Volksaltar
Bodenlose Häßlichkeit
Nächste Woche bekommt eine frisch renovierte Allgäuer Kirche einen Volksaltar. Eine Interessensgemeinschaft möchte das Gotteshaus vor einer Schändung durch dieses üble Machwerk bewahren.
Die 'Schwäbische Zeitung' zeigt, wie der neue Volksaltar den neugotischen Hochaltar verstellt.
Die ‘Schwäbische Zeitung’ zeigt, wie der neue Volksaltar den neugotischen Hochaltar verstellt.
(kreuz.net, Diepoldshofen) Am kommenden Samstag wird in der Allgäuer Pfarrei Diepoldshofen ein sogenannter Volksaltar eingeweiht.

Der kleine Ort befindet sich rund 130 Kilometer südöstlich von Stuttgart. Die Pfarrei gehört kirchlich zum Bistum Rottenburg-Stuttgart.

Beim neuen Meßtisch handelt es sich um einen fünfeckigen Betonklotz. Er blockiert die Sicht auf einen neugotischen Hochaltar, dessen Altarbild die Taufe Jesu darstellt.

Mitte der Woche wurde in Diepoldshofen ein anonymer, zweiseitiger Brief an fast alle Haushalte verteilt.

Das Schreiben kritisiert Bischof Gebhard Fürst und Weihbischof Johannes Kreidler.

Das berichtete heute das Lokalblatt ‘Schwäbische Zeitung’.

Der Titel des Briefes lautet: „Satanssymbol oder moderne Kunst?“

Das Flugblatt ist mit „Interessengemeinschaft Pfarrkirche St. Johannes Diepoldshofen“ unterschrieben.

Der Verfasser behauptet, daß das bischöfliche Ordinariat in Rottenburg seine Vorstellung von der Kirchenrenovierung gegen den Willen des Kirchengemeinderats durchgesetzt habe.

Der neue Volksaltar sei schwarz und fünfeckig – in der „Form eines Pentagramms, eines satanisch-okkulten Symbols“.

Er spalte die Gemeinde. Der Weihbischof, der auch Vorsitzender der Kunstkommision ist und für den Altar letztverantwortlich ist, werde sich noch wundern, wenn er zur Altarweihe kommen werde.

Der angegriffene Weihbischof kommentierte den Brief vor der ‘Schwäbischen Zeitung’ nicht: „Auf anonyme Schreiben reagieren wir grundsätzlich nicht.“

Dennoch rechtfertigte er sich vor dem Blatt: Ihm sei bislang von einem „größeren Widerstand“ gegen den Altar nichts bekannt gewesen.

Die angeblich repräsentativ besetze Kommission habe dem Entwurf – ebenso wie der Kirchgemeinderat – mit einem „ziemlich klaren Votum“ zugestimmt: „Ich kann nicht erkennen, daß wir etwas falsch gemacht haben.“

Deshalb werde er bei der Altarweihe kommenden Samstag auch nicht auf den Brief eingehen – so der Weihbischof.

Die ‘Schwäbische Zeitung’ läßt ausschließlich Befürworter des Betonklotzes zu Wort kommen.

Ein Gemeinderat behauptet vor der Zeitung, den angeblich ortsfremden Verfasser des Flugblattes zu kennen.

Der zweite Vorsitzende des Kirchgemeinderates nennt die Anschuldigungen im Brief „ungeheuerlich“.

Pfarrer Wolfgang Wachter findet die Formulierungen „eindeutig überzogen“.

Der Dechant, Hw. Bernhard Lackner, spricht von Verleumdung und fordert Treue zum Bischof, zum Weihbischof und zur Diözese.

Bild des Volksaltares
      
25 Lesermeinungen
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#25   Tilman   19:57:23 | Montag, 18. Dezember 2006
@landorganist (18.12.2006 09:17)
>>Warum liebe Tradis, versucht Ihr Eure grundsätzliche
>>Ablehnung des sog. „Volksaltares“ nur hinter
>>künstlerischen Aspekten zu verstecken? Unabhängig
>>davon, ob es sich bei dem in Rede stehenden Fall um
>>ein gelungenes Werk handelt oder nicht, darauf
>>kommt es Euch doch nicht wirklich an.
Als Protestand sehe ich den zweiten Satz als wenig problematisch an, suum quique. Aber wenn ich in eine Kirche gehe, sei sie evangelisch oder katholisch, dann will ich mich dort mit Gott geborgen fühlen, ohne daß ich vorher einen künstlerisch akademischen Adaptationskurs mitmachen muß.
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#24   Ydefix   09:54:43 | Montag, 18. Dezember 2006
Einführung von „Volksaltar“ bzw. „Tisch“
„versucht Ihr Eure grundsätzliche Ablehnung des sog. „Volksaltares“ nur hinter künstlerischen Aspekten zu verstecken?“
…wird von Papst Pius XII. in Mediator Dei verurteilt. Und zwar als ein falsches streben „Zurück zu den Ursprüngen“, das die in der Kirche tradierten Formen (und durch den Hl. Geist gewirkte) missachtet.
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#23   Pünktchen   09:25:31 | Montag, 18. Dezember 2006
Im vorliegenden Fall
steht die Gestaltung des Volksaltars im schreienden Gegensatz zur architektonischen Umgebung! Er verkündet so, daß er den leitenden Ideen der Erbauer des Gotteshauses vollständig widerspricht. Daran kann auch lando nichts ändern!
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#22   landorganist   09:17:34 | Montag, 18. Dezember 2006
Warum
liebe Tradis, versucht Ihr Eure grundsätzliche Ablehnung des sog. „Volksaltares“ nur hinter künstlerischen Aspekten zu verstecken? Unabhängig davon, ob es sich bei dem in Rede stehenden Fall um ein gelungenes Werk handelt oder nicht, darauf kommt es Euch doch nicht wirklich an. Für Euch ist jeder Volksaltar ein Greuel. Was Ihr unter Kunst versteht, zeigen ja die regelmäßigen Fotos hier auf Kreuznet, die die Feier der heiligen Geheimnisse in Hinterhofkapellen zeigen. Da erleben zuckersüße Gipsheilige eine Renaissance, ebenso wie Omas Spitzendeckchen etc. Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.
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#21   Benedikt   17:01:12 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Kunst??
Passt farblich nicht, passt figürlich nicht – wo studieren diese Künstler nur?
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#20   Tilman   22:19:35 | Samstag, 16. Dezember 2006
Kunst und Krempel

:-!
Gut gemeint ist eben auch manchmel genial daneben. Und wenn die Fotomontage auch nur annähernd zutrifft, dann ist die Sache auch aus der Sicht meines ganz profanen säkularen Kunstverständnisses ein Beitrag dazu, daß es nicht nur Glaubenssachen sind, die Menschen bewegen, in eine Kirche zu gehen oder nicht. Schon daraus ergibt sich, daß hier bischöflicherweise eine Abwägung zwischen Kirche im weiteren Sinne und Kunst eventuell noch nicht zuende gedacht wurde. Möge das noch geschehen.
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#19   Karl Murx   21:22:54 | Samstag, 16. Dezember 2006
Noch mehr „schöne“ Häßlichkeiten
Hier ist eine Reportage der BBC video.google.com/videoplay?docid=-1869539… über Kindesmißbrauch durch Frank’nchurch-Presbyter.
Gleich zu Beginn kommt eine besonders schöne Häßlichkeit, da der After-Priester seine Verführungsstrategien vor Gericht gesteht, ohne sich die Hände vor das Gesicht zu halten.
Guten Appetit!
:-!
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#18   ExBochumer †   20:12:32 | Samstag, 16. Dezember 2006
Benedikt XVI.:
„Kirche fördert Kunst“
Die Kunst ist ein einzigartiges Vehikel des menschlichen und spirituellen Fortschritts. Daran hat Papst Benedikt XVI. bei einer Audienz für die Teilnehmer eines internationalen Museums-Kongresses im Vatikan erinnert. „Die Kirche hat schon immer die Welt der Kunst unterstützt und gefördert. Sie hat die Kunst als einzigartiges Vehikel des menschlichen und spirituellen Fortschritts betrachtet.“ (Quelle: Radio Vatikan, 16.12.06)
Na dann …
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#17   HeinrichvonOfterdingen   18:44:08 | Samstag, 16. Dezember 2006
Die Häßlichkeiten sind überall zu sehen,
die falsche Religion verlangt nach Symbolen und bekommt sie auch. Sie sind genau so häßlich, wie die V2 Religion falsch ist. Das Falsche und das Häßliche, sie gehören genauso zusammen wie Wahrheit und Schönheit. Ein besonderer Triumph des Falschen ist natürlich, dass es an Stelle des Wahren und Schönen in katholischen Kirchen residiert. Zumindest für eine Übergangszeit. Die Zeit wird kommen, wo der ganze Krempel zusammen mit den falschen Hirten auf die Straße geworfen wird.
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#16   r.ruhrgebietler   17:10:09 | Samstag, 16. Dezember 2006
eine Freimaurersäule
vor dem Opferaltar Jesus Christus! Was für ein Graus!!
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#15   Karl Murx   16:30:45 | Samstag, 16. Dezember 2006
Film mit weiteren Häßlichkeiten
In diesem Film www.holywar.org/TV/WWHL.ram sind zu Beginn einige flagrante Häßlichkeiten zu sehen. Nicht schön und leider auch nicht selten.
:-!
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#14   Gunsenum   16:27:35 | Samstag, 16. Dezember 2006
Da fällt mir die lustige Geschichte ein…
die sich kürzlich zutrug:
Ich ging kürzlich durch das Stuttgarter Ländle, wie wir so schön sagen, und pfiff nichtsahnend vor mich hin, den schönen Tag genießend. Ich erreichte eine kleine Ortschaft, ein Dorf, das sich vielleicht 300 Seelen zu zählen die Ehre erwies. Ein schmuckes Dorf, proper und wohlfeil den heute allüberall alten ländlichen Traditionen verhaftet. Nun betrat ich also diese Dorf, die Sonne neigte sich ihrem Niedergang zu. Im erfunkelnden Abendsonnenschein näherte ich mich einem kleinen Dorfkirchlein, unmöglich geriet es, von außen die Konfession vorherzusagen. Ich umrundete das trutzige Wehrkirchlein und die Architektur erfüllte mich mit Staunen, einem wohlerschauernden Zittern vor der Ehrfurcht, welche dieses ach so verträumte, in seinem die Jahrhunderte überdauernden Dornröschenschlaf liegende, Kirchlein verströmte. Ich umrundete das Haus der Herrn und traf eine Schar spielender Kinder, die sich im Schatten des Kirchturms dem Fußballspiele hingab.
Ist das nicht schön?! Mag uns dies eine lehrreiche Geschichte sein!!!
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#13   Gotthard   16:11:41 | Samstag, 16. Dezember 2006
verunglücktes Foto
wie man aus einem völlig verunglückten Foto einen Aufstand anzetteln kann, kann in diesem Thema gelernt werden…
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#12   Aragorn   16:08:34 | Samstag, 16. Dezember 2006
Berliner Mauer
Dieser Betonaltar erinnert ja irgendwie an die Berliner Mauer. Als die sozialistischen Volksbeglücker es nicht mehr mit ansehen konnten, dass ihnen das Volk scharenweise davonlief, half nur noch Beton. Wir wissen, wie die Sache ausgegangen ist. Vielleicht kann man irgendwann einmal diesen Betonaltar in einem Diözesanmuseum bestauen in der Ecke mit der Überschrift: Kurioses aus der „Nachkonziliaren Kirche“.
P.S. Fehlt nur noch die Grafitti. Aber das kann ja beim nächsten Jugendgottesdienst nachgeholt werden. Schönen 3. Advent trotzdem wünscht euch euer ARAGORN o^/
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#11   chancel_screen   14:32:48 | Samstag, 16. Dezember 2006
Letztes Aufgebot der Modernisten
Wenn Modernisten mit ihrem Scheitern konfrontiert werden, ist ihre Reaktion stets die gleiche: sie werden nur noch radikaler, versuchen noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, sind sie doch davon überzeugt, ihr Scheitern sei nur auf mangelende und halbherzige Umsetzung ihrer Konstrukte zurückzuführen. Deshalb müssen wir mit einer weiteren und radikaleren Zubetonierung der Kirchen und des Glaubens insgesamt rechnen, bevor der zersetzungslinke Spuk vorbei ist. Aragorn trifft die Sache genau, wenn er auf die permanente Baufälligkeit solcher Betonkirchen aufmerksam macht. In 20-30 Jahren, nachdem die letzten vergreisten Reformbewegten abgedankt haben, werden die Kirchen wieder für viel Geld in den vorkonzilaren – also katholischen – Zustand versetzt. Der Kirchensteuerzahler wird dann erneut zur Kasse gebeten. Zur Ideologie der zersetzungslinken Architekten sei folgender Aufsatz von Roger Scruton empfohlen:
www.ellopos.net/…tics/eu_scruton.html
„CLASSICAL and Gothic buildings spoke of another age, in which glory, honor, and authority stood proudly and without self-mockery in the street. We could no longer use their styles and materials sincerely, the modernists argued, since nobody believed in those old ideals…“
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#10   Ydefix   13:52:18 | Samstag, 16. Dezember 2006
„dich“
sollte das unten natürlich bedeuten.
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#9   Pünktchen   13:50:40 | Samstag, 16. Dezember 2006
Die innerkirchliche „Betonfraktion“: Der Volksaltar soll
offenbar durch Beton vor seiner theologischen und liturgewissenachftlichen Infragestellung (u.a. durch den Papst!) geschützt werden.
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#8   Ydefix   13:49:57 | Samstag, 16. Dezember 2006
Ich durfte
mir schon einige „Predigten“ der Herren Fürst und Kreidler anhöhren. Bei einer „Firmung“ stellte Kreidler hervor, was die eigentliche Botschaft des Christentums sei: liebe die selbst! Insofern wundert mich das alles wenig.
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#7   möchtegern-kathole   13:43:28 | Samstag, 16. Dezember 2006
vielleicht passt das, was …
… der Priester auf diesem Tisch macht, gut zu dem 5eck?
Das darf ich mit Rücksicht auf den jeweiligen Priester (den ich nicht kenne und der vielleicht selbst Opfer dieser Geschichte ist) noch nicht mal vermuten, aber oft ist es so, dass die Form dem Inhalt nachfolgt.
Andere Frage: darf ein Amtskirchen-Priester sich den Altar raussuchen, wenn es 2 gibt? Vermutlich schon?
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#6   Aragorn   13:41:01 | Samstag, 16. Dezember 2006
Betonideologen der „nachkonziliaren Kirche“
Beim Anblick dieser bodenlosen Häßlichkeit muss es selbst einem eingefleichsten Vertreter der reformierten Liturgie schlecht werden. Hier versuchen offensichtlich einige Protagonisten der „nachkonziliaren Kirche“ ihre „Errungenschaften“ im wahrsten Sinne des Wortes zu betonieren. Sie vergessen dabei nur, dass Beton ein sehr empfindlicher Baustoff ist. Das sieht man auch daran, dass die ganzen Betonkirchen der 60ger und 70ger Jahre zum x-ten male für teuer Geld saniert oder wegen Baufälligkeit geschlosssen und abgerissen werden müssen. Durch den porösen Beton der „V II Kirche“ bahnt sich die Lilie der wahren katholischen Kirche und des ewigen katholischen Glaubens langsam wieder ihren Weg, ob die Betonideologen es wollen oder nicht. O:)
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#5   monti   13:14:32 | Samstag, 16. Dezember 2006
wurde vor der
Renovierung am Hochaltar oder an einem provisorischen Volksaltar zelebriert?
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#4   Jawohl!   13:01:45 | Samstag, 16. Dezember 2006
MEIN ALLERLETZTER KOMMENTAR
:'( 1. anonyme Briefe sind feige und sollten in der Tat nicht beachtet werden. :-@ (Wer wissen will, wer ich bin, kann es gern erfragen; ansonsten denke ich dass Foren, bei denen jeder mit Pseudonym postet, eine andere Kategorie darstellen.)
Ein dreifach doppeltes Jawohl! :)3
Und dennoch: Es gibt genügend Gründe, dieses den absolut letzten Kommentar sein zu lassen. (Sehr effektiv: Eingabe eines neuen willkürlichen und deshalb einem selbst unbekannten Passwortes…)
Dieses also mein definitiv letzter Kommentar auf dieser »Nachrichtenseite«, verbunden mit besten Advents- und Weihnachtsgrüßen.
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#3   Gotthard   13:00:25 | Samstag, 16. Dezember 2006
anonym
ich frage mich, wie aus einem anonymen Schreiben ein Artikel entstehen kann …
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#2   Tarcisius   12:55:46 | Samstag, 16. Dezember 2006
Volksaltar und anonymer Brief, katholische Kirche und Kunst
:'( 1. anonyme Briefe sind feige und sollten in der Tat nicht beachtet werden. :-@ (Wer wissen will, wer ich bin, kann es gern erfragen; ansonsten denke ich das Foren, bei denen jeder mit Pseudonym postet, eine andere Kategorie darstellen.)
2. Dieser Altar ist überflüssig, da die Kirche einen historisch wertvollen Hochaltar besitzt. (Komme bitte keiner wieder mit dem Märchen, das II. Vatikanische Konzil habe den Volksaltar eingeführt, ich kann es nicht mehr hören. :-! )
3. Dieser Altar ist häßlich. :-!
4. Ein füneckiger Altar ist kein Satanismussymbol. !:)
5. Ein Fünfeckigkeit bei einem christlichen Altar enbehrt jeder Symbolik – ein Einzel-Argument ggn. einen evt. „künstlerischen Wert“. !:)
6. In den Kunstkommissionen sitzen in der Regel Sachverständige :-D :-D :-D , von denen ich mir nicht einmal die Farbe für meine Kellerdecke aussuchen lassen würde (weiteres Beispiel: die Kapelle des. sel. Nikolaus Groß im Essner Münster – ein Musterbeispiel für Geschmacklosigkeit und fehlendes liturgisches Fingerspitzengefühl. :'( ) Aber um ein Mitglied der Essener Kunstkommission zu zitieren: „Schönheit ist keine Kategorie.“ :-[
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#1   gretipleti   12:30:56 | Samstag, 16. Dezember 2006
Das wäre nicht die erste Kirche, die
von „Künstlern“ und „Sachverständigen“ liturgisch verschandelt wurde. Wie immer wird dabei keiner gefragt! Angebliche Beratungsprozesse und Halbwahrheiten sind die Frucht, aus der dann der Zorn in der Gemeinde ensteht. Ausgerechnet ein Altar als Zeichen des Widerspruchs und des Streits! Wie kann hier Erlösung und Hingabe, Frieden und Freude gefeiert werden, wenn der Ort selbst Zorngeschwängert ist. Es bleibt offenbar wieder nur ein Weg übrig: Auszug in andere Kirchen. Oft ist mit solchen Veränderungen auch eine Ideologie des Hausherren verbunden. Die theologische Unaufgeräumtheit und mangelnde Liebe und Sorgfalt mancher Pfarrer in der Liturgie schlagen sich dann in den von ihnen propagierten Altären nieder. Eine offene Antipathie gegen das bestehende Konzept und eine gänzlich widersprüchliche Neugestaltung wie im oben genannten Fall zerstören eine Gemeinde auf Dauer. Es ist wie im wirklichen Leben:
Von einer schlechten Verpackung kann man auch auf einen verdorbenen Inhalt schliessen! Und bezahlen darf diese Gaunerei wieder der (noch) wehrlose Kirchensteuerzahler!
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