10:56:59 | Sonntag, 17. Dezember 2006
Kürzlich
entbrannten die Dechanten der Stadt Wien gegen die Entfernung des Meßtisches aus einer Wiener Pfarrkirche. Der Kardinal müsse einschreiten. Nun meldete sich ein Bischofsvikar.

Am 7. Dezember wird Pater Georg Herberstein als Pfarrer installiert und liest die Messe am Hochaltar
©
oratorium.at(kreuz.net, Wien) In der Wiener Pfarrei St. Rochus werden die Messen seit dem ersten Adventsonntag wieder
regulär
auf dem Hochaltar zelebriert.
St. Rochus ist die zweite Pfarrkirche der Stadt – nach der Karlskirche –
welche die Messe wieder auf dem offiziellen Altar der Kirche feiert.
Dazu äußerte sich der Bischofsvikar
des Vikariates Wien Stadt, Prälat Karl Rühringer vor der Kirchenzeitung der Erzdiözese ‘Sonntag’.

Bischofsvikar Rühringer führt Pater Herberstein in sein Amt als Pfarrer ein
© oratorium.atGrundsätzlich sei natürlich von den liturgischen Veröffentlichungen her beides denkbar – gesteht der
Prälat:
„Es gibt keine Verpflichtung, daß es den Volksaltar geben muß.“ Die Zelebration am Hauptaltar
bezeichnete der Prälat als „legitim“ und „zulässig“.
Gleichzeitig erklärt Prälat Rühringer, daß
die liturgische Entwicklung der letzten vierzig Jahre stark in Richtung Volksaltar gegangen sei.
Sehr
viele Leute hätten sich mit der Form des sich „um den Altar“ Versammelns vertraut gemacht.
„Ich denke,
wenn jetzt dieses andere Signal gegeben wird, daß der Volksaltar nicht seinen Platz hat, gibt es bei
manchen Sorgen oder auch Ängste, dies könnte liturgisch sozusagen eine Kehrtwendung bedeuten oder einen
Rückschritt.“
Man müsse sich diesen Schritt in einer gewachsenen Pfarrei wie St. Rochus sehr gut überlegen –
warnt Prälat Rühringer:
„Aber wenn Menschen wegbleiben oder auswandern oder woanders hingehen, müßte
man wirklich gut überlegen, ob man das riskieren soll.“
Es sei wichtig, daß die Pfarrgemeinde „nicht
überfordert“ werde.
Abschließend gibt sich Prälat Rühringer versöhnlich.
Er habe bei der Installation
von Pater Georg Herberstein als Pfarrer von St. Rochus am 7. Dezember den Eindruck gewonnen, daß in dieser
Pfarrei viel diskutiert werde – aber weder aggressiv noch polarisierend.
„Die Priester haben ihre Sichtweise,
ihre Argumente, sind aber offen, suchen das Gespräch und setzen sich auch mit den Argumenten der anderen
auseinander. Sie möchten die Pfarrmitglieder sozusagen »im Boot halten«.“
Prälat Rühringer erklärte
sich über die große Anzahl der Menschen bei der Installation beeindruckt.
Bei der anschließenden Agape
habe er in Gesprächen pro und contra zum Volksaltar gehört.
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Aragorn 21:59:02 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#14
möchtegern-kathole 19:10:08 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#13
DieFidele 17:20:25 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#12
Aragorn 17:09:56 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#11
Benedikt 16:46:55 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#10
Thaddäus 16:22:33 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#9
Pünktchen 15:58:17 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#8
iustus 15:13:20 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#7
möchtegern-kathole 14:58:39 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#6
Pünktchen 12:44:19 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#5
Ottawiani 12:33:45 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#4
Pünktchen 11:27:56 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#3
Aragorn 11:20:27 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#2
Pünktchen 11:15:30 | Sonntag, 17. Dezember 2006
#1
CampoSanto 11:04:17 | Sonntag, 17. Dezember 2006