14:04:22 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Deutschland verbietet es, menschliche Embryonen zu ermorden, um an ihre Zellen heranzukommen. Darum kaufen einheimische Biotechniker die Leichenteile im Ausland – zum Beispiel in Israel.

Wie lange müssen die Leichenteile von Kleinstkindern lagern, bevor sie zur Schändung freigegeben werden?
© pixelquelle.de(kreuz.net) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es eilig.
Lieber heute als morgen möchte sie Wege finden,
um das in Deutschland geltende Stammzellgesetz zu umgehen.
Einzig eine „grenzenlose Freigabe“ will die
christdemokratische Kanzlerin verhindern.
Das berichtete Christian Schwägerl am 13. Dezember in der
‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.
Bisher dürfen deutsche Biotechniker nur Stammzellinien nutzen, die
vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden.
In Deutschland darf es keine eigenen Kulturen von Stammzellen
vorgeburtlich getöteter Menschen geben. Darum wird fleißig importiert: aus den USA, Australien oder
Israel.
Mit dem gesetzten Stichtag wollte der Bundestag sicherstellen, daß ausländische Embryos nicht
eigens für die deutsche Forschung geschlachtet werden.
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
ist aber mit dieser Lösung nicht glücklich.
Durch den fixen Stichtag werde die deutsche Forschung auf
Dauer vom Ausland abhängig. Zudem seien die verfügbaren Zellen „stark mit tierischem Material befrachtet“.
Das verbiete ihre Anwendung in der klinischen Praxis.
Günter Stock – der Präsident der Akademie – schlägt
darum einen „rollenden Stichtag“ vor.
Demnach dürften nur Stammzellen genutzt werden, die eine gewisse
Frist vor dem gerade aktuellen Datum gewonnen wurden – vielleicht sechs Monate oder ein Jahr vorher.
„Das würde sicherstellen, daß nicht eigens für die deutsche Wissenschaft embryonale Stammzellen gewonnen
werden“. Zugleich aber könnte Deutschland in der Spitzenforschung mitmachen – erklärte Stock vor der
‘Frankfurter Allgemeinen’.
Zuvor hatte der Ratsvorsitzende der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’ –
Wolfgang Huber – den Vorschlag gemacht, den Stichtag einfach zu verlegen, etwa auf den 31. Dezember 2005.
Der Vorschlag traf bei den Biotechnologen, die sich mit Menschenversuchen beschäftigen, auf Ablehnung,
weil die „interessanten neuen Linien“, die gut wachsen und frei von jeglichem tierischen Material sind,
offenbar erst in den letzten Monaten erzeugt wurden.
Allerdings wird auch eine Abschaffung des Stichtages
nicht unbedingt gefordert.
Eigene deutsche Stammzellinien sind nämlich gar nicht nötig, weil das internationale
Angebot an Kinder-Leichenteilen inzwischen riesig ist.
Konservative Biopolitiker zeigen sich – nach Angaben
der ‘Frankfurter Allgemeinen’ entsetzt:
Der Stammzell-Kompromiß aus dem Jahr 2002 gehört für die Bundeskanzlerin
offenbar schon heute der Vergangenheit an.
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#12
Beiwort 17:40:37 | Montag, 18. Dezember 2006
#11
Ydefix 17:17:55 | Montag, 18. Dezember 2006
#10
Beiwort 17:13:32 | Montag, 18. Dezember 2006
#9
Ydefix 00:15:41 | Montag, 18. Dezember 2006
#8
obelix † 00:02:15 | Montag, 18. Dezember 2006
#7
Graf von Galen 22:29:32 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#6
Pater Lingen 20:18:04 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#5
Pünktchen 17:05:05 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#4
Beiwort 16:59:26 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#3
Kein Kommentar 16:04:37 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#2
Pünktchen 15:29:42 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#1
Navon 15:08:50 | Sonntag, 17. Dezember 2006