Mit viel Optimismus und dem Willen, Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte – vielleicht Jahrhunderte – zu überwinden wurde am 3. Adventsonntag in der Diözese Fulda ein neuer Pastoralverbund eingerichtet.
v.l.n.r.: Pfarrer Stefan Bott, Pfarrer Gerhard Braun, Weihbischof Karlheinz Diez
(kreuz.net) Fünf Jahre dauerten die Vorbereitungen, um die katholischen Pfarreien im Bistum Fulda in
Pastoralverbünde zusammenzufassen.
Für die Pfarreien im Kreisteil Melsungen und für die Nachbargemeinde
Gudensberg war es am 3. Adventssonntag so weit.
Die Pfarreien befinden sich rund 20 km südlich von Kassel.
Eine feierliche Vesper in der katholischen Kirche der 14.000-Seelen-Stadt Melsungen am 3. Advent war
der Termin, an dem der Pastoralverbund Wirklichkeit wurde.
Das berichtete die in Kassel erscheinende
Tageszeitung ‘Hessische-Niedersächsische Allgemeine’ (HNA) am 11. Dezember.
Der Verbund nennt sich St.
Petrus Canisius Schwalm-Eder-Nord / Melsungen.
Bei seiner Amtsübernahme im Jahr 2001 habe der Bischof
von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen, die Pfarrgemeinden aufgerufen, Möglichkeiten zu suchen, um
sich auf die „veränderten Bedingungen dieser Zeit“ einzustellen – erklärte Pfarrer Stefan Bott von der
Pfarrei Mariae Himmelfahrt in Melsungen.
Der markanteste Punkt sei dabei der Priestermangel.
Statt einer
Konzentration auf den Priester sollten sich Mitglieder der Kirchengemeinden stärker einbringen.
Pfarrer
Gerhard Braun (33) von der Pfarrei Mariae Namen in Gensungen wird der Moderator des neuen Pastoralverbundes
sein.
Hw. Braun ist zukünftig das Sprachrohr, koordiniert die Aufgaben im Pastoralverbundsrat und der
Pastoralen Dienstgemeinschaft.
Die Konzentration der seelsorgerlichen Aufgaben auf den Priester bezeichnet
Pfarrer Braun vor der ‘Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen’ als „Fehlentwicklung der vergangenen
Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte“.
Die Pastoralverbünde sollen jetzt Abhilfe schaffen.
Die neue
Organisationsform symbolisiert für den Priester ein „Umdenken im Kirchenbild“.
Lange hätten die Katholiken
aus dem Vollen geschöpft.
Jahrzehnte habe es reichlich Priester gegeben. Sie hätten Aufgaben übernommen,
die Gemeindeglieder hätten machen können – so Pfarrer Braun.
„Diese Entwicklung wird wieder rückgängig
gemacht.“ Die Uhr werde zurückgedreht. Katholiken dürften und sollten machen, was Hw. Braun als deren
„ureigene Aufgaben“ bezeichnet:
„Die Heilige Messe zu zelebrieren und die Sakramente zu spenden, das
erfordert eine spezielle Berufung.“
Aufgaben wie Krankenbesuche, Mitarbeit in Gremien und die Katechese,
die Religionslehre, aber sollen in die Hände von Gemeindemitglieder übergehen, die sich in diesen –
bislang dem Pfarrer vorbehaltenen – Bereichen engagieren wollen.
Jeder Christ müsse seinen Glauben bezeugen
können, erklärt Pfarrer Bott. Theologie – auf deutsch: von Gott reden – könne jeder betreiben.
In
seinem jüngsten Brief an die drei Rhöngemeinden hatte Bischof Algermissen geschrieben, daß ein Priester
nur durch einen Priester ersetzt werden könne.
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54 Lesermeinungen
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Na also lieber RüdesheimamRheinundderRheingau, hamm wirs schon, Sie sind doch noch rechtzeitig vor der
Blamage vernünftig geworden. Und wem verdanken Sie es? Mir und ihren fetten na wie hießen die Dinger
noch mal! Guts Nächtle!
#53 Rüdesheim 20:20:46 | Freitag, 29. Dezember 2006
Sie sollten an Ihren Blutdruck denken…! Der Bischof würde sich tot lachen, wenn ich ihn wegen solch
einer lächerlichen Diskussion, die ich für mich hiermit jetzt beende, anrufen würde! Noch dazu, gehöre
ich ins Bistum Limburg und nicht nach Fulda!!!
Lieber RüdesheimamRheinundderRheingau: „Dann schildern Sie mir doch bitte mal Ihre Sicht.“ „Das ist mir
im Moment zu emotional!“ Selten so gelacht. Wenn Ihnen dieser schmalbrüstige Dialog schon zu emotional
ist, oder sind Ihnen wieder mal die Argumente ausgegangen? Oder müssen Sie erst bei Ihrem Herrn Bischof
fragen, was Sie schreiben dürfen? Und noch ein Hinweis: das hier, meine Fragen also, war überhaupt nicht
emotional. Sie können ruhig antworten.
#33 Rüdesheim 19:37:28 | Freitag, 29. Dezember 2006
an Paulchen Ich kenne diese Patres nicht, allerdings kenne ich etwas P. Hönisch! Und ich gehe davon aus,
dass Bischof Algermissen gute, sachliche Gründe hatte, so zu reagieren!
#32 Paulchen 19:35:57 | Freitag, 29. Dezember 2006
Rüdesheim Was ist denn an der ganzen Sache sachlich ? Ist es etwa sachlich,was über die Patres gesagt
wird und gesagt wurde ? Ist es etwa sachlich,wie sich Allgermissen verhält und verhalten hat ?
#31 Rüdesheim 19:27:02 | Freitag, 29. Dezember 2006
an Paulchen Ich versuche mich zumindest, was den Ton hier betrifft, an gewisse Anstandsregeln zu halten –
gehört wohl auch zu einer sachlichen Diskussion dazu!!
Rechtgehabt @ RüdesheimamRheinundderRheingau: Ich kann mich Ihnen nur anschließen. In den betreffenden
Pfarreien findet jeden Sonntag auch weiterhin die Hl. Messe statt. In den letzten Wochen wurde sogar vom
Domkapitel dort Vertretung gemacht. Diesen Gemeinden geht es besser, als Pfarreien in anderen Bistümern.
In vielen, besonders in den bayrischen, Bistümer ist es nicht selbstverständlich, dass dort ein Priester
am Altar steht, dort werden immer mehr Wort- Gottes- Feiern abgehalten. Ich kann sagen, dass es auch weiterhin
so sein wird, dass in jeder Gemeinde des Bistums Fulda an jedem Sonntag die Hl. Messe gefeiert wird. Egal
wer der Messe vorsteht, es ist und bleibt so! Bischof Algermissen hat richtig gehandelt, denn er kann
nichts für den Balast, den sein Vorgänger ins Bistum geholt hat. Er hat zum wohle der Gemeinden in der
Rhön, aber auch der anderen Gemienden in seinem Bistum fehandelt.Und von Seiten des Kirchenrechts ist
die Sache eindeutig: Wer nicht hören will, der muss fühlen. o^/
Sachlich-konstruktive Kritik ist zulässig und manchmal sogar notwendig! Die Bistumsleitung ist, soweit
ich weiß nicht unfehlbar. Ungerechte pastorale Entscheidungen, mangelnder Dialog und offenkundige Verstöße
gegen geltendes kirchliches Recht dürfen, ja müssen mitunter auf sachlich-konstruktive Weise kritisiert
werden. Nichts anderes hat kreuz.net getan. Von „Herziehen“ über die Bistumsleitung kann hier keine die
Rede sein.
#24 Rüdesheim 11:21:16 | Freitag, 29. Dezember 2006
Ich nahm diesen Artikel nur zum Anlass… hier mal Luft abzulassen, über die Art und Weise, wie hier
seit einiger Zeit über die Bistumsleitung hergefallen wird!!
@ propst zu paderborn und RüdesheimamRheinundderRheingau Was soll an der Berichterstatung von kreuz.net
„ätzend und beleidigend“ sein? kreuz.net hat sachlich und inhaltlich korrekt einen entsprechenden Artikel
der Tageszeitung „Hessische-Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) vom 11. Dezember wiedergegeben. Von Weihbischof
Diez ist in dem Artikel überhaupt nicht die Rede, er wird lediglich in der Bildunterschrift erwähnt,
die ebenfalls von der HNA übernommen wurde. Und von den SJM-Patres ist ebenfalls keine Rede. Ich empfehle
meinen Vorrednern, die Artikel auf kreuz.net erst einmal genau zu LESEN, bevor sie hier Dampf ablassen!
Erst denken, dann tippen!
@ Propst zu Paderborn –-- dem (sehr richtigen) Rausschmiss der drei Patres in der Rhön mit rein zieht
Warum sind sie so sehr davon überzeugt das der Rausschmiss der drei Pater richtig war? Sind sie überzeugt
das sie genau das richtige Maß der Hingabe an unserem Schöpfer haben? Sollte man die Hingabe an Gott
immer so praktizieren das es so gerade reicht, oder kann man auch versuchen mehr Hingabe als nötig zu
praktizieren? P.S.: Diffamierungen und Beleidigungen finde ich in dieser Sache von beiden Seiten her verkehrt.
#21 Rüdesheim 10:43:54 | Freitag, 29. Dezember 2006
Sehr richtig! Ich kann mich hier meinem Vorgänger nur anschließen! Was sollen diese ständigen Angriffe
auf Bischof Algermissen und die Fuldaer Weihbishöfe?? Ich finde das nur noch ätzend und beleidigend!!!
Es ist nicht richtig, dass man einen lieben Menschen, wie Herrn Weihbischof Msgr. Prof. Dr. Karlheinz
Diez in eine, für mich sinnlose und einfach dumme, Debate wegen dem Pastoralen Prozess und dem (sehr
richtigen) Rausschmiss der drei Patres in der Rhön mit rein zieht.
#18 Maledica 11:35:34 | Donnerstag, 28. Dezember 2006
Cartellverband @Gunsenum Nur weil sich der CV katholisch nennt, heißt dies noch lange nicht, daß auch
alle katholisch sind, auch wenn der Taufschein stimmen muß.
#17 bonifatius 20:36:51 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
@Mittendrinn: Umdenken! Ja, wir sind mitten drinn,wo die Katholische Kirche vor die Hunde geht, geographisch
wie auch im Glaubensleben. @Mittendrinn, wach auf! Woher kommt der Priestermangel? Von der gut finanzierten,
verwalteten Amtskirche? Vielleicht. Liebe Bischöfe, lebt den Gläubigen einen glaubhaften Glauben vor,
predigt Wahrheit, auch auf die Gefahr hin, daß euch die veröffentlichte Meinung verlacht und verspottet.
Wir brauchen nicht genug Priester. Wir brauchen wieder gute, glaubwürdige Priester, Beispiel gebende
und beispielhafte Bischöfe. Leute, wacht auf! Wir müssen umdenken! So, wie es in den letzten 30 bis
40 Jahren gelaufen ist, gehts nicht mehr weiter. Bietet dem Äon die Stirn: „Die Kirche hat nicht das
Christentum der Welt anzupassen, sie hat nicht einmal die Welt dem Christentum anzupassen; sie muß vielmehr
in der Welt eine Gegenwelt bewahren“ (Davila).
#16 Karl-Peter 20:28:25 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
@Toby Sie haben Recht! Was gibt es da eigentlich zu feiern? Diese Pastoralverbünde sind doch nichts anderes
als Konkursverwaltung und Ausdruck einer Resignation im kirchlichen Leben. Außerdem verbreiten sie einen
Pessimismus. Warum sollte aber in Zukunft alles nur schlechter werden? Warum sollte es in Zukunft nicht
wieder vermehrt Priesterberufungen geben? Im Gegenteil: Die neuen Strukturen verhindern Priesterberufungen,
indem man sie nicht mehr benötigt: Jahrzehnte habe es reichlich Priester gegeben. Sie hätten Aufgaben
übernommen, die Gemeindeglieder hätten machen können – so Pfarrer Braun. „Diese Entwicklung wird wieder
rückgängig gemacht.“ Die Uhr werde zurückgedreht. Aufgaben wie Krankenbesuche, Mitarbeit in Gremien
und die Katechese, die Religionslehre, aber sollen in die Hände von Gemeindemitglieder übergehen, die
sich in diesen – bislang dem Pfarrer vorbehaltenen – Bereichen engagieren wollen.
Zustimmung @ Gunsenum Ich finde es furchtbar und stimme damit Gunsenum zu: die Sache mit SJM und Bischof
Algermissen hat sich verlaufen, also versucht man jetzt auf andere Leute drauf zu schlagen. Naja, was
solls, ist ja ganz im Sinne des Evangeliums: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.(Mt 5, 39). Ich
höre und lese die Schläge immer nur von kreuz.net. Wer erfüllt dann wohl das Gesetz des Herrn? kreuz.net
bestimmt nicht!
#14 adlimina 18:40:31 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Vernunft und Erbarmen!?! Hat die weihbischöfliche Christmette in Schwarzbach überhaupt statt gefunden,
da sie noch nicht in der Luft zerrissen worden ist?!? Ob Weihnachten nicht vielleicht doch auf allen Seiten
einen Neuansatz bringen durfte?!? Immerhin wird die Entwicklung in der Vertretungsregelung und Stellenbesetzung
(noch?) nicht der Meute vorgeworfen. Müssen einem die zunächst bemitleideten SJM-Patres nicht eigentlicht
jetzt ganz besonders leid tun, wenn sie als seriöses Thema bereits vergessen sind? Vertrauen wir doch,
daß jetzt endlich in geschützter Stille die notwendigen Gespräche und Klärungen erfolgen für ein
gesegnetes neues Jahr …
#13 Tridentinus 18:39:05 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
In Gensungen-Melsungen war ich schonmal mit der Schule auf politischer Fortbildung. was interessant und
auch unterhaltsam. Aber wer hier interessiert sich für die Organisationsstrukturen beziehungsweise das
Selbstzerstörungsmanagement der Neukirche?
#12 roflcopter 18:22:08 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
@tertius ridens Wollen Sie jetzt Äpfel mit Birnen vergleichen, oder sind Sie nur ganz unruhig, dass es
seit 48h keinen neuen „Algermissen Artikel“gibt?
#11 tertius ridens 17:43:33 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Zur Zentrierung der Diskussion das letzte Posting von Leserin clarissa colonia Wenn man mit Muße die
zurückliegenden Ereignisse rekapituliert, muss man konstatieren, dass keine der hier gestellten Fragen
eine wirklich überzeugende Antwort gefunden hat. Statt dessen wird die erste Lüge der bischöflichen
Verwaltung von immer neuen gejagt: 1. Angst machende Theologie 2. Verweigerung des Pastoralen Prozesses
3. Nicht mitteilbares Wissen 4. Jahrelange Geduld und Ermahnungen 5. Pfr. Schlitt zum Ruhestand genötigt
6. Christmette in Schwarzbach Dazu kommen schwere Pannen und Peinlichkeiten: 1. Aussitzen und Ausschweigen
2. Beeinflussung der Berichterstattung 3. Verschweigen der Mahn- oder Gebetswachen 4. Larmoyanter Brief
über des Bischofs Befindlichkeit 5. Rücktrittsforderung und lachhafte Strafverfolgungsdrohung 6. Drohungen:
Kein Wohlverhalten = Kein Pfarrer 7. Irriges staatskirchenrechtliches Selbstverständnis Es scheint nicht
glaubhaft, dies sollte alles zu Lasten der Bistumsverwaltung gehen. Immerhin wären dies Gründe genug,
die gesamte Verwaltung zu entlassen. Aber: Kann man das alles der funktionierenden Bistumsverwaltung anlasten,
die der Bischof von seinem Vorgänger übernommen hat? Hierzu eine Beobachtung: Am 10. Dezember forderte
Herr Rothenberger hier den Rücktritt des Bischofs. Der Bischof reagiert sofort mit Datum vom 11. Dezember.
Dabei lässt der Brieftext mit der Strafverfolgungsdrohung erkennen, dass der Bischof sich offensichtlich
erst nach dessen Absendung beraten hat oder beraten wollte. Berät sich der Bischof, oder ist er unberaten?
faktum … … ist, dass die meisten pfarren in den deutschsprachigen diözesen erst im 19. jahrhundert
bzw. anfang des 20. jahrhunderts gegründet wurden. also hier von einer „jahrhunderte langen“ fehlentwicklung
zu sprechen, ist deutlich übertrieben. was allerdings jetzt in vielen diözesen schmerzhaft getan werden
muss, ist diesen „wildwuchs“ (der in österreich seit josef II., in deutschen diözesen zeitversetzt später,
eingesetzt hat) wieder zurückzubauen. wie viele der jetzt „zusammengelegten“ pfarren wurden in den letzten
100 jahren erst gegründet – das wäre einmal eine interessante information – und handelt es sich nicht
tasächlich um einen notwendigen „rückbau“?
#8 Gunsenum 16:58:31 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Algermissen! Algermissen! Sie haben mehr als 24 Stunden nichts mehr über den Fuldaer Bischof gepostet.
Das sie jetzt auf einen Priester, der überdies Mitglied des Cartellverbandes ist, schimpfen und den WEihbischof
mit hineinziehen- das ist sehr schwach von ihnen! Schaffense nichts mehr zu Algermissen? Loooooos doch!
#7 Graf von Galen 16:25:20 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Wider VII, @ Mitten drin … Daß die Kirche in Deutschland vor die Hunde geht, stimmt sicher. Dies liegt
jedoch an den vom Konzil und den von den VII- Päpsten gemachten falschen Vorgaben wie NOM inkl. Handkommunion
(Folge sind Sakrilegien, protestantisches Abendmahlsverständnis, Ehrfurchtslosigkeit, kein Verständnis
mehr für die Sonntagspflicht, da für Ringel- Pietz mit Anfassen Zeit zu schade), Auflösung der Hierachie
durch Rätesystem, Gleichstellung aller Religionen, Königsteiner Erklärung (Folge ist das Fehlen von
Kindern und damit auch von Priesterberufungen), usw.
Lieber Karl-Peter, Die Konzentration der seelsorgerlichen Aufgaben auf den Priester bezeichnet Pfarrer
Braun vor der ‘Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen’ als „Fehlentwicklung der vergangenen Jahrzehnte,
vielleicht Jahrhunderte“. ziemlich dumm obendrein.
Was gibt es da eigentlich zu feiern? Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum die Errichtung von
Pastoralverbünden „gefeiert“ und mit „feierlichen“ Gottesdiensten begangen werden muss. Was gibt es da
eigfentlich zu feiern? Die Errichtung von Pastoralverbünden ist doch Ausdruck einer vorgeblichen Notsituation,
eines Mangels also, den es doch eigentlich zu überwinden gelten sollte. Wieso wird jetzt eine Notsituation
oder ein Mangel gefeiert? Ein Pastoralverbund kann und darf niemals ein endgültiger Zustand sein. Der
Normalfall ist und bleibt die Pfarrei. So sieht es nach wie vor das Kirchenrecht vor. Übrigens: Es gibt
im Bistum Fulda keinen echten Priestermangel (allenfalls einen künstlich forcierten, siehe SJM-Rausschmiss),
sondern vor allem einen Gläubigenmangel. Warum wird das Problem nicht von der Wurzel her angepackt, anstatt
seelsorgsfremde Pastoralkonzepte zu feiern?
Sehr wohl … Die genannten Pfarrer und der H.H. Bischof wissen wohl, wovon sie reden! Der pastorale Prozess
ist dringend nötig, sonst geht die katholische Kirche in Deutschland vor die Hunde. Wollen wir uns etwa
von außen mit Priestern versorgen lassen? Das wäre ja lächerlich, wenn wir uns unsere Priester von
den Philippinen oder aus Mexiko oder … einfliegen lassen würden, nur damit genug Priester da sind.
Damit ist das Problem doch nicht gelöst! Leute, wacht auf!!! Wir müssen umdenken! So wie es in den letzten
Jahrhunderten gelaufen ist, gehts nicht mehr weiter. Wir müssen uns umstellen und umdenken – WIR – weil
es unser aller Problem ist!
Ich hab’s immer schon gewußt! Die wolln ne andre Kirche! Und dann lügen se andern die Tasche voll.
Von wegen Priestermangel, den machen se sich selbst. Ich glaub denen langsam garnichts mehr!
#2 Karl-Peter 14:06:57 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Ziemlich arrogant für einen jungen Priester: Die Konzentration der seelsorgerlichen Aufgaben auf den
Priester bezeichnet Pfarrer Braun vor der ‘Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen’ als „Fehlentwicklung
der vergangenen Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte“.