Zölibat
Balast über Bord
Der ehemalige Bischof von Innsbruck hat ein Rezept, wie man die Anzahl der Priester – wenigstens kurzzeitig – vermehren könnte. Aber was tut man, wenn die Gläubigen immer älter werden?
Mons. Reinhold Stecher
Mons. Reinhold Stecher
(kreuz.net) Anläßlich seines 85. Geburtstags sprach der Innsbrucker Altbischof, Mons. Reinhold Stecher, mit der Kirchenzeitung ‘Tiroler Sonntag’.

Bischof Stecher vollendete gestern sein 85. Lebensjahr.

Er leitete die Diözese Innsbruck von 1981 bis 1997. Dabei zeichnete er sich durch eine sehr liberale Amtsführung aus.

Seit seinem Rücktritt ist Mons. Stecher vor allem in der Exerzitienarbeit tätig:

Er habe insgesamt mehr als 1.200 Priester und ebenso viele Ordensfrauen und Laien – von Norddeutschland bis in die Schweiz und vom Elsaß bis ins Burgenland – seelsorglich begleitet.

Von der älteren Generation der Seelsorger und ihrer inneren Einstellung sei er sehr positiv beeindruckt.

Sein Glaube habe ihn persönlich durch sehr schlimme Zeiten getragen:

„Meine Jugend war im Alter zwischen 17 und 24 Jahren wirklich nur eingespannt zwischen Schrecken des Krieges, Not, Tod und Gefängnis.“

Es habe in seinem Leben auch Situationen ohne Licht gegeben:

„Ich denke an den Abend – ich war damals 19 Jahre alt –, als man mir im Gestapogefängnis verkündete, daß ich am nächsten Tag ins Konzentrationslager überstellt werde.“

Er habe gewußt, was das Konzentrationslager ist und daß das normalerweise eine Reise ohne Wiederkehr sei.

Vor drei Wochen habe er den Karmelitinnen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau Exerzitien gehalten:

„Wenn mir an dem Abend, als ich im Gefängnis der Gestapo saß, jemand gesagt hätte »in 65 Jahren wirst du in Dachau an der Stelle, wo die SS ihre Kasernen hatte, Exerzitien geben«, hätte ich ihm nicht geglaubt.“

Nach dem Krieg habe ihn die „Erfahrung einer aufbrechenden Kirche“ besonders geprägt:

Begonnen habe diese Erfahrung mit dem Theologiestudium an der Universität Innsbruck „mit so prägenden Professoren wie Pater Karl Rahner oder Pater Josef Jungmann“.

In diesen Priestern sei den Studenten eine Spiritualität begegnet, „die kirchentreu, selbstkritisch und offen für das Morgen“ gewesen sei.

Die zweite prägende Erfahrung sei das Zweite Vatikanum gewesen:

„Die Bedeutung dieses Konzils konnte ich an meinem Vorgänger Bischof Paulus Rusch ablesen. Mich bewegte immer, wie sehr das Konzil diesen nüchternen und zurückhaltenden Menschen verändert hatte.“

An der Veränderung seines Wesens sei für ihn deutlich geworden, daß das Konzil „neue Geleise“ gelegt hatte.

An diesem Punkt konfrontiert der ‘Tiroler Sonntag’ den Bischof mit der Abwesenheit von Kindern und Jugendlichen im Gottesdienst.

Er sei ein Vierteljahrhundert von der Jugendseelsorge und vom Religionsunterricht weg – antwortet der Bischof:

„Mir fällt aber auf, daß etwa im Ministrantenbereich oder bei der Katholischen Jungschar sehr viel passiert.“

Als echtes Problem sieht Mons. Stecher dagegen die Überalterung der Seelsorger:

„Es wäre wichtig, daß die Seelsorgergeneration nicht im Großvater- und Urgroßvateralter bleibt, sondern altersmäßig den Bereich des älteren Kameraden beziehungsweise der Elterngeneration umfaßt.“

Die Überalterung der Kirche sei in diesem Bereich ein echtes Problem:

„Auch deshalb bin ich überzeugt – aus biblischen, pastoralen und kirchengeschichtlichen Gründen –, daß wir eine Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt brauchen.“

Es gebe „eindeutige Fundamente“ in der Heiligen Schrift: „Wir haben eindeutige Fundamente im Verhalten Jesu selbst. Wir haben die Worte des Apostel Paulus.“

„Wir haben die Praxis der Urkirche. Wir haben die Praxis der Ostkirche. Und es ist evident, daß seit einem Menschenalter bei uns die zölibatären Berufe zurückgehen. Das mag an verschiedenen Gründen der Zeit liegen. Aber es ist einfach so.“

Er glaube, daß Gott „zu uns durch sein Wort spricht, aber auch durch die Situation, in die wir hineingestellt werden.“

Deswegen müsse sich hier etwas ändern:

„Nur sage ich, es muß mit der Weltkirche geschehen und es kann nicht im Wildwuchs passieren, sondern in großen Ordnungen.“

Es bedürfe keiner großen Rechenkünste, um sich auszurechnen, wie die Situation in der Seelsorge in zehn Jahren sein werde:

„Es bedeutet, daß wir uns von der sakramentalen und persönlichen Seelsorge immer mehr verabschieden werden müssen. Als Priester kann ich etwa eine nachgehende Kranken- und Altenseelsorge nur dann pflegen, wenn mein Seelsorgsgebiet eine überschaubare Größe hat.“

Er wisse von vielen Priestern, die darunter litten, „daß sie ihren Aufgaben nicht mehr so nachgehen können, wie sie es aufgrund ihres Priesterbildes gerne möchten.“

Abschließend wird der Altbischof auf den Seligen Pfarrer Otto Neururer angesprochen: „Ich habe Pfarrer Otto Neururer persönlich gekannt.“

Er sei ein ganz „einfacher Priester“ gewesen:

„An ihm war nichts Besonderes. Er war intelligent, aber ein genialer Religionslehrer war er nicht. Er war ein Tiroler Pfarrer, wie es eigentlich viele gibt. Und Pfarrer Neururer war ein rein dienender Mann.“

Der Anstoß zu seiner Seligsprechung sei von einem Bergbauern ausgegangen:

„Kurz nach meiner Bischofsweihe ist dieser zu mir gekommen und hat gesagt: »Herr Bischof, ich bin im Konzentrationslager Buchenwald auf der Pritsche neben Pfarrer Neururer gelegen. Und ich war dabei, als sie Pfarrer Neururer in den Todesbunker abgeführt haben. Jetzt muß ich ihnen etwas sagen: Wenn der Otto kein Heiliger ist, gibt’s keinen!«“

Sein persönliches Leben sieht Mons. Stecher wie ein Flugzeug:

„Die Landeklappen sind ausgefahren. Ich bin bereit zum Landen. Je näher ich diesem Flughafen komme, umso wesentlicher steht Christus vor mir.“
      
28 Lesermeinungen
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#29   bonifatius   18:33:11 | Dienstag, 26. Dezember 2006
An ehrwürdige Schwester
Danke! (Bitte geben sie mindesten 10 Worte als Text ein.)
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#28   Sr. Maria Andrea †   23:36:57 | Montag, 25. Dezember 2006
BONIFAZ
S.P. M-stück
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#27   Athanasius   22:35:15 | Montag, 25. Dezember 2006
@ecclesia-semper-deformanda
Ich will für jeden das ewige Heil, weiss aber zur gleichen Zeit, dass die Hölle nicht nur nicht leer ist, sondern reichlich gefüllt. Ich möchte auch mit Mons. Stecher die Ewigkeit erleben, und bete, dass wir beide des Himmels teilhaft werden. Ich wünsche jedem das Beste.
Aber die Existenz der Hölle (auch des Fegfeuers) ist de fide (Benedikt XII., Benedictus Deus usw.). Ein Dogma. Des Athanasischen Credo. Die Hölle ist ewig.
Nur die Gnostiker, die liberalen Protestanten des 19. Jh. und andere Heterodoxiarchen lehren es anders, bzw. lehnen die ewige Realität und Existenz der Hölle ab.
Ich bete dass ich, Sie, sowie Mons. Stechner und alle Bischöfe und Priester und Mitbürger diesem Schicksal entgehen werden, und Gott einst von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Domine exaudi orationem meam.
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#26   bonifatius   17:48:33 | Montag, 25. Dezember 2006
An ehrwürdige Schwester:
Ach liebe Maria, was würde wohl die Muttergottes als ihre Namenspatronin sich denken, wenn sie die Worte, die sie ihren Diskutanten zurufen, lesen würde: Primitivität der Schreiberlinge, Frechheit, primitiv, Dummheit, kreuz.net-Leutchen, schön blöd Verdummung pur, penetrant, gifteln, Sprache der Neurotiker usw. usw…
Vorschlag: Da sie die Vorzüge des H.H. Algermissen so wortgewaltig ausloben, könnten sie ihm auch anderweitig beistehen, z.B. als Frau (nehme ich an, oder?) den Haushalt führen. Dann müsste ich jedoch zum Schutz für Hochwürden wiederum St. Georg um Beistand bitten. Würde ich sogar tun. Gruß boni
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#25   mahner   10:47:00 | Montag, 25. Dezember 2006
an die ehrwürdige Schwester
auch in Ihrem (hl.?) Zorn sollten Sie den Weihnachtsfrieden wahren. Wer wird sich denn in der hl. Nacht so aufregen?? S.E. Reinhold Stecher ist sicher persönlich ein faszinierender Mensch ( war übrigens Karl Rahner auch). Pastoral – Was auch immer das heißen mag – ist halt so ein Modewort seit dem pastoralen Konzil, das auch das II. vatikanische genannt wird. Nur mit der Pastoral kann es auch nicht so weit her sein – wenn man sich die leeren Kirchen anschaut. – Die Spitalskirche wird übrigens vom opus dei bespielt – wenn die voll ist, ist es eher kein Verdienst von S.E. Stecher. – Sein letzter Generalvikar Jäge“ trägt „heiliges Brot durch die Straßen der Stadt, als Sinnbild für Jesus Christus in unserer Mitte“ ( wörtliches Zitat anläßlich der Predigt zur Fronleichnamsprozession in Hall (damals als Dekan) und in Innsbruck – als Verwalter des bischöflichen Amtes, nach dem Abgang von R. Stecher). – und diesen Mann hat er sich als Nachfolger gewünscht. Lassen wir also die Kirche im Dorf – die Gretchenfrage wird er sich bei aller Sympathiewerte wohl stellen lassen müssen : „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzensguter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“
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#24   Sr. Maria Andrea †   00:03:29 | Montag, 25. Dezember 2006
BONIFATIUS
Sie müssen ja NUN WIRKLICH NICHTS SCHREIBEN über Demut! Sie nicht! Sind Sie nicht mehr Herr über Ihr Geschreibsel? Lesen Sie mal alles, was Sie da von sich gegeben haben in den letzten 8 Tagen! DEMUT! NEIN – HOCHMUT, FRECHHEIT, D U M M H E I T !
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#23   bonifatius   23:24:34 | Sonntag, 24. Dezember 2006
An ehrwürdige Schwester:
Zu ihrem posting und zu H.H. Stecher fällt mir ein Aphorismus von Davila ein: „Der Wahre Stolz verachtet so sehr, was er erreicht, daß er sich in Demut verwandelt“!
Wünsche ihnen besinnliche, zufriedene Weihnacht. boni
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#22   HeinrichvonOfterdingen   22:08:46 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Ach nein, Sirilo,
ich treibe ja die Demut so weit, dass ich schon froh bin, dass Sie kein Pharisäer sind, wie Bischof Stecher.
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#21   Sirilo   21:45:59 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Für Heinrich von O. und seine Gesinnungsgenossen
Salto Mortale
(von Eugen Roth)
Ein Mensch betrachtete einst näher
die Fabel von dem Pharisäer,
der Gott gedankt voll Heuchelei
dafür, daß er kein Zöllner sei.
„Gottlob“, rief er mit eitlem Sinn,
„daß ich kein Pharisäer bin!“
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#20   HeinrichvonOfterdingen   20:58:58 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Reinhold Stecher, der Problembischof von Innsbruck
„Die Landeklappen sind ausgefahren. Ich bin bereit zum Landen. Je näher ich diesem Flughafen komme, umso wesentlicher steht Christus vor mir.“
Von Demut keine Spur. Stecher war auch in seiner aktiven Zeit immer die Speerspitze des Modernismus. Ich habe ihn damals als eine richtiggehend abstossende Gestalt des Katholizismus im 20.Jahrhundert erlebt, abstossend wie wenige andere. Ohne jede Güte, ein reiner Funktionär. Beten wir, dass ihm Christus gnädig sei, wenn er gelandet ist. Eines ist sicher, wenn er denn gelandet ist, dann wird Chistus als Richter vor ihm stehen, wie er als Richter vor jedem von uns stehen wird. Wäre er sich dessen bewußt, würde er die von Heilsgewissheit und Heilsvermessenheit strotzenden Worte: „Je näher ich diesem Flughafen komme, umso wesentlicher steht Christus vor mir“ so wahrscheinlich nicht sprechen.
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#19   maxentius   10:58:09 | Sonntag, 24. Dezember 2006
@Kunze
„…die beiden kirchen an der maria-theresien-strasse in innsbruck waren tagsüber stets von ca. 10-20 gläubigen tirolern besucht, heute sind sie leer.“
Nana, meine Liebe, beschreiben Sie bitte Tatsachen, nicht Wünsche.
Die Messen in der Spitalskirche sind wesentlich besser besucht als Sie es angeben. Vor allem Mons. Wollsegger zieht durch seine Predigten viele Leute an. Und bei den Serviten kommen auch viele Leute vorbei, sei es um bei der wundertätigen Pieta zu beten, die Messe zu besuchen oder einfach die Fürstinnengräber anzusehen.
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#18   obelix †   02:07:44 | Sonntag, 24. Dezember 2006
Hallo Frau Kunze!
Dagmar Kunze: …schon eher damit, dass man bilderstümerei betrieben hat, reizwort hl. anderl von rinn…
Jetzt hat Ihnen die Aufklärung schon den Hexen- und Dämonenglauben aus dem Hirn geblasen (oder etwa nicht?), schon kommen zwei Bischöfe und nehmen Ihnen auch noch das Hirngespinst eines nie stattgefundenen jüdischen Ritualmordes weg. Jetzt müssen Sie sich andere Gespenster, sprich Sündenböcke, suchen. Wie wäre es mit … ach, Sie werden schon jemand finden, dem Sie das Elend der Welt in die Schuhe schieben können. Hauptsache es sind Modernisten.
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#17   Dagmar Kunze   01:44:13 | Sonntag, 24. Dezember 2006
das heilige tirol und sein bischof
bischof stecher hat hat eifrig modernisiert und gerahnert.
nur die zahl der priester stieg nicht. die gläubigen blieben aus. beispiel: die beiden kirchen an der maria-theresien-strasse in innsbruck waren tagsüber stets von ca. 10-20 gläubigen tirolern besucht, heute sind sie leer. das hat wenig mit priester-ehe zu tun. schon eher damit, dass man bilderstümerei betrieben hat, reizwort hl. anderl von rinn. darum bischof stecher, fasten your seat belt.
übrigens ständ es kreuz.net gut zu gesicht, wenn man den hl. vater wieder „normal“ zeigen und die depri-serie beenden würde.
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#16   Graf von Galen   23:15:58 | Samstag, 23. Dezember 2006
Wider VII
Wenn Blinde Blinde führen, fallen beide in die Grube.
Da ist er nun 85 Jahre alt und hat den Niedergang seit
VII die ganze Zeit hindurch miterlebt, aber auf die nahe-
liegendste Idee, daß die Ursache für die Zerstörung der kath. Kirche hier zu suchen ist, kommt er natürlich nicht.
Wenn es da beim Sinkflug mal kein böses Erwachen für
den Bischof gibt !
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#15   Sr. Maria Andrea †   22:06:56 | Samstag, 23. Dezember 2006
primitivitaet
ARTIKEL UND BEITRÄGE ZEIGEN KLAR UND DEUTLICH DIE PRIMITIVITÄT DER LIEBEN LEUTE…kath.net und die schreiberlinge lassen kein thema und keine frechheit aus, wenn sie nur primitiv sein können!
BISCHOF STECHER IST EIN SEHR GUTER MENSCHLICHER, PASTORALER BISCHOF!
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#14   Maurice Corvisier   20:43:00 | Samstag, 23. Dezember 2006
Aber, Obelix, nicht mehr in dieser (Bald-)Weihnachtszeit!
Auch Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gnadenreiches neues Jahr 2007.
Maurice.
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#13   obelix †   20:39:44 | Samstag, 23. Dezember 2006
Hab en nicht diejenigen, die das Rad der Zeit zurückgedreht haben
bonifatius: Wünsche sanfte LandungIn aller Ehrfurcht vor dem Alter muß ich doch etwas nachfragen:
Wo führten „die neuen Gleise“ des Konzils hin?
Haben diese nicht Kinder und Jugendliche aus den Kirchen hinausgeführt?
die Kirchenbänke geleert?
Da kann man trefflich darüber streiten.
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#12   bonifatius   20:07:49 | Samstag, 23. Dezember 2006
Wünsche sanfte Landung
In aller Ehrfurcht vor dem Alter muß ich doch etwas nachfragen:
Wo führten „die neuen Gleise“ des Konzils hin?
Haben diese nicht Kinder und Jugendliche aus den Kirchen hinausgeführt? So ungefähr die Zeit dafür zu beschuldigen ist sehr wenig selbstkritisch!! Wie hat der Bischof gesorgt, daß genügend Priesterberufungen sich einstellten?
Welche Änderungen (bezw. Aufweichungen) für die Zulassung zum Priesterberuf will Hochwürden? Aufhebung des Zölibats? Verprotestantisierung des Klerus? Sehr nebulöse Aussagen.
Es gilt nach wie vor: An den Früchten sollt ihr sie erkennen.
Ich werde nachdenklich, wenn Hochwürden daran glaubt, daß Gott zu uns spricht. Ich wünsche dem „Rahnerschüler“ eine sanfte Landung und hoffe für ihn (und auch für mich) Gnade vor dem Herrn.
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#11   thaumaturgos   17:18:24 | Samstag, 23. Dezember 2006
besser zu verstehn
im interview in unserer kirchenzeitung
–--> tiroler sonntag
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#10   Christian Hüller   17:16:59 | Samstag, 23. Dezember 2006
Verständnisprobleme
Was soll hier eigentlich gesagt werden?
Die Redakteure hätten doch selbst merken müssen,
dass hier einiges sehr vage und im Grunde unausgesprochen bleibt.
Was für ein Balast soll den nun „über Bord“?
Fazit:
Schwaches Inteview. Befriedigend allenfalls für „Insider“.
:-|
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#9   thaumaturgos   17:16:40 | Samstag, 23. Dezember 2006
€@ athanas
wir wissen selbverständlich nicht ob wir sofort in denhimmel kommen, aber hoffen wird das auch unser altbischof dürfen
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#7   ecclesia-semper-reformanda   16:29:22 | Samstag, 23. Dezember 2006
Athanasius,
der Gedanke „alle in den Himmel“ ist für Sie wohl schwer zu ertragen, hm? Dann ist der sonntägliche Meßgang und das Streiten für die alte Messe und das Runterbeten der Lehre der Kirche womöglich „umsonst“ – es bringt keine „Begünstigung“ oder Erleichterung?
Gott scheint größer zu sein, als sich das einige hier vorstellen können…
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#6   obelix †   16:14:22 | Samstag, 23. Dezember 2006
Lieber Athanasius,
Athanasius: Was ich so empörend findeist, dass dieser Bischof es schon für sicher hält, daß es beim Landen (Absturz?) Christus „begegnen“ wird,also direkt in den Himmel kommt.
ich habe den Herrn Bischof so verstanden, dass er Gott gegenübersthen wird, wenn er „gelandet“ ist.
Das werden wir, so wir daran glauben, alle. Gott wird dann entscheiden, wo alle endgültig sein werden.
Nicht der Bischof … oder Athanasius!
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#5   Romulus   15:37:52 | Samstag, 23. Dezember 2006
@Athansius Himmel, Hölle, Fegefeuer
dass dieser Bischof es schon für sicher hält, daß es beim Landen (Absturz?) Christus „begegnen“ wird, also direkt in den Himmel kommt.
Was glaubst Du, wo Duhinkommst? Hoffst Du für Dich aufs Fegefeuer, gar auf die Hölle?
Ich kenne nur Menschen, die darauf hoffen, dass sie in den Himmel kommen, wenn sie gestorben sind.
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#4   Athanasius   15:02:56 | Samstag, 23. Dezember 2006
Was ich so empörend finde
ist, dass dieser Bischof es schon für sicher hält, daß es beim Landen (Absturz?) Christus „begegnen“ wird, also direkt in den Himmel kommt.
Der hl. Paulus sprach von sich, als dass er Angst hatte, vor dem Ende des Wettkampfes selber noch abzufallen…
Aber dank Rahner SJ wissen wir ja heute, dass jeder Mensch in den Himmel geht, alle Personen „anonyme Christen“ sind. Ich wünsche dessen Anhängern einen guten Aufenthalt im „Himmel“ mit den anonymen Christen Hitler, Mao und Stalin.
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#3   clarissa colonia   12:51:12 | Samstag, 23. Dezember 2006
Gerechtigkeit widerfahren lassen
Wahrscheinlich schärft es den Blick für das Wesentliche, wenn man des Alltagsgeschäöftes enthoben ist. Gerade ein selbstkritscher Blick zurück, erheischt Respekt und Vergangenes aufzurühren, halte ich für inakzeptabel.
uiogD.
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#2   jolie   11:51:08 | Samstag, 23. Dezember 2006
und ein modernistischer dazu.
unvergessen sein offener brief an papst johannes paul II. vor seiner eigenen emeritierung: sentimental und polemisch, so dass sie zumindest s. exz. weihbischof laun und s. exz. bischof eder damals beim papst entschuldigten. alle anderen schwiegen – wie üblich…
wir wünschen dem flugzeug weiterhin frohen sinkflug…
und allen kreuz.net – lesern frohe weihnachten
von
eurem
jolie
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#1   Romulus   11:22:11 | Samstag, 23. Dezember 2006
Danke für den Beitrag
Bischof Stecher ist ein weiser Mensch!
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