Evolution
Ein evolutionärer Knacks?
Ein Evolutions-Apostel wirft sich mit sektirischem Eifer gegen Kritiker seiner Disziplin in die Riemen. Von Christian L. Schutzer.
(kreuz.net) Ulrich Kutschera ist ein kämpferischer Evolutionstheoretiker.

Der 51jährige unterrichtet am Institut für Biologie an der Universität Kassel.

Kutschera ist auch Mitglied der sogenannten ‘Giordano Bruno Stiftung’. Es handelt sich um einen radikalen, religionsfeindlichen Verein.

Der Eifer des Atheisten Kutschera richtet sich vor allem gegen den sogenannten Kreationismus.

Der Kreationismus ist eine Lehre, die davon ausgeht, daß Welt und Universum von einem höheren Wesen geschaffen wurden.

Kutschera unterscheidet fünf Stufen des Kreationismus, von dem Flache-Erde-Kreationismus bis zum „progressiven Kreationismus“ in der Lehrverkündigung von Papst Johannes Paul II.

Im Jahr 1996 hatte Johannes Paul II. betont, daß in der „Evolutionstheorie mehr als eine Hypothese zu sehen“ sei.

Die Evolutionstheorie sei aber insofern nicht mit der Wahrheit des Menschen vereinbar, als sich der menschliche Geist, seine Würde und Gottebenbildlichkeit nicht aus der evolutiven Materie-Entwicklung erklären lassen.

Kutschera postuliert dagegen, daß alle Phänomene ausschließlich materialistisch und naturalistisch erklärt werden dürfen.

Er glaubt, daß es für die Evolution weltweit mehr als 250.000 versteinerte und verknöcherte Beweise gebe.

Die synthetische Evolutionstheorie könne angeblich lückenlos jeden Schritt der „gradualistischen“ Evolutionsentwicklung nachweisen.

Das sei der „Generalkonsens“ aller „seriösen“ Wissenschaftler – so die Predigt von Kutschera.

Alle anderen Theorien erklärt er kurzerhand für unseriös und widervernünftig.

Insbesondere die Theorie des intelligenten Designs nimmt der Kasseler Evolutionist ins Visier.

Die Design-Theorie anerkennt Mikroevolutionsprozesse. Sie hat aber in den Übergängen zu Organismen mit völlig neuen Bauplänen die Schwachstelle der herkömmlichen Evolutionstheorie entdeckt.

In den Werken des wichtigen US-amerikanischen Design-Theoretikers Michael J. Behe finde man zwar keine offenen Kreationismusthesen, stellt Kutschera fest: „Aber der Biochemiker ist bekennender Katholik.“

Außerdem unterrichte er seine neun Kinder zuhause.

Ein exzellenter Vertreter der ‘Theorie des intelligenten Designs’ in Deutschland ist Siegfried Scherer.

Er ist Autor eines preisgekrönten Lehrbuchs für Evolutionsbiologie und Professor für Mikrobielle Ökologie an der Technischen Universität München.

Aber weil er in einem evangelikalen Arbeitskreis mitarbeitet, lehnt Kutschera es strikt ab, öffentlich mit seinem Hochschul-Kollegen zu diskutieren.

Auch der Verleger des Lehrbuchs – verrät Professor Kutschera – sei Mitglied einer freikirchlichen Gemeinde. Er sei schon früher aufgefallen, als er sich in den 80er Jahren gegen die Einrichtung einer ‘Pro-Familia’-Beratungsstelle in Gießen engagiert habe.

Außerdem habe er sich gegen die kirchliche Segnung von Homo-Paarungen ausgesprochen.

Auch Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig steht in der Zielscheibe von Kutscheras Fahndungseifers.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Kölner Max-Plank-Institut stellte auf vielen hundert Internet-Seiten kritische Anfragen an die herkömmliche Evolutionstheorie.

Die Seite enthielt den Hinweis, daß die Dokumente nicht die offizielle Position des Instituts repräsentierten.

Das reichte Kutschera nicht. Er enthüllte, daß Dr. Lönnig ein Zeuge Jehovas ist.

Nach vier Jahren Kampf gegen seinen Kollegen erreichte der sektirische Kutschera schließlich, daß die evolutionskritischen Texte von Dr. Lönnig von den Seiten des Max-Plank-Instituts genommen wurden.

Professor Kutschera schießt nicht nur Kollegen aus dem Feld der Wissenschaft. Er rennt auch gegen evolutionskritische Lehrveranstaltungen und Lehrerfortbildungen an.

So warnt er vor „gravierenden Konsequenzen“ durch einen „Erosionsprozeß der naturalistischen Basis aller Naturforschungen“, wodurch ein „Rückfall“ in „mittelalterlichen Aberglauben“ zu befürchten wäre.

Der Kasseler Evolutionsbiologe maßt sich auch an, viele andere soziale, kulturelle und geistige Phänomene aller Welten und Zeiten zu erklären.

So belehrt er die Zeitgenossen, „daß der Spezies Homo sapiens schon immer ein metaphysisches Bedürfnis innewohnt“.

Der Biologe hat dieses ‘Bedürfnis nach Metaphysik’ wahrscheinlich aus den versteinerten Schädeln von Vorzeitmenschen herausseziert.

Denn die Evolutionsbiologie – so betont es Kutschera immer wieder – sei eine reine „Fakten-Wissenschaft“.

Auch zum Thema mittelalterliche Ketzerverfolgungen, Inquisitionsgerichte und natürlich „kirchliche Hexenverfolgung“ hält sich der Biologie-Professor für einen Experten.

Kleinlaut wird er dagegen, wenn es um die rassistischen Biologismen der bürgerlichen Gesellschaft – speziell seiner Biologenzunft – geht.

So behandelt er die historischen Vertreter von Rassismus, Eugenik und Sozialdarwinismus mit viel Verständnis.

Kutschera zitiert zwar die Ausführungen von Immanuel Kant, wonach die Neger dumm, träge und faul seien.

Doch dann verharmlost er den bürgerlichen Rassismus – von der Aufklärung über Schopenhauer bis Haeckel und Ploetz – als „zeitbedingte Denkformen“.

Wenn es stimmt, was der US-Philosoph Daniel Dennet behauptet – daß Künstler, Ingenieure und Biowissenschaftler auch nur Ergebnisse einer seelenlosen und gradualistischen Zufallsentwicklung sind – dann hat die Evolution bei Kutschera offensichtlich einen Knacks bekommen.

Bildquelle: Die Webseite ‘worth1000.com’ veranstaltet Wettbewerbe für Photoshop-Talente
      
55 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#55   waldemar hammel   01:03:01 | Montag, 8. Januar 2007
Sehr verehrter methusalix,
natürlich weiß ich um Volvox und ähnliche, bei denen die organische Sterblichkeit für den naiven Beobachter anfängt, weil „Leichen“ übrigbleiben.
Indes sterben, rein-logisch betrachtet, auch bereits Einzeller, denn nach ihrer Verdoppelung per Zellteilung ist das Originalwesen verschwunden (ohne residuale Leiche natürlich). Kleiner Zaubertrick der Evolution – hihi…
Vereinfacht gesagt, zeigt die Ebene „Volvox“ (Mehrzeller mit Gewebedifferenzierung) nur einen Phasensprung in der Methode der Vermehrungstechnik an.
Auf uns übertragen heißt das dann: Wir sind aus evolutionstechnischen Gründen sterblich in Form von übrigbleibenden Leichen, weil just damit unsere Vermehrung sichergestellt ist, oder anders gesagt: Ab einem gewissen Punkt der Entwicklung eines Mehrzellers ist es energetisch günstiger, wenn die Gene „springen“ und einen neuen Körper aufbauen, anstatt den alten dauer-zu-reparieren und sich zB auch mit den ganzen Parasiten herumzuschlagen, die sich im Lebensverlauf an ihn adaptiert haben.
Im Bild: Die Gene der Mehrzeller sind sowas wie kleine „Asoziale“. Sie bauen um sich herum Körper als Wohnhäuser, dann leben und nutzen sie diese Körper rigoros und ohne Rücksicht auf Verluste ab, und wenn dann alles kaputt ist, sind sie selbst schon längst weitergezogen und basteln an neuen Wohnhäusern für sie selbst: Generationenwechsel.
Auch daraus folgt aber keine vernünftige Auferstehung oder wenigstens eine sinnvolle, sondern das genaue Gegenteil: Tot ist tot und bleibt tot!
Redaktion benachrichtigen
#54   methusalix †   02:29:45 | Sonntag, 7. Januar 2007
Nur zur Sicherheit, Herr Hammel…
(1) Das heißt nicht „volvox“, sondern VOLVO, und natürlich ist man in einem VOLVO (fast) unsterblich, wegen der soliden Bauweise. Deshalb leb ich zB noch immer.
…da ich mir nicht sicher bin, ob Sie Volvox nicht kennen können, oder nicht kennen wollen: Volvox globator www.microscopy-uk.org.uk/mag/indexmag.htmlwww.microscopy-uk.org.uk/…artdec03/volvox.html …und schlimmstenfalls hier susi.e-technik.uni-ulm.de/…eyers_b18_s0982.html die Erklärung in deutscher Sprache.
Das mit dem „potentiell unsterblich“ überlassen wir dann doch lieber Occam’s Razor.
Redaktion benachrichtigen
#53   waldemar hammel   01:22:24 | Samstag, 6. Januar 2007
@ methusalix
Sie schrieben weiter unten:
[(Sterblichkeit) tritt erst in höheren Organisationsformen auf. Genau gesagt erst bei Volvox spec… Darunter ist jedes Lebewesen potentiell unsterblich.]
(1) Das heißt nicht „volvox“, sondern VOLVO, und natürlich ist man in einem VOLVO (fast) unsterblich, wegen der soliden Bauweise. Deshalb leb ich zB noch immer.
(2) Sie vergaßen die nur scheinsterblichen Christenmenschen, denn für die Guten ist der Tod nur ein Witz, weil sie ja nach oben hin wieder auferstehen, und für die Bösen ein allerdings schlechter Scherz, weil sie nachtodlich in Fegefeuern schmoren, oder im Direktflug zur Hölle gelangen.
Glauben Sie mir nicht?
Doch, ist so, und zwar völlig plausibel sogar. Denn weil Jesus gestorben ist, sterben seine christlichen Anhänger seither nicht mehr – ist doch logisch, oder?
Nur sehr dumme Leute könnten auf die Idee kommen „Wenn schon selbst der Oberchrist Jesus sterben musste, dann wir geistlichen Normalverbraucher doch wohl erst recht?“ Aber schon dieser Gedanke ist gotteslästerlich und führte bis vor Kurzem zur Scheiterhaufenisierung solcher Denkenden, weshalb das Denkenkönnen ganz allgemein im Zeitverlauf innerhalb des Christentums fast völlig ausstarb, denn bei andauernden Denkverboten fehlt zuletzt die Übung in dieser gefährlichen Kunst.
Sie vergaßen auch Adam&Eva, unsterblich bis zum Gespräch mit der Schlange und dem provokanten Apfelessen. Danach erst wurden sie, Gott unheimlich geworden, auf einer einsamen Insel interniert, Welt genannt.
Redaktion benachrichtigen
#52   methusalix †   14:17:06 | Freitag, 5. Januar 2007
@waldemar hammel
waldemar hammel: Richtigstellungen
@ methusalix:
…dürfte es von der Logik und Ehrlichkeit zu sich selbst her schwer hinzubekommen sein, „Religion“ (egal welche) einerseits als Ideologie zu erkennen und ihr deshalb entsprechend kritisch gegenüberzustehen, und andererseits aber nach religiösen Grundlagen und Vorstellungen leben zu wollen.
Glauben Sie mir, Herr Hammel, zu dieser Schizophrenie (allerhöchster Anspruch an die Menschen bei gleichzeitiger Verneinung ihres Menschseins, man sieht nur absolut schwarz oder absolut weiss) werden wir Katholiken von klein auf erzogen.
Manche werden davon krank (Stichwort: Ecclesiogene Neurose), manche werden erwachsen und vernünftig und sehen ihre Religion „cum grano salis“ mehr in der Bergpredigt, als im Alten Testament verankert, andere legen die katholischen Scheuklappen nie ab und werden Fundamentalisten, die am liebsten mit Feuer und Schwert Propaganda machen würden. Wieder andere nabeln sich mehr oder weniger ab und einer erklärte: „Gott ist tot!“
Je nachdem, wen aus diesem Zoo Sie vor sich haben, ist die Mitgliedschaft in der Stiftung gut möglich, bis vollkommen unmöglich.
Redaktion benachrichtigen
#51   waldemar hammel   11:07:59 | Freitag, 5. Januar 2007
Richtigstellungen
@ laikos:
Die Giordano-Bruno-Stiftung ist im Internet online, bitte sich dort belesen. Im Übrigen ist eine „Stiftung“ kein „Verein“. Die Akteure der GBS sind natürlich gerade eben keine „Sekte“, weder eine a-theistische, noch eine anti-theistische, sondern eine völlig freiwillige Zusammenkunft von Menschen (Mitgliedern, Unterstützern, freiwilligen Mitarbeitern – genderneutral) zum Zweck, gemeinsame -Geisteshaltungen auf naturwissenschaftlicher Grundlage- zu elaborieren und sie so auszuformulieren, dass ihr gesellschaftlicher Einfluss nicht weiterhin und in undemokratischer Weise negiert werden kann. Das grundlegende Ziel der GBS ist -ganz einfach gesagt- die schlichte Fortführung der europ.Aufklärung (auch, aber bei Weitem nicht nur) hinsichtlich des historisch bedingten Einflusses von Religionen auf Staat und Gesellschaft.
@ methusalix:
Die Giordano-Bruno-Stiftung ist nicht „mein Verein“, obwohl die Idee zu einer solchen Stiftung durchaus von mir hätte stammen können. Religiöse Menschen (egal welchen Glaubens) sind natürlich NICHT von der Mitgliedschaft, Mitarbeit oder Unterstützung der GBS ausgeschlossen, nur dürfte es von der Logik und Ehrlichkeit zu sich selbst her schwer hinzubekommen sein, „Religion“ (egal welche) einerseits als Ideologie zu erkennen und ihr deshalb entsprechend kritisch gegenüberzustehen, und andererseits aber nach religiösen Grundlagen und Vorstellungen leben zu wollen.
Redaktion benachrichtigen
#50   methusalix †   00:55:38 | Freitag, 5. Januar 2007
Der biologische Tod ist nicht zwangsläufig
Daniel Stöhr: Durch Bewirkung…-ohne den biologischen Tod?“
…der Unfruchtbarkeit ?
und tritt erst in höheren Organisationsformen auf. Genau gesagt erst bei Volvox spec… Darunter ist jedes Lebewesen potentiell unsterblich.
Redaktion benachrichtigen
#49   Ydefix   23:10:23 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Durch Bewirkung
„Oder wenn vermehrt, wie hätte diese begrenzte Erde all die Menschen tragen und ernähren sollen –. ohne den biologischen Tod?“
…der Unfruchtbarkeit ?
Redaktion benachrichtigen
#48   Gastus   22:54:52 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Monti
Gotthard, Sie dürfen doch keine Bibelaussagen hinterfragen.
Aber selbstverständlich darf Gotthard nach der Wahrheit suchend hinterfragen, was gewesen wäre, wenn der ungehorsame Mensch die Gottesfreundschaft nicht verloren und er in der von GOTT gewollten Ordnung weitergelebt hätte.
Redaktion benachrichtigen
#47   monti   22:46:20 | Mittwoch, 3. Januar 2007
An alle
Nach dem Glauben aber sind Leid und Tod durch die Sünde des Adam in die Welt gekommen (Strafe).
was wäre ohne Adam’s Sünde gewesen? Adam und Eva hätten in trauter Zweisamkeit in glückseliger Ruhe ewig gelebt und sich nicht vermehrt?
Oder wenn vermehrt, wie hätte diese begrenzte Erde all die Menschen tragen und ernähren sollen –. ohne den biologischen Tod?
Gotthard, Sie dürfen doch keine Bibelaussagen hinterfragen. :-$
So ist es eben mit der heiligen röm.kath. Kirche wie mit den groben Bauarbeitern aus dem Ruhrgebiet: Was nicht passt, wird passend gemacht.
Oops, der Mensch ist sterblich? Na, da erfinden wir doch ganz einfach eine Erbsünde und schon geht’s wieder auf. :)3
Redaktion benachrichtigen
#46   Gastus   22:31:19 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ …kulturell bedingt…
… und wohl auch sehr kulturell bedingt.
Na, wohl eher klimatisch bedingt.
Redaktion benachrichtigen
#45   Gotthard   22:19:58 | Mittwoch, 3. Januar 2007
schamgefühl
dieses Gefühl ist keine sooo große Errungenschaft der menschlichen Spezies … und wohl auch sehr kulturell bedingt.
Redaktion benachrichtigen
#44   Gastus   22:06:32 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Gotthard
… was wäre ohne Adam’s Sünde gewesen?
Dann würden Sie das Schamgefühl nie kennengelernt haben und heute noch nackt rumlaufen. :-D
Redaktion benachrichtigen
#43   Gotthard   20:54:24 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Daniel
Nach dem Glauben aber sind Leid und Tod durch die Sünde des Adam in die Welt gekommen (Strafe).
was wäre ohne Adam’s Sünde gewesen? Adam und Eva hätten in trauter Zweisamkeit in glückseliger Ruhe ewig gelebt und sich nicht vermehrt?
Oder wenn vermehrt, wie hätte diese begrenzte Erde all die Menschen tragen und ernähren sollen –. ohne den biologischen Tod?
Redaktion benachrichtigen
#42   methusalix †   20:23:45 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Dr. Andreas Beyer
Sowohl als Mitglied der AG Evolutionsbiologie als auch als bekennender und praktizierender Christ habe ich Kreationisten gegenüber immer und immer wieder angeboten, im Rahmen von Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen Rede und Antwort in Bezug auf die Evolutionstheorie zu stehen, was ich auch hiermit wiederhole. Meine Angebote sind nicht ein einziges Mal angenommen worden …
Dr. Andreas Beyer, Uni Düsseldorf
Wundert Sie das eigentlich, Herr Doktor Beyer? Mich nicht; ich weiss schon zu lange, dass es hier nicht um die Wahrheit geht, sondern ums rechthaben.
An belegbaren Wahrheiten, die noch dazu in jedem Biologiesaal eines Gymnasiums nachvollzogen werden können, hat hier keiner Intersse.
Deswegen ist das Unwissen über naturwissenschaftliche Fakten derartig gross und jeder spinnt sich sein Bild der Natur zusammen, anstatt einmal richtig hin zu schauen und die Wahrheit zu erkennen.
Ich habe immer wieder empfohlen, wenn jemand wirklich etwas über Evolution lernen will, das Buch von Ernst Mayr zu lesen; kein Intersse.
Ich empfehle die Leute dumm sterben zu lassen. Sie haben es sich redlich verdient.
Redaktion benachrichtigen
#41   Andreas Beyer   19:54:57 | Mittwoch, 3. Januar 2007
„Du sollst nicht lügen!“
… so steht es in den Geboten. Der Artikel „Ein evolutionärer Knacks“ nimmt’s damit nicht allzu genau; die Behauptung, >die ‘Giordano Bruno Stiftung’ sei ein radikaler, religionsfeindlicher Verein< sei hier stellvertretend erwähnt (dankenswerterweise von Waldemar Hammel richtig gestellt). Und wer, wie Christian L. Schutzer, derart mit polemischen Begriffen um sich wirft, zeigt allzu deutlich, dass er an sachlichem Diskurs nicht interessiert ist – diese Erfahrung habe ich jedenfalls allzu oft machen müssen:
Sowohl als Mitglied der AG Evolutionsbiologie als auch als bekennender und praktizierender Christ habe ich Kreationisten gegenüber immer und immer wieder angeboten, im Rahmen von Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen Rede und Antwort in Bezug auf die Evolutionstheorie zu stehen, was ich auch hiermit wiederhole. Meine Angebote sind nicht ein einziges Mal angenommen worden …
Dr. Andreas Beyer, Uni Düsseldorf
Redaktion benachrichtigen
#40   methusalix †   18:25:06 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Hallo Herr Hammel!
Danke für die Information zu Ihrer (?) Giordano-Bruno-Vereinigung!
Sind römisch-katholische Menschen von der Mitgliedschaft ausgeschlossen?
Redaktion benachrichtigen
#39   laikos   15:37:56 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@waldemar hammel
Der Verein ist also eine Atheistische „Sekte“ welche sich
zum Ziel macht ihre Antichristlichen ansichten in die
Welt hinauszustreuen und die Menschen zum Glaubensabfall zu bewegen. Das ist noch schlimmer wie oben beschrieben.
Redaktion benachrichtigen
#38   waldemar hammel   15:22:37 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Einige Anmerkungen zu obigem Artikel – aus Redlichkeit: Richtigstellungen I:
(1) Es handelt sich bei der Giordano-Bruno-Stiftung nicht um einen simplen undifferenzierten „religionsfeindlichen Verein“, sondern um eine längst überfällige Zusammenführung von einfachen Menschen und Spitzenwissenschaftlern aller möglichen Bereiche, deren Weltbilder und Lebensentwürfe ohne die überkommenen magischen Weltbilder und das tradierte magische Welterleben auskommen, weil ihr Welterleben rational und von den modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen durchdrungen ist, die mit religiösen Vorstellungen völlig unvereinbar sind.
(2) Die zentrale Aufgabe der Giordano-Bruno-Stiftung ist es, für die tatsächliche gesellschaftliche Mehrheit der Menschen, welche die absurden Inhalte der Religionen und Esoteriken nicht mehr zu ihren zentralen Lebenentwürfen machen, ein wirksames soziales und gesellschaftspolitisches Sprachrohr zu sein, um so ein demokratisches Gegengewicht zu bilden zum historisch bedingten und bis heute andauernden gesellschaftlichen Übergewicht und Einfluss der Religionen auf Politik und Kultur.
Redaktion benachrichtigen
#37   Ydefix   13:44:51 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Evolutionstheorie
und Glaube: Entgegen der selbstherrlichen Postings von „matermind“, muss kann man durchaus feststellen, dass die Ev.-Theorie mit dem christlich-jüdischen Gottesbild nur schwer vereinbar ist: Gott bestraft das Böse und belohnt das Gute. Gott ist aber niemals ein Willkür-Gott, der ohne ersichtlichen Grund Leid und Tod verursacht. Nach der Ev.-Theorie ist das Leid und der Tod (seit das erste Lebewesen sich entwickelt hätte) von Anfang an in der Welt. Nach dem Glauben aber sind Leid und Tod durch die Sünde des Adam in die Welt gekommen (Strafe). An dieser scharfen Konfrontation lässt sich nichts herumdeuteln.
Redaktion benachrichtigen
#36   Sozialkatholisch   13:03:30 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Sirilo
Da haben sie natürlich recht.
Redaktion benachrichtigen
#35   Sirilo   12:46:39 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Lamarck
Den Teilnehmern Mastermind und Sozialkatholisch sei mitgeteilt, daß der von ihnen erwähnte Wissenschaftler nicht „Lamarc“ heißt, sondern „Lamarck“.
Redaktion benachrichtigen
#34   Gastus   12:08:25 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Mastermind
Warum glauben Sie an Gott
Fiese Frage ich weiss, aber es interessiert mich ernsthaft.
Weil es keinen vernünftigen Grund gibt nicht davon überzeugt zu sein, dass es eine letzte, in sich selbst unveränderliche Ursache für alles Sein gibt, die nicht der der Zeit unterworfen ist.
Redaktion benachrichtigen
#33   Sozialkatholisch   11:40:22 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Mastermid
Die Emotionen können richtig und verkehrt sein, auch die Ratio kann irren. Deshalb ist es vernünftig wenn man seinen Glauben immer wieder am Lehramt der röm/kath Kirche ausrichtet und kein Dogma leugnet.
Redaktion benachrichtigen
#32   mastermind †   11:31:31 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Sozialkatholisch
und welche Form der Erkentniss das es Gott gibt und das man an Ihn galubt wiegt mehr: Der Weg über die Vernunft oder über die Emotio?
Redaktion benachrichtigen
#31   Sozialkatholisch   11:23:32 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Mastermind
Es ist keine fiese Frage, sie ist nur nicht so leicht ehrlich zubeantworten. Es gibt wohl verschiedene Gründe. Ein Hauptgrund ist auf jedem Fall weil nur Gott die Fülle Wahrheit ist.
Redaktion benachrichtigen
#30   mastermind †   11:17:27 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Eine Frage hätte ich noch…@Sozialkatholisch
Warum glauben Sie an Gott
Fiese Frage ich weiss, aber es interessiert mich ernsthaft.
Redaktion benachrichtigen
#29   Sozialkatholisch   11:14:50 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Mastermind
Nein, wirklich nicht.
Redaktion benachrichtigen
#28   mastermind †   11:08:15 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Sozialkatholisch
…und die Natur Ihrer Angst, macht diese Ihnen nicht gelegentlich dieses stille, leise Kopfzerbrechen…
Redaktion benachrichtigen
#27   Sozialkatholisch   11:02:04 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Mastermind
Nein, meine Angst hält sich auch in Grenzen.
Redaktion benachrichtigen
#26   mastermind †   11:00:28 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Sozialkatholisch
…haben Sie sich eigentlich noch nie gefragt warum Sie soviel Angst haben…
Redaktion benachrichtigen
#25   Sozialkatholisch   10:56:39 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Mastermind
Das die großkotzigsten Poster oft die erbärmlichsten Menschen sind würde ich auf Lamarc zurückführen.
Redaktion benachrichtigen
#24   mastermind †   10:47:41 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Angst vor der Evolutionstheorie
Ich verstehe euch hier eh nicht … wenn Ihr schon Angst vor der Evolutionstheorie habt (welche in ihrer klassichen Variante mit Sicherheit überholt ist ,da -nota bene- viel zu fehlerhaft und nicht weil es eine bessere Theorie gibt – sollte Ihr andere -vorallem aus der Grundlagenphysik und den Neurowissenschaften stammende Denkmodelle noch viel mehr fürchten und dann auch attackiern
Aber ihr tradiononalisten Hammel kämpf halt gerne mit den Geistern der Vergangenheit –-- Neurose halt, geht wohl nicht anders.
Redaktion benachrichtigen
#23   monti   10:45:20 | Mittwoch, 3. Januar 2007
masterminds gehirn
ja, ja ich weis – gähn- die widersprechen sich
(zumindest mal in dem sinne was du – lieber mysterienfreund- für widersprechen hälst
(nur so neben bei !!!=hochemotonal –-> Angstneurose?
So toll kann masterminds „mind“ auch nicht sein, besieht man sich hier mal seine Rechtschreibung. ;-)
„hältst“ kommt z.B. von „halten“,nicht von „halsen“ oder „hälsen“ (was auch immer das bedeuten könnte).
tut mir leid, aber ich liebe nun mal die deutsche Sprache. :-)
Redaktion benachrichtigen
#22   Bruder Theophil   10:29:37 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Spezialisisierung einer Art…
…führt zwangsläufig zu einer genetischen Verarmung. Also steht diese Art als Erstes auf der Kippe, wenn sich der Lebensraum wieder ändert.
Was die vielen Knochenfunde, insbesondere von Hominiden anbelangt: Je mehr es werden, desto weniger kommt Klarheit in die Menschwerdung, sondern eher Konfusion, weil die dafür wichtigen Paramater (Schädelform, Gehirnvolumen, Skelett…) immer weiter auseinander driften, anstatt eine nachvollziehbare Entwicklung aufzuzeigen.
Darwin ist ein netter Versuch der Erklärung in seiner Zeit. Mehr nicht. Wer heute kritiklos hinter Darwin her rennt, handelt vorsätzlich wissenschaftlich fahrlässig.
Redaktion benachrichtigen
#21   mastermind †   10:10:45 | Mittwoch, 3. Januar 2007
ja, ja gähn
ja, ja ich weis – gähn- die widersprechen sich
(zumindest mal in dem sinne was du – lieber mysterienfreund- für widersprechen hälst
(nur so neben bei !!!=hochemotonal –-> Angstneurose?
Redaktion benachrichtigen
#20   Sozialkatholisch   09:44:54 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Mastermind
Lamarc und Darwin widersprechen sich!!!
Die Evolutionstheorie bis ins letzte Detail angenommen gefährdet den Glauben!
Wenn Mastermind angewidert ist, ist das kein Indiz für Ungültigkeit!!!
Redaktion benachrichtigen
#19   mastermind †   09:33:08 | Mittwoch, 3. Januar 2007
my brain hurts
Anstatt endlich mal zu kapieren, daß das Christentum und im speziellen seine „katholische Varinate“ keine wirklichen Probleme mit so mancher naturwissenschaftlichen Theorie (u.a. Evulotionslehre nach Darwin …aber auch Lamarc etc…) hat wird hier von den forumsteilnehmer sektiererisch und peinlich über Dinge diskutiert von denen Ihr keine und auch nicht die geringste Ahnung habt. Haltet doch einfach den Mund was so etwas anbelangt und glaubts einfach das diese Therorien euren Glauben nicht gefährden. Aber darum gehts wahrscheinlich Ihr seid einfach nur Angstneurotisch und habt dazu noch eine Hybris das es kracht (was übrigens eines Christen nicht würdig ist – aber das seid ihr ja eh nicht, sonder (so wirkt es) liebhaber eines Mysterienkults (Ritusdiskussion etc…)).
mfg von
Einem von euch vollkommen angenervter Mastermind
Redaktion benachrichtigen
#18   Sozialkatholisch   08:52:43 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@ Uldaricus
Ich sehe das ähnlich wie sie, gewisse Evolution ist nicht zu leugnen (z.B. Polarfuchs-Rotfuchs-Wüstenfuchs) die Evolutionstheorie wird aber wohl eindeutig überbewertet denn es ist dem Menschen ja noch nicht gelungen weder durch Züchtung noch durch Gentechnik eine neue Art hervorzubringen außer :
Pferd + Esel = Maulesel (nicht Fortpflanzungsfähig)
Löwe + Tiger = Liger (auf die Dauer nicht alleine lebensfähig)
Die vielen Punkte die dafür sprechen das sich die Vögel aus Reptilien entwickelt haben sind dann aber wider Punkte für die Evolutionstheorie.
Als Katholik sind für mich die beiden Schöpfungsgeschichte der Genesis uneingeschränkt wahr aber noch lange nicht in ihrer Tiefe erfasst.
„Für Gott sind Tausend Jahre wie ein Tag“ Der Tag definiert sich damit das die Erde sich in diesem Zeitraum einmal um sich selbst dreht, hat sie sich eigentlich immer um sich selbst gedreht? Oder hat sie sich mal in 1000 Jahren um sich selbst gedreht?
Eigentlich können wir uns nur demütig vor dem Schöpfer des Himmels und der Erde verneigen und anerkennen das wir im Moment eigentlich noch nicht sehr viel von diesem Geheimnis wissen.
Redaktion benachrichtigen
#17   Gunsenum   08:18:02 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Ich erwarte…
wieder eine BErichterstattung zu den Themen:
1. FULDA- BÖSER ALGERMISSEN
2.LIMBURG- BÖSER KAMPHAUS
3. MAINZ- BÖSER LEHMANN
4. BÖSE SCHWULE
5. BÖSE ROTARIER
Nichts, nichts bleibt hier wie es mal so schön war!
Redaktion benachrichtigen
#16   Udalricus   01:13:00 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Evolution und Evolutionismus
Wir müssen in dieser Diskussion sauber trennen zwischen der Theorie von der Evolution und der Ideologie des Evolutionismus:
Der Evolutionismus besagt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entstehung des Lebens das Wirken eines Schöpfergottes überflüssig machen bzw. widerlegen.
Die Evolution hingegen versucht den Ablauf der Schöpfung wissenschaftlich zu beschreiben, was solange legitim ist, solange sie sich wissenschaftlicher Kritik stellt.
Knackpunkt für das Verhältnis Evolution und Glaube ist das Phänomen „Zufall“. Dieser ist ja eigentlich nur ein Platzhalter für etwas wissenschaftlich (noch?) nicht Fassbares und lässt Raum für Interpretationen.
Versteht man die zufälligen Mutationen als völlig willkürliche Änderungen ohne Mitwirkung eines übergeordneten Geistes, so ist die Entstehung intelligenten Lebens eigentlich völlig unwahrscheinlich bis unmöglich.
Ich kann den „Zufall“ aber auch interpretieren als langfristig geplante Entwicklung, die nur kurzfristig gesehen willkürlich erscheint, aber im Laufe von JAhrmillionen einen Sinn ergibt, der letztlich zum Geist-Körperwesen Mensch führt.
Ich sage immer: Wo etwas „zufällt“, muss es auch einen geben, der das Zufallende geworfen hat. Dieser ist allerdings nicht zu beweisen, man kann nur an glauben. Allerdings spricht die Vernunft sehr für ihn.
Redaktion benachrichtigen
#15   Hoffnung   23:35:28 | Dienstag, 2. Januar 2007
@ Romulus
Lassen Sie sich nicht irre machenlieber Romulus. Natürlich ist der angegebene Grund nicht der wirkliche. Es geht sich wie bei fast allen Themen in diesem Forum um Ablenkung vom überlieferten Evangelium Christi. Denn wer sich um unwesentliche Teile streitet und ereifert verkündet nicht das Evangelium sondern etwas das Satan genausowenig interessiert wie es uns interessieren sollte. Ich wiederhole mich gerne wenn ich sage, das wir mit der befolgung der geringsten Forderungen des NT, der goldenen Regel, schon genug zu tun haben, als dass wir um sowas im Streit miteinander liegen müssten.
Redaktion benachrichtigen
#14   Romulus   23:21:42 | Dienstag, 2. Januar 2007
Um was es eigentlich geht!!!!
Die Diskussion um Evolution oder Schöpfung ist ein Scheingefecht.
Dahinter geht es um die eigentliche Frage:
1) Alles nur Materie oder gibt es auch Nichtmaterielles, also Geist bzw. Transzendenz.
2) Physik oder Metaphysik.
3)Vergängliches oder Unvergängliches.
4) Der autonome, sich selbst erschaffende Mensch oder Gott.
Wir leben in einer Welt, in der es fast ausschließlich nur noch um das Materielle geht, koste es was es wolle. Ihr wißt, wo also in Zukunft die Frontlinien verlaufen werden…
Redaktion benachrichtigen
#13   Sirilo   23:04:57 | Dienstag, 2. Januar 2007
sektirisch
Was bedeutet bitte „sektirisch“? Im Duden findet sich dieses Wort nicht.
Redaktion benachrichtigen
#12   Hoffnung   23:03:47 | Dienstag, 2. Januar 2007
Danke @ Benedikt
Sie fassen meine Gedanken in klareren Worten als ich es konnte.
Ich danke dem Herrn dafür.
Redaktion benachrichtigen
#11   Graf von Galen   22:50:12 | Dienstag, 2. Januar 2007
Wider die Irrlehre von der Evolution, @ Daniel Stöhr
Gut argumentiert. Die Idee habe ich auch schon einmal
gehabt. Wenn sich nachweisen läßt, daß der Anteil der
erfolgreichen Mutationen signifikant höher ist als nach
den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist,
ist die Ursache „Zufall“ widerlegt.
Nach meiner Meinung benötigt man jedoch nur ein
wenig gesunden Menschenverstand, um zu begreifen,
daß aus Nichts Nichts werden kann.
Die Evolutionstheorie ist von daher das pseudo-
wissenschaftliche Feigenblatt, welches die Gottlosen
benötigen, um Ihren Atheismus vor sich selbst zu
rechtfertigen.
Redaktion benachrichtigen
#10   Benedikt   22:49:06 | Dienstag, 2. Januar 2007
@ Stöhr
Meines Erachtens baut die Evolutionslehre nicht auf dem Zufall auf. Das Stützen auf einen „Zufall“ ist ein Hilfskonstrukt, weil sich die Betreffenden (mE sind nich alle Evolutionstheoretiker dieser Auffassung) das Auslösen der Evolution nicht erklären können. Es ist doch sehr merkwürdig: Bei der Evolutionstheorie handelt es sich um eine sehr ausdifferenzierte Lehre, die alles Möglich erklärt. Nur bei der nicht gerade unwichtigen Frage des Ursprungs (welcher Wissenschaftler will nicht immer die Ursache kennen?) zaubert man einen Zufall aus dem Hut. Nicht sehr überzeugend.
Meines Erachtens kann die Evolutionstheorie daher durchaus wahr sein. Nur den Zufall, den gibt es eben nicht. Die Evolution ist nicht zufällig. Sie hat eine Ursache. Und die erste Ursache ist von Gott.
Redaktion benachrichtigen
#9   Ydefix   22:42:13 | Dienstag, 2. Januar 2007
So einfach
ist das ganze wohl auch nicht. Und die Gensis spricht ja sehr wohl davon, dass Adam aus Lehm und Eva aus der Rippe Adams geschaffen wurde.
Evolution bedeutet die Notwendigkeit von Leiden und Tod „von Anfang an“. Wie das mit der überlieferten Lehre, dass der Tod erst durch die Sünde in die Welt kam vereinbart werden soll, erschließt sich mir nicht.
Außerdem ist eine Theorie der Enstehung des Lebens, die von vornherein auf dem Zufall aufbaut, nicht mit dem souveränen Wirken eines allmächtigen Schöpfers vereinbar.
Redaktion benachrichtigen
#8   Benedikt   22:41:40 | Dienstag, 2. Januar 2007
Schöpfungsgeschichte
Aus der Schöpfungsgeschichte geht hervor, das Gott die Welt erschaffen hat. Das ist sogar mit der Evolutionstheorie vereinbar, man geht dann einfach nicht davon aus, dass es sich um einen „Zufall“ handelt.
Das wichtige für den Menschen ist, dass Gott ihn und die Welt erschaffen hat. Wie er das getan hat ist ziemlich egal. Was hätte man vor 3000 Jahren gedacht, wenn dort gestanden hätte: Im Anfang ließ ich den Urknall entstehen…usw…dann verdichtete ich einige Atome…us, usf…dann nahm ich einige Aminosäuren…usw.
Das sind Infos für einen Wissenschaftler. Die Offenbarung aber soll nicht den Wissenschaftlern, sondern allen Menschen zum Heil gereichen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Hoffnung   22:30:10 | Dienstag, 2. Januar 2007
Wo ist das Problem?
Ich kann sowohl mit der Evolution als auch mit der biblischen Darstellung leben.
Das für Gott sinnbildlich 1000 Jahre wie ein Tage sind ist eh eine biblische Aussage, Daher würde der zeitliche Verlauf in der Evolutionstherorie nicht gegen die Biblische Darstellung sprechen. Auch wie der Mensch von Gott aus Staub geformt wurde sagt die Bibel nicht und damit spricht die Evolutionstherorie nicht gegen die Biblische Darstellung.
Außerdem, wer meint die Welt müsse unbedingt in (meschlichen) 7 Tagen erschaffen sein der soll es tun, ebenso wie der Evolutionstheroretiker an seine Darstellung glauben soll.
Es ist nicht entscheidend welche Darstellung jemand favorisiert. Die Bergpredigt ist dagegen wesentlich heilsnotwendiger zu verstehen als die Schöpfungsgeschichte.
Wir können gewiss sein dass uns diese Unwesentliche Sache der Schöpfung später einmal offenkundig von „Fachkundiger Seite“ erklärt wird. Darüber nachzugrübelm und Entzweihung hervorzurufen ist ein Werk Satans. Baut bitte nicht an dem Reich Satans, schiebt diese Frage hintenan und konzentrieren wir uns auf das Wesentliche, Jesus Christus unser4n Herrn und sein Evangelium.
Redaktion benachrichtigen
#6   Sr. Maria Andrea †   22:26:45 | Dienstag, 2. Januar 2007
Der Ex-Bochumer
hat leider mehr als einen Knacks! Warum? Jede und jeder lese seine Beiträge hier bei KREUZ.NET!
Redaktion benachrichtigen
#5   Ydefix   22:23:34 | Dienstag, 2. Januar 2007
Das ist falsch
„1.) Sie sind falsifizierbar.
D.h. man muss prinzipiell in der Lage sein, sie zu widerlegen. Beim Kreationismus/ID ist das nicht gegeben, da eine Widerlegung einer nicht vorhandenen Sache (Gott/ID) prinzipiell nicht möglich ist.“
Das ist falsch. Die Schöpfungslehre von Junker/Scherer oder Intelligen Design gehen von einer Voraussetzung aus und versuchen anhand dieser Voraussetzung (Schöpfung) Hinweise darauf zu finden, dass der reine „Zufall“ als Ursprung des Lebens ausgeschlossen werden kann. Das ist sehr wohl falsifizierbar.
Der Evolutionismus geht vom Evolutions-Paradigma aus und versucht demnach jeden Befund in diesem Sinne zu deuten.
Redaktion benachrichtigen
#4   Navon   20:59:03 | Dienstag, 2. Januar 2007
wissenschaftlicher Theoriebegriff
Das sogenannte „Intelligent Design“ ist keine wissenschaftliche Theorie sonder bestenfalls eine Hypothese (jedoch eigentlich ein Mythos).
Eine wissenschaftliche Theorie zeichnet sich durch die folgenden Eigenschaften aus:
1.) Sie sind falsifizierbar.
D.h. man muss prinzipiell in der Lage sein, sie zu widerlegen. Beim Kreationismus/ID ist das nicht gegeben, da eine Widerlegung einer nicht vorhandenen Sache (Gott/ID) prinzipiell nicht möglich ist.
2.) Eine wissenschaftliche Theorie macht überprüfbare Vorhersagen bezüglich des Gebietes, für das sie gelten. Daraus ergeben sich Experimente zur Überprüfung der Theorie. Kreationismus/ID machen keine überprüfbaren Aussagen über die Diversität des Lebens und es gibt keine Experimente, die den Kreationismus/ID untermauern/belegen/falsifizieren könnten.
3.) Eine wissenschaftliche Theorie darf keine logischen Widersprüche enthalten.
4.) Eine wissenschaftliche Theorie darf nicht mit den Fakten (Realität) kollidieren. Die Evolutionstheorie wurde aus der Faktenlage der Biologie/Geologie/Chemie/etc. entwickelt, der Mythos des Kreationismus war schon vor den wissenschaftlichen Entdeckungen da und nun besteht der verzweifelte Versuch, die Fakten der Hypothese anzupassen.
5.) Eine wissenschaftliche Theorie muss ergebnisoffen sein. Der Kreationismus/ID ist nicht ergebnisoffen, da er ja der Bibel nicht widersprechen darf.
N.
Redaktion benachrichtigen
#3   Ydefix   20:08:45 | Dienstag, 2. Januar 2007
kleine Richtigstellung:
Scherer/Junker sind keine ID-Vertreter sondern vertreten eine biblische Schöpfungslehre. Insofern sie (als Protestanten) an „Schöpfung in 6 Tagen“ glauben und dies für ihre wissenschaftlichen Untersunchungen voraussetzen, kann man sie auch als „Kreationisten“ bezeichnen. Im Gegensatz zu vielen Kreationisten (v.a. in den USA) verfolgen J/S einen streng wissenschaftlichen Ansatz, d.h. sie erkennen die Evo.-Theorie ohne weiteres als wissenschaftliche Theorie an, zeigen aber die vielen Schwierigkeiten, auf die eine postulierte „Makroevolution“ stößt.
Das Buch „Evolution – Ein kritisches Lehrbuch“ empfehle ich:
www.wort-und-wissen.de/publikationen.html
Redaktion benachrichtigen
#2   ExBochumer †   19:07:03 | Dienstag, 2. Januar 2007
Einen „Knacks“ hat doch dieser „Wiener“.
Einerseits spritzt er hier Galle und Gift. – Andererseits hat er Angst. Ein Angsthase ist er.
[von der Redaktion gelöscht.]
Redaktion benachrichtigen
#1   timpressum †   18:30:51 | Dienstag, 2. Januar 2007
Wenn das alles so war…
…wie es in der Bibel steht, möchte ich bitte mal von jemandem wissen, woher die Frauen von Kain und Abel kamen.
Danke!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
EvolutionEin moderner Aberglaube EvolutionNichtreduzierbare Komplexität EvolutionEine Theorie zur Rettung der Evolutionstheorie EvolutionKönnen organische Moleküle „spontan“ entstehen? EvolutionEuropaparlamentarier gegen Evolutionstheorie EvolutionEntstehen Mäuse aus feuchten Lumpen? EvolutionWas die Anhänger der Evolutionstheorie glauben müssen EvolutionEin beeindruckter Papst EvolutionWas sagt der Münchner Philosoph Robert Spaemann zu Schöpfung und Evolution? EvolutionZwei Parteien beim nächsten Treffen des Ratzinger-Schülerkreises EvolutionIst die Sprache durch Evolution entstanden? EvolutionInteressante Antworten EvolutionWahrer Gott und wahrer Marsianer? EvolutionVatikanzeitung verteidigt Evolutionstheorie EvolutionEin geistesgeschichtlicher Meilenstein
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net