Menschenversuche
Makabre Alternative
Deutschland verbietet es, menschliche Embryonen zu ermorden, um an ihre Zellen heranzukommen. Darum kaufen einheimische Biotechniker die Leichenteile im Ausland – zum Beispiel in Israel.
Wie lange müssen die Leichenteile von Kleinstkindern lagern, bevor sie zur Schändung freigegeben werden?
Wie lange müssen die Leichenteile von Kleinstkindern lagern, bevor sie zur Schändung freigegeben werden?
© pixelquelle.de
(kreuz.net) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es eilig.

Lieber heute als morgen möchte sie Wege finden, um das in Deutschland geltende Stammzellgesetz zu umgehen.

Einzig eine „grenzenlose Freigabe“ will die christdemokratische Kanzlerin verhindern.

Das berichtete Christian Schwägerl am 13. Dezember in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.

Bisher dürfen deutsche Biotechniker nur Stammzellinien nutzen, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden.

In Deutschland darf es keine eigenen Kulturen von Stammzellen vorgeburtlich getöteter Menschen geben. Darum wird fleißig importiert: aus den USA, Australien oder Israel.

Mit dem gesetzten Stichtag wollte der Bundestag sicherstellen, daß ausländische Embryos nicht eigens für die deutsche Forschung geschlachtet werden.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist aber mit dieser Lösung nicht glücklich.

Durch den fixen Stichtag werde die deutsche Forschung auf Dauer vom Ausland abhängig. Zudem seien die verfügbaren Zellen „stark mit tierischem Material befrachtet“. Das verbiete ihre Anwendung in der klinischen Praxis.

Günter Stock – der Präsident der Akademie – schlägt darum einen „rollenden Stichtag“ vor.

Demnach dürften nur Stammzellen genutzt werden, die eine gewisse Frist vor dem gerade aktuellen Datum gewonnen wurden – vielleicht sechs Monate oder ein Jahr vorher.

„Das würde sicherstellen, daß nicht eigens für die deutsche Wissenschaft embryonale Stammzellen gewonnen werden“. Zugleich aber könnte Deutschland in der Spitzenforschung mitmachen – erklärte Stock vor der ‘Frankfurter Allgemeinen’.

Zuvor hatte der Ratsvorsitzende der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’ – Wolfgang Huber – den Vorschlag gemacht, den Stichtag einfach zu verlegen, etwa auf den 31. Dezember 2005.

Der Vorschlag traf bei den Biotechnologen, die sich mit Menschenversuchen beschäftigen, auf Ablehnung, weil die „interessanten neuen Linien“, die gut wachsen und frei von jeglichem tierischen Material sind, offenbar erst in den letzten Monaten erzeugt wurden.

Allerdings wird auch eine Abschaffung des Stichtages nicht unbedingt gefordert.

Eigene deutsche Stammzellinien sind nämlich gar nicht nötig, weil das internationale Angebot an Kinder-Leichenteilen inzwischen riesig ist.

Konservative Biopolitiker zeigen sich – nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen’ entsetzt:

Der Stammzell-Kompromiß aus dem Jahr 2002 gehört für die Bundeskanzlerin offenbar schon heute der Vergangenheit an.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Beiwort   17:40:37 | Montag, 18. Dezember 2006
Daniel Stöhr
Natürlich ist der Weg zum wahren Frieden (eigenlich) ganz einfach, denn wenn jemand rettet, dann ist es der HERR!!!
… und ich bin der festen Überzeugung, er wird es auch durch die katholische, also die allumfassende Kirche Gottes tun!
Aber zur Aussage: „Die Bekehrung der Menschheit zur katholischen Kirche. So will es Gott.“
Kirche ist auch immer eine „Ecclesia semper reformanda“ und nichts ewig Statisches!
Und Gott will den Menschen retten weil er ihn bedingungslos liebt – die Kirche ist Mittel zum Zweck!
Deshalb: Die Kirche ist um des Menschen willen da
und nicht der Mensch um der Kirche willen!
Deshalb auch: „Der Weg der Kirche ist der Mensch“ (Papst Johannes Paul II in seiner Antrittsenzyklika Redemptor hominis)
Aber zurück zur Frage, die noch unbeantwortet ist:
Wollen Sie nun wirklich allen Ernstes behaupten, ich sei ein „gottloser Narr“?!
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#11   Ydefix   17:17:55 | Montag, 18. Dezember 2006
@Beiwort:
Ich denke der Weg zu wahrem Frieden ist viel einfacher (wenn auch in der Umsetzung mglw. schwierig): Die Bekehrung der Menschheit zur katholischen Kirche. So will es Gott.
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#10   Beiwort   17:13:32 | Montag, 18. Dezember 2006
@ Daniel Stöhr
Sehr geehrter Herr Stöhr!
Wie Sie dazu kommen, von der „Vergötzung des Menschen“ zu sprechen, wenn die „Würde des Menschen“ das Thema ist, kann ich nicht nachvollziehen. Aber darüber kann man reden.
Wie Sie dazu kommen, von „freimaurerischer Eine-Welt-Idologie“ zu sprechen, wenn ich hier einen möglichen (politischen) Weg in die Zukunft, um der „Würde des Menschen“ willen und für den Frieden unter den Menschen auf dieser einen Welt andenke – kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Aber darüber kann man auch reden.
Aber nun stellen Sie in aller Öffentlichkeit die Behauptung in den Raum: „ist also klar anti-christlich“. Damit sind Sie mir wirklich einen Schritt zu weit gegangen!
Wer sind Sie denn, dass Sie das in aller Öffentlichkeit von mir behaupten können?!
So möcht ich Ihnen mit Jesu Wort nun deutlich machen, was Sie sich da eigentlich anmaßen:
„Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.“
(Mt5,22)
Wollen Sie nun wirklich allen Ernstes behaupten, ich sei ein „gottloser Narr“?!
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#9   Ydefix   00:15:41 | Montag, 18. Dezember 2006
Sternenmantel.de…
…dient ganz offenbar der Vergötzung des Menschen und einer freimaurerischen Eine-Welt-Idologie, ist also klar anti-christlich: www.sternenmantel.de/…tml/weltfrieden.html
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#8   obelix †   00:02:15 | Montag, 18. Dezember 2006
@Euer Peinlichkeit @„Pater“
Graf von Galen: …Frau Merkel…: Abwählen!
Na dann wählen Sie mal schön! Hauptsache die „echt katholischen“ Stimmen zersplittern sich in auf viele kleinste Splitterparteien. Dort können sie keinen Unfug anrichten.
Pater Lingen: …Zu „Beiwort“ / „Sternenmantel“: Jemand, dessen Glaube fest im Christentum römisch-katholischer Herkunft wurzelt,… Ebensowenig wird er behaupten, dass die katholische Kirche zu Unverständnis und der unglückseligen Verhärtung der Fronten beigetragen hat.
Na ja, „Pater“, wenn man diese Information weglässt, ist auch nicht viel verloren, weil jedermann weiss, dass dies so war und immer noch (Gott sei Dank immer weniger!) ist.
Allerdings ist die Erwähnung dieser historischen Tatsache vielleicht für manche eine unangenehme Wahrheit. Aber soll man deswegen lügen?
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#7   Graf von Galen   22:29:32 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Wider den Mord an den Ungeborenen
Das einzig christliche an Frau Merkel ist wohl Ihr
Vater, der ev. Pastor war. Dieser ist allerdings freiwillig von Hamburg in die „DDR“ umgesiedelt.
Hier gibt es nur eins : Abwählen !
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#6   Pater Lingen   20:18:04 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Ist ja nur für einen guten Zweck…
… das Abschlachten von Embryonen. Diese Ideologie nennt man dementsprechend Utilitarismus.
Zu „Beiwort“ / „Sternenmantel“: Jemand, dessen Glaube fest im Christentum römisch-katholischer Herkunft wurzelt, wird nicht mit Zitaten von Martin Luther und S. Kierkegaard um sich werfen. Ebensowenig wird er behaupten, dass die katholische Kirche zu Unverständnis und der unglückseligen Verhärtung der Fronten beigetragen hat.
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#5   Pünktchen   17:05:05 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Gratulation, Beiwort,
für diesen gelungene Erstauftritt bei kreuz.net!
Hoffentlich lesen wir noch mehr von Ihnen!
Grüße!
.
Ihr
pünktchen :(3
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#4   Beiwort   16:59:26 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Alles eine Frage unseres Begriffes von „Menschenwürde“!
Die Diskussion, die hinsichtlich der Fragen von Bioethik, Euthanasie, Forschung an Behinderten, usw. geführt wird, ist schlichtweg eine unzulässige und gefährliche Verengung unseres Begriffes von der „Würde des Menschen“. Die Expertensprache tut noch ihr übriges dazu. Eigentlich müssten gerade wir als Deutsche alle – und nicht nur Ethiker und Juristen – Experten unserer „Menschenwürde“ sein, denn auf dem vorstaatlichen Artikel 1,1 GG gründet ja unser ganzes Rechts- und damit auch Staatsverständnis. Da steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Auch die kath. Kirche tut sich sicherlich in ihrer Sprache noch schwer, gerade auch von „Außenstehenden“ richtig verstanden und interpretiert zu werden. So manche ihrer weitreichenden Entscheidungen und Verlautbarungen haben wohl auch noch zu diesem Unverständnis und der unglückseligen Verhärtung der Fronten mit dazu beigetragen. Wenn die kath. Kirche allerding in diesem Zusammenhang richtigerweise von einer „Kultur des Todes“ spricht, dann wird damit das eigentliche Dilemma, das wir mit dem verengten Begriff von „unantastbarer Menschenwürde“ haben, um so deutlicher.
Auch wenn ich auf meiner Homepage www.sternenmantel.de www.sternenmantel.de/ zu dieser verengten Sichtweise der gegenwärtigen bioethischen Diskussion noch nichts sage, so ist dieses höchtsproblematische „Teilproblem Bioethik“ der ursprüngliche Ausgangspunkt meines Denkansatzes von „Menschenwürde“.
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#3   Kein Kommentar   16:04:37 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Nur ein Hinweis.
In June 2004, Ron McKay at the National Institutes of Health acknowledged in a Washington Post interview that scientists have not been quick to correct exaggerated claims of the medical potential of embryonic stem cells, yet McKay justified this dishonesty by stating: „To start with, people need a fairy tale. Maybe that’s unfair, but they need a story line that’s relatively simple to understand.“ Isn’t it time Americans recognize the promise of obtaining medical miracles from embryonic stem cells for the fairy tale it really is?
Wir sollten mit dem Märchenerzählen oder sogar -glauben erst gar nicht anfangen.
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#2   Pünktchen   15:29:42 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Wann kommt der „rollende Stichtag“
für Ältere und Todkranke? „Wie man pauschal dagegen sein kann“ fragt Navon. Kreuz.net hatte sich nicht pauschal gegen Stammzellenforschung ausgesprochen, sondern gegen solche Forschungen an embryonalen Stammzellen! Und wie kann man pauschal dagegen sein! So pauschal wie es das Fünfte Gebot ist: „Du sollst nicht töten!“
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#1   Navon   15:08:50 | Sonntag, 17. Dezember 2006
pauschal-undifferenziertes Dagegensein
Es ist schon schade, dass sich die sogenannten „Redakteure“ von kreuz.net nicht mal die Mühe machen, zu differenzieren oder eine Lösung für das vermeintliche Problem anzubieten.
Immerhin geht es bei der Stammzellenforschung ja nicht um Spielerei sondern um die Heilung/Linderung schwerster Krankheiten. Wie man da pauschal dagegen sein kann, ist mir ein Rätsel. Die einfachste Lösung wäre in meinen Augen die Verwendung von Stammzellen aus Nabelschnurgewebe.
Diese Zellen würden – auf natürlichem Wege – NIE zu einem Menschen werden. Wie steht die Meinung der kath. Kirche zu dieser Form der Stammzellen-Gewinnung?
N.
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