08:17:15 | Freitag, 5. Januar 2007
Papst in Suppenküche + Vatikan: Türkei in die EU + Verstorben + Die Nase der Mutter + Gesellschaftlicher Dachschaden
Papst in SuppenkücheVatikan. Gestern vormittag besuchte Papst Benedikt XVI. eine römische Suppenküche
für Obdachlose. Er weihte dort eine Gedenktafel für seinen Vorgänger Johannes Paul II. ein. Ein 68jähriger
Obdachloser, der zwanzig Jahre in Deutschland gearbeitet hat, schenkte dem Papst eine Decke und wechselte
mit ihm ein paar Worte. Die Mitarbeiter der Caritas überreichten dem Heiligen Vater symbolisch eine Mitgliedskarte.
Sie gibt ihm das Recht, in der Suppenküche zu essen.
Vatikan: Türkei in die EUVatikan. Ohne die Türkei
verliere Europa eine Brücke zum Orient. Das erklärte der vatikanische Staatssekretär Kardinal Tarcisio
Bertone laut der französischen katholischen Tageszeitung ‘La Croix’. Es sei im Interesse Europas, der
Türkei beim Aufbau einer „wahrhaftigen Demokratie“ zu helfen: „Die Türkei außerhalb Europas zu lassen,
hieße riskieren, den islamischen Fundamentalismus im Inneren des Landes zu fördern.“
VerstorbenDeutschland.
Am Montag, dem 2. Januar, verstarb in Trier gegen 9.30 Uhr im Alter von 75 Jahren Pfarrer Hermann Josef
Adam nach kurzem, aber geduldig ertragenen Krebsleiden. Mitte der 70er Jahre verlor er seine Pfarrei Schillingen
im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Grund: Er verweigerte sich dem konziliaren Kurs. In den
Folgejahren arbeitete er in der Sachkatalogisierung der Bibliothek des Trierer Priesterseminars und betreute
in verschiedenen Hauskapellen, unter anderem in Stuttgart, Mettlach, Mürlenbach, kleine Gruppen von Gläubigen,
die sich dem Glauben und der Liturgie ihrer Väter verpflichtet fühlten. Die Exequien und Beisetzung
finden am kommenden Montag ab 11.00 Uhr in seinem Heimatort Kleinblittersdorf, das zum Stadtverband Saarbrücken
gehört, statt.
Die Nase der MutterDeutschland. Kardinal Joachim Meisner von Köln forderte im Gespräch
mit der deutschen Nachrichtenagentur ‘Dpa’ die Anerkennung der Mutter als Beruf mit Alters- und Krankenversicherung.
Die Leistungen der Mütter würden in Deutschland unzureichend gewürdigt. Der frühere Bischof von Berlin
macht „dieses Theater jetzt zum zweiten Mal mit“: „In der DDR hat man den Frauen gesagt: »Wenn ihr zu
Hause bleibt, verpaßt ihr euer Leben.«“ Heute höre man ähnliches. Dabei gebe es keine größere Form
von Selbstverwirklichung, als Kinder zu haben. „Da sieht eine Mutter dann: »Ach, der hat meine Nase.«“
Gesellschaftlicher DachschadenFrage: Wie viele Kinder und Jugendliche in Gelsenkirchen haben psychische
Probleme?
Antwort: Konkrete Zahlen gibt es nicht. Allgemein aber kann man sagen: Jeder Dritte hat bereits
einmal in seinem Leben eine behandlungsbedürftige psychische Krise erlebt, und jeder dritte Notdiensteinsatz
hat mit psychischen Krisen zu tun. Und man kann sagen: Die psychischen Probleme bei Schülern steigen.
Peter Horstmann – Psychiatriekoordinator der Stadt Gelsenkirchen – im Gespräch mit der ‘Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung’.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#17
Tridentinus 10:22:38 | Samstag, 6. Januar 2007
#16
stephan 21:51:01 | Freitag, 5. Januar 2007
#15
Christian Hüller 20:33:42 | Freitag, 5. Januar 2007
#14
Elendester Sünder 15:46:08 | Freitag, 5. Januar 2007
#13
Schnabeltierkönig 15:10:39 | Freitag, 5. Januar 2007
#12
Gallowglas 13:08:54 | Freitag, 5. Januar 2007
#11
möchtegern-kathole 11:28:11 | Freitag, 5. Januar 2007
#10
Nanny Ogg 11:00:37 | Freitag, 5. Januar 2007
#9
mrnka 10:50:42 | Freitag, 5. Januar 2007
#8
Salomonius 10:45:17 | Freitag, 5. Januar 2007
#7
Epiphanius 10:39:15 | Freitag, 5. Januar 2007
#6
möchtegern-kathole 10:34:55 | Freitag, 5. Januar 2007
#5
Nanny Ogg 10:00:16 | Freitag, 5. Januar 2007
#4
wiener 09:56:46 | Freitag, 5. Januar 2007
#3
catharina 09:42:09 | Freitag, 5. Januar 2007
#2
Josefus 09:30:29 | Freitag, 5. Januar 2007
#1
Sozialkatholisch 08:29:01 | Freitag, 5. Januar 2007