Die Eröffnung einer neuen Moschee hätte eine nette Grußbotschaft ausgelöst – aber die Eröffnung einer katholischen Kapelle? Von Dr. med. Gabriele Maria Marx.
Der deutsche Distriktsobere Pater Franz Schmidberger weiht am Dritten Adventssonntag die Kapelle St. Josef in Viernheim ein.
(kreuz.net) Am dritten Adventssonntag eröffnete die Priesterbruderschaft St. Pius X. in Viernheim bei
Mannheim eine neue Kapelle.
Gleichzeitig verlasen die katholischen Gemeinden des Ortes einen Brief des
Mainzer Generalvikars. Darin wurden die Gläubigen gebeten, die Piusbruderschaft nicht durch Teilnahme
an deren Gottesdiensten zu unterstützen.
Nur so blieben sie innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft in
Einheit mit dem Papst und den Bischöfen.
Mit Erstaunen hört man von einer Warnung aus dem Ordinariat
Mainz.
Da muß ordentlich was dahinter stecken, hinter diesen Piusbrüdern, wenn der Generalvikar im
Auftrag des Bischofs Karl Kardinal Lehmann so rasch und vehement reagiert.
Kann doch sonst in katholischen
Gotteshäusern gern jeder jedes Event veranstalten, ohne daß Mainz irgendwie etwas verlauten ließe.
Wer sind diese Brüder, auf deren freundliche Briefe und zugesandtes Informationsmaterial der Viernheimer
Pfarrer Ronald Givens zum Beispiel mit keiner Silbe antwortet?
Die Eröffnung einer neuen Moschee hätte
nette Grußbotschaften ausgelöst – aber die Eröffnung einer katholischen Kapelle?
Der Brief des Generalvikars
erklärt, daß der Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre, 1988 vier
seiner Priester gegen den Willen des Papstes unerlaubt aber gültig zu Bischöfen geweiht hat.
Daher
seien er und diese vier Bischöfe der Strafe der Exkommunikation, das heißt, des Ausschlusses aus der
vollen Gemeinschaft der Kirche verfallen. Dieser Ungehorsam stelle einen schismatischen Akt dar.
Kirchenrechtlich
kann nachgewiesen werden, daß die Strafe der Exkommunikation unrechtmäßig war, da die Handlung des
Erzbischofs aus einer Notlage heraus erfolgte.
Daher sprach Papst Benedikt XVI. bei einer Audienz, die
er Bischof Bernard Fellay – dem Generaloberen der Bruderschaft – gewährte, von Erzbischof Lefebvre als
von „einem großen Mann der Gesamtkirche“.
Mons. Camille Perl, der Sekretär der Kommission ‘Ecclesia
Dei’ erklärte ebenfalls: „Niemand leugnet, daß die Priesterbruderschaft St. Pius X. katholisch ist.“
Auf Anfrage von Gläubigen antwortet er, daß man bei einem Meßbesuch bei der Priesterbruderschaft seine
Sonntagspflicht erfüllt, dabei kommunizieren und sogar einen Obolus zur Kollekte geben darf.
Die Gefolgsleute
von Erzbischof Lefebvre seien weder Schismatiker noch Häretiker. Sie stünden nicht außerhalb der Kirche.
Verschiedene Kirchenrechtler kommen zur gleichen Ansicht.
Das heißt, daß die Exkommunikation und das
Schisma in Rom kein Thema sind. Es gibt eher das Bemühen, eine Lösung zu finden.
Jeder Theologe weiß,
daß ein Schisma nur bestehen kann, wenn die päpstliche Autorität grundsätzlich abgelehnt wird. Das
tut die Piusbruderschaft nicht.
Erzbischof Lefebvre hat bei den oben genannten Bischofsweihen betont,
es gehe ihm nicht um die Schaffung einer Parallelkirche oder neuen Jurisdiktion. Es gehe ihm auch nicht
darum, sich von der Kirche zu lösen, sondern seine Bruderschaft überleben zu lassen.
Das wissen der
Papst und die Bischöfe.
Warum also schießen die Bischöfe so scharf, wenn es gegen die Piusbruderschaft
geht. Haben sie ein Problem mit ihr?
Warum ist man dann päpstlicher als der Papst und römischer als
Rom.
Die Bruderschaft ist ein Dorn im Auge, ein Stachel im Fleisch, ein Hühnerauge, das beim Gang Richtung
Anpassung an die Welt schmerzt.
Doch das „neue Pfingsten“, das nach dem Konzil aufgebrochen sein soll,
besteht in leeren Kirchen.
Wie viele Gläubige, die sich der Bruderschaft angeschlossen haben, waren
anfangs auch verunsichert, bis sie sagten:
„Es reicht. Wir halten diese Neuerungen und liturgischen Experimente
nicht mehr aus. Warum sind nicht die exkommuniziert, die Faschingsmessen, Biermessen, Motorradmessen und
anderen Unsinn anbieten, sondern die, die das tun, was die Kirche immer tat?“
Für eine nette Gemeinschaft
braucht es keine Kirche oder Liturgie. Dazu reichen die Vereine und Stammtische.
Die wesentliche Aufgabe
der Liturgie ist die Verherrlichung Gottes – nicht banales Händeschütteln.
Will man die Bruderschaft
nicht das Experiment der Tradition machen lassen, weil man Angst hat, daß es gelingen könnte?
Mit allen
geht man pluralistisch um. Mit allen redet man. Die eigenen Brüder erhalten nicht einmal eine persönliche
Antwort. Das ist schlicht unhöflich.
Man hat für andere Religionen mehr Wohlwollen als für die eigenen
Wurzeln.
Das Problem liegt bei den Bischöfen: „Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“ –
sagte Kardinal Franjo Seper († 1981) – der Vorgänger von Kardinal Joseph Ratzinger in der Glaubenskongregation.
Die Bischöfe sind keine Hirten mehr. Es trifft auf sie eher das harte Wort Jesu von den Mietlingen zu,
welche die Herde den Wölfen überlassen.
Mit jedem Wolf im Schafspelz sind sie brüderlich. Dagegen
warnen sie vor denen, welche die katholische Tradition bewahren.
Man wirft den Piusbrüdern Ungehorsam
vor – ihnen, die in jeder Heiligen Messe für den Papst beten und beim Nennen seines Namens ihr Haupt
neigen.
Machen das auch moderne Priester?
Hören wir ein Wort von Pater Niklaus Pfluger – dem ersten
Assistenten des Generaloberen der Priesterbruderschaft:
„Daß wir an der wahren Tradition festhalten
wollen, ist nicht ein schismatischer Akt, sondern Ausdruck der Liebe zur heiligen katholischen Kirche.
Wir haben nun die Aufgabe, in einer Zeit, wo wir selbst von der Kirche verfolgt werden – das ist der
größte Schmerz, das ist unsere Wunde, daß wir in der Kirche an der Kirche leiden – den Glauben zu erhalten,
zu predigen, die Sakramente zu spenden.
Wir haben die herrliche Aufgabe, in einer bösen Zeit die christliche
Institution wieder aufzubauen, die katholische Familie, die christliche Schule, die christliche Gemeinschaft.“
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75 Lesermeinungen
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#75 Agiafortuni 21:12:48 | Dienstag, 9. Januar 2007
Sirillo: nicht Glaubenswächter aber den Glauben lasse ich mir nicht nehmen meinen Glauben verdanke ich
der Kirche und den lass ich mir von den V 2 Frevlern nicht nehmen, selbst wenn man mich damit einzuschüchtern
versucht, ich sei nicht katholisch. So lange ich nämlich in Übereinstimmung mit der Tradition bis zu
V 2 stehe, lasse ich mir die Bezeichnung katholisch nicht absprechen.
#73 Agiafortuni 13:19:22 | Dienstag, 9. Januar 2007
Sirillo nicht den Papst sondern die Vorsteher der Konzilssekte sind Frevler. Damit ist auch gesagt, dass
es sich keineswegs – wie man vermuten könnte – um Sittenstrolche handelt. Vielmehr haben wir es mit Gutmenschen
zu tun, die in ihren Wahnvorstellungen so weit gehen, dass sie sämtliche von ihren Vorgängern auf gestellten
Regeln missachten. Mit den Päpsten einschliesslich Pius XII hat die FSSPX keine Probleme.
Kein Schisma! Immer wieder wird der Priesterbruderschaft vorgeworfen, sie sei im Schisma. Der Grund: Eine
Bischofsweihe, wie Erzbischof Lefebvre sie im Jahr 1988 vorgenommen hat, bedarf eines päpstlichen Mandates,
welches damals nicht vorlag. Dass Erzbischof Lefebvre aber mit dieser Tat nicht im Mindesten eine Trennung
wollte, sondern einzig und allein die Tradition der Kirche bewahren, anerkennen schon seit langem Kirchenrechtler
und Bischöfe. Die jüngste Nichtigkeitserklärung des Schismas ist aber von noch größerer Wichtigkeit
als die vorausgegangenen, da sie aus dem Mund des Präfekten der Kleruskongregation und Präsident der
Kommission »Ecclesia Dei« stammt, Kardinal Castrillón Hoyos. Am 13. November 2005 sprach er mit dem
italienischen Fernsehsender ‘Canale 5’ über die Alte Messe. Auf Italienisch sagte der Kardinal: »Non
siamo di fronte ad una eresia. Non si può dire in termini corretti, esatti, precisi che ci sia uno scisma« –
»Wir stehen nicht vor einer Häresie. Man kann auf eine korrekte, exakte und präzise Weise nicht sagen,
daß ein Schisma vorliegt.« Eine Bischofsweihe ohne päpstliche Erlaubnis zeige eine »schismatische
Haltung«, erklärte der Kirchenfürst. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. befinde sich jedoch »innerhalb
der Grenzen der Kirche.« Interview in der italienischen Zeitschrift 30Tage (November 2005)
die landorganistensekte: lieber landorganist bitte legen sie mir doch einmal den begriff sekte aus. vielleicht
meinen sie ja was anderes, als sie schreiben???? man kann jedenfalls zur piusbruderschaft stehen wie man
will: es gibt sicher einzelne mitglieder bei denen man sich wirklich fragt, sind sie nicht vielleicht
u-boote um irgendwann mal das system zu sprengen, andere sind sicher sehr fromm aber wenig chancenreich
wirkliche seelsorge betreiben zu können und andere wieder vertreten sogenannte wissenschaftliche standpunkte,
die überholen weite teile der amtskirche spielend und zwar links, das betrifft aber nur einzelne glieder.
vom ganzen werk des verstorbenen hw erzbischhofs marcel lefebvre kann man aber eines mit sicherheit nicht
behaupten: sie wären nicht katholisch, also eine sekte. wer so etwas sagt ist ein böswilliger schwätzer,
einer der nur provozieren will, der absolut keinen guten willen hat und der darum auch keinen frieden
findet weder auf erden noch in den himmeln (wo er in diesem geisteszustand auch gar nicht hinkommen will),
also einer der keine freude hat an der einen herde unter dem einen hirten, sondern der sich teuflisch
freut wenns überall kracht und zersplittert, also einer der zerstreut statt sammelt, eben ein echter
satansbraten. da hilft nur eine grosse portion dreikönigswasser, am besten frisch aus der kölner kapelle
der piusbrüder. langsam komme selbst ich auf den geschmack, sollte wohl doch öfter mal dort vorbeischauen
kommt noch jemand mit?????
Lieber Aurelius, Glaube und Tradition sind aufs engste verbunden. Ihr Argument ist das der Leute mit dem
falschen Traditionsbegriff. Lesen Sie doch mal das Commonitorium des Vinzenz v. Lerin oder Newmans Über
die Entwicklung der Glaubenslehre.
#67 Aurelius 13:30:23 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Lieber HeinrichvonOfterdingen Es geht um viel mehr als um Leben und Tod. Es geht um den Glauben. Es geht
nicht um den Glauben. Es geht um ein Festhalten am falschen Traditionsbegriff.
Lieber Gotthard … doch sie winden sich mit dem „Notstand“ … einen solchen Notstand kann die patriotische
Kirche in China mindestens so einfordern … dort geht es um Leben und Tod! Doch der Pius-Verein kann
für die chinesischen Katholiken keinerler Verständnis aufbringen … die Pius-Bischöfe haben den gleichen
Status wie die chinesischen „Patrioten-Bischöfe“. Es geht um viel mehr als um Leben und Tod. Es geht
um den Glauben.
#65 landorganist 08:06:48 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Lieber Herr Dr. Heger, auch gebetsmühlenartiges Wiederholen von Unwahrheiten steigert nicht deren Wahrheitsgehalt.
Was Fakt ist, dürfte nun jedem klar sein, nur Ihnen nicht. Schade.
Herr Urs Der Verräter Judas versinnbildlich gerade unsere heutige Zeit, nie wurde Jesus so verraten.
Gott ist ein Geistwesen, der Zeitbegriff läuft asymmetrisch gegen Unendlich , ist also das 4. Exontential.
Die einmal gelegten Regeln unterliegen nicht dem Zeitgeist. Das Wissen ist der Antagonist des Glaubens,
daher wird dem „ betenden Mütterchen“ die Himmeltür leichter geöffnet werden, als dem Gelehrten , der
alles hinterfragt.
@landorganist: Weder – noch Köstlich wie Sie, lieber Herr Dr. Heger, strampeln, allein, es nützt nichts.
Natürlich nützt es nichts, Simpeln, denen ein differenziertes Denkvermögen abgeht, dasselbe erklären
zu wollen. Halten wir fest: Die angebliche Exkommunikation von Erzbischof Lefèbvre u.a. ist wohl ein
Fabel, und zwar – aus formalen Gründen (kein Urteil bei Widerspruch der angeblich lata sententia Exkommunizierten),
– aus materialen Gründen (die betreffenden Kanones begründen nach dem vorliegenden Sachverhalt keine
entsprechende lata sententia); das war allerdings nicht mein Thema. Gute Nacht! Christoph Heger
War ja gar keine… …katholische Kapelle die eröffnet wurde sondern eine „Kapelle“ einer schismatischen
von Rom getrennt aggierenden Organisation, die unter dem Decknamen eines katholischen Papstes aggiert
und diesen somit mißbraucht. Wie viele Sekten hat diese natürlich viel Zulauf, da Sie mit Ihren starren
Liturgischen und moralischen Ansichten, den Rahmen bieten die Viele brauchen um Ihr eigenes Leben zu ordnen.
Ähnlich wie bei Arbeitsprogrammen für Abhängige die einen festgefügten Lebensrahmen brauchen um im
Leben zu bestehen. Lieber also eine Moschee, bei der keiner behaupten kann das Sie den wahren Christus
verkündigen, als eine Gruppe die es sich zur Aufgabe gemacht hat in fremden Gewässern zu fischen und
der Kirche so zu schaden. So oder so ähnlich könnte man auf diesen Artikel reagieren, tu ich aber nicht,
da ich weder dem einen noch dem anderen etwas zur Last oder zum Lob reden möchte.
@Golfi Nein, ich lehne keineswegs das Dogma von der Existenz der Hölle ab. Aber ich mag es nicht, wenn
unter der Fahne besonderer Rechtgläubigkeit theologischer Unsinn produziert wird. Das sind in diesem
Fall: – ein vorgebliches Wissen um die Verdamnis des Judas – eine unkritische Übertragung der göttlichen
Allwissenheit auf Jesus – ein ebenso unkritischer Umgang mit der Kategorie der Zeitlichlichkeit – daraus
resultierend die Behauptung das Blut Jesu sei nicht für alle Menschen vergossen worden.
Patrioten Auch bei Mord oder Abtreibung oder Glaubensabfall gilt eine „lata sententia“ und sie ist sofort
rechtswirksam. bei Abtreibung wird diese Exkommunikation sofort und ohne Abstriche anerkannt .- wenn nicht
gefordert! Es lohnt keine Diskussion – jeder der Betroffenen weiß es – der Piusverein weiß es sehr gut –
die vom Piusverein angezogenen Katholiken wissen es … … doch sie winden sich mit dem „Notstand“ …
einen solchen Notstand kann die patriotische Kirche in China mindestens so einfordern … dort geht es
um Leben und Tod! Doch der Pius-Verein kann für die chinesischen Katholiken keinerler Verständnis aufbringen …
die Pius-Bischöfe haben den gleichen Status wie die chinesischen „Patrioten-Bischöfe“.
#59 landorganist 21:58:58 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Köstlich, wie Sie, lieber Herr Dr. Heger, strampeln, allein, es nützt nichts. Dank der profunden und
was ja hier selten ist, sachlichen Argumentation von Rebekka, Katharina u. a. bleibt Ihnen wirklich nichts
mehr, als aufzugeben. Ein weiser Entschluß! Allerdings, Hut ab, vor Ihrer Begabung, über einen so klaren
eindeutigen Sachverhalt, eine so lange Diskussion anzuzetteln. Ich resümiere: Die Anführer der Pius-Brüder
sind exkommuniziert, die von ihnen geweihten Priester suspendiert. Gläubige, die die Pius-Brüder als
einzig wahre Kirche ansehen, ziehen sich ebenfalls die automatische Exkommunikation zu. Es bedarf auch
hier keiner weiteren „Verurteilung“ durch den hl. Stuhl.
Herr Urs Sind Sie ein Verfechter der Lehre.“ Es gibt keine Hölle“ ? Ihnen ist doch klar : wer den Teufel
verneint, der leugnet auch Gott. An mehrere Stellen in der kath. Bibel wird auf diesen Ort hingewiesen:
„Wo Heulen und Zähneknirschen sind und der niemals endende Schmerz“. Vielleicht zählen Sie auch zu den
68. die diesen fatalen Schwachsinn verbreitet haben? Grüß Gott
Und noch mehr Unsinn Wenn aber die Behauptung des Vorliegens einer lata sententia dazu dient, dem Täter
ein rechtliches Verfahren vorzuenthaten und damit die Möglichkeit, einer öffentlich erhobenen Anschuldigung
zu widersprechen, ist sie rechtsmißbräuchlich. Nun zeigen Sie doch endlich mal, warum „latae sententiae“
irgendetwas mit dem forum internum zu tun haben. Einfach CIC zitieren. Meine Güte, was reden Sie einen
Stuss. Auch bei Mord oder Abtreibung oder Glaubensabfall gilt eine „lata sententia“ und sie ist sofort
rechtswirksam. Kein Mensch der Welt, nicht einmal der Papst, kann da noch ein Verfahren durchführen.
Er kann die Strafe nur feststellen und öffentlich bekanntmachen. Genau das hat der Papst in diesem Fall
getan. Lefebvre und seine Jungs sind nach can. 1382 CIC der Tatstrafe der Exkommunikation verfallen. Ihr
ständiges Herumreiten auf dem Rechtsbegriff des forum internum ist hier völlig unpassend – es hat nämlich
mit der Sache nichts zu tun.
@Rebekka, Katharina L., Gotthard: Es langweilt allmählich, den Unterschied zwischen einem kirchlichen
Strafurteil und der Behauptung/Feststellung einer lata sententia bzw. die rechtsdogmatischen Begrengung
einer solchen lata sententia zu erklären. Machen wir einen letzten Versuch mit der Analogie des staatlichen
Strafrechts. Das staatliche Strafrecht kennt bekanntlich kein bloß gedachtes, automatisch mit der Tat
eintretendes Urteil, also keine lata sententia, und zwar aus gutem Grunde. Denn wenn man z.B. aus dem
seinerzeitigen § 211 Reichsstrafgesetzbuch, wonach der Mord mit der Todesstrafe geahndet wird, geschlossen
hätte, daß der Mörder sich durch die Tat lata sententia diese Strafe zugezogen hat, wäre der Lynchjustiz
das Tor geöffnet. Die Situation des kirchlichen Strafrechts ist eine etwas andere. Trotzdem muß auch
hier das Institut der lata sententia gewisse Schranken der Rechtssicherheit der dem kirchlichen Gesetz
Unterworfenen beachten. Soweit eine solche lata sententia den Täter foro interno in seinem Gewissen verflichten
soll, sich selbst so einzuschätzen, als sei ein solches Urteil verhängt worden, ist sie rechtsförmlich
unbedenklich. Der Täter hat ja die Möglichkeit, daß sein Gewissen ihn von einer vorgestelten ungerechten
lata sententia freispricht. Wenn aber die Behauptung des Vorliegens einer lata sententia dazu dient, dem
Täter ein rechtliches Verfahren vorzuenthaten und damit die Möglichkeit, einer öffentlich erhobenen
Anschuldigung zu widersprechen, ist sie rechtsmißbräuchlich. MfG Ch.H.
@Tradi aus dem Stimmenland: So, so, das Opfer Christi gilt also allen Menschen, aber nur „pro futuro“,
denn gleichzeitig weiß er („ganz genau“!), dass dieses Heil nicht von allen angenommen werden wird, weil
er mit dem Dreifaltigen Gott identisch ist. Das ist leider etwas zu wirr, um als saubere Häresie durchzugehen.
Von einer Ankündigung der Verdamnis für Judas lese ich in der Hl. Schrift übrigens nicht.
@ Maledica – es gab nie ein Blut, dass für „alle“ vergossen wurde Denn unser Herr Jesus Christus hat
das allerheiligste Sakrament des Altares nur Minuten, nachdem er dem Judas die Verdammung prophezeite,
eingesetzt. Würde stehen „Zaubersaft“ oder „Limonade“, welche für euch und für alle vergossen wird,
würden Ihnen klar sein, dass soetwas keine Wandlungsworte sein können. Aber weil – masnonisch geschickt
verschleiernd – steht „Blut“, glauben Sie, dass es etwas gibt, was es gar nicht gibt, nämlich ein Blut,
dass für alle vergossen worden wäre. Dabei war immer schon klar, dass für die verdammten Seelen das
Hl. Meßopfer nicht zugewendet wird, für die armen Seelen im Fegefeuer hingegen wohl. Also nicht für
alle. Von vornherein nicht. Pro futuro war das Kreuzesopfer ein Angebot an alle Menschen, wobei aber der
dreifaltige Gott genau gewußt hat, dass es nie von allen angenommen wird. Deswegen hat er das Hl. Meßopfer
auch nur für „euch“ (die an der Hl. Messe teilnehmenden und mitopfernden Gläubigen) und die vielen (Gläubigen
und die armen Seelen) eingesetzt. Christi Blut in der allerheiligsten Eucharistie ist das Blut des neuen
und ewigen Bundes, nicht dasjenige des „Weltbundes“ oder des „Allerlösungsbundes“. Völlig eindeutig
ist auch der allerlöserisch-häretische Hintergrund der Falschübersetzungen von „pro multis“. Bleiben
sie halt bei Ihrer „eine würdige-NO-Messfeier-ist-gültig-Ideologie“. Beklagen Sie sich aber nicht über
die bei Ihnen und den „vielen“ ausbleibenden Früchte des ungültigen Spektakels…
**************** Ich komme zudem nicht umhin festzustellen, daß Sie diskursunfähig sind. Sie dürfen
nicht von sich auf Andere schließen. Diskursunfähigkeit ist ein Merkmal der Piusgeschwister!
@Maledica, „…Es scheint Sie ja tief getroffen zu haben…“. Nein hat es nicht, ich wollte Ihnen nur
den Widerspruch zwischen Ihren weisen Ratschlägen und Ihrem eigenen Handeln aufzeigen. Ich komme zudem
nicht umhin festzustellen, daß Sie diskursunfähig sind.
Wider den Heiligen Geist @Stimme aus dem Tradiland (sinngemäß zitiert bzw. zusammengefaßt). In Ihrem
Sinne. Ja diese Sinne sind bei Piuslern und Medjugorianern gleich, die verfälschen stets nach ihrem Sinn
37 Jahre später praktisch also kaum noch. Der Todesstoß heißt Falschübersetzung von pro multis und
stellt die christliche Lehre völlig auf den Kopf. Diese Übersetzung nimmt nicht die Gültigkeit hinweg.
Aber sorry, Sie wissen es ja besser als die Kirche! Muß ich Sie jetzt mit Gott ansprechen!? @adoro te
devote der einzige, der hier nicht demütig und dezent agiert sind Sie. Es scheint Sie ja tief getroffen
zu haben. Um ihrer Aufforderung genüge zu tun, werde ich den Pfarrer meiner Taufpfarrei (o-ton „ob man
evangelisch oder katholisch ist, ist eigentlich eh egal“) mal auf den ein oder anderen Mißstand aufmerksam
machen, demütig und dezent. Ich bin mal auf die Reaktion gespannt. Von dem hätte ich noch ein paar tolle
Zitate auf Lager… vielleicht im nächsten Beitrag es noch ein Zitat aus der Christmette vor anderthalb
Wochen in meiner Taufpfarrei während der im Kanon: „…behüte und beschütze deine Kirche …äh Christenheit
auf dem Weg durch die Zeit…“. Ein Schelm der dabei böses denkt. Ich merke, die Piusbruderschaftsjünger
sind noch sehr im Alten Bund verhaftet: Wie Du mir, so ich Dir!
Na gut, dann gibt es noch ein Zitat aus der Christmette vor anderthalb Wochen in meiner Taufpfarrei während
der o^/ im Kanon: „…behüte und beschütze deine Kirche …äh Christenheit auf dem Weg durch die Zeit…“.
Ein Schelm der dabei böses denkt. HansUrs, ich hab mir meine Entscheidung, die religiösen Pflichten
nichtmehr im NOM sondern anderweitig ABER in Einheit mit unserem Hl. Vater zu erfüllen nicht leichtgemacht,
aber die drei NOM-Messen an Weihnachten (in verschiedenen Pfarreien) haben mir jegliche Weihnachtsfreude
geraubt. Es geht im Moment einfach nicht mehr. Im übrigen noch eine kleine Anekdote. Ich bin, seit ich
denken kann, regelmäßiger Kirchgänger im NOM. Zehn Jahre davon Ministrant. Von einem Ablass habe ich
das erste mal (soweit ich mich erinnere) in der Messe bei der FSSPX gehört, jetzt am 1. Januar.
1382CIC Ein Bischof, der jemanden ohne päpstlichen Auftrag zum Bischof weiht, und ebenso, wer von ihm
die Weihe empfängt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe
zu. Und jetzt darf Heger raten: Was bedeutet „dem Ap. Stuhl vorbehalten?“ a) Der Papst muss eine „Tatstrafe“
erst „verfügen“ b) Nur der Papst kann diese Strafe zurücknehmen. Kleiner Tipp: a) würde direkt in einen
Widerspruch führen – siehe dazu die kleine Liste von canones unten.
Canon 1382 CIC Ein Bischof, der jemanden ohne päpstlichen Auftrag zum Bischof weiht, und ebenso, wer
von ihm die Weihe empfängt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe
zu.
@Maledica, der einzige, der hier nicht demütig und dezent agiert sind Sie. Um ihr Gemüt zu beruhigen,
ich habe Deo Gratias hier die Möglichkeit meine Sonn- und Feiertagspflicht fast vollständig durch die
Alte Messe bei der FSSPX sowie den byzantinischen Ritus bei einer unierten Gemeinde vor Ort zu erfüllen.
Für die wenigen Ausnahmen im Kirchenjahr, wie den jetzt den 6. Januar werde ich wohl einen kleinen Ausflug
zu einer Indult-Gemeinschaft machen. Sowas soll ja auch mal ganz schön sein. Außerdem bin ich voller
Hoffnung, dass unser Hl. Vater bald Abhilfe schaffen wird. Um ihrer Aufforderung genüge zu tun, werde
ich den Pfarrer meiner Taufpfarrei (o-ton „ob man evangelisch oder katholisch ist, ist eigentlich eh egal“)
mal auf den ein oder anderen Mißstand aufmerksam machen, demütig und dezent. Ich bin mal auf die Reaktion
gespannt. Von dem hätte ich noch ein paar tolle Zitate auf Lager… vielleicht im nächsten Beitrag
@ Maledica – gültige NO-Messen gibt’s fast gar nicht! Die NO-Messe ist normaler Weise ungültig: Immer,
wenn behauptet wird, „mein Blut, dass für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden“,
in der Regel sonst. Zur Regel bitte nachlesen in der bereits 1969 verfaßten „kurzen kritischen Untersuchung
des NOM“ der Cardinäle Ottaviani und Bacci: „Aufgrund der umfassenden Änderungen im NOM (gegenüber
dem vetus ordo) ist die eigentümliche Kraft der Worte (ex vi verborum) verloren gegangen. Da die neue
Priesterausbildung die erforderliche Intention für die Wandlung (die Intention ist wesentlicher als früher,
weil eben die eigentüml. Kraft der Worte verloren gegangen ist im NOM) immer weniger lehrt bzw. vermittelt,
ist davon auszugehen, dass pro futuro die erforderliche Intention zur Wandlung immer seltener gegeben
sein wird.“ (sinngemäß zitiert bzw. zusammengefaßt). 37 Jahre später praktisch also kaum noch. Der
Todesstoß heißt Falschübersetzung von pro multis und stellt die christliche Lehre völlig auf den Kopf.
Deswegen der korrigierende Eingriff von BXVI., „um zu retten, was zu retten ist“ (?) Mit Gewißheit besser
wäre die verpflichtende Wiedereinführung des vetus ordo entsprechend der heiligen Verpflichtung der
Bulle Quo Primum von 1570 (unabänderliches Disziplinarrecht der hl. Kirche).
@adoro te devote Die Meidung von allem, was dem Lehramt widerspricht, hat wohl wenig damit zu tun, ob
in einer Hl. Messe bei der Kommunionspendung die Patene verwendet wird oder nicht . Ich fürchte, Sie
machen es sich da ziemlich einfach. Das Nicht-Besuchen der Hl. Messe in der eigenen Pfarrei und das Besuchen
einer Hl. Messe bei den Piusbrüdern ist ja immer eine gewisse Demonstration der Solidarität mit hartnäckig
im Ungehorsam Verharrenden und eine Aufkündigung der Loyalität mit der Kirche. Die „grundsätzliche“
Bejahung des NOM schränken Sie unter Hinweis auf die „anderen Hochgebet“ und die Übersetzungen sofort
wieder ein. Darüber hinaus: Wie geht man mit den „Mißständen“ in der eigenen Pfarrei um? Was tut man,
damit diese gebessert werden? Alles in allem: Ich kann mir nicht vorstellen, wie man nach ernster Gewissenserforschung
zu dem Ergebnis kommen kann, dorthin zu gehen.
can. 1382 Der Kanon ermächtigt foro externo die rechtmäßigen kirchlichen Instanzen ein entsprechendes
Urteil zu verhängen Lesen Sie doch den Text. Der Canon ermächtigt überhaupt niemanden zu nichts. Der
Canon ermächtigt nicht den Papst, eine Exkommunikation zu verhängen, sondern er bestimmt, dass bei einer
vom Papst nicht erlaubten Bischofsweihe Weihender und Geweihter der Exkommunikation verfallen. Automatisch.
Ipso facto. Sogar wenn der Papst es nicht will. Alles, wozu der Papst ermächtigt ist, ist, ggfs. die
Strafe zurückzunehmen. Aber er kann sie überhaupt nicht verhängen, da sie bereits durch die Tat eingetreten
ist. Wie kommen Sie nur auf Ihre Konstruktion mit irgendeiner „Ermächtigung“ und einem „forum internum“?
Wo steht das in 1382 CIC?
Medjugorjejünger & Piusgeschwister @Katharina Die besten Argumente helfen bei den o.g. Personen nicht,
denn diese Stellen ihre eigene Meinung über die Kirche und handeln so wider den Hl. Geist. War das nicht
die Sünde, welche nicht vergeben werden kann!!!???
@ Heger Der Kanon ermächtigt foro externo die rechtmäßigen kirchlichen Instanzen ein entsprechendes
Urteil zu verhängen und verpflichtet foro interno den Täter in seinem Gewissen, sich selbst so einzuschätzen,
als sei ein solches Urteil verhängt worden – gleichgültig, ob es aus irgendwelchen Gründen nicht öffentlich
verhängt worden ist. Schon wieder völlig falsch. Eine „lata sententia“ gegebene Strafe muss nicht erst
noch „verhängt“ werden. Sie KANN ÜBERHAUPT NICHT VERHÄNGT WERDEN, denn sie ist mit der Tat selbst gegeben.
Da gibt es kein forum internum, auch wenn Sie noch so oft darauf herumreiten. can 1382 CIC can 1342 §1
CIC zeigt, dass Strafen nicht nur öffentlich verhängt, sondern auch „festgestellt“ werden können (Sie
sind demnach schon vorher gegeben, werden nun aber publiziert – aber das ändert an der Strafe nichts
und hat mit forum internum nichts zu tun) can 1314 CIC erklärt Ihnen, was eine Strafe lata sententia
ist und dass sie nicht erst „verhängt“ zu werden braucht Und dass die Pius-Bischöfe gemäß can 1326
§1 „im schlechten Wollen verharren“ (pertinere in mala voluntate), sehen Sie an can 1331 §1 und §2
CIC. Dort übrigens auch nochmal ganz nebenbei die Angabe, dass eine Exkommunikation in bestimmten Fällen
verhängt wird, in anderen aber festgestellt. CIC lesen hilft!
Sonntagspflicht Sie weichen aus. Nö! Im übrigen wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie mir mal im 1-Stunden-Radius
meines Lebensmittelpunktes zeigen würden, wo dort regelmäßig eine Messe stattfindet, die den Anforderungen
von Redemptionis Sacramentum entspricht. Ich hab die Suche mittlerweile aufgegeben. Ich sag nur Patene…
Ich gehe jedoch davon aus, daß in dem von Ihnen beschriebenem Radius genügend Messen sind, welche gültig
sind, auch wenn dort liturgische Mißstände zu verzeichnen wären. Dann sind Sie dennoch verpflichtet
demütig zu sein und dort Ihre Sonntagspflicht zu erfüllen. Sie können ja dezent den Priester auf die
Mißstände hinweisen. Ich weiße daraufhin: DEZENT und nicht in Piusbruderschaftsmanier in die Sakristei
hereinpoltern, rumgröhlen und ohne sich selbst vorzustellen die wildesten Beschimpfungen losrattern
@Katharina L. „Sogar als Frau …“ Meine Güte, welch ein Unsinn. … kommt im folgenden aus Katharinas
Munde: Can. 1382 CIC fragt nicht nach dem inneren Seelenzustand von Bischöfen. Wer ohne Erlaubnis des
Papstes einen Bischof weiht, verfällt der Exkommunikation – ebenso der Geweihte. Sie haben ja so recht,
daß Sie es gar nicht merken! Eben, hier kommt es auch weder auf Seelenzustand noch auf sonst was Innerliches
an. Hier ist allein die Rechtsgrundlage für eine Exkommunikation gegeben. Was ist daran forum internum?
Eben gar nichts. Hier geht es nur um den Straftatbestand und das Strafmaß. Warum soll der Heilige Stuhl
einen Verstoß gegen can. 1382 CIC nicht feststellen dürfen, Der Kanon ermächtigt foro externo die rechtmäßigen
kirchlichen Instanzen ein entsprechendes Urteil zu verhängen und verpflichtet foro interno den Täter
in seinem Gewissen, sich selbst so einzuschätzen, als sei ein solches Urteil verhängt worden – gleichgültig,
ob es aus irgendwelchen Gründen nicht öffentlich verhängt worden ist. Jetzt verstanden? Dann ist auch
klar, was hier der drollige Widerspruch in dieser vatikanischen Vermengung der Kategorein ist: Man kann
sich in einer öffentlichen Sache nicht der Verhängung einer Exkommunikation entziehen und statt dessen
behaupten, sie sei ja im Gewissen des Täters schon eingetreten. Unfassbar, was für einen Unsinn Sie
hier reden. Merke: Nicht alles was du nicht fassen kannst, ist Unsinn. >Sogar ich als Frau merke das.
Da muß ich doch sehr bitten … „sogar als Frau“ … MfG Christoph Heg
@Maledica, Sie weichen aus. Im übrigen wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie mir mal im 1-Stunden-Radius
meines Lebensmittelpunktes zeigen würden, wo dort regelmäßig eine Messe stattfindet, die den Anforderungen
von Redemptionis Sacramentum entspricht. Ich hab die Suche mittlerweile aufgegeben. Ich sag nur Patene…
@HansUrs, an Ihrer Korrektur erkennt man die akademische Souveränität, sehr schön. Ich hab die grundsätzliche
Gültigkeit des NOM nie bestritten. Das tut die FSSPX meines Wissens nach auch nicht. Aber was ist mit
den landessprachlichen Übersetzungen, den anderen Hochgebeten außer Hochgebet I? Im übrigen wäre neben
der Gültigkeit noch die Würdigkeit zu betrachten und die tatsächliche Praxis. Wenn man gemäß Can
752 cic alles meiden soll, was dem authentischen Lehramt (dazu gehört wohl auch Redemptionis Sacramentum)
widerspricht, dürfte man den NOM, wie er in deutschen Landen zelebriert wird, wohl nur höchst selten
besuchen. Ich habe einige Zeit im östlichen Ausland verbracht, dort sieht es anders aus, aber hier in
Deutschland…
Parallelen: Medjugorje-Piusbruderschaft @adoro Muss man ja auch nicht, weil sogar der Vatikan ja zugestanden
hat, dass der Gläubige die Alte Messe bei der FSSPX besuchen darf und dort auch seine Sonntagspflicht
erfüllt Nicht zugestanden ist es, die Gültigkeit des NOM zu leugnen. Die Sonntagspflicht hat jeder Katholik
zu erfüllen, auch der Piusbruderschaftsjünger, wenn er keine tridentinische Messe im Umkreis findet!
@HansUrs Die Sonntagspflicht im strikten Sinne erfüllt man also – (die Messen sind ja gültig). Die Messen
der Orthodoxen sind auch gültig und dennoch darf man NUR dann dort die Messe besuchen, wenn keine katholische
in erreichbarer Nähe ist. Bei den Piusbrüdern darf man aber dennoch die Messe besuchen! @laikos Es gibt
eine Botschaft aus Medjugorje das man auf keinen Fall zu den Piusbrüdern gehen darf. Die Gospa plappert
ja viel Blech, doch wo soll Sie dies gesagt haben? Das ist sicherlich einer der Gründe warum Medjugorje
fast überall anerkannt wird. Von der Kirche jedoch nicht! Naja, weder die Piusbrüder noch die Medjugorjesektierer
lassen sich von der Kirche etwas vorschreiben. Die Medjugorianer behaupten stets, das Urteil sei nicht
endgültig, also müßte man es nicht beachten. Die Piushanseln behaupten stets die Exkommunikation sei
nicht legitim, denn es gäbe einen Notstand, also bräuchte man diese nicht beachten. So bastelt sich
halt jeder seinen Glauben nach Belieben selbst zusammen- wie bei den Protestanten!
@ Heger Meine Güte, welch ein Unsinn. Can. 1382 CIC fragt nicht nach dem inneren Seelenzustand von Bischöfen.
Wer ohne Erlaubnis des Papstes einen Bischof weiht, verfällt der Exkommunikation – ebenso der Geweihte.
Was ist daran forum internum? Warum soll der Heilige Stuhl einen Verstoß gegen can. 1382 CIC nicht feststellen
dürfen, warum ist das angeblich ein „drolliger Widerspruch“? Unfassbar, was für einen Unsinn Sie hier
reden. Sogar ich als Frau merke das.
Lustiges aus Medjugorje Es gibt eine Botschaft aus Medjugorje das man auf keinen Fall zu den Piusbrüdern
gehen darf. Das ist sicherlich einer der Gründe warum Medjugorje fast überall anerkannt wird. Damit
verhindern sie das die Gläubigen welche dem bösen Medjugorje Geist verfallen sind einen katholischen
Gottesdienst besuchen. Der Vatikan und der Papst würden niemals Medjugorje anerkennen. Das ist volkommen
ausgeschlossen. Jetzt kann man sich fragen wer dem Papst und dem Vatikan gehorcht.
@Katharina L.: Ach du meine Güte! Das forum internum ist der „Gerichtshof des eigenen Gewissens“, er
verhängt die lata sententia entsprechend göttlichem oder kirchlichem Recht. Die Feststellung Dritter,
eine solche lata sententia liege vor, mag zutreffen oder auch nicht – für die Begründung von Rechtsfolgen
foro externo, also im äußeren Rechtsverkehr kann sie nicht herangezogen werden. Da müssen auch die
kirchlichen Instanzen schon den Rechtsweg beschreiten und eine sententia verhängen, die nicht lata ist
und gegen die dann womöglich Rechtsmittel gegeben sind. MfG Christoph Heger
@adoro te devote Vielen Dank für den Link. Erst einmal eine Selbstkorrektur: Die Sonntagspflicht im strikten
Sinne erfüllt man also – das hätte ich anders gesehen, leuchtet mir aber letztlich ein (die Messen sind
ja gültig). Ernst bleibt aber die Frage nach der Sündhaftigkeit. Wenn man dorthin geht, weil man grundsätzliche
Zweifel an der Gültigkeit des NOM hat, dann ist man von einer Demonstration seiner Trennung vom Hl. Vater
nicht weit entfernt.
@HansUrs ich hab nicht Sie gefragt, sondern bewußt Maledica. Aber zu Ihnen, wenn man den NOM aufgrund
seiner teilweise höchst problematischen Texte (Mahl der Liebe etc…) und seiner offen und zum Teil im
Widerspruch zu römischen Instruktionen praktizierten Freveleien ablehnt, wird man ihn nicht mehr besuchen
können. Muss man ja auch nicht, weil sogar der Vatikan ja zugestanden hat, dass der Gläubige die Alte
Messe bei der FSSPX besuchen darf und dort auch seine Sonntagspflicht erfüllt, sofern er damit nicht
die Gemeinschaft mit dem Papst und den mit ihm verbundenen Bischöfen (Lehmann war wohl nicht gemeint
) verlassen will. Roma locuta, causa finita! Falls Sie der englischen Sprache machtig sind lesen Sie
bitte hier: www.unavoce.org/…2003/perl-011803.htm Falls Sie der polnischen Sprache mächtig sind, können
Sie das auch hier lesen: www.faq.tridentina.net/index.php?title=Co_m%C3%… Auch hier finden sie was zum
Thema, wenn auch mit leicht anderer Schwerpunktsetzung: www.stjosef.at/stjosefnews/news.php?lang=de&layout…
Da müssen Sie zu den Meldungen vom 4.5. 06 scrollen, da finden sie was von der Erzdiözese Salzburg :(3
Ich denke das genügt fürs erste. Sonst müsste man tiefer ins Kirchenrecht einsteigen. Das muss allerdings
warten, da ich mich jetzt erst mal ums weltliche Recht kümmern muss
@Dr. Heger Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Vielleicht hilft es Ihnen, eine ähnliche Denkfigur
auf dogmatischer Ebene nachzuvollziehen: Warum hat das 1. Vat. Konzil als Dogma definiert, daß die Existenz
Gottes mit den Mitteln der natürlichen Vernunft erkannt werden kann? Das scheint ja auch ein drolliger
Widerspruch zu sein: Die Kirche definiert als Glaubenswahrheit, dass die Existenz Gottes eine Vernunftwahrheit
ist.
Ob die Exkommunikationen nun gültig sind oder nicht, ist doch eigentlich völlig piep egal!!! Wir kommen
doch sowieso alle in den Himmel. Also laßt uns alle fröhlich und befreit in die hl. Messe der Piusbruderschaft
gehen, denn selbst dort können wir unser Heil nicht verwirken!
Exkommunikation @Marcel Gerne weise ich Sie bis zum Sankt-Nimmerleinstag auf Ihren groben Unsinn hin:
Sie nehmen also den exkommunizierten und später heiligesprochenen Athanasius und die exkommunizierte
und später heiligesprochene Jean d’Arc nicht hin? Sie schreiben doch selbst korrekt SPÄTER. Darüber
zu Urteilen steht später der Kirche zu, denn der Kirche wurde die Schlüsselgewalt verliehen und nicht
der Piusbruderschaft! Abgesehen davon ist nicht ALLES, was die Heiligen verrichtet haben auch richtig.
Sie wollen doch auch nicht Hurerei mit der Hl. Maria Magdalena rechtfertigen!? Wissen Sie, was die fehlbare
Kirchenstrafe Exkommunikation ist und daß eine solche 1988 von Rom nicht einmal ausgesprochen wurde?
So fehlbar wie bei EB Milingo!? Sie bestreiten den Glaubensnotstand seit V.II? Glaubensnotstand seit Entwicklung
einer Vergeltungswaffe? Es gibt IMMER einen Glaubensnotstand, auf Erden ist nix perfekt. Es gab/gibt immer
gute und schlechte Priester! @adoro te devote was ist mit den Gläubigen, welche keine Möglichkeit haben,
die Alte Messe anderswo als bei der FSSPX zu besuchen? In den NOM oder zu Hause bleiben? Oder vielleicht
doch Notstand? Es gibt genügend GÜLTIGE Messen in Deutschland, um seine Sonntagspflicht zu erfüllen
Ach du meine Güte Selbstverständlich ist es ein drolliger Widerspruch, wenn der Heilige Stuhl, statt
ein Urteil zu fällen (gegen das dann womöglich Rechtsmittel gegeben wären), einfach veröffentlicht,
es sei eine lata sententia, also ein nicht öffentliches, automatisches Urteil ergangen, also glaubt,
ein foro interno (angeblich) eingetretenes Urteil für ein Urteil foro externo auszugeben. „Lata sententia“
hat mit „forum internum“ ungefähr so viel zu tun wie Hühneraugen mit Vanilleeis. Beim „forum internum“
geht es um Dinge innerhalb der Beichte. Eine Bischofsweihe ist niemals, niemals, niemals „forum internum“.
Wenn ein Bischof mitteilt, dass Gynäkologe X. sich wegen der Durchführung von Abtreibungen die Exkommunikation
zugezogen habe: Nennen Sie das dann auch einen drolligen Widerspruch? CIC lesen hilft!
@HansUrs: Urteile Da muß ich wohl deutlicher werden. Selbstverständlich ist es ein drolliger Widerspruch,
wenn der Heilige Stuhl, statt ein Urteil zu fällen (gegen das dann womöglich Rechtsmittel gegeben wären),
einfach veröffentlicht, es sei eine lata sententia, also ein nicht öffentliches, automatisches Urteil
ergangen, also glaubt, ein foro interno (angeblich) eingetretenes Urteil für ein Urteil foro externo
auszugeben. MfG Christoph Heger
@ Doc Heger Soviel ich dagegen weiß, sind sie nicht exkommuniziert worden, sondern ist lediglich in einer
Verlautbarung des Heiligen Stuhls die Behauptung aufgestellt worden, sie hätten sich durch ihr Handeln
die Exkommunikation lata sententia („automatisch“) zugezogen. Das ist ein Unterschied – um nicht zu sagen:
ein drolliger Widerspruch in sich. Korrekt, aber was ist daran der „drollige Widerspruch“? Da es sich
um eine Exkommunikation lata sententia handelt, kann sie eben nicht „verhängt“, sondern nur „festgestellt“
werden. Der Hl. Stuhl hat ja auch nix behauptet, sondern nur festgestellt, dass eine Exkommunikation nach
can. 1382 CIC vorliegt. In Anbetracht des Textes von can. 1382 ist diese Feststellung so offensichtlich
korrekt wie etwas nur offensichtlich sein kann. Ergo: Lefebvre und seine ganze Bande unerlaubt geweihter
Bischöfe ist exkommuniziert.
@Marcel Wissen Sie, was die fehlbare Kirchenstrafe Exkommunikation ist und daß eine solche 1988 von Rom
nicht einmal ausgesprochen wurde? Ach Marcel… we have been there, we have done that… Exkommunikation
zum Ersten www.cin.org/…s/files/l-excomm.htm Exkommunikation zum Zweiten www.vatican.va/…ecclesia-dei_ge.html
Und da Ihr Hardcore-Tradis ja so auf Latein steht, hier nochmal zum Mitschreiben: 3. In semetipso talis
actus fuit inoboedientia adversus Romanum Pontificem in causa quadam gravissima summique omnino ponderis
pro Ecclesiae unitatis, cuius generis est episcoporum ordinatio per quam nempe sacramentaliter sustinetur
apostolica successio. Quam ob rem talis inoboedientia – secum quae infert vera repudiatio Primatus Romani –
actum schismaticum (Cfr. Codex Iuris Canonici, can. 751) efficit. Atque eundem peragentes actum, quamquam
publicum monitum ad illos deferendum curaverat Cardinalis Praefectus Congregationis pro Episcopis superiore
die decimo septimo mensis Iunii, Reverendissimus Dominus Lefebvre necnon sacerdotes Bernardus Fellay,
Bernardus Tissier de Mallerais, Richardus Williamson et Alfonsus de Galarreta in gravem incurrerunt excommunitatis
poenam iam ecclesiastica disciplina praestitutam (Cfr. ibid., can. 1382).
@adoro te devote, @Dr. Heger Kein katholischer Gläubiger hat einen Rechtsanspruch auf eine „Versorgung“
mit der Alten Messe. Da die Piusbruderschaft außerhalb der Gemeinschaft der Kirche steht, lautet die
Antwort auf Ihre Frage bezüglich der Sonntagspflicht natürlich: NOM (wie kommen Sie auf Zuhausebleiben
als Alternative???). @Dr. Heger da ist nichts drollig dran: EB L. und die Bischöfe haben sich die Exkommunikation
als Tatstrafe zugezogen. Rom weist darauf noch einmal explizit hin, da die Piusbrüder diese Tatsache
ja geleugnet haben.
Der imaginäre Elfenbeinturm der V.II-Ideologen Andrea schrieb: Ein gewisser Marcel schreibt hier heute
betr. LEERE KIRCHE „ Immer noch besser ist als darin erfolgten häretischen Predigten und NOM-Frevel.“
[…] Dieser M. darf so etwas schreiben…? Lesen Sie exakt. Ich sprach eindeutig von der Kirche in meinem
Ort, in der der Ex-Pfarrer häretische Dinge erklärte (z.B. daß in der hl. Hostie nicht Jesus Christus
realpräsent sei, usw.) und Frevel während des NOM zuließ. Darf man bei Ihresgleichen die Wahrheit nicht
mehr schreiben? Meinungsfreiheit kastrieren wollen und die irrige V.II-Ideologie hochhalten, die just
das vertritt? Zwiedenkerei. – Maledica schreib: „Da muss man eben auch eine (ungerechte) Exkommunikation
in Kauf nehmen.“ […] Eine Exkommunikation ist niemals hinnehmbar! Gerne weise ich Sie bis zum Sankt-Nimmerleinstag
auf Ihren groben Unsinn hin: Sie nehmen also den exkommunizierten und später heiligesprochenen Athanasius
und die exkommunizierte und später heiligesprochene Jean d’Arc nicht hin? Wissen Sie, was die fehlbare
Kirchenstrafe Exkommunikation ist und daß eine solche 1988 von Rom nicht einmal ausgesprochen wurde?
Ein Notstand läßt sich stets herbeilabern. Sie bestreiten den Glaubensnotstand seit V.II? Haben Sie
nur einen großen Schnabel oder auch Augen und Kinder, für deren Seelenheil Sie verantwortlich sind und
die Sie vor den Irrlehren der Kirchenvertreter und -beamten schützen müssen, z.B. indem Sie sie vor
häretischen Veranstaltungen katholischer Bischöfe, Pfarrer, Rel.Lehrer, usw. fernhalten?
@timpressum: Exkommunikation? So viel ich weiss, sind Lefebvre und seine Bischofsnachfolger exkommuniziert
worden, Soviel ich dagegen weiß, sind sie nicht exkommuniziert worden, sondern ist lediglich in einer
Verlautbarung des Heiligen Stuhls die Behauptung aufgestellt worden, sie hätten sich durch ihr Handeln
die Exkommunikation lata sententia („automatisch“) zugezogen. Das ist ein Unterschied – um nicht zu sagen:
ein drolliger Widerspruch in sich. MfG Christoph Heger
@Maledica, jetzt mal konkret was ist mit den Gläubigen, welche keine Möglichkeit haben, die Alte Messe
anderswo als bei der FSSPX zu besuchen? In den NOM oder zu Hause bleiben? Oder vielleicht doch Notstand?
Ecclesia Dei ist einfach nicht geeignet, zumindest bei weitem nicht ausreichend um die Gläubigen mit
der Alten Messe zu versorgen. Das ist kein herbeigeredeter Notstand, sondern Realität!
@Christian Hüller: Übersetzung ins Katholische … Es wird Zeit, dass Rom die Angelegenheit nun ganz
energisch anpackt und die volle Einheit mit den Piusbrüdern sucht. Auf Katholisch geht das so: Es wird
Zeit, dass die Piusbrüder die Angelegenheit nun ganz energisch anpacken und die volle Einheit mit Rom
suchen.
Exkommunikation Da muss man eben auch eine (ungerechte) Exkommunikation in Kauf nehmen. Ja, da freut sich
der Teufel! Eine Exkommunikation ist niemals hinnehmbar! Ein Notstand läßt sich stets herbeilabern.
Nicht nur in der Laaber Zeitung. Ein Milingo versucht dies neuerdings auch. Nicht nur die reine Lehre
trägt zur Katholizität bei sondern auch die volle Einheit mit dem Nachfolger des Apostels Petrus. @timpressum
Wenn Sie nachdenken, können Sie sich auch selbst antworten! Kann eine Frau geweiht werden???
Meinung >>Mit allen geht man pluralistisch um. Mit allen redet man. Die eigenen Brüder erhalten nicht
einmal eine persönliche Antwort. Das ist schlicht unhöflich.<< Korrekt. Hintergrund ist wohl die pure
Konkurrenzangst, die eine in Glauben und Überzeugung gefestigte Kirche eigentlich nicht nötig hat. Es
wird Zeit, dass Rom die Angelegenheit nun ganz energisch anpackt und die volle Einheit mit den Piusbrüdern
sucht. Die Piusbrüder ihrerseits sollten, dies als wohlgemeinter Ratschlag, als Ausdruck Ihrer Treue
zum päpstlichen Lehramt, eine offene Haltung gegenüber dem Vat. II einnehmen, hat doch Lefebvre selbst
die Beschlüsse alle unterzeichnet und damit letztlich auch mitgetragen. Das Problem liegt doch auch weniger
am Vat. II selbst als vielmehr an seiner Auslegung oder problematischen Entwicklungen, die mit dem Vat.
II begründet werden (berechtigt oder unberechtigt). Die Auslegung des Vat. II. ist offen und pluralistisch,
sie muss sich lediglich in die Tradition einfügen und rational begründet sein. Eine Fortführung der
Tradition hat es auch schon immer gegeben. Einzig der Papst oder ein neues Konzil hätten das Recht, hier
weitere Dogmatisierungen vorzunehmen.
Ja, wir müssen in DIESER EINEN KIRCHE ausharren! Ja, wir müssen in DIESER EINEN KIRCHE ausharren, ob
uns die Menschen, die gegenwärtig am Werken sind, zu Gesichte stehen oder nicht! Alle müssen wir die
Verfolgungen und Ungerechtigkeiten geduldig ertragen. Schauen wir auf die großen Heiligen, die oft schier
Unerträgliches aushalten mußten und alle sind sie der EINEN KIRCHE treu geblieben. Sie sollen unser
Vorbild sein in allen Lebenlagen und auf unserem gemeinsamen Weg. Wenn die Piusbruderschaft sich dem nicht
unterwerfen will, dann zerstreut sie, wie man an den Auseinandersetzungen und Verwirrungen deutlich sieht:
Exkommunikation aber trotzdem Ausübung eines kirchlichen Amtes?? Beichte – Trauung – Hl. Messe gültig
oder nicht?? Gehorsam ja schon, aber nur da wo es beliebt?? Das ist nicht gut.
@Thauma… Nicht zuletzt der Fall M.L. Nachf. hat dazu beigetragen, dass selbst allertreueste Katholiken
die Exkommunikation für einen nunmehr in dasn Belieben subjektiver Annahme gestellten Ausspruch halten,
alsi sie nicht als „Kündigung“ deuten, sondern als „Angebot auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags“.
Deutlicher lässt sich der Siegeszug der persönlichen Religionsfreiheit inmitten der catholica kaum demonstrieren…
#11 timpressum † 13:30:37 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Kirchenrecht – bitte um Aufklärung! So viel ich weiss, sind Lefebvre und seine Bischofsnachfolger exkommuniziert
worden, sie stehen also nicht mehr in der Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche. Wieso kann
man aber bei einem Priester, der durch exkommunizierte Bischöfe geweiht ist, seine Sonntagspflicht erfüllen?
Dann müsste ich ja auch bei den Priesterinnen, denen vor ein paar Jahren die Priesterweihe gespendet
worden ist, als Katholik die Sonntagspflicht erfüllen können, oder nicht?
#10 Athanasius 13:23:36 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Korrektur Warum gliedert sich die Piusbruderschaft nicht in die katholische Kirche ein? Weil es nichts
einzugliedern gibt. Die FSSPX ist bereits Glied der römisch-katholischen Kirche, trotz des Gantino-politisch-aufgelegten
Odeurs der „Exkommunikation“. Ihre Frage soll also lauten, warum die Piusbruderschaft sich nicht zu einer
definitiven kanonisch-jurisdiktionellen Struktur mit Anerkennung der Vatikanischen Dikasterien sehnt und
z.B. immer keine Personalprälatur angenommen hat. (Obwohl von Silvio Kardinal Oddi bereits 1991 ins Voraussicht
gestellt bei seinem Besuch und Gebet am Grab von Mons. Lefebvre in Ecône.)
Hühnerauge … Ich muss sagen: Über diese Selbsteinschätzung lasse ich mit mir reden – sie hat einen
gewissen Charme … P.S.: Die „Anti-V2-Sekte“ repräsentiert NICHT die Wurzeln der Kirche.
@ athanasius 1957 Aber auch in der Diözese Linz wurde der alte Ritus bereits wiederholt verboten, so
z.B. in Wels (woraufhin sich dort die Priesterbruderschaft St. Pius X. etablierte). In 99 % aller Pfarren
gibt es niemals eine alte Messe. Auch die Priesterbruderschaft St. Petrus ist keinesfalls überall willkommen
und ist ein zusätzliches Angebot praktisch unmöglich. Konservative Pfarrer, die die alte Messe schätzen,
werden in der Diözese Linz gemobbt, so wie kurz vor der Inthronisation von Bischof Ludwig Schwarz der
Pfarrer von Schneegattern. Auch Bischof Schwarz hat diesen letzten Tiefpunkt der Amtsführung von Bischof
Aichern nicht korrigiert – er redet „lieb“ mit den Leuten und macht immer gegenteilige Maßnahmen.
@DieFidele Ich gebe Ihnen grundsätzlich recht, die Überschrift Ihres Postings gefällt mir trotzdem
nicht. Wir müssen in der Welt ausharren, aber unser Verhältnis zur Kirche ist ein anderes: „Dank sei
dem Herrn, der mich aus Gnad’ in seine Kirch’ berufen hat“ singen wir bei der Erneuerung unseres Taufbekenntnisses.
Zu jeder Art von christlicher Spiritualität (gerade auch den verschiedenen traditionellen Formen) gehört
die dringende Empfehlung, zunächst an sich selbst zu leiden. Weite Teile der des deutschen Katholizismus
(links und rechts) leiden aber vornehmlich an „der Kirche“. Das ist geistlich ungesund.
ad diefidele ist dies nicht ein wenig blauäugig zu sagen, wir sollten zu den petrusbrüdern oder anderen
traditionellen gemeinschaften, die man wie in fulda nach belieben „entsorgen“ kann? zeigen sie bitte die
diözese im deutschen sprachraum die ein völlig unverkrampftes verhältnis zur tradition hat. einzig,
soweit mir bekannt, in der diözese linz haben die petrusbrüder die erlaubnis, in allen kirchen und oratorien
die hl. messe nach dem MR 1962 zu lesen sowie die sakramente nach dem vorkonziliaren rituale zu spenden.
ebenso haben sie die beichtvollmacht.
Piusbruderschaft Die Verfasserin bringt nichts Neues, aber das, was sie sagt, kann man zu 100% unterschreiben.
Es ist eben schon traurig, wenn man über die Piusbruderschaft aufgrund der Bischofsweihen immer so despektierlich
spricht und urteilt. Gerade auch die Petrusbruderschaft sollte sich mit zu viel Kritik zurückhalten,
da es die tridentinische Messe mit einem zahlreichen Angebot von Messzentren ohne die Piusbruderschaft
nicht gäbe. Wenn man auf die Petrusbruderschaft allein angewiesen wäre, könnten 80-90% der Anhänger
der tridentinischen Messe sonntags von der tridentinischen Messe nur träumen! Fazit: Nur die Piusbruderschaft
ist momentan der Garant dafür, dass man Gelegenheit hat, an vielen Orten die Tradition kennenzulernen.
Dafür möchte ich an dieser Stelle der Piusbruderschaft und Erzbischof Lefebvre herzlich danken! Zudem
gäbe es in Rom wohl kaum Gesprächsbedarf über die Freigabe der alten Messe, wenn es die Piusbrüder
als „störenden Faktor“ nicht gäbe. Da sieht man mal, was der scheinbare Gehorsam für die Kirche oft
bringt. Glaube ist eben in Notlagen mehr als Gehorsam! Da muss man eben auch eine (ungerechte) Exkommunikation
in Kauf nehmen. Und vielleicht wachen die Herren in den Ordinariaten irgendwann mal auf, wenn ihr „Frühlingsprogramm“
zu fast ganz leeren Kirchen geführt hat. Warten wir ab, was die Zukunft bringt. Was die Vergangenheit
gebracht hat, haben wir bereits gesehen. Aber: Wer die Vergangenheit nicht kennt, den kann es die Zukunft
kosten!
Wir alle müssen in der Kirche ausharren! Warum gliedert sich die Piusbruderschaft nicht in die katholische
Kirche ein? Damit wäre diesem Wirrwarr, diesem Durcheinander mit einem Schlag ein Ende bereitet. Die
Bruderschaft muß sich nicht an den negativen Beispielen orientieren, die es in der Tat gibt und die sie
ständig als Rechtfertigung aufs Tablett bringen. Es steht doch jedem frei den eigenen spirituellen Weg
zu gehen, als Beispiel sei die Petrusbruderschaft (Alte Messe) genannt oder andere Gemeinschaften, die
sich dem Gehorsam und der Ordnung verplichtet wissen. Ansonsten muß sie sich den Vorwurf der Abspaltung
gefallen lassen und mit den dementsprechenden Konsequenzen abfinden. Anders geht es gar nicht.
Was ist daran verwunderlich? Das war schon in der „guten alten Zeit“ so: Die Katholische Kirche konnte
über Jahrhunderte ganz gut in „Kohabitation“ mit dem Islam leben, nicht jedoch mit den Waldensern. Auch
nach dem 1. Vatikanischen Konzil konnte man sich weiterhin Kirchen mit einer lutherischen oder reformierten
Kirchengemeinde teilen und ein freundliches Verhältnis pflegen. Die Gründung einer altkatholischen Gemeinde
war aber Anlass zu deutlichen Abgrenzungsmaßnahmen. Das Problem mit den Pius-Schismatikern ist eben,
dass sie behaupten, die eigentliche und bessere Katholische Kirche zu sein. Davon muss die Kirche sich
abgrenzen.