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Blick in die Krippe + Stadt des Todes + Kein Begräbnis für Show-Selbstmörder + Christmette live in alle Welt † 100jähriger Kardinal
Geburtsschrein Jesu in Betlehem
Geburtsschrein Jesu in Betlehem
Blick in die Krippe

Heiliges Land. Die Mitternachtsmette des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, die jedes Jahr in Betlehem stattfindet, wird heuer erstmals auch im Internet übertragen. Ab 23.00 Uhr mitteleuropäische Zeit wird der Gottesdienst auf www.custodia.org live ausgestrahlt.

Stadt des Todes

Heiliges Land. Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah (73), forderte in seiner Weihnachtsbotschaft Frieden im Heiligen Land. Die von Israel errichtete Mauer nannte er „unmoralisch“ und „zerstörerisch“. Die Geburtsstadt Jesu sei kein Symbol für Frieden, sondern für Gewalt und Frustration geworden, eine „Stadt des Todes und der Zerstörung“. Die Mauer bestimme das Bild der Stadt.

Weihnachten vor verschlossener Türe

Eine Darstellung von Joseph und Maria vor einer Durchgangsschleuse in
der Annektionsmauer, die von der israelischen Besatzungsarmee im
Heiligen Land errichtet worden ist.
Weihnachten vor verschlossener Türe

Eine Darstellung von Joseph und Maria vor einer Durchgangsschleuse in
der Annektionsmauer, die von der israelischen Besatzungsarmee im
Heiligen Land errichtet worden ist.

Kein Begräbnis für Show-Selbstmörder

Italien. Die Kirche hat eine katholische Beerdigung für den ermordeten Euthanasie-Ideologen Piergiorgio Welby untersagt. Welbys Pfarrer erhielt vom Römischen Vikariat entsprechende Anweisungen. Welby habe „wiederholt und öffentlich den Wunsch bekräftigt, sein Leben zu beenden“. Das verstoße gegen katholische Glaubensgrundsätze. Außerdem solle den Gläubigen dadurch signalisiert werden, daß Welbys Haltung „inakzeptabel“ gewesen sei.

Christmette live in alle Welt

Deutschland. Am Heiligen Abend überträgt domradio.de ab 24.00 Uhr exklusiv in Bild und Ton die Christmette aus dem Kölner Dom. Christen aus aller Welt können via Internet gemeinsam mit Joachim Kardinal Meisner die Geburt Jesu feiern. Nachdem im vergangenen Jahr alleine 18.000 Besucher über das Internet dabei waren, wurde die Technik in diesem Jahr auf 24 Mikrophone und vier Kameras erweitert.

100jähriger Kardinal

„Eine wesentliche Botschaft, auf die es Kardinal Höffner in seinem Konzept der Christlichen Gesellschaftslehre ankommt, ist ihr theologisches Fundament. Gewiß, er verteidigt immer wieder das Naturrecht als erkenntnistheoretische Basis der Christlichen Gesellschaftslehre. (…) Aber es liegt ihm daran, die Christliche Gesellschaftslehre »durch die Entfaltung spezifisch theologischer Kategorien über das Naturrecht hinaus zu entwickeln«. Wenn sie sich mit den natürlichen gesellschaftlichen Ordnungen letztlich um der christlichen Heilsordnung willen befaßt, empfängt sie ihre theologische Prägung. Ihr tiefstes theologisches Fundament ist die Inkarnation. Weil »das Wort Gottes eine wirkliche menschliche Natur annahm, trat es auch in das geschichtliche und gesellschaftliche Leben der Menschheit ein, so daß ein Christ, der die Ordnungskraft des Glaubens für das öffentliche Leben brachliegen ließe, einen Verrat am Gottmenschen begehen würde«.“

Aus einem Artikel vom 23. Dezember des Osnabrücker Sozialwissenschafters Manfred Spieker in der Zeitung ‘Deutsche Tagespost’ anläßlich des heutigen 100. Geburtstags von Joseph Kardinal Höffner († 1987)
      
9 Lesermeinungen
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#9   Benedikt   16:42:09 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Unschuld
Wo steht noch mal genau, dass Welby keine „standesgemäße Beerdingung“ hatte?
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#8   Unschuld   15:07:41 | Montag, 25. Dezember 2006
Wider dem ungnädigem Pfaffentum
Liebe Mitchristen,
einem Katholiken eine standesgemäße Beerdigung zu verweigern halte ich für eine große Sünde. Die verantwortlichen Pfaffen bringen Schande über das Katholikentum.
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#7   Brigitte Bussmann   11:44:43 | Montag, 25. Dezember 2006
Brigitte Bussmann
Showselbstmörder-wie kann ein Mensch sich selbst umbringen, der seit 30 Jahren total gelähmt ist, nicht mehr selbständig atmen kann, sondern nur noch seine Augen bewegt. Dann noch nicht einmal ein kirchliches Begräbnis, aber wahrscheinlich lebt die italienische katholische Kirche auf einem anderen Planeten. Wirkliche Selbstmörder werden in Deutschland schon lange kirchlich beerdigt.
Frohe Weihnachten und die Erkenntnis, dass Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit oberste Priorität haben muss und nicht ein Dahinvegitieren des göttlichen Ebenbildes Mensch mit dem Gutheißen veralteter kirchlicher Gesetze und Lehren.
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#6   Josef   05:10:57 | Montag, 25. Dezember 2006
Richtig, Rex Ornithorhynchum !
Tatsächlich habe ich keine Ahnung, woher Du die Gewissheit nimmst, dass ich keine Ahnung hätte. Bist Du ein Auserwählter ? Und warum tut Dir das leid ?
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#5   Schnabeltierkönig   02:26:44 | Montag, 25. Dezember 2006
Josef@
Tut mir Leid lieber Josef, aber Du hast keine Ahnung!
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#4   -=Richard=-   21:25:52 | Sonntag, 24. Dezember 2006
bethlehem
ich war selbst in der geburtskirche in Bethlehem vor zwei jahren. ich empfehle jedem christ mal nach Israel/ Palestina zu fahren
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#3   Artois †   13:11:09 | Sonntag, 24. Dezember 2006
@Höffner
Also, zumindest ausweislich des völlig verkorksten Spieker-Artikels war Höffner keine große Leuchte. Das ein Mann wie Spieker in Deutschland Professor werden kann, halte ich für symptomatisch.
Wer wie Höffner eine Weihnachtsmannmütze sich aufsetzt (zu sehen in der gestrigen FAZ), bei dem kann einfach irgend etwas nicht stimmen
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#2   dalra.kaflam   12:22:31 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Irrweg?
Ins Mittelalter zurückversetzt? Wohl kaum, denn 1. war das Mittelalter im Vergleich zur heutigen Zeit geradezu eine Epoche der Seligen, sowohl geistig wie auch materiel (materiel ganz besonders das 12.-14. Jhd.); 2. hätte sich im Mittelalter das Problem so nicht gestellt, denn der arme Mann wäre schon längst gestorben; und zwar menschenwürdig (nie gedacht, daß ich mal diesen Begriff verwenden werde) und hätte sich nicht sein ganzes Leben lang quälen müssen.
Das Problem scheint mir doch hier Folgendes zu sein: dieser Patient hat gar nicht mehr gelebt, er wurde nur noch am Leben erhalten. Experimentierfreudige Ärzte haben ihm mit Hilfe modernster Technik erlaubt, ein Leben zu führen, jedoch ein Leben als Pflanze oder gar als Stein. Dieselben Ärzte hätten auch kein Problem, eine im 1. Monat schwangere tote Frau weitervegetieren zu lassen, um die ersten zu sein, die eine Tote ein Kind gebären lassen. Und wenn sie irgendwann einmal in der Lage sind, nur noch das Gehirn eines Patienten am Leben zu erhalten, während der restliche Körper verfault, dann werden sie es ebenso tun. Und was wird dann kreuz.net kommentieren? Ist das Abstellen der Maschinen dann ebenso Sünde und Mord? Hier wurde kein Leben geschützt, sondern ein Pseudo- oder Wider-Leben künstlich geschaffen. Die Ärzte wollten sein wie Gott.
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#1   Josef   11:24:52 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Kein Begräbnis für Show-Selbstmörder ?
Was für eine erbärmliche, dem christlichen Gedanken zuwiderlaufende Berichterstattung über ein tragisches Ende eines Menschen ! Einen Menschen, der seit Jahren unter seinem Gebrechen litt und sich dessen Ende herbeisehnte, als einen „Show-Selbstmörder“ zu bezeichnen und ihm das Recht auf ein christliches Begräbnis abzusprechen, ist ja wohl aus der tiefsten bigotten Schublade gezogen.
Traurig, fast fühle ich mich ins Mittelalter zurückversetzt, aber Gott wird für sein letztes Wort solche Pharisäer wohl nicht um Rat fragen.
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