Päpstliche Weihnacht + Ohne Interesse + Gefallen und abgefallen + Ungültig + Mehr Kinder
Päpstliche Weihnacht
Vatikan. In der Heiligen Nacht zelebriert Papst Benedikt XVI. ein in der ganzen
Welt übertragenes Pontifikalamt. Am Christtag wird er um 12.00 Uhr von der Mittelloggia der Petersbasilika
aus seine Weihnachtsbotschaft vorlesen und den Segen „Urbi et Orbi“ – über der Stadt Rom und dem Erdkreis –
spenden. Am Silvesterabend findet im Petersdom die erste Vesper zum „Oktavtag von Weihnachten und zum
Hochfest der Gottesmutter Maria“ statt.
Ohne Interesse
Italien. Der ehemalige italienische Premierminister,
Giulio Andreotti (87), erklärte kürzlich vor der französischen Tageszeitung ‘Le Figaro’, kein Interesse
an einer Wiederzulassung der Alten Messe zu haben. Andreotti ist Herausgeber der katholischen Monatszeitschrift
‘30Giorni’, die der Bewegung ‘Comunione e Liberazione’ nahesteht: „Mit diesen Dingen kann man nicht wiederkommen“.
Das Lateinische sei nicht mehr die Lingua franca der Kirche.
Gefallen und abgefallen
Österreich. Am
Sonntag erklärte ein in der Diözese Feldkirch tätiger Pfarrmoderator (35) vor seiner Gemeinde, das
Priestertum verlassen zu wollen. Der aus der Slowakei stammende Priester wird Vater. Die Konkubine des
Ex-Klerikers stammt ebenfalls aus der Slowakei und wirkte bislang in derselben Pfarrei als Seelsorgehelferin.
Die beiden werden mit einer finanziellen Unterstützung der Diözese in ihre Heimat zurückkehren.
Ungültig
Deutschland. Der Generalvikar von Regensburg, Hw. Michael Fuchs, reagierte am Montag auf die Wahl des
Bischofskritikers Fritz Wallner in den Kirchenverwaltungsrat der Pfarrei Schierling im Landkreis Regensburg:
„Das Bistum Regensburg verbittet sich jede Art der Einmischung von kommunalen Mandatsträgern in kircheninterne
Angelegenheiten.“ Das Hinzufügen eines Namens auf der Wahlliste für die Kirchenverwaltungen sei „nicht
vorgesehen und daher ungültig“.
Mehr Kinder
Österreich. Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng plädiert
für eine finanzielle Umverteilung zugunsten kinderreicher Familien. Mons. Küng sprach darüber mit der
Dienstagsausgabe der österreichischen Tageszeitung ‘Kurier’. Kinderreiche Familien seien in einer doppelt
schwierigen Lage: geringere Einnahmen und höhere Ausgaben. Wer viel einkaufen müsse, zahle auch viele
Steuern. Das müsse bei Familien mit mehr als drei Kindern berücksichtigt werden.
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68 Lesermeinungen
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#68 verecundus 23:42:25 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
@Alexandra und der Idiot Vielen Dank für diesen Rat, mit dem Sie bei mir offene Türen einrennen. Ich
empfehle die Lektüre der Romane Dostojewskijs unter anderem deshalb, weil ich sie infolge wiederholter
und intensiver Lektüre gut kenne.
@ Cornel Blueberry >>Es gibt auch Menschen, die sehen dann den Filz und die Korruption förmlich blühen.<<
Gibt es überall. Machen wir uns nichts vor. Es gibt solchen und solchen Filz. Solchen und solchen. Rot-grüner
ist ganz und gar ekelhaft, allein schon aufgrund der Farbe.
#65 verecundus 09:16:23 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
@blaubeere Sehen Sie, es ist halt nicht immer so, daß man Dinge ablehnt, weil man sie nicht kennt. Manchmal
lehnt man etwas ab, weil man es erschöpfend gut kennt, wie in diesem Beispiel mit den systemtragenden
Schreibern. Entgegen Ihrer Unterstellung geht es auch nicht um Gesinnungsliteratur – genau diese versuchte
ich ja mit meinem schwachen Einwand gegen die nachkriegsdeutsche Altherrenmafia zu kritisieren. Ideologische
Gesichtspunkte bei der Lektüreauswahl ersparen einem zwar viel Ärger, doch dafür muß man meist qualitativ
minderwertiges über sich ergehen lassen – womit wir wieder bei den Chefschreibern der bundesdeutschen
Gutmenschenkultur wären… Vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis. Da Gegenwartsliteratur per se
engagiert und irgendwelchen Lagern verplichtet ist, lese ich schon seit Jahren nichts, was in Listen auftaucht
oder von Massenpostillen durchgekaut wird. Na ja, ich würde nicht gerade behaupten, keine Ahnung von
Platon zu haben … den habe ich nämlich im Unterschied zur aktuellen Vulgärliteratur mehr oder minder
komplett gelesen. Und er ist tatsächlich etwas anders als er in Zitaten dritter Ordnung dargestellt wird.
Ob man nun dafür Kant bemüht oder nicht (im übrigen, was soll dieses Gewedel mit schmissigen Namen?
Manches dumme oder falsche wird nicht besser nur weil es ein Kant, Nietzsche oder meinetwegen Platon gesagt
hat/haben soll) – Handbuchwissen ist nun einmal eine dürftige Sache.
@ Vorposter @ verecundus Nun tun Sie nicht so als würden Sie sich ganz besonders gut auskennen! Wenn
Ihnen Böll nicht passt, dann lesen Sie wegen mir Houellebecq. Der ist auch nicht übel und ganz sicher
nicht links. er ist es nicht gewesen und er ist auch nicht schuld an diesem ganzen „Alles-ist-eins“-Waberschmarren
Sie haben offenkundig keine Ahnung. Ich beziehe mich hier mehr auf Kant und seine Kritik, wo er klar kritisiert,
daß die meisten eine Götze und einen Begriff namens Gott anbeten. Stichwort (sinngemäß): „Ich mußte
die Vernunft beiseite räumen um Platz für den Glauben zu bekommen“ oder auf Schopenhauer und „Die Welt
als Wille und Vorstellung“. Mit „alles ist eins“ hat das gar nichts zu tun. @ möchtegern-kathole Nachvollziehbar
heisst ja nur, dass man die nachlesen, erfahren usw. kann – nicht dass jeder die für richtig hält. Dann
haben Sie Recht. Ich hab’ Sie falsch verstanden.
#63 verecundus 23:58:56 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Blaubeere Nun atmen Sie einmal tief durch und beruhigen Sie sich. Gönnen Sie den wackeren Bayern das
Glück, in diesem völlig verludertem Land nicht ganz so heruntergekommen zu sein wie der Rest und erbarmen
Sie sich des armen Platons – was immer sie in den kleinen Handbüchern, die man im Grabbeltisch bei Thalia
findet, aufgeschnappt haben mögen: er ist es nicht gewesen und er ist auch nicht schuld an diesem ganzen
„Alles-ist-eins“-Waberschmarren, der ihm heute angehängt wird. In Wirklichkeit ist Platon nicht so gängig,
da hat er viel mit Dostojewskij gemein.
@Colonel „Ein Rechtsstaat wäre auch dann noch ein Rechtsstaat wenn ein offenkundig ungerechtes Gesetz
erlassen werden würde.“ Dem Satz stimme ich zu. „Nein, ein Rechtsstaat ist auch dann ein Rechtsstaat
wenn er nicht-nachvollziehbare Gesetze hat.“ Dem stimme ich nicht zu. Wie begründen Sie das? Nachvollziehbar
heisst ja nur, dass man die nachlesen, erfahren usw. kann – nicht dass jeder die für richtig hält.
@ Hüller Wissen Sie WAS, es gibt Bayern, die behaupten, Bayern dürfe nicht der Willkür des Parteienstaates
ausgeliefert werden Wissen Sie was? Es gibt auch Menschen, die sehen dann den Filz und die Korruption
förmlich blühen. Zu viel Köche verderben den Brei. Volksweisheit mit hohem Wahrheitsgehalt… Wow,
Sie sind ja ein echter Demokrat! Und wenn das Volk nicht will wie Sie gern wollen, wird dann scharf geschossen?
So wie auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking oder anderswo? Wer ist eigentlich Ihr Messias?
Sagen Wir’s mal so: Meiner Meinung nach ist die Welt und alles was darin ist (der Begriff Gott inklusive)
nur Blendwerk. Die Hindus würden sagen Maya, Täuschung oder ein Traum. Wie wenn Sie durch die Wüste
wandern und ein schwerer Sturm zieht auf. Sie müssen die Augen zusammen kneifen weil der Sand überall
hin dringt und können kaum noch was sehen. Wenn Sie sterben ist der Sturm vorüber und Sie sehen die
wirkliche Welt. Oder wie im Höhlengleichnis von Platon. Woran ich glaube kann ich also leider nicht in
Worte fassen, weil alle Worte Dinge aus dieser Welt bezeichnen (inklusive des Wortes Gott). Ich hoffe
darauf, daß das was nach dem Tod kommt, etwas völlig und ganz und gar anderes ist als dieses Leben.
Reicht das?
#60 verecundus 23:41:14 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Blaubeere Falsch geraten – während meiner entbehrungsreichen Schulzeit wurden wir armen, wehrlosen Schüler
mit allen engagierten Schreibern die das aufrechte Lager dieser Gutmenschenrepublik nur aufbieten kann
jahrelang gefoltert. All diese Brechts, Grass’, Bölls und Frischs kenne ich ad nauseam und habe sie und
ihre öffentlich alimentierten Verehrer verachten gelernt. Alles, was diese Mietlinge zu bieten haben
ist nur Gesinnung und Gesinnung – von irgendeiner nennenswerten Begabung sind diese subversiven Systemträger
und Berufsentlarver meilenweit entfernt. Ich bleibe dabei: lesen Sie Dostojewskij, meinetwegen den Raskolnikow,
das ist substantieller als tagespolitische Scharlatanerie.
@ Cornel Blueberry Also über Böll will ich mich hier nicht weiter auslassen. Sein Schreibstil *erscheint*
mir jedenfalls ziemlich krud. Lebenswelt alleine reicht halt nicht. Das andere überlasse ich gerne den
germanistischen Experten. Nicht mein Metier. Und wen ich für den Messis halte, naja, da halte ich’s mit
Jesus: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser ist…“. Wissen Sie WAS, es gibt Bayern, die behaupten, Bayern
dürfe nicht der Willkür des Parteienstaates ausgeliefert werden, und sich daher auf das politisch Altbewährte
verlassen. Zu viel Köche verderben den Brei. Volksweisheit mit hohem Wahrheitsgehalt… Warum auch revoluzern,
wenn es (eine) Partei(en) gibt, die grundsätzlich und aus Überzeugung nah am Volke ist (sind)? Wer ist
eigentlich Ihr Messias? Ökopede oder Sozkollektor, oder was?
@ möchtegern-kathole Haben Sie einen Rechtsstaatfimmel? ein Rechtsstaat ist ein Staat, der nachvollziehbare
Gesetze hat Nein, ein Rechtsstaat ist auch dann ein Rechtsstaat wenn er nicht-nachvollziehbare Gesetze
hat. Diese Gesetze werden in ihrer Summe „das Recht“ genannt, der Staat „Rechtsstaat“. Richtig. Wesentlich
für den Rechtsstaat ist ferner, dass der Staat diesem „Recht“ zur Geltung verhilft. Das Kennzeichen eines
Rechtsstaates ist die Herrschaft des Rechts, dem alles andere unterworfen ist. Im Mittelalter hat der
Monarch ein Gesetz erlassen und es dann auch als Richter selbst angewandt. Damit stand der Monarch über
dem Recht. Die Gewaltenteilung soll garantieren, daß nicht das Subjekt sondern das objektive Recht herrscht.
Ein Rechtsstaat wäre auch dann noch ein Rechtsstaat wenn ein offenkundig ungerechtes Gesetz erlassen
werden würde.
Rechtsstaat ich versuche mal eine Definition: ein Rechtsstaat ist ein Staat, der nachvollziehbare Gesetze
hat. Diese Gesetze werden in ihrer Summe „das Recht“ genannt, der Staat „Rechtsstaat“. Wesentlich für
den Rechtsstaat ist ferner, dass der Staat diesem „Recht“ zur Geltung verhilft.
Vielen Dank, aber mit Literatur kenne ich mich selbst gut genug aus! Grade lese ich Salman Rushdie „Mitternachtskinder“.
Schlimm oder? Ihre Auslassungen über Böll möchte ich nicht weiter kommentieren. Offensichtlich haben
Sie keins seiner Bücher gelesen, sondern beurteilen einen Künstler nur nach der Partei die er wählt.
Das zeugt von wenig Kunstverstand. Ich halte Thomas Mann bspw. auch für ein Genie, obwohl mir seine politische
Meinung Magenschmerzen verursacht. Weiterhin gibt es gewisse Lebensstile, die mit einer christlich-konservativen
Grundausrichtung tendenziell nur schwer zu vereinbaren sind. Umweltschutz ist im Prinzip ein konservatives
Thema, weil es die Grenzen der Vernunft aufzeigt. Weitgehend blinder Glaube an die Allmacht der Vernunft
ist eher ein Kennzeichen der Linken. Was ist denn mit Böll? Passt der auch in ihr klischeebeladenes Weltbild?
Vermutlich halten Sie Stoiber für den Messias!
@Colonel es gab auch in den mittelalterlichen Königreichen: 1) Gesetze, die das miteinander geregelt
haben (nicht jede Kleinigkeit, aber Fragen des Lehensrechts, der staatlichen Organe, Vertragsrecht usw.)
2) Jeder Bürger musste sich dem Recht unterwerfen 3) Es gab das Klagerecht (der Kaiser hielt z.B. oft
Gerichtstag, aber auch alle untergeordneten Instanzen des Reichs) Aber es gab keine Gewaltenteilung. Warum
also sollte dies alles „zwangsläufig“ mit der Gewaltenteilung verbunden ein?
#54 verecundus 23:08:34 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Blaubeere und Böll Es ist ein verbreiteter Irrtum, H. Böll für einen fähigen Schriftsteller und ihn
wie vergleichbare schreibende Opas in muffigen Cordhosen auch noch für eine moralische Instanz zu halten.
Es zeugt eher für den Verblödungsgrad unter den Grünen, wenn sie sich solche Afterliteraten mit tadelloser
Mustergesinnung und sauberer Pflichtmeinung vor den Karren spannen. Wie es um H. Bölls Katholizität
bestellt war, läßt sich zudem auch am Karren ermessen, vor den er sich willig spannen ließ. Um wieviel
interessanter ist es da doch, sich mit ernsthafter Literatur und ernsthaften Problemen zu befassen. Lesen
Sie daher lieber den weiter unten von Ihnen erwähnten Dostojewskij – da haben sie mehr davon.
@ möchtegern-kathole Der Begriff Rechtsstaat bezeichnet die Herrschaft des Rechts (nicht zu verwechseln
mit Gerechtigkeit). Das bedeutet, daß jede Kleinigkeit in Gesetzesbüchern geregelt ist, daß jeder Bürger
ob groß oder klein sich dem Recht zu unterwerfen hat, daß jeder klagen kann usw. Zwangsläufig ist es
auch verbunden mit Gewaltenteilung. Gewaltenteilung ist logischerweise eine der Voraussetzungen für einen
funktionierenden Rechtsstaat. Das ist ja auch irgendwo logisch.
@ Blueberry – Brett vor’m Kopf? >>Wenn Sie nicht so ein Brett vor dem Kopf hätten, dann würden Sie sehen,
daß Schwarze und Grüne eine Menge gemeinsam haben.<< Also wenn ich mir so Hasen und Hasendamen wie Ströbel
(?) und Roth anschaue, frag’ ich mich wirklich, welche Gemeinsamkeiten es da geben sollte. Aber selbst
wenn man das Bewahrenwollen als gemeinsame Geisteshaltung diagnostizieren würde, gibt es doch grundsätzliche
Differenzen im Hinblick auf die zu wählenden Methoden. Weiterhin gibt es gewisse Lebensstile, die mit
einer christlich-konservativen Grundausrichtung tendenziell nur schwer zu vereinbaren sind. An diesbezüglichen
grünen Steckenpferden werden Wertkonservative kaum Gefallen finden. Die Grünen gleichen in Vielem orientierungslosen
Geisterfahrern, die sich (wie die anderen Parteien) dem Populismus immer mehr angedienert haben. Außer
„pro solar“ weiß ich gar nicht, wofür die stehen.
@Colonel und der Begriff „Rechtsstaat“ definiert ihrer Meinung nach ausschließlich Staaten mit Teilung
der Gewalten in Legislative, Judikative, Exekutive? Quasi als Definition?
@ möchtegern-kathole Wenn die mittelalterlichen Staaten keine Rechtsstaaten noch Unrechtsstaaten waren,
was waren sie dann? Gibt es da eine dritte Kategorie? Die Frage stellt sich gar nicht. „Unrechtsstaat“
enthält eine Wertung und bezeichnet nichts bestimmtes, nur unrechte Verhältnisse. Das kann alles mögliche
sein. „Rechtsstaat“ enthält keine Wertung (im Sinne von „besonders moralisch, ethisch…“), das interpretieren
Sie nur hinein. Vielmehr ist es ein Eigenname der bestimme, klar definierte Verhältnisse beschreibt.
Auch in einem Rechtsstaat kann es ungerecht zugehen.
#49 Doritta 22:50:04 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Mehr Unterstützung für kinderreiche Familien Ja, Msgr.Küng, mache ich doch schon, unterstütze eine
mir nahestehende Familie, klar doch, unterstütze auch die Renovierungsarbeiten unzähliger Gotteshäuser,
untersütze viele Organisationen. Was glauben Sie was von meinem Einkommen alles abfließt! Da bleibt
nicht mehr viel über. Hoffentlich komme ich in den Himmel!
@ Hüller Der Katholik Heinrich Böll hat sich sehr für die grüne Bewegung engagiert. Wenn Sie nicht
so ein Brett vor dem Kopf hätten, dann würden Sie sehen, daß Schwarze und Grüne eine Menge gemeinsam
haben.
Gewaltenteilung bleiben wir doch bei der Frage der Rechtsstaatlichkeit: Wenn die mittelalterlichen Staaten
keine Rechtsstaaten noch Unrechtsstaaten waren, was waren sie dann? Gibt es da eine dritte Kategorie?
Jaja: Sozialliberale und Grünliberale An was glauben eigentlich die Grünen? An … *Solarkraftwerke
für jedermann? *die grenzenlose Freiheit des Sexus? *das Recht auf Abtreibung? *Frieden als Selbstzweck?
*Koks für jedermann? *private Buddhismusreligion als Weg der persönlichen Erfüllung? Naja. Für die
Umwelt haben sie sich stark gemacht. Das war Ihre Nische. Aber die droht nun auch zu erodieren. Welch
Pech!
@ möchtegern-kathole In ihrer jeweiligen Zeitabhängigkeit waren diese Staaten keine Unrechtsstaaten,
weil der Großteil der Bevölkerung mit den jeweiligen Verhältnissen einverstanden war. Rechtsstaaten
waren sie deshalb aber nicht. Rechtsstaat ist nicht das Gegenteil von Unrechtsstaat, sondern bezeichnet
eine bestimmte klar definierte Form der Verfasstheit eines Staates. Rechtsstaat bedeutet Gewaltenteilung:
Legislative, Judikative und Exekutive. Im Mittelalter gab es diese Dinge ganz klar nicht, folglich gab
es auch keine Rechtsstaaten. Daraus folgt aber nicht, daß diese Staaten (strenggenommen gab es noch nicht
mal Staaten, auch das ist ein moderner Begriff) illegitim im Sinne von unmoralisch, schlecht oder tyrannisch
waren. Sie waren typische Produkte ihrer Zeit. So wie die Demokratie das typische Produkt unserer heutigen
Zeit ist.
#44 Pünktchen 22:36:34 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
möchtegerne Sie sind etwas kurzschlüssig! E bleibt natürlich dabei, daß alle nicht-parlamentarische
Monarchien keine „Rechtsstaaten im modernen Sinne“ sein können, aus verschiedenen Gründen! Nicht Rechtsstaat
im modernen Sinne zu sein muß aber noch nicht bedeuten, „Unrechtsstaat“ zu sein. Die Tatsache, daß mittelalterliche
Monarchen sich Gott gegenüber in der Verantwortung für Untertanen und Reich wußten, hat ihr Handeln
in Richtung Rechtlichkeit und Maßstäblichkeit limitiert. Moderne Tyrannen kannten da überhaupt keine
Limitationen mehr…
Widerspruch Gewaltenteilung ist notwendig für moderne und große Staaten, die auf Dauer angelegt sind.
Selbst im Hl. Römischen Reich gab es eine rudimentäre Gewaltenteilung. Glauben Sie mir’s: Es ist ein
großes Übel, wenn diese Teilung fehlt. Der Mensch verträgt nicht zu viel Macht. Er braucht „checks
and balances“.
danke Colonel … … dass Sie die mittelalterlichen Könige und Kaiser verteidigen. Das sehe ich genauso
wie Sie. Das waren keine Unrechtsstaaten, sondern Rechtsstaaten (kein Wunder, einige der Herrscher waren
Heilige). Damit ist aber logischerweise auch klar, dass die Gewaltenteilung offensichtlich nicht Voraussetzung
für einen Rechtsstaat ist. Im übrigen habe ich da gar nichts vermischt
@ möchtegern-kathole dann halten sie den Vatikanstaat und alle nicht-parlamentarischen Königreiche der
Geschichte für Unrechtsstaaten? Also fast das gesamte europäische König- und Kaisertum seit der Antike????
Echt? Sie vermischen alles mögliche. Einer Monarchie im Mittelalter lagen ganz andere Auffassungen zugrunde,
als einer modernen Demokratie. Sie war kein Unrechtsstaat weil sie von ihrer Bevölkerung nicht so empfunden
wurde. Karl der Große war kein Tyrann, sondern ein rechtmäßiger Herrscher. Der preußische Kronprinz
der 1848/49 Demonstranten niedermachte war schon eher ein Tyrann, genau wie die Ostblockregimes die bspw.
den Prager Frühling niederrollten. Sie müßen das eben im Zusammenhang sehen. Und rot-grün, trotz vorgetäuschten
Vertrauens in den Einzelnen, vertraut in Wirklichkeit nur dem Staat und der Bürokratie. Das sind ihre
Vorurteile. Die Menschewiki sind nicht die Bolschewiki. Sozialliberal ist für mich vor allem was anderes
als das FDP-liberal, das sich eher auf „scheißegal“ reimt. Meiner Meinung nach.
@Püncktchen: glaube, dass … … die europäischen König- und Kaiserreiche sehr wohl Rechtsstaaten
und keine Unrechtsstaaten waren, und kein Geschichtslehrer hat denen die Rechtsstaatlichkeit abgesprochen
und die Unrechts-Status zuerkannt. Was Sie da machen, ist ja, einer ganzen Epoche den Status „Unrechtsstaat“
zuzuerkennen, wenn Sie die Kaier- und Königreichen die Rechtsstaatlichkeit aberkennen.
#39 Pünktchen 22:21:17 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
möchteg. alle nicht-parlamentarischen Königreiche der Geschichte … fast das gesamte europäische König-
und Kaisertum seit der Antike sind sicher keine Rechtsstaaten im modernen Sinne, möchtegerne! Aber das
wissen Sie doch aus dem Geschichtsunterricht, oder?
@ Colonnel „Sozialliberal“ klingt ja gut. Aber sagen Sie mir bitte, inwiefern rot-grün „liberal“ wäre.
Mit schönen Worten kann sich jeder schmücken. Liberal ist alles und jeder, der auf den Einzelnen und
sein Potential setzt, und nicht auf kollektive Mächte und Prozesse oder gar die Bürokratie. Und rot-grün,
trotz vorgetäuschten Vertrauens in den Einzelnen, vertraut in Wirklichkeit nur dem Staat und der Bürokratie.
#37 Pünktchen 22:17:31 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Körnel Ich bin nur einfach eher sozialliberal orientiert. Muß ich jetzt nach Sibieren? Sie hätten es
wohl verdient, aber den Sibirern wäre das nicht zuzumuten!
Colonel … … s Kommantare:: seine Frage: Was für Gründe haben Sie denn anzunehmen, daß es Putin
weniger Korruption gibt? Antwort: z.B. den Grund, dass unser russischer „Schnäppchenjäger“ nach Sibirien
gekommen ist. Frage: „Richtet sich das zufällig nach der Religionszugehörigkeit ob einer zu Recht oder
Unrecht dahin wandert“ Antwort: ich kann nicht beurteilen, ob das heutige Russland antisemitisch ist.
Zur Gewaltenteilung eine Frage an Pünktchen: dann halten sie den Vatikanstaat und alle nicht-parlamentarischen
Königreiche der Geschichte für Unrechtsstaaten? Also fast das gesamte europäische König- und Kaisertum
seit der Antike???? Echt?
#34 Pünktchen 22:11:25 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Unabhängige Gerichte und eine unabhängige Legislative sind essentiell für einen Rechtsstaat! Wenn eine
Exekutive in die Mühlen der Jurisdiktion eingreifen kann, dann gibt es keine Herrschaft des Rechtes,
sondern Herrschaft des Stärkeren!
Jojo-Oberst Blueberry: Jeder trägt seine Uniform… >>Deshalb hab ich auch die richtige Partei gewählt:
Erststimme für die SPD, Zweitstimme für die Grünen!<< Das Lied vom Hans im Glück, der sich nach mehr
sehnt: Geb weg die Kuh, gib weg dein Brot, behalte nur die schnöde Not. Rot-grün ist eine weltanschauliche
K… Ich bin hier nicht anonym und muss mich zurückhalten, aber rot-grün ist für mich typisch für
einen abgehobenen, idealistisch-relativistischen und exozentrischen Politikstil. Deren Repräsentanten
sind meist ungeheur staatsgläubig, und es fehlt ihnen meist jeder Sinn für „Tradition“, hingegen erweisen
sie sich, sind sie erst in Macht und Würden, des öfteren als äußerst kaltschnäuzig und repressiv.
Wehret den Anfängen. Nie mehr wieder!
hätte hätte? Gesagt haben sie was anderes. Wenn Pünktchen mehr weis … Im übrigen ist bereits die
Drohung mit Krieg ein kleines Verbrechen. Aber nochmal: Warum hängt nach Ihrer Meinung die Rechtsstaatlichkeit
von der Gewaltenteilung ab?
Lustig Warum hängt nach Ihrer Meinung die Rechtsstaatlichkeit von der Gewaltenteilung ab? Das ist jetzt
aber nicht ihr Ernst oder? Dass es Korruption dort gibt, insbesondere unter Jelzin Was für Gründe haben
Sie denn anzunehmen, daß es Putin weniger Korruption gibt? dass mance der Korrupten zu Recht nach Sibirien
kommen. Warum kommen nur manche Korrupte zu Recht nach Sibirien? Richtet sich das zufällig nach der Religionszugehörigkeit
ob einer zu Recht oder Unrecht dahin wandert?
#30 Pünktchen 22:04:28 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Irakkrieg. Die CDU hätte womöglich – ähnlich wie Frankreich – bis zuletzt „gedroht“, aber in letzter
Minute eine Mitwirkung am Irakkrieg von einer völkerrechtlich einwandfreien Grundlage abhängig gemacht:
d.h. von einem entsprechenden Beschluß des Sicherheitsrates der UNO. Dieser wäre am Widerstand einiger
Vetomächte gescheitert! Schröder hat richtig gehandelt in seiner Weigerung, er hat aber falsche (d.h.
zum Teil pazifistische) Begründungen abgegeben! Frankreich hat das Völkerrecht in den Mittelpunkt gestellt!
@Colonel: dass unser russischer „Bürger“ … … die Lizenzen für’n Apple und ein Ei bekommen hat, war
in der Presse hinreichend genau nachzulesen. Dass die CDU den Krieg wollte haben sie jetzt selbst zugegeben
indem Sie sagen: „Im Zweifelsfall hätte sie wohl an der Seite der USA gestanden, das ist richtig.“ Wozu
wollen Sie dann noch ein Zitat dazu? Sie scheinen ja noch zu wissen, wie es war.
#28 "Katrin" 21:59:30 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Mehr Kinder, aber bitte lebend! Grüß GOTT! Ein Vorschlag: Am 28. Dezember ist das „Fest der unschuldigen
Kinder“. Deshalb setzen sich Lebensschützer an diesem Tag besonders gegen die verbrecherische Abtreibung
ein. So könnten (z. B.) um 15.00 Uhr die Kirchenglocken (bis zu 15 Minuten lang) geläutet werden, um
den ungeborenen Kindern eine Stimme zu geben. Bitte rechtzeitig Geistliche darauf ansprechen! Ca. jedes
4. deutsche Kind wird bereits vor seiner Geburt ermordet… Auf Erfolgsmeldung hofft: „Katrin“
@Pünktchen ich will Russland nicht als ganzes verteidigen, habe aber ein paar Anmerkungen zu Ihren Worten:
1) Warum hängt nach Ihrer Meinung die Rechtsstaatlichkeit von der Gewaltenteilung ab? 2) Dass es Korruption
dort gibt, insbesondere unter Jelzin, wollte ich doch mit dem Lizenz-Fall zeigen, aber auch, dass mance
der Korrupten zu Recht nach Sibirien kommen.
Nein, aber im Fall des russischen Milliardärs handelt es sich nur um ihre Mutmaßungen. Tatsächlich
wollten wohl eher einige in der Putin Regierung den Energiemarkt weitgehend wieder in staatliche Hände
bekommen. Darüber hinaus haben die Autokraten im Kreml wohl was gegen ein selbstbewußtes Bürgertum.
In ihrem Fall würde ich noch handfeste antijüdische Vorurteile hinzuaddieren. wollen Sie enrsthaft abstreiten,
dass die CDU vor paar Jahren für den Angriffskrieg gegen den Irak plädiert hat? Bringen Sie doch mal
ein Zitat an, indem ein CDU Politiker gesagt hat: „Wir müssen den Irak angreifen!“. Die CDU wollte eine
Drohkulisse aufbauen. Im Zweifelsfall hätte sie wohl an der Seite der USA gestanden, das ist richtig.
Aber ich glaube nicht, daß man dafür vor Gericht gestellt werden kann! Ich bin auch pro-amerikanisch.
Allerdings war ich gegen den Irakkrieg. Deshalb hab ich auch die richtige Partei gewählt: Erststimme
für die SPD, Zweitstimme für die Grünen! :)3
#25 Pünktchen 21:55:29 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
möchtegerne Rußland ist schon deswegen kein Rechtsstaat, weil es keine Gewaltenteilung gibt. Deswegen
sprach ich auch von einer Präsidialdiktatur (im Unterschied zu den P.demokratien). Der russ. Präsident
kann auch Richter ein- und absetzen wie er will, die Duma auflösen, wenn ihm danach ist usw. Er hat autokratische
Rechte, die ihn über das Gesetz stellen. Daß die Kreml-abhängige Nomenklatur mit den Oligarchen unter
einer Decke steckt, ist bekannt! Lesen Sie mal das Buch von Kerstin Holm über die Korruption in Rußland.
Das Land ist bis heute mafiös von oben bis unten! Daß Schröder sich – für Geld natürlich! – zum nützlichen
Idioten des Mörders und Gewaltherrschers Putin macht, wiegt in meinen Augen schwerer als seine verpfuschte
Kanzlerschaft.
@Colonel wollen Sie enrsthaft abstreiten, dass die CDU vor paar Jahren für den Angriffskrieg gegen den
Irak plädiert hat? Haben Sie ein so kurzes Gedächtnis? Zu den Lizenzen: das gibt es öfters, dass Beamte
eines Staates einem „Bürger“ etwas zuspielen. Das nennt man „Untreue“ und – wenn der Beamte was dafür
genommen hat – „Bestechung“. Und es gibt dies auch nach deut. Recht, dass dann diese Beamte und dieser
Bürger von anderen Beamten des selben Staates eingebuchtet werden. Ist Ihnen der Sachverhalt fremd?
Heiliger Jesus! Erst verkauft der Staat billig Lizenzen und anschließend buchtet er die Lizenznehmer
ein weil sie Lizenzen gekauft haben. Das verstehen Sie unter Rechtsstaat?
hat Pünktchen … … eine Begründung, warum das „Vermitteln“ von Förderrechten zu einem ganz kleinen
Bruchteil des realen Preises „rechtsstaatlich“ gewesen sein soll, und die Bestrafung dieses „Geschäfts“
böse sein soll? Das ist doch ganz normal, dass so jemand nach Sibirien kommt. Wie es für Politiker normal
sein sollte, die in der Vergangenheit für einen Angriffskrieg plädiert haben. Oder Staatsbankrott.
@ Piusbruder … für Colonel ein Rechtsstaat, wenn ein Herr für paar Mio Förderrechte vom Staat im
Wert von paar Mrd erhält? Zumindest ist es wohl keine Straftat. Es war halt ein Schnäppchen. Was glauben
Sie wie viele Schnäppchen westdeutsche Unternehmer im Zuge der Wiedervereinigung gemacht haben? Das hat
der ostdeutschen Wirtschaft sicher nicht immer genutzt. Wollen Sie die jetzt alle nach Sibirien schicken?
in dem jemand für die Vorbereitung eines Angriffskrieges Es ist aber kein Rechtstaat wenn ein rechtsradikaler
Klerikalfaschist in böser Absicht die Handlungen von Politikern bewußt falsch interpretiert. Frau Merkel
hat nie einen Angriffskrieg vorbereitet. Das ist absurder Unsinn. Daß Dtl. sich nicht am Irakkrieg beteiligt
hat war sicher richtig, aber jetzt der CDU einen solchen Schmarrn zu unterstellen ist nicht seriös. und
für das Betreiben des Staatsbankrotts Das ist doch der gleiche Unsinn. Niemand betreibt einen Staatsbankrott.
#20 Pünktchen 21:37:43 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Der Mörder Raskolnikow ist zwar ganz zu Recht nach Sibirien gewandert, aber Chodorkovskij ist sicher
ein Opfer der russ. Präsidialdiktatur. Rußland ist kein Rechtsstaat und auch keine Demokratie mit Gewaltenteilung,
sondern ein demokratisch getünchter autoritärter Staat.
dann ist es … … für Colonel ein Rechtsstaat, wenn ein Herr für paar Mio Förderrechte vom Staat
im Wert von paar Mrd erhält? Nein, es ist ein Rechtsstaat, wenn die zuständigen Beamten und dieser „Unternehmer“
nach Sibirien wandern. Und es ist ein Rechtsstaat, ich bleibe dabei, in dem jemand für die Vorbereitung
eines Angriffskrieges und für das Betreiben des Staatsbankrotts angeklagt wird. Alles andere ist Unsinn.
Nein, das bestärkt uns eher in der Annahme, daß es in Russland weder mit dem Rechtsstaat noch mit der
freien Wirtschaft weit her ist. Dostojewski war auch in Sibirien. Und die Hauptfigur von „Schuld und Sühne“
ist am Ende auch da gelandet. Wie heißt sie noch gleich. Raskolnikow glaub ich. Sehen Sie mal! Ich lese
sogar einigermaßen „religiöse“ Literatur.
ich mache … … keinen Annahmen, wer und wer nicht nach Sibirien kommt. Aber die russischen Gasdiebe
(= die, die unter Jelzin Gasförderlizenzen ohne Gegenleistung bekommen haben) sitzen da schon mal ganz
gut. Bestärkt uns das nicht in dem Glauben, dass es nicht doch eine Gerechtigkeit gibt? PS: bei -40°
richt man eh’nix mehr
Wenn ich Ihre Ergüsse so lese, Colonel Blueberry, dann habe ich den Eindruck, Sie leben nach dem Motto:
Wer die Hosen voll hat, hat gut stinken. Aber dann auf die anderen deuten!
@ möchtegern-kathole Was denn noch für Delikte? Jüdische Religion ohne vorher kath. Fanatiker um Erlaubnis
gefragt zu haben oder was? Wenn Sie Pech haben wird man am Ende aus Versehen noch Sie an die Wand stellen?!
Ich meine nach der Revolution in Iran haben die Kleriker auch erst mal aufgeräumt. Die Piusbrüder hier
werden das nach der Revolution bestimmt auch machen. Da kommen da noch mehr nach Sibirien: Kardinal Lehman,
Bischof Algermissen, ich, Dr. Otterbeck, methusalix. Naja wenigstens ist dann in Sibirien die Luft gut.
Hier kann man ja schon nicht mehr atmen, vor lauter kackbraunen Mief. Mir gehts da wie Heine nach seinem
prophetischen Blick in die Zukunft in „Deutschland, ein Wintermärchen“: Mir ist es erlaubt zu sagen kaum,
oh Gott was ich gerochen! *Nase zuhalt*
@Colonel da findet sich schon ein Straftatbestand, wenn man nur will und eines Tages wird man wollen
Die „Oligarchen“ in Russland haben Russlands Staat und Volk zwar mit Jelzins Hilfe „legal“ bestohlen,
schmoren aber jeweils auch wg. anderer Delikte in Sibirien
wie weit ist es denn? aber so weit, dass eine obskure Figur wie Berlusconi hier Kanzler sein könnte ist
es noch nicht nun denn: * Kanzlerin ist eine Person, die vor paar Jahren gefordert hat, in dem Angriffskrieg
gegen Irak mitzumachen. * Kanzlerin ist eine Person, die zu den 2000 Millliarden (das sind 2000000 Millionen)
Schulden jedes Jahr neue hinzufügt. Beides würde eine gerichtliche Untersuchung rechtfertigen. Die eine
wg. Planung eines Angriffskrieges, die andere wg. Staatsbankrott.
#10 No Comment 16:15:22 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Benedikt Okay. Aber ein Land, in dem eine fulminante Wahlverliererin anschließend Bundeskanzlerin wird
und von ihrem Parteitag mit SED-ähnlichen Ergebnissen bestätigt wird, nähert sich dem System Berlusconi
vielleicht doch schon ein bisschen arg an.
#8 No Comment 15:26:15 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Sorry, Benedikt, es besteht überhaupt kein Anlass mehr, auf italienische Gepfllogenheiten mit teutonischer
Überlegenheit herabzublicken. Hierzulande gibt es allerhand Hinweise, dass der Grad der Korruption zwischen
Wirtschaft und Politik längst die Ausmaße ital. Verhältnisse der 1970er und 80er Jahre überschritten
hat. Mancher hat Andreotti als „Garanten der Mafia“ bezeichnet. Gemeint war damit, dass er das antikommunistische
System der D.C. zusammenhielt (samt „Linksöffnung“ und ohne faule Kompromisse zu vermeiden). Das war
Dogma der ital. Innenpolitik seit 1946. Das konnte nicht über 1989 hinaus fortbestehen. Aber dass gerade
die prinzipiellen Antikommunisten, die den Kommunismus auch dort noch bekämpfen, wo er längst erledigt
ist, jetzt hier gegen Andreotti losschreien, das ist doch sehr sehr witzig. Diese Kritiker meinen damit
wohl, dass Andreotti noch immer zu sehr Antifaschist war.
#7 Benedikt 15:12:48 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Andreotti Natürlich ist der Typ ein Mafiosi. Es ist doch sehr verwunderlich, dass er nach den endlosen
Prozessen und Anschuldigungen immer noch Herausgeber einer Kirchenzeitung sein kann. Obwohl – das ist
ja ein Sachverhalt aus Italien. Da muss einen gar nichts mehr wundern…
#6 Laurentius2 14:06:38 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
@Andreotti Dieser zwielichtige Politiker, Totengräber der DC und ausgesprochener Feind der deutschen
Einheit überrascht mich damit nicht ! Im Gegenteil, wenn Männer wie Andreotti sich wehren, ist dies
ein weiteres Gütesiegel für die Intentionen des Papstes! Mithin setzt sich Andreotti damit klar in Gegensatz
zum 2.Vatikanischen Konzil und müßte deswegen eigentlich wegen Verstosses gegen dieses „Superdogma“
in Ungnade fallen, wenn die Gesetze der Logik in Italien und Rom noch gälten …
Giulio Andreotti und die Mafia Giulio Andreottigehört zu den schillernsten und umstrittensten Figuren
der italienischen Nachkriegsgeschichte. Der „Bucklige“ stand in den 90ger Jahren vor Gericht, weil man
ihm handfeste Verbidungen zur Mafia vorwarf. Ich glaube, er wurde sogar rechtskräftig verurteilt. Kann
mich aber aus dem Stand nicht mehr genau erinnern.
Bischof Küng ein Verführer? „Österreich. Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng plädiert für eine
finanzielle Umverteilung zugunsten kinderreicher Familien.“ Dazu Guiseppe: „Bischof Küng hat recht!“
Was ich immer sage: Das Gift des Sozialismus ist tief in die Kirche eingedrungen und Ursache für die
meisten Verirrungen. Früher, als Europa noch überwiegend nicht den Irrlehren anheimgefallen war, wußte
man noch: Einer kinderreichen Familie, in der die Kinder im Christglauben erzogen werden und in der der
Glaube gelebt wird, mangelt es an gar nichts. Das wäre ja sonst noch schöner. Soviel Vertrauen wenigstens
sollte man in den Heiland haben. Was ist das für ein Wahnsinn, wenn man glaubt, hier mit Umverteilungsaktionen
verschlimmbessern zu müssen. Wenn Bischof Küng das wirklich so gesagt haben sollte, wäre er nichts
anderes als ein Verführer. Das ist Bitter.
#2 Guiseppe 11:58:14 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Bischof Küng hat recht! „Österreich. Der St. Pöltener Bischof Klaus Küng plädiert für eine finanzielle
Umverteilung zugunsten kinderreicher Familien. Mons. Küng sprach darüber mit der Dienstagsausgabe der
österreichischen Tageszeitung ‘Kurier’. Kinderreiche Familien seien in einer doppelt schwierigen Lage:
geringere Einnahmen und höhere Ausgaben. Wer viel einkaufen müsse, zahle auch viele Steuern. Das müsse
bei Familien mit mehr als drei Kindern berücksichtigt werden.“ Bischof Küng hat vollkommen recht! Danke,
Herr Bischof, für diese klaren und eindeutigen Worte, die auch aus dem Munde von Politikern kommen müßten.
Heutiges Evangelium zum Geleit EVANGELIUM Lukas 1, 26-38 In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott
in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef
verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und
sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte,
was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast
bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den
Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm
den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft
wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der
Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich
überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine
Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt
schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.