Beichte
Der Irrweg der Bußandacht
Welchen Sinn hat es, eine Lossprechung zu geben, die zur Vergebung schwerer Sünden ungültig und für die Vergebung leichter Sünden unnötig ist? Von Dr. theol. Adolf Fugel.
(kreuz.net) Vor Weihnachten wurden in vielen Pfarreien Bußandachten gehalten, bei denen die Sünden der Anwesenden – angeblich – durch sakramentale Lossprechung vergeben werden.

Als Hilfe zur Gewissenserforschung mag die Bußfeier – sofern keine schweren Sünden vorliegen – eine nützliche Hilfe sein.

Doch die „Bußandacht mit Lossprechung“ ist ein theologischer und pastoraler Irrweg.

Eine derartige Praxis hält weder vor der Bibel, noch vor der Theologie oder dem Kirchenrecht stand.

Wird während einer Bußandacht die sakramentale Lossprechung gegeben, entsteht schnell der Eindruck, daß damit auch der Pflicht zur Beichte Genüge getan wurde.

Damit wird dem Irrtum Vorschub geleistet, daß ein Gläubiger nach Besuch einer Bußandacht ohne weiteres zur Heiligen Kommunion gehen darf.

So gerät die Beichte irgendwann in Vergessenheit. Nach vielen Jahren der Beichtabstinenz ist ein Neuanfang psychologisch schwierig. Das Sündenbewußtsein stumpft völlig ab.

Biblisch und theologisch gesehen ist eine gemeinsame „sakramentale Lossprechung“ am Ende der Bußandacht ungültig.

Schwere Sünden – sogenannte Todsünden, die den Gnadentod der Seele verursachen – werden begangen, wenn ein klares Wissen um die Bedeutung der Übertretung eines Gebotes Gottes in einer schwerwiegenden Sache besteht und die Tat trotzdem mit freiem Willen vollzogen wird.

Eine so begangene Sünde muß gebeichtet werden.

Nicht ohne Grund besteht während der Bußandacht die Pflicht, die Gläubigen darauf aufmerksam zu machen, daß schwere Sünden anschließend einzeln gebeichtet werden müssen.

Der Gnadentod der Seele kann nur in der Beichte beseitigt und die Seele dem Gnadenleben neu zugeführt werden.

Bei der Beichte besteht keine strenge Pflicht, läßliche Sünden einzeln aufzuzählen. Diese Pflicht existiert nur bei der Todsünde.

Läßliche Sünden dürfen pauschal in die Beichte eingeschlossen werden. Sie bedürfen zu ihrer Vergebung auch nicht unbedingt der sakramentalen Lossprechung.

Die Vergebung läßlicher Sünden erhalten wir durch jeden Reueakt, durch gute Werke, Almosen, Fasten, Gebet, durch die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit und vieles mehr.

Welchen Sinn hat es also, eine Lossprechung zu geben, die zur Vergebung schwerer Sünden ungültig und für die Vergebung leichter Sünden unnötig ist?
      
42 Lesermeinungen
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#43   Biene Maja   21:37:46 | Samstag, 26. April 2008
Beichte
eine gute Beichte ersetzt oft einen Psychiater
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#42   Sr. Maria Andrea †   22:21:49 | Dienstag, 2. Januar 2007
Ex-Bochumer
will beichten! Warum das denn? Will er den lieben Gott zum Narren halten, weil er seine Bosheiten, Dummheiten und Blödheiten bei KREUZ.NET bestimmt nicht beichtet!
Ob der Ex-Bochumer je schon einmal über sich nachgedacht hat? Geht es ihm wirklich um das Sakrament der Beichte, das er empfangen will, oder nur darum, ob er irgendwo in den Pfarreimitteilungen KEINE Uhrzeit für die Beichte findet?
Ex-Bochumer, wage Dich doch wieder mal nach Bochum und Du kannst auf jeden Fall JEDEN TAG beichten in Bochum:
1. Redemptoristenkloster
2. Zisterzienserkloster
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#41   Graf von Galen   22:09:26 | Montag, 1. Januar 2007
Wider VII, @ B. Bussmann
Was bin ich froh, daß mir bei der FSSPx Pastoral-
referintinnen und der ganze 68’er und 62’er- Zinnober erspart bleiben.
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#40   Gastus   13:47:01 | Montag, 1. Januar 2007
@B.Bussmann
Im seelsorglichen Gespräch habe ich schon oft erfahren, dass Leute auch deswegen nicht zur Beichte gehen, weil sie sagen, „was denkt der (also der Priester dann von mir.)
Richtig, diese Gefahr besteht bei Ihnen nicht. :-D
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#38   HansUrs   23:13:19 | Samstag, 30. Dezember 2006
@reflektor
…müssten einige von Euch schon Blasen am Hintern vom langen Sitzen im Beichtstuhl haben!
Im Beichtstuhl sitz man nicht – man kniet.
Wir lernen daraus: Sie sollten mal wieder eigene Erfahrungen mit der Sache sammeln ;-)
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#37   ultimo   19:02:24 | Samstag, 30. Dezember 2006
Herr Stöhr
Ich teile zwar nicht Ihre Sedisvakantismus-These, aber Ihre Argumentation und Ihr Wissen ist offensichtlich um vieles qualitätsvoller als die Ihrer modernistischen Gegner. Es ist immer wieder erstaunlich wie letztere am Ende nur persönliche Angriffe, Witzeleien oder aber ein sehr oberflächliches, zum Teil ideologisch durchsetztes Wissen aufweisen. Sie tun ihrer Kirche keinen guten Dienst.
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#36   Reflektor   17:47:36 | Samstag, 30. Dezember 2006
…aber es war klar, dass mein Kommentar und ihre Bemerkung…
Bestöhrzung…ähhhh…Bestürzung hervorrufen :-)
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#35   Hypatia   17:09:12 | Samstag, 30. Dezember 2006
@ H. Stöhr
Liebchen, ich hatte Reflektor, nicht Sie, gemeint. :(3
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#34   Ydefix   17:02:39 | Samstag, 30. Dezember 2006
Der Beleidiger…
„völlig falsch gedacht, denn die Menschen reiner Gesinnung wären andernorts zu suchen.“
…Bonjour ist V2-Sektierer! Richtig, Menschen mit reiner Gesinnung sind nicht in der V2-Sekte zu finden.
An anderer Stelle hat „Bonjour“ übrigens die hl. Liturgie als „Schauspiel“ bezeichnet.
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#33   Hypatia   16:49:36 | Samstag, 30. Dezember 2006
Lieber Reflektor
völlig falsch gedacht, denn die Menschen reiner Gesinnung wären andernorts zu suchen. :-)
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#32   Reflektor   16:46:40 | Samstag, 30. Dezember 2006
Bei all der üblen Nachrede, die hier vonstatten geht…
…müssten einige von Euch schon Blasen am Hintern vom langen Sitzen im Beichtstuhl haben! :-D
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#31   Ydefix   16:32:41 | Samstag, 30. Dezember 2006
@Bonjour:
„Und die Sedis? Vor nicht allzulanger Zeit wurde doch ein Priester Ihrer Richtung genau aufgrund dessen, was Sie in Anführungszeichen angegeben haben, in FR/Brsg. rechtskräftig verurteilt. Offenbar multipel gestö(h)rt.“
Das ist ja unglaublich! Ich nehme mit einiger Wahrscheinlichkeit an, dass das auf meinen Nachnahmen bezogen war. Wie boshaft kann man eigentich sein!
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#30   Sr. Maria Andrea †   14:07:07 | Samstag, 30. Dezember 2006
HELVETICUS
Von Ihnen beurteilt zu werden, interessiert mich nicht! Den Ton bestimme ich, nicht Sie!
Tun Sie nicht so grossspurig!
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#29   Brigitte Bussmann   11:17:16 | Samstag, 30. Dezember 2006
Bußgottesdienst – Beichte
das allerbeste wäre wohl doch, den jenigen um Verzeihung zu bitten, dem ich Unrecht getan habe. Das ist nämlich viel schwerer als an einem Bußgottesdienst teilzunehmen oder zur Beichte zu gehen, wo ein Priester im Beichtstuhl sitzt, dem das völlig egal ist, denn er weiß als Unbeteiligter ja gar nicht, was in dem Beichtenden eigentlich vorgeht.
Wenn natürlich die Beichte im Beichtgespräch zwischen zwei sich kennenden Leuten – Priester und „reuiger“ Sünder stattfindet und zuvor eine persönliche Entschuldigung erfolgte, ist das das große Ideal. Aber Sünde und Schuld wird vergeben, in dem ich meine Tat bereue, mich an den wende, dem ich Unrecht tat und wie erwähnt, als Ergänzung in Beichte oder Bußgottesdienst ist schon in Ordnung.
Im seelsorglichen Gespräch habe ich schon oft erfahren, dass Leute auch deswegen nicht zur Beichte gehen, weil sie sagen, „was denkt der (also der Priester dann von mir.)
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#28   Sozialkatholisch   10:55:27 | Samstag, 30. Dezember 2006
@ Sedisvakanten
Der Brief des Jakobus 2,13
Denn das Gericht [wird] ohne Barmherzigkeit [sein] gegen den, der nicht Barmherzigkeit geübt hat. Die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht.
Für mich sind die Kommentare des „Sacerdos Heleveticus“ meistens eine Bereicherung und ich hoffe das es euch ca. 3-4 Sedisvakanten im Himmel nicht zu einsam wird.
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#27   Pater Lingen   10:54:55 | Samstag, 30. Dezember 2006
„Sedisvakantismus“ ist ein – blödsinniger – Sammelbegriff
für solche, die sagen, dass der Stuhl Petri derzeit vakant ist; entscheidend ist aber das katholische Bekenntnis. Deshalb heißt einer meiner ersten Texte: Der Begriff „römisch-katholisch“.
Was für Früchtchen sich z.B. der Apostat Günther Storck zusammengeweiht hat, ist mir durchaus bekannt. Über andere Sedis habe ich schon reihenweise Geschichten gehört. Ich weiß über die Entwicklung von Bartholomäus Schneider. Hier mal ein Ausschnitt aus einer Mail, die ich kürzlich jemandem geschickt habe:

Hier nur einige wichtige Hinweise für solche, die Sedi-Priester werden wollen:
1. Man muss völlig farb- und rückgratlos sein. Am besten geriert man sich wie ein Zirkusäffchen, das brav die Befehle ausführt, die von den Geldgebern (den Laien) gegeben werden.
2. Man muss vorbehaltlos die Überordnung der weltlichen Macht über die Kirche bekennen. Niemals darf man mit der weltlichen Macht in Konflikt kommen, d.h. man darf sich nicht verfänglich äußern z.B. über Abtreibung, Sodomie, „Holocaust“ etc.; potenzielle Märtyrer sind quasi ausgeschlossen.
3. Ein guter Bonus ist das Bekenntnis von verurteilten Irrlehren, wo man meist freie Auswahl hat (Feeney, Hermes etc.); auch Mehrfachnennungen sind möglich.
Ist man dabei radikal konsequent, hat man sehr gute Chancen auf ein Sedi-Priestertum.
Wer hingegen katholisch ist, kommt für das Priestertum kaum in Betracht, schon weil es schwierig ist, überhaupt einen katholischen Bischof zu finden
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#26   Bonjour   10:39:24 | Samstag, 30. Dezember 2006
Lingen
„…dass sich der Verein von satanista helveticus nicht nur als ,Kinderschänder-Kirche’ einen Namen gemacht hat, sondern sich auch höchstselbst als ,größte transnationale Schwulenorganisation’bezeichnet?
Und die Sedis? Vor nicht allzulanger Zeit wurde doch ein Priester Ihrer Richtung genau aufgrund dessen, was Sie in Anführungszeichen angegeben haben, in FR/Brsg. rechtskräftig verurteilt. Offenbar multipel gestö(h)rt.
:-D
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#25   Pater Lingen   10:29:13 | Samstag, 30. Dezember 2006
Zu satanista helveticus
Der satanista helveticus argumentiert, dass
– der Chur-Text „Spam“ ist;
– ich an Paranoia leide;
– ich an massloser Selbstüberschätzung leide.
Ein höheres Niveau erreicht die V2-Argumentation erfahrungsgemäß (und logischerweise) nicht. So etwas wird bei kreuz.net toleriert, während von der Red. ordentliche Beiträge gerne zensiert werden. Erst gerade noch habe ich z.B. auf Norbert Leygraf hingewiesen, und auch Mihail Kivi habe ich hier schon genannt. Kurz: Der Psycho-Schuss von V2 und OMF-„brd“ ist komplett nach hinten losgegangen – was diese Typen und ihre Lemminge natürlich nicht weiter stört. Man hält sich an imaginären Strohhalmen eben fanatisch weiter fest, schließlich hat man ja nichts anderes.
Zur Ehrenrettung des satanista helveticus ist zuzugeben, dass Psycho-Störungen in V2-Seminaren absolut üblich sind: Von einigen Insassen wusste ich sogar ganz genau, dass sie in Psycho-Behandlung waren. Klar, der V2-Schwindel macht eben psychisch krank resp. ist symptomatisch für psychisch Kranke. Ich musste insofern also schon von daher auffallen, weil ich eben nicht auf dem Psycho-Trip war. Hey, wie könnte es denn sonst sein, dass sich der Verein von satanista helveticus nicht nur als „Kinderschänder-Kirche“ einen Namen gemacht hat, sondern sich auch höchstselbst als „größte transnationale Schwulenorganisation“ bezeichnet?
Zu den „Expektorationen“ der V2ler empfehle ich einen Blick auf die KzM-weit-Texte (neuer in Vorbereitung).
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#24   Gregorius magnus   06:57:39 | Samstag, 30. Dezember 2006
Aufklärungsarbeit
Was mir dabei auffällt ist Folgendes: Man muss den Gläubigen leider in heutiger Zeit wieder klar machen, was Todsünden und was lässliche Sünden sind. Dann kan man die andren Probleme angehen.
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#23   Desperatus †   23:21:02 | Freitag, 29. Dezember 2006
Gnadentod der Seele
Hat hier schon jemand darüber nachgedacht, was ein Deutscher denken muß, wenn er das Wort „Gnadentod“ liest? Es steht für den systematischen Mord an behinderten Menschen in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Ich finde den Sprachgebrauch des Autor aus diesem Grund jenseits allen guten Geschmackes, da er einem so besetzten Wort einen theologischen Inhalt zu verpassen trachet.
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#22   r.ruhrgebietler   23:09:02 | Freitag, 29. Dezember 2006
werden hier noch Sachthemen hinterfragt?
oder erfolgt hier die Demontage einzelner – wenngleich auf dem Holzweg Befindlicher! – aber immerhin noch mit der Chance der Bekehrung?!?!?
Fugel beschreibt doch letzlich nur, was alle wissen, die V-II-Sekte nicht wahrhaben will, aber in seiner Essenz letztlich reine Lehre ist. Oder hat hier jemand so wenig Dreck am Stecken, das er den ersten Stein werfen möchte? Wer mag, sollte mal wieder anfangen im Kathechismus zu blättern. Nein, nicht in dem Blätterwald des V-II-Kathechismus, sondern in älteren Exemplaren!
Fugel: weiterhin ein klares Wort am rechten Ort!
Gott mit Ihnen!
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#21   sacerdos helveticus   22:59:54 | Freitag, 29. Dezember 2006
Bitte nicht mit Spam belästigen!
@ Daniel Stöhr.
Sie verweisen auf einen Beitrag des sedisvakantistischen Priesters Rolf Lingen.
Bitte verschonen sie mich und alle anderen Leser von kreuz.net vor den Expektorationen eines zwar möglicherweise gültig geweihten sedisvakantischen Vagantenklerikers, der an Paranoia und massloser Selbstüberschätzung leidet.
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#20   Ydefix   22:52:43 | Freitag, 29. Dezember 2006
„EB Haas“:
Hier Einblicke eines Insiders:
www.kirchenlehre.com/s_chur.htm
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#19   Copertino   22:52:38 | Freitag, 29. Dezember 2006
@Sr. Maria Andrea
Unwürdige Beichten – wie wir sie aus früheren Zeiten kennen – können den bestens vorbereiteten Bussfeiern nicht das Wasser reichen!
Das sehen Sie richtig: Um gut vorbereitet zu beichten, können Bussfeiern durchaus hilfreich sein. Doch nach wie vor gilt das Herrenwort: „Wem ihr die Sünden nachlasst, denen sind sie nachgelassen, und wem ihr sie behaltet, denen sind sie behalten!“ Wie kann eine unterschiedslose Generalabsolution diesem Auftrag unseres Herrn entsprechen, ausser in eng umschriebenen Notfällen, Sr. Maria Andrea?
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#18   sacerdos helveticus   22:40:45 | Freitag, 29. Dezember 2006
Besserwisserei und arroganter Ton!
@ Sr. Maria Andrea
Sie schrieben:
ja, HELVETICUS, sind Sie doch kein Helveticus, denn dann wüssten Sie, dass Adolf Fugel kein HELVETICUS. Fugel, aus dem armen Rumänien, lebt in der wohlhabenden Schweiz, da fühlt er sich als Priester wohl. Fugel gehört nicht zum Basler Diözesanklerus. Er hatte für eine kurze Zeit eine Pfarrei im Kanton Bern, die er verlassen musste, und lebt jetzt als freischaffender Künstler im Kanton Thurgau, er lebt privat, hat keine Verbindung zu einer Pfarrei…
Bitte lassen Sie Ihre Besserwisserei und vor Allem in diesem Ton!
Da ich nicht zur Diözese Basel gehöre, bin ich wohl auch kaum verpflichtet, das curriculum vitae jedes Priesters der Diözese Basel bis in alle Einzelheiten zu kennen.
Immerhin ist mir bekannt, dass Hw. Fugel länger als 10 Jahre Pfarrer einer Pfarrei im Kanton Bern war.
In der Tat nahm ich an, dass er in der Diözese Basel inkardiniert ist, leider geben die Schematismen der Schweizer Diözesen (im Gegensatz zu den meisten deutschen) nicht an, wenn ein Priester in einer Diözese zwar tätig, aber in einer anderen (z.B. anderen schweizerischen oder ausländischen Diözese inkardiniert ist).
Er ist immer noch in der Schweiz ansässig und wird im Schematismus des Bistums Basel geführt.
Zu meiner Person: Ich bin seit meiner Priesterweihe in einer Schweizer Diözese inkardiniert und in derselben tätig, also durchaus „sacerdos helveticus“.
Z.B. ist auch EB Haas ein „emeritierter Schweizer Bischof“ (=Bischof einer CH- Diözese), jedoch Bürger des FL)
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#17   Sr. Maria Andrea †   22:09:05 | Freitag, 29. Dezember 2006
HELVETICUS
Haben Sie es verstanden?
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#16   bonifatius   22:04:44 | Freitag, 29. Dezember 2006
Sündenbewußtsein
Ich habe es mir schon immer gedacht, daß in Österreich das Sündenbewußtsein, insbesondere in Wienn anders ist. Seit Kardinal König geht es dort immer „aufwärts“, sodaß es dort auch immer weniger Sünden gibt…
Spaß beiseite: Seit vielen Jahren (seit wann denn wohl ??) ist der Empfang der Hl. Kommunion umgekehrt proportional zum Bußsakrament. Das ist Fakt und kann nicht „schön geredet“ werden. Die Nivelierung des christlichen Glaubens ließ auch das Sündenbewußtsein verblassen ( lieber Wiener, denken sie nur an die Abtreibungen, die von Christen ohne spührbaren Protest hingenommen werden!!)
Das ist die Krux, „denn was von Gott entfernt, ist nicht die Sünde, sondern der Versuch , sie zu entschuldigen“ d.h. sie zu leugnen. (Davila)
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#15   Sr. Maria Andrea †   22:02:04 | Freitag, 29. Dezember 2006
COPERTINO…
…und jetzt? Was wollen Sie damit sagen?
Unwürdige Beichten – wie wir sie aus früheren Zeiten kennen – können den bestens vorbereiteten Bussfeiern nicht das Wasser reichen!
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#14   Gotthard   21:53:06 | Freitag, 29. Dezember 2006
nichts Neues
Herr Fugel scheint seine Ansichten vielfältig zu vermarkten – oder verkaufen:
ein Artikel vom 1.12. www.kath.net/detail.php?id=12187
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#13   Copertino   21:51:53 | Freitag, 29. Dezember 2006
Beispiele aus einem Schweizer Kirchenblatt
Ankündigungen aus Nachbarpfarreien (im Bistum Basel)
Donnerstag, 21. Dezember, 20.00
Bussfeier
Zur Vorbereitung auf Weihnachten besteht die Möglichkeit, am Donnerstag, 21. Dezember, um 20.00 Uhr, das Bussakrament zu empfangen.
(Anmerkung: Jeder Hinweis auf Möglichkeiten zur persönlichen Beichte fehlt. Die Bussfeier wird als „Bussakrament“ deklariert.)
In einer anderen Pfarrei: Panflötenklänge statt Einzelbeichte!
Versöhnungsfeiern vor Weihnachten
Nicht nur unserer Finanzen, ja auch unsere Rechnungen mit Gott und den Mitmenschen sollten am Ende des jahres stimmen. Unsere Versöhnungsfeiern dienen dazu. Dazu hören Sie verführerische Panflötenmusik, die sogar die schwersten Sünder bekehren kann… In unsererm Pfarreiverband halten wir vor Weihnachten folgende Versöhnungsfeiern: …
(Es folgen die Angaben über diverse Bussfeiern, ohne Hinweise auf Beichtgelegenheiten.)
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#12   Sr. Maria Andrea †   21:34:12 | Freitag, 29. Dezember 2006
GOTTHARD + HELVETICUS
– schade, GOTTHARD, dass Sie noch nie einen Buss-Gottesdienst mit sakramentaler Absolution erlebt haben!
-ja, HELVETICUS, sind Sie doch kein Helveticus, denn dann wüssten Sie, dass Adolf Fugel kein HELVETICUS. Fugel, aus dem armen Rumänien, lebt in der wohlhabenden Schweiz, da fühlt er sich als Priester wohl. Fugel gehört nicht zum Basler Diözesanklerus. Er hatte für eine kurze Zeit eine Pfarrei im Kanton Bern, die er verlassen musste, und lebt jetzt als freischaffender Künstler im Kanton Thurgau, er lebt privat, hat keine Verbindung zu einer Pfarrei…
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#11   wiener   21:02:16 | Freitag, 29. Dezember 2006
anscheinend …
… ist die situation der kirche in österreich doch eine deutlich bessere als hier an anderer stelle gern behauptet wird. wie gesagt: in dem mir bekannten kontext der kirche in wien (aber ich kenne derartige beispiele auch aus deutschen diözesen, aus der schweiz zugegeben nicht) ist vielmehr durch die „abende/nächte der barmherzigkeit“ eine erfreuliche renaissance des bußsakraments zu verzeichnen.
deo gratias!
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#10   sacerdos helveticus   21:01:29 | Freitag, 29. Dezember 2006
Schweizer Eigenart
Der Autor ist emeritierter Schweizer Pfarrer und spricht hier die verbreitete Praxis in seinem Heimatland an, wo in sehr vielen Pfarreien die Bussandacht mit Generalabsolution mit Billigung der zuständigen Bischöfe erteilt wird.
Sehr zutreffend schreibt Hw. Fugel, dass die sakramentale Generalabsolution bei Vorliegen schwerer Sünden gar nicht nötig wäre, bei Vorliegen schwerer Sünden jedoch -ausser im Notfall- ungültig wäre. Das Kirchenrecht sieht ja auch vor, dass falls im Falle einer Notlage -Todesgefahr oder z.B. unerwartete Unmöglichkeit, alle Einzelbeichten zu hören- die Generalabsolution erteilt wurde, jenen, denen schwere Sünden nachgelassen wurden, dennoch die Verpflichtung bleibt, innerhalb angemessener Zeit eine persönliche Beichte nachzuholen.
Bisher fehlte es den Schweizer Bischöfen trotz eigentlich eindeutiger Anweisungen aus Rom (z.B. zuletzt Motu Proprio „Misericordia Dei“ von Papst Johannes Paul II. von vor einigen Jahren), an Mut und Entschlossenheit die abweichende und missbräuchliche Praxis, die jedoch schon seit mehreren Jahrzehnten in der Schweiz weitherum üblich ist, zu unterbinden.
Auch beim letzten Ad Limina-Besuch der Schweizer Bischöfe wurde das Thema mit den vatikanischen Instanzen besprochen. Details über die weitere Vorgehensweise wurden jedoch nicht bekanntgegeben.
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#9   HeinrichvonOfterdingen   20:59:26 | Freitag, 29. Dezember 2006
Na das ist doch ein überzeugendes Argument!
Was wird so eine Priesterstunde schon kosten? Vielleicht sollte man einen contractus absolutionis schließen, mit Erfolgshonorar versteht sich, zu schließen beim Eintritt in den Beichtstuhl („bitte unterschreiben Sie hier“), Bezahlung vor der Absolution, um Zechprellerei vorzubeugen. Wäre immerhin mal was neues, dem Herrn Johann Tetzel wurden ja immerhin nur die zeitlichen Sündenstrafen abgekauft. „Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt“, damals aus dem Fegefeuer, diesmal sogar aus der Hölle. Irgend ein Anlagefonds könnte sich sicher für dieses Geschäftsmodell erwärmen! Staffelung nach Schwere der Sünden versteht sich.
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#8   ExBochumer †   20:53:32 | Freitag, 29. Dezember 2006
Danke, Botschafter, wenn Sie schrieben:
Die Bischöfe wollen keine Einzelbeichte!
„Der Zeitaufwand ihrer Priester für einzelne Leute ist zu hoch“, so die Aussage von Bischof Markus Büchel St.Gallen am 18.12.2006 mir und zwei weiteren Personen gegenüber.
Diese Aussage, etwas anders formuliert, hörte ich auch hier in meiner Gemeinde vor Ort. Der Priester macht sich nicht mal mehr die Mühe, einen Beichttermin vor den Samstag-VAM anzukündigen. „Beichte“ ist ein niemals gelesenes Wort im Pfarrbrief. Er macht es sich einfach. „Man weiß ja, wo man mich erreichen kann“ sagte er mal in einem Gespräch.
Ein Einzelfall????
Doch telefonisch erreicht man ihn niemals.
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#7   Botschafter   20:46:33 | Freitag, 29. Dezember 2006
Beichte?
Die Bischöfe wollen keine Einzelbeichte!
„Der Zeitaufwand ihrer Priester für einzelne Leute ist zu hoch“, so die Aussage von Bischof Markus Büchel St.Gallen am 18.12.2006 mir und zwei weiteren Personen gegenüber.
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#6   apex   20:29:03 | Freitag, 29. Dezember 2006
Generalabsolution
auch no nie eine generalabsolution erlebt, weder vor weihnachten, ostern oder pfingsten …
Diejenigen, die hier lesen und schreiben, haben vermutlich noch nie eine solche Generalabsolution erlebt.
Für den Rest der deutschen Katholiken jedoch, die hier weder lesen noch schreiben, ist ein Bußgottesdienst immer eine Generalabsolution, die nach dem V2 in der Kirche eingeführt wurde – so glauben die jedenfalls.
:-D
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#5   ExBochumer †   20:23:47 | Freitag, 29. Dezember 2006
@ wiener
das kann ich belegen. in meiner heimatgemeinde wurde der bussgottesdienst als vergebung aller sünden angekündigt. ein beichttermin wurde nicht im pfarrblatt angekündigt.
so what mit ihrem beitrag? sind sie die kirche?
gruß nach wien.
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#4   thaumaturgos   19:54:24 | Freitag, 29. Dezember 2006
ich hab
auch no nie eine generalabsolution erlebt, weder vor weihnachten, ostern oder pfingsten …
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#3   wiener   19:21:18 | Freitag, 29. Dezember 2006
generalabsolution
ich kenne die praxis eines bußgottesdienstes mit allgemeiner lossprechung (generalabsolution) weder aus eigener erfahrung noch vom hörensagen.
die bußandachten, die ich kenne, verstehen sich als eine (meistens sehr gut gestaltete und sinnvolle) hinführung zu einer gewissenserforschung, oft (in letzter zeit zunehmend!) verbunden mit der in die feier eingebundenen oder im anschluss angebotenen einzelbeichte. solche „abende der versöhnung“ finden etwa in wien in immer mehr kirchen statt. hier ist in meiner wahrnehmung sogar ein wieder-entdecken des bußsakramentes vor allem von der jüngeren generation wahrzunehmen.
insofern würde es mich tatsächlich interessieren, auf welche daten sich die behauptung des autors stützt, dass feiern mit generalabsolution „häufig“ seien.
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#2   ExBochumer †   18:54:22 | Freitag, 29. Dezember 2006
DANKE …
für diesen Beitrag.
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#1   Gotthard   18:46:12 | Freitag, 29. Dezember 2006
Beispiele?
Vor Weihnachten wurden in vielen Pfarreien Bußandachten gehalten, bei denen die Sünden der Anwesenden – angeblich – durch sakramentale Lossprechung vergeben werden.
gibt es konkrete Beispiele dafür? Ich habe einen solchen Bußgottesdienst mit Lossprechung noch nie erlebt…
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