11:19:02 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
„Opportunismus und Pragmatismus kennen in der derzeitigen Bundesregierung offensichtlich keine prinzipiellen Grenzen mehr“ – hört man sogar aus den Reihen der CDU.
(kreuz.net, Münster) Forschungsministerin Annette Schavan und CDU-Fraktions- geschäftsführer Norbert
Röttgen planen Schlimmes.
Für Anfang 2007 wollen sie das deutsche
Stammzellgesetz verändern.
Die
‘Christdemokraten für das Leben’ sind entsetzt.
„Opportunismus und Pragmatismus kennen in der derzeitigen
Bundesregierung offensichtlich keine prinzipiellen Grenzen mehr“ – erklärte dazu deren Bundesvorsitzende
Mechthild Löhr.
Laut Ministerin Schavan können deutsche Stammzellforscher erwarten, daß die gesetzlichen
und moralischen Einschränkungen für ihre Arbeit mit Kinder-Stammzellen bald gelockert werden.
Das Stammzellgesetz
von 2002 erlaubt nur den Verbrauch von Stammzellinien von Menschen, die vor dem Stichtag 1. Januar 2002
getötet wurden.
Durch die deutsche Forschungslobby und die Bio-Industrie gedrängt, lasse Frau Schavan
jetzt jeden ethischen Vorbehalt fallen – erklärt Frau Löhr.
Die Forschungsministerin mache den Weg
frei für weitere gezielte Tötungen von Embryonen im Ausland.
Nach Frau Schavan ist plötzlich der genaue
Zeitpunkt, an dem eine Stammzellkultur gewonnen wurde, zweitrangig, solange es einen festen Stichtag gebe,
der aber laufend verändert werden könne.
„Damit zeigt die Forschungsministerin, daß sie die Bereitschaft
zu einem Lebensschutz menschlicher Embryonen aufgegeben hat“ – stellen die ‘Christdemokraten für das
Leben’ ernüchtert fest.
Damit werde der Handel mit den nur durch neue Tötungen frisch zu erhaltenden
Stammzellkulturen angeheizt.
Als radikalen Kurswechsel sei – so Frau Löhr – auch die Äußerung der
Ministerin zu betrachten, daß nur „überzählige“ Embryonen genutzt werden sollten, die nicht für eine
Schwangerschaft vorgesehen seien.
Frau Schavan stehe offensichtlich nicht mehr zum geltenden Embryonenschutzgesetz
von 1991.
Dieses erlaubt die künstliche Herstellung von Embryonen nur zur Ermöglichung einer Schwangerschaft.
„Es ist ein Weihnachtsgeschenk besonders bitterer Art, wenn eine führende christdemokratische Politikerin
die gezielte Tötung von Embryonen im Forschungs- und Wirtschaftsinteresse legitimieren will.“
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Benedikt 14:56:51 | Freitag, 22. Dezember 2006
#14
Hypatia 23:52:20 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
#13
Graf von Galen 23:37:45 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#12
nightlight20022001 23:20:33 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#11
Benedikt 16:57:55 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#10
No Comment 16:34:16 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#9
Navon 16:26:20 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#8
Romulus 16:26:11 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#7
Pünktchen 15:12:58 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#6
Benedikt 15:04:55 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#5
rudolfsohn 13:41:56 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#4
Ydefix 13:20:58 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#3
Navon 13:09:10 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#2
rebekka 12:53:08 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#1
rudolfsohn 12:28:55 | Mittwoch, 20. Dezember 2006