch, dass die Bebilderung des Artikels sehr unsachlich ist, denn
hier ging es nicht um eine LeienpredigerIN, und auch nicht um die Anmaßung priesterlicher Gewänder durch
eine Frau. Hier ging es „nur“ um einen Laien der „gepredigt“ hat, obwohl er nicht durfte.