10:57:50 | Dienstag, 2. Januar 2007
In der Fastenzeit 2005 wurde der Pfarrer einer katholischen Gemeinde in der britischen Hauptstadt London mit Schimpf und Schande aus seinem Pfarrhaus verwiesen.

Hw. Dominic McKenna umgeben von Pfarreimitgliedern
(kreuz.net) Danach lebte Pfarrer Dominic McKenna (54) zwei Jahre lang nach eigenen Angaben als „Unperson“.
Das berichtete die englische Tageszeitung ‘Camden New Journal’ am 29. Dezember.
Während der Fastenzeit
2005 wurde der Priester beschuldigt, vor dreißig Jahre ein minderjähriges Kind geschändet zu haben.
In dieser Zeit war Pfarrer McKenna noch nicht Priester, sondern er arbeitete als Lehrer.
Nach Bekanntwerden
der Anklage wurde der Geistliche vom Erzbischof von Westminster, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, sofort
suspendiert.
Er mußte seine Pfarrei von einem Augenblick auf den anderen verlassen.
Bis zu diesem Zeitpunkt
hatte er als Pfarrer von Camden im Nordteil von London gewirkt. Die Gemeinde gehört zur Diözese Westminster.
Später hörten die Gläubigen, daß ihr Pfarrer des Mißbrauchs von Kindern angeklagt sei. Für den
Priester war nichts mehr wie vorher:
„Als ich die Pfarrei verlassen mußte, erwartete ich jeden Augenblick
einen Anruf der Polizei. Der Anruf kam sechs Monate später.“
Beim Haareschneiden wußte Hw. McKenna
nicht, wie er seinem Friseur erklären sollte, warum er nicht arbeitete.
Tageszeitungen berichteten,
daß er an einem geheimen Ort in einer verlassenen Gegend Irlands untergetaucht sei.
Er habe sich wie
ein „Geheimagent“ gefühlt. In Wirklichkeit wohnte der Priester zwanzig Kilometer außerhalb seiner ehemaligen
Pfarrei.
Die Wende kam im vergangenen August. Die Anklage gegen den Priester wurde wegen Mangel an Beweisen
fallengelassen.
Doch die Erzdiözese gab sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Es folgte eine kircheninterne
Untersuchung, welche die Verdachtsmomente ebenfalls nicht erhärten konnte.
Der Priester mußte sich
auch einer „Risikoprüfung“ des diözesanen ‘Büros für den Schutz von Kindern und verletzbaren Erwachsenen’
unterziehen.
Am Weihnachtsabend kehrte Hw. McKenna anläßlich des Weihnachtsgottesdienstes um 22.00
Uhr endlich in seine Pfarrkirche zurück.
Der Erzbischof von Westminster stattete der Pfarrei einen Überraschungsbesuch
ab und zelebrierte die Weihnachtsmesse.
Als der rehabilitierte Priester in die Kirche einzog, wurde das
Eingangslied von Applaus unterbrochen.
Der Kardinal begrüßte den zurückgekehrten Pfarrer. Er habe
aus der Gemeinde Stapel von Petitionen erhalten, die ihn gebeten hätten, Hw. McKenna wieder in seine
Pfarrei zurückkehren zu lassen.
Hw. McKenna teilte den Gläubigen während der Messe mit, daß er sich
nach der Ungewißheit der vergangenen Jahre jetzt drei Monate erholen werde.
Er wolle in dieser Zeit
versuchen, sich wieder einen normalen Schlaf anzueignen. Auch müsse er abnehmen: „Inzwischen gibt es
mehr von mir, als bei meinem Weggang vor zwei Jahren.“
Hw. McKenna wird auch in seine irische Heimat
und nach Australien reisen, um dort Verwandte und Freunde zu besuchen.
Für das Fest des Heiligen Patrick
möchte er seine Pfarreiarbeit wieder aufnehmen.
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#5
Hoffnung 23:00:04 | Dienstag, 2. Januar 2007
#4
Rodolfo Panetta 21:05:44 | Dienstag, 2. Januar 2007
#3
timpressum † 13:20:41 | Dienstag, 2. Januar 2007
#2
ottaviani 12:13:58 | Dienstag, 2. Januar 2007
#1
Athanasius 11:51:10 | Dienstag, 2. Januar 2007