Letztes Jahr hat er seinen Priesterberuf an den Nagel gehängt, um in die große Politik einzusteigen. Doch sein Versuch endete mit einer Bauchlandung.
Links: Der suspendierte Priester Ernst-Ewald Roth Rechts: Das Rathaus von Wiesbaden
(kreuz.net, Wiesbaden) Im April des vergangenen Jahres fand der katholische Stadtdekan von Wiesbaden,
Hw. Ernst-Ewald Roth (54), offenbar seine Berufung.
Er kündigte an, bei der Oberbürgermeisterwahl im
Frühjahr 2007 für die Sozialisten kandidieren zu wollen.
Die Genossen sprachen von einem „Glücksfall
für Wiesbaden“.
Wiesbaden ist die Landeshauptstadt von Hessen und gehört kirchlich zum Bistum Limburg.
Das Kirchenrecht erlaubt es katholischen Priestern nicht, politische Ämter zu bekleiden.
Hw. Roth wurde
darum von seinem Bischof, Mons. Franz Kamphaus (74), umgehend suspendiert.
Doch jetzt scheint sich auch
der Himmel gegen den untreuen Priester verschworen zu haben.
Heute berichtete die Nachrichten-Webseite
‘n-tv’, daß die Wiesbadener Sozialdemokraten den Wahlvorschlag verpennt haben.
Der Kandidat der SPD
wurde nicht fristgerecht für die Oberbürgermeisterwahl im März dieses Jahres angemeldet.
Das bestätigte
heute ein Sprecher der Stadt.
Die Frist lief am Donnerstag um 18.00 Uhr ab. Sie kann nicht verlängert
werden.
Somit steht der Name des SPD-Kandidaten und früheren katholischen Stadtdekans nicht auf der
Liste.
Gegenwärtig beschäftigt sich die Wiesbadener SPD mit einer „Krisensitzung“.
Der derzeitige
CDU-Oberbürgermeister von Wiesbaden, Hildebrand Diehl (67), scheidet aus Altersgründen aus.
Um die
Nachfolge bewerben sich laut Liste fünf Kandidaten.
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24 Lesermeinungen
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Hahahahahaha das ist so lustig. Da will ein abgefallener Priester für die Inter-Nazis kandidieren und
fällt so richtig auf die Nase. Ist das schöööööööööööööööööööööööööön!!!
Graf von Galen Das ist totaler Bödsinn, den Sie hier verbreiten!! Schon einmal sind Sie darauf hingewiesen
worden, wei schäbig das ist, das Sie sich „von Galen“ nennen! Der selige Kardinal von Galen würde sich
im Grab rumdrehen, würde er diesen Unfug von Ihnen lesen!!
Wider VII, @ Rüdesheim Da Bischof Kamphaus in einem Aufsatz für die FAZ das ewige Leben geleugnet hat
und somit das ewige Heil der Seelen für ihn bedeutungslos ist, kann er kein guter Hirte sein. Ich bin
froh, daß er bald von der Bildfläche verschwindet.
@ bonifaz Ihnen müßte Gott sicherlich achtundsiebzigmal vergeben, wobei ein altes Sprichwort sagt, daß
gegen Dummheit selbst die Götter vergebens kämpfen. Aber das gilt mehr für H.H.Kamphaus. Na das nenne
ich doch mal eine überzeugende, argumentative Widerlegung! Der Hl. Thomas von Aquin wäre stolz auf Sie!
@Gotthard im guten alten „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“ waren ganz viel Bischöfe, Äbte
und Äbtissinnen Staatsoberhäupter und Gesetzgeber und oberster weltlicher Richter … Und weil es da
immer Verquickungen mit anderen weltlichen Machthabern gab, ist es gut so, dass es heute katholischen
Geistlichen, ausser den von Ihnen genannten Ausnahmen, nicht erlaubt ist, politisch tätig zu sein. Ich
denke, alles hat seinen Grund…
@Katharina: Verzeihung Ihnen müßte Gott sicherlich achtundsiebzigmal vergeben, wobei ein altes Sprichwort
sagt, daß gegen Dummheit selbst die Götter vergebens kämpfen. Aber das gilt mehr für H.H.Kamphaus.
Apropos @Rüdesheim, eine Frage: Hat nun das säkularisierte Rhein-Main-Gebiet H.H.Kamphaus geprägt oder
verhält es sich umgekehrt?
UND WIEDER wird in den Leserbriefen gegen Bischof Kamphaus gehetzt!! Sie scheinen allesamt schon wieder
mal besser zu wissen, was der Bischof denkt oder wie er handelt!! Im Moment aber besteht für den Bischof
doch überhaupt keinerlei Handlungsbedarf!! Akzeptieren Sie doch bitte endlich einmal die rund 25 Jahre
bischöfliches Wirken in einem Bistum, das durch das säkularisierte Rhein-Main-Gebiet geprägt ist!!
Bischof Kamphaus war und ist ein guter Hirte!!!
Strafe des Herrn @Protestant Ich weiß nicht…jeder Priester(ob röm.-kath. evangelisch oder alt-katholisch
u.a.) hat das Recht auf eine eigene politische Meinung. Evangelische Priester habem überhaupt keine Meinung,
da es solche gar nicht gibt. Ansonsten kann jeder seine politische Meinung haben, aber ein Priester, der
Politiker werden will und sich am Vortag seine Dispens (der auch erfolgt, weil er beabsichtigt, seine
Konkubine zu ehelichen) dazu hinreissen lässt, einem bekannten Priester sein Brevier mit den Worten „nun
ist Schluss mit dem Quatsch“ in die Hand drück, ist in keinem Fall mehr würdig, die Nachfolge U.H.J.C.
auf sich zu nehmen. Mit diesem Ereignis zeigt uns der Heilige Geist, wie er mit Mietlingen und Treubruchfrevlern
verfährt. Seminarist
politische Ämter so doof, wie die Wiesbadener SPD, kann eigentlich niemand sein … aber Schwamm drüber.
Zur Zeit ist es kath. Priestern vom Kirchenrecht untersagt, poliitische Ämter anzunehmen. Eigentlich
gut. * Es gab im Mai 1945 viele kath. Pfarrer, die Bürgermeister wurden … * Die Zentrumspartei hatte
in der Weimarer Republik einen Priester als Vorsitzenden: Prälat Ludwig Kaas. * Es gab Priester als Ministerpräsidenten
in den 30er Jahren … leider keine Erfolgsgeschichten! es gibt auch heute Ausnamen von diesem Verbot:
* der Papst selbst ist Staatspräsident * alle Nuntien haben politsche Ämter als Botschafter * alle Kardinäle
und viele Bischöfe als Mitglieder einer vatikanischen Kongregation haben Diplomatenpässe * im guten
alten „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“ waren ganz viel Bischöfe, Äbte und Äbtissinnen Staatsoberhäupter
und Gesetzgeber und oberster weltlicher Richter …
@monti Auch darin zeigt sich das eigentliche Herz einer christlichen Gesellschaft! Ich (als überzeugter
Christdemokrat)hätte kein Problem damit, wenn ein Pfarrer, der jahrelang ein SPD-Abgeordneter wäre,
als Pfarrer zurück in meine Gemeinde käme. Als Demokrat achte ich ein Engagement für die Gesellschaft
unabhängig von der Konfession. Ich kann in Sachfragen mit ihm u7nterschiedlicher Meinung sein,aber eins
ändert sich dadurch in keinem Fall-meine Liebe zu Jesus Christus-die ist unabhängig von CDU, CSU, SPD,
FDP oder Grünen.
@protestant jeder priester hat ja wohl auch das aktive wahlrecht. Aber wie kommt ein priester wieder zurück
in seine gemeinde, wenn er das politische Amt wieder aufgibt oder es verloren hat? Seine politische Neutralität
ist dann doch verloren.
@monti Ich weiß nicht…jeder Priester(ob röm.-kath. evangelisch oder alt-katholisch u.a.) hat das Recht
auf eine eigene politische Meinung. Die darf er freilich nicht von der Kanzel vertreten(Ich habe in meiner
Heimatgemeinde bei meinen röm.-kath. Mitchristen eine Eklat verursacht, als ich während einer absolut
inakzeptablen Predigt des röm.-kath. Priesters die Kirche verlassen habe), aber er (oder sie) sollte
freigestellt werden und nicht suspendiert(also bestraft) werden, wenn er(sie) sich für das Wohl unserer
Republik verantwortlich fühlt(ich bin bekennender und langjähriger Christdemokrat und beziehe da auch
ausdrücklich Sozialdemokraten, Grüne und Freie Demokraten mit ein). Jede Kirche sollte froh sein, wenn
Politker sich zu ihr bekennen ,deshalb sollte auch jede Kirche froh sein, wenn sich ihre Angehörigen
politisch engagieren“!
#10 st. polterer 22:36:52 | Freitag, 5. Januar 2007
Antwort: Nein Protestant, kreuz.net hat genauso polemisch gegen den peinlichen Lateinfehler der Tradis
berichtet und die Sache am Jahresschluss sogar noch einmal aufgekocht www.kreuz.net/article.4456.html.
@protestant Natürlich kann ein Tradi (ich nehme an, den meinten sie mit Ihrem Buchstabenwechsler) für
die CSU in Bayern kandidieren, da spricht doch überhaupt nichts gegen. Nur eben kein katholischer Priester,
ob Tradi oder Modernist. Und das ist übrigens auch gut so!
Na so was! Als jahrelanges bekennendes CDU-Mitglied frage ich ich ob sie auch so polemisch über diesen
Fall berichtet hätten, wenn ein konservativer Traid als Kandidat der CSU in Bayern seine Nominierung
verpennt hätte!Dann wäre bestimmt der unflexible Staat schuld oder die Freimaurer, Lehmannanhänger
oder irgendwelche homosexuellen Kreise!
#7 landorganist 20:06:42 | Freitag, 5. Januar 2007
Danke Hetznet Wiesbaden ist also die Landeshauptstadt von Hessen und liegt im Bistum Limburg. Danke für
die Erleuchtung. An dieser Feststellung kann selbst ich nicht rütteln.
@ bonifaz Ehreürdigste Schwätzerin, sie fragten: „steht etwas im Wege?“ Meine Antwort: Für Gott schon,
für Kamphaus nicht! Gott… Moment, war das nicht der, der gesagt hat, man sollte nicht bloß sieben-,
sondern siebenundsiebzig Mal vergeben? Und außerdem: Wenn besagter Priester tatsächlich sollte in sein
Amt zurückkehren wollen, wäre doch wieder einer mehr, der Sakramente spenden und Messen „lesen“ könnte.
Das müsste doch ganz im Sinne von hetz.net sein!
@Sr. Maria Andrea wARUM SOLL BISCHOF KAMPHAUS IHN AUCH NICHT WIEDER NEHMEN? sTEHT ETWAS IM WEGE? Warum
auch nicht, – gebraucht zurück und in die Ecke damit bis sich eine neue Verwendung findet.