Regensburg
Fritz Wallner meldet sich zurück
Im oberpfälzischen Schierling haben die Kirchenverwaltungswahlen am letzten Wochenende zu einem spektakulären Ergebnis geführt.
Bischof Gerhard Ludwig Müller
Bischof Gerhard Ludwig Müller
© Roland Noé, Creative Commons Licence
(kreuz.net, Regensburg) In der 7000-Seelen-Markgemeinde Schierling im Landkreis Regensburg fanden am vergangenen Wochenende Kirchenverwaltungswahlen statt.

Dabei wurde der ehemalige Vorsitzende des Regensburger Diözesanrates, Fritz Wallner, als Quereinsteiger gewählt.

Insgesamt waren sechs Mitglieder zu wählen. Wallner wurde mit 296 Stimmen bei rund 530 Wählern an vierter Stelle gewählt.

Das bedeutet, daß 296 Stimmberechtigte Wallners Namen zusätzlich auf den Wahlzettel geschrieben haben.

Offiziell fungierte Wallner nicht auf der Kandidatenliste und auf dem Stimmzettel.

Fritz Wallner wurde im Sommer 2005 bekannt, als ein Konflikt des von ihm geleiteten Diözesanrates mit dem Regensburger Bischof, Mons. Gerhard Ludwig Müller (58), entbrannte.

Wallner hat die Öffentlichkeit gestern in einer Stellungnahme über seine Wahl informiert:

„Ich bin sehr froh und dankbar über und für dieses Votum der Gläubigen und Bürger aus Schierling.“

In Schierling war eine Diskussion um die Frage entbrannt, wie dem vorausgegangenen Entzug des passiven Wahlrechts durch Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und Generalvikar Michael Fuchs begegnet werden könnte.

Viele wollten nicht akzeptieren, daß die Regensburger Diözesanleitung ihnen verbieten wollte, die gewünschten Kandidaten zu wählen.

Die Möglichkeit, den Namen von Fritz Wallner auf dem Stimmzettel dazuzuschreiben, wurde erstmals öffentlich in einem Leserbrief eines Schierlinger Ehepaars genannt.

In diesem Sinn äußerten sich auch verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – unter ihnen Bürgermeister Otto Gascher.

Sie erklärten, bei der Wahl den Namen Wallners auf der Kandidatenliste hinzufügen zu wollen.

Diese Idee wurde am Samstag mit einer in zwei Tageszeitungen erschienenen Anzeige verbreitet.

Gleichzeitig erging an die Diözesanleitung die Bitte um Rückkehr zum Gespräch und zum Frieden gerade in der Zeit vor Weihnachten.

Wallner ist selber erstaunt: „Vom überwältigenden Ergebnis bei der Wahl bin ich fast ein wenig beschämt.“

Doch das zeige, „daß wir in den letzten 25 Jahren in der Pfarrei Schierling so gearbeitet haben, daß es für die Gläubigen hilfreich war und daß diese die ehrenamtliche Arbeit anerkannt haben“.

Er nehme das gerne als persönlichen Vertrauensbeweis.

Wallner dankt auch allen, „die sich in den letzten Wochen verstärkt Gedanken über die Zukunft der Kirche gemacht und auch den Wahlaufruf initiiert haben“.

In der dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen Gentium habe das Zweite Vatikanum festgehalten, daß „wir Laien bisweilen sogar verpflichtet sind, den Hirten zu sagen, was zum Wohl der Kirche ist“.

Das sei bei der Wahl in Schierling in eindrucksvoller Weise geschehen.

Er hoffe, daß der Wahlausschuß und die Diözesanleitung das Wahlergebnis respektieren werde:

„Das könnte ein Meilenstein auf dem Weg des Neuanfangs sein, auf den wir alle sehnsüchtig warten.“

In seiner Stellungnahme versichert Wallner, daß er nach wie vor sehr gerne Mitglied der Katholischen Kirche und seiner Heimatpfarrei sei.
      
36 Lesermeinungen
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#36   amicus_crucis   17:49:53 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
@ clarissa colonia
Entzug des passiven Wahlrechts nicht vorgesehen?
Art. 9 der Satzung für die gemeindlichen kirchlichen Steuerverbände in den bayerischen (Erz-)Diözesen behandelt ausdrücklich den Ausschluss von der Wählbarkeit (GStVS Art. 9, in diesem Fall ist Zf. (1) 3 relevant).
[link]www.bistum-regensburg.de/…edia0398205.PDF[link]
Warum täuschen Sie Fachwissen vor, das Sie offensichtlich nicht haben?
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#35   clarissa colonia   14:35:55 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
@Pünktchen
Wir könnten gerne (z. B. via mail) über die Unterschiede zwischen den beiden „Fällen“ diskutieren. Mehr als diese Unterschiede sehe ich jedoch das Verbindende, das man ohne Beachtung der „kirchenpolitischen Wertungen“ konstatieren muss: In beiden Fällen brechen Oberhirten ihr eigenes Kirchenrecht (das habe ich geprüft und mehr auf Anfrage), um ihre (kirchenpolitischen) Ziele durchzusetzen. Weder das allgemeine Kirchenrecht, noch das regensburger Partikularrecht sehen einen Entzug des passiven Wahlrechts vor. Weder das allgemeine Kirchenrecht noch das fuldaer Partikularrecht ermächtigen den Bischof, öffentlich die Unwahrheit zu sagen.
uiogD.
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#34   Pünktchen   09:42:58 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Vox populi: Nur Verblendete
können den Unterschied zwischen causa Wallner und dem Fall Algermissen nicht sehen!
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#33   Laurentius2   09:37:56 | Dienstag, 19. Dezember 2006
Jetzt sind wir Schlauer / vox populi
Wir sind heute schlauer als gestern. Doch kein Punktsieg für den Sowjetkatholizismus : die Wahl war ungültig.
Dennoch bleibt festzuhalten, wieviel Ärger einem römisch-katholischen Bischof ein paar Dutzend medial verblendete Quertreiber durch das System der Räte machen können.
zu Vox populi(st):
1. Es ist, wie hier schon von einigen meiner Glaubensgenossen hinreichend dargelegt, ein Riesenunterschied, ob man die Lehre Jesu Christi = der katholischen Kirche an sich (!) kritisiert oder man kirchenpolitische Kritik am Kurs seines Bischof äußert …
2. Zeigen Sie durch Ihr Vokabular („Verblendete“), daß Sie als Vertreter der Herren Liberalen in ihrer Polemik keinen Deut zurückhaltender sind als unsereiner („Sowjetkatholizismus“).Warum verirren Sie sich eigentlich immer in dieses Forum bei kreuz.net statt bei SPIEGEL-Online zu bleiben ? Bekommen Sie anonsten nirgendwo mehr ernsthaft Paroli geboten ? Das spricht gegen die Predigten Ihres Pfarrers … Oder sind Sie überhaupt kein Katholik ? Die Grenzen zwischen bekennenden Atheisten und Sowjetkatholiken sind ja in diesem Forum in punkto Kirchenpolitik oftmals nur schwer zu bestimmen. Letztere wollen sich ersteren ja unbedingt öffnen (wiederum das Ur-Beispiel Rahner und Rinser …).
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#32   wiener   23:13:34 | Montag, 18. Dezember 2006
@ „graf v galen“
nicht alles vermeintliche „übel“ hat mit dem II. vatikanum zu tun:
die kirchenverwaltungsräte (mancherorts auch kirchenvorstände genannt) sind bereits lange vor dem erwähnten konzil eingeführt worden, da sie konkordatsbestandteil sind. aber man kann ja nicht alles wissen …
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#31   vox populi   22:41:17 | Montag, 18. Dezember 2006
Nur Verblendete…
…fordern im einen Fall (Regensburg) ein hartes Durchgreifen des Bischofs, während sie im anderen Fall (Fulda) mit Mahnwachen gegen den Oberhirten sympathisieren.
Leute, wacht auf!
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#30   möchtegern-kathole   20:54:42 | Montag, 18. Dezember 2006
bei der Beurteilung eines Streits …
… zwischen Bischof und anderen in der Diözese ist es natürlich wesentlich, ob der Bischof, oder die anderen zersetzend gewirkt haben.
Insofern haben weder immer die Bischöfe noch immer die anderen Recht, sondern sicher mal der eine und mal der andere.
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#29   ExBochumer †   19:36:45 | Montag, 18. Dezember 2006
Aus der Pressemitteilung des Ordinariats in Regensburg:
„… Dazu ist festzuhalten, dass das Hinzufügen eines Namens auf der Wahlliste in der Wahlordnung für die Kirchenverwaltungen nicht vorgesehen und daher ungültig ist. Dies hat auch Pfarrer Josef Helm im Auftrag von Generalvikar Michael Fuchs am Sonntag der Pfarrei deutlich gemacht. Außerdem ist allein der Wahlausschuss für die Vermeldung des Wahlergebnisses zuständig. Dieser hat nach Auszählung der Stimmen die Namen der gewählten Personen ordnungsgemäß bekanntgegeben, der Name Wallners war nicht darunter.“
Quelle:
www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=245…
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#28   Pünktchen   18:28:19 | Montag, 18. Dezember 2006
Fakten
sind Ihre Sprechakte in diesem www.kreuz.net/…le.3952-page.htmlund zahlreichen anderen threads, in denen Sie die Apologeten der Fristenlösung oder der bundesdeutschen sog. Beratungsregelung aktiv unterstützt haben mit z.Tl. sozialdarwinistischen (also tendenziell rechtslastigen) Argumenten („Der Löwe frißt die Antilope“ = „so ist nun mal der Lauf der Welt“).
Sprechakttheoretisch und sprachpragmatisch haben Sie die legale Abtreiberei unterstützt und stets kräftig nach dem Applaus von Seiten der Abtreibungsbefürworter gebuhlt, wenn Sie dieses Handeln auch gerne unter das Vorzeichen gestellt haben, Sie seien ja auch „gegen“ die Abtreibung! Dies ist allerdings eine reine Heuchelei. Während Sie nämlich wegen rassistischer Ausschreitungen in Deutschland, die Jahr für Jahr einer Handvoll Menschen das Leben kosten mögen, mit großem rhetorischem Tamtam und Forderungen nach Strafverschärfung entgegentreten, hört man zugleich bei dem größten zeitgenössischen Verbrechen, das jährlich weit über 100 000 Opfer allein in Deutschland fordert, von Ihnen rein gar nichts Vergleichbares. Stattdessen sozialdarwinistische Allgemeinplätze: „So ist eben der Lauf der Welt www.kreuz.net/…ticle.3952-page.html: Fressen oder gefressen werden …“
Das sind Fakten und Sie sollten sich langsam mal damit auseinandersetzen!
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#27   Colonel Blueberry   18:02:51 | Montag, 18. Dezember 2006
Diffamierung über Diffamierung!
Ich fordere Sie auf, bitte noch zusätzlich die Stelle zu zitieren an der ich gefordert hätte, man müsse Abtreibung legalisieren!
Ansonsten unterlassen Sie bitte endlich diese haltlosen Beschuldigungen!
Das grenzt ja schon an üble Nachrede!
Ich habe mich nur stets gegen ihre (durchaus rechtslastigen) Versuche gewehrt die BRD in den Schmutz zu ziehen und auf einer Ebene mit dem Naziregime anzusiedeln. Das war meine einzige Motivation!
Und jetzt bringen Sie endlich mal Fakten an Pünktchen!
Zitate!
Wann habe ich die Legalisierung von Abtreibung gefordert?
Wann habe ich mich als „bekennender Abtreiber“ geoutet?
Fakten!
Wissen Sie was das ist?
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#26   Toby   17:56:04 | Montag, 18. Dezember 2006
@ Gotthard
In der Wahlordnung ist keine Rede davon, dass jemand nicht wählbar wäre, nur weil er in einem Punkt mit dem Bischof überkreuz liegt.
Müller scheint ein echter Despot zu sein.
Es kommt auf die Qualität des Überkreuzliegens an und nicht auf die Quantität. Wallner verwirft wesentliche Glaubenslehren der Kirche. Und das soll kein Argument sein?
Wenn Müller für Sie ein Despot ist, dann halten Sie Algermissen wohl für einen netten Onkel?
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#25   Pünktchen   17:54:03 | Montag, 18. Dezember 2006
Leverkühn
Mord (auch Massenmord!), Erpressung, Raub, Diebstahl ist ebenso ein „jahrtausendealtes Phänomen“, ohne daß Sie deswegen die Straflosstellung dieser Verbrechen fordern würden! Alles Weitere s. hier www.kreuz.net/…ticle.3952-page.html! Sie haben seit Ihrer damaligen Argumentationsnot wenig dazugelernt! Seit Tagen wollen Sie mich in die rechte Ecke stellen, aber das wird selbstverständlich von den Intelligenteren hier als billiges Ablenkungsmanöver erkannt!
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#24   Colonel Blueberry   17:39:56 | Montag, 18. Dezember 2006
@ Pünktchen: nicht schon wieder!
Ich habe das Paßwort für „Adrian Leverkühn“ mit Zufallszeichen geändert, weil ich mir fest vorgenommen hatte meine Online Zeit in Zukunft mit sinnvollen Seiten zu verbringen und nicht mit solch offenkundig sinnfreien Seiten wie kreuz.net.
Ich habe Abtreibung nicht gerechtfertigt sondern nur ihre absurden Vergleiche von abtreibenden Frauen mit Nazi Verbrechern infrage gestellt. Zu diesem Zweck habe ich Sie darauf hingewiesen daß Abtreibung nicht von der BRD erfunden wurde, sondern ein jahrtausendealtes Phänomen ist. Im Gegensatz dazu sind Gaskammern zweifelsfrei kein schon immer bekanntes Phänomen.
Aber da Sie mit Holocaustleugnern sympathisieren haben Sie sicherlich ganz eigene Gründe für solch abstruse Vergleiche.
Ich warte übrigens noch auf das Zitat der Stelle an der ich mich als „bekennender Abtreiber“ geoutet hätte?
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#23   Gotthard   17:34:41 | Montag, 18. Dezember 2006
Wählbarkeitsausschluss
… die sich kirchliche Strafen im Sinne der cc. 331 mit 1333, 1336 CIC zugezogen haben oder sich sonst in offenem Gegensatz zur Lehre oder zu den Grundsätzen der römisch-katholischen Kirche befinden,
In der Wahlordnung ist keine Rede davon, dass jemand nicht wählbar wäre, nur weil er in einem Punkt mit dem Bischof überkreuz liegt.
Müller scheint ein echter Despot zu sein.
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#22   Pünktchen   17:29:22 | Montag, 18. Dezember 2006
Leverkühn
Sie haben die Abtreibungstoleranz nach dem sozialdarwinistischen Motto: „Fressen oder gefressen werden“, „So ist der Lauf der Welt“ u.ä. gerechtfertigt. Das alles unter einem Artikel mit dem schönen und auf Sie sehr zutreffenden Titel:
Die Wahrheit, die wehtut www.kreuz.net/…ticle.3952-page.html
Viel Spaß bei der Wiederbegegnung mit schmerzlichen Wahrheiten und Ihrem „Geschwätz von gestern“!
Den Namen „Adrian Leverkühn“ hatten Sie hier www.kreuz.net/…kentry.840-page.html aufgegeben; offensichtlich weil Ihnen die Unhaltbarkeit Ihrer Position in der Abtreibungsfrage immer klarer wurde!
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#21   Colonel Blueberry   17:20:20 | Montag, 18. Dezember 2006
@ Pünktchen
Bitte zitieren Sie doch mal die Stelle an der ich mich als „bekennender Abtreiber“ geoutet habe?
Ansonsten sollten Sie sich für diese Diffamierung entschuldigen!
Aber haltlose und gegen besseren Wissens bewußt falsche Beschimpfungen Ihrer Diskussionsgegner gehört wohl zu Ihrem Stil…
Traurig, traurig…
Soll das die „Erneuerung der Kirche“ sein? Dann gute Nacht!
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#20   Pünktchen   17:17:13 | Montag, 18. Dezember 2006
Leverkühn
Daß Sie als Atheist und bekennender Abtreiber dem Bischof von Fulda das Wort reden, ist ja klar! Fragt sich nur, ob der darüber froh sein kann!? :-D
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#19   Colonel Blueberry   17:13:34 | Montag, 18. Dezember 2006
Nö, ich seh nur laut brüllende Links- oder Rechtskatholiken…
…die mit einer jeweiligen Entscheidung eines Bischofs nicht einverstanden sind.
Wobei meine persönlichen Sympathien natürlich eindeutig auf Seiten der Regensburger liegen. Ist ja wirklich eine Schande wie der Fürstbischof Müller einem Bürger das passive Wahlrecht entziehen will!
Mit Algermissen hab’ ich kein Problem. Ich hätte diese Fanatiker auch in die Wüste geschickt… O:)
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#18   Pünktchen   17:01:58 | Montag, 18. Dezember 2006
Ja, zwischen Algermissen und Müller
besteht in der Tat ein wesentlicher Unterschied!
Diözese Regensburg: Wallner kritisiert als Laie den katholischen Glauben und betätigt sich kirchenzerstörend! Der Bischof (früherer Prof. für Dogmatik) wendet sich zu Recht gegen ein Neben-Lehramt progressistischer Berufskatholiken.
Diözese Fulda: Die drei Patres haben nie den Glauben und die kirchliche Ordnung in Frage gestellt, sondern lediglich organisatorische Maßnahmen, die aus Gründen des Kirchenrechtes und der Ekklesiologie sogar in Rom kritisch gesehen werden! Der Bischof (Dipl. Theol.) nutzt die Tatsache, daß es sich bei den Patres um keine gewöhnlichen Diözesankleriker handelt, dazu, sie als Kritiker durch Kündigung ihres Gesetllungsvertrages zu eliminieren.
Wenn Sie den Unterschied nicht sehen, Leverkühn, dann ist Ihnen nicht zu helfen!
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#17   Sirilo   16:57:35 | Montag, 18. Dezember 2006
@Aragorn
Noch einmal: Es geht bei der Kirchenverwaltung nicht um Glaubensdinge oder Liturgie, sondern um die Verwaltung der Finanzen und Besitztümer einer Pfarrei.
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#16   Colonel Blueberry   16:48:50 | Montag, 18. Dezember 2006
Pünktchens Schweigen ist ohrenbetäubend!
Rechtsradikale sind anscheinend wirklich schlimmer als Wetterfähnchen.
Der liebe Müller, der böse Algermissen.
Naja…
Gut daß ich ein Gottloser bin! ^-^
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#15   Sirilo   16:46:03 | Montag, 18. Dezember 2006
@Karl-Peter
Ich habe nie behauptet, mich im Bistum Fulda auszukennen. Sie aber haben behauptet zu wissen, was in den letzten 25 Jahren in der Pfarrei Schierling falsch gelaufen ist. Bitte, teilen Sie uns noch mehr aus Ihrem reichen Wissen mit!
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#14   Konrad   16:43:05 | Montag, 18. Dezember 2006
Nicht nur „streng genommen“, sondern
ganz schlicht und einfach gemäß der geltenden Wahlordnung sind die 296 Stimmzettel ungültig. Dennoch dank an turk für den klaren rechtlichen Hinweis!
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#13   Graf von Galen   16:13:54 | Montag, 18. Dezember 2006
Wider VII
Das sind die schlechten Früchte von VII, daß sich die
Hierachie der Kirche nun mit den von Ketzern und
Querulanten durchsetzten Räten herumschlagen muß.
Aber VII bringt ja angeblich das neue Pfingsten.
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#12   Aragorn   15:00:59 | Montag, 18. Dezember 2006
schweizer Verhältnisse
Ich unterstütze den Bischof von Regensburg in seinem Vorgehen gegen das sozialistische Rätesystem in den Gemeinden. Er hat diesen Gremien, die im Grunde über keine demokratische Legitimation verfügen, die Flügel gestutzt. Es geht nicht darum, in Glaubensdingen oder in der heiligen Litugie Mehrheitsentscheidungen zu treffen. PGRs und weitere Gruppierungen in Gemeinden sind gut und schön, sie dürfen jedoch kein Alternativlehramt aufbauen. Lehre und Liturgie sind zeitlos und unverrückbar. Wir sind schließlich keine Protestanten oder Pfingstler. Leider sitzen in vielen PGRs Leute, die sich dort selbst profilieren und ihre eigenen Überzeugungen durchdrücken wollen. Ich bin überzeugt, dass in vielen Pfarrgremien offene oder verkappte Kirchenvolksbegehrer sitzen, die nacht wie vor die kruden Ideen dieser Bewegung unterstützen. Zu den Bischöfen ist zu sagen, dass sie sich selbst entmachtet auch durch ihre Opostionshaltung Rom gegenüber. Einige wollen eine deutsche Nationakirche und übersehen dabei, dass sie diese nur mit solchen sozialistisch-dikatorischen Räten haben können. Die Verhältnisse in der Schweiz sollten uns eine deutliche Warnung sein. o^/
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#11   turk   14:57:06 | Montag, 18. Dezember 2006
Streng genommen wohl ungueltig
Wenn bei den Kirchenverwaltungswahlen ein Name aufgezeichnet wird, der nicht als Kandidat aufscheint, so müßte der Stimmzettel streng genommen ungültig sein. Ich bin ja schon gespannt, wenn das Regensburger Ordinariat erklärt, daß dort 296 ungültige Stimmzettel abgegeben worden seien.
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#10   Karl-Peter   13:30:23 | Montag, 18. Dezember 2006
@Sirilo
Ich wundere mich, wie gut sich Sirilo – als profunder Kenner der bayerischen Pfarrgemeinde Schierling – im Bistum Fulda auskennt!
Alle Achtung! :-O
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#9   gretipleti   13:28:14 | Montag, 18. Dezember 2006
Das ist wieder diese Masche der Neokonservativen:
Also was jetzt? Entweder es gilt eine bischöfliche Entscheidung oder sie gilt nicht. Ihr Tradis seit ja schlimmer wie die Wetterfahnen. Opportunisten im Tradi-Gewand!
Richtig ist, dass es uns sog. „Tradis“ um das Befolgen der kirchlichen Richtlinien geht. Die 68er Brut hat schon lange genug auf Kosten der kirchlichen Lehre weitreichende Zerstörung angerichtet!
Wenn nun in einem Fall Teile einer Gemeinde dieser Couleur meinen, sie könnten machen, was sie wollen, dann stehen sie eben in der Kritik. Wenn es Bischof, wie z.B. Algermissen macht, was er will, dann trifft es eben ihn. Das ist Konsequent und keineswegs willkürlich!
Die Neokonservativen leiden offenbar an chronischem Gedächtnisschwund: Bischof Müller hat keineswegs falsch gehandelt: Wenn sich Laien gegen die kirchliche Lehre und damit gegen die Einheit der Kirche stellen, wenn sich Laien offen gegen einen Bischof äußern, der glaubenstreu ist, dann hat dieser Bischof das Recht, diese in die Schranken zu weisen – auch durch Verbote! Nur das sind die scheinbar antiautoritären Kirchenzersetzer nicht mehr gewöhnt. Wenn sie selbst autoritär kirche nach ihrer egoistischen Nase „machen“ wollen, darf ihnen keiner hereinreden. Wenn ein Bischof von seinem ganz normalen Hirtenrecht gebrauch macht, und im Namen der Weltkirche handelt, wird geschrieen. Also – bei wem liegt denn die Willkür und die Inkonsequenz, doch bei den Neukonservativen. Die ideologische Tarnung dieser Sippe ist leicht zu durchschauen!!!
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#8   r.ruhrgebietler   13:11:37 | Montag, 18. Dezember 2006
@Romulus – erneut falsch
„Die Tradis, die hier posten, erkennen die Schizophrenie ihrer Aussagen nur selten und bisweilen überhaupt nicht.“
Sie meinen wahrscheinlich damit sich selber! Sonst hätten sie schon, wie zuvor in Ihren absurden postings selbst den von Ihnen verzapften Unsinn erkannt!
Was richtig ist: Sie sind in Ihrem Hass auf die Tradition verblendet, was sich aber bestimmt bald legen wird. Fühlen Sie sich doch einfach eingeladen nur noch die traditionelle hlg. Messe zu besuchen, und/oder den Rosenkranz zu beten.
Sicherlich wird der landorganist sich ebenfalls zu motivieren lassen.
Einer freut sich mit Sicherheit: Jesus Christus. Er ist ganz großer Fan von Seelen, die sich zum Ihm bekehren! Und jetzt, kurz vor Weihnachten könnten Sie Jesus Christus doch dieses Geschenk machen, oder?
Gelobt sei Jesus Christus!
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#7   Romulus   12:42:34 | Montag, 18. Dezember 2006
@landorganist
Du hast es richtig erkannt. Die Tradis, die hier posten, erkennen die Schizophrenie ihrer Aussagen nur selten und bisweilen überhaupt nicht. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass sie es doch erkennen, ist, wenn sie in Beschimpfungen und Beleidigungen ausbrechen.
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#6   clarissa colonia   12:05:10 | Montag, 18. Dezember 2006
@landorganist
Beiden H. H. Bischöfen sind schwere handwerkliche Fehler unterlaufen, die einer Kritik wert sind:
Ohne jede kirchenrechtliche Grundlage (das habe ich nach allgemeinem Kirchenrecht und regensburger Partikularrecht eigens geprüft) hat der regensburger Bischof verschiedenen Personen das passive Wahlrecht zu kirchlichen Gremien entzogen. Als sich diese gegen einen solchen Willkürakt wehrten, reagierten Bischof und Verwaltung uneinsichtig. Man wird sehen, was auf die Wahl nun folgt; Einsicht oder Uneinsicht.
In Fulda hat der Bischof im Rahmen seiner Befugnisse drei Ordensgeistliche gekündigt; das ist an sich nicht kritisierbar. Lediglich die Umstände zwingen zur Stellungnahme. Wer eine solche (nicht begründungspflichtige) Kündigung dennoch begründet, muss bei der Wahrheit bleiben. Es ist zu konstatieren, dass dies nachweislich nicht der Fall ist. Blosse Behauptungen ohne Beweiswert genügen hier nicht.
In beiden Fällen kann berechtigte Kritik geäussert werden; die Vorfälle dürfen nicht nach „kirchenpolitischem“ Standpunkt des Betrachters unterschiedlich beurteilt werden.
uiogD.
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#5   Sirilo   11:52:43 | Montag, 18. Dezember 2006
Kirchenverwaltung
Bei der Wahl in Schierling ging es nicht um den Pfarrgemeinderat oder irgendeinen „Kirchenrat“, sondern um die Kirchenverwaltung, die sich in erster Linie um die ökonomischen und finanziellen Belange der Pfarrgemeinde kümmert (Ein-Ausgabenrechnung, Rechnungslegung, Buchführung etc.), also nicht um Lehre oder Liturgie.
Ich wundere mich, wie gut sich Karl-Peter – bisher als profunder Kenner des Bistums Fulda hervorgetreten – in der bayerischen Pfarrgemeinde Schierling auskennt! Alle Achtung!
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#4   landorganist   11:47:36 | Montag, 18. Dezember 2006
Interessant
Bischof Müller trifft offensichtlich eine Entscheidung, die die Gemeinde nicht akzeptiert. Natürlich schreien unsere lieben Tradis sofort los. Ja, ja, das böse Gottesvolk hält sich nicht an die Anordnung des Bischofs.
Bischof Algermissen trifft offensichtlich eine Entscheidung, die die Gemeinde nicht akzeptiert. Diesmal schreien aber unsere lieben Tradis sofort gegen den bösen, bösen Bischof los, weil er den Willen der Gemeinde nicht respektiert.
Also was jetzt? Entweder es gilt eine bischöfliche Entscheidung oder sie gilt nicht. Ihr Tradis seit ja schlimmer wie die Wetterfahnen. Opportunisten im Tradi-Gewand!
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#3   Schüttel   11:38:45 | Montag, 18. Dezember 2006
Diese Ohrfeige war unnötig
Warum lässt man einen F. Wallner nicht im Kirchenrat einer Landgemeinde mitwirken? Besser als die Personalisierungen Müllers wäre eine offizielle Feststellung, dass die Mitgliedschaft in „Wir sind Kirche“ allgemein die Übernahme von Ehrenämtern unmöglich macht. Aber jetzt ist es zu spät und die Rücktrittsforderung an Bischof Müller wird nicht lange auf sich warten lassen.
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#2   Laurentius2   11:32:05 | Montag, 18. Dezember 2006
Punktgewinn für den rheinischen Sowjetkatholizismus
Bischof Müller bedarf unseres Gebetes und der Einsicht, daß das System der demokratisierten Kirche einfach nicht funktionieren kann (!) Welcher Heilige handelte jemals in Folge einer demokratischen Mehrheitsentscheidung ???Das tapfere Dagegenhalten seiner Exzellenz erinnert an die Tat des Sisyphos …
Im übrigen ist das Rätesystem noch nicht einmal wirklich demokratisch, das wußten 1919 hierzulande sogar die vernünftigen Sozialdemokraten !!! … Da sieht man übrigens, wie links die Lehmann-Kirche abgedriftet ist … sie übernimmt ein „demokratisches“ Machtergreifungsinstrument der Altkommunisten und wähnt sich „progressiv“ … Friedrich Ebert, unser erster Reichspräsident, Gott hab ihn selig, wußte noch, daß sich bei diesem Rätesystem stets die fanatischen und radikalen Kräfte durchsetzen und daß dieses System sehr leicht vom obersten Rat (russ.: „Sowjet“) manipuliert werden kann !
Und da sind sie, unsere Herren Sowjetkatholiken: links von Friedrich Ebert !!! Karl Rahner und seine Freundin „Wuschel“ alias Luise Rinser (Erzkommunistin) lassen grüßen …
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#1   Karl-Peter   11:31:56 | Montag, 18. Dezember 2006
Falsch!
Das zeigt nicht, daß in den letzten 25 Jahren in der Pfarrei Schierling so gearbeitet wurde, daß es für die Gläubigen hilfreich war und daß diese die ehrenamtliche Arbeit anerkannt haben. Das zeigt vielmehr, welche falschen Akzente dort in den letzten 25 Jahren gesetzt wurden und wie ideologisch unterwandert die Pfarrei Schierling ist.
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