17:00:34 | Mittwoch, 5. Januar 2005
Unsere Medizin ist schizophren. Die Säuglings-Intensivstation kämpft um ein eineinhalb Kilo schweres Würmlein und gleich nebenan wird so ein kleines Geschöpf brutal umgebracht. Gibt es sie, die ‘humanen’ Abtreibungsbefürworter? Von Dr. med. Samuel Pfeifer.
(kreuz.net/
Aktion Leben Deutschland) Unsere Medizin ist schizophren. In der Säuglings-Intensivstation
kämpfen Ärzte und Schwestern Tag und Nacht um das Leben eines eineinhalb Kilo schweren Würmleins, um
es später gesund seiner überglücklichen Mutter zu übergeben. Aber im gleichen Krankenhaus werden jedes
Jahr Hunderte dieser kleinen Geschöpfe brutal umgebracht.
Unsere Gesellschaft ist schizophren. Tausende
gehen auf die Straße, um für die Menschenrechte, für den Umweltschutz oder für den Frieden zu demonstrieren.
Häufig sind es jedoch dieselben Demonstranten, die lauthals „das Recht auf den eigenen Bauch“ proklamieren
und eine hemmungslose Freigabe der Abtreibung fordern. Wer anderer Meinung ist, wird niedergeschrieen.
Aber es gibt auch die verfeinerten, humanen Abtreibungsbefürworter. Ihnen geht es nur angeblich um das
Wohl der betroffenen Frau, nur um eine Freigabe in den ersten drei Monaten. Ihre Sprache ist wertneutral:
Sie sprechen von der Entfernung der Fruchtblase als handelte es sich um die Beseitigung eines störenden
Hautflecks.
Wir alle stehen unter dem ständigen Trommelfeuer der Abtreibungs-Propaganda in Zeitung,
Radio und Fernsehen. Da werden Statistiken gezeigt und Wissenschaftler zitiert, Psychologen, Soziologen
und Mediziner. Und alle sagen sie dasselbe: Die Abtreibung muß liberalisiert werden, nur so können wir
den betroffenen Frauen helfen.
Die raffinierte Mischung aus brutalen Slogans und feinfühligen Kommentaren
hat ihre Wirkung auch auf bibeltreue Christen nicht verfehlt.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#1
1+1=7 17:28:21 | Mittwoch, 5. Januar 2005