Nach dem Konzil wurde die Kirche von chaotischen Zuständen heimgesucht. Die Bischöfe waren ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen oder bekämpften nur noch die Rechtgläubigen.
(kreuz.net, Mainz) Anläßlich seines 80. Geburtstages am 14. September sprach der emeritierte Mainzer
Kirchenrechtler, Hw. Georg May, mit der deutschen Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’.
Er erinnerte sich
dabei auch an die Konzilszeit.
Seit dem Pontifikat von Johannes XXIII. habe er die Entwicklung in der
Kirche mit steigender Besorgnis beobachtet.
Die Ankündigung des letzten Konzils nahm Hw. May zunächst
ohne Vorurteile und Argwohn an: „Wie die meisten katholischen Christen erwartete ich davon Gewinn für
die Religion.“
Als sich jedoch zwei Parteien bildeten, sei er alarmiert gewesen.
Der eine Flügel habe
eine „bedenkliche und gefährliche Änderungen“ in der Kirchenverfassung, im Gottesdienst und im Verhältnis
zu den Nichtkatholiken propagiert:
„Mein später zum Kardinal erhobener Kollege Alfons Stickler sagte
mir eines Tages in Rom, die Mehrheit der Konzilsväter sei von »Ignoranz und Hybris« bestimmt.“
Der
Mainzer Dogmatiker Prälat August Reatz bezeichnete das Konzil vor Professor May wiederholt als ungültig:
„Weil die Mehrheit der Konzilsväter Häretiker sind“.
Der bekannte Kirchenrechtler, Hw. Klaus Mörsdorf,
selber Konzilsperitus und Lehrer von Professor May erklärte: „Das Konzil wird von der Presse geführt.“
Später meinte er vor seinem Schüler: „Wir bekommen Zustände wie im Protestantismus.“
Er habe – so
Hw. May – selber zunehmende Zersetzungs- und Auflösungserscheinungen in Lehre, Liturgie und Disziplin
sowie den massenhaften Abfall von Priestern von Stand und Glauben bemerkt.
Von da an seien seine Bestrebungen
darauf gerichtet gewesen, der „Selbstzerstörung“ der Kirche – ein Wort von Papst Pauls VI. – entgegenzuwirken:
„Aber den Bischöfen – ausgenommen Bischof Rudolf Graber von Regensburg, der mich zu seinem Nachfolger
machen wollte – waren meine Aktivitäten unwillkommen.“
Allmählich ging dem Kirchenrechtler auf, daß
die Mehrheit der Bischöfe der Aufgabe nicht gewachsen und immer weniger Herren der Lage waren.
Beinahe
jede Kränkung Christi und der Kirche konnte sanktionslos vorgetragen werden. Dagegen „setzte sogleich
die Abwehr ein, sobald jemand dieses Verhalten rügte.“
Dabei habe sich gezeigt, daß Bischöfe handeln
konnten, wenn sie wollten.
Das mußte Hw. May am eigenen Leib erfahren.
So verhinderten Erzbischof Julius
Kardinal Döpfner von München († 1976) und Erzbischof Franz Kardinal König von Wien († 2004) mit unlegitimen
Mitteln einen Ruf von Hw. May als Professor in München und Salzburg.
Beide Kardinäle intrigierten bei
den staatlichen Kultusministerien gegen den Kirchenrechtler.
Einwände gegen seine Lehre oder seinen
Lebenswandel konnten sie nicht vorbringen.
„Wenn es gegen »Konservative« geht, ist jedes Mittel willkommen“ –
so Hw. May.
Dabei habe er nichts anderes getan, als die Positionen in Lehre und Disziplin zu vertreten,
die wenige Jahre zuvor noch Gemeingut der gesamten Kirche gewesen waren.
Die liturgischen Änderungen,
die teilweise vom Konzil gewollt waren und teilweise weit über das Konzil hinausgingen, machte Hw. May
zunächst im Gehorsam mit.
Dann erkannte er, daß namentlich die Texte der Messe dogmatisch ausgedünnt
und spirituell verkümmert waren:
„Ich gebot der Rezeption Einhalt. Ich blieb bei der Messe des heiligen
Papstes Pius V. und verzichtete auf die Eucharistiefeier Pauls VI.“
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53 Lesermeinungen
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Carlo, der Erreger der Zone Hi, Carlo, schon als Sie sich als Kardinal Mazzella ausgaben, machten Sie
den Fehler, von dem Datum an nicht mehr unter Regazzoni zu schreiben. Warum soll es in ihrer neuen Rolle
als Kaschperl anders sein? 5. März!
Stöhr: Häresie Die Kirche besitzt die Fülle einer unabänderlichen Wahrheit, deren Verkündigung sie
der Aufnahmefähigkeit ihrer Zuhörer ohne Substanzänderung anpassen muß. Dem ist der Heliand mit seiner
um Teil zurecht gebogenen Verkündigung ganz sicher nicht gerecht geworden. Heute besteht in der Tat die
Gefahr der Heliandisierung, indem man sich im Sinne der 68er nach eigenem Ohrenkitzel Lehren beschafft.
Hiervor warnt der Herr ausdrücklich. Trotzdem sollte man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, denn
der Herr rät ausdrücklich, erst bei der Ernte Unkraut vom Weizen zu trennen, weil ansonsten auch gute
Pflanzen vernichtet werden. Die Bestgandsgarantie für die Kirche gilt ausschließlich den Grunde nach,
in welchem Zustand sie bestehen bleibt, liegt an der Glaubwürdigkeit der Verkündigung!
#48 Agiafortuni 19:08:45 | Sonntag, 18. Februar 2007
stat crux: sinnlos es ist sinnlos mit Ihnen zu diskutieren, denn a.) Sie sind unfähig sich mit den Argumenten
des Gegners auseinaderzusetzen und b.) Sie sind unfähig Ihre eigenen Argumente darzulegen wie ich es
Ihnen vorgeschlagen habe, c.) bleiben Sie weiterhin in [von der Redaktion zensuriert] Montini vernarrt
#47 )ichthy's 18:06:23 | Sonntag, 18. Februar 2007
@Stöhr b) von a) hängt der Bestand der Kirche ab (das ist eine klare Häresie, da die Kirche nach den
Verheißungen Christi niemals zerstört werden kann) Wo ist der Widerspruch zwischen „von a) hängt der
Bestand der Kirche ab“ und der Verheißung Christi? Wegen der Zusage Christi wird Gott dafür sorgen,
dass a) stattfindet. So einfach ist das.
@ Stöhr b) von a) hängt der Bestand der Kirche ab (das ist eine klare Häresie, da die Kirche nach den
Verheißungen Christi niemals zerstört werden kann) Dieser Häresie hängen am ehesten ja wohl Sie selbst
an.
Häresie Das Lieblingswort von Dani: HÄRESIE! Dass er immer alles gleich zum irrglauben erklärt deutet
darauf hin, dass der kleine Dani in seinem Glauben nicht sehr gefestigt ist, sonst müsste er nicht stets
gleich so schwere Geschütze auffahren um sich abzugrenzen!
Aha „sonst endet diese vorzeitig“: Damit entpuppt sich „stat crux“ gleich in zweifacher Hinsicht als Häretiker:
a) die Kirche muss sich in gewisser Hinsicht „nach der Zeit richten“ (das versucht er in diabolischer
Verlogenheit hinter der Formulierung „Wort an die Zeit richten“ zu verstecken“) b) von a) hängt der Bestand
der Kirche ab (das ist eine klare Häresie, da die Kirche nach den Verheißungen Christi niemals zerstört
werden kann)
#41 stat crux 15:06:38 | Sonntag, 18. Februar 2007
Dr. Carlo… Es nützt doch gar nichts, wenn Sie immer wieder wiederholen „Frevler Montini“ etc. etc.
etc. Das ist Sakristeiperspektive eines weihrauchvernarrten „Liturgie“freundes. Der Auftrag der Kirche
ist aber weiter gefasst. Sie hat auch ein Wort in die Zeit zu richten, sonst endet diese vorzeitig…
(kleiner Kalauer).
#40 Agiafortuni 14:57:35 | Sonntag, 18. Februar 2007
stat crux sie anworten überhaupt nicht auf meine Stellungnahme. Für einmal möchte ich mich jedoch einer
Polemik enthalten und ersuche Sie, mir ihren Standpunkt mit einem persönlichen E mail ausführlich darzulegen.
Danke
Sehr empfehlenswerter Text: von einem, der „dabei“ war (Austritt aus der Görres-Gesellschaft bereits
im Jahr 1960!): DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE DIASPORA-KIRCHE – FIKTION ODER WIRKLICHKEIT? – von Prof. Dr.
Diether Wendland: www.einsicht-aktuell.de/index.php?svar=5&artikel…
#38 stat crux 14:48:10 | Sonntag, 18. Februar 2007
Na ja, Carlo… Was hat denn die Kirche mit Krieg und Frieden zu tun? Das wird der bekennende Integralist
nie begreifen. Der I. Weltkrieg war zwar das Ende der Modernismuskrise durch Selbstmord der optimistischen
Moderne, zugleich aber der Anfang der viel schwierigeren Aufgabe, aus diesem „Hang zum Selbstmord“ die
Religion herauszuretten. Es gibt seit 1914 eine neue Problemstellung, auf die miteinander seit Pius X.
neun Päpste und ein Konzil geantwortet haben. Nur deshalb stehen wir im Vorfrühling. Andernfalls wären
wir alle schon nicht mehr auf diesem Planeten. Wetten dass?
#37 Agiafortuni 14:39:11 | Sonntag, 18. Februar 2007
stat crux: ein Meister falscher Behauptungen Natürlich hat die Abneigung gegen den [von der Redaktion
zensuriert] Montini theologische und nicht politische Hintergründe. Daneben war seine Person von krankhafter
Geltungssucht und Hang zur Banalität geprägten Person anstössig. Den Stuhl Petri hat er sich geradezu
erschlichen. Dafür gibt es ausreichend Belege unter anderem eine Erklärung von Pater de la Margerie,
dessen Vater französischer Botschafter beim Stuhle Petri beim Tode Pius XII war. Aber auch einige Schriften
seines Busenfreundes Jean Guitton können dafür in Anspruch genommen werden.
@ Stöhr sie berufen sich nicht auf die Fakten, sondern irgendwelche irrationalen Empfindungen. Typisch:
Sie überlesen mal wieder das Entscheidende und stützen sich nur auf die Schlussfolgerung. Was haben
verschimmelte Hostien mit Scheinpäpsten zu tun ? Was hat ein schlechter Lebenswandel mit Sedisvakanz
zu tun ? [richtige Antwort: Nichts]. Naja, wenn Sie es nicht kapieren wollen, kann ich auch nicht helfen.
Ich kann nur nochmals wiederholen: Die Zustände in der heutigen Kirche sind nicht schlimmer als in früheren
Zeiten. Vor über 900 Jahren schrieb beispielsweise der Hl. Papst Gregor VII. an einen muslimischen Fürsten,
dass der gleiche Gott, wenn auch in anderer Weise bekannt werde – heutige Sedisvakantisten reicht das,
um ein Konzil für irregulär zu erklären. Die Gregor-Geschichte beweist, dass sie damit auf dem Holzweg
sind. Sie wenden sich auch gegen die Religionsfreiheit in Dignitatis Humanae. Dabei schriebt Tertullian
schon vor rund 1800 Jahren: „Es ist eines der fundamentalen Rechte der Menschen, ein Privilegium der Natur,
dass jederman Gott nach seiner eigenen Überzeugung verehren solle.“ Folglich müssen Sie jetzt schon
Gregor VII. und Tertullian zu Häretikern erklären. Ein intensiveres Studium mit den Schriften anderer
christlicher Gelehrter und anderer Päpste wird sicher noch zu sehr viel mehr Anathemata führen. Viel
Spaß dabei.
„einfach lächerlich“: Nun gut, wenn das ihre Argumente sind, dann ist eines klar: sie berufen sich nicht
auf die Fakten, sondern irgendwelche irrationalen Empfindungen. Was haben verschimmelte Hostien mit Scheinpäpsten
zu tun ? Was hat ein schlechter Lebenswandel mit Sedisvakanz zu tun ? [richtige Antwort: Nichts]. „Einfach
lächerlich“ ist es wohl auch, dass in diesem Gebilde, dass sie als „Kirche“ bezeichnen keine Katechese
mehr gibt bzw. in dem was noch so genannt wird schwerste Irrlehren im sowohl im Glaubens- wie im Sittenbereich
verkündet werden.
#34 stat crux 12:34:12 | Sonntag, 18. Februar 2007
@Heggi Der Montinihass hat fast immer politische Gründe, nur selten theologische. Pius XII. war eine
bis dahin für nach menschlichen Maßstäben eigentlich unmöglich herausragend erachtete Papstpersönlichkeit.
Gesundheitlich leidend, fand er seit ca. 1950 einfach nicht mehr die Kraft, in dem „Alleingang“ den er
sich verordnet hatte, die ganz großen Fragen anzugehen. Dazu gehörte, auch aus Sicht von Ottaviani,
bspw. die Lehre vom Episkopat, die allgemeine Berufung der Laien zur Heiligkeit und die Überwindung des
Krieges. Wunder über Wunder: Sogar letzteres ist seit Vatikanum II. im Gange (ohne Roncalli: keine Beilegung
der Kubakrise etc. etc.)! Geduld, also. Die Personalie Mailand hat Pius XII. also optimal gelöst, wohlwissend,
dass Montini unmittelbar nach ihm keine Chance im Konklave hatte. Providentia semper gubernat.
@benedikt danke für die antwort – aber sollte man – in ihrem religiösen empfinden so fehlgeleitete menschen,
inhaltlich nicht zukünftig ingnorieren…lassen wir ihn häresie schreien ! „was kümmert es eine deutsche
eiche, wenn ein schwein sich an ihr reibt“… nur im übertragenen sinne!
@ Stöhr Ach was, die inkriminierten Stellen sind mit Methoden interpretiert, mit deren Hilfe man jeden
zum Häretiker machen könnte. Ihre Methoden auf die Kirchengeschichte angewandt führt zur Sedisvakanz
seit 1800 Jahren. Zudem bestreite ich, dass es ein Moschee-Gebet gegeben hat. Nur weil die Presse und
irgendwelche Interreligiösen dass gerne so gesehen haben, muss das noch lange nicht sein. Zudem wüsste
ich nicht, wer dem Papst verbiete könnte, dann zu beten, wann es ihm beliebt. Es ist doch absurd, wenn
man hingeht und aus einer Lippenbewegung, nur weil sie zufällig in einer Moschee stattfand, eine Apostasie
des Betreffenden zu konstruieren. Dies tun Sie und Ihre Spießgesellen nur, weil Ihnen das eben gerade
so in den Kram passt. Sie wollen überall Häretiker sehen und brauchen dies als Selbstbestätigung. Ich
finde es absurd, die letzten Päpste wegen Nichtigkeiten zu „Scheinpäpsten“ zu degradieren und die wirklich
problematischen Papstgestalten der Geschichte auf dem Sockel zu belassen. Gucken Sie sich doch mal deren
Lebenswandel an, dann werden Ihnen vielleicht die Relationen klar. Auch merkwürdig, dass Leute aus Ihrem
Lager eifrig sog. Sakrilegien aus „NOM-Spektakeln“ notieren, während sie die historisch festgestellten
und durch Visitationsberichte überlieferten wirklichen Sakrilegien (verschimmelte Hostien im Tabernakel,
Spinnennetze dort etc.) einfach ignorieren. Es isst einfach lächerlich, dass von Ihnen so getan wird,
als gäbe es erst seit 1958 Missstände.
@ Die Mitposter, betr. D. Stöhr Herr Stöhr ist ein Protestant, der hier auf nullwertigem theologischen
Niveau provozieren möchten. Ignorieren wir diesen bedauerlichen Verirrten einfach.
@stöhr na ich möchte mal wissen, wessen wortwahl hier für 95% abstossend, beleidigend, ausgrenzend
und sicher nicht katholisch ist – hmmmm : wohl ihre herr stöhr…
@ Stöhr den niemand mit vernünftigen Argumenten widerlegen kann. Und nur der geniale Daniel Stöhr und
ein paar andere „Persönlichkeiten“ – alle mit mehr als auffälligen Verhaltensweisen „gesegnet“ – haben
das erkannt. Ich verbeuge mich vor Ihrer Genialität!
@stöhr man kann ihn nurmit vernünftigen gründen widerlegen !!! das sedi-gelabere ist absoluter schwachsinn –
ey stöhr fühl die wohl in deiner minisekte und lass uns hier mit deinen „weisheiten“ in ruhe
@Heggi: Das ist blödsinnig. „Sedisvakantismus“ ist ein völlig irreführender Begriff. Er wird für diejenigen
gebraucht, die richtig erkannt haben, dass der Stuhl Petri vakant ist. -ismus klingt nicht Ideologie;
in Wahrheit handelt es sich nur darum, eine Zustand festzustellen, den niemand mit vernünftigen Argumenten
widerlegen kann.
Arkanum Es war eine Panne von mir. Hinter Sedivakantismus sollte ein Fragezeichen stehen. Offensichtlich
ist Stöhr ein Sedivakantist. Aber Sedisvakantismus ist kein Ausweg aus der Vat. II-Misere. Es ist schlicht
eine Flucht.
#21 catharina 19:19:09 | Samstag, 17. Februar 2007
Sicher keine Verbitterung! Wer den Professor kennt, weiß, daß bei ihm nicht persönliche Verbitterung,
Enttäuschung über verpatzte Karrierechancen oder andere Empfindlichkeiten den Ton angeben. Wenn es jemandem
um die Sache geht, dann ihm. Was nicht bedeutet, daß Prof. May immer in jedem Punkt richtig liegen muß.
Was die „häretischen Bischöfe“ anbelangt, so gibt er da nur die Aussage eines Kollegen wieder, um zu
zeigen, wie die Stimmung teilweise war. Man lese doch, was dasteht!
Ignorant stat crux: Untentstehend habe ich „das Konzil“ zitiert. Will ein vernünftiger Mensch ernsthaft
bestreiten, dass es sich um häretische Aussagen handelt ? Wenn ja, bleibt nur noch eins: böser Wille.
Alanus… Sie haben ja nicht völlig unrecht. Gewiß rumorte es bereits vor dem letzten Konzil. Pius XII
hatte ja nicht umsonst versucht, die Nouvelle Theologie mit seiner Enzyklika 1950 einzudämmen. Und seine
Personalpolitik war ja auch nicht die glücklichste! Am Ende seines Pontifikats war er, wenn ich das recht
erinnere, so vieles in einer Person: Papst, Staatssekretär und Präfekt des Hl. Offiziums. Un die Zahl
der Kardinäle war auch weit unter 70 gesunken. Waren es noch 56? Seine Mißtrauen war enorm! Und doch
machte er den dicksten Fehler mit der Ernennung von Montini zum Erzbischof in Mailand.
#17 stat crux 16:58:19 | Samstag, 17. Februar 2007
August Reatz also befindet über Häresie oder keine? Oder May? Oder Athanasius? Rudolf Graber hat übrigens
über „Ecclesiam Suam“ von Paul VI. bereits 1965 geschrieben, dass der Papst in dieser Enzyklika bereits
die Medizin gegen das „Chaos“ anbot, nähme man sie nur zur Kenntnis (d.h. und befolgte man sie). Das
war die verpasste Chance, nicht der Einfluss von Presse, Medien und übereifrigen Neuerern. Wer über
das Konzil reden will, sollte es erst einmal lesen, insbesondere Lumen Gentium und Dei Verbum. Dann können
wir weiter diskutieren. Bitterkeit über verlorene Karrierechancen ist leider kein besonders starkes Zeugnis
„großer Schlüsse“, aus denen der Professor lt. Ath. noch eine „Summe“ ziehen soll.
Genau hier liegt der Kern des Ganzen: Die Modernisten haben sich über 2. Jahrhunderte in der Kirche augetobt
(seit der franz. Revolution). Schließlich haben sie 1958 „ihren“ (Schein-) Papst gewählt.
Das ist nun wirklich peinlich! (für die Tradi-Fraktion) Wenn die meisten Bischöfe Häretiker waren auf
dem Konzil, war’s vor dem Konzil wohl doch nicht so „toll“ (was man einige darunter so vorstellen), wie
viele meinen. Joh. XXIII. kann daran nun wirklich nicht „schuld“ gewesen sein. Die Sache ist doch völlig
klar: Die Leute werden doch nicht plötzlich auf dem Konzil total progressiv, sondern das hat sich alles
schon Jahrzehnte vorher angebahnt. Die Kirche hat eben auf dem II. Vat. ihren Frieden mit der Moderne
gemacht (zum größten Teil zumindest). Solches Verweigern gegen die gesellschaftlichen Veränderungen
im Stile Pius IX. oder gegen die kritische Theologie im Stile Pius X. waren einfach nicht mehr haltbar.
@ Al Germi Im übrigen stammten die meisten damals residierenden Bischöfe nicht aus der Ernennungszeit
Pius XII. Aus welcher dann? Johannes XXIII. Hat Johannes XXIII. in seinen vier Jahren bis zum Konzil etwa
die Hälfte des Weltapiskopats ausgetauscht? Mag sein, dass die Mehrzahl nicht von Pius XII. ernannt wurde.
Es werden noch etliche gelebt haben, die von Pius XI. ernannt wurden. Die von Johannes XXIII. dürften
sich in jedem Fall in der Minderheit befunden haben.
„authentisches Magisterium“ „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen
Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels
und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. „ (Nostra Aetate, Nr. 3) „Der Heilswille umfaßt aber
auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams
bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten
wird.“ (Lumen Gentium Nr. 16) Das wird als objektive Lehre verkündet. Jeder muss damit anerkennen, dass
V2 kein Konzil war.
#12 Athanasius 14:57:02 | Samstag, 17. Februar 2007
Authentisch Mons. Pericle Felici und Paul VI. selbst haben 1964 und 1965 gesagt, das Konzil sei Ausdruck
„authentischer Lehre“, ja authentischen Magisteriums. Nun, der authentische Magisterium ist nicht in sich
unfehlbar, ja wird ausdrücklich als fehlbar angesehen. Hw. Georg May sollte bitte – wenn er in seinem
Alter noch die Energie hat (Deo adiuvante) – ein Buch zum Konzil und vor allem zur Frage der Religionsfreiheit
schreiben. Die moralische Religionsfreiheit wurde nicht verkündet, aber schon Kultfreiheit, in wie fern
lässt sich das mit Quanta Cura und Libertas praestantissimum harmonisieren? Vor Ende 1988 hat z.B. Hw.
Louis-Marie de Blignières von Chemere www.chemere.org/ die Thesen Monsg. Guérard des Lauriers vertreten,
dass wegen Dignitatis Humanae Paul VI. und seine Nachfolger der Häresie verfallen und von formeller Ausübung
der Stellvertretung Christi ausgeschlossen seien. Er stand deswegen sogar auf Feindesfuss mit seinem Weihevater
Erzbischof Lefebvre. Er hat aber eine lange Untersuchung gemacht zu allem geschrieben, und daraus kam
die Schlussfolgerung hervor, dass DH mit dem Syllabus und Quanta Cura zu harmonisieren íst und nicht
häretisch ist. 1989 wurden er und seine Brüder, die dem dominikanischen Regel und Ordensritus folgen,
eine Ecclesia-Dei-Gemeinschaft. Es wäre interessant eine Summa zum Konzil zu bekommen aus den Schlüssen
des grossen Priesters und Wissenschaftlers Georg May.
@konzil Auch ein Konzil ist nur unter ganz bestimmten Umständen „unfehlbar“, diese Umstände waren 1965
ganz gewiß nicht gegeben, so daß von dieser Seite her die Absonderungen der Veranstaltungen nicht da
Papier wert sind, auf dem sie niedergeschrieben wurden …
„Wie kann dann einer tausend und zwei zehntausend in die Flucht schlagen ? Doch nur, weil ihr Fels sie
verkaufte, und weil Gott sie preisgab. Denn nicht unser Fels ist ihr Fels.“ [Deut., XXXII., 30-31]
Der Feind in Gottes Heiligtum Der Feind hat im Heiligtum alles verwünstet. Deine Widersacher lärmten
an deiner heiligen Stätte, stellten ihr Banner auf als Zeichen des Sieges. Wie einer die Axt schwingt
im Dickicht des Waldes, so zerschlugen sie all das Schnitzwerk mit Beil und Hammer. Sie legten an dein
Heiligtum Feuer, entweihten die Wohnung deines Namens bis auf den Grund. Sie sagten in ihrem Herzen: „Wir
zerstören alles.“ Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land. Zeichen für uns sehen wir
nicht, es ist kein Prophet mehr da, niemand von uns weiß, wie lange noch. Wie lange, Gott, darf der Bedränger
noch schmähen, darf der Feind ewig deinen Namen lästern? Psalm 74 Es ist erstaunlich, wie aktuell diese
Worte aus dem Alten Testament auch heute immer noch und immer wieder sind.
man fragt sich: Nehmen wir mal an, dass nur 1/3 der Bischöfe tatsächlich häretisch oder apostatisch
gesinnt war. Und das 2/3 Katholisch war. Dann ergibt sich folgender Schluss: Wenn die 2/3 die Dokumente
unterzeichnet haben, dann kann man das meinentwegen zunächst einmal auf Unachtsamkeit, Nachlässigkeit,
menschliche Schwäche zurückführen. Aber: Warum haben diese Hirten nicht später, als sie unzählige
Gelegenheiten gehabt hätten, sich mit dem Ganzen näher zu befassen und v.a die Früchte des Ganzen gesehen
haben, nicht gehandelt ?? Die Antwort kann nur lauten: Weil sie nicht Manns genung waren, aufzustehen,
und vor aller Öffentlichkeit zu erklären, dass hier kein Konzil der röm.-kath. Kirche (die sind unfehlbar!)
vorgelegen hat. Das war ihnen zu bequem, sie wollten lieber ihr gutbesoldetes Pöstchen behalten! Aber
doch, einer hatte den Mut: S.E. Erzbischof Ngho, Dinh Thuc -Anfang der 80er Jahre höchstwahrscheinlich
aus vatikanischen Kreisen ermordet.
möchtegern-k. Offensichtlich gibt es in der Kirche keine offizielle Zählung der Konzile. Daß Vatikanun
II. das 21. Konzil sein soll, ist wohl kirchenhistorisch eher eine Zählmasche von Johannes XXIII. gewesen.
Sirilo Zunächst informieren, dann polemisieren. Jeder Bischof muß zu Lebzeiten seinen Nachfolger vorschlagen!
Im übrigen stammten die meisten damals residierenden Bischöfe nicht aus der Ernennungszeit Pius XII.
Außerdem werden die Bischöfe durch Zuarbeit der Nuntien „gekürt“. Natürlich bleibt dem Papst „das
letzte Wort“, doch auch er ist auf die Vorschläge und Leumundszeugnisse angewiesen, die ihm vorgelegt
werden. Welcher Papst kann welchem Kandidaten „hinter die Hirnschale“ schauen? So mancher läßt „die
Katze erst aus dem Sack“, wenn er ernannt ist, und zeigt dann sein wahres Gesicht. Es hat in der Zeit
seit Pius IX. (!) eine Entwicklung in Deutschland gegeben, die nicht einfach dem Wirken eines Papstes
angelastet werden kann. Als Nuntius Pacelli, später Pius XII., Deutschland verließ, hat er in einer
klaren Analyse die Situation von Kirche und Theologie in Deutschland dargelegt. Schon in der Hintlerzeit
hatte er Grund, das Wirken mancher Bischöfe anzuprangern. Durch Ernennung lehramtstreuer Bischöfe hat
er versucht, die Negativ-Entwicklung auszuhalten, doch kann nicht einmal ein Papst verhindern, daß sich
hier und da „faule Äpfel“ entwickeln.
Die Füchse im Weinberg. Sehr guter Artikel! Endlich kommt es ans Licht, wer die Füchse sind, die nichts
anderes im Sinn haben, als den „Weinberg des Herrn“ (Hohes Lied) zu zerstören! „modernistische“ Theologieprofessoren,
Kardinäle und Bischöfe. Quidquid latet apparebit, nil inultum remanebit.
Man fragt sich… …nach welchen Gesichtspunkten Pius XII. Bischöfe ernannt hat, wenn beim Konzil (wie
von Prof. May diagnostiziert) die Mehrheit der Bischöfe von „Ignoranz und Hybris bestimmt“ und häretisch
war. Prof. May läßt aber hier auch endlich die Katze aus dem Sack, die vieles erklärt: Da wurden ihm
Lehrstühle in München und Salzburg verwehrt (ob mit „unlegitimen“ Mitteln, müßte eine nähere Untersuchung
zeigen), und dann ist es Bischof Graber von Regensburg nicht gelungen, ihn zu seinem Nachfolger zu machen.
(Seit wann bestimmt in der katholischen Kirche ein Bischof seinen Nachfolger?) Vielleicht wäre ja ein
Bischof May zum Papst gewählt worden (statt JoPaII), und dann wäre alles anders gekommen… Aber leider
hat schon Pius XII. die Falschen zu Bischöfen ernannt…
Kernfrage angesichts diesesr Veranstaltung ist … … in meinen Augen immer noch: was ist ein Konzil,
was ist sein Wesen – war es Gottes Ratschluss, seine Kirche in etwas mehr als 20 Konzilien zu formen?
Wann ist eine Versammlung von Bischöfen eine Synode, wann ein Konzil? Sind die kirchlichen Richtlinien
zu Konzilien richtig, gemessen am V2? Oder ist ein Konzil nur ein von Menschenhand anders gestalteter
Verwaltungsakt, zu dem (zwecks Spesenrechnung ;- ) besonders viele Bischöfe anreisen?