Alte Messe
Polnische Intellektuelle fordern Freiheit für die Alte Messe
Eine Erklärung sieht die „Schuld der Menschen“ in der kirchlichen Auseinandersetzung mit den Lefebvristen – im Sinn des Konzilsdokumentes Unitatis Redintegratio, Nr. 3 – „auf beiden Seiten“.
Bischof Bernard Tissier de Mallerais weiht im Januar 2005 eine Kapelle der Piusbruderschaft in Toulon in Südostfrankreich ein
Bischof Bernard Tissier de Mallerais weiht im Januar 2005 eine Kapelle der Piusbruderschaft in Toulon in Südostfrankreich ein
(kreuz.net, Warschau) Aus Frankreich und Italien ist der Ruf bereits erschollen.

Jetzt bitten auch polnische Kulturschaffende den Papst um eine Freigabe des überlieferten Ritus.

Ihr Manifest wurde am 27. Dezember unter anderem auf dem polnischen Webportal ‘Wiara’ – Glaube – veröffentlicht.

Es steht unter dem Titel: „Wir sind mit Dir, Heilige Vater“.

Angesichts der Gerüchte über eine bevorstehende Freigabe der Alten Messe sprechen die Unterzeichner von „Hoffnung und Dankbarkeit“.

Die Kulturschaffen untermauern ihren Wunsch nach der Alten Messe mit Zitaten aus der Bulle ‘Quo Primum’, dem Weltkatechismus, dem Zweiten Vatikanum und aus einer Ansprache des früheren Kardinal Ratzinger.

Besonders danken sie dem Papst für sein Verständnis und seine Offenheit den Gefühlen jener gegenüber, die sich der Alten Messe verbunden fühlen.

Diese Haltung würde die Linie von Papst Johannes Paul II. fortsetzen.

Dieser hatte die Bischöfe im Motu Proprio ‘Ecclesia Dei’ aus dem Jahr 1988 aufgefordert, den Traditionalisten Respekt entgegenzubringen.

Die Kulturschaffenden unterstreichen, daß eine neue Regelung auch eine gewisse Intoleranz aufheben würde, die der Einheit der Kirche im Wege stehe.

Sie hoffen, daß die Antworten auf die päpstliche Initiative alle Worte, Urteile und Taten vermeiden, die der Lage der altgläubigen Katholiken nicht entsprechen – zitieren die Autoren das Konzilsdekret über den Ökumenismus, Unitatis Redintegratio, Nr. 4.

Das polnische Manifest hofft auf eine Heilung des Risses, der 1988 entstanden sei und bis heute anhalte.

Im Juni 1988 weihte Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991) ohne Erlaubnis des Vatikan vier Bischöfe. Die polnische Erklärung sieht die „Schuld der Menschen“ – im Sinn von Unitatis Redintegratio, Nr. 3 – „auf beiden Seiten“.

Abschließend solidarisieren sich die Kulturschaffenden mit anderen Manifesten, die dem Anliegen des Papstes zur Freigabe der Alten Messe bereits ihre öffentliche Unterstützung zugesichert haben:

„Wir erklären hiermit dem Heiligen Vater Benedikt XVI. unsere Unterstützung und Dankbarkeit für seinen Willen, die praktizierte Diskriminierung der überlieferten Liturgie aufzuheben, die jahrhundertelang als wertvolles Instrument zur Heiligung vieler und als großartiges Monument unserer geistlichen Kultur diente.“

Unterzeichner

Przemyslaw Alexandrowicz, Senator der polnischen Republik
Prof. Jacek Bartyzel, Politikwissenschaftler
Dr. Slawomir Cenckiewicz, Historiker
Prof. Jan Dziegielewski, Historiker
Marcin Gugulski, Journalist
Lech Jeczmyk, Übersetzer
Marek Jurek, Sprecher des Parlamentes
Boguslaw Kiernicki, Präsident der Stiftung St. Benedikt
Wojciech Kilar, Komponist
Aleksander Kopinski, Historiker, Literarkritiker, Journalist
Dr. Jacek Kowalski, Kunsthistoriker, Sänger
Prof. Grzegorz Kucharczyk, Historiker
Jan Filip Libicki, Parlamentarier
Marcin Libicki, Europaparlamentarier
Pawel Lisicki, Schriftsteller
Prof. Roman Michalowski, Historiker
Andrzej Mikosz, Rechtsanwalt
Dr. Pawel Milcarek, Philsoph und Journalist
Pawel Nowacki, Vizedirektor des ersten Polnischen Fernsehens
Dr. Justyn Piskorski, Dozent
Ewa Polak-Palkiewicz, Journalist
Tomasz Raczkiewicz, Opernkünstler
Prof. Marcin Sompolinski, Dirigent der Musikakademie Posen
Dr. Piotr Sosinski, Rechtsanwalt
Konrad Szymanski, Parlamentarier
Prof. Kazimierz Swirydowicz, Mathematiker
Dr. Tomasz P. Terlikowski, Philosoph und Journalist
Jacek Tomczak, Parlamentarier
Prof. Piotr Tryjanowski, Biologe
Artur Zawisza, Parlamentarier
      
34 Lesermeinungen
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#34   Tridentinus   08:36:36 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@Sr. Andrea Maria
Dann hoffe ich erstens, Sie werden nicht als Kindergärtnerin auf „einen von diesen Kleinen“ losgelassen und ergänze zweitens, dass ähnlich, wie ein „Dr.“ nicht automatisch bildet, auch ein „Sr.“ nicht eo ipso den Charakter, persönlich ehrwürdig zu sein, verleiht, selbst, wenn es echt sein sollte. In letzterem Falle allerdings bedauere ich Ihre Mitschwestern oder können sich diese schon darüber freuen, dass Sie exklaustriert sind?
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#33   Brahmachari †   03:00:10 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Interessantes Thema, diese akademischen Titel, Schwester!
„Es gibt Akademiker mit zwei oder mehr Doktor-Titeln,
die trotzdem Trottel sind.“
(Alexander van der Bellen, „Die Grünen“)
1. Als ob Akademiker automatisch intelligent wären. Das zeigt lediglich das Selbstverständnis meines Landsmannes.
2. Tatsächlich muss ein Akademiker nicht mal gebildet sein. Und ich muss es als angehender ja wissen, hehe! Sind oft nur Fachidioten.
3. Man könnte ja auch sagen: „Es gibt auch Akademiker mit zwei oder drei Doktor-Titel, die keine Trottel sind!“
4. Wäre ich damals bei dieser Aussage dabei gewesen, dann hätte ich gefragt: „Gibt es auch Professoren, die Trottel sind, Herr Professor? Oder anders, gibt es Professoren, die keine Trottel sind?“
Der Herr ist nämlich solch einer! Ein Professor, meine ich!
Wenn man sich gewisse akademische Veröffentlichungen ansieht, da muss man sich fragen, inwiefern man mit diesen die Welt verbessern will? Will man nicht, man will nur Akademiker sein, was Besseres! Und wenn zwei Akademiker unterschiedlicher Meinungen sind, dann ist ja wohl einer zu viel! Wer hat denn jetzt recht, beide? Bezahlen sollen wir mit unseren Steuergeldern aber alle. Die dummen Arbeiter dürfen hackeln für die Gescheiten!
Mein Vorbild ist da Sokrates, obwohl der sicher nicht bloß auf das akademische Wissen anspielte!
PS: Wollte niemanden beleidigen! Nur ein Gedankenspiel! Und mein Leibarzt ist natürlich auch Akademiker und ich bin froh, dass es so ist!
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#32   Sr. Maria Andrea †   20:37:05 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Carlchen
Im Kindergarten werden alle KInder mit Vornamen angesprochen! Also Carlchen! Nun Spiel mal schön weiter! Schweine hüten wirst Du immer allein!
Und Carlchen: Besser eine halbe Bildung als gar keine Bildung! Merke Dir: Ein DR-Titel bildet nicht!
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#31   Tridentinus   14:25:13 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Heger
Dankesehr für das Kompliment. Vielleicht ist was dran :-) . Aber im Rahmen eines Forums kann man solche Gedankensplitter nicht weiterentwickeln. Wenn Sie Interesse hätten, könnten wir vielleicht eMails austauschen. Würde mich freuen.
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#30   Dr. Christoph Heger   14:17:46 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Tridentinus
Soweit ich als theologisch nicht Sattelfester verstehe, scheinen mir Ihre „Gedankensplitter“ alle sehr vernünftig.
MfG
Christoph Heger
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#29   Tridentinus   13:25:53 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Dr. Heger
Um festzustellen, was das II. Vaticanum verbindlich lehrt, braucht man nur die Nota explicativa praevia zu lesen, die allerdings etwas verklausuriert formuliert ist. Da steht, man wird sich an die gewohnte Sprachregelung halten. Für ein Dogma müsste da dann etwa stehen: „Definimus et declaramus…“ Steht aber nirgends. Die Abstufungen in den theologischen Qualifikationen und Zensuren haben sich natürlich entwickelt und immer mehr ausdifferenziert. Daher müszte man erwägen, ob Vaticanum II eventuell eine neue Kategorie lehramtlicher Äuszerung etabliert hat. Diese müszte dann in das bestehende Koordinatensystem eingetragen werden.
Was Religion sein soll und Religionsfreiheit genieszen soll, müszte natürlich erstmal begrifflich definiert sein, bevor es dogmatisch definiert werden könnte. Am ehesten wäre es zu entwickeln auf der Grundlage der Lehre von der Verbindlichkeit auch eines irrenden Gewissens. Aber der Fortschritt soll ja gerade sein, nicht einzelne Gläubige in den Blick zu bekommen, sondern Glaubensgemeinschaften. Vielleicht hilft eine Synthese mit der Lehre vom error communis weiter. Aber alles nur Gedankensplitter…
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#28   Dr. Christoph Heger   12:54:45 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Tridentinus: Religionsfreiheit
Die Äuszerungen der Kirche etwa über die Religionsfreiheit wurden erst sehr spät, beginnend etwa mit Gregor XVI., explizit.
Das wäre nicht überraschend, da die Idee der „Religionsfreiheit“ ebenfalls erst sehr spät, frühestens im 17. Jahrhundert aufgekommen ist.
Daher denke ich nicht, dasz die betreffenden Enzykliken dem Inhalt nach unfehlbar sein können, der Form nach sind Enzykliken das unstrittig nicht.
Da werden Sie wohl recht haben. Aber auch das Umgekehrte gilt: Es läßt sich für keine Zeit vorher zeigen, daß irgendein residierender Bischof die Lehre von der Religionsfreiheit – im Gegensatz zur traditionellen Toleranzlehre – vertreten hätte. Sie ist also sicher nicht Inhalt der apostolischen Tradition.
Daher kann auf etwa auf einem Konzil eine Ausreifung dieser Lehrvorlage stattfinden. Materiell mag das auf Vaticanum II geschehen sein, formal dogmatisch (noch) nicht.
Von „Ausreifung“ kann hier keine Rede sein – nicht zuletzt, weil nicht einmal eine Definition für das gegeben wird, was eine „Religion“ sein und das außerordentliche Privileg eines vorstaatlichen Freiheitsrechts haben soll.
Ansonsten Zustimmung. Überhaupt wäre wohl viel Dampf abgelassen, wenn man sich einmal darüber verständigen könnte, was das größte Konzil aller Zeiten eigentlich wirklich verbindlich lehrte und was nur zeitlich bedingte Theologenmeinung war.
MfG
Christoph Heger
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#27   Tridentinus   12:38:02 | Dienstag, 2. Januar 2007
Natürlich kann man auch vom Dogma des Glaubens
sprechen, in dem dann die einzelnen dogmatischen Aussagen zu einem lebendigen Gefüge vereint sind. Trotzdem musz man sich bei Dogmatisierungen auf klar umgrenzte Aussagen beziehen, eben weil mit ihrer Annahme die Gemeinschaft mit dem Glauben der Kirche steht und fällt.
Zu Ihren Beispielen vorhin: Die Äuszerungen der Kirche etwa über die Religionsfreiheit wurden erst sehr spät, beginnend etwa mit Gregor XVI., explizit. Daher denke ich nicht, dasz die betreffenden Enzykliken dem Inhalt nach unfehlbar sein können, der Form nach sind Enzykliken das unstrittig nicht. Daher kann auf etwa auf einem Konzil eine Ausreifung dieser Lehrvorlage stattfinden. Materiell mag das auf Vaticanum II geschehen sein, formal dogmatisch (noch) nicht. Auszerdem mag die Anwendung von gleichbleibenden Prinzipien situativ-kontexturell variieren, gerade um den Geltungsanspruch der Prinzipien zu garantieren mag dies unerläszlich sein. Papst Benedikt XVI. hat das gerade am Beispiel der Religionsfreiheit sehr differenziert verdeutlicht.
Im bin im Moment gezwungen, eine amerikanische Tastatur zu verwenden, richtig. Ich verweigere indes ss-Schreibung, weil ich mir von einer Tastatur nicht meine Orthographie durchkreuzen lassen. Erst recht nicht auf kreuz.net.
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#26   Artois †   12:27:24 | Dienstag, 2. Januar 2007
@HansUrs
Das können Sie als katholischer Akademiker doch unmöglich ernst meinen?
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#25   HansUrs   12:17:37 | Dienstag, 2. Januar 2007
Die Dogmatik als Lehre vom Glauben der Kirche …
besteht nicht aus einer Aneinanderreihung von „einzelnen genau gekennzeichnete Sätzen“. Diesen Glauben als Ganzen bekennen (und leben) Katholiken.
Mit ging es in meiner Stellungnahme darum, daß es keinen Widerspruch zwischen einer Aussage des Vat. II und einem Dogma geben kann, der dann vom Einzelnen in der Form einer Ablehnung des Konzils aufzulösen wäre.
P.S.: Sind Sie Mitglied einer Widerstandsgruppe gegen den „Eszett-Modernismus“ oder schreiben Sie schlicht mit einer amerikanischen Tastatur? ;-)
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#24   Agiafortuni   12:15:09 | Dienstag, 2. Januar 2007
Schwester Andrea Maria: halbegbildet und ohne Kinderstube
dass Sie eine Halbgebildete sind ist mir schon längst bekannt. Dass Sie aber darüber hinaus ohne Kinderstube sind, erstaunt mich bei einer Person, die vorgibt eine Ordensschwester zu sein. Wer gibt Ihnen das Recht mich als Karlchen anzusprechen. Weder haben wir in der Vergangenheit noch werden wir in Zukunft Schweine zusammen hüten. Also unterlassen Sie gefälligst diesen familiären Ton.
an alle V 2 Ideologen:als man Hegel eines Tages sagte, seine Erklärungen würden nicht mit den Tatsachen übereinstimmen, gab er lakonisch zur Antwort: Umso schlimmer für die Tatsachen. Genauso verfahren die V 2 Ideologen. Keiner geht auf von mir vorgebrachten Argumente ein, sondern glaubt seine Antwort einer Inspiration, die er zu haben glaubt, entnehmen zu können
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#23   Tridentinus   10:35:00 | Dienstag, 2. Januar 2007
HansUrs
Bestimmte Konstitutionen des II. Vaticanums heiszen „dogmatisch“, weil sie thematisch dogmatisch sind. Das schlieszt ein, dass sie definibles Material enthalten können – etwa die Sakramentalität der Bischofsweihe – formal dogmatische Definitionen gibt es aber nicht. Niemals wurden ganze Konstitutionen als Dogma betrachtet, immer nur einzelne genau gekennzeichnete Sätze. Diese Hermeneutik macht uns auch die Nota explicativa praevia zur Pflicht bei der dogmatischen Qualifikation der Aussagen des II. Vaticanums. Diese Noto ist überhaupt das Schlüsseldokument des II. Vaticanums.
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#22   HansUrs   10:19:57 | Dienstag, 2. Januar 2007
@adoro te devote
Ihr Verständnis des kirchlichen Lehramtes ist hochgradig defizitär und überaus unlogisch.
Das 2. Vatikanische Konzil hat auf die Formulierung von Glaubenssätzen in der Form von Ausschluss- und Bannsprüchen verzichtet. Das heißt aber keineswegs, dass seine Aussagen zu Glabenfragen nicht ganz selbstverständlich die Verbindlichkeit eines jeden ökumenischen Konzils hätten (was bitte ist eine „Dogmatische Konstitution“?). Solche Aussagen können daher auch nicht den Aussagen eines vorherigen Konzils „widersprechen“. Wenn ein Katholik diesen Eindruck hat, dann ist es seine Aufgabe, sich – wiederum unter Anleitung des kirchlichen Lehramtes – ein adäquates Verständnis in diesen Fragen zu erwerben.
Nehmen wir das Beispiel der Menschenrechte. Während die Päpste des 19. Jahrhunderts diesen Themenkomplex fast ausschließlich aals Ausdruck einer glaubensfeindlichen Geisteshaltung wahrgenommen haben (und wohl auch wahrnehmen konnten), haben Pius XII. und das 2. Vatikanische Konzil aufgrund des geänderten historischen Kontextes darin wieder christliches Eigengut entdecken können. Auf der Ebene einzelner Sätze gibt es dann einen scheinbaren Widerspruch, in der Sache besteht dieser aber eben nicht.
Sie versuchen, das (persönlich ja vielleicht verständliche) objektive Fehlverhalten von Erzbischof Marcel zu rechtfertigen, indem Sie die theologischen Kategorien vernebeln. Das ist kein guter Stil.
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#21   adoro te devote   09:41:24 | Dienstag, 2. Januar 2007
Also bitte meine Herren,
was soll dieses Gezeter. Allen, die wie ich auch die alte Liturgie wieder an ihren Platz gesetz sehen wollen, sei gesagt, wenn man mal die Emotionen weglässt, lässt sich erkennen, wie einfach man die Modernisten hier wiederlegen kann, mit purer Logik und meistens reicht schon der aktuelle KKK.
@Gotthard
Wenn du meinst, dass Tridentinum ablehenen zu müssen, dann kannst du das gerne tun, allerdings bist du dann Anathema, da das Tridentinum (im Gegensatz zu Vaticanum II) unfehlbar gelehrt hat. Das wird dir hoffentlich dein Verstand, ansonsten jeder lehramtsreue Theologe bestätigen. Im übrigen hatte die Entscheidung des Hl. Pius V keine politischen Hintergründe, sondern theologische. All die von dir aufgezählten Irrlehrer hatten den Glauben zumindest verwässert. Es war nur konsequent vom Papst, alle Riten die durch diese Lehren hätten geprägt sein können, zu untersagen. Hier lässt sich hinsichtlich der 60iger Jahre und dem NOM eine gewisse Parallele ziehen.
@an HansUrs
Wenn ein Katholik zu der Auffassung kommt, dass eine Lehre des (für sich selbst keine Unfehlbarkeit beanspruchenden) Vaticanum II im Widerspruch zur überlieferten Lehre der Kirche steht, was sollte er dann tun? Natürlich sich in diesem Punkt an die überlieferte Lehre halten, weil diese zweifelsfrei ist. Konstruktive Kritik am Konzil ist mittlerweile im übrigen wieder erlaubt. Das Institut vom guten Hirten hat dies in seinen Statuten stehen und wurde vom Vatikan so genehmigt. O:)
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#20   r.ruhrgebietler   08:50:59 | Dienstag, 2. Januar 2007
Was hilft es wenn
Intellektuelle fordern, das Volk es (mangels Gespühr oder sonstwas) nicht versteht und die eigenen Bischöfe den traditionellen Ritus NICHT WOLLEN???
Die Bischöfe sind zu großen Teilen das Übel!
Nehmen wir z.B. Algermissen, die gesamte Bande des Schreckens um Bischof Lehmann…
Armes Deutschland – Sankt Michael hilf uns gg. diese Ignoranten Stand zu halten, gg. diese Mietlinge, die der Herr Jesus Christus niemals berufen hat!
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#19   Christian Hüller   01:14:09 | Dienstag, 2. Januar 2007
@ Romulus
Danke für den Hinweis auf dieses scheinbar recht interessante Forum.
Mal sehen was sich machen lässt. :-S
Hier auf kreuz.net dreht sich leider vieles nur im Kreis.
Vieles ähnelt hier einer STÄNDIGEN Selbstbeweihräucherung mit klar abgestecktem Gegnerkreis und unverrückbar festen Positionen.
Besonders nervig ist dieses blöde Sedisvakantismusgequatsche.
Der Stuhl Petri ist besetzt.
Der Vatikan ist ein weltweit anerkannter Staat, und der jetzige Papst ist das Oberhaupt dieses Staates.
Völkerrechtlich ist die Sache also klar.
Also warum dieses Gequatsche?
Es ist gewisser Weise erschreckend, wie viel Energie auf die ständige Infragestellung dieses Sachverhaltes verwendet wird.
Der NOM ist auch nicht völlig daneben, aber er is eben auch nicht das Gelbe vom Ei.
In der heutigen Zeit bedarf es einer Revitalisierung der liturgischen Tradition.
Das hat der jetzige Papst auch einmal so gesehen.
Aber in den Höhen der Macht ist der Gegenwind wohl nicht zu unterschätzen.
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#18   HansUrs   23:42:10 | Montag, 1. Januar 2007
@GvG: Wissen Sie eigentlich was Sie das reden?
„Rückkehr der Kirche zur Tradition“ – die Kirche ist die Tradition, es gibt das eine nicht ohne das andere. Das ist alles nicht tot in ein paar Sätzen abgespeichert – Christus lebt in seiner Kirche!
Clemens August Graf von Galen hat sich dem glaubenszersetzenden totalitären Regime des NS widersetzt, nicht einem offensichtlich rechtmäßigen Konzil.
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#17   Graf von Galen   23:15:25 | Montag, 1. Januar 2007
Wider VII, @ HansUrs
Es stimmt, daß sich die polnischen Intellektuellen
im Gegensatz zu mir nicht explizit gegen VII
und den NOM aussprechen. Die „Widerzulassung“
der alten Messe wird jedoch gem. lex orandi =
lex credendi die Rückkehr der kath. Kirche zur
Tradition und damit die Überwindung von VII
begünstigen. Die Modernisten haben dies durchaus
begriffen und deshalb wird die Freigabe der alten Messe
von diesen auch so bekämpft.
Daß sich der selige Kardinal Graf von Galen dem
glaubensersetzenden VII- Konzil nicht widersetzt hätte,
bezweifle ich.
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#16   HansUrs   22:58:48 | Montag, 1. Januar 2007
@„Graf von Galen“
Der selige Bischof von Münster, dessen Namen Sie hier unerträglicherweise benutzen, hätte Leuten, die einem rechtmäßigen Konzil den Gehorsam verweigern, wahrscheinlich kräftig in den Hintern getreten.
Sie sind auf mein Argument übrigens nicht eingegangen: die polnischen Intellektuellen haben nicht die Rechtmäßigkeit des 2. Vat. Konzils widersprochen und auch nicht die Rechtmäßigkeit des NOM bestritten, sondern den Hl. Vater um eine großzügige Handhabung der Zulassung der Messe Johannes XXIII. gebeten.
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#15   Romulus   22:53:47 | Montag, 1. Januar 2007
Abwechslung
Alle, die mal ne Abwechslung zum Diskussionsthema brauchen, sei diese Seite empfohlen:
politicallyincorrect.de/
Auch dort besteht die Möglichkeit zum Posten. Und manche Diskussionen laufen da sehr hitzig ab. !:)
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#14   Graf von Galen   22:48:51 | Montag, 1. Januar 2007
Wider VII, @ Gotthard
Wieso glauben Sie das nicht ?
Sind Sie nicht katholisch ?
Wissen Sie nicht, daß die Wahrheit in den Dogmen
der Kirche unfehlbar beschrieben ist ?
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#13   Sr. Maria Andrea †   22:46:12 | Montag, 1. Januar 2007
Gräflein
Wer nur etwas denken kann, der weiss jetzt schwarz auf weiss, dass dieser Typ Graf einen Knall hat, einen Sprung in der Schüssel!
Wie dumm muss ein Mensche sein, wenn er solch einen Nonsens schreibt!
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#12   Gotthard   22:45:41 | Montag, 1. Januar 2007
hi Herr Graf
Kennt der Hl. Geist deine Anforderungen auch? Ich hoffe es für dich … glaube es aber nicht.
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#11   Graf von Galen   22:41:03 | Montag, 1. Januar 2007
Wider VII, @ Gotthard
Es ist doch völlig irrelevant, was der Mann auf der
Straße oder der Modernistenpfarrer von nebenan will.
Es ist entscheidend was Gott will.
Da der Hl. Geist die Wahrheit und somit den katholischen
Glauben lehrt, kann er den protestantisierten NOM nicht
wollen. Die katholische Kirche wird deshalb zur alten
Messe zurückkehren, ob Ihnen dies nun paßt oder auch
nicht.
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#10   Katholisch   22:39:27 | Montag, 1. Januar 2007
OHNE Worte
Habe ich da richtig gelesen? Frevler Montini?
Was denkt sich der Schriebeer eigentlcih dabei einen Papst, Paul VI. als Frevler zu bezeichnen. Ich bitte den Verfasser dieser Worte diesen Caht, der sich den Anschein des katholischen gibt, sofort zu verlassen und irgendeienn schismatische Ecke aufzusuchen, denn er ist DEFINITIV nicht mehr Mitglied der einen heiliegen katholischen Kirche!
Hochachtungsvoll
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#9   Sr. Maria Andrea †   22:37:54 | Montag, 1. Januar 2007
Carlchen
Es ist eine Frechheit, dass Carlchen hier Seine Heiligkeit, Papst PAUL VI einen Frevler nennt! Wem gibt diesem Carlchen das Recht, ein solches Urteil auszusprechen, WER?
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#8   Gotthard   22:31:25 | Montag, 1. Januar 2007
@Graf von Galen
in welcher Welt lebst Du eigentlich?
Gehe doch bitte mal in Deine örtliche Pfarrgemeinde und frage dort nach der „alten Messe“
und gehe bitte mal in Deine örtliche Fussgängerzone und frage alle Passanten: „Sorry, sind Sie katholisch?“ … „Ja“ … „waren Sie am Sonntag in der Messe?“ … „Nein“ … „Wären Sie gegangen, wenn die Messe im alten Ritus zelebriert worden wäre?“ …
ich erwarte Deine Antwort auf diese Frage…
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#7   Agiafortuni   22:29:05 | Montag, 1. Januar 2007
ein gut vorbereiteter Staatsstreich
V 2 war keineswegs ein bedauernswerter Betriebsunfall, sondern ein gut vorbereiteter Staatsstreich. Vielleicht sollten die NOM Ideologen einmal die Vorgeschichte studieren und sich mit Zeitschriften wie Irenikon eigehend auseinandersetzen. Hat jemand den Hirtenbrief des Frevlers Montini über das Thema Liturgie gelesen. Wenn nicht, kann er ihn bei mir beziehen vorausgesetzt er beherrscht die italienische Sprache
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#6   Graf von Galen   22:20:45 | Montag, 1. Januar 2007
Wider VII, @ HansUrs
Glauben Sie ernsthaft, daß es ohne VII zum NOM
gekommen wäre ?
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#5   Gotthard   22:19:35 | Montag, 1. Januar 2007
Trient
kann mir eigentlich mal jemand beschreiben, was das Tridentinum alles an Liturgie verboten hat?
ALLES was jünger als 200 Jahre war (tolle Archäologie), wurde verboten … was fiel alles darunter?
200 Jahre sind ja keine theologische Kategorie … ich denke, es war eine politische: Luther und Calvin und Zwingli und JAN HUS (Kelchkommunion für die Laien) und und und und …
Trient war eine (kirchen)politische Entscheidung – und weniger eine theologische…
und sie war im Blick auf die beginnende Missionierung eine katastropühale Entscheidung… ich erinnere nur an den Ritenstreit zwischen Jesuiten und Franziskanern, dessen Entscheidung durch Rom bis heute dazu geführt hat, dass christlicher Glaube in China eine verschwindende Größe ist.
Zu dieser Entscheidung kann man nur sagen: an den Früchten wird sie beurteilt werden … und die Früchte sind absolut unerheblich …weil nicht vorhanden.
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#4   adoro te devote   22:08:05 | Montag, 1. Januar 2007
@HansUrs
Naja, in der Liturgiekonstitution wurde immerhin die Grundlage für die Veränderung der Messe gelegt. Es ist halt fraglich, ob das Konzil wirklich eine neue Messe wollte, neben der die alte Messe vollumfänglich weiter bestehen sollte.
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#3   HansUrs   21:25:12 | Montag, 1. Januar 2007
Wider Wortverdreher und sonstige Schwindler
Das Manifest der polnischen Intellektuellen spricht sich für eine großzügige Koexistenz des Alten neben dem Neuen Ritus aus. Mit „Wider VII“ hat das nicht das geringste zu tun – ganz im Gegenteil.
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#2   Graf von Galen   21:21:17 | Montag, 1. Januar 2007
Wider VII
Herzlichen Dank an die Unterzeichner für Ihren Einsatz
für die alte Messe.
Redaktion benachrichtigen
#1   Athanasius   17:34:03 | Montag, 1. Januar 2007
Sicher
Ja, Dr. Otterbeck, und wie 1971 Prof. Jacques Maritain, kurz vor dem Tode, Paul VI. in einem Manifest mit vielen anderen franz. Intellektuellen appellierte die überlieferte hl. Messe freizugeben, so tun es auch heute Polnische Christdemokraten, neben Polnischen Familienpolitikern.
Was immer Sie, Dr. Otterbeck, auch behaupten.
Magna est veritas, et praevalet.
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