Im karnevalistischen Kalender der Stadt Köln gibt es dieses Jahr einen besonderen Programmpunkt: ein „Jecker Gottesdienst“ im Kölner Dom mit dem Erzbischof der Stadt.
Das Kölner Dreigestirn 2005 von links nach rechts: Jungfrau, Prinz, Bauer
(kreuz.net, Köln) „Karneval goes Kölner Dom“ – berichtete die Webseite ‘koeln.de’ am 2. Januar.
Die
obersten Vertreter des Kölner Karnevals ist das Kölner Dreigestirn. Es wird vom Prinz, Bauern und von
der Jungfrau gebildet.
Jedes Jahr wird zur Karnevalssession ein neues Dreigestirn ernannt. Seit dem Zweiten
Weltkrieg wurden die Rollen stets mit Männern besetzt.
Am Donnerstag, 4. Januar – dem Abend vor der
Proklamation des neuen Dreigestirns – gibt es in dieser Session erstmals eine ganz besondere Unterstützung
„von oben“ – wie sich ‘koeln-de’ ausdrückt:
„Mit einem feierlichen Abendmahl mit Kardinal Meisner im
Kölner Dom soll die jecke Zeit kirchlich eingeläutet werden.“
Mit Jeck – Narr – werden Personen bezeichnet,
die aktiv am Karnelval teilnehmen.
Der angeblich „religionsübergreifende Gottesdienst“ im Kölner Dom
soll auch das Sessionsmotto „Mir all sin Kölle“ unterstreichen.
Ob die „jecke Messe“ zukünftig als
fester Programmpunkt in den karnevalistischen Kalender aufgenommen wird oder doch eine Ausnahme bleibt,
stehe allerdings noch aus.
Das entscheidet sich wohl erst, wenn die Kölner Jecken bewiesen haben, daß
sie nicht nur feiern, sondern auch besinnlich sein können und am Gottesdienst teilnehmen.
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41 Lesermeinungen
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Spießig A bisserl kleinkariert, der Artikel, a bisserl auf „todal streng“ und bloß kein Spaß und Lacher.
Man könnte auch sagen: spießig. Zum Glück ist der Kardinal nicht SO.
@HansUrs: „hätte ich bei Ihnen nicht vermutet, aber offensichtlich Weil es nicht dabei bleibt, sondern
auch noch in einem öffentlichen Forum kundgetan wird, handelt es sich um einen Verstoß gegen das 6.
Gebot d. Kirche ist „schmutzige Phantasie“ bei Ihrem Katholizismus noch kein Verstoß gg. das 6. Gebot.“
Unwillkürlich auftretende Impulse/Gedanken sind kein Verstoß, wenn sie nicht bewusst weiterverfolgt
werden; Wenn aber hier jemand meint, so etwas hinschreiben zu müssen, na dann… Was heißt „in ihrem
Katholizismus“ ? Ich würde mal sagen, dass es sich um Gebote Christi handelt.
#39 Benedikt 20:28:29 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@ Rüdesheim Also mir kommt der Kalender nicht entschlackt, sondern ohne vernünftiges System umsortiert
vor. Und wie ein Kalender den Blick auf das Wesentliche verstellen konnte und warum dies nun nicht mehr
der Fall sein soll ist mir auch nicht klar.
#38 Rüdesheim 20:14:32 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Bendikt, Stimme Durch die Kalenderreform sollte derselbige etwas „entschlackt“ werden, um wieder den Blick
frei zu kriegen, für das wesentliche innerhalb des Kirchenjahres!
#37 Benedikt 20:11:02 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@ Stimme Denn vor der eigentlichen Fastenzeit, liegt die Vorfastenzeit, wie z.b. hier von Dr. Martinus
beschrieben. Das ist offensichtlich eine protestantische Seite, auf die Sie da verweisen. Seit der Liturgiereform
gibt es keine Vorfastenzeit mehr. Warum weiß ich auch nicht. Den Sinn der Kalenderreform habe ich sowie
nie wirklich verstanden. Da sind wir uns mal einig.
@ Benedikt Wo steht denn geschrieben, dass der Sonntag vor dem Aschermittwoch die Fastenzeit einleitet?
Die Fastenzeit wird durch den Aschermittwoch selbst eingeleitet, während noch der Dienstag zuvor mit
der Fastenzeit soviel zu tun hat wie zB der Dreifaltigkeitssonntag. Bezogen auf das Thema Karneval ist
das nur halbrichtig im Sinne von nicht vollständig. Denn vor der eigentlichen Fastenzeit, liegt die Vorfastenzeit,
wie z.b. hier von Dr. Martinus www.daskirchenjahr.de/vorfastenmenu.php beschrieben. Zwischen der Weihnachtszeit,
welche bis Mariä Lichtmeß dauert und der Fastenzeit ab Aschermittwoch gibt es also eine Art Übergangszeit.
Andererseits muß man in Hinblick auf die Tradition der hl. Kirche sagen, dass sie den Karneval nicht
verboten hat. Für die heutigen Ausschreitungen und Perversionen, die sich auch dahinter verbergen, kann
man aber den Traditionsbeweis sicherlich nicht anführen.
#35 Benedikt 19:41:47 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@ Unschuld als gläubige Christen müssen wir den Karneval, den Fasching etc. ablehnen, da dies die größte
Beleidigung des Leidens Jesu darstellt. Durch Sauferei, Hurerei, Lästerei leitet man keine Passionszeit
ein! Einen guten Fasching gibt es nicht. Wo steht denn geschrieben, dass der Sonntag vor dem Aschermittwoch
die Fastenzeit einleitet? Die Fastenzeit wird durch den Aschermittwoch selbst eingeleitet, während noch
der Dienstag zuvor mit der Fastenzeit soviel zu tun hat wie zB der Dreifaltigkeitssonntag. Alles hat im
Kirchenjahr seine Zeit!
#34 Katharina L. † 16:22:20 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Hihihi Schon an der Kleidung dieser radikalen Narren kann man ja erkennen, dass sie noch schlimmer sind
als Homosexuelle! Du meinst sicher weiße Röcke mit 75 cm Spitze, oder?
Stimme! Der war gut! Recht hast Du! Männer in Strumpfhosen und – viel schlimmer und in Kölle schon fast
üblich: Männer in Frauenkleidern… Sowas kann doch nicht ernsthaft in den Dom wollen! *lach* Das ist
reif für die Bütt!
#32 Katharina L. † 15:41:19 | Donnerstag, 4. Januar 2007
@ Lingen Man orientiert sich an unverfänglicher katholischer Literatur, z.B. Bernhard Brinkmann, „Kleines
katholisches Kirchenlexikon“, Kevelaer 1951, Artikel „Fastnacht“ („Karneval“ steht nicht drin). Ist Bernhard
Brinkmann nicht dieser Schlagerfuzzi?
#31 Pater Lingen 15:34:16 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Ein Vorschlag zur Güte: Man orientiert sich an unverfänglicher katholischer Literatur, z.B. Bernhard
Brinkmann, „Kleines katholisches Kirchenlexikon“, Kevelaer 1951, Artikel „Fastnacht“ („Karneval“ steht
nicht drin). Der Text lautet vollständig (92): „die drei letzten Tage vor Beginn der Fastenzeit, vielfach
gekennzeichnet durch ausgelassene Lustbarkeiten mit Maskierung. Zur Sühne für die mannigfachen Versündigungen
an diesen Tagen wird vielerorts eine dreitägige Sühneanbetung vor dem Allerheiligsten gehalten. S. auch
vierzigstündiges Gebet.“
Ich hoffe ja nur dass den abgebildeten Gestalten und ihren radikalen Anhängern, die in wüstem Aufzug
bei Narrenprozessionen durch die Städte vagabundieren, keine unschuldigen Kinder zur Adoption ausgeliefert
werden. Schon an der Kleidung dieser radikalen Narren kann man ja erkennen, dass sie noch schlimmer sind
als Homosexuelle!
Unschuld! Man merkt, dass Du kein Rheinländer ist. Uns Kölschen war schon immer egal, wer unter uns
Kardinal war… Und darum wird gefeiert! Schließlich: [schunkeln an] Wir kommen allle, alle, alle in
den Himmel. Weil wir so brav sind. Weil wir so brav sind… [schunkeln aus]
#28 Unschuld 00:10:25 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Karneval Liebe Mitchristen, als gläubige Christen müssen wir den Karneval, den Fasching etc. ablehnen,
da dies die größte Beleidigung des Leidens Jesu darstellt. Durch Sauferei, Hurerei, Lästerei leitet
man keine Passionszeit ein! Einen guten Fasching gibt es nicht.
#27 Benedikt 00:04:56 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Jaja… …die Herren Sedisvakantisten huldigen natürlich dem protestantischen Puritanismus, wen wundert’s
. @ Aurelius Mit einem sittlichen Fest, mit gutem Bier, Kölsch! Wie bitte? Hehe…
@Daniel Stöhr: Laxismus … hätte ich bei Ihnen nicht vermutet, aber offensichtlich Weil es nicht dabei
bleibt, sondern auch noch in einem öffentlichen Forum kundgetan wird, handelt es sich um einen Verstoß
gegen das 6. Gebot d. Kirche ist „schmutzige Phantasie“ bei Ihrem Katholizismus noch kein Verstoß gg.
das 6. Gebot.
@ Athanasius Mit einem sittlichen Fest, mit gutem Bier, Kölsch! guter Musik, gute Karnevalsmusik??? Berlioz,
die Overtüre „Der römische Carneval“… Dann die Klavierstücke Carneval von Robert Schumann… Aber
nach gutem Bier (cf supra) hält man auch Bläck Föös et al aus… und guten Witzen ist nichts los.
Daran empfinet die römisch-katholische Kirche nichts falsches. Auch steht somit Karneval in dieser Tradition.
Danke für die Klarstellung. Was aber nie der Fall war, war die Ridikulisierung des Allerheiligsten, des
christlichen Tempels, des Altarsakramentes, der Predigung, in einer „Faschingsmesse“ und sonstigem. Solche
Feier sind geschmackslos und machen die Kirche und ihre Botschaft zum Narren. Das ist sakrilegisch und
wer solche betreibt, sündigt schwerstens, schlimmer als Hurenläufer meiner Einsicht nach. Die ziehen
andere nichts ins Verderben mit. Ganz Ihrer Meinung.
#23 Athanasius 18:28:39 | Mittwoch, 3. Januar 2007
Karneval Mit einem sittlichen Fest, mit gutem Bier, guter Musik, und guten Witzen ist nichts los. Daran
empfinet die römisch-katholische Kirche nichts falsches. Auch steht somit Karneval in dieser Tradition.
Was aber nie der Fall war, war die Ridikulisierung des Allerheiligsten, des christlichen Tempels, des
Altarsakramentes, der Predigung, in einer „Faschingsmesse“ und sonstigem. Solche Feier sind geschmackslos
und machen die Kirche und ihre Botschaft zum Narren. Das ist sakrilegisch und wer solche betreibt, sündigt
schwerstens, schlimmer als Hurenläufer meiner Einsicht nach. Die ziehen andere nichts ins Verderben mit.
@ Daniel Stöhr Um es in Ihren eigenen unsterblichen Worten von eben auszudrücken: bla, bla, bla… Und
wenn Sie mal gerade einen hellen Augenblick haben, schauen Sie mal hier www.newadvent.org/cathen/02109a.htm
drauf (Tip: das Schwarze sind die Buchstaben…)
Daniel Stöhr – Kölle Alaaf! Auch durch das wirre Geschreibsel eines Herrn Stöhr lassen wir katholischen
Rheinländer uns den Fasteleer nicht vermiesen, selbst wenn „Seine Emezement, der Kanal Meister“ meint,
im Hohen Dom einen Narrengottesdienst halten zu müssen.
Faschingsmessen Dieser Bericht zeigt wieder einmal, dass man auch den so genannten Neokonservativen nicht
trauen kann, sondern nur den Traditionalisten.
„Aurelius“, der den Vornamen eines Heiligen und Kirchenlehrers missbraucht, hat offenkundig eine sehr
schmutzige Phantasie. Weil es nicht dabei bleibt sondern auch noch in einem öffentlichen Forum kundgetan
wird, handelt es sich um einen Verstoß gegen das 6. Gebot d. Kirche („Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“).
@ecclesia-semper-reformanda @STÖHRfall @ecclesia-semper-reformanda wo haben Sie denn diese grauenvolle
Internetseite ausgebuddelt???!!! Die ist ja noch schlimmer als die geschmacklosesten Witze zu Karneval!!!
Kennen Sie die noch nicht? Das sind die Sammlung von „Pater“ Lingens theologischer, ekklesiologischer,
weltanschaulicher und sonstiger Autofellatio, die er für Kirchenlehre hält. @Daniel Stöhr bla, bla,bla…
Selbsterklenntnis ist auf jeden Fall schon mal ein guter Start…
Sedismüll Sedisvakantisten wären die einzigen Lebewesen der Erde, die nicht schützenswert sind! Herr,
lass Hirn vom Himmle regnen, und zwar nicht nur für die Sediswanzen, sondern für ale Fanatiker!
Mensch Stöhr, wo haben Sie denn diese grauenvolle Internetseite ausgebuddelt???!!! Die ist ja noch schlimmer
als die geschmacklosesten Witze zu Karneval!!!
@ D Stöhr Wenn ich mir die Karnevalshochburgen in D so ansehe, dann sind das hauptsächlich katholische
Gegenden. In meiner Kleinstadt gibt’s die größten Veranstaltungen vom Karnevalsverein der kath. Kirchengemeinde
in den Räumlichkeiten der Gemeinde.
@ D. Stöhr …kannte ich einen „Pfarrer“, der alljährlich zur Fasnet (hochdeutsch: Karneval) seine „Predigten“
in Form von Büttenreden hielt. Solange die Witze darin nicht geschmacklos waren und die „Büttenpredigt“
einen Kernaussage enthielt, die zum Nachdenken anregrte, kann das doch ganz nett sein. Am Rosenmontag
2005 sendete Radio Vatikan ein Programm, dass ausschließlich aus (meiner Meinung nach geschmacklosen)
Witzen bestand. Beispiel:Papst JP II hat heute auf der Intensivstation der Gemelli-Klinik entschieden,
dass die Klinik zum neuen Vatikan umgebaut wird. Auch hier sei er ausschließlich von alten Menschen umgeben,
dafür sei aber die med. Versorgung und das Essen besser. Und das war nicht der einzige Witz zur gesundheitlichen
Situation des Papstes. Wenig später hörte ich eine Sendung eines protestantischen Missionswerkes mit
dem Titel „Der Narr hinter der Maske“. Die Aussage dieser Sendung war in etwa, dass jeder sofort zu Hölle
fährt, der auch nur daran denkt, Karneval zu feiern.