18:19:56 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
„Durch eine Erneuerung und durch den Ausbau der Zusammenarbeit wird die Kirche erreichen, daß die Menschen, Familien und Völker sich vermehrt um die himmlischen Dinge kümmern.“ Aus der Rede zur Eröffnung des Zweiten Vatikanums von Johannes XXIII. († 1963).

Ausschnitt eines Gemäldes von Johannes XXIII. des US-Malers Berndard Safran († 1995)
(kreuz.net) Zur Entstehung dieses großen Ereignisses, das uns hier versammelt, möge ein demütiges Zeugnis
genügen, das Wir aus eigener Erfahrung selber bestätigen können:
Zuerst haben Wir dieses Konzil fast
unerwartet im Geiste erwogen, dann haben Wir es in schlichten Worten vor dem heiligen Kardinalskollegium
der an jenem denkwürdigen 25. Januar 1959 am Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paul in der Sankt-Pauls-Basilika
an der Via Ostia ausgesprochen.
Sogleich wurden die Anwesenden durch eine plötzliche Bewegung des Geistes –
wie vom Strahl eines überirdischen Lichtes – berührt, und alle waren freudig betroffen, wie ihre Augen
und Mienen zeigten.
Zugleich entbrannte in der ganzen Welt ein leidenschaftliches Interesse, und alle
Menschen begannen eifrig auf die Feier des Konzils zu warten.
Inzwischen ist in drei Jahren ein arbeitsreiches
Werk zur Vorbereitung des Konzils geleistet worden. Es führte dazu, daß genau und ausgiebig erforscht
wurde, in welchem Ansehen heute der Glaube, das religiöse Leben und die Kraft des christlichen, vor allem
des katholischen Volkes stehen.
Daher ist uns diese Vorbereitungszeit für das Ökumenische Konzil nicht
ohne Grund als ein erstes Zeichen und eine erste Gabe der himmlischen Gnade erschienen.
Wir vertrauen
fest, daß die Kirche – erleuchtet vom Licht des Konzils – an geistlichen Gütern zunehmen, von daher
mit neuen Kräften gestärkt, unerschrocken in die Zukunft schauen wird.
Durch eine angemessene Erneuerung
und durch einen weisen Ausbau der Zusammenarbeit wird die Kirche erreichen, daß die Menschen, Familien
und Völker sich vermehrt um die himmlischen Dinge kümmern.
Deshalb ist die Abhaltung des Konzils ein
Anlaß zu großer Dankespflicht gegenüber dem Geber alles Guten, um die Ehre unseres Herrn Jesus Christus,
welcher der unbesiegte und unsterbliche König der Zeiten und der Völker ist, mit Lobgesängen zu verherrlichen.
Nächsten Mal: „Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#17
Agiafortuni 23:27:57 | Samstag, 16. Dezember 2006
#16
ExBochumer † 07:51:52 | Freitag, 15. Dezember 2006
#15
Ydefix 01:30:55 | Freitag, 15. Dezember 2006
#14
Graf von Galen 23:11:04 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#13
Hoffnung 22:57:11 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#12
CampoSanto 22:33:20 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#11
Sr. Maria Andrea † 22:30:32 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#10
CampoSanto 22:16:22 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#9
Ydefix 21:51:40 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#8
Konrad 20:05:59 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#7
Maurice Corvisier 18:59:19 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#6
Inabikari 18:52:56 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#5
Ydefix 18:51:56 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#4
Inabikari 18:49:42 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#3
No Comment 18:44:24 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#2
Freinsberg 18:37:19 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
#1
ExBochumer † 18:32:00 | Donnerstag, 14. Dezember 2006