16:06:33 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Von der rechtsnationalistischen US-Regierung dämonisiert ist Syrien ein Land, wo es Christen möglich ist, ihren Glauben offen und selbstbewußt zu leben.
(kreuz.net) In Syrien können die etwa 1,5 Millionen Christen ihren Glauben freier leben als anderswo
im Nahen Osten.
Das berichtet der Kirchenhistoriker Rudolf Grulich in einem Beitrag für das internationale
Hilfswerk ‘Kirche ein Not’.
Die christlichen Gemeinschaften genießen völlige Freiheit, Gotteshäuser
zu bauen oder anderweitig religiös aktiv zu sein.
86 von hundert Einwohnern Syriens sind Muslime, 3
Drusen und 10 Christen. Etwa zehn Prozent der muslimischen Bevölkerung gehören zur liberalen islamischen
Strömung der Alawiten – darunter auch Präsident Assad.

Die ‘Arabische Republik Syrien’ liegt in Vorderasien
Unter den 1,5 Millionen Christen sind die griechisch-orthodoxen
Gläubigen des Patriarchates von Antiochien mit Sitz in Damaskus die größte Gruppe.
Sie zählen 600.000
Gläubige und sind gefolgt von den 300.000 katholischen Melkiten, die ebenfalls den byzantinischen Ritus
zelebrieren.
Dazu kommen orthodoxe Armenier, Syrer, Nestorianer und Protestanten.
Genaue Zahlen gibt
es für die mehr als 400.000 Katholiken, die zu fünf Riten der Kirche gehören.
Die meisten Katholiken
sind Melkiten mit dem Patriarchatstitel von Antiochien und Sitz in Damaskus, das als melkitische Diözese
neunzehn Pfarreien umfaßt.
Die unierten Katholiken des westsyrischen Ritus, deren Patriarch in der libanesischen
Hauptstadt Beirut residiert, besitzen zwei Metropolien in Damaskus und Homs sowie Erzbischöfe in Aleppo
und Hassake.
Die Stadt Aleppo ist schon seit 1659 Sitz eines syrisch-katholischen Erzbischofs. Die Gesamtzahl
der Angehörigen dieser Kirche dürfte in Syrien etwa 50.000 Katholiken betragen.
Die ungefähr 40.000
Maroniten Syriens werden seit dem 18. Jahrhundert von zwei Erzbischöfen in Aleppo und Damaskus betreut.
Für die katholischen Armenier ist seit dem 17. Jahrhundert ein Erzbischof in Aleppo zuständig, dem
etwa 17.000 Gläubige unterstehen.
Aleppo ist auch Bischofssitz der Chaldäer – die Unierten des ostsyrischen
Ritus –, die sich als ehemalige Nestorianer in der frühen Neuzeit wieder an Rom anschlossen. Ihre Zahl
beträgt 15.000.
In Aleppo residiert seit 1762 auch ein lateinischer Apostolischer Vikar. Er ist für
die zehntausend römischen Katholiken in zehn Pfarreien zuständig.
Es gibt 22 Kirchen und Klöster mit
sechzig Ordenspriester und über zweihundert Ordensschwestern.
Mit zwanzig Schulen und Kindergärten
und zwanzig karitativen Einrichtungen spielt das Apostolische Vikariat im sozialen Leben eine Rolle.
In Damaskus residieren auch der griechisch-orthodoxe Patriarch „von Antiochien und dem ganzen Orient“ –
Ignatios – und der syrisch-orthodoxe Patriarch gleichen Titels, der ebenfalls Ignatios heißt.
Außerdem
ist Damaskus auch armenisch-orthodoxer Bischofssitz. In Aleppo finden wir auch syrische, griechisch-orthodoxe
und armenisch-orthodoxe Bischöfe.
Das syrische Christentum lebt – selbstbewußt und stolz auf seine
Traditionen.
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Hajat 10:20:08 | Freitag, 22. Dezember 2006
#17
Hypatia 22:31:48 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
#16
MilesChristi 19:20:13 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
#15
MK28 10:58:54 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
#14
Sirilo 08:27:39 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
#13
wickerl 07:11:28 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
#12
nightlight20022001 23:33:28 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#11
Sirilo 23:30:12 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#10
nightlight20022001 22:50:39 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#9
stephan 21:46:05 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#8
Christian Hüller 21:02:29 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#7
Colonel Blueberry 20:53:04 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#6
Christian Hüller 20:44:05 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#5
Colonel Blueberry 19:58:26 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#4
Athanasius 16:52:31 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#3
semper reformandus 16:34:51 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#2
Hoffnung 16:25:29 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
#1
Sixtus 16:16:21 | Mittwoch, 20. Dezember 2006