Im Polnischen Parlament erheben sich Stimmen, welche die Königsgewalt Christi wieder respektieren wollen. Widerstand kommt von Bischöfen.
Der PIS-Parlamentarier Artur Gorski (links) fordert mit weiteren 45 Abgeordneten des polnischen Parlaments die Inthronisation Christi als König von Polen.
(kreuz.net, Warschau) Polnische Parlamentarier wollen Christus als König Polens inthronisieren.
46 Abgeordnete
haben einen Entwurf vorbereitet, der dem Parlament vorgelegt werden soll. Im polnischen Parlament sitzen
460 Abgeordnete. Es braucht eine einfache Mehrheit – 231 Stimmen –, um den Entwurf anzunehmen.
Initiatoren
sind Parlamentarier der Regierungspartei ‘Pis’ – Recht und Gerechtigkeit –, die der Kirche nahesteht.
Der Antrag wird auch von Parlamentariern der mitregierenden national-katholischen Partei ‘Liga Polnischer
Familien’ sowie der oppositionellen ‘Bauernpartei’ unterstützt.
Christus, König von Polen
Die Abgeordneten begründen ihren Wunsch
nach einer Inthronisierung Christi zum König Polens mit theologischen und historischen Argumenten.
Der
PIS-Parlamentarier Artur Gorski erklärt, daß sich der Beschluß in der Öffentlichkeit positiv auf das
Bild des skandalerschütterten Parlaments auswirken würde.
Daß der Staat die Religion unterstütze,
sei in der ‘Europäischen Gemeinschaft’ keine Neuheit.
Gorski nennt als Beispiele die Nationen Dänemark,
England und Griechenland, in denen es Staatskirchen gibt.
Bischof: „Wir sind kein Religionsstaat“
Kritik
an der Inthronisation Christi kommt von den – ehemals kommunistischen – Linksparteien und von den Bischöfen
des Landes.
Der Erzbischof der nordpolnischen Diözese Gdansk, Mons. Tadeusz Goclowski (75) verlangte,
daß sich das Parlament mit „notwendigen, besseren Gesetzen“ beschäftigen sollte.
Der emeritierte Weihbischof
von Sosnowiec in Südpolen, Mons. Tadeusz Pieronek (72), sieht in der Initiative einen Mißbrauch der
Religion für politische Zwecke:
„Wir sind kein Religionsstaat und haben nicht vor, ein solcher Staat
zu werden. Ich sage zu dieser Idee Nein. Sie steht im Widerspruch zur Kirchenlehre.“
Die Rechte der Königswürde
Christi
Erst Papst Pius XI. († 1939) hat in seiner Enzyklika über das Christkönigsfest Quas Primas
gefordert, daß Christus in den Parlamenten herrsche:
„Je schmachvoller der am meisten der Liebe würdige
Name unseres Erlösers bei internationalen Zusammenkünften und in Parlamenten durch Schweigen unterdrückt
wird, umso lauter müssen wir ihn verkünden, umso mehr überall die Rechte der Königswürde und der
Königsgewalt Christi bekräftigen.“
Pius XI. nennt es einen „schmählichen Irrtum“, wenn man dem Heiland
die Hoheitsrechte über die Gesamtheit der öffentlichen Angelegenheiten absprechen wollte:
„Wenn sich
die Menschheit entschließen könnte, die königliche Gewalt Christi im privaten und öffentlichen Leben
anzuerkennen, so würde die bürgerliche Gemeinschaft von ungewöhnlichen Wohltaten und Gnaden durchdrungen:
gerechte Freiheit, Ordnung und Ruhe, Eintracht und Friede.“
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53 Lesermeinungen
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Souverän Wie kann eine Gruppe, die sich „Vereinigung der Souveränität des polnischen Volkes“ nennt,
die Königsherrschaft Christi fordern? Entweder ist der König Souverän oder das Volk. Beides geht nicht!
Joh 18,36 Es ist wahr: Die Königsherrschaft des Christus Jesus „ist nicht von dieser Welt“ (wörtlich:
ouk éstin ek tou kósmou toúto). Sie ist ganz einfach darum „nicht von dieser Welt“, weil dem Christus
alles von Seinem Vater übergeben worden ist und mithin eben „nicht von dieser Welt“ oder irgendeiner
weltlichen Macht in ihr. Daß die Königsherrschaft dieses Königs nicht von dieser Welt ist, bedeutet
aber noch lange nicht, daß sie nicht doch dieser Welt gilt und sich nicht „in dieser Welt“ auswirken
soll!
@Gotthard du schon wieder, ich glaub kaum, dass du von Polen und seiner Geschichte viel Ahnung hast, also
halt mal still und lass dich belehren. @von Galen: es ist nicht korrekt, zu behaupten, dass die alten
polnischen Ostgebiete durch einen Unrechtsakt zum polnischen Staat des Interbellum gekommen sind. Diese
Gebiete gehörten auch schon zur alten Rzeczpospolita Polska, welche bekanntlich Ende des 18. Jahrhunderts
unter ihren Nachbarn aufgeteilt wurde. Richtig ist, dass diese Gebiete von ihrer Bevölkerungszusammensetzung
nie rein polnisch waren, sondern höchst heterogen. Auf polnisch werden diese Gebiete als „kresy“ bezeichnet,
was soviel wie Landesgrenze bedeutet. Daraus kann man auch ableiten, was man in Zentralpolen von diesen
Gegenden hielt. Dennoch hatten und haben natürlich auch die Polen, die dort lebten Heimatrecht. Im übrigen
ist das „Wunder an der Weichsel“ wohl ein aus unserer Sicht positiv zu bewertendes Ereignis zu erachten.
Der siegreiche Marschall Pilsudski, der selbst aus Wilna (kresy) stammte, hatte im übrigen noch die Vorstellung
der alten multiethnischen, nach Osten ausgerichteten polnischen Staatsidee, während die eigentlichen
polnischen Nationalisten, jene waren, die Polen schon vor dem WK II nach Westen ausdehnen wollten, Stichwort
Elbe-Saale Linie als historische Westgrenze. Diese waren eben schon vor dem Krieg ausgewiesene Deutschenhasser.
#48 Graf von Galen 23:47:20 | Samstag, 23. Dezember 2006
Für ein freies und heiliges Deutschland, @ Josefus Zuerst schließe ich mich der Replik meines Vorkommen-
tators an, daß man Unrecht nicht mit Unrecht vergelten darf. Ergänzen möchte ich, daß die angeblich
polnischen Ostgebiete mehrheitlich von Weißrussen, Ukrainern und Ruthenen bewohnt waren und Polen diese
Gebiete in einem Angriffskrieg, der beinahe ins Auge gegangen wäre, dem durch die Revolution geschwächten
Rußland in den zwanziger Jahren entrissen hatte. Diese Minderheit als auch die anderen nationalen Minder-
heiten wie Deutsche und Juden wurden von den Polen miserabel behandelt und unterdrückt. Ohne den Sieg
des deutschen Reiches im I. Weltkrieg gegen Rußland hätte es gar kein Polen gegeben. Von daher war das
cauvinistische Verhalten der Polen gegen Deutschland in der Zwischenkriegszeit nicht nur ungerecht sondern
auch undankbar. Außerdem gab es schon zu dieser Zeit Forderungen nach deutschen Gebieten bis an die Elbe.
Diese Gebietsansprüche wurden also bereits vor dem Besatzungsunrecht während des zweiten Weltkrieges
formuliert.
@Athanasius Wer spricht denn hier davon, dass der Mensch nicht Gottes Geschöpf ist? Doch wenn Sie schon
meinen, Papst Johannes Paul II kann aussen vor bleiben: Schuf der, DER HERRSCHT, sein liebstes Geschöpf
etwa nicht nach seinem Abbild? „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf
er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ (Gen 1,27) Und wird dies nicht im Psalm 8 nochmals auf unüberbietbare
Weise vom Psalmisten höchstpersönlich bestätigt? „Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond
und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst, des Menschen Kind, daß du dich
seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“
(Ps 8,4-6) … um was geht es Ihnen eigentlich bei: „Oportet illum regnare“! – denn GOTT herrscht, gewollt
oder nicht gewollt – ohne wenn und aber! Deshalb meine Frage? Geht es Ihnen um „Herrschaft“, um der Herrschaft
willen? oder Geht es Ihnen um „Erlösung“, um des Menschen willen?
… Die größte christliche Nation rüstet auf und die Pederasten und Sozialisten kommen ins schwitzen.
Man hat sich wohl zu sicher in einer zu schaffenden antichristlichen EU gefühlt. Und die Unterschiede
werden immer deutlicher. In Deutschland werden Abtreibung, Gotteslästerung und Homoehe immer massiver
eingefordert und Polen christianisiert sich und damit sein Umfeld. Im Europäischen Parlament gibt es
schon seit Jahren einen erbitterten Kampf zwischen den Sozialisten und Christen.
#44 Athanasius 15:26:13 | Samstag, 23. Dezember 2006
@Beiwort Die menschliche Würde kann nicht mit der göttlichen verwechselt werden oder gar gleichgesetzt.
Gott muss herrschen, er steht über den Menschen. Der Mensch ist nicht Gott. Oportet illum regnare. Dazu
brauche ich Johannes Paul II. nicht. Das ist alles ganz klar 1925 in Quas Primas erklärt worden vom kompetenten
Lehramt.
ein „Kaiserartikel“ würde reichen! Wenn wir als Christen unseren einzigen HERRN und KÖNIG „Jesus Christus“
in seiner unfassbaren Größe und Macht wirklich vertrauen würden, dann würde auch das polnische Parlament
hinsichtlich einer realpolitischen Version innerhalb Europas für einen sogannten „vorstaatlichen Kaiserartikel“
nach Vorbild des deutschen Grundgesetzes eintreten. In unserer Präambel und im Artikel 1,1 GG steht:
„Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen … Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Dieser vorstaatliche Grundrechtsartikel
ist die Rechtsgrundlage für alles andere an Rechten und Pflichen in unserem Lande – alle Gesetze bauen
letzten Endes darauf auf. Diese erste Wahrheit der Menschheit, die in diesem vorstaatlichen Artikel formuliert
wurde, sollte für uns Christen unter der inhaltlichen Vorgabe der beiden Antrittsenzykliken „Redemptor
hominis“ (1979) und „Deus caritas est“ (2005) verstanden und interpretiert werden. … denn dann ist auch
das Verhältnis von Kirche und Staat durchaus sinnvoll und vernünftig geklärt: „Im Schnittpunkt von
kirchlichem Auftrag und politischer Aufgabe steht der Respekt gegenüber der Würde des Menschen.“ (Die
deutschen Bischöfe, Gerechter Friede, Nr. 66, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.), Bonn
2000, unter Abschnitt 58)
wenn … … das Polnische Parlament über die Einsetzung Christi als König diskutiert und das deutsche
Parlament über die Einsetzung schwuler Lebenspartnerschaften, dann sollte man ganz Deutschland unter
das Protektorat Polens stellen.
@Josefus Seit wann darf Unrecht mit Unrecht vergolten werden. Selbstverständlich war die Vertreibung
der Deutschen schweres Unrecht und Verstoß gegen das 5. und das 7. Gebot. Wenn Sie gewaltsam aus ihrem
Haus vertrieben werden würden, gäbe dies Ihnen kein Recht einen anderen aus seinem Haus zu vertreiben.
Selbstverständlich sind die Geschehnisse aus dem Kontext der damaligen Zeit verständlich, aber nicht
gerechtfertigt. Ihr Hinweis auf die hohen Stimmanteile der NS in Niederschlesien und Pommern (OS und Ermland
natürlich deutlich weniger) klingt ein wenig nach „das geschah denen ganz Recht“. Wenn ein Land sich
dem HERRN unterwerfen will, ist das durchaus lobenswert. Wenn aber dann nicht im tatsächlichen Handeln
Konsequenzen folgen, dann ist das Heuchelei. In Polen ist dies aber leider an der Tagesordnung. Glauben
sie mir, ich kenne Land und Leute dort gut genug um das zu beurteilen.
#39 Aloysius 09:30:05 | Samstag, 23. Dezember 2006
Bischof: „Wir sind kein Religionsstaat“ Kritik an der Inthronisation Christi kommt von den… Bischöfen
des Landes. „Hungrige erfüllt Er mit Gütern, Reiche läßt Er leer ausgehen.“
Lieber Herr Graf von Galen Lieber Graf von Galen: Daß die Polen Jesus zum Christkönig über Polen erheben
wollen, finde ich auch sehr lobenswert. Dem Satz „Diese sollten aber dabei bedenken, daß dazu auch gehört,
die zehn Gebote inkl. dem 7. zu beachten und die deutschen Ostgebiete wieder herauszurücken.“ kann ich
jedoch nicht zustimmenund muss ausnahmsweise mich hier indirekt Gotthard anschließen. Polen war in der
Zange von nationalsozialistischem Deutschland und kommunistischer Sowjetunion, beides gottlose Systeme
und hauptverantwortlich für den 2. Weltkrieg. Die Polen selber wurden durch die Sowjets doch aus ihren
Ostgebieten vertrieben und in die deutschen Ostgebiete verfracht (Westverschiebung Polens). Die Polen
selber können also am alller wenigsten dafür und waren weitesgehend allein Opfer, mehr jedenfalls als
die Deutschen. Man sollte nicht übersehen, dass gerade in den Ostgebieten, wie auch sonst in allen protestantischen
Gebieten, die Nationalsozialisten ganz signifikant weit überproportional gewählt wurden (1929-1933)
und Ihnen so zur Macht verhalfen. (Nur in katholischen Gegenden Schlesiens gewannen die Nazis wenig Stimmen.)
In „Mein Kampf“ schrieb Hitler schon vom Lebensraum im Osten. Hochmut kommt vor dem Fall und vielleicht
auch vor der Strafe. Unschuldige(re) mussten dabei wieder für Schuldige leiden, wie überall in dieser
Welt, wo Unrecht geschieht, können so aber auch zur Sühne beitragen. Dies gilt aber auch ganz besonders
für viele Polen.
#37 Gotthard 22:52:31 | Freitag, 22. Dezember 2006
König von Polen und die deutschen Ostgebiete wieder herauszurücken. und bevor Jesus Christus König
in Polen werden kann, muss Polen alle Gebiete, die heute zu Weißrussland und zur Ukraine gehören, zurückerhalten.
Und alle Orthodoxen haben zurückzukehren …
#36 Graf von Galen 21:54:00 | Freitag, 22. Dezember 2006
Für ein freies und heiliges Deutschland Daß die Polen Jesus zum Christkönig über Polen erheben wollen,
finde ich sehr lobenswert. Diese sollten aber dabei bedenken, daß dazu auch gehört, die zehn Gebote
inkl. dem 7. zu beachten und die deutschen Ostgebiete wieder herauszurücken.
#34 Athanasius 21:29:03 | Freitag, 22. Dezember 2006
@statcrux alias Dr. Otterbeck Ich brauche Benedikt XVI. nicht um mir die Christkönigsherrschaft auszulegen
oder umzudeuten. Ich habe Pius XI. Der reicht aus.
#33 -=Richard=- 20:48:31 | Freitag, 22. Dezember 2006
Ich hab nen nintendo wii die arbeit der polnischen politiker kann man nur unterstützen.ich lebe lieber
in einem theokratischen gottesstaat als in einer verdorbenen demokratie die wir hier in Deutschland haben.
Gottesstaat statt schwulenstaat.
#32 Pünktchen 17:19:43 | Freitag, 22. Dezember 2006
Benedikt/Sirilo Ihren Gedanken zustimmend, darf ich darauf verweisen, daß selbst ein integralistischer
„Hardliner“ wie Marcel inzwischen dem Gedanken nähertritt, daß die „Königsherrschaft Christi“ schwerlich
mit einer säkularen Staatsform identifiziert werden kann! Die Frage, wie das polnische Parlament Christus
zu inthronisieren gedenkt und wie der also Inthronisierte sich zu den Verfassungsorganen in Polen verhalten
werde, bleibt so spannend, daß ich nochmals die Bitte an kreuz.net aussprechen möchte, uns über die
parlamentarischen Beratungen auf dem Laufenden zu halten! Bei dieser Gelegenheit sollte auf die Buchpublikation
von A. Angenendt („Toleranz und Gewalt“) hingewiesen werden, deren Rezension in der heutigen FAZ www.kreuz.net/bookentry.936.html
zu finden ist.
#31 Benedikt 17:03:11 | Freitag, 22. Dezember 2006
@ Elendester Sünder Derjenige, der hier nichts begriffen hat sind offensichtlich Sie. Der Vorschlag der
Abgeordneten der PiS richtet sich nicht auf die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie, sondern
auf eine verfassungsmäßige Implementierung des Herrn in eben jene. Ihr Wort: Die Demokratien Europas
fußen nicht auf christlichen, sondern auf humanistischen Idealen. Demokratie ist Pöbelherrschaft. kann
daher nur bedeuten, dass Sie den Herr zum Staatsoberhaupt in einem Pöbelregime machen wollen.
#30 stat crux 16:17:21 | Freitag, 22. Dezember 2006
P.S.: Was „Christkönig“ bedeutet, das hat Papst Benedikt gerade heute wieder vor den Kurienmitarbeitern
bekräftigt: Gebet und Arbeit wider die Diktatur einer positivistischen „Vernunft“, die Gott und den Menschen
kein Recht auf Wahrheit und Freiheit zubilligen will.
#29 No Comment 15:41:28 | Freitag, 22. Dezember 2006
Das Pontifikat Pius XI. liegt bekanntlich zeitlich VOR den Erfahrungen des II. Weltkriegs. Insoweit musste
Pius XII. feststellen, dass die Konzeption der „Katholischen Aktion“ noch zu unvollständig auf die Herausforderung
der Zeit antwortete; Fazit: 1944 explizite Gutheißung der Demokratie als bevorzugte Regierungsform im
Staat (nur 30 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs!!).
Der überkluge Benedikt hat mal wieder nichts begriffen. Das Thema ist aber auch wirklich nicht einfach.
Königsherrschaft Christi bedeutet nicht die vorzeitige Wiederkehr Christi unter Ausfallen des Endgerichts
und das buchstäbliche Niedersetzen Christi auf einen weltlichen Thron. Christi Reich ist nicht von dieser
Welt. Es geht um die Herrschaft der christlichen Lehre. Es ist ein geistiger Kampf. Die Demokratien Europas
fußen nicht auf christlichen, sondern auf humanistischen Idealen. Demokratie ist Pöbelherrschaft. Unter
ihr können christliche Ideale unmöglich dauerhaft verwirklicht werden. So wie die Staatsform der Humanität
die Republik ist, so ist die des Christentums die Erbmonarchie. Es stellt sich zwar immer die Frage, auf
welchem ideellen Fundament eine Staatsform aufgebaut ist, so kann die monarchistische Staatsform auch
humanistisch sein, wenn der jeweilige Regent humanistisch vergiftet ist, z.B. Preußen, aber jede Erbfolge
kann wieder den Umschwung bringen, z.B. England und die Stuarts. Deshalb mußten im Sinne der Humanität
die Throne fallen. Der jahrhundertelange Kampf der Humanität gegen den Thron diente alleine dem Zweck
der festen Implementierung antichristlicher Grundsätze. Dieses Ziel wurde mit dem Ersten Weltkrieg vollständig
erreicht. Seitdem ist der Teufel von der Leine gelassen.
#27 Kein Kommentar 14:26:45 | Freitag, 22. Dezember 2006
@ Benedikt & Sirilo Jawohl! :)3 Besonders: Wenn Jesus durch das polnische Parlament zum König von Polen
erklärt wird, dann ist er kein König von „Gottes Gnaden“, sondern „von Parlaments Gnaden“.
#26 Benedikt 14:17:53 | Freitag, 22. Dezember 2006
Entthront Mit der Königsherrschaft Christi ist in keinem Fall gemeint, dass Jesus Christus als König
iSd Staatsrechts in die Verfassung eines Staates eingeschrieben will. Leute, die dieser Idee zustimmen
haben weder „Quas primas“ noch die Christköniglehre der Kirche verstanden. Dabei reicht es eigentlich,
die von kreuz.net zitierten Passagen zu lesen. Welcher König regiert in den Parlamenten? Die Hoheitsrechte,
die Papst Pius meint sind Rechte, die Christus unabhängig von der Staatsform zustehen. Egal, was für
eine Staatsform existiert – Christus ist immer unser wahrer König. Und kein imaginäres Verfassungsorgan.
König von Parlaments Gnaden Wenn Jesus durch das polnische Parlament zum König von Polen erklärt wird,
dann ist er kein König von „Gottes Gnaden“, sondern „von Parlaments Gnaden“. Ändert sich eines Tags
vielleicht die Zusammensetzung des Parlaments, dann kann man ihm wieder den Titel entziehen… Und wie
soll das gehen? Wird dann der Staatspräsident abgeschafft? Oder fungiert der Staatspräsident als „Stellvertreter
Christi“? (Aber da gibt es ja schon einen Stellvertreter in Rom…) Ich meine, wem es mit der geistigen
Königsherrschaft Christi („Mein Reich ist nicht von dieser Welt“) ernst ist, der wird sich nicht begeistern
können für parteipolitische Winkelzüge, mit denen gewisse polnische Parteien von ihren Tricksereien
und Durchstechereien ablenken wollen, indem sie sich frömmer geben, als sie in Wirklichkeit sind.
Christus lebt, Christus regiert, Christus triumphiert! Der Spruch Karls des Großen ist verblaßt. Die
letzten Überreste des Mittelalters, der goldenen Epoche der Weltgeschichte, werden abgebrochen. Der von
der Idee der Humanität verblendete Mensch will sich auf dem Thron Gottes niederlassen. Die Humanität
ist für naive Menschen zu verlockend. Die Finsternis ist zurückgekehrt und wird eine Zeit lang triumphieren.
Für die Kirche wird noch einmal ein Zeitalter der Martyrer anbrechen, bevor das Kreuz endgültig siegen
wird. IESUS NAZARENUS REX IUDAEORUM. Möge Christus Alles in Allem sein.
Mensch laikos, Du scheinst aber stressige Weihnachtsvorbereitungen gehabt zu haben… Bist ja gar nicht
mehr Herr Deiner Sinne! Ich wünsche Dir deshalb vor allem ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest
mit der Hoffnung, solche inhaltlich und auch sonst außerordentlich dürftigen Beiträge nicht wieder
lesen zu müssen.
2VK und Lehre der Kirche Die gesamte unveränderliche Kirche Christie steht im Wiederspruch zur Religionsfreiheit
und dem Ökumenismus. Das wurde schon zik male wissenschaftlich bewiesen. Es wurde eine neue Kirche durch
diese Irrlehren geschaffen, welche nicht die römisch katholische Kirche representiert. Und trotzdem waren
PJPXIII und alle nachkonziliären Päpste echte gültige Päpste. Sie sind nur abgefallen bis ins Bodenlose.
Auch ein Papst hat durch seinen Freien willen die Möglichkeit sich die Hölle einzuhandeln, wenn er dies
will. Auch dann wenn er der richtige gültige Papst ist.
#21 Kein Kommentar 12:11:54 | Freitag, 22. Dezember 2006
Pax Christi in regno Christi Immerhin sollte man den politischen Charakter des Programms von Pius XI.
auch nicht zu sehr verharmlosen. Da hat es mit Dignitatis humanae doch eine kleine Revolution gegeben,
die sich aber voll und ganz auf die Offenbarungsgrundlagen und eine gediegene Theologie stützen kann.
Übrigens zeigt sich auch, dass Carl Schmitt und Hans Barion durchaus Recht hatten gegen Erik Petersons
Schlussanmerkung in „Der Monotheismus als politisches Problem“. Die Trinitätslehre verhindert theokratische
Bestrebungen nicht, da diese sich unter der Überschrift „Christus König“ dann genauso effektiv verfolgen
lassen. Dennoch ist es etwas übertrieben, hier von einem „totalitarismo cattolico“ zu sprechen, wie Foresta
web.uni-frankfurt.de/…arbeiter/Foresta.htm. Das Grundproblem ist übrigens die verkorkste Staatsphilosophie,
wie man sie exemplarisch in allen Lehrbüchern des klassischen Ius publicum ecclesiasticum findet und
derzufolge die Aufgabe des Staates darin besteht, seine Bürger (besser: Untertanen) zu tugendhaften Menschen
zu erziehen. Demgegenüber erblicken wir mit den (zumindest vorkonstantinischen) Kirchenvätern die Aufgabe
der staatlichen Gewalt darin zu verhindern, dass die großen Fische die kleinen Fische auffressen. [Nun
sollte man aber offline gehen und sich etwas besinnlicher auf das Weihnachtsfest vorbereiten…]
#20 Dr. Otterbeck 12:00:52 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Pünktchen Marcel weiß, was er sagt. Er nährt die Konfusion absichtlich. Jeder, der sich für den Lefebvrismus
interessieren (muss), sollte auch dazu eine Passage von Guitton lesen, in „Un siècle, une vie“ (Paris
1988), S. 394 ff. Allerdings hat der frz. Philosoph den Kern des Problems m.E. nicht begriffen. (Sein
Vermittlungsversuch kurz vor dem Schisma scheiterte.) Er wollte M.L. damit „ködern“, dass er in als Meuterer
(„mutin“) charakterisierte, der sich selbst untreu geworden sei. Er war aber wohl doch (seit 1988) „Mutant“,
Erfinder einer neuen Religion. Das hat man damals noch nicht so klar sehen können, aber die Entstehungsgeschichte
der Petrusbruderschaft zeigt ja, wo die Grenzlinie zwischen Meuterei und Mutation verlief. Die Römische
Messe kann man nur „mit und unter“ Petrus feiern, nicht im spirituellen Disneyland.
#19 Pünktchen 11:51:30 | Freitag, 22. Dezember 2006
Marcel Die von mir präsentierte Stelle aus Quas Primas, die die geistige Herrschaft des Christkönig
unterstreicht, wird auch von Ihnen, Marcel, so interpretiert, daß das „Medium“ dieser Herrschaft die
Seele ist, die sich frei dem Christkönig unterwirft. Diese Unterwerfung bleibt nicht irrelevant für
diejenigen Bereiche der Staatlichkeit, in denen sich „Herrschaft“ manifestiert: Judikative, Jurisdiktion,
Exekutive! Freilich findet diese Herrschaft Christi in Deklarationen, Verfassungen, Staatsformen, Kabinettsbeschlüssen,
Gerichtsurteilen … gerade so viel Niederschlag, wie menschliche Seelen sie mit christlichem Leben, Geist
und Gehorsam erfüllen! Deswegen können auch „christliche“ Majestäten sehr unchristlich sein und ganze
„christliche“ Zeitalter ebenso! Zurecht schreiben Sie daher: Marcel: Mit der konkreten Staatsform hat
das alles übrigens auch erst einmal nichts zu tun. So ist es! Ein segensreiches Weihnachtsfest wünscht
Ihnen: . p.
#18 Dr. Otterbeck 11:51:02 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Marcel „Erst wenn die V 2 Revolutionäre bekehrt ODER WEGGEFEGT sind, kann Christus den Thron wieder
besteigen.“ Das ist ja blanker Hohn, was Sie da schreiben. Was feiern Sie denn an Weihnachten? Die Geburt
einer „Anspruchsgrundlage“ auf Weltherrschaft?? Aber wie Dr. Goesche schon in UNA VOCE 1997, S. 124 f.
schrieb: „Ein von Papst Johannes XXIII. sanktionierter, falscher Liebesbegriff hat in die praktische Anarchie
geführt, die nur gegenüber jenen versprengten Schafen, die die Überlieferung der Väter heilig halten,
ihre tyrannische Fratze zeigt.“ Das ist wohl das Redaktionsstatut von kreuz.net. Wenn wir alle in einer
„tyrannischen Anarchie“ leben, wer soll sie denn dann „hinwegfegen“? Selbstmordattentäter??
Noch einmal „Quas Primas“ Pünktchen: Pius XI. führt in Quas Primas aus, daß der Christkönig seine
Herrschaft ausübe über Judiaktive, Jurisdiktion und Exekutive. Freilich: Wenn Sie zitieren, und das
ist der Punkt :) , dann doch bitte kontextwahrend. Hier der ganze Kontext: 17. Doch ist diese Herrschaft
vor allem geistiger Natur und betrifft die geistigen Belange. {…} 18. Anderseits würde derjenige sich
schwer irren, der Christus als Mensch die Macht über alle zeitlichen Dinge absprechen wollte. Denn er
hat vom Vater ein so unumschränktes Recht über alle Geschöpfe bekommen, daß alles seinem Willen unterstellt
ist. Vergessen wir nicht St. Paulus. Nichts anderes sagte er als Pius XI.: Jeder Staat, der sich nicht
Christus unterordnet, geht zugrunde. Und es geht munter weiter in Quas Primas, schön ausgewogen, die
klassische katholische „religiöse Toleranz“ ausbreitend, verbunden mit der der universellen Christkönigsherrschaft.
Das ist aber etwas ganz anderes als die von der Kirche immer verworfene Kultfreiheit, die V.II auf Kosten
Christi einführte. Mit der konkreten Staatsform hat das alles übrigens auch erst einmal nichts zu tun.
Lesen Sie bitte auch die anderen schönen Stellen in „Quas Primas“. Für Querleser habe ich vor einiger
Zeit versucht, den Text durch Unterstreichungen und Kürzungen zusammenzufassen. Ob es mir gelang, sei
dahingestellt; stehen tut es hier www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=99&pid=578…. Damit wünsche
ich Ihnen und den anderen Katholiken hier ein gesegntes Weihnachten, und verabschiede mich.
#16 Athanasius 11:21:46 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Daniel Stöhr Haben Sie wohl mal Dignitatis Humanae selbst ganz gelesen? Und den Syllabus errorum? Oder
wiederholen Sie nur, was Sie von P. Lingen zu hören bekommen?
Här Stöhr, Mal ganz abgesehen davon, dass es sich bei diesem Gesindel nicht um Bischöfe handelt., sondern
um ganz klar natürlich Häretiker! Alles Häretiker! Wibi Klingt hart, aber ist wohl auf den – wunden –
Punkt gebracht.
Uiuiuiui – die PIS mal wieder Wobei denen wohl dieser Gedanke gekommen ist? War es der Vize-Premier, der
während der Vergewaltigung einer Abgeordneten ein schlechtes Gewissen bekommen hat? Oder waren es Regierungspolitiker,
die beim gemeinsamen Tanz ums Hakenkreuz ein bisschen zuviel Messwein gesoffen haben?
Schade ? „Schade, dass die Bischöfe opponieren.“ Schade ? Sie liegen doch damit ganz auf einer Linie
mit dem „Konzil“ und der sgn. Religionsfreiheit. Mal ganz abgesehen davon, dass es sich bei diesem Gesindel
nicht um Bischöfe handelt.
#12 Athanasius 10:58:13 | Freitag, 22. Dezember 2006
@Wolfgang K. Wer den Laizismus so wie Sie verkündet, der kann nicht Katholik sein. Der Laizismus bedeutet
die Ausgrenzung der Religion und ihrer Einflüsse aus der Gesellschaft und Politik. Wie in Frankreich
1905. Es bedeutet nicht einen Unterschied zwischen Staat und Kirche, sondern eine Ausgrezung von Kirche
aus dem Staatsleben. Wer das will, der ist nicht mehr römisch-katholisch. Aber vielleicht habe ich Sie
falsch verstanden. Und als Niederländer weiß ich, daß wenn ein heutiges deutsches Produkt des bundesdeutschen
(denazificationsinspirierten) Schulsystems von „Antisemitismus“ spricht, es noch LÄNGST keins ist. Nur
fühlen Sie sich als bundesdeutscher Robot direkt verpflichtet gegen jede kritische Bemerkung (oft stillos
wie bei Radio Maryja, das gebe ich zu) zu Juden aufzuheben und politisch korrekt solche Stimmen zu verurteilen –
oder wie in der BRD üblich, ins Kerker zu werfen. Ich sage: es lebe ein freies und heiliges Europa. Nein
zum Liberalsozialismus!
#11 Pünktchen 10:45:26 | Freitag, 22. Dezember 2006
Pius XI. führt in Quas Primas aus, daß der Christkönig seine Herrschaft ausübe über Judiaktive, Jurisdiktion
und Exekutive. Freilich: „Doch ist diese Herrschaft vor allem geistiger Natur und betrifft die geistigen
Belange. Das zeigen sehr deutlich die oben angeführten Stellen aus der Heiligen Schrift, das beweist
auch Christus der Herr selbst durch die Art und Weise seines Handelns.“
#10 Wolfgang K. 10:44:59 | Freitag, 22. Dezember 2006
Radio Maria Wenn Radio Maria hier in Deutschland (sprich aus Tirol) wie seine polnischen Kollegen aus
Polen antisemitische und rechtsextreme Propaganda verbreiten würden, die wären ihre Sendelizenz los.
Ich hätte es nicht geglaubt wie fromme katholische Sender in Polen einen solchen Unfug verbreiten, wenn
man das nicht selber einmal (mit Übersetzung) gehört hätte. Die Zeiten der fundamentalitischen Gottesstaaten
jedweder Coleur dürften in Europa endgültig vorbei sein. Es lebe der Laizismus!
#8 AthanasiusII 10:34:14 | Freitag, 22. Dezember 2006
Dr. Dr. Gorski Dr. Dr. Arthur Gorski ist Akademiker und Parlamentsmitglied, kein dummer Junge, und besucht
die Tridentinische hl. Messe (Indult) in Oberschlesien und Warschau. (Quelle: Volksdeutscher Geheimdienst
na Polsku.)
„Die „alte“ Kirche ist mir lieber“ (Buchtitel) Die im Artikel erwähnte Enzyklika „Quas Primas“ gibt es
in deutsch u.a. hier bei Kreuzforum www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=456&pid=54…. Sie ist lesenswert
und bzgl. der Kirchenkrise augenöffnet. Sie unterstreicht, was die polnischen Abgeordneten nun in Abstrichen
fordern. Doch das eigentliche Übel liegt tiefer: es ist ja kein Staat zu retten, wenn die Kirche im Sterben
liegt. Letztere zuerst muß restauriert werden. Zuerst also muß in der Kirche Christus wieder inthronisiert
werden, danach in den Staaten. Diese Politiker trifft freilich keine Schuld, daß sie katholischer sind
als die Bischöfe. Das Lehrschreiben „Quas Primas“ steht in Lehrkontinuität zu Pascendi www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=706&pid=91…,
zum Syllabus www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=962&pid=98…, uvm. Dieses anzumerken ist wichtig,
wie Bischof Tissier klugerweise sagte www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=239&pid=31…, weil es den
Ausspruch Kardinal Ratzingers entlarvt, als dieser sprach: „Aber der Syllabus ist Schnee von gestern!“
(Und an anderer Stelle sagte er, durchaus korrekt, daß das V.II ein Gegen-Syllabus ist.) Es geht also
nicht „nur“ gegen den Syllabus, was alleine betrachtet schon ein monströs-unkatholisches Vorgehen ist,
sondern es geht gegen die „alten“ Lehrschreiben per se. Die Revolutionäre brachen mit der Lehre der Kirche,
sie schufen ein neues, mit der „alten“ Kirche inkompatibles Gebilde. Mit der Abkehr von der Christkönigsherrschaft
stießen sie Christus vom Thron. Deswegen sollte man sich nicht wundern, daß Satan das Vakuum nutzt:
in Kirche und Welt. Das Diplomaten-„Konzil“ V.II goß nur Öl ins Feuer. Doch nur Christus kann alle Probleme
lösen. Er muß herrschen!
#5 Pünktchen 10:19:59 | Freitag, 22. Dezember 2006
In einer Monarchie u. einem feudalen Ständestaat herrscht Christus nicht mehr oder weniger als in einem
demokratisch verfaßten Staat. Es kommt darauf an, daß Christus in den Seelen herrscht, dann herrscht
er auch in der politischen Ordnung. Die politische Ordnung als solche oder parlamentarische „Christ-König“-Deklarationen
haben mit der wirklichen „Herrschaft“ des Christkönigs nichts zu tun!
Die Entthronung Christi … fand auf dem V.II statt www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=895 unter den
Händen der Revolutionstheologen Rahner, Küng, Ratzinger, uvm. Fast schon eine alte Leier. Der einfache
Zusammenhang zum Hier ist, daß die gegen diesen durchaus katholischen Krönungsvorschlag opponierenden
Bischöfe völlig im Un-Geist des V.II operieren und somit einmal mehr die Rückendeckung des Papstes
besitzen. Deswegen wird sich nichts ändern. Es ist nicht so, daß nur ein paar Ortsbischöfe schlecht
wären und die angeblich nicht dem Papst folgten. Man muß sich bei der hierarchisch verfaßten Kirche
ein Analogon vorstellen, z.B. einen Fisch, und dann fragen, von wo das Fäulnis seinen Lauf nimmt. Es
ist völlig klar, daß eine so dermaßen totale Kirchenzerstörung, wie wir es seit V.II ungebremst erleben,
nur unter maßgeblicher Mitwirkung der Päpste geschehen kann. Erst wenn die V.II-Revolutionäre bekehrt
(oder weggefegt) sind, kann Christus den Thron wieder besteigen. Vielleicht möchte die werte Redaktion
das bedenken, wenn sie das nächste Mal erneut vor dem Zwiespalt steht, einerseits mit – zurecht – feuchten
Augen von katholischen „vorkonziliaren“ Vorstößen im polnischen Nachbarland und über noch gut-katholische
Enzykliken der „alten“ Päpste zu berichten, und andererseits das V.II als Superkonzil zu verklären.
Denn das wäre – klingt wieder wie eine alte Leier :) – „zwiedenkerisch“, wie der weise Bischof Williamson,
FSSPX, ständig zurecht betont. „Christus muß herrschen! – Gott will es.“ Sagte St. Paulus… aber V.II
„opponiererte“ dagegen.
Hm, mal überlegen… „Wenn sich die Menschheit entschließen könnte, die königliche Gewalt Christi
im privaten und öffentlichen Leben anzuerkennen, so würde die bürgerliche Gemeinschaft von ungewöhnlichen
Wohltaten und Gnaden durchdrungen: gerechte Freiheit, Ordnung und Ruhe, Eintracht und Friede.“ Es gab,
wenn ich mich recht erinere, schonmal eine Epoche in der Geschichte, in der die mythische Gestalt des
„Jesus“ als König über alles galt. Diese Epoche dauerte so ca. 1000 Jahre. Aber da war nichts zu merken
von gerechte Freiheit, Ordnung und Ruhe, Eintracht und Frieden. Ganz im Gegenteil. Es wird nicht umsonst
als finsteres Zeitalter betrachtet und das lag gewiß nicht daran, dass die Sonne nicht geschienen hat.
Nebenbei gefragt: Was soll den mit den Polen geschehen, die nicht an diesen mythischen „Jesus“ glauben
oder die die Segnungen der Demokratie für wichtiger erachten als einen Gottesstaat spinnender Katholiban?
N.
#2 Pünktchen 09:52:10 | Freitag, 22. Dezember 2006
Welchen Verlauf die Diskussion hier nehmen wird, ist unschwer vorherzusagen! Es wäre jedoch interessant,
die zu erwartenden Debattenbeiträge aus dem poln. Parlament hier auszugsweise dokumentiert zu finden!
Danke im voraus!
sehr gute initiative Das ist eine sehr gute Initiative, die ich voll unterstütze. Schade, dass die Bischöfe
opponieren. Sie sollten doch noch wissen, welche Auswirkungen die Herrschaft des Satans hat, der für
lange Jahrzehnte über Polen geherrscht hat und nach der kommunistischen Zeit seine Herrschaft im Konsumismus
und Hädonismus der westlichen „Kultur“ fortgesetzt hat.