Lebensgefahr + Homo-Selbstzerstörung + Am päpstlichen Herzen + Aus für die katholischen Jugendämter + Mehr die Gebäude als die Gotteshäuser
Lebensgefahr
Vatikan. Beim gestrigen Angelusgebet mahnte Papst Benedikt XVI., daß die moderne Kultur
die Grundlagen der Familie bedrohe. Am Sonntag feierte die Kirche das Fest der Heiligen Familie. Der Papst
unterstrich, daß die Familien die lebendigen Zellen der Gesellschaft seien. Am Abend betete der Papst
im Petersdom die Vesper zum heutigen Fest der Muttergottes. Danach besuchte er noch die Krippe auf dem
Petersplatz.
Homo-Selbstzerstörung
Vatikan. In seiner Weihnachtsansprache vor der Römischen Kurie
am 22. Dezember sprach Papst Benedikt XVI. auch über die Sexualmoral. Der Heilige Vater erklärte, daß
Homo-Ideologen versuchten, sich von ihrem Körper und seiner biologischen Gegebenheit loszusagen. Dabei
zerstörten sie sich selber. Benedikt XVI. entgegnete jenen, die sagen, daß sich die Kirche in diese
Fragen nicht einmischen solle: „Geht uns etwa der Mensch nichts an?“
Am päpstlichen Herzen
Vatikan.
Der vatikanische Staatsekretär Tarcisio Kardinal Bertone äußerte sich gestern in einem Fernsehinterview
zum Jahreswechsel. Der Kardinal erklärte, daß die Familie dem Papst sehr am Herzen liege. „Er hat von
diesem Dilemma Europas gesprochen: dem Dilemma, mehr Kinder zu haben – aber auch über die problematische
Frage, was wir den Kindern geben und welche Normen wir ihnen vermitteln.“
Aus für die katholischen Jugendämter
Deutschland. Im Bistum Essen werden alle katholischen Jugendämter mit dem heutigen 1. Januar geschlossen.
Sie werden in eine Trägergesellschaft für Jugendarbeit überführt, die sich „Kinder- und Jugendarbeit
im Bistum Essen GmbH“ nennt und gemeinnützig ist. Von den bisher über fünfzig Stellen in den Katholischen
Jugendämtern des Bistums werden nur noch zehn Planstellen für Jugendarbeit übrigbleiben. Diese Beschäftigten
werden im gesamten Bistum projektbezogen arbeiten.
Mehr die Gebäude als die Gotteshäuser
„Die Kunsthistorikerin
Christel Darmstadt hat in ihrem Buch alle Sakralbauten Bochums gesammelt und später rosa Zettel hineingeklebt:
an jede Kirche, über die der Bischof bereits das Todesurteil sprach. Es ist viel Rosa in dem Buch. Christel
Darmstadt meint, dafür wird eine Stadt weniger bunt, wenn ihre Kirchen verschwinden: »Wichtige Marken«
seien sie, »Dokumente der Baukultur, auf die eine Stadt nicht verzichten kann«. Deshalb kämpft Darmstadts
Verein ‘Rettet Bochumer Kirchen’ mehr für die Gebäude selbst als für die Gottes-Häuser.“
Aus einem
Artikel in der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ vom 21. Dezember.
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93 Lesermeinungen
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#95 obelix † 23:35:12 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@Stimme aus Wien – aber auch rein philosophische Texte mit dem Inhalt „Eros“ sind mir nur wenige bekannt
und eine Einbindung in ein größeres System ist mir zur gänze unbekannt. Dann rate ich Ihnen dringend
ab, mit der Suche danach anzufangen. Sie würden von einer Lawine überrrollt werden.
obelix Philosophisch-theologische Texte müssen nicht unbedingt von Kleriker stammen – aber auch rein
philosophische Texte mit dem Inhalt „Eros“ sind mir nur wenige bekannt und eine Einbindung in ein größeres
System ist mir zur gänze unbekannt.
#93 obelix † 16:02:41 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Dank für Ihre Antwort, Stimme Stimme aus Wien: Immer hin – kennen Sie einen anderen philosophisch-theologischen
Text mir gleichem Inhalt? Nein, ich habe Texte von Klerikern, in denen über Erotik (im weitesten Sinne)
schwadroniert wurde, immer vermieden. Ausnahme: Casti Connubii. Aber das war eher ein Negativbeispiel,
eben Erotik ausschliesslich schwarz und weiss gesehen.
@ Obelix „… spielt keine Rolle“ bezieht sich nicht auf die (moralische)Wertung bestimmter Institutionalisierungen
der Familie (Schwule bilden keine Familie), sondern darauf, daß Familien soziologisch vorhanden sind,
egal, welche staatlichen oder kirchlichen Formen das historisch annimmt. Tut mir leid: Mit einer katholischen
Ghetto-Erziehung kann ich nicht dienen. Aber wenn Sie Familie als beengend empfinden, scheint was nicht
gestimmt zu haben. Familie steht übrigens auch demoskopisch extrem hoch im Kurs. Staatliche und kirchliche
Heime der 50er/60er Jahre sind von der Mehrzahl ihrer Bewohner nicht so erlebt worden, wie es gewisse
Beststeller suggerieren. Aber: 1. Eine Anstalt ist nie schön, nie ein adäquater Familienersatz. 2. Viele
durchaus gutwillige Betreuer waren damals überfordert, weil nicht ausreichend qualifiziert. 3. Es ist
immer falsch, von Ausnahmesituationen und darin Ausnahmefällen auf das Wesen einer Sache zu schließen.
Prügel waren eben früher normal, heute ist Chaos oder Nicht-Erziehung normal. Dennoch sollte man eine
Ohrfeige von sadistischen Anfällen o.dgl. unterscheiden. Auch Menschen, die gelegentlich eine gescheuert
bekommen haben, sind deshalb mit ihrer Erziehung nicht gleich unzufrieden oder empfinden ihre Familie
als Last, das ist doch Käse. Von Verschwörung oder Umzingelung oder Weltuntergang sprechen Sie, ich
nicht.
obelix Neu in der Enzyklika ist allerdings, dass, wahrscheinlich zum allerersten Mal, Kleriker entdeckt
haben, dass es so etwas wie Menschlichkeit und Gefühle überhaupt gibt. Immer hin – kennen Sie einen
anderen philosophisch-theologischen Text mir gleichem Inhalt? Das „Rentensystem“ der Antike auf die heutige
Industriegesllschaft übertragen zu wollen ist kühn. Ein ganz klein wenig haben sich die Verhältnisse
in den letzten dreitausend Jahren schon verändert. Ja schon – im Prinzip aber nicht – was die Kinder
früher direkt an Sorge gegenüber den Eltern leisten mussten, wird heute in ein Topf geworfen und gemäß
einer Regelung ausgeteilt. So wahnsinnig viel Unterschied sehe ich hier nicht. Jemand muss bezahlen für
die Generation vor mir. Dass es andere Systeme gibt, bestreite ich nicht – vielleicht sind sie auch besser,
als die unsrige. Jedoch, zur Diskussion steht, ob man in diesem Rentensystem jemand, der dafür nichts
tut, die gleiche Rechte haben soll, wie diese, die ihren Pflichten nachkomen. Allerdings – die Pflichten
gegenüber der Gesellschaft in der man lebt beschränken sich nicht nur auf die Aufrechterhaltung eines
Rentensystems. Außer – man ist der Meinung, die eigene Gesellschaft ist nur eine Ansammlung an Iundividuen
auf einem bestimmten Gebiet – was für ein rechtes Verständnis der Gesellschaft zuwiderlaufen würde.
#90 obelix † 12:54:39 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@Stimme aus Wien Das Novum ist allerdings, dass Caritas und Erotika des gleichen Urspungs und gleiches
Zeil haben. Neu in der Enzyklika ist allerdings, dass, wahrscheinlich zum allerersten Mal, Kleriker entdeckt
haben, dass es so etwas wie Menschlichkeit und Gefühle überhaupt gibt. Bisher sollten wir ja nach dem
schwarz-weiss-Prinzip funktionieren wie Maschinen: geht – geht nicht. Mal sehen, ob die alten Herren Oligarchen
noch weiter lernfähig sind. Bei Ratzinger scheint es jedengfalls so zu sein. Das „Rentensystem“ der Antike
auf die heutige Industriegesllschaft übertragen zu wollen ist kühn. Ein ganz klein wenig haben sich
die Verhältnisse in den letzten dreitausend Jahren schon verändert. Auf alle Fälle geht es nicht mit
dem klassichen „Expansoinsprinzip“. In den bösen lutherisch-sozialistischen Ländern im Norden hat man
mit anderen Finanzierungen recht gute Erfahrungen gemacht. Aber wie gesagt, sozialistisch und damit von
Grund auf böse.
methusalix & obelix Ein Rentensystem, das wie unser „Generationenvertrag“, nur funktioniert, wenn die
Bevölkerung andauernd wächst, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ja, Sie haben recht – es
handelt sich um ein System, dass bereits in der Antike verwendet wurde: Kinder sorgen für ihre Eltern –
dafür müssen die Eltern sorgen, dass sie Kinder haben. Dieses System mag überaltert sein, jedoch versuchen
Menschen, die gemäß dieses Systems ihren Aufgaben nicht nachkommen, die selbe Vorteile haben als die,
die diesem System etwas dazu beigetragen haben. Es steht nämlich nicht die Frage nach der Zweckmäßigkeit
der Regelung im Raum, sondern um eine Forderungen innerhalb des Systems. Warum hat dann der deutsche Klerus
mit aller Gewalt ihrer Lobby versucht, die eingetragene Lebenspartnerschaft in Deutschland zu verhindern
Deppen gibt es leider überall – auch im Vatikan – die konnte man allerdings damals ruhig halten. Betreffend
„Deus caritas est“ – ich hoffe, Sie haben keine praktische Anweisungen für Ihr erotisches Leben gesucht –
alle Achtung, dass Sie versucht haben, die Enzyklika auch auf Latein zu lesen (ich hätte diese Möglichkeit
nicht. Ich:Latein=0:1). Das Novum ist allerdings, dass Caritas und Erotika des gleichen Urspungs und gleiches
Zeil haben.
#88 obelix † 11:58:40 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@Abu Teil 1 Abu: @ Methusobelix Welche Formen der Institutionalisierung…spielt überhaupt keine Rolle.
Wie schön! Dann dürfte die eingetragene Lebensgemeinschaft, oder ein ohne Trauschein zusammen lebendes
Paar, ja kein Problem mehr für die Kirchenoberen sein. Das Ende aller „Unzucht“ ist da! … auch wenn
Sie aus verkorksten Verhältnissen kommen! Nur weil Sie im katholischen Denk-Ghetto aufgewachsen sind,
müssen alle, die von ihren Eltern das selbständige Denken gelernt haben aus verkorksten Verhältnissen
kommen? … – Familie und Kirche sind von jeher Oasen der Freiheit und Menschlichkeit gewesen – … Diese
„Oase der Menschlichkeit“ haben die Insassen dieser „Oase“ aber ganz anders erlebt. Fragen Sie mal einen
früheren Zögling katholischer Heime, wie es ihm ergangen ist bei den „menschlichen“ Nonnen und Erziehern.
Nachzulesen in: Schläge im Namen des Herrn www.tagesspiegel.de/….10.2006/2837676.asp Und die Prügelstrafe
in den Familien wurde auch nicht unbedingt von den Klerikern bis aufs Messer bekämpft, ganz im Gegenteil!
… ist die typische Methode aller Ideologen und Sektierer. Also Ideologen und Sektierer sehen sich von
Feinden umzingelt, sehen in jeder Ecke eine Verschwörung gegen sich und vermuten den Untergang in kürzester
Zeit auf uns zukommen, wenn wir uns nicht ihren Forderungen beugen. Alles Merkmale, die auf Sie hervorragend
passen. Rest von der Begrenzung abgeschnitten; folgt später, wenn Abu dann noch Lust hat
@ Methusobelix Nachdem Sie nun mit drei großen Schwafelaufsätzen Ihre 68er Meinung zu Protokoll gegeben
haben: Selbstverständlich gab es immer schon, historisch durchgehend, Familien. Welche Formen der Institutionalisierung
sich die Leute sich in bestimmten Phasen der Geschichte in bestimmten Gebieten leisten konnten oder nicht,
spielt überhaupt keine Rolle. Es ist tragisch, wenn Menschen nicht wissen, wer ihre Eltern sind oder
nur bei einem Elternteil aufwachsen. Aus dieser Not brauchen Sie nun wirklich keine Tugend machen, auch
wenn Sie aus verkorksten Verhältnissen kommen! Nicht die Kirche hat über die Institution Familie „Macht
ausgeübt“ – Familie und Kirche sind von jeher Oasen der Freiheit und Menschlichkeit gewesen – im Verhältnis
zu unstabilen und inhumanen Zuständen „draußen“. Diese „Gewächshäuser“ des Menschen zu bekämpfen
und abzuschaffen, sich unter den Nagel zu reißen und zu instrumentalisieren ist die typische Methode
aller Ideologen und Sektierer. Denn so blöd sind die Feinde des Menschen nicht, daß sie nicht wüßten,
wie man den Menschen am besten isoliert, um ihn in den Griff zu bekommen. Der vereinzelte, isolierte,
nackte Mensch, von Geburt an dem Zugriff von Partei, Staat, Wirtschaft, Medien ausgeliefert, das ist das
Ergebnis der Zerstörung der Familie und der Schwächung der Kirche. Und bei IHNEN sind diese Leute am
Ziel: Denn SIE sind so grunzblöd, daß Sie das als „Befreiung“ feiern, weil Sie eine verkorkste Vergangenheit
haben. Das System spart sich die Pillen …
#86 methusalix † 17:21:46 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Abu, @Beobachterin Die Familie ist mitnichten seit aller Ewigkeit die Keimzelle des Staates; schon eher
die Keimzelle der Macht über Menschen, wenn man vom absoluten Regiment des Vaters über die Familie ausgeht.
Das war in Deutschland so bis weit in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Ich habe diesen Zirkus
in meiner Kindheit noch miterlebt. Als ich operiert werden musste, durfte meine Mutter die Einwilligungserklärung
NICHT unterschreiben. Dazu musste mein Vater extra von seinem auswärtigen Arbeitsplatz anreisen. So wichtig
waren die Frauen und Mütter dem Staat (und der Kirche). Genau diese Macht über die Familie wollte die
Kirche über den Weg über die Väter ausüben. Entscheiden welche Schule besucht wird, welcher Beruf
ergriffen werden durfte; das musste meine Frau am eigenen Leib leidvoll erfahren, als sie von ihrem Vater
in einen ungeliebten Beruf gezwungen wurde. Dürfen Mädchen an die Uni? Standardantwort: „Auf keine Fall!
Die heiraten ja doch“ Und das alles soll die Keimzelle eines funktionierenden Staatswesens sein? Da lobe
ich mir die 68er! Seither können unsere Mädels und Jungs selbstverantwortlich entscheiden, welchen Beruf
sie ergreifen. Wenn auch noch das katastrophale, dreigliedrige Schulsystem ganz tot ist, dann könnte
die Familie die Keimzelle des Staates werden. Aber bestimmt nicht so, wie konservative Spinner sich das
vorstellen. Beobachterin: Homo-Mafia Na dann nehmen Sie sich in acht, dass Sie nicht einem vor die Tommy-Gun
laufen. Der knallt Sie gnadenlos ab
@Stimme aus Wien, @Abu .sondern zu wenig sozialversicherungspflichtig vollwertige Arbeitsplätze haben.
Viel mehr Kinder würden unsere „Rentenprobleme“ nur verschärfen, statt verringern. Der Papst und die
Kirche hat und hätte nichts gegen „Eingetragene Partnerschaften“ … Warum hat dann der deutsche Klerus
mit aller Gewalt ihrer Lobby versucht, die eingetragene Lebenspartnerschaft in Deutschland zu verhindern?
Abu: @ …lix: Ramiero Cantalamessa zur Homo-„Ehe“: „…dass dies nicht zu einer Schwächung der Institution
Familie wird, die ja in der modernen Kultur bereits sehr bedroht ist. Alle Konservativen und Fundamentalisten
sowie katholische Traditionalisten und Antimodernisten sollten sich, bevor sie beginnen über Ehe und
Familie zu schwadronieren, zunächst einmal geschichtskundig machen. Die „Ehe und Familie“, wie sie hier
als Keimzelle des Staates von alters her propagiert werden, sind noch keine zweihundert Jahre alt. Vorher
gab es diese „Ehen und Familien“ gar nicht, weil die meisten Menschen, damals auch Untertanen und Leibeigene
genannt, sich das gar nicht leisten konnten oder es einfach nicht durften. Ehe in diesem Sinne, konnte
sich nur eine sehr dünne Oberschicht aus Adel und reichem Bürgertum leisten. Der grösste Teil der Bevölkerung
musste unverheiratet bleiben und so waren damals auch die Zuwachsraten der Einwohnerzahlen. Äusserst
bescheiden. Die Familie ist mitnichten seit aller Ewigkeit die Keimzelle des Staates; schon eher die Keimzelle
der Macht …
#84 methusalix † 16:58:41 | Mittwoch, 3. Januar 2007
@Stimme aus Wien Stimme aus Wien: obelix Ich glaube nicht, dass Sie und @stimme der vernunft die Enzyklika
Deus Caritas est zur gänze gelesen haben… Doch, ich habe sie komplett gelesen; zunächst die deutsche
Übersetzung und dann habe ich mich, mein Stowasser begann zu glühen, am Original versucht. Ergebnis:
Ich frage mich, was der Heilige Vater (der sich nach Jesus nicht Vater nennen lassen darf) von Erotik
verstehen kann und DARF. Sie haben einige angesprochen: dass verheiratete Männer und Frauen, … Ja,
sie nehmen etwas weg – sie halten sich nicht an den „Generationsvertrag“ – die Grundlage unsrers Sozialsystems…
Ein Rentensystem, das wie unser „Generationenvertrag“, nur funktioniert, wenn die Bevölkerung andauernd
wächst, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Stellen Sie sich vor, die deutsche Bevölkerung,
jetzt über 82 Millionen Menschen, würde massiv anwachsen, so wie das der Fall wäre, wenn jede Frau
im entsprechenden Alter mindestens drei bis vier, oder mehr Kinder hätte. Wo wäre die Bevölkerungsdichte
in zehn oder zwanzig Jahren? Dabei ist nicht einmal das Problem, wie wir die Bevölkerung unterbringen
oder ernähren. Das grösste Problem ist, dass wir für einen derartigen Bevölkerungszuwachs keine Arbeitsplätze
hätten. Ihr Denkfehler ist der übliche von Konservativen: „Uns fehlen die Menschen, unsere Sozialsysteme
aufrecht zu erhalten!“ Richtig ist (und das Absinken der Arbeitslosenzahlen in Deutschland beweist dies),
dass wir nicht zu wenig Menschen haben, sondern…
Aber, aber … Sie sind aber streng! Das ist doch ein Kapuzinerpater, der als Charismatiker gilt …
Spaß beiseite: Gehen wir vom Wehen des Heiligen Geistes aus, dann hat Pater C. wahrscheinlich gemeint:
– mater heißt Mutter. Das setzt eine biologische Mutterschaft voraus (sehen wir einmal von einer künstlichen
Befruchtung einer Lesbe mit befruchteter Eizelle derselben ab) – matrona ist die Ehefrau. Die alten Römer
wären wohl nicht auf die Idee gekommen, es könnte die „Ehefrau“ einer „Ehefrau“ sein. – matrimonium
heißt im Plural auch Ehefrauen, matrimonialis ehelich. Sprachlich ist bestimmt kein Lesbenduo gemeint.
Und der gute Pater kennt womöglich nur männliche Schwule. Aber zugegeben: Der von Ihnen zitierte Satz
ist weniger ein zwingendes Argument als ein italienischer Schlenker …
Cantalamesa Der ureigene Sinn des Wortes „Ehe“ beschreibt (nach dem lateinischen Ursprungswort „matrimonium“)
die Funktion der Mutter (matris) und deckt die Unsinnigkeit eines solchen Vorgehens auf. Merkt der Gute
eigentlich nicht was er da bezüglich seines Anliegens für Unsinn sagt? Dass in dem Wort „matrimonium“
eben nur die Funktion der Mutterschaft beschrieben wird, ist doch eher das Gegenteil eines Argumentes
für die traditionelle Ehe. Zwei Lesben können das „Matrimonium“ im Ursinne des Wortes (Mutterschaft)
ja viel besser ausfüllen als ein Mann und eine Frau. Und der ist päpstlicher Hofprediger? Hmm, naja,
irgendwie muss man dem Mann ja auch sein Gnadenbrot zukommen lassen, aber ob ein Intellektueller wie Benedikt
von so einer Predigt vom Hocker gerissen wird? Naja, vielleicht schon, aber eher vor Erschaudern ob der
wirren Gedanken.
#80 ExBochumer † 18:47:30 | Dienstag, 2. Januar 2007
Und dennoch bleibe ich dabei: Der Wiener ist [von der Redaktion gelöscht], der sich rausnimmt, hier den
Ober-Zensor herauszukehren. Natürlich mit einer Fäkalsprache und einem Ton, der [von der Redaktion gelöscht]
nicht angemessen ist. Löscht mich, kreuz.net. Das ist im Sinne der [von der Redaktion gelöscht], wie
es auch ein Wiener Doktor ist.
stimme der vernunft Die Zölibatären dagegen stehen, wie du selbst schreibst, ausserhalb der Solidargemeinschaft.
Haben Sie mal die Möglichkeit gehabt, die Anzahlt der Mütter oder Väter von Priestern in den Altersheimen
nachzuzählen – wohl kaum. Es gibt kaum welche – sie werden nämlich überwiegend von den zölibater lebenden
Töchtern und Söhnen betreut. Aber zum Unterschied zu den Kinderlose Ehepaare und Zölibatäre, die Homosexuellen
müssen die Priester und Ordensfrauen für die betreffende die Zeit, wo sie nicht mehr ihre Funktion ausführen
können, für die eigene Einnahmen und die Ausgaben der karnkenversicherung selbst sorgen. Im Gegenteil
zu den Kinderlosen – die die allgemeine Kranken- und Pensionsversicherung mit der Kranken- und Unfallversicherung
den Privatversicherungen verwechseln.
@ …lix: Ramiero Cantalamessa zur Homo-„Ehe“: „Was der Kirche wichtig ist, und was allen Menschen wichtig
sein sollte, die am zukünftigen Wohl der Gesellschaft interessiert sind, ist, dass dies nicht zu einer
Schwächung der Institution Familie wird, die ja in der modernen Kultur bereits sehr bedroht ist. Man
weiß nur zu gut, dass die wirkungsvollste Form, den Sinn einer Wirklichkeit oder eines Wortes zu entleeren,
in der Banalisierung und der Erweiterung besteht, so dass plötzlich ganz unterschiedliche, ja sogar miteinander
völlig unvereinbare Dinge ausgesagt werden. Dies geschieht, wenn ein homosexuelles Paar mit der Ehe von
Mann und Frau gleichgestellt wird. Der ureigene Sinn des Wortes „Ehe“ beschreibt (nach dem lateinischen
Ursprungswort „matrimonium“) die Funktion der Mutter (matris) und deckt die Unsinnigkeit eines solchen
Vorgehens auf. Man sieht vor allem nicht den Grund für eine solche Gleichstellung, da entsprechende Rechte
ja auch auf andere Weise sichergestellt werden könnten. Und ich sehe nicht ein, warum dies unbedingt
nach einer Eingrenzung und Verletzung der Würde von homosexuellen Personen klingen muss, denen gegenüber
wir doch alle die Verpflichtung zu Respekt und Liebe spüren …“
@stimme aus wien Sie haben recht – aber bekanntlich haben alle die, von Ihnen Angeführten – ihre eigene
Kranken- und Pensionsversicherungskasse – sprich, die liegen nicht an der Tasche der normalen Kassenzahler
Das ist nun wirklich ein seeeehr gutes Argument – aber für die Gegenseite! Während verheiratete Heteros
vom Ehegattensplitting profitieren und Frau und Kinder kostenlos mitversichern können in der gesetzlichen
KV müssen Homosexuelle in jedem Fall volle Steuern und volle KV-Beiträge zahlen, auch wenn sie verpartnert
sind. Sie finanzieren also die Ehepaare mit. Die Zölibatären dagegen stehen, wie du selbst schreibst,
ausserhalb der Solidargemeinschaft. Nach deinen eigenen Argumenten sind die Schurken: Kinderlose Ehepaare
und Zölibatäre, die Homosexuellen aber gehören nicht dazu, ganz im Gegenteil.
#74 rudolfsohn 15:19:49 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Ex-Bochumer, ich freue mich in gleichem Masse über über Deine Beiträge wie ich mich über die des
„wiener“ ärgere. Und so mag es mir jetzt auch noch so sehr widerstreben Letztgenanntem beizupflichten.
Das war nun wirklich recht harmlos und doch auch lustig, dass Schnabeltierkönig und ich heiraten sollen.
Ob „wiener“ für die Homoehe ist, weiss ich nicht; dazu lese ich seine Beiträge zu selten. Aber eines
ist sicher: Dieses Scherzlein war es weissgott nicht, das ihn als Befürworter der Homo-Ehe entlarvt hätte …
Ich grüsse Dich jedenfalls herzlich. Auch Dir ein gutes neues Jahr. Und schreib auch 2007 weiter so gute
Beiträge wie bisher. :)3
@stimme aus wien Der Papst und die Kirche hat und hätte nichts gegen „Eingetragene Partnerschaften“ –
sie können nur mir der Ehe nicht gleichgestellt werden. Ich kann verstehen, dass du als halbwegs aufgeklärter
Christ das gerne glauben möchtest, es entspricht nur leider nicht der Realität. Der ehemalige Kardinal
Ratzinger hat in seinen „Erwägungen zu den Entwürfen einer Rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften
zwischen Homosexuellen Personen“ erst vor dreieinhalb Jahren geschrieben, dass selbst das klitzekleinste
rechtliche Zugeständnis an homosexuelle Partnerschaften einer „Legalisierung des Bösen“ gleichkäme
und dass ein braver Katholik moralisch verpflichtet sei, mit allen Mitteln dagegen zu kämpfen, dass auch
nur kleinste rechtliche Zugeständnisse gemacht werden. Es ist klar, dass dieses Schreiben jedem, der
geistig die 1950er Jahre hinter sich gelassen hat, zutiefst peinlich sein muss, wenn du dir allerdings
tatsächlich einreden willst, die Kirche und der Papst „hätten nichts gegen eingetragene Partnerschaften,
solange sie nur nicht mit der Ehe gleichgestellt sind“ dann bist du komplett auf dem Holzweg. Leider.
stimme der vernunft oder wie Priester, Bischöfe, Päpste, Nonnen, geweihte Jungfrauen und überhaupt
jeder, der sich gegen das heiraten entscheidet. Aber ich weiss ja, das natürlich etwas gaaaaaaanz anderes,
klaro. So hat halt jeder seine subjektive Wahrheit. Sie haben recht – aber bekanntlich haben alle die,
von Ihnen Angeführten – ihre eigene Kranken- und Pensionsversicherungskasse – sprich, die liegen nicht
an der Tasche der normalen Kassenzahler – in Österreich auf jeden Fall. Wie das in den anderen Ländern
gehandhabt wird, das weiß ich nicht. Übrigens – natürlich – für ihre Pension sollten die selber sorgen.
Aber das tun sie auch – ohne die dafür die öffentliche Hand in Anspruch zu nehmen.
@ exbo: ??? was faseln sie da eigentlich … übrigens: sind alle ihre neujahrsvorsätze so kurzlebig
wie dieser? Mit Ihnen setze ich mich nicht mehr auseinander. Ich ignoriere Sie einfach. Außer heißer
Luft kommt von Ihnen nichts. und von welchen „schuldzuweisungen“ in welchem zusammenhang reden sie da?
ich bin mir sicher, dass die geneigte leserschaft ähnlich gespannt ist wie ich …
@stimme aus wien Ja, sie nehmen etwas weg – sie halten sich nicht an den „Generationsvertrag“ – die Grundlage
unsrers Sozialsystems – ebenso wie die heterosexuelle Paare, die bewusst den Kindersegen ablehnen oder
wie Priester, Bischöfe, Päpste, Nonnen, geweihte Jungfrauen und überhaupt jeder, der sich gegen das
heiraten entscheidet. Aber ich weiss ja, das natürlich etwas gaaaaaaanz anderes, klaro. So hat halt jeder
seine subjektive Wahrheit.
ich bin mir sicher … … dass der für seinen großartigen sinn für humor bekannte „rudolfsohn“ den
satirischen charakter meines kommentars besser erkannt hat als sie, exbo … also: nehmen sie sich selbst
nicht ganz so ernst!
wenn man das so liest … Schnabeltierkönig: rudolfsohn@ DU BIST MEIN NEUER HELD! BITTE WEITER SO! Rudolfsohn:Ich
freue mich, dass meine Beiträge offensichtlich eine Bereicherung für Dich sind und das wiedergeben,
was Du wie andere gesund denkende Menschen auch empfindest. Held? Na ja, so schön wie es auch ist (Merci
für Dein dickes Kompliment), so bescheiden macht es mich auch. Denn übermässig viel kann man ja gegen
so viel geballte Schwuchtelei auch nicht ausrichten. Grosses Lob auch an Dich, lieber Schnabeltierkönig.
vielleicht solltet ihr heiraten … :(3
ExBochumer Es tut mir leid, ich bin mir der Tatsache bewusst: Meine Gabe des Faselns ist Ihrer weit unterlegen –
ich kann und werde es mit Ihnen nicht aufnehmen. Ich muss leider bei den Tatsachen bleiben.
#63 rudolfsohn 13:21:07 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Romulus und Schnabeltierkönig Montag, 1. Januar 2007 10:17 Romulus: @rudolfsohn Ihnen und Ihren lieben
ein gesegnetes Neues Jahr 2007! Gut, dass sich der Hl. Vater mal zu den Homo-Ideologen geäußert hat
und dass damit ganz klar deutlich wird, dass die Kirche eine neu erfundene Genesis nie hinnehmen wird.
Mann und Frau gehören zusammen und nicht Mann und Mann Wie sehr Sie mir doch aus dem Herzen sprechen.
Danke für Ihre Wünsche. Ich schätze Ihre Beiträge sehr und lese sie mit grossem Gewinn. :)3 Montag,
1. Januar 2007 09:46 Schnabeltierkönig: rudolfsohn@ DU BIST MEIN NEUER HELD! BITTE WEITER SO! Ich freue
mich, dass meine Beiträge offensichtlich eine Bereicherung für Dich sind und das wiedergeben, was Du
wie andere gesund denkende Menschen auch empfindest. Held? Na ja, so schön wie es auch ist (Merci für
Dein dickes Kompliment), so bescheiden macht es mich auch. Denn übermässig viel kann man ja gegen so
viel geballte Schwuchtelei auch nicht ausrichten. Grosses Lob auch an Dich, lieber Schnabeltierkönig.
:)3 Deine gradlinigen und kompromisslosen Beiträge haben mir schon immer gefallen. Ich freue mich jedesmal
von Dir zu lesen. Du eierst nicht gross rum und fackelst nicht lange. Du triffst genau den richtigen
Ton, wie man mit den rosa Brüdern umspringt. Ein gutes 2007 auch für Dich!
obelix Ich glaube nicht, dass Sie und @stimme der vernunft die Enzyklika Deus Caritas est zur gänze gelesen
haben. Über einer Entscheidung – wen, wann und wie wir jemanden lieben dürfen, keine Rede. Aber eine
sehr gute Integration der Erotik in die „Caritas“. Mit Ihrer Feststellung: SEELSORGE nicht „Bettsorge“
haben Sie natürlich recht – Gott sei Dank – seit längerer Zeit hat sich die Lehre der Kirche von der
Bettsorge verabschiedet – außer hier im x-net – hat aber mit der Lehre der Kirche nichts zu tun. Von
Unwissenheit und Arroganz strotzende Rede in Spanien würde ich nicht sprechen. Schaut man die Dinge an
sich an, glaube ich kaum, dass Sie zu einem anderen Schluss kämen. Sie haben einige angesprochen: dass
verheiratete Männer und Frauen, die das gleiche Geschlecht zur Partnerschaft gewählt haben, anderen
Verheirateten etwas wegnehmen Ja, sie nehmen etwas weg – sie halten sich nicht an den „Generationsvertrag“ –
die Grundlage unsrers Sozialsystems – ebenso wie die heterosexuelle Paare, die bewusst den Kindersegen
ablehnen. Der Papst und die Kirche hat und hätte nichts gegen „Eingetragene Partnerschaften“ – sie können
nur mir der Ehe nicht gleichgestellt werden. Es gibt die Regelung von „Eingetragenen Partnerschaften“
in verschiedenen Ländern – und die Kirche hatte sich dazu überhaupt nicht geäußert – wenn, dann nur
um klar zu stellen, dass es sich nicht um Ehe im kirchlichen Sinn handelt – daher sei auch keine kirchliche
Eheschließung möglich…
@Ex Bochumer ExBochumer: Wer dem Hl. Vater einen Maulkorb verpassen will,… Von Vernunft weiß dieser
Typ nichts. Trifft auf den „Papst“, der sich nicht Vater nennen lassen darf, zu; haargenau. Dem geht es
um Macht. Er will entscheiden wen wir lieben dürfen, wann wir lieben dürfen und nicht zuletzt wie wir
lieben dürfen. Es geht ihm um die alleinige Entscheidungsgewalt über unser Leben bis in die allerintimsten
Details hinein. Gott sei Dank haben die allermeisten Katholiken den Klerus inzwischen aus ihren Betten
geworfen und jetzt ist natürlich das Gejammer in der Hierarchie gross. Daher diese von Unwissenheit und
Arroganz strotzende Rede in Spanien. Deswegen die heftige Ablehnung dieses allumfassenden Machtanspruches
bei den Menschen. Es wäre allen Beteiligten gedient, wenn sich der Klerus an seine ureigenste Aufgabe
erinnern würde: SEELSORGE nicht „Bettsorge“ oder „Intimpflege“ ist die Aufgabe, die Jesus den Priestern
mit auf den Weg gegeben hat.
#59 ExBochumer † 12:06:53 | Dienstag, 2. Januar 2007
Wer dem Hl. Vater einen Maulkorb verpassen will, wie diese obskure „Stimme der Vernunft“, hat nicht viel
von Kirche verstanden. Offenbar ist er ein Außenstehender, der sich aufplustert wie ein selbstverliebter
Pfau, und in sein eigenes Reden selbstverliebt ist. Von Vernunft weiß dieser Typ nichts.
@Meth’obelix Könnte da nicht vom „PACS“ die Rede gewesen sein, den auch heterosexuelle Paare eingehen
können? Im übrigen stimme ich Ihnen – wie meist – vollkommen zu.
@Abu Teil 2 Das Sich-Entscheiden wird dann für die, die darum ringen, noch schwieriger. Diese Männer
und Frauen haben sich entschieden, öffentlich und endgültig! Da gibt es kein Ringen um irgendeine Entscheidung
mehr. Ein weiterer Punkt, den er nicht verstehen will. Dazu kommt die Relativierung der Geschlechter-Differenz
bei dieser anderen Form der Partnerschaft. Hier wird nichts relativiert. Es ist ein Lügenmärchen von
unverheirateten, alten Männern, die glauben im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit zu sein, dass verheiratete
Männer und Frauen, die das gleiche Geschlecht zur Partnerschaft gewählt haben, anderen Verheirateten
etwas wegnehmen. So als würden Paare mit Kindern den Paaren ohne Kindern etwas wegnehmen können. Die
Unwissenheit der Zölibatäre grenzt hier ans lächerliche. Es ist nun gleich, ob es sich um das Miteinander
von Mann und Frau oder… Also irgenwie konterkariert er hier sein oben gesagtes selbst. Zuerst sagt er,
„diese Menschen“, das Wort Homosexuelle kann er gar nicht mehr aussprechen, so verklemmt ist er, „…haben
diesen Weg gewählt, weil…“ und „…Das Sich-Entscheiden…“ und „…die darum ringen,…“ und im nächsten
Abschnitt qualifiziert er genau diese Entscheidung, die er oben als eigene Entscheidung der Homosexuellen
geisselt, als Rückfall in die nackte Biologie des Menschen ab. Was jetzt? Eigene Entscheidung oder reine
Biologie? Ein weiterer schlagender Beweis für die vollkomene Ahnungslosigkeit der katholischen Zwangszölibatäre
in Sachen Sexualität!
#56 methusalix † 11:22:19 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Abu Teil 1 Abu: Benedikt sagte in Spanien: „…Ein Großteil dieser Paare hat diesen Weg gewählt, weil
sie sich – jedenfalls im Augenblick – nicht imstande fühlen, die rechtlich geordnete und bindende Gemeinschaft
der Ehe anzunehmen. Das heisst, der Mann glaubt allen Ernstes, von wissen kann man bei so einem Unsinn
nicht mehr reden, dass „diese Paare“, das Wort Männer kann er gar nicht aussprechen, ganz einfach wählen
können, ob sie Männer oder Frauen lieben wollen. Ein weiterer Beweis für die vollkommene Ahnungslosigkeit
des Klerus der römisch-katholischen Kirche und für deren absolute Unmenschlichkeit. So ziehen sie es
vor, im bloßen Faktum zu bleiben. Wenn nun eine neue Art von Rechtsform geschaffen und damit die Ehe
relativiert wird, erhält der Verzicht auf die endgültige Bindung sozusagen ein rechtliches Siegel. Noch
etwas, was der Papst (der sich nach Jesus doch gar nicht Papst = Vater nennen lassen darf) überhaupt
nicht begriffen haben kann. Homosexuelle wollen eine eingetragene Partnerschaft öffentlichen Rechts besiegeln
können, weil sie eine endgültige Bindung eingegangen sind. Dass der Bischof von Rom diesen Menschen
genau diese Bindung abspricht ist schlicht und einfach beleidigend. Im Vergleich dazu wäre eine Bezeichnung
des Priesterseminars in St. Pölten unter dem unsäglichen Bischof Krenn als Hurenhaus für Strichjungen,
wohl ein anerkennendes Lob gewesen. Fortsetzung als obelix
Ursli Wenn der Gegensatz zu asexuellem Leben für dich Herumgehure ist, und der Gegesatz zum Zölibat
die Unzucht, dann würde ich gerne mal hören, was deine Eltern dazu meinen.
@„Stimme der Vernunft“ Natürlich: von Sexualität verstehen nur Playboys und Nymphomaninnen so richtig
etwas – und das Thema „Krieg oder Frieden“ überlassen wir den Generälen, weil die sich da am besten
auskennen. Welch’ ein Unfug! Die Stellungnahme zu moralischen und gesellschaftspolitischen Zeitfragen
gehört zu den genuinen Aufgaben des kirchlichen Lehramtes.
wen interessiert schon das Geschwätz des Papstes zum Thema Homosexualität. Er soll mal lieber von Dingen
reden, von denen er was versteht, und seine absonderlichen Ansichten zu Themen wie Familie, Partnerschaft
und Sexualität für sich behalten, denn davon versteht er ja schon von Amts wegen ungefähr soviel Lieschen
Müller von Quantenmechanik.
Benedikt sagte in Spanien: „An dieser Stelle kann ich meine Beunruhigung über die Gesetze bezüglich
der De-facto-Partnerschaften nicht verschweigen. Ein Großteil dieser Paare hat diesen Weg gewählt, weil
sie sich – jedenfalls im Augenblick – nicht imstande fühlen, die rechtlich geordnete und bindende Gemeinschaft
der Ehe anzunehmen. So ziehen sie es vor, im bloßen Faktum zu bleiben. Wenn nun eine neue Art von Rechtsform
geschaffen und damit die Ehe relativiert wird, erhält der Verzicht auf die endgültige Bindung sozusagen
ein rechtliches Siegel. Das Sich-Entscheiden wird dann für die, die darum ringen, noch schwieriger. Dazu
kommt die Relativierung der Geschlechter-Differenz bei dieser anderen Form der Partnerschaft. Es ist nun
gleich, ob es sich um das Miteinander von Mann und Frau oder um gleichgeschlechtliche Verbindungen handelt.
Damit wird im stillen jenen verhängnisvollen Theorien recht gegeben, die das Mann-Sein und Frau-Sein
des Menschen als bloße Biologie abqualifizieren; die uns sagen, der Mensch – das heißt sein Intellekt
und sein Wille – entscheide selbst, was er sei oder nicht sei. Das ist eine Verhöhnung der Leiblichkeit,
in der der Mensch sich von seinem Leib – von der „biologischen Sphäre“ – emanzipieren will und sich dabei
nur selbst zerstören kann.“
#51 methusalix † 02:41:31 | Dienstag, 2. Januar 2007
Hat der bayerische Vater am Ende die asketischen Mönche vergessen? Der Heilige Vater erklärte, daß
Homo-Ideologen versuchten, sich von ihrem Körper und seiner biologischen Gegebenheit loszusagen. Die
tun doch genau dasselbe, wenn sie sich, durch Askese, von ihrem irdischen Körper lossagen. Oder etwa
nicht? Das scheint mir doch eine sehr schwammige und unklare Formulierung seiner Eiligkeit zu sein. Für
einen Theologen mit messerschafrem Verstand, den er doch haben soll, eigentlich ein Armutszeugnis. Oder
haben die Redakteure von kreuz.net, da wieder etwas falsch verstanden oder gar „umformuliert“? Ich will
letzters hoffen, damit mein schönes Bild von Paparatzi nicht den Tiber und die Isar runtergeht.
@aragorn Nein, niemand war und ist verpflichtet liturgische Mißbräuche zu unterstützen. Aber das gibt
ihm nicht das Recht, sich zum „Retter der Kirche“ aufzuschwingen. Und schon gar nicht darf er durch eine
unerlaubte Bischofsweihe Hand an die apostolische Sukzession und damit die göttliche Verfassung der Kirche
legen. Die Kirche in Europa ist in einer Krise – aber diese Krise ist doch nicht das Produkt der Liturgiereform!
Aragon / HdL @Aragon: so viel Mühe war das nicht; ist alles kompakt und übersichtlich der FSSPX-Literatur
(„Damit die Kirche fortbestehe“) zu entnehmen. @HdL: Tatsächlich scheint die FSSPX wie von Ihnen angegeben
argumentiert zu haben: erfolgte Expansion in andere Diözesen. Dies kann aber wohl nur Niederlassungen
bereffen, die mit Zustimmung des jeweiligen Ortsbischofs errichtet worden waren. 1975 dürfte dies über
das Bistum LGF hinaus nur in der Diözese Sion (Ecône) der Fall gewesen sein. Ohnehin kann von „vielen
Diözesen“ zu jenem Zeitpunkt nicht die Rede sein: Außerhalb der erwähnten 2 CH-Bistümer bestanden
1975 je ein FSSPX-Haus (bewilligte?) nur noch in GB-Sanderstread, in USA-Armada, in I-Albano sowie in
F-Suresnes. Obwohl Paul VI. Mgr. Lefebvre mehrmals mitteilte, dass die verhängten Maßnahmen in seinem
Auftrag erfolgten, unterstellte der Erzbischof dem Vatikan ein Komplott gegen sein „Lebenswerk“, initiiert
durch die französischen Bischöfe. In der Person von Kardinal Villot, dem Staatssekretär, hätte dann
auch einer ihrer Vertreter seine Macht iZm des Erzbischofs Rekurs gegen die Aufhebung missbräuchlich
eingesetzt und diesen widerrechlich niederschlagen lassen. Der Papst sei mutmaßlich gar nicht voll im
Bilde sondern – durch Villot – quasi abgeschirmt. Und da wegen der „Expansion“ ins Bistum Sion einzig
der Papst (und nicht der Bischof von LGF) die FSSPX Aufhebung gültig hätte verfügen können, existierte
für den Erzbischof kein rechtmäßiges Urteil. Also machte er weiter.
@aragorn Was haben die Kapitäne, sprich Päpste, gegen die Glaubens- und Liturgiezerstörung getan? einige
wenige exkommunizierte Bischöfe und eine 500er handvoll (meist suspendierte) Priester behaupten das einfach
mal so … Hunderte Milliionen Katholiken beweisen in ihrem aktiven Glaubensleben das Gegenteil … komm
doch endlich mal aus Deiner Jammerecke und nimm die positive Wirklichkeit wahr.
HansUrs@ Ist nicht ganz einfach zu beantworten: Was würden Sie sagen? Ist jemand verpflichtet, bei Bilderstürmerei,
Liturgiemanipulation und Verwässerung der wahren katholischen Lehre mitzumachen? Ich beantworte diese
Frage ganz klar mit NEIN. Niemand ist verpflichtet, beim Zerstören mitzumachen sondern nur beim Aufbau
des Glaubens. Dass aber Glaubenslehre und Liturgie zumindest beschädigt wurden, sagt Papst Johannes Paul
II. selbst. (siehe das von mir angeführte Zitat aus dem OR). Erzbischof Lefebvre hat all das, was der
Hl. Vater 1981 beklagt hat, schon früh kommen und davor gewarnt. Sein Verhalten mag rein rechtlich gesehen
„Ungehorsam“ gewesen sein, aber es war der Ungehorsam eines Schiffsoffiziers, der die Katastrophe kommen
sieht, auf die das Schiff fröhlich zusteuert. Was haben die Kapitäne, sprich Päpste, gegen die Glaubens-
und Liturgiezerstörung getan? Der derzeitige Amtsinhaber könnte das Ruder herumreißen. Allein, bei
mir und sicherlich noch anderen, schwindet die Hoffnung, dass dies geschieht.
@aragorn Sagt JPII in diesem Text, das Heilmittel gegen solche Probleme und Mißstände sei der Ungehorsam
gegen den Hl. Vater? Diesen Teil meines Postings haben Sie nicht beantwortet. Den Jurisdiktionsprimat
anerkennen und danach handeln sind zweierlei Dinge.
@aragorn Das wird nicht von der Piusbruderschaft bestritten. ist aber wohl nur eine theologische Worthülse …
die dann im Zweifel bei den Pius-Leuten keine Bedeutung im praktischen Vollzug hat.
HansUrs@ gilt für mich immer, keine Frage. Der Heilige Vater ist der Stellvertreter Christi auf Erde.
Das wird nicht von der Piusbruderschaft bestritten.
„Autorität“ – 6.5.75: Brief der Kardinalskommission an Mgr. Lefebvre. Mit Billigung des Papstes teilt
sie mit, dass dem Bischof von LGF das Recht zuerkannt wird, die erteilte (Errichtungs)-Genehmigung rückgängig
zu machen. Wie kann ein Bischof zu einem solchen Schritt keine Autorität haben, wenn er vom Papst dazu
ermächtigt wird?
Bonjour -Aragon -angebliche Auflösung der FSSPX – Mgr. Mamie, der neue Bischof von LGF, macht von seinem
Recht Gebrauch und teilt dies Mgr. Lefebvre noch am 6.5.75 mit. Die Niederlassungen der FSSPX verlieren
dadurch automatisch ihr Daseinsrecht.- Mgr. Mamie, der neue Bischof von LGF, macht von seinem Recht Gebrauch
und teilt dies Mgr. Lefebvre noch am 6.5.75 mit. Die Niederlassungen der FSSPX verlieren dadurch automatisch
ihr Daseinsrecht. Ich las vor Monaten/Jahren, dass Msgr. Mamie keine Autorität hatte die FSSPX „aufzulösen“,
da diese zum damaligen Zeitpunkt bereits in vielen Diözesen/Ländern etabliert war und er somit nicht
über die entsprechende Kompetenz verfügte. Wer kann diesen Sachverhalt besser kommentieren? HdL
@aragorn: Zwei Fragen: 1. Gilt der Jurisdiktionsprimat des Papstes oder gilt er nicht? 2. Sagt JPII in
diesem Text, das Heilmittel gegen solche Probleme und Mißstände sei der Ungehorsam gegen den Hl. Vater?
Bonsoir – Bonjour! „Ungehorsam“ der Piusbruderschaft Sie haben sich wirklich viel Mühe gegeben, den „Ungehorsam“
des Erzbischofs forensisch nachzuweisen. Dem kann wohl nicht mehr widersprochen werden. Daher nur einige
kurze Zitate, die den „Ungehorsam“ des Erzbischofs vielleicht verständlich machen: J.P. II: „Man muss
realistisch und mit tiefem Nachempfinden zugeben, dass heute zahlreiche Christen sich verloren, verwirrt,
ratlos und sogar enttäuscht fühlen; mit vollen Händen sind Ideen ausgesät worden, die in Widerspruch
zur offenbarten und seit jeher gelehrten Wahrheit stehen; es sind ausgesprochene Häresien im dogmatischen
und moralischen Bereich verbreitet worden, was zu Zweifeln, Verwirrungen und Auflehnungen geführt hat;
man hat die Liturgie manipuliert; eingetaucht in den intellektuellen und sittlichen ‘Relativismus’ und
somit in die Permissivität, werden die Christen vom Atheismus verführt, vom Agnostizismus, vom moralisch
verschwommenen Aufklärertum, von einem soziologischen Christentum ohne difinierte Dogmen und ohne objektive
Moral.“ nachzulesen im OR 7.2.1981 Der Erzbischof hat lange vor J.P. II vorausgesehen, was dieser 1981
so bitter feststellen musste.
@Aragorn – Sie erlauben, Sirilo „Bitte nennen Sie ein paar Punkte, wo die Piusbruderschaft dem Hl. Vater
ungehorsam ist. Kommen Sie aber nicht mit der Liturgie. Die von der Piusbruderschaft zelebrierte Liturgie
ist eindeutig katholisch.“ kurze Chronologie: – 1.11.70, Fribourg: Errichtung der FSSPX „für einen Zeitraum
von 6 Jahren ad experimentum“ durch Mgr. Charrière, Bischof von LGF – 11.-13.11.74, Ecône: Apostolische
Visitation des Seminars Ecône – 13.2.75, Vatikanstadt: Eine Kardinalskommission, bestehend aus den Eminenzen
Garrone, Wright und Tabera, bespricht mit Mgr. Lefebvre den Visitationsbericht – 6.5.75: Brief der Kardinalskommission
an Mgr. Lefebvre. Mit Billigung des Papstes teilt sie mit, dass dem Bischof von LGF das Recht zuerkannt
wird, die erteilte (Errichtungs)-Genehmigung rückgängig zu machen. Auch der Bischof von Sion, in dessen
Bistum Ecône liegt, wird darüber informiert – Mgr. Mamie, der neue Bischof von LGF, macht von seinem
Recht Gebrauch und teilt dies Mgr. Lefebvre noch am 6.5.75 mit. Die Niederlassungen der FSSPX verlieren
dadurch automatisch ihr Daseinsrecht. – 11.10.76: nach verschiedenen Briefwechseln mit Papst und Kurie
und einem Besuch Mgr. Lefebvres in Castelgandolfo verlangt Paul VI. vom Erzbischof ultimativ ein grundsätzliches
Akzept der gestellten Forderungen, u.a. die Niederlassungen der FSSPX dem Hl. Stuhl „anheimzustellen,
der Ihren Fall im Verein mit den Ortsbischöfen […] prüfen wird“. Sie sehen, Aragron, der Ungehorsam
reicht ins Jahr 1975 zurück.
@ Rüdesheim Sicherlich sollte man immer sehr vorsichtig sein wenn man Leute einschätzt, aber gewisse
Grundausrichtungen sind wirklich unübersehbar. M.M. gibt es auch überall Böcke und Schafe, aber bei
den eine gibt es glaube ich mehr Böcke als Schafe.
sozialkatholisch Stimmt, trotzdem finde ich den Begriff unpassend! Wenn Sie so einen Begriff verwenden –
wollen Sie festlegen, wer modern ist oder traditionell? Letzten Endes geht es doch darum, Christus den
Menschen bekannt zu machen!!
o ja, lieber Gotthard!@ …es ist eine Freude, eine echt katholische Liturgie mitzufeiern, jedenfalls
besser, als mit Muslimen, Hindus, Schamanen und was da sonst noch kreucht und fleucht, zum „gemeinsamen
Gott“ die Hände zu erheben. Die Bruderschaft ist dem Heiligen Vater auch dann noch treu, wenn dieser
voller Inbrunst den Koran, der ja die Christen als „Ungläubige“ beschimpft, küsst und den Segen Gottes
auf den Islam herabruft (J.P. II. in Damaskus). Das muss wie Hohn in den Ohren der Christen geklungen
haben, die unter islamischem Staatsterror leiden oder sogar wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus Christus
hingerichtet werden. Haben nicht auch schon katholische Bischöfe an Moscheeeinweihungen teilgenommen?
Wundern sollte es mich nicht. Ostende mihi amicos tuos et ego tibi dico quis es! In diesem Sinne ARAGORN
@ Rüdesheim Da sollten sie aber mehr differenzieren, ein Jesuitenpater ist kein Benediktiner und ein
Weltpriester ist noch lange kein Franziskaner. Ein Taizeanhängerpriester kann man kaum mit einem Priester
der mariannischen Priesterbewegung vergleichen.
Doppelte Buchführung So ein Witz. Die Piusbruderschaft fährt eine ehrliche gerade Linie (ob sie voll
in der Wahrheit möchte ich hier mal offen lassen) und sie ist dem Papst gehorsamer als so manch ein Modernistenpriester.
So manch ein Modernistenpriester ist unehrlich, rühmt sich Priester der Weltkirche zu sein und wiedersetzt
sich den Weisungen des obersten irdischen Vorgesetzten. So manche Glaubensgrundlagen werden weggelassen
oder sogar geleugnet.
wiener „offenbar teilt die redaktion meine bedenken gegen derartige äußerungen des ,rudolfsohn’ und
löscht gerade dessen spam-artigen beiträge. danke“ Ach was, die „Redaktion“ hat zwar etwas Platz gemacht,
aber etliche „Neujahrswünsche“ ihres Bellman selbstverständlich gezielt stehen lassen.
Sirilo@wer ist gehorsam, wer ungehorsam? Sirilo! Frohes Neues zunächst mal. Bitte nennen Sie doch ein
paar Punkte, wo die Piusbruderschaft dem Heiligen Vater ungehorsam ist. Kommen Sie mir aber nicht mit
der Liturgie. Die von der Piusbruderschaft zelebrierte Liturgie ist nämlich eindeutig katholisch. Dagegen
erlebe ich in der nachkonziliaren Praxis immer wieder willentliche und wissentliche Verstöße gegen die
einfachsten liturgischen Vorschriften. Das Linzer Jugendspektakel unter Beteiligung österreichischer
Bischöfe ist nur ein Beispiel dafür. Wer also ist gehorsam und wer ist unbehorsam? Das ist hier die
Frage.
@ Gotthard Ja, Gotthard, hierzu ist zu konstatieren: das ist RELIGIONSFREIHEIT, also genau das, was die
Piusbrüder ablehnen… Ein Schelm, wer Übles dabei denkt… Früher, in guten alten Zeiten, hätte die
Großkirche, zumindest in *katholischen Staaten*, hier im Bündnis mit dem *katholischen Staat* kurzen
Prozess gemacht. Vielleicht ist das Konzept der *kath. Staatsreligion* doch nicht so vorteilhaft. Kleiner
Denkanstoß… Bitte um Korrektur, falls ich völlig daneben liegen sollte…
doppelte Buchführung es muss eine besondere geistliche Freude sein, mit exkommunizierten „Bischöfen“
zu feiern, sich von ihnen „firmen“ oder auch zum „Priester weihen“ zu lassen… es muss eine besondere
geistliche Freude sein, sich von suspendierten Priestern ohne jegliche Trauerlaubnis bei der Eheschließung
assistieren zu lassen… nun ja …
@ redaktion offenbar teilt die redaktion meine bedenken gegen derartige äußerungen des „rudolfsohn“
und löscht gerade dessen spam-artigen beiträge. danke!
Rüdesheim – Piusbruderschaft katholisch @Rüdesheim! Die Piusbruderschaft erkennt Benedikt XVI. und alle
seine Vorgänger als rechtmäßige Nachfolger des Heiligen Petrus an und erwähnt seinen Namen und den
Namen des jeweiligen Ortsbischofs – gleich wer es ist, auch Lehmann, Lettmann usw. – an den dafür vorgesehenen
Stellen im Canon. Ich verweise auch auf einen Vorfall, der sich vor einigen Monaten im Bistums Salzburg
abgespielt hat. Dort verweigerte man einem Jungen, der von einem Priester der Piusbruderschaft getauft
worden war, den Eintrag ins örtliche Taufbuch. Erst nachdem die Familie in Rom interveniert hatte, musste
das Kind auf römische Anordnung in das Taufbuch eingetragen werden. Im entsprechenden Begleitschreiben
aus Rom wurde die Katholizität der Bruderschaft eindeutig festgestellt. Auch in diesem Forum wurde darüber
berichtet. Das Bistum Salzburg musste kleinbei geben. Die offizielle Haltung Roms der Bruderschaft gegenüber
ist also nicht nicht unbedingt deckungsgleich mit der haltung des deutschen Episkopates, das die Bruderschaft
natürlich gern ausgrenzt. Der Bischof von Aachen hat da im Augenblick besonderes Interesse daran, weil
in seinem Bistum ein Kloster der Bruderschaft entsteht, das mit seiner katholischen Liturgie die Menschen
der Umgebung anziehen wird – eine Feststellung, der man nur zustimmen kann.
Aragorn A d hoc kann ich Ihnen kein vatikanisches Dokument nennen, ich erinnere mich aber noch gut an
einen Vorfall ,Ende der achtziger oder Anfang der neuziger Jahre! Kardinal Meisner liess damals gerichtlich
verbieten, dass sich eine Pfarrei der Piusbruderschaft (auf dem Gebiet des Erzbistums Köln) katholisch
nennen darf! Außerdem: Wenn wir hier immer davon reden, dass es nur eine römisch-katholische Kirche
gibt (mit dem amtierenden Papst an der Spitze), dann kann es daneben keine „wahre“ katholische Kirche
(sprich die Piusbruderschaft) geben! Das was damals 1988 passiert ist, war ein Schisma – ich nehme diesen
Begriff nicht gern in den Mund, aber in diesem Fall war das so!!
Rüdesheim @Rüdesheim! hmmm… kennen Sie ein vaticanisches Dokument das eindeutig besagt, dass die Piusbruderschaft
nicht zur katholischen Kirche gehört? Mir ist lediglich das Dokument „Ecclesia Dei“ bekannt, in dem die
Bischofsweihen von 1988 bedauert und die Neugeweihten exkommuniziert werden. Diese Exkommunikation gilt
jedoch nicht für alle Priester und „Anhänger“ der Pius-Bruderschaft. Priester gelten wegen fehlender
Inkardination als suspendiert und exkommuniziert sind nur diejenigen, die die Piusbruderschaft als wahre
katholische Kirche betrachten. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir also ein eindeutiges vaticanisches
Dokument benennen könnten, jedoch bitte nicht den Rundumschlag jenes US-Bischofs, der in seinem Minibistum
gleich alle von links bis rechts mit dem Kirchenbann belegt hat. Danke schon mal im Voraus. Frohes Neues
ARAGORN
Rüdesheim, Wiener Das fragen Sie sich ernsthaft? Schließlich gibt er doch für die sogennante Redaktion
„bloß“ die dumme aber dankbare Wurst ab, die für sie ihre Haltung, noch etwas aufgemotzt und um sich
keilend, laut herumquiekt. Wie Sie sehen, gefällt dies einigen Lesern des Grödnap der katholischen Welt
ja durchaus.
exbo … aber natürlich ist sie das. und wenn sie das nicht sehen, scheinen sie einseitig erblindet zu
sein. und: welche „sachliche“ frage denn? ich habe mich gegen die widerlichen rüpeleien des r. geäußert.
von einer sachlichen auseinandersetzung“ ist bei diesem keinerlei spur zu finden.
#13 ExBochumer † 11:18:54 | Montag, 1. Januar 2007
wiener … Ihre Wortwahl ist auch nicht um sehr viele Klassen besser als die von Ihnen kritisierte. Und
zum Sachthema haben Sie sich immer noch nicht geäußert. – Aber so ist das nun mal. Wie ein Fähnlein
im Wind …
ex … ich lege wert auf einen halbwegs normalen umgang – auch in einem virtuellen raum wie einem online-forum.
wenn leser wie r. hier über monate nur durch ausfälligkeiten, gröbste primitivität und ewig sich wiederholende
hass-parolen (er hat den selben beitrag wortident 17x! unter verschiedene artikel gepostet – das ist ein
manisches verhalten) negativst auffallen, dann werde ich das noch artikulieren dürfen.
offenbar … … geilt sich „rudolfsohn“ wieder einmal an seinen hass-triefenden wortergüssen auf. oder
wie sonst ist es zu erklären, dass er hier das ganze forum mit seinem widerlichen müll zuspammt? der
mann dürfte nicht nur an durchfall leiden, sondern vor allem an logorrhoe … schon eine erbärmliche
existenz, wenn man die eigene unwichtigkeit vermittels copy&paste einmal zu übertünchen versucht. und
das neue jahr beginnt mit dem gleichen peinlichen auftreten. frage: wie lang toleriert die „redaktion“
noch, dass so jemand hier seine hassparolen herumgröhlt?
Aragorn Sie sehen das viel zu negativ! Die Kirche hat im Laufe der Geschichte immer wieder Höhen und
Tiefen durchgemacht – untergegangen ist sie nie!! Ich weiss, dass wird hier nicht gern gehört – und die
Piusbruderschaft hat bestimmt auch ihr Gutes – aber: Sie gehört nicht zu katholischen Kirche!
sozialverträglicher Abbau Vor unseren Augen spielt sich der sozialverträgliche Abbau des Unternehmens
Kirche ab. Die Bistümer Essen, Aachen und Berlin gehen voran. Am Ende steht vielleicht die Fussionierung
mit dem noch maroderen Unternehmen evangelische Kirche. Neue geistliche Bewegungen wie Opus Dei, Foccolarini
u.ä. sind nur ein schwacher Versuch, wenigstens halbwegs katholische Inseln zu erhalten. Es ist nicht
nachvollziehbar, wie die Bischöfe und leider auch der Heilige Vater diesem Verfallsprozess sehenden Auges
zuschauen können. Gut, dass da noch die Piusbruderschaft ist, die die katholische Substanz konserviert.
Das gibt Hoffnung auf bessere Zeiten. Aber vielleicht muss die Konzilskirche wirklich erst einmal am Grunde
liegen. Prost Neujahr!
@rudolfsohn Ihnen und Ihren lieben ein gesegnetes Neues Jahr 2007! Gut, dass sich der Hl. Vater mal zu
den Homo-Ideologen geäußert hat und dass damit ganz klar deutlich wird, dass die Kirche eine neu erfundene
Genesis nie hinnehmen wird. Mann und Frau gehören zusammen und nicht Mann und Mann.
immer weniger Kirchen – immer mehr Moscheen Die Kirchen werden geschlossen, abgerissen, umfunktioniert.
Wer angesichts dessen die Augen immer noch vor der Realität verschließt, will sie nicht sehen. Dafür
sind moslemische Bethäuser im Kommen. Das also ist das neue Pfingsten, das uns die DEformer des V II
versprochen haben: Das Absterben der Kirche. Sie haben es wahrscheinlich von Anfang an gewußt.
„Homo-Selbstzerstörung“ – Bravo, Papst Benedikt Auch und gerade dem Hl. Vater ein gutes 2007, in dem
er Notwendiges genauso glasklar ansprechen möge wie im vergangenen Jahr. Ausser ihm gelten meine Neujahrswünsche
der kreuz.net.Redaktion und den Mitlesern. Allen Freunden, Mitstreitern, Sympathisanten und mir freundlich
gesonnenen Mitmenschen wünsche ich in diesem Sinne im neuen Jahr viel Glück, Gesundheit, familiäre
Harmonie, Kraft im Glauben, Frieden und geistige wie auch materielle Wohlfahrt. Allen Schwulen, die frech,
unbelehrbar und gotteslästerlich in ihrem Tiefstand der perversen Verirrung fortfahren, wünsche ich
beinharte Gesetzesverschärfungen gegen homosexualistische Umtriebe, panische Angst beim Warten aufs Aidstestergebnis,
verwüstete Tuntenbars sowie Farbbeutel, Pflastersteine und faule Eier auf den Christopher Street Days
und … stets einen Vordermann, der entweder Blähungen, Hämorrhoiden oder Durchfall hat.
Fast schon beleidigend womit man hier einen so füttert! Akkordartig werden hier die Artikel gepostet.
Aber leider meist nur Schrott. Am Sonntag feierte die Kirche das Fest der Heiligen Familie. Der Papst
unterstrich, daß die Familien die lebendigen Zellen der Gesellschaft seien. Soll er doch eine gründen!
Der Heilige Vater erklärte, daß Homo-Ideologen versuchten, sich von ihrem Körper und seiner biologischen
Gegebenheit loszusagen. Jetzt sind also die Priester, die „sexfrei“ leben, auch noch Experten in Sachen
Sexualität. Und wieso vom Körper lossagen; sind das etwa alle Buddhisten? Benedikt XVI. entgegnete jenen,
die sagen, daß sich die Kirche in diese Fragen nicht einmischen solle: „Geht uns der Mensch nicht auch
etwas an?“ Tja, wer wird uns diese Frage beantworten? Ein ratloser allwissender Papst?!