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Alles + Nicht eindeutig + Dr. Tod begnadigt + Zweierlei Maß? + Die Vorherrschaft des Dollar hängt am Ölhandel
Alles

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern den orthodoxen Erzbischof von Athen, Christodoulos, in Privataudienz. Die beiden verpflichteten sich in einer Gemeinsamen Erklärung, den schweren Weg des Dialogs in der Wahrheit zu gehen. Ziel sei die Einheit des kirchlichen Leibes rund um den Altar des Herrn. Der Heilige Vater betonte, daß die katholische Kirche „alles unternehmen will, was ihr möglich ist“, um die volle Einheit mit der orthodoxen Gemeinschaft zu erreichen.

Nicht eindeutig

USA. Der Vatikan hat die am Mittwoch einstimmig beschlossene UN-Konvention für behinderte Menschen nicht unterschrieben. Der Grund: Das Dokument schließt die Abtreibung als Mittel zur Familienplanung nicht eindeutig aus und fordert die Rechte von ungeborenen Behinderten nicht ein. Der Vatikan ist kein Mitglied der Vereinten Nationen, besitzt aber Beobachterstatus.

Dr. Tod begnadigt

USA. Der als „Dr. Tod“ bekannt gewordene, selber schwer kranke US-Arzt Jack Kevorkian (78) soll im Juni kommenden Jahres begnadigt werden. Das gab ein Gefängnissprecher bekannt. Kevorkian verbüßt gegenwärtig eine langjährige Haftstrafe wegen der Euthanasierung von kranken Menschen. Nach eigenen Angaben hat er 130 unheilbar kranke Patienten auf dem Gewissen. 1999 zeichnete er einen Mord auf Video auf und verbreitete das Verbrechen im Fernsehen.

Zweierlei Maß?

Deutschland. Der Orden der ‘Diener Jesu und Mariens’ kämpft seit längerem gegen staatliche Schikanen um das Wegerecht zu seinem Internat Haus Assen und um die Genehmigung, im Gebäude ein Gymnasium zu gründen. Das Internat befindet sich rund fünfzig Kilometer südöstlich von Münster. Kürzlich wurde wenige Kilometer entfernt in einem ehemaligen Gebäude der Jesuiten ein Internat mit Schule für muslimische Kinder eröffnet.

Die Vorherrschaft des Dollar hängt am Ölhandel

„In großem Umfang hängt die Vorherrschaft des Dollar vom Ölhandel ab. Öl ist die größte Handelsware der Welt und sein Handel wird fast ausschließlich in Dollar abgewickelt über die New York Mercantile Exchange (NYMEX) oder die Londoner International Petroleum Exchange (IPE). Das Ausland muß große Dollarvorräte halten, um seinen Ölbedarf zu decken. Es wird geschätzt, daß allein im Ölhandel 2,6 Billionen Dollar zirkulieren. Dieser statthalterartige Zugriff auf den Ölmarkt wird jetzt durch eine Reihe von Ländern wie Rußland, Venezuela und dem Iran herausgefordert. Diese drei Staaten produzieren 25 Prozent des täglichen Gesamtausstoßes und stellen eine direkte Herausforderung der weiterhin bestehenden Vorherrschaft des Dollar dar. Das erklärt, warum die drei bei Washington in Ungnade gefallen sind.“

Aus einem Artikel von Mike Whitney in der Internet-Zeitung ‘Saar Echo’ vom 21. September.
      
8 Lesermeinungen
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#8   Hypatia   23:07:16 | Freitag, 15. Dezember 2006
@ Boni
Muslime auch – und wie!
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#7   bonifatius   22:52:42 | Freitag, 15. Dezember 2006
Alexandra: Einverstanden, aber
nur gläubige Juden sind gegen Abtreibung.
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#6   Hypatia   22:47:59 | Freitag, 15. Dezember 2006
@ Boni
Das ist nicht richtig. Der Islam und das Judentum verurteilen Abtreibung ebenso wie wir. In der gynäkologischen medizinischen Literatur wird von orthodoxen Jüdinnen berichtet, die bis zu 12 sectiones über sich ergehen lassen, statt zu verhüten oder gar abzutreiben.
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#5   bonifatius   20:10:25 | Freitag, 15. Dezember 2006
Vatikan beispielhaft
Man kann als Christ die Entscheidung des Vatikans nur begrüßen! Er ist die eizige (geistige) Macht auf der Welt, die die Kindstötung im Mutterleib eindeutig ablehnt. Somit ist der Vatikan der einzige Beschützer der Schutzlosesten auf der Welt. Was haben die gottlosen Vereinte Nationen an Problemen in der Welt schon lösen können?
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#4   Benedikt   11:49:45 | Freitag, 15. Dezember 2006
@ ExBochumer
Der Vatikanstaat ist, wie Sirilo bereits sagte kein Völkerrechtssubjekt und kann der UNO daher nicht beitreten. Das könnte nur der Heilige Stuhl, der dies aber nicht will, da sich die Kirche immer als supranationale Institution verstanden hat. Es hat also nichts damit zu tun, dass die UN den Vatikan nicht ernst nehmen würden. Das wäre auch Unsinn, da die UNO am besten weiß, dass sie vielerorts auf die Kirche angewiesen ist.
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#3   Gallowglas   10:57:17 | Freitag, 15. Dezember 2006
@ExBochumer
Ein „Staat“ wie der Vatikan, welcher die UN-Menschenrechtserklärung nicht anerkennt, kann nunmal nicht ernst genommen werden …
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#2   Sirilo   09:18:23 | Freitag, 15. Dezember 2006
Der Vatikanstaat…
…ist von sich aus (aus Prinzip) kein Mitglied einer internationalen Organisation. Er wird diplomatisch vom Heiligen Stuhl vertreten, der ein eigenes nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt darstellt. Der Heilige Stuhl hat bei der UNO Beobachterstatus (als einzige religiöse Organisation).
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#1   ExBochumer †   08:58:03 | Freitag, 15. Dezember 2006
Also wird der Vatikan …
als souveräner Staat von der UNO nicht ernstgenommen?
Was ist die UNO eigentlich?
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