Vatikan. Papst Benedikt XVI. forderte gestern beim Angelusgebet eine Beachtung
der Menschenwürde als Fundament der Menschenrechte: „Heute sprechen wir viel von Menschenrechten, aber
oft wird vergessen, daß die Menschenrechte ein stabiles Fundament brauchen.“ Dieses sei weder relativ
noch diskutierbar. Es könne nur die Menschenwürde sein. „Der Respekt für diese Würde beginnt bei der
Anerkennung und beim Schutz des Menschenrechts auf Leben und auf freies Bekenntnis zu seiner Religion.“
Das katholische Regensburg leuchtet
Deutschland. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller sprach
seiner Silvester-Predigt auch über Bischofskritiker Fritz Wallner: „Das katholische Regensburg leuchtet.
Die Störmanöver von bekannter Seite waren wieder einmal nur ein Flop.“ Von einer tragfähigen Antwort
auf Fragen nach Gerechtigkeit, Frieden, Leiden und Tod sei „dieses spießige Neuheidentum weiter entfernt
denn je“. Statt sich von notorischen Unruhestiftern in endlose Streitereien verwickeln zu lassen, sollten
sich die Priester darauf konzentrieren, Christus zu verkünden.
Hausgemachtes Problem
Deutschland. Die
Erneuerung der Kirche sei ohne ein Mehr an Glaubenswissen nicht denkbar. Das betonte der Bamberger Erzbischof
Ludwig Schick in einer Ansprache am Silvestertag. Immer weniger Deutsche wüßten, was an Weihnachten,
Ostern oder Pfingsten gefeiert wird: „Wir leiden eklatant an einem Mangel an religiösem Wissen.“
Togo
tötet
Togo. Der westafrikanische Staat Togo hat Ende Dezember die Kinderabtreibung unter bestimmten
Bedingungen legalisiert. Ungeborene Menschen wurden in zwei Fällen um ihr Lebensrecht gebracht: wenn
sie bei einer Vergewaltigung gezeugt werden oder wenn ihre Eltern Geschwister sind. Das berichtete die
Nachrichtenagentur ‘Reuter’ am Donnerstag.
Biographie in Bildern
Argentinien. Am 23. Dezember weihte
der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bischof Bernard Fellay, in Argentinien vier Priester
und einen Diakon. Das argentinische Priesterseminar der Bruderschaft steht unter der Leitung von Bischof
Richard Williamson. Zu dem Anlaß führten Schüler einer Grundschule der Bruderschaft ein Theaterstück
über das Leben des Gründers Erzbischof Marcel Lefebvre auf.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#16 Pater Lingen 23:45:45 | Dienstag, 2. Januar 2007
Sedi-Geplänkel Der „Benedikt“, der bis heute noch nichts der KzM-Predigt entgegnen konnte, fragt, warum
Athanasius kein Sedi war. Nun, ganz einfach deshalb, weil Liberius bekanntlich kein Häretiker war: www.newadvent.org/cathen/09217a.htm
Aber zur Ehrenrettung Bennis ist zuzugeben, dass die V2ler sich eben nur mit ihren notorischen Lügen
„legitimieren“ können.
@ Stöhr Der Autor Dörmann war Prof. im V2-Bereich. Warum er die Konsequenzen nicht gezogen hat (vielleicht
mittlerweile), weiß er selbst. Vielleicht weil Ihre „Konsequenz“ falsch ist? Warum ist der Hl. Athanasius
eigentlich nicht Sedisvakantist geworden?
@HansUrs: Ich empfehle Ihnen folgendes Buch: „Der theologische Weg Johannes Pauls II. zum Weltgebetstag
der Religionen in Assisi“ – dort werden Sie erkennen, dass die V2 – u. Wojtila-Religion eine völlig andere
ist, als die katholische. Der Autor Dörmann war Prof. im V2-Bereich. Warum er die Konsequenzen nicht
gezogen hat (vielleicht mittlerweile), weiß er selbst.
Zitat, Josefus: „aber sonst unterscheiden sich seine Reden und Gesten- entgegen der Erwartungshaltung
vieler treuer Katholiken – in der Zielsetzung leider so gut wie gar nicht von denen Johannes Pauls II.
Ob es nur daran liegt, dass er es nicht waagt, sich von der Linie des zuletzt so gefeierten Joh. Pauls.
II. abzusetzen?“ Lieber Josefus, kennen Sie die „Einführung in das Christentum“ von Ratzinger ? In diesem
Buch leugnet JR sämtliche Dogmen. Die von manchen als „Konservativ“ gelobte Erklärung Dominus Iesus
ist alles andere als konservativ im Sinne des Glaubens der Kirche; sie ist häretisch und folgt im Kern
der Allerlösungslehre Wojtilas.
Ich frag lieber noch mal nach In Assisi wurde das noch um Potenzen überboten. Wiederum wurde gemurmelt
Ist mit „das“ hier etwa die Auslieferung Jesu an das Kreuz gemeint?
Pontius Pilatus Tridentinius schrieb: Auf der Zugfahrt nach Assisi wurde Kardinal Ratzinger gefragt, wie
zu den dortigen Gebetstreffen stehe. Antwort: „Sie sehen ja, ich fahre mit. Aber ich sitze gegen die Fahrtrichtung.“
Den Satz kannte ich noch nicht, er vervollständigt aber das Bild vom zwiedenkerischen Liberalismus des
Würdenträgers auf ausgezeichnete Weise. Ein anderer großer Liberaler sagte einst: „Ich wasche meine
Hände in Unschuld“ … und übergab Jesus Christus, überzeugt von dessen Unschuld, seinen Henkern. In
Assisi wurde das noch um Potenzen überboten. Wiederum wurde gemurmelt: ich wasche meine Hände in Unschuld…
Wie gleich der Mensch sich doch seit der Erbsünde ist. St. Pius X., bitte für uns.
An Tridentinus Leider hat man bei der bisherigen Amtseinführung den hoffentlich falschen Eindruck (siehe
Meditation in der Blauen Moschee) nicht erwehren, dass Papst Benedikt in Sachen Ökumene der Religionen
die Sache seines Vorgängers unverdrossen fortsetzt, interkonfessionell ein kleines Schwergewicht auf
die Beziehungen zu den Ostkirchen setzt, aber sonst unterscheiden sich seine Reden und Gesten- entgegen
der Erwartungshaltung vieler treuer Katholiken – in der Zielsetzung leider so gut wie gar nicht von denen
Johannes Pauls II. Ob es nur daran liegt, dass er es nicht waagt, sich von der Linie des zuletzt so gefeierten
Joh. Pauls. II. abzusetzen? Ausnahme vielleicht: seine Rede in Regensburg. Aber seine Rückzieher waren
so peinlich (z. B. Berufung auf Konzilsdokument Nostra aetate:„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch
die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen,
den Schöpfer Himmels und der Erde5, der zu den Menschen gesprochen hat.“, das bedeutet die Gleichsetzung
von Allah mit dem dreieinigen Gott), dass er die Rede vielleicht besser nie gehalten hätte. Beten wir
für Papst Benedikt, dass der heilige Geist ihn auch in diesem sehr wichtigen Punkte, der das fundamentale
1. Gebot betrifft, in seinem schweren Amte den nötigen Mut zum Erkennen und Bekennen der Wahrheit schenken
möge.
#8 Tridentinus 15:46:12 | Dienstag, 2. Januar 2007
Auf der Zugfahrt nach Assisi wurde Kardinal Ratzinger gefragt, wie zu den dortigen Gebetstreffen stehe.
Antwort: „Sie sehen ja, ich fahre mit. Aber ich sitze gegen die Fahrtrichtung.“
@sirilo Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis ist keine Fürstin, genausowenig wie die Witwe eines Professors
Professorin ist. Wobei dieser Vergleich hinkt, denn der verstorbene Herr Thurn und Taxis war ja auch kein
Fürst. Fürsten gibt es, auch wenn sich das noch nicht überall herumgesprochen hat, seit 1918 in Deutschland
keine mehr.
#5 Brahmachari † 12:29:44 | Dienstag, 2. Januar 2007
Über den Zirkelschluss lass’ ich mir noch belehren, aber: Die Menschenrechte sind Ausfluß der Menschenwürde.
Der Respekt vor der Menschenwürde zeigt sich im Schutz dieser Menschenrechte. Das ist kein Zirkelschluss.
Ja, für alle, die gerne politisieren und philosophieren! (Kein Vorwurf) Für andere sind sie zum Glück
dasselbe. Aber Religion hat ja heute mehr mit Politik zu tun. Warum bedeutet die Anerkennung der Freiheit
des religiösen Bekenntnisses automatisch die Aufgabe der Mission? Funktioniert Mission nur, wenn die
Ausübung anderer Religionen unterdrückt wird? Kommt das nicht auf die Art der Missionierung an? Wenn
man nur „wirbt“, „aufklärt“ haben Sie natürlich recht! Alles was darüber hinaus geht und beeinflussend
wirkt, also angstmachend, „mahnend“, vorwurfsvoll ist, dass lässt keine Freiheit zu. Und manche haben
ja wirklich Angst vor der Hölle. Wissen Sie wie viele Menschen es gibt, die fast Panik haben? Ja, die
Kirche kann für einfache Menschen angsteinflößend sein. Es können nicht alle „Logiker und so selbstbewusst
und authentisch sein“ wie die kreuz.net-Leser. Für viele ist die Kirche eine echte Autorität, auch wenn
sie im Grunde keine ist. Für viele Menschen reicht es schon, dass etwas in einem Buch geschrieben steht,
um es zu glauben! Und wird man nicht auch in Deutschland, zumindest ist es in Österreich so, automatisch
in den Religionsunterricht geschickt? Beeinflusst das nicht? Wo bleibt der Zugang zu anderen Religionen?
Heutzutage versuchen dich viele zu manipulieren; nicht leicht da noch selbst zu entscheiden!
@Bramachari: Wob beißt sich hier die Katze in den Schwanz? Die Menschenrechte sind Ausfluß der Menschenwürde.
Der Respekt vor der Menschenwürde zeigt sich im Schutz dieser Menschenrechte. Das ist kein Zirkelschluss.
Warum bedeutet die Anerkennung der Freiheit des religiösen Bekenntnisses automatisch die Aufgabe der
Mission? Funktioniert Mission nur, wenn die Ausübung anderer Religionen unterdrückt wird?
Fußnote Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis ist keine Fürstin, genausowenig wie die Witwe eines Professors
Professorin ist. (Es sagt viel über das Selbstverständnis dieser Frau, daß sie sich mit einem Titel
schmückt, der ihr nicht zusteht.)
Gott segne Fürstin Gloria von Thurn und Taxis Zum Artikel „Regensburg leuchtet“ Eine wundervolle Lady,
die ich glühend verehre. :(3 :(3 :(3 Ihre Rede über den „Zwergerlaufstand“ gehörte für mich zu den
absoluten Highlights des Jahres 2006 in der katholischen Welt. Wie gerne hätte ich die Fürstin gesehen,
als ich im September anlässlich des Besuchs des Hl. Vaters mit meinem ganzen Clan in Bayern war.
#1 Brahmachari † 08:24:21 | Dienstag, 2. Januar 2007
Jetzt, aufeinmal darf man selbst entscheiden? ‘„Der Respekt für diese Würde beginnt bei der Anerkennung
und beim Schutz des Menschenrechts auf Leben und auf freies Bekenntnis zu seiner Religion.“’ Also wird
die Kirche ihre Missionierungsversuche in Zukunft unterlassen? Ich bin zwar kein Theologe, wahrscheinlich
noch nicht ‘mal ein guter Christ, aber langsam beginne ich den Begriff „Sedisvakanz“ zu verstehen. Ich
weiß jetzt schon, wer bei dem Artikel wieder an die Decke springen wird! „Menschenwürde als Fundament
der Menschenrechte“ „Respekt für diese Würde beginnt bei der Anerkennung und beim Schutz des Menschenrechts“
Menschenrechte = Menschenwürde = Menschenrechte Ja, so oder so ähnlich, muss es sein: Katze beisst sich
selbst in den Schwanz Was könnten die gemeinsam haben?: Psychologe, Anwalt, Theologe, Philosoph, Politiker,
Astrologe, Homöopathin, Sexualtherapeutin und Märchentante.