P. Deneke FSSP
Lieber eine rauschende Weihnachtsparty
Daß Leute an Weihnachten Gelage feiern, läßt sich biblisch rechtfertigen. Aber das weihnächtliche Gerede vom Frieden ist widersinnig – erklärt ein Pater der Petrusbruderschaft.
© Robert Lasre, flickr, Creative Commons Licence
(kreuz.net) Für die Dezemberausgabe des ‘Informationsblattes der Priesterbruderschaft St. Petrus’ hat Pater Bernward Deneke einen Weihnachtsartikel verfaßt.

Der deutsche Geistliche ist Mitglied der Petrusbruderschaft und leitet eine tridentinische Personalpfarrei auf dem St. Pelagiberg im Ostschweizer Kanton Thurgau.

In seinem Artikel zeigt der Priester „volles Verständnis“ für jene, die sich von der adventlichen Besinnlichkeit verabschiedet und in den vorweihnachtlichen Rummel gestürzt haben.

Schließlich hätten namhafte Theologen schon lange festgestellt, daß Jesus weder in Bethlehem noch von einer Jungfrau geboren worden sei, daß er weder Tote auferweckt, noch eine Kirche gegründet habe und daß seine Auferstehung nicht wirklich geschehen sei.

Unter diesen Umständen findet Pater Deneke ein feucht-fröhliches Weihnachtsfestchen durchaus als biblisch:

Denn „wenn dieses Kindlein nicht wahrhaft der Sohn Gottes ist, unser Herr und Erlöser, »dann laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot« (Jes 22,13/ 2 Kor 15,32).“

Wenig Verständnis bringt Pater Deneke für die Künder einiger „Gutmensch-Gemeinplätze über Stille, Friede und Versöhnung“ auf – wobei das Geheimnis der Geburt des fleischgewordenen Wortes aus der Jungfrau Maria nicht wirklich bezeugt wird.

Der Priester kritisiert die verschwommene Rede vieler Theologen, daß „Gott uns in Jesus nahegekommen“ sei:

„Als ob uns Gott nicht Tag für Tag in den Mitmenschen und in der Natur weitaus faßbarer begegnete als in einem vor 2000 Jahren irgendwo – nur nicht in Bethlehem und aus einer Jungfrau – geborenen Menschenkind.“

Mit halbherzigen Aussagen, welche die Wahrheit vom menschgewordenen Gottessohn nicht als Tatsache annehmen, aber dennoch eine allgemeinmenschliche „Bedeutsamkeit“ des Weihnachtsfestes retten wollten, sei niemandem geholfen.

Das entpuppe sich nur zu schnell als „Flucht des bindungsängstlichen Menschen vor allzu konkreter Verbindlichkeit ins Unverbindliche“.

Der Pater bedauert, daß in unseren – durch die sogenannt historische Bibelkritik verunsicherten Tagen – lieber von der mystischen Gottesgeburt im Menschenherzen als von der geschichtlichen Christusgeburt in Bethlehem gesprochen werde.

Hier müsse oft ein sehr richtiger Vers des deutschen Dichters Angelus Silesius († 1677) herhalten:

„Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“

Es ist nach Pater Deneke verfehlt, die eine Geburt gegen die andere auszuspielen – als wäre das Kommen des Gottessohnes im Fleisch für sein Kommen in unser Herz unerheblich.

Darum dichtet Pater Deneke den Vers um:

„Und wäre Christus nie in Bethlehem geboren – auch nicht in dir. Und du bliebst ewiglich verloren.“
      
19 Lesermeinungen
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#19   Maledica   11:54:21 | Donnerstag, 28. Dezember 2006
Beweis
Romulus beweist mit seinem Posting seine eigene Dummheit und das er nicht mal in der Lage ist einfache Zusammenhänge zu begreifen…
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#18   Stimme aus Wien   12:40:37 | Dienstag, 26. Dezember 2006
Athanasius
Außerbiblische Quellen, die über Jesus berichten stammen frühestens aus dem 2. Jh. Die Beschreibung Suetons von Chrestos stellt nur fest, was die Christen glauben – nicht seine Existenz.
Historische Erkenntnisse sind natürlich möglich – sie sind aber nur historische Erkenntnis und Wahrheiten. Sie sind nur zufällig – im gegensatz zur metaphysischen Wahrheiten – und sie können eine absolute Sicherheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Zwischen den „zufälligen Geschichtswahrheiten“ (wie die Offenbarungen Heiliger Schriften) und den „notwendigen Vernunftwahrheiten“ ist ein „gasrtig breiter Graben“ (Lessing).
Unser Glaube jedoch besitzt die höchst mögliche Sicherheit – eine Gläubiger ist der Wahrheit seines Glaubens so sicher, dass er dafür auch sein Leben hingeben würde.
Ob ihr Vater Adenauer gesehen hat oder nicht, glaube ich nicht, dass die Wahrheit dieser Aussage Sie dazu bewegen könnte, Ihr Leben neu zu ordnen oder gar, dass Sie für diese historische Wahrheit Ihr Leben opfern würden.
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#17   Tridentinus   12:28:17 | Dienstag, 26. Dezember 2006
@Stimme aus Wien
Um dem Ansatz Newmans auch an beziehungsweise in seiner Grenze gerecht zu werden, habe ich ihn (sc. den Ansatz) bewusst als Skizze charakterisiert.
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#16   Athanasius   12:25:25 | Dienstag, 26. Dezember 2006
@Stimme aus Wien
Von Suetonius kennen wir die Beschreibung des „Chrestos“ und der „Chrestiani“. Das is 1. Jh. Die Evangelien sind aus dem 1. Jh. Die Didachè ebenfalls. Es gibt ganze Mengen von Quellen, Schriften usw. aus dem 1. Jh. die die Existenz Jesu bestätigen. Wenn mein Pappa heute schreibt er habe 1955 Konrad Adenauer gesehen und dessen Wirtschaftswunder miterlebt, dann ist er – nur weil er 2006 schreibt – keine zuverlässige Quelle für eine bloße Existenz?
Sorry. Aber das ist absurd und solche „Kritik“ macht keine historischen Kenntnisse mehr möglich.
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#15   Stimme aus Wien   11:59:41 | Dienstag, 26. Dezember 2006
Tridentinus
Nur liegt heute das Problem darin, dass der Aspekt des Für-wahr-haltens oft gar nicht mehr gesehen wird und durch Emotionalisierung und schwärmerische Erfahrung ersetzt wird.
Stimmt’s – leider – aus einem Extrem ins andere – das haben wir im Laufe der Geschichte schon sehr oft erlebt.
Ich glaube es aber nicht, dass der Lösungsansatz von Card. Newman für heute ausreichen würde. Eine moralische Gewissheit kann nie die absolute Gewissheit des Glaubens begründen.
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#14   Tridentinus   11:50:30 | Dienstag, 26. Dezember 2006
@Stimme aus Wien
Diesen Ausführungen stimme ich voll zu. Nur liegt heute das Problem darin, dass der Aspekt des Für-wahr-haltens oft gar nicht mehr gesehen wird und durch Emotionalisierung und schwärmerische Erfahrung ersetzt wird. So wird der Glaubensakt nicht aus einer verstandesmässigen und/oder willensmässigen Vereinseitigung in eine ganzheitlich menschliche Fülle geführt, sondern höchstens einer neuen Vereinseitigung preisgegeben, weil der Mensch auch als Gläubiger eben auch Verstand und Willen besitzt. Wo diese Aspekte ausgeblendet sind, kann kein ganzheitlich menschlicher Akt, auch kein Glaubensakt erzielt werden.
Die Korrektur, die hic et nunc notwendig wäre, hat mE John Henry Cardinal Newman in seiner Grammar of Assent vorbildlich skizziert.
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#13   Stimme aus Wien   22:57:18 | Montag, 25. Dezember 2006
Athanasius
Historische Wahrheiten sind eben keine metaphysische Wahrheiten und zu sagen: Es ist einfach eine historische Wahrheit, dass Jesus Christus geboren ist, und gelebt hat. bedarf es mehr als nur dies zu behaupten.
Ebenso könnten die Muslime gegenüber der Kritik an Existenz Mohammeds einfach nur sagen, es ist einfach eine historische Wahrheit, dass Mohammed geboren ist, und gelebt hat
und
wer es leugnet dass Mohammed existiert hat, der muss auch Julius Cäsar anzweifeln, oder Napoleon.
Übrigens: Ihr Vergelich ist nicht zutreffend – theoretisch ist es leichter die Existenz eines Tischlers aus Nazaret oder einer Kaufmannes aus Mekka zu leugnen, als eines Staatsmannes, der zur Lebzeit das Schicksal von Millionen beeinflusste.
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#12   Athanasius   22:46:41 | Montag, 25. Dezember 2006
@Stimme aus Wien
Diese Zweifel ergibt sich aus der Sache selbst.
Sie glauben also, dass Jesus Christus einen zweifelhaften Glauben offenbart hat, dem es inhärent ist angezweifelt zu werden, oder dass Seine Geburt unhistorisch ist?
Wohl nicht mit dem katholischen Glauben zu vereinigen. Während Zweifel an Wahrnehmung in den naturwissenschaftlichen Wissenschaften – wenn gemässigt betrieben – gute Schlüsse herbeibringen mag, ist Zweifel an metaphysischen Wahrheiten eine direkt Leugnung der Existenz derselben. Die sogenannte „historio-kritische“ Methode, sicherlich wenn allseligmachend gemacht, macht jede historische Erkenntnis unmöglich und bezweifelt sogar die eigene menschliche Existenz wenn – wie von abgefallenen „modernen“ Theologen zu den historischen Ereignissen des Messias – ad absurdum getrieben wird.
Es ist einfach eine historische Wahrheit, dass Jesus Christus geboren ist, und gelebt hat. Gott ist uns erschienen, zwar anfangs latente Deitate, so glaubten die Christen (und ich also auch) es. Wer leugnet dass Jesus existiert hat, der muss auch Julius Cäsar anzweifeln, oder Napoleon. Zum 25. Dezember: Sextus Iulius Africanus sagte dass das das Datum von Christi Geburt sei. Er schrieb es 221. Weniger als 130 Jahre nach dem Tod des letzten Apostels. Wird man in 1981+130=2111 auch nicht mehr sagen können, dass Albert Speer existierte oder dass Adolf Hitler 1889 in Braunau am Inn geboren wurde. Oder dass Stalin eine Tochter hatte?
Ad absurdum. So treiben es die „historisch-kritischen“.
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#11   Stimme aus Wien   22:25:51 | Montag, 25. Dezember 2006
Dr. Christoph Heger und Tridentinus
Ich wünsche auch frohe Weihnachten!
Zum vor- und nachkonziliaren Glaubensverständnis:
Es ist leider so, dass sich nach dem 1. Vatikanum in der kath. Kirche ein Glaubensverständnis breit gemacht hatte, die von „für-wahr-halten“ von dogmatischen Sätzen nicht hinaus gehen konnte und deswegen die historisch- kiritsche Textforschung der Bibel als glaubensfeindlich empfinden musste und jeden Theologen, der sich damit beschäftigte, verdammte. Übrigens, es war nicht die Absicht des Konzils, eine vollkommene Definition des Glaubens zu erstellen, sondern nur einige mißstände zu korrigieren. Dies wurde erst bei der Rezeption der Lehre des Konzils mißdeutet.
was soll der Hinweis im vorliegenden Zusammenhang?
Es ist leider nicht möglich – Christi Geburt und Leben eindeutig und ohne Möglichkeit eines Widerspruchs zu beweisen – der Kern des Zweifels wird immer bleiben. Der Glaube des Christen speist sich aus einer anderen Quelle, die auch die kritischsten Theologen nicht zuschütten können. Dass aber jeder, der seine theologische Arbeit ernst nimmt, auf die Mängel an geschichtlichen Beweisen hinweisen muss, ist kein Aufruf zur ungläubigkeit, sondern die logische Schlussfolgerung ihres theologischen Handwerks. Ihnen die Schuld an der Zweifel an die geschichtliche Wahrheit Christi in die Schuhe zu schieben, ist unredlich.
Diese Zweifel ergibt sich aus der Sache selbst.
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#10   Schnabeltierkönig   17:29:22 | Montag, 25. Dezember 2006
DIESER MANN IST
EIN HEILIGER!
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#9   Tridentinus   16:07:24 | Montag, 25. Dezember 2006
@Stimme aus Wien
Was ist ein vorkonziliares/was ein nachkonziliares Glaubensverständnis? Welches Konzil meinen Sie eigentlich? So epochal kann meines Erachtens gar keines sein. Mit der Geburt Christi ist die Welt und Geschichte in einen Neuen Äon eingetreten, seither stehen beide endzeitlich unter eschatologischem Vorbehalt und in eucharistisch-sakramental, kultisch-politischer Prolepsis. Also weder konzilseuphorische Epochenbildung, noch apokalyptische Panik, bitte!
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#8   Dr. Christoph Heger   14:18:43 | Montag, 25. Dezember 2006
@Stimme aus Wien: Geht’s ein bißchen klarer?
Zweitens: Schuld am Zweifel an diese Geburt sind nicht die schlimmen „modernen Theologen“ – sie zeigen nur auf die Grenzen des vorkonziliaren Glaubensverständnisses – den „garstig breiten Graben“ kann man halt nicht überschreiten, außer, man ist ein Moslem und steckt seinen Kopf in den Sand, wenn kritische Fragen aufkommen.
Was ist gemeint?
Es ist zwar völlig verständlich (und auch zutreffend), was wohl mit den ihren Kopf in den Sand steckenden Muslimen gemeint ist: deren Weigerung, Ergebnisse der Forschung, insbesondere der historisch-kritischen Textforschung des Korans zur Kenntnis zu nehmen. Aber was soll der Hinweis im vorliegenden Zusammenhang?
Frohe Weihnachten!
Christoph Heger
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#7   Rodolfo Panetta   13:08:04 | Montag, 25. Dezember 2006
Frohe Weihnachten, Pater Deneke!
Und Dank für Ihre klare Katechese und auch für Ihre Weihnachtspost, die wir leider noch nicht beantwortet haben. Gottes Segen im neuen Jahr 2007!
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#6   Stimme aus Wien   12:47:38 | Montag, 25. Dezember 2006
In Betlehem geboren
„Und wäre Christus nie in Bethlehem geboren – auch nicht in dir. Und du bliebst ewiglich verloren.“
Diesem Satz muss man zweifelslos zustimmen – jedoch, der Pater dürfte mit seiner Analyse falsch liegen.
Erstens: auf Grund du bliebst ewiglich verloren kann man nicht auf die tatsächliche Geburt in Betlehem schließen, sondern nur darauf, dass die Künder einiger „Gutmensch-Gemeinplätze über Stille, Friede und Versöhnung“ ohne dieser Geburt auf dem Hozweg sind.
Zweitens: Schuld am Zweifel an diese Geburt sind nicht die schlimmen „modernen Theologen“ – sie zeigen nur auf die Grenzen des vorkonziliaren Glaubensverständnisses – den „garstig breiten Graben“ kann man halt nicht überschreiten, außer, man ist ein Moslem und steckt seinen Kopf in den Sand, wenn kritische Fragen aufkommen.
Sich diesen Fragen zu stellen ist die Aufgabe der Theologen – und nicht das einfache wiederholen der Antworten auf Fragen aus längst vergangener Zeit, die nweder die Fragen unserer Zeit waren noch sind sie die selben Fragen.
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#5   Tridentinus   12:05:09 | Montag, 25. Dezember 2006
Als ich gestern um 23:30h
in einer österreichischen Landeshauptstadt zur Chrismette bei der FSSPX ging hatte ich einen eindrucksvollen Beleg für die Richtigkeit Pater Denekes Überlegungen. Fast schräg gegenüber des Priorates befindet sich ein Club, in dem abwechslungsreiche Intimbegegnungen möglich sind. Dort hielt ein Taxi, dem eine Gruppe junger Männer entstieg, die absichtsvoll in diesen Club gingen. Meinerseits überquerte ich die Strasse und ging die Gasse bergauf, um rechtzeitig in der Kapelle zu sein. Dort wurde die Präfation leider nicht im Tonus sollemnior gesungen. Schliesslich erwies sich das als vielleicht feierlicher, denn der Administrator beherrschte selbst die einfache Melodie nur mit Mühe und nicht wirklich überzeugend. ;-)
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#4   adoro te devote   11:40:21 | Montag, 25. Dezember 2006
@Tridentinus
Zustimmung. Musste es auch zweimal lesen, aber sie haben Recht.
Wenn der Mensch nicht akzeptiert, dass seine Seele unsterblich ist und der Erlösung durch Christus bedart, dann ist es für ihn nur konsequent, wie ein Tier zu leben, da er sich in diesem Fall auch nur für ein solches (wenn auch besonders entwickeltes) hält.
Wenn der Mensch seiner Erschaffung durch Gott, also mit einer unsterblichen Seele, die der Erlösung bedarf, akzeptiert, dann ist es inkonsequent und dumm, dieses Heil nicht in Christus zu suchen. Leider verwechseln eben viele „moderne“ Theologen und Gläubige dieses mit dem ewigen kreisen um die eigene Psycho-Achse. Von dort wird aber am Ende keine Erlösung kommen.
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#3   Tridentinus   11:20:11 | Montag, 25. Dezember 2006
@Romulus
Man muss eben begreifen, was Pater Deneke meint! Wenn alles nicht so ernstgemeint ist, sich das Christusereignis zum Mythos, zu einem Mythos mehr, verflüchtigt, dann ist die Abgekehr von leerer Rührseligkeit konsequent, weil es keine Hoffnung gibt, sondern nur Illusion.
Diese Verdunstung des Glaubens betreiben aber nicht die Tradis – wie Sie sich ausdrücken – sondern diejenigen Theologen, die uns aufklären, anstatt zur Verklärung mit und in Christus hinzuführen, die alles entmythologisieren, wo gar kein Mythos ist, sondern eine geschichtliche Gottestat: Inkarnation konkret, nicht abstrakt!
Die liberale Theologie unserer katholischen Theologen ist noch nichtmal eine schlechte Kopie protestantischer liberaler Theologie, die längst als alter Hut in der Mottenkiste verschwunden ist, sondern billige Psychologisierung, Emotionalisierung, Esoterisierung, platte Neuauflage der Gnosis! Dann besser saufen und fressen und …, denn dannach kommt nichts, noch nichtmal ein Nirvana light, das uns Europäern geschäftstüchtige Esoteriker aufschwatzen wollen. Kapiert was Deneke meint? Kapiert, was Fakt ist und hier prägnant gesagt ist, ohne solidarische Geschnulze? Danke, Pater Deneke!
Gesegnete Weihnachten!
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#2   HeinrichvonOfterdingen   11:12:10 | Montag, 25. Dezember 2006
Romulus,
Also die Alte Messe allein schützt also nicht vor derlei Unsinn wie ihn dieser Petrusbruder da verzapft. Der Beweis ist ziemlich ungenügend. Bewiesen ist nur, dass die alte Messe allein vor solchem Unsinn offenbar nicht schützt. Die Piusbruderschaft hat daher immer den ganzen unverfälschten Glauben von Rom eingefordert und nicht nur die alte Messe. Dass die alte Messe allein nicht vor Unsinn schützt, dazu mag die Petrusbruderschaft als Beweis hinreichend sein.
Von den Tradis hier wird sie nämlich immer als magisches Wundermittel mißbraucht und empfohlen nach dem Motto: Schuld an allem ist der NOM, gäbe es diesen nicht, gäbe es die heutigen Probleme der Kirche nicht. Dieser Pater ist der Beweis des Gegenteils!
Nicht magisches Wundermittel, übernatürliches Heilmittel, aber daran glauben Sie selbstverständlich nicht. Und wenn Sie mal gucken, welcher Unsinn mit dem NOM angestellt wird, dann würden Sie anders argumentieren. Natürlich ist nichts so heilig, dass es nicht entheiligt werden könnte. Die Frage ist aber ob der NOM nicht so unheilig ist, dass er gar nicht mehr geheiligt werden kann.
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#1   Romulus   11:01:21 | Montag, 25. Dezember 2006
Beweis
Also die Alte Messe allein schützt also nicht vor derlei Unsinn wie ihn dieser Petrusbruder da verzapft. Von den Tradis hier wird sie nämlich immer als magisches Wundermittel mißbraucht und empfohlen nach dem Motto: Schuld an allem ist der NOM, gäbe es diesen nicht, gäbe es die heutigen Probleme der Kirche nicht. Dieser Pater ist der Beweis des Gegenteils!
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