08:18:42 | Donnerstag, 28. Dezember 2006
Ein BriefVatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz nannte Papst Benedikt XVI. eine Aufgabe, die sich
aus dem Weihnachtsfest für die Gläubigen ergebe: der Einsatz für den Weltfrieden. Nach der Audienz
empfing der Papst den iranischen Außenminister. Der Minister übergab dem Heiligen Vater einen Brief
des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedinejad. Dessen Inhalt wurde nicht bekannt.
Warnung vor Herodes
Portugal. Der Patriarch von Lissabon, José da Cruz Kardinal Policarpo (70), forderte die Portugiesen
auf, gegen die Liberalisierung der Kinderabtreibung zu stimmen. Jede Abtreibung verweigere einem menschlichen
Leben den Platz in der Welt. Der Kardinal äußerte sich in einer Weihnachtsbotschaft im portugiesischen
Fernsehen. Das Land stimmt am 11. Februar darüber ab, ob ungeborenen Menschen in ihren ersten zehn Lebenswochen
das Lebensrecht entzogen werden soll.
Zu spätVatikan. Der Präfekt der Bischofskongregation, Giovanni
Battista Kardinal Re, hat den emeritierten Bischof Fernando Lugo (57) am 20. Dezember aufgefordert, nicht
für die kommenden Präsidentschaft in Paraguay
zu kandidieren. Das Schreiben wurde am Dienstag veröffentlicht.
Wenn Mons. Lugo nicht von seinem Vorhaben ablasse, müsse er mit kirchenrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Mons. Lugo hat an Weihnachten einseitig erklärt, Bischofsamt und Priestertum aufgeben zu wollen.
Wünsche
Deutschland. Kardinal Joachim Meisner von Köln nannte vor der deutschen ‘Katholischen Nachrichtenagentur’
seine Weihnachtswünsche. Von den Katholiken wünscht er sich mehr Freude an Gott. Für sich möchte der
Kirchenfürst weniger Termine: „Ich habe meinem Sekretär schon gesagt, daß er da etwas restriktiver
sein soll.“ Aber schon jetzt sei der Kalender fast voll. Von der Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht
sich der Kardinal, daß sie sich für einen Gottesbezug in der EU-Verfassung einsetze.
Alle kommen in
den Himmel„Ohnehin schien sich der Katholizismus selbst um ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gebracht
zu haben, als er die Kategorie des Seelenheils, die auch der gemäßigte Islam für vordringlich erklärt,
systematisch in den Hintergrund treten ließ, ja ausrangierte. Wir kommen alle in den Himmel – das ist
die populäre Version der Heilsgewißheit, die Wortführer des Katholizismus in der Annahme vertraten,
ihre Kirche könne im Handumdrehen eine Religion für alle werden – für Andersgläubige ebenso wie für
Ungläubige.“
Aus einem Kommentar von Christian Geyer in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 22.
Dezember.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#10
Brigitte Bussmann 11:42:15 | Sonntag, 31. Dezember 2006
#9
stat crux 11:29:34 | Samstag, 30. Dezember 2006
#8
Sozialkatholisch 11:22:28 | Samstag, 30. Dezember 2006
#7
stat crux 11:19:18 | Samstag, 30. Dezember 2006
#6
Brigitte Bussmann 11:08:33 | Samstag, 30. Dezember 2006
#5
Sozialkatholisch 11:54:32 | Freitag, 29. Dezember 2006
#4
Gastus 11:45:56 | Freitag, 29. Dezember 2006
#3
Brigitte Bussmann 11:30:11 | Freitag, 29. Dezember 2006
#2
Agiafortuni 08:47:45 | Donnerstag, 28. Dezember 2006
#1
HeinrichvonOfterdingen 08:43:38 | Donnerstag, 28. Dezember 2006