St. Pölten
Ersuchen um Änderung von Straßennamen in St. Pölten
Im Zusammenhang mit dem sozialistischen Kampf gegen ein Wandbild in einer Kirche in St. Pölten hat eine Anwohnerin den Konflikt zu Ende gedacht.
St. Pölten würdigt gleich mit mehreren Straßennamen zweifelhafte Politiker
St. Pölten würdigt gleich mit mehreren Straßennamen zweifelhafte Politiker
(kreuz.net) Gestern versandte die St. Pöltnerin Martina Lintner einen Offenen Brief.

Er ist an Robert Laimer – Stadtrat und Bezirkspartei- geschäftsführer der SPÖ St. Pölten – gerichtet.

Sie habe „mit Erstaunen“ den Medien entnommen, daß Stadtrat Laimer mit einem Wandbild in der St. Pöltner Prandtauerkirche Probleme habe.

Auf dem Bild ist der ehemaligen österreichische Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß dargestellt, der 1934 während des Juliputschs von Nationalsozialisten ermordet wurde.

In der St. Pöltner Prandtauerkirche ist Dollfuß auf einem Altarfresko zu sehen - auf der rechten Seite die Figur ganz links
In der St. Pöltner Prandtauerkirche ist Dollfuß auf einem Altarfresko zu sehen – auf der rechten Seite die Figur ganz links
Seinen Widerstand gegen das Wandbild begründet Stadtrat Laimer mit der „Trennung von Staat und Kirche“.

„Wenn ich Sie beim Wort nehmen darf, dürfte Sie das, was Kirchenrektor DDr. Reinhard Knittel und die Gläubigen – aus eigenem Geld bezahlt – in die Kirche geben, eigentlich nichts angehen.“

„Oder gehen Katholiken in die Parteistuben der SPÖ, um zu inspizieren, wer da so an den Wänden herumhängt?“ – so Frau Lintner.

Da der von Nationalsozialisten ermordete Staatsmann offenbar so sehr störe, fordert Frau Lintner weitere Maßnahmen der Vergangenheitsbewältigung – und zwar die Änderung folgender Straßennamen:

• Dr. Karl Renner – Promenade. Begründung: Der sozialdemokratische Politiker und spätere österreichische Staatspräsident Dr. Karl Renner († 1950) sei für den Anschluß Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland eingetreten.

Im übrigen habe er auch „Deutsch-Österreich, du herrliches Land“ gedichtet mit Perlen wie „Treu unserm Volkstum“.

Wegen seines faschistischen und deutschvölkischen Gedankengutes dürfte Renner – so Frau Lintner – heute unter das österreichische Verbotsgesetz fallen.

• Tandlerstraße. Wenn damit der Arzt und sozialdemokratische Politiker Dr. Julius Tandler († 1936) gemeint sei, plädiert Frau Lintner für eine sofortige Demontage der Straßenschilder.

Tandler sei ein vehementer Verfechter der Euthanasierung gewesen und habe die Vernichtung oder Sterilisierung von „unwertem Leben“ gefordert.

Er sollte – nach Ansicht von Frau Lintner – nicht geehrt werden.

• Dr. Bruno Kreisky – Straße. Begründung: Der ehemalige Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky († 1990) sei für die Einführung der Fristentötung in Österreich verantwortlich.

Aufgrund dieses Blutgesetzes wurden bisher in Österreich Hunderttausende Menschen getötet. Frau Lintner: „Kommen Sie mir bitte nicht mit Frauenrechten, denn Frauenrechte begründet man nicht auf Mord“.

Weiters habe Kreisky Kontakte mit dem libyschen Diktator Muammar Al-Gaddafi unterhalten.

Als Ersatznamen schlägt Frau Lintner vor: „Kaiser Franz Joseph – Promenade“, „Dr. Hildegard Burjan – Straße“, General Jellacic – Straße oder ähnliches.

Sie hoffe, daß ihre Vorschläge im Stadtgemeinderat der Landeshauptstadt St. Pölten Gehör fänden und bald realisiert würden.
      
15 Lesermeinungen
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#17   Stimme aus dem Tradiland   16:01:54 | Freitag, 5. Januar 2007
@ wiener
Bei Teilnehmern, die in ihrem Profil eine deaktivierte E-mail-Adresse haben, könnte man ein E-mail über die Redaktion versuchen, wenn einen nicht stört, dass die Redaktion dann mitliest.
Es würde aber auch ein E-mail des Inhalts „bitte, die E-mail-Funktion aktivieren, ich möchte mit Ihnen reden“ genügen.
Ich habe – wenn es mir wichtig war – so etwas gelegentlich gemacht und hat sowohl die Weiterleitung durch die Redaktion als auch die Antwort durch den Teilnehmer jeweils geklappt.
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#16   Desperatus †   15:52:53 | Freitag, 5. Januar 2007
@Stimme aus dem Tradiland
Nun, es ist besser erst keinen Reim zu versuchen, als im Maß der betonten Silben zu irren:
Bsp: „Desparatus – keinen Kuss“
oder in unechten Reimen zu verharren:
Bsp: „Reimen – weinen“
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#15   Stimme aus dem Tradiland   15:46:16 | Freitag, 5. Januar 2007
Lustige Reime von Desperatus?
Desperatus, Despertatus
kriegt von Lehmann keinen Kuß –
schon gar nicht für den „lust’gen“ Sager
mit dem dummen Kugellager;
wie jeder weiß lange schon
reimen sich nicht: Mainz & Thron;
wer auf Äußerlichkeiten erpicht
reimt über Bischofsbäuche nicht;
so was ist auch nicht adrett
nicht mal in ner Büttenred’
aus ein paar grind’gen Schüttelreimen
fließt Stoff nicht zum Lachen sondern Weinen!
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#14   wiener   15:40:45 | Freitag, 5. Januar 2007
@ stimme
@ wiener: Schon der zweite Treffer wider die Redaktionsvorgaben? Was den Konflikt mit ExBochumer betrifft, so würde ich die Angelegenheit einem direkten Austausch über E-mail (über die entsprechende Funktion der kreuz.net-Software) anvertrauen. Ich stecke übrigens nicht hinter der kreuz.net-Redaktion, auch nicht als einfaches Mitglied oder in irgendeiner Funktion.
liebe stimme!
auch, wenn ich nicht weiß, was an freundlich formulierten grüßen zu ahnden sein soll, halte ich mich doch gern an die vorgaben.
was den guten tipp in sachen e-mail angeht: der genannte user hat die funktion des e-mail-kontaktes deaktiviert, so dass es leider nicht möglich ist, diesen weg (der mir auch lieber wäre) zu wählen.
ich wünsche ein gesegnetes hochgest der erscheinung des herrn! und lieben gruß :(3
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#13   Desperatus †   15:29:14 | Freitag, 5. Januar 2007
@Gastus
Mir ist ja hier schon manches an den Kopf geworfen worden, aber Humorlosigkeit ist neu.
Wie wäre es damit:
Karl Lehmann, Kardinal in Mainz,
ist ja bekanntlich nicht graqd hager.
Der macht mit seinem Bischofsthron
Reklame jetzt für Kugellager
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#12   Stimme aus dem Tradiland   15:28:37 | Freitag, 5. Januar 2007
Wem ein Beitrag eines Leser nicht gefällt, kann die Redaktion verständigen
@ wiener: funktioniert bei jedem Beitrag mit der Funktion „Redaktion benachrichtigen“ neben dem kleinen Teufelchen… (postscriptum zum letzten Beitrag).
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#11   Gastus   15:26:48 | Freitag, 5. Januar 2007
@Desperatus
Darf ich fragen, woher sie die Informationen beziehen, aufgrund derer Sie sich erdreisten, so über mich zu urteilen?
Sie dürfen!
Ihre Humorlosigkeit ist Grund und Annahme genug.
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#10   Stimme aus dem Tradiland   15:25:06 | Freitag, 5. Januar 2007
Die langen Schatten der kleinen Zwerge in unserer Kultur
@ Desperatus (Vorwurf der geistigen Zwergenwelt) Darf ich Fragen, woher Sie die Unverfrorenheit nehmen, so über mich zu urteilen?
Keine Unverfrorenheit, sondern die mäßig originelle Sammlung geistiger Ergüsse des Desperatus www.kreuz.net/reader.1672.html
Die Interpretation von Gastus ist zutreffend, auch wenn ich konkret vorher nicht an den „langen“ Schatten der kleinen Zwerge dachte.
@ wiener: Schon der zweite Treffer wider die Redaktionsvorgaben? Was den Konflikt mit ExBochumer betrifft, so würde ich die Angelegenheit einem direkten Austausch über E-mail (über die entsprechende Funktion der kreuz.net-Software) anvertrauen. Ich stecke übrigens nicht hinter der kreuz.net-Redaktion, auch nicht als einfaches Mitglied oder in irgendeiner Funktion.
Meine Frage von 15.04 Uhr harrt noch geduldig der geschätzten Beantwortung…
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#9   Desperatus †   15:23:32 | Freitag, 5. Januar 2007
@Gastus
„selbst geistige Zwerge wie Sie“
Darf ich fragen, woher sie die Informationen beziehen, aufgrund derer Sie sich erdreisten, so über mich zu urteilen?
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#8   Gastus   15:17:58 | Freitag, 5. Januar 2007
@Desperatus
Darf ich Fragen, woher Sie die Unverfrorenheit nehmen, so über mich zu urteilen?
Vielleicht hatte „die Stimme“ das Bild der untergehenden Sonne der Kultur vor Augen, die selbst geistige Zwerge wie Sie lange Schatten werfen lässt.
Eine Annahme von mir :-D
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#7   Desperatus †   15:12:52 | Freitag, 5. Januar 2007
@Stimme aus dem Tadiland
„Schreiben Sie halt selbst einen sinnvollen Beitrag und senden ihn an kreuz.net.“
Das würde ja dazu führen, daß auf dieser Seite einmal ein sinnvoller Beitrag steht. Diese Stilfigur nennt man dann contadictio in adjecto.
Wie sich aus der Wiedergabe von Texten von Hexen, Moslems u.a. ergibt, ist die Spannweite von kreuz.net sehr viel größer, als von Ihnen in Ihrer geistigen Zwergenwelt angenommen.
Darf ich Fragen, woher Sie die Unverfrorenheit nehmen, so über mich zu urteilen?
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#5   Stimme aus dem Tradiland   15:04:12 | Freitag, 5. Januar 2007
Desperate Stilfragen & die „schwarze Witwe“
@ wiener: Hält sich wohl auch nicht mehr an jene Redaktionsvorgaben, die oberhalb jeder zu schreibenden Anmerkung nachlesbar sind. Aber andere Teilnehmer ständig wegen ihres Stils zu kritisieren, das kann er… Im übrigen würde mich interessieren, was ein angeblich katholischer Priester gegen ein solches Schreiben wie das oben wiedergegebene einzuwenden hat.
@ Desparatus: Schreiben Sie halt selbst einen sinnvollen Beitrag und senden ihn an kreuz.net. Wie sich aus der Wiedergabe von Texten von Hexen, Moslems u.a. ergibt, ist die Spannweite von kreuz.net sehr viel größer, als von Ihnen in Ihrer geistigen Zwergenwelt angenommen.
@ Alois Hudal: Es wäre schön, wenn sich die „Schwarzen“ tatsächlich Ihres vorbildlichsten Altvorderen entsinnen würden, des Märtyrers wider den Nationalsozialismus, Engelbert Dollfuss. Tatsächlich sind allerdings die meisten ÖVPler kräftigst zeitgeistig verseucht, wie z.B. auf dem Blog der Schwarzen Witwe www.oevp.blogspot.com/ nachgelesen werden kann.
Im übrigen ist die Argumentation der Autorin so originell wie treffend und durchaus nicht im Rahmen „schwarzer Durchschnittsargumentaion“
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#4   wiener   14:58:59 | Freitag, 5. Januar 2007
@ stimme a.d.tr.
mein vorheriger beitrag war nur ein versuchsballon dafür, wie rasch die redaktion auf löschungsforderungen reagiert.
offenbar tut sie dies noch immer recht flott.
ich bitte daher, die von mir seit einigen tagen angemahnten maßnahmen gegen den user „ExBochumer“ auch tatsächlich durchzuführen.
mfg
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#3   Alois Hudal   14:30:40 | Freitag, 5. Januar 2007
@Frau Lintner, Redaktion:
Das typische schwarze Dollfuß- und Schuschnigg-Gerede von Frau Lintner, dies ist keine Veröffentlichung wert. *gähn*
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#1   Desperatus †   14:21:34 | Freitag, 5. Januar 2007
Toll, Toll, Toll
Einfach toll.
So kann man Seiten füllen.
Einfach über einem offenen brief schreiben, den irgendwer irgendwann an irgendwen gesendet hat.
Toll, toll, toll.
Weiter so, einfach nur gut.
Toll, toll, toll
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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