Orthodoxie
Erbitterter Widerstand
In der Mönchsrepublik Athos gibt es ein Kloster, das mit Händen und Füssen gegen eine Annäherung der Orthodoxie an die Katholische Kirche kämpft.
Ein Mönch von Esphigmenou blickt im Januar 2003 auf 40 Polizisten, die das Kloster zwangsräumen wollten.
Ein Mönch von Esphigmenou blickt im Januar 2003 auf 40 Polizisten, die das Kloster zwangsräumen wollten.
(kreuz.net) Das griechisch- orthodoxe Kloster Esphigmenou leistet erbitterten Widerstand.

Die Abtei ist das nördlichste der zwanzig Klöster auf dem Berg Athos. Es ist der Himmelfahrt Christi geweiht und befindet sich direkt am Meer.

Der Berg Athos ist eine Halbinsel im Nordosten Griechenlands. Das Gebiet besitzt als Mönchsrepublik einen autonomen Status.

In der Hierarchie der zwanzig Athos-Klöster befindet sich Esphigmenou auf Platz 18. Doch mit seinen 115 Mönchen ist es die größte Gemeinschaft der Mönchsrepublik.

Im Jahr 1990 zählte das Kloster noch 45 Mönche.

Das griechisch-orthodoxe Kloster Esphigmenou
Das griechisch-orthodoxe Kloster Esphigmenou im Norden des Berg Athos leistet erbitterten Widerstand gegen die Annäherung der orthodoxen Gemeinschaft an die katholische Kirche.Das Kloster ist mit 115 Mönchen die größte Gemeinschaft der Mönchsrepublik. Im Jahr 1990 zählte die Gemeinschaft noch 45 Mönche.Im Jahr 2002 erklärte Patriarch Bartholomäus I von Konstantinopel, daß sich das Kloster im Schisma befinde.

Die Gemeinschaft lehnt die von den Orthodoxen in Griechenland durchgeführten Anpassungen an den gregorianischen Kalender ab.

Ein schwerer Konflikt entbrannte im Jahr 1972 aufgrund der Annäherung der Katholischen Kirche unter Papst Paul VI. († 1978) und dem Patriarchen von Konstantinopel Athenagoras I. († 1972).

Als Protest dagegen hißten die Mönche an ihrem Kloster schwarze Fahnen.

Das Kloster Esphigmenou hat sich seither von den übrigen Klöstern auf dem Berg Athos isoliert. Schon lange hängt ein großes Transparent aus dem Fenster des Klosters, das den Papst als Antichrist bezeichnet.

Freunde der widerständischen Mönche unterhalten auch eine eigene Webseite in englischer Sprache.

Das Verhältnis zwischen dem Kloster und dem Ökumenischen Patriarchat verschlechterte sich im Jahr 2002 rapide, als Patriarch Bartholomäus I von Konstantinopel erklärte, daß sich das Kloster im Schisma befinde.

Die griechische Verfassung erlaubt es Schismatikern nicht, auf dem Berg Athos zu wohnen. Darum wurden die Mönche von Esphigmenou von einem Gericht in Saloniki aufgefordert, das Kloster zu verlassen.

Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinschaft gegründet, welche die Klostergebäude übernehmen sollte.

Doch die Mönche von Esphigmenou haben diesen Plänen bisher widerstehen können.

Vor Weihnachten eskalierte die Situation auf Esphigmenou.

Mönche der neuen Gemeinschaft, die dem Patriarchen von Konstantinopel loyal sind, versuchten gewaltsam in das Gebiet des Klosters einzudringen und dort neue Räumlichkeiten zu errichten.

Die Eindringlinge wurden von den Klosterbewohnern mit Pickeln und Feuerlöschern empfangen. Sieben Mönche wurden bei den Auseinandersetzungen zum Teil schwer verletzt.

Am 23. Dezember berichtete die Homepage der Mönche, daß die griechische Regierung Spezialtruppen auf den Berg Athos beordert habe, um die Mönche gewaltsam aus ihrem Kloster zu vertreiben.

Die Polizei habe im Hinblick auf die bevorstehende Operation zahlreiche Gefangenen-Transporter bereitgestellt.

Nach Angaben der Homepage sei der Beginn der Razzia „in den nächsten Stunden“ zu erwarten.

Wie es scheint, hat die griechische Polizei bisher keine Maßnahmen gegen die Mönche durchgeführt.
      
13 Lesermeinungen
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#14   nightlight20022001   13:59:06 | Freitag, 29. Dezember 2006
Ein jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt!
Wie könnt ihr Katholiken verlangen,dass das ganze Christentum nach eurer Pfeife tanzt.Also ich kann auch die russisch orthodoxe Kirche verstehen,wenn sie an dieser Annäherung an die römische Kirche nicht mitmacht.
Ihr beruft euch auf das Wort von Christus an Petrus“Auf diesen Fels will ich meine Kirche bauen!„Damit ist der Berg Zion gemeint und nicht der vatikanische Hügel.„Es werden Hügel weichen müssen,aber mein Wort nicht!“
Galater Kapitel 2 Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht,denn es war Grund zur Klage gegen ihn.Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden;als sie aber kamen,zog er sich zurück und sonderte sich ab,weil er die aus dem Judentum fürchtete.(Petrus beging auch Fehler wie jeder Mensch.)Wisst ihr Katholiken überhaupt ob Petrus einer Meinung mit euch ist?
Dan 7,11 Ich merkte auf um der großen Reden willen, die das Horn redete, und ich sah, wie das Tier getötet wurde und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen wurde.
Dan 7,20 und über die zehn Hörner auf seinem Haupt(Offenbarung Kapitel 17) und über das andere Horn, das hervorbrach,vor dem drei ausfielen; und es hatte Augen und ein Maul, das große Dinge redete, und war größer als die Hörner, die neben ihm waren.
Mit dem Tier ist nicht das heidnische römische Reich gemeint,wie es die Katholiken verstehen und die Weisen dieser Welt,sondern das vierte letzte Tier ist damit gemeint.Lest:Daniel 7,8/7,11/7,20/7,21/8,8/8,9/8,12/8,21/Sacharia 2,4=Babylonier
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#13   agmen   13:45:39 | Donnerstag, 28. Dezember 2006
Nächstenliebe
„Mönche der neuen Gemeinschaft, die dem Patriarchen von Konstantinopel loyal sind, versuchten gewaltsam in das Gebiet des Klosters einzudringen und dort neue Räumlichkeiten zu errichten.“
„Die Eindringlinge wurden von den Klosterbewohnern mit Pickeln und Feuerlöschern empfangen. Sieben Mönche wurden bei den Auseinandersetzungen zum Teil schwer verletzt.“
…Beide Seiten scheinen von tiefer christlicher Nächstenliebe geprägt zu sein…
„Die Gemeinschaft lehnt die von den Orthodoxen in Griechenland durchgeführten Anpassungen an den gregorianischen Kalender ab.“
Wieso denn das?
Das ist ja so, als wenn die katholische Kirche weiter das geozentrische Weltbild propagieren würde, weil alte „Wahrheiten“ ja nicht fallen gelassen werden dürfen…
„Ein schwerer Konflikt entbrannte im Jahr 1972 aufgrund der Annäherung der Katholischen Kirche unter Papst Paul VI. († 1978) und dem Patriarchen von Konstantinopel Athenagoras I. († 1972).“
Mit welcher Begründung behaupten die schismatischen Mönche das die ökumenischen Bemühungen des Patriarchen von Kontantinopel schlecht seien -aus Prinzip?- ??
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#12   turk   23:47:45 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
In welchem Krankenhaus
liegen die angeblich schwer verletzten Mönche?
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#11   Stimme aus Wien   23:15:39 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Daniel Stöhr
Also – die Antwort auf meine Frage ist eindeutig.
Bitte verraten Sie uns noch, wann sie den Kloster verlassen haben?
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#10   Ydefix   23:11:54 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Erbsünde:
„Sagen Sie mal konkret: WAS IST DIE ERBSüNDE? Wissen Sie, von was sie reden?“
Die Erbsünde ist die persönliche Sünde es Adam, des ersten Menschen, die durch natürliche Zeugung auf jeden Menschen übergeht. Sie wird in der Taufe „abgewaschen“. Zurück bleibt jedoch weiterhin eine Schwächung des sittlichen Vermögens bzw. böser Begierlichkeit (sgn. Konkupiszens), die jeder Christ durch die geistlichen Heilmittel (Gebet, Opfer, Sakramente) versuchen muss zu bekämpfen.
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#9   Stimme aus Wien   23:05:56 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Daniel Stöhr
Lieber Daniel!
Wurden Sie aus dem Kloster Esphigmenou rausgelassen?
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#8   Sr. Maria Andrea †   23:04:14 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
STöHR
einfach grossartige und liebenswürdige Gedanken und Worte, die sie hier publizieren. Sagen Sie mal konkret: WAS IST DIE ERBSüNDE? Wissen Sie, von was sie reden?
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#7   Ydefix   22:48:43 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Wer -wie der Priester Ratzinger es tut-
die Erbsünde leugnet und eine Räubersynode zum Konzil erkärt ist ein Feind Jesu Christi.
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#6   Graf von Galen   22:40:36 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Antichrist ?, @ Daniel Stöhr
Da der Hl. Vater nicht leugnet, daß Jesus Christus
Gottes Sohn und Gott selbst ist, ist er auch kein
Antichrist.
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#4   Hyazinth   22:21:12 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Vielleicht
sollte sich die Kirche ein Stück vom Selbstbewußtsein dieser Mönchem abschneiden. Lieber eine Platzwunde mehr, als ein Schritt zuviel!
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#3   monti   22:13:48 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
So ist es
Tradis sind überall!
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#2   Stimme aus Wien   19:55:52 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Sedis der Orthodoxie???
Ein schwerer Konflikt entbrannte im Jahr 1972 aufgrund der Annäherung der Katholischen Kirche unter Papst Paul VI. († 1978) und dem Patriarchen von Konstantinopel Athenagoras I. († 1972).
Nein!!
FSSPX der Orthodoxie :-D
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#1   Romulus   19:38:24 | Mittwoch, 27. Dezember 2006
Sedis und Orthodoxe
Schon lange hängt ein großes Transparent aus dem Fenster des Klosters, das den Papst als Antichrist bezeichnet.
Das haben sich unsere Sedis hier noch nicht getraut, obwohl sie vollinhaltlich zustimmen. ^-^
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