Für immer ein Kind
Grüße von Frankenstein
Ein Elternpaar hat kürzlich in den USA dafür gesorgt, daß ihre schwerbehinderte Tochter für immer eine Puppe bleiben wird. Der Fall ist bisher einmalig.
Ashley feiert im Kreis ihrer Familie Weihnachten 2006
Ashley feiert im Kreis ihrer Familie Weihnachten 2006
(kreuz.net, Seattle) Die neun Jahre alte Ashley ist 1,34 m groß und wiegt rund 34 Kilogramm.

Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Denn das Mädchen ist auf Wunsch der Eltern medizinisch entsprechend präpariert worden.

Ashley wohnt in der Gegend von Seattle – im Nordwesten der Vereinigten Staaten.

Sie leidet an den Folgen einer seltenen Gehirnerkrankung. Ashley wird deshalb nie stehen, gehen, sprechen oder ihren Kopf alleine halten können.

Vor drei Jahren ließen die Eltern – die noch zwei weitere Kinder besitzen – der sechsjährigen Ashley hohe Dosen des weiblichen Hormons Östrogens verabreichen.

Das Ziel bestand darin, bei dem Kind eine verfrühte Pubertät einzuleiten und ihr Wachstum zu stoppen.

Für immer ein Kind
Ashley im Jahr 1999Ashley im Jahr 2000Nach einem Bad im Jahr 2002

Ohne die Hormonspritzen wäre Ashley – nach ärztlichen Schätzungen – 1,67 Meter groß und knapp 57 Kilogramm schwer geworden.

Im Jahr 2004 entfernten Chirurgen ihr außerdem die Gebärmutter, die Brüste und den Blinddarm. Damit wird Ashley für immer den Körper eines Kindes besitzen.

Die zwei Ärzte, die Ashley bearbeiteten, berichteten im letzten Herbst in der medizinischen Fachzeitschrift ‘Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine’ über den Fall.

Am Neujahrstag traten auch Ashleys Eltern an die Öffentlichkeit, um ihr Tun zu rechtfertigen.

Auf einem eigens eingerichteten Weblog legten sie ihre Gründe für den Eingriff an ihrer Tochter dar.

Die Eltern nennen ihr behindertes und inzwischen in seiner Entwicklung gestopptes Kind ihren „Kopfkissenengel“.

Ashelys Mutter erklärt, sich wie bisher um Ashley kümmern zu wollen: sie tragen, baden, wickeln, ihr Musik von Andrea Boccelli vorspielen, mit ihr auf Reisen fahren.

Eine ausgewachsene Ashley hätte diesen Traum zunichte gemacht.

Die Eltern erklären auch auf der Webseite, die Eingriffe an ihrer Tochter nicht aus eigener Bequemlichkeit durchgeführt zu haben, sondern um die Lebensqualität des Mädchens zu erhöhen.

Die Brüste seien entfernt worden, damit Ashley beim Liegen keine Behinderung spüre.

Nach der Entfernung der Geschlechtsmerkmale könne sie kein Opfer sexueller Übergriffe werden.

Das Ausbleiben der Menstruation sei ein weiterer Vorteil.

Den größten Vorteil sehen die Eltern darin, daß der Alltag leichter werde:

„Indem Ashley klein und leicht bleibt, hat sie die Chance, auf mehr Hilfsbereitschaft Dritter zu stoßen.“

Sie könne auch als Erwachsene noch leicht getragen werden.

Die Eltern wehren sich gegen die Kritik, ein „Frankenstein-Baby“ geschaffen zu haben, das auf ewig ein würdeloses Neutrum bleibe.

„Gott würde es wollen, daß unsere Tochter die für sie höchstmögliche Lebensqualität erfährt und alle nur denkbaren Möglichkeiten erhält“ – schreibt der Vater auf seinem Weblog.

Nach Ansicht der Eltern wäre es grotesk, einen Menschen mit dem geistigen Zustand eines Säuglings im Körper einer fruchtbaren, ausgewachsenen Frau leben zu lassen.
      
19 Lesermeinungen
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#19   Gastus   02:02:26 | Sonntag, 7. Januar 2007
@…
Ein körperlicher Eingriff bei einem behinderten Menschen, der nicht der Heilung oder Linderung dient, ist eine Körperverletzung.
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#18   freddie schenk   15:48:43 | Samstag, 6. Januar 2007
Perfide
Wer den Wunsch nach „Lebensqualität“ für das Mädchen und seine Eltern so ganz allgemein als „unchristlich“ hinstellt, redet gewissenlos daher.Christlich hin, unchristlich her … Ashley wird Östrogen gespritzt, damit sie kindlich bleibt, Brüste und Gebärmutter wurden entfernt. Ashley soll nicht mehr wachsen und nicht mehr schwerer werden, damit die Pflege leichter ist. Für mich klingt das perfide.
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#17   HansUrs   15:40:41 | Samstag, 6. Januar 2007
Ein wenig gruselig …
klingt das schon, aber mit Euthanasie hat es nichts zu tun, auch nicht mit dem gentechnischen Ideal des „optimalen Menschen“.
Die Intention der Ärzte war ja wohl offensichtlich, der Patientin unter den gegebenen Umständen der schweren Erkrankung ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen (dazu gehört auch die „Pflegbarkeit“ – wer sich hier leichtfertig das Maul über die Eltern zerreißt, sollte mal nachdenken!). Das ist Leidensminderung und entspricht damit dem ärztlichen Auftrag.
Ob es in diesem Zusammenhang erlaubt ist, so massiv in die Entwicklungsmöglichkeiten des Mädchens einzugreifen, ist eine moraltheologische Frage, die man diskutieren kann. Keineswegs liegt eine negative Antwort sozusagen auf der Hand.
Wer den Wunsch nach „Lebensqualität“ für das Mädchen und seine Eltern so ganz allgemein als „unchristlich“ hinstellt, redet gewissenlos daher.
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#16   freddie schenk   15:21:03 | Samstag, 6. Januar 2007
Machbarkeitswahn
Das stammt wohl aus der „wir-basteln-uns-den-optimalen-Menschen-selber“ Ecke. So sieht also der Machbarkeitswahn aus. Himmel hilf!
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#15   Lota   22:00:15 | Freitag, 5. Januar 2007
Euthanasie
Das ist eine besonders hinterhältige Form der Nazi-Euthanasie.
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#14   deus_caritas_est   21:42:52 | Freitag, 5. Januar 2007
Frankenstein
Also da verschlägt es mir wirklich die Sprache :'(
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#13   Tarcisius   20:46:44 | Freitag, 5. Januar 2007
widerlich
mehr ist nicht zu sagen.
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#12   Christian Hüller   20:06:23 | Freitag, 5. Januar 2007
Sterilisation
Die Eltern haben sich ein pflegeleichtes Püppchen „geschaffen“.
Das ist auch eine Form von Euthanasie.
Abtöten und Unterbinden der natürlichen, körperlichen Entwicklung, vergleichbar mit der Zwangssterilisation von Behinderten aus der Nazizeit.
Es bleibt nun nur noch abzuwarten, wann die entsprechende Form der „Behandlung“ auch in Deutschland Fuß fassen wird.
Bisher kam ja alles irgendwann mal ‘rüber – aus dem Land der (in jeder Hinsicht) unbegrenzten Möglichkeiten.
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#11   Gastus   18:37:53 | Freitag, 5. Januar 2007
@Katharina
Und somit werde ich in meinem Nachtgebet um Ihren baldigen Tod beten.
Nach der göttlichen Vorsehung wird, wenn die Zeit gekommen ist auch Gastus heim zum Vater gehen dürfen. Ihr Gebet wird mir in göttlich vorsehender Weise zugute
kommen. Mein Dank dafür.
In diesem Zusammenhang lege ich Ihnen wärmstens die Brigittagebete ans Herz.
P.S. Diese Info ist nur für Sie. Im Leben des Gastus gab es einmal einen Zwischenfall. Gastus dachte er dürfte drüben bleiben. Aber er durfte nicht, weil er seine Aufgabe noch nicht erfüllt hatte.
Aber pssst, das war vertraulich.
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#10   Katharina L. †   18:11:08 | Freitag, 5. Januar 2007
@ Gastus
Ich halte es nicht für verwerflich, einem durch Experimente gequälten Menschen, dessen Sein bisher nur durch Mediziner und verblendete Angehörige fremdbestimmt wurde, die leibhaftige Begegnung mit Christus zu wünschen und darum zu bitten.
Dann halte ich es auch nicht für verwerflich, einem durch die Erbsünde, Konkupiszenz, körperliche Begrenztheit und Schwächen gequälten Menschen die leibhaftige Begegnung mit Christus zu wünschen und darum zu bitten.
Und somit werde ich in meinem Nachtgebet um Ihren baldigen Tod beten.
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#9   Gastus   18:06:51 | Freitag, 5. Januar 2007
@Katharina L.
Warum also ihren Tod herbeibeten?
Ich halte es nicht für verwerflich, einem durch Experimente gequälten Menschen, dessen Sein bisher nur durch Mediziner und verblendete Angehörige fremdbestimmt wurde, die leibhaftige Begegnung mit Christus zu wünschen und darum zu bitten.
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#8   Katharina L. †   17:50:57 | Freitag, 5. Januar 2007
@ Gastus
Es gibt Frauen, die sind besonders schön, wenn sie schweigen. Na Katharina, wie wärs?
Keine Sorge: Wenn weise Männer reden, schweige ich sofort. Aber wenn Frauen anfangen, um den Tod anderer Menschen zu beten, dann weise ich eben auf den Brauch des „Mortbetens“ hin. Könnten Sie dazu auch inhaltlich was sagen?
Ich bete zum Herrn für dieses Mädchen um ein erfülltes Leben. Wie sie sich selbst fühlt, kann niemand von uns erahnen. Warum also ihren Tod herbeibeten?
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#7   Gastus   17:41:35 | Freitag, 5. Januar 2007
@Katharina EL.
Schau an, schau an, auf kreuz.net wird sogar das Mortbeten wieder eingeführt!
Es gibt Frauen, die sind besonders schön, wenn sie schweigen. Na Katharina, wie wärs?
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#6   Katharina L. †   17:37:17 | Freitag, 5. Januar 2007
@ Sarah
Schau an, schau an, auf kreuz.net wird sogar das Mortbeten wieder eingeführt! :-S
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#5   Gastus   17:35:22 | Freitag, 5. Januar 2007
@Sarah
Wer gibt Eltern das Recht, ihr Kind, für das sie verantwortlich sind, als Versuchskaninchen herzugeben, es widernatürlich behandeln zu lassen und mit unnötigen Operationen zu quälen? Vielleicht werden sie ja dafür auch noch bezahlt.
Es ist eine Medizin, die mehrheitlich !!! wie GOTT sein will, die alten Menschen nicht sterben lässt, die Ungeborenen tötet und den verunsicherten Laien unter dem Deckmäntelchen des Guten ihre Experimente an den Lebenden verkauft.
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#4   Sarah   17:28:16 | Freitag, 5. Januar 2007
Abstossend und ekelerregend
Wer gibt Eltern das Recht, ihr Kind, für das sie verantwortlich sind, als Versuchskaninchen herzugeben, es widernatürlich behandeln zu lassen und mit unnötigen Operationen zu quälen? Vielleicht werden sie ja dafür auch noch bezahlt.
Was würde Jesus dazu sagen? Hätten christliche Eltern nicht ihm ihr krankes Kind ans Herz legen müssen? Ich werde für dieses arme Menschenkind beten und den Barmherzigen Jesus bitten, dass er sich des Mädchens annimmt und es möglichst bald zu sich ruft.
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#3   Karl Murx   17:24:44 | Freitag, 5. Januar 2007
So einmalig nicht!
Vor vielen Jahren, wohl jetzt vor Jahrzehnten, ließ ein amerikanisches Ehepaar seinem fünfjährigen Knaben die Hoden abschneiden. Da der Junge nach einem Unfall seinen Penis verloren hatte, riet ein Psychologe den Eltern, den Sohn zu kastrieren und als „Mädchen“ großzuziehen.
Irgendwann, etwa mit 18, hatte der Filius die Nase voll, zog sich als Mann an und ließ sich mit Hormonspritzen zum Mann aufpäppeln. Er verliebte sich in ein Mädchen, das er „heiratete“, nachdem er sich über einen mezinischen Eingriff einen Neopenis hatte anlegen lassen.
Leider ist der arme Kerl objektiv eheunfähig.
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#2   Gastus   15:50:37 | Freitag, 5. Januar 2007
@ Papa’s Wille!
„Gott würde es wollen, daß unsere Tochter die für sie höchstmögliche Lebensqualität erfährt und alle nur denkbaren Möglichkeiten erhält“
Wie hätte der Papa wohl gehandelt, wenn er diesen Brief des Hlg. Paulus gekannt hätte?
Phil 1,23
Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein – um wie viel besser wäre das!
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#1   wiener   15:49:07 | Freitag, 5. Januar 2007
einfach nur …
… abstoßend.
und natürlich: „gott hätte es so gewollt“ – und damit sollen alle dinge möglich sein???
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