Kardinal Meisner
Vorweihnächtliche Agitationen
Die Kölner Lokalpresse scheint es in den letzten Wochen auf den dortigen Kardinal abgesehen zu haben.
Ausschnitt aus einem Artikel der 'Frankfurter Rundschau' vom 7. Dezember zu Kardinal Meisners Verbot multireligiöser Feiern in Schulen.
Ausschnitt aus einem Artikel der ‘Frankfurter Rundschau’ vom 7. Dezember zu Kardinal Meisners Verbot multireligiöser Feiern in Schulen.
© „Mac Steve“, flickr, Creative Commons Licence
(kreuz.net) „Noch zwei Jahre Kardinal Meisner?“ – fragt sich die Tageszeitung ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ am 22. Dezember. In der Vorweihnachtszeit scheint sich die Kölner Presse auf den Erzbischof der Stadt einzuschießen.

Zuerst verdrehten die Medienkonzerne die abgewogene Erklärungen des Kardinals zu multireligiösen Gottesdiensten.

Dann veranstaltete die ‘Karl-Rahner-Akademie’ des katholischen Männerwerkes der Stadt Köln eine Anti-Meisner-Diskussion – mit einem entsprechenden Bericht im ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ über angebliche Horrorzustände im Erzbistum Köln.

Jetzt nahm der ‘Stadt-Anzeiger’ den 73. Geburtstag des Kardinals am Weihnachtstag zum Vorwand, um erneut über die Nachfolge des „umstrittenen Oberhauptes“ der Kölner Katholiken zu berichten.

Kardinal Meisner sorge schon heute dafür, daß das Erzbistum auch nach seinem Abgang in seinem Sinne weitergeführt werde.

Das Blatt verweist diesbezüglich auf die Berufung des Düsseldorfers Stephan Georg Schmidt zum neuen Pressesprecher des Erzbistums und zum Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung:

„Von dem Mitglied des konservativen katholischen Netzwerks Opus Dei darf Meisner absolute Loyalität erwarten.“

Der langjährige Pressesprecher Manfred Becker-Huberti habe im Urlaub von seiner bevorstehenden Ablösung erfahren.

Weil er mit rechtlichen Schritten gedroht habe, sei ihm das Erzbistum mit einem „vergoldeten Abschied“ entgegengekommen.

Vor einem Jahr sei Kardinal Meisner sogar gerichtlich gegen den ‘Spiegel’ vorgegangen.

Das Wochenmagazin hatte behauptet, der Kardinal wolle Weihbischof Rainer Woelki als Koadjutor durchbringen und damit das Wahlrecht des Kölner Domkapitels unterlaufen.

Dies habe Papst Benedikt XVI. allerdings abgelehnt.

Mons. Woelki war von 1990 bis 1997 als Privatsekretär des Erzbischofs tätig und zählt seitdem zum innersten Zirkel des Kölner Generalvikariats.

Als möglicher Nachfolge-Kandidat wird auch Weihbischof Heiner Koch (52) gehandelt.

Mons. Koch hat im vergangenen Jahr den Weltjugendtag in Köln erfolgreich als Generalsekretär geleitet.

Im Mai wurde der Düsseldorfer zum Kölner Weihbischof befördert.

Mons. Koch sei ein bekennender Rheinländer und sowohl im Karneval wie bei den Schützenbrüdern aktiv:

„Dessen ungeachtet vertritt er in kirchlichen Fragen konservative Positionen.“
      
18 Lesermeinungen
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#18   Dr. Otterbeck   18:42:31 | Freitag, 29. Dezember 2006
@Gotthard
Richtig. Die Kölner mochten ihre Erzbischöfe nahezu nie.
Frings gestattete den Kohlenklau in der Nachkriegszeit („fringsen“) und wurde so „unsterblich“. Was hätte der Kardinal Höffner erlauben müssen („höffnern“)? Was Meisner, um sich beliebt zu machen? Keine Chance: Das Urteil der Medien stand je schon zu Amtsantritt fest!
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#17   Gotthard   23:53:42 | Sonntag, 24. Dezember 2006
gute Tradition
die Kölner Erzbischöfe durften jahrhundertelang nicht in Köln residieren – sondern mußten in Bonn wohnen.
Sie durften nur in Ausnahmefällen in die freie Reichsstadt einreisen…
die Bürger der Stadt Köln und ihre Erzbischöfe haben eine lange reibungsvolle Tradition … JA, Tradition.
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#16   bonifatius   23:36:45 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Vorschlag
Lieber obelix, steigen sie aus der Jauchegrube und verabschieden sie sich. Wäre ein Weihnachtsgeschenk für viele Forumsteilnehemer. Wünsche frohes Festle! boni
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#15   obelix †   01:58:37 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Gesegnete Weihnacht!
Graf von Galen: Für ein heiliges und freies Köln
Leider hat der antichristliche, antideutsche Dumont-
Verlag das Meinungsmonopol für Köln und Umgebung
Und ich dachte schon, so ein rechtslastiges Blatt wie die altehrwürdige „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ könnte man auch im Rheinland beziehen. Da bin ich aber froh, dass sie zumindest in der Stad Köln von der Familie DuMont verboten wurde. Wo kämen wir denn sonst hin?
ExBochumer:
Rahner war ein „Furz“ in der Kirchengeschichte.
Also wenn Rahner ein Furz war, dann muss es sich bei kreuz.net um eine riesige Jauchgrube handeln. Zumindest ein interssantes Forschungsobjekt. Aber nix, um sich drin zu suhlen, wie manche das gerne tun.
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#14   Christian Hüller   23:35:01 | Samstag, 23. Dezember 2006
Frohes Fest
Ich denke, der damalige Papst hat sich scho ‘was dabei gedacht, als er den Meisner zum „Atz von Köln“ gemacht.
Jede Narrenhochburg braucht ein passend Gegenstück,
nur so kann einkehren wahres Glück.
Und so wünsche ich der „Stadt von Kölsch und Fasenacht“, dass Sie an Atze Joachim noch viel zu beißen hat.
Gesegnete Weihnacht!
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#13   Rodolfo Panetta   23:25:52 | Samstag, 23. Dezember 2006
Gott schütze Kardinal Meisner!
Joachim Kardinal Meisner macht seine Sache insgesamt gut. Wenn er angefeindet wird, braucht er nichts zurückzunehmen. Das Problem mit der linkslastigen Journaille ist schlimm. Gut wäre es, wenn die Kirchenzeitung vielleicht ein Gegengewicht bilden könnte.
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#12   möchtegern-kathole   23:17:25 | Samstag, 23. Dezember 2006
Wie macht man’s denn nun richtig?
wenn ein Bischof die Kirche fördert, dann soll ein Kathole für ihn sein. Wenn er gegen die Kirche kämpft, soll ein Kathole gegen ihn sein.
Soe infach wäre es an sich.
Und es gilt auch für möchtegern-katholen :-]
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#11   Graf von Galen   22:45:27 | Samstag, 23. Dezember 2006
Für ein heiliges und freies Köln
Leider hat der antichristliche, antideutsche Dumont-
Verlag das Meinungsmonopol für Köln und Umgebung
und leider lassen sich zu viele Menschen hierdurch
beeinflussen. Wenn jemand den katholischen Glauben in
Köln zugrunde richtet, so ist es doch in erster Linie
das von o.g. Presse unterstützte modernistische
Establishment. So kam mal ein Pfarrer aus Köln- Vingst
ganz groß raus, Ich meine er hieß Meurer, der die
Anti- Baby- Pille an Frauen verteilt hat.
Auch wenn ich die VII- Anhänglichkeit von
Kardinal Meisner nicht schätze, so ist er doch unter
den deutschen Bischöfen nach meiner Meinung der
Einäugige unter den Blinden.
Von daher wünsche ich Ihm zu seinem Geburtstag am
25.12 : „Ad multos annos“.
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#10   Gunsenum   22:21:30 | Samstag, 23. Dezember 2006
Wissense…
da regen sie sich auf, daß ne Zeitung kritisch über ihern ortsansässigen Oberhirten schreibt, und dann regen se sich auf, wenn ne Zeitung nichts berichtet. Sollense de nun oder sollense nicht schreiben, was sie gerne lesen möchten!?
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#9   Sr. Maria Andrea †   22:13:32 | Samstag, 23. Dezember 2006
skandalöse fehlbesetzung
der von den KREUZ.NET-leutchen kritisierte und angeprangerte Papst Johannes Paul II hat den Herrn von der Spree an den Rhein vesetzt. Wenn JPII alles verkehrt gemacht hat in seinem Pontifikat, wie soll jetzt die Entscheidung für den Herrn aus dem Osten für Köln positiv, richtig sein? War JPII doch nicht so schlecht oder war er nur in der Causa Colonia ausnahmsweise gut???
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#8   ExBochumer †   21:43:15 | Samstag, 23. Dezember 2006
Danke,
@ Gotthard
ich fühle mich geschmeichelt ob Ihres Komplimetes.
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#7   bonifatius   20:24:12 | Samstag, 23. Dezember 2006
Bügelzimmer
Ach Gotthardle, wenn Rahner seine Furze bei Petrus ausbügeln müßte bliebe er fast ewig im Bügelzimmer eingesperrt. Ich wünsche ihm Gottes Gnade und ihnen frohmachende Weihnacht!
boni
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#6   Gotthard   20:11:33 | Samstag, 23. Dezember 2006
@ExBochumer
Rahner war ein „Furz“ in der Kirchengeschichte.
selbst dieses wenige kann man von Dir behaupten…Kopfschütteln…
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#5   Kurti   20:08:45 | Samstag, 23. Dezember 2006
Rahner
Kardinal Meisner hat dieses Jahr die Finanzierung der Karl-Rahner-Akademie eingestellt. Dass das denen nicht passt ist klar, wobei dies Institiut ohnehin Irrlehrer zulässt.
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#4   Regina Wilden   20:01:51 | Samstag, 23. Dezember 2006
Die Kölner DuMont-Presse
Was kann denn schon jemand, der konservativ ist oder den katholischen Glauben nach außen hin repräsentiert, von der Kölner DuMont-Presse erwarten? Diese Presse hofiert die Linke.PDS, die Homosexuellenverbände und linke Gruppen in der Stadt und zeichnet sich durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Kölner Klüngel aus.
Da packt man doch jede Gelegenheit beim Schopf, dem Kardinal eins am Zeug zu flicken. Am liebsten würden sie ihn aus der Stadt hinausjagen – wie ich schon Anfang Dezember angemerkt habe.
Menschen, die noch für die alten allgemein und immer gültigen Werte stehen, ganz gleich, ob es sich um Politiker oder Kirchenmänner handelt, möchte man halt am liebsten so schnell wie möglich aus dem Amt drängen. Bei manchen Politikern ist es gelungen, und bei Kirchenleuten kann man ja wenigstens Stimmung dagegen machen, wenn schon sonst nicht viel anderes möglich ist. Hoffen wir, daß uns Kardinal Meisner noch lange erhalten bleiben wird.
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#3   ExBochumer †   20:00:58 | Samstag, 23. Dezember 2006
Wer ist schon …
… diese ominöse „Karl-Rahner-Akademie“?
Rahner war ein „Furz“ in der Kirchengeschichte. Natürlich hatte sein Geistes-Furz erhebliche Auswirkungen.
Furz bleibt jedoch Furz. Auch der eines Karl Rahner SJ.
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#2   Pünktchen   19:33:06 | Samstag, 23. Dezember 2006
Gespielete Naivität?
Katharina, sind Sie so naiv oder tun Sie nur so?
Der Unterschied zwischen dem Schweigen (=Nichtberichterstattung) der Fuldaer Zeitung zu skandalösen Vorgängen in Fulda und der diffamierenden Kampagne (= gewollt fehlerhafte Berichterstattung) in Köln liegt doch auf der Hand!
Was den Kölnern offenbar besonders sauer aufstößt, ist die Tatsache, daß es sich gleich zweimal um Düsseldorfer gehandelt hat, die der Kardinal befördert hat! Für Kölner Boulevardblätter grenzt dies natürlich an einen schismatischen Akt! :-D
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#1   Katharina L. †   18:54:53 | Samstag, 23. Dezember 2006
Sehr interessant
Zeitungen, die gegen den Ortsbischof schreiben (Meisner), „agitieren“.
Zeitungen, die den Ortsbischof unterstützen (Algermissen), „manipulieren“.
Wie macht man’s denn nun richtig? :-D :-D :-D :-D
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