Abbé Franck Quoex RIP
Eine große Priestergestalt
Am Fest des heiligsten Namens Jesu ist uns dieses Jahr eine große Priestergestalt und ein beachtlicher Gelehrter entrissen worden. Von Vinzenz Feldmann.
Abbé Franck Marie Quoex
Abbé Franck Marie Quoex
(kreuz.net) Abbé Franck Marie Quoex – gesprochen: „Quex“ – verstarb in der Westschweizer Stadt Lausanne am Genfersee an einem Krebsleiden.

Der Geistliche stand in seinem vierzigsten Lebensjahr. Er wurde am 18. Juni 1967 im französischen Annecy in Savoyen geboren.

Aus seiner Familie entstammte unter anderem der Beichtvater des Heiligen Franz von Sales, des großen Kirchenlehrers und Bischofs von Genf, der auch der Namenspatron des Verstorbenen war.

Nach der Muttergottes – seiner zweiten Namenspatronin –, zu der Abbé Quoex bis in den Tod eine innige Verehrung pflegte, stellte die Gedankenwelt des Heiligen Franz von Sales seine religiöse Heimat dar.

Ebenso war Savoyen im besonderen und das alte Frankreich im Ganzen der Angelpunkt seiner weltlich-kulturellen Identität.

Abbé Quoex verlor früh sein Elternhaus. Er kam zur Erziehung zu seinen Großeltern, von denen er eine tiefe Religiosität vermittelt bekam.

Schon bald reifte in ihm die priesterliche Berufung. Mit 18 Jahren trat er in das Seminar der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Ecône – im Schweizer Kanton Wallis – ein.

Anschließend wechselte er zum ‘Institut Christus König und Hoherpriester’ in Gricigliano bei Florenz. Dort absolvierte er seine Studien.

Dort wurde er auch 1992 – am Fest des Heiligen Johannes des Täufers – zum Priester geweiht.

Schon als Seminarist entfaltete er in den liturgischen Wissenschaften des Römischen Ritus eine intensive Studientätigkeit.

Unmittelbar nach seiner Priesterweihe wurde er nach Rom gesandt, um an der dortigen Dominikaneruniversität ein Doktoratsstudium zu beginnen.

Dieses schloß er im Jahr 2000 mit der Auszeichnung „summa cum laude“ ab. Seine Promotionsarbeit trägt den Titel: „Akte des religiösen Kultes nach dem Heiligen Thomas von Aquin“.

Während seiner Zeit in Rom, die auch die glücklichste seines Lebens war, zeichnete sich Abbé Quoex in ganz Europa als Zeremoniär für Pontifikalämter aus. Er war ein begnadeter Zeremonienmeister.

Parallel zu seinen römischen Studien widmete sich der junge Priester einer Lehrtätigkeit in Liturgiewissenschaft und Kirchengeschichte. Dort konnte er sein Wissen an die Priesterkandidaten weitergeben und eine Generation von katholischen Priestern prägen, die dem Römischen Ritus in seiner Reinheit verbunden sind.

Diese Lehrtätigkeit gab er bis zu seinem Tod nicht auf. Zuletzt unterrichtete er im Seminar der Priesterbruderschaft St. Petrus in Wigratzbad in der Diözese Augsburg.

Sein geistiges Erbe leuchtet von einer glühenden Liebe zur Römischen Kirche in ihrem lehramtlichen, kulturellen und spirituellen Reichtum.

Qualifiziert und profund waren seine liturgischen Teilstudien über den Ambrosianischen Ritus der Diözese Mailand und andere Themenbereiche. Diese Arbeiten wurden unter anderem im Auftrag der Laienorganisation ‘Una Voce’ publiziert.

Ein besonderes Spezialgebiet von Abbé Quoex war der päpstliche Ritus – die Zeremonien der Päpstlichen Kapelle. Auf diesem Gebiet war er weltweit einer der herausragendsten Fachleute.

Es wundert darum nicht, daß er für einen geplanten Lehrstuhl der Liturgie in Rom im Gespräch war.

Zu früh wurde diese verehrte und geliebte Priestergestalt der streitenden Kirche genommen.

Möge der Heimgang von Abbé Quoex, der sein Leben dem Geheimnis des eucharistischen Opfers geweiht hatte, ein gnadenreiches Opfer für die Blüte und Restauration der Römischen Liturgie in unserer Zeit werden.

Der Erzbischof von Vaduz, Mons. Wolfgang Haas, wird für den verstorbenen Priester in Lausanne ein Pontifikalrequiem zelebrieren.

Danach wird der Leichnam von Abbé Quoex in einem Kloster der Heimsuchung in Savoyen beigesetzt. Die dortigen Schwestern haben ihm ewige Fürbitte versprochen.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Gotthard   22:06:08 | Freitag, 12. Januar 2007
@HansUrs
Man kann bei kreuz.net doch überall Steine werfen, dann kann man das Grab eines verstorbenen Priesters doch einmal ausnehmen, oder?
ich habe über den verstorbenen Priester keinen Ton verloren. Warum sollte ich auch, da mir sein Name nie über den Weg gelaufen ist.
Amüsiert habe ich mich lediglich über die Berichterstattung …
… die allerdings in krassem Gegensatz steht zur Medlung über den Tod von Bischof Spital. Dieser Bischof wird schon in der Meldung – dann in den Kommentaren – mit Unverschämtheiten überzogen …
Spital war einer der angesehensten Bichöfe in Deutschland … RIP!!!!!!!!
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#17   No Comment   17:12:18 | Dienstag, 9. Januar 2007
@Maledica
Haben Sie etwa eine Lizenz zum Töten, 007?
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#16   Maledica   15:54:18 | Montag, 8. Januar 2007
Teufelhard
ist Priester und CVer!!!???
Hussa hussa, schieß die Sau…
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#15   adoro te devote   23:30:25 | Samstag, 6. Januar 2007
naja Athanasius,
es gibt in einer gewissen Altersgruppe genügend Cbr, die ein Weltbild wie „Gotthard“ pflegen. Mit seinen Einstellungen könnte der fast mein AHx sein, allerdings hat jener mehr Humor und wäre auch etwas zu bequem um hier zum Extremschreiber zu mutieren :-)
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#14   Graf von Galen   23:02:39 | Samstag, 6. Januar 2007
Für die alte Messe
Wenn ich die Worte eines Priesters der Petrusbruder-
schaft richtig verstanden habe, dann hat er sich
Gott für die alte Messe aufgeopfert.
Lohne es ihm der Herr.
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#13   Athanasius   16:43:09 | Samstag, 6. Januar 2007
@Seminarist
Um dem CV anzugehören, muss man zuerst römisch-katholisch sein. Es stört mich enorm zu erfahren, dass „Gotthard“ im CV ist. Bei ihm ist der Terminus r.-k. nicht mehr mit Sicherheit vorhanden. Die Pietät einem Verstorbenen gegenüber schon gar nicht. Das ist Schade, sagt aber etwas über die Art solcher Presbyter aus. Immer Toleranz, Freiheit usw., aber Schändung des Gedächtnisses der Toten ist – wenn es nur ‘Tradis’ waren – völlig erlaubt.
Möge der Abbé Quoex qui in diebus suis placavit Deo für uns bei Gott zum besten sprechen, wenn oder wann er im Himmel ist.
Und möge dieser grosse Liturgiker einen würdigen Nachfolger bekommen.
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#12   st. polterer   12:32:42 | Samstag, 6. Januar 2007
– RIP –
Er war ein begnadeter Zeremonienmeister.
Sein Tod hat ein großes Loch hinterlassen. Danke für den Nachruf auf den großen Liturgiker.
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#11   Seminarist   11:16:26 | Samstag, 6. Januar 2007
@Gotthard
und so einer – der noch die Ehre der Toten besudeln muss – ist dann auch ein CBr. und Kleriker. Da kann ich leider nur noch „Pfui“ sagen!
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#10   ottaviani   10:34:37 | Samstag, 6. Januar 2007
aus gotthard
spricht nur der frustrierte nachkonziliare kleriker eine species die völlig entbehrlich aber gottseidank am aussterben ist
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#9   CampoSanto   09:13:59 | Samstag, 6. Januar 2007
@Gotthard
dem eigenen „Un-„Willen zur Provokation zum Opfer gefallen?
Erst den Beitrag von Athanaisus genau lesen, dann DENKEN, DENKEN, DENKEN !!!
Und dann erst schreiben, wenn überhaupt noch notwendig !!
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#8   Bonjour   08:51:19 | Samstag, 6. Januar 2007
Gotthard
nochmals lesen und zur Kenntnis nehmen: Bacci ist 1971 gestorben, Ottaviani 1979.
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#7   HansUrs   00:43:12 | Samstag, 6. Januar 2007
Gotthard, tun Sie uns udn sich den Gefallen …
und lassen Sie es in diesem Thread einfach gut sein.
Man kann bei kreuz.net doch überall Steine werfen, dann kann man das Grab eines verstorbenen Priesters doch einmal ausnehmen, oder?
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#6   Gotthard   23:14:19 | Freitag, 5. Januar 2007
@athanasius
mir geht das Herz auf ob dieser Reihe hochrangiger Kirchenfürsten, die bei einer Priesterweihe im Jahre 1992 zugegen waren.
Hatten diese Herren nichts anders zu tun zum Heil der Menschen, als sich gegenseitig auf den Füßen zu stehen bei einer Weiheliturgie, bei der NUR ein Bischof erforderlich ist.
Die Priesterweihe durch einen Kardinal-Bischof ist nichts anderes als die Weihe durch einen Emeritierten von fünf Weihbischöfen einer Diözese.
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#5   Iacobus(CZ)   22:45:43 | Freitag, 5. Januar 2007
Wie von Berananos…
…curé von Ambricourt.
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#4   Heggi   22:15:11 | Freitag, 5. Januar 2007
Gotthard…
Ihnen fällt wahrlich immer etwas Böses oder Verletzendes ein. Aber dafür schreiben Sie ja so nimmermüde bei kreuz.net. Was machen Sie sonst so den ganzen Tag?
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#3   Athanasius   21:37:22 | Freitag, 5. Januar 2007
Priesterweihe
Die hl. Priesterweihe in Gricigliano spendete 1992 Kardinal-Bischof Palazzini (Bischof geweiht 1962 von Johannes XXIII. und weiteren in einer großer Feier in der auch Kardinal Ottaviani und Kardinal Bacci die Bischofswürde erhielten).
Requiescat in pace.
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#2   CampoSanto   19:36:17 | Freitag, 5. Januar 2007
„Profunde“ Unkenntnis…
Wozu ein Zeremonienmeister im alten Ritus, wenn der so strikt festgelegt ist, wie immer behauptet wird?
Dies zeugt von „profunder“ Unkenntnis des „alten Ritus“. Bedarf keines weiteren Kommentars.
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#1   Gotthard   19:23:31 | Freitag, 5. Januar 2007
wandernder Zeremonienmeister
Während seiner Zeit in Rom, … zeichnete sich Abbé Quoex in ganz Europa als Zeremoniär für Pontifikalämter aus. Er war ein begnadeter Zeremonienmeister.
ein durch Europa wandernder Zeremonienmeister, damit Bischöfe ordentlich die Hl. Messe feiern können?
Wozu ein Zeremonienmeister im alten Ritus, wenn der so strikt festgelegt ist, wie immer behauptet wird?
Es gibt schon interessante Tätigkeiten in Mutter Kirche …
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