18:03:01 | Donnerstag, 28. Dezember 2006
Ein Artikel, der an Peinlichkeit und Perversion kaum zu überbieten ist, wurde auf ‘Wikipedia’ dennoch als „lesenswerter Artikel“ vorgeschlagen.
(kreuz.net) In Deutschland gibt es offenbar noch zu wenig scheidungs- geschädigte Kinder.
Doch ein Skandal-Artikel
über „Polyamorie“ scheint in der umstrittenen Internet-Enzyklopädie ‘Wikipedia’ dazu zu dienen, um die
Anzahl solcher Kinder zu vermehren.
Der angebliche Begriff „Polyamorie“ wird auf ‘Wikipedia’ wie folgt
definiert:
„Polyamorie ist ein Oberbegriff für die Praxis, Liebesbeziehungen zu mehr als einem Menschen
zur gleichen Zeit zu haben, mit vollem Wissen und Einverständnis aller beteiligten Partner.“
Ob auch
die Kinder solcher sexuell ausgerasteter Eltern als „beteiligte Partner“ eingeweiht werden, erklärt ‘Wikipedia’
nicht.
„Polyamorie“ faßt den „Begriff der Liebe“ – nach ‘Wikipedia’ – „weiter“ als bei der „romantischen
Zweierbeziehung“.
In der „Polyamorie“ seien viele „Konstellationen“ möglich. ‘Wikipedia’ nennt als Beispiel
eine wechselseitige „Liebesbeziehung“ zwischen drei Personen.
„Polyamore“ Menschen hätten auch „Kinder
in erweiterten Familien“. Es würden bei diesen Kindern „keine Nachteile“ beobachtet – so ‘Wikipedia’
treuherzig.
Die Praxis zeige vielmehr, daß es für Kinder – deren „Bezugspersonen“ in einer „stabilen
Partnerschaft“ lebten – keine negativen Folgen gäbe.
Gelegentlich werde berichtet – man fragt sich von
wem –, daß die Kinder später weniger oder gar keine Eifersucht zeigten.
Davon leitet der ‘Wikipedia’-Artikel
ab, daß Eifersucht nur eine – wenn auch tief verwurzelte – „kulturelle Norm“ sei.
Treue werde im Sinn
von Verbindlichkeit und Loyalität, Ehrlichkeit, Respekt, gleichberechtigte Kommunikation und Verhandlung
sowie Hingabe geschätzt.
Der angebliche Begriff der „Polyamorie“ werde „inklusiv“ gedacht, und schließe
auch das sogenannte Swingen nicht völlig aus. Auch Swinger hätten mit Sexualpartnern „enge Beziehungen“.
Ein Swinger ist ein sexueller Triebtäter, der Unzucht mit wechselnden, unbekannten Partnern treiben
muß.
„Polyamorie“ schließe Promiskuität, heimliches Fremdgehen, One-night Stands, Prostitution oder
die gängige Definition von Swingen als Partnertausch im anonymen Rahmen aus, weil hierbei das „Konzept
der romantischen Liebe teilweise in Frage gestellt“ werde.
Auch grenze sich die „Polyamorie“ von der
sogenannten Free-Love-Bewegung ab, da grundsätzlich das Einvernehmen aller Beteiligten nötig sei.
Des
weiteren würde die Free-Love-Bewegung Promiskuität propagieren: „Wer zweimal mit demselben pennt, gehört
schon zum Establishment“.
In der Entwicklung der Free-Love-Bewegung hätten Gerichte einschreiten müssen,
da in linken, sektenähnlichen Gemeinschaften Kinder vergewaltigt und Drogen konsumiert worden seien.
Laut ‘Wikipedia’ ist Liebe in der „Polyamorie“ kein „endliches oder limitiertes Gut“, das nur für die
Beziehung zu einer einzigen Person ausreiche.
Vielmehr könne es gegenüber mehreren Menschen „in einer
ganz individuellen Ausprägung“ in Erscheinung treten.
Dabei stehe das „Erleben von Sexualität“ nicht
allein im Mittelpunkt. Es könne und dürfe aber wie in jeder Liebesbeziehung „eine wesentliche Rolle“
spielen.
„Polyamore“ Beziehungen könnten auch erheblichen emotionalen Streß bedeuten, da nicht alle
Beteiligten das nötige Abgrenzungsvermögen sowie die Aufrichtigkeit und Selbstkenntnis für „solche
Situationen“ besitzen würden.
Eifersucht werde daher manchmal „das grünäugige Monster“ genannt. Sie
sei wohl das größte Hindernis in „polyamoren“ Beziehungen.
Doch biete ihre Meisterung auch Chancen
der „persönlichen Entwicklung“.
Fazit: Eine kritiklose Brühe, welche eine Persönlichkeitsstörung
als Tugend hinstellt, die in Wirklichkeit ein Unterpunkt in den Artikeln „Triebtäter“, „sexuelle Perversionen“
oder „entartete Sexualität“ wäre.
Wer ‘Wikipedia’ liest, hat nie ausgelernt.
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