10:50:01 | Montag, 25. Dezember 2006
P. Deneke FSSP
Daß Leute an Weihnachten Gelage feiern, läßt sich biblisch rechtfertigen. Aber das weihnächtliche Gerede vom Frieden ist widersinnig – erklärt ein Pater der Petrusbruderschaft.
(kreuz.net) Für die Dezemberausgabe des ‘Informationsblattes der Priesterbruderschaft St. Petrus’ hat
Pater Bernward Deneke einen Weihnachtsartikel verfaßt.
Der deutsche Geistliche ist Mitglied der Petrusbruderschaft
und leitet eine tridentinische Personalpfarrei auf dem St. Pelagiberg im Ostschweizer Kanton Thurgau.
In seinem Artikel zeigt der Priester „volles Verständnis“ für jene, die sich von der adventlichen Besinnlichkeit
verabschiedet und in den vorweihnachtlichen Rummel gestürzt haben.
Schließlich hätten namhafte Theologen
schon lange festgestellt, daß Jesus weder in Bethlehem noch von einer Jungfrau geboren worden sei, daß
er weder Tote auferweckt, noch eine Kirche gegründet habe und daß seine Auferstehung nicht wirklich
geschehen sei.
Unter diesen Umständen findet Pater Deneke ein feucht-fröhliches Weihnachtsfestchen
durchaus als biblisch:
Denn „wenn dieses Kindlein nicht wahrhaft der Sohn Gottes ist, unser Herr und
Erlöser, »dann laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot« (Jes 22,13/ 2 Kor 15,32).“
Wenig
Verständnis bringt Pater Deneke für die Künder einiger „Gutmensch-Gemeinplätze über Stille, Friede
und Versöhnung“ auf – wobei das Geheimnis der Geburt des fleischgewordenen Wortes aus der Jungfrau Maria
nicht wirklich bezeugt wird.
Der Priester kritisiert die verschwommene Rede vieler Theologen, daß „Gott
uns in Jesus nahegekommen“ sei:
„Als ob uns Gott nicht Tag für Tag in den Mitmenschen und in der Natur
weitaus faßbarer begegnete als in einem vor 2000 Jahren irgendwo – nur nicht in Bethlehem und aus einer
Jungfrau – geborenen Menschenkind.“
Mit halbherzigen Aussagen, welche die Wahrheit vom menschgewordenen
Gottessohn nicht als Tatsache annehmen, aber dennoch eine allgemeinmenschliche „Bedeutsamkeit“ des Weihnachtsfestes
retten wollten, sei niemandem geholfen.
Das entpuppe sich nur zu schnell als „Flucht des bindungsängstlichen
Menschen vor allzu konkreter Verbindlichkeit ins Unverbindliche“.
Der Pater bedauert, daß in unseren –
durch die sogenannt historische Bibelkritik verunsicherten Tagen – lieber von der mystischen Gottesgeburt
im Menschenherzen als von der geschichtlichen Christusgeburt in Bethlehem gesprochen werde.
Hier müsse
oft ein sehr richtiger Vers des deutschen Dichters Angelus Silesius († 1677) herhalten:
„Wird Christus
tausendmal zu Bethlehem geboren, und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“
Es ist nach Pater
Deneke verfehlt, die eine Geburt gegen die andere auszuspielen – als wäre das Kommen des Gottessohnes
im Fleisch für sein Kommen in unser Herz unerheblich.
Darum dichtet Pater Deneke den Vers um:
„Und
wäre Christus nie in Bethlehem geboren – auch nicht in dir. Und du bliebst ewiglich verloren.“
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#18
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Athanasius 12:25:25 | Dienstag, 26. Dezember 2006
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