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Nachricht des Tages + Neun von zehn + Den Stern hat’s gegeben + Nach Zeilen bezahlt? + Die leere Geburtsgrotte
Charles Le Brun († 1690): Die Geburt Christi
Charles Le Brun († 1690): Die Geburt Christi
Nachricht des Tages

Heiliges Land. Als tiefes Schweigen alles umfangen hielt und die vergangene Nacht in ihrem Lauf die Mitte des Weges erreicht hatte, kam das allmächtige Wort Gottes aus den Himmeln von königlichen Thronen herab.

Neun von zehn

Deutschland. Nur jeder zehnte Deutsche weiß nicht, was an Weihnachten gefeiert wird. Das ergab eine Umfrage des Instituts ‘Forsa’. Am 7. und 8. Dezember befragte es im Auftrag des Magazins ‘Stern’ 1001 repräsentativ ausgewählten Bundesbürger.

Den Stern hat’s gegeben

Heiliges Land. Den Stern von Bethlehem hat es laut dem Astronomen der Universität Koblenz-Landau, Jürgen Hamel, gegeben. Das erklärte Hamel vor der deutschen Wochenzeitung ‘Zeit’. Es habe sich um eine besondere Planetenkonstellation gehandelt: eine sehr seltene Begegnung zwischen Jupiter und Saturn im Jahre 7 vor Christus. Jupiter gelte als Königsgestirn, der Saturn werde mit dem Volk der Juden in Verbindung gebracht. Die Konstellation sei von den drei Weisen als Geburtsgestirn gedeutet worden. Der Astronom nannte auch andere mögliche Erklärungen für den Weihnachtsstern: einen Komet, eine Supernova oder einen explodierenden Stern.

Nach Zeilen bezahlt?

Österreich. Der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, verfaßte für die Freitagsausgabe der Österreichischen Gratiszeitung ‘Heute’ einen kurzen Beitrag zu Weihnachten. Darin meditiert der Kardinal über das Kind, das Gott ist, und im Stall zur Welt kommt. Die Menschwerdung Gottes bezeichnete der Kirchenfürst als „widersprüchlich“: „Weihnachten ist ein widersprüchliches Fest.“

Die leere Geburtsgrotte

„»Kommet zuhauf« wird auch dieses Jahr in Bethlehem nur als Echo aus alten Tagen erklingen. (…) Am frühen Abend ist die Geburtsgrotte unter der Basilika leer. Bald ist Weihnachten, und kaum jemand geht hin. Bis mit tastenden Schritten eine Mutter die Stufen heruntersteigt. Sie trägt schwer an ihrem Kind, das müde den Kopf an ihre Schultern lehnt. Seine Augen glänzen fiebrig. Sie zögert, dann legt sie ihren Jungen auf den Stern mit der Inschrift: »Hier wurde von der Jungfrau Maria Jesus Christus geboren.«“

Aus dem Artikel „Weihnachten in Bethlehem, und kaum jemand geht hin“ am 24. Dezember in der Tageszeitung ‘Die Welt’.
      
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