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Montag, 3. Januar 2005 10:01
kreuzmeldungen
Gott läßt die Menschen nie allein + Jüdische Angriffe gegen Papst Pius XII. + Warum konnte Gott so etwas zulassen? + Die Kinderabtreibung beim Namen genannt + Eine Rückkehr zur Zelebrationsrichtung zum Tabernakel?
Gott läßt die Menschen nie allein

Vatikan. Beim gestrigen Angelus-Gebet unterstrich der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., daß Gott die Menschen nie im Stich läßt. „Der Glaube lehrt uns, daß Gott uns auch in den schmerzhaftesten Prüfungen, wie die Katastrophe in Südostasien, nicht allein läßt.“ Gott sei im Weihnachtsmysterium zu den Menschen gekommen, um unsere menschliche Existenz zu teilen. Das Kind von Bethlehem habe den Christen das Liebesgebot gegeben. „In der konkreten Umsetzung dieses Gebots wird die Gegenwart des Herrn erfahrbar.“

Jüdische Angriffe gegen Papst Pius XII.

USA. Zahlreiche US-amerikanische jüdische Medienorgane griffen vergangene Woche Papst Pius XII. an. Dieser soll angeblich nach dem Zweiten Weltkrieg angeordnet haben, daß in Frankreich getaufte jüdische Kinder nicht einer jüdischen Organisation übergeben werden sollten. Der Brief des Heiligen Offiziums, der Vorgängerbehörde der Glaubenskongregation, wurde in der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ veröffentlicht. Falls keine Ansprüche der Eltern geltend gemacht würden, sollten die getauften Kinder nicht jüdischen Gruppen anvertraut werden. Der Brief aus dem Jahr 1946 begründet die Weisung damit, daß in jüdischer Obhut keine christliche Erziehung garantiert sei. Der Brief verweist ausdrücklich darauf, daß die Anordnung auf den Willen von Papst Pius XII. zurückgeht. Die Taufe eines Kindes impliziert nach christlicher Auffassung die Pflicht, ihm auch eine christliche Erziehung angedeihen zu lassen. Ansonsten ist die Taufe ein Sakrileg.

Warum konnte Gott so etwas zulassen?

Deutschland. Der Bischof von Eichstätt, Walter Mixa, zelebrierte am Neujahrstag eine Heilige Messe mit sieben indischen Konzelebranten im Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien. „Alles ist furchtbar und es wird einem jeden von uns in Erinnerung bleiben.“ Vergessen sei – so der Bischof – angesichts der Grausamkeit und des Leids nicht möglich. Auch wenn sich die Frage stelle, warum Gott so etwas zulassen könne, dürfe man als Christ nicht resignieren und mit Gott abrechnen. Einen Gott, der in Gestalt eines Kindes Mensch wird und alles Leid der Welt bis zum bitteren Ende am Kreuz selber ertrug, könne man nicht vor den Richterstuhl der menschlichen Begrenztheit ziehen. Bischof Mixa wandte sich mit der Bitte an die Gläubigen, die Menschen nicht zu vergessen, die Opfer der Naturkatastrophe geworden sind und sie über die Religionsgrenzen hinweg dem menschgewordenen Gottessohn anzuempfehlen.

Die Kinderabtreibung beim Namen genannt

WWW. Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf. Wer aber die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. Mit diesem Zitat des kommunistischen Dramatikers Bert Brecht zeigt die Homepage ‘www.babycaust.de’ warum sie existiert: Um das Unrecht der Kinderabtreibung beim Namen zu nennen. „Das Kind im Mutterleib hat keine Stimme, es hat nur unser Gewissen.“ Seit Ende des 2. Weltkrieges wurden allein in Deutschland über 12 Millionen Kinder durch Abtreibung ermordet. Die Homepage sieht ihre Arbeit auch im Dienst der Geschichtsforschung.

Eine Rückkehr zur Zelebrationsrichtung zum Tabernakel?

Am 9. September 2003 beantwortete Kardinal Ratzinger die Frage, ob die Kirche eine Rückkehr zur Zelebrationsrichtung zum Tabernakel erleben werde. Die Ausrichtung zum Herrn hin könnte – so der Kardinal in seiner Antwort – eine Hilfe sein. „Denn sie ist in der Tat eine Tradition aus Apostolischer Zeit, und nicht nur eine bloße liturgische Norm.“ Sie ist auch durch ihre Hinwendung zur aufgehenden Sonne Ausdruck der kosmischen und historischen Dimension der Liturgie. „Wir feiern mit dem Kosmos, mit der Welt“, erklärte der Kardinal. Heute werde die Wiederentdeckung des Verhältnisses zur Schöpfung von den Menschen besser verstanden als vielleicht vor 20 Jahren. Zudem bedeute die Orientierung gegen Osten eine gemeinsame Ausrichtung des Priesters und des Volkes auf den Herrn.
2 Lesermeinungen:
Montag, 3. Januar 2005 10:35
Dolfus: Verleumdungscampagne gegen Pius XII. ist schäbig
Papst Pius XII. hat alles in seiner Macht stehende unternommen, um den Juden in Europa zu helfen, und zwar im Gegensatz zu jenen, die effektiv Millionen Juden aus den national-sozialistischen Konzentrationslagern hätten befreien können, und dies nicht taten (man könnte dies eingehender belegen): nämlich US-Präsident Roosevelt und Englands Premierminister Winston Churchill, damals Führer des größten Weltreiches unserer Geschichtsschreibung.
Der Papst dagegen war das spirituelle Oberhaupt einer eingekesselten Religionsgemeinschaft.
Die Campagne gegen Pius XII. ist schäbig und ihre Intention ist nur allzu durchschaubar.
Am Jüngsten Tag werden alle diese Umstände offenbar werden, und Pius’ Leichenflederer werden beschämt, hoffentlich auch bekehrt sein.
Israels Außenministerin hat den Pacelli-Papst anläßlich seines Todes zurecht gewürdigt – „er erhob seine Stimme“ – und Roms Oberrabbiner (!) hatte sich sogar zur Kirche Christi bekehrt, und nahm Pius XII. zu Ehren dessen Taufnamen Eugenio an.
Die Verleumdungscampagne gegen einen großen Papst wie Pius XII. ist einfach schäbig, aber so erging es bereits Jesus.
Montag, 3. Januar 2005 10:20
Dolfus: Der Wappenspruch der Bundesrepublik Deutschland
Auch wenn der DDR-Österreicher Bert Brecht Kommunist war, so muß man ihm doch den Verdienst lassen, daß er doch auch begabt war, Aspekte der Wahrheit gut auf den Punkt zu bringen. Dieses erhellende Zitat ist ein sehr schönes Beispiel dafür. Eigentlich könnte dieses Motto der BRD-Wappenspruch schlechthin sein! Demnach, folgen wir Brecht, werden wir von zwei Politikerklassen dominiert – aber nicht nur wir, auch die USA und andere Freimaurerdemokratien – entweder von Dummköpfen einerseits oder von Verbrechern andererseits. Auch auf die Kirche trifft dies leider heutzutage in allzu vielen Fällen zu. Bei manchen weiß nur Gott, ob er jetzt ein „Naivling“ oder „Verräter“ war (Beispiel Cardinal König).
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