Weihnachten
Wie die drei Magier über die Alpen entwischten
Die Reliquien der drei Könige aus dem Morgenland werden im Kölner Dom verehrt. Sie erreichten die Stadt auf abenteuerliche Weise.
Dreikönigsschrein im Kölner Dom
Dreikönigsschrein im Kölner Dom
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(kreuz.net, Köln) Der Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland beim Christuskind in Bethlehem lag schon drei Jahrhunderte zurück.

Da machte sich die Heilige Helena († 330) – die Mutter von Kaiser Konstantin – auf, die sterblichen Überreste von Kaspar, Melchior und Balthasar zu sammeln.

Diese Reliquien brachte die Kaisermutter nach Konstantinopel – ins heutige Istanbul.

Nicht viel später reiste ein Ratgeber des Kaisers von Konstantinopel namens Eustorgius ins ferne Mailand.

Dort stieg er prompt zum Erzbischof auf. Als Geschenk für seine Amtseinführung erhielt er von seinem Heimatkaiser die Gebeine der drei Magier.

Drei Magier aus dem Morgenland
Die Weisen schauen auf zum Stern
und folgen gläubig seiner Spur,
sie finden durch das Licht zum Licht
mit Gaben ehren sie das Kind.Erkenne in den Gaben, Kind,
die Königszeichen Deiner Macht
und was des Vaters ew'ge Huld
Dir dreifach hat vorherbestimmt:Den König kündet an das Gold,
dem Gott steigt auf des Weihrauchs Duft,
doch weist voraus auf Tod und Grab
der Myrrhenkörner Bitterkeit.

In Mailand wurden die Reliquien in eine Kirche gebracht, die heute dem Heiligen Eustorgius geweiht ist, weil der Bischof Eustorgius dort bestattet ist.

In diesem Gotteshaus ruhten die Reliquien viele Jahrhunderte bis ins 12. Jahrhundert.

Im Jahr 1162 fiel der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa († 1190) in Mailand ein.

Er scheute sich nicht, die Reliquien der Magier zu rauben und sie seinem Reichskanzler, Mons. Rainald von Dassel, dem damaligen Erzbischof von Köln, zu schenken.

Im Juni 1164 holte sich der Kölner Erzbischof sein Geschenk ab und machte sich damit auf den Weg nach Norden. Seine Reise führte ihn über Turin nach Vienne – zwanzig Kilometer südlich von Lyon.

Doch seine Pläne riefen Papst Alexander III. († 1181) auf den Plan.

Der Papst wollte den Abtransport der Reliquien verhindern. Darum stellte er einen Haftbefehl gegen den Kölner Erzbischof aus und jagte ihm nach.

Mit diesem Schritt wollte Alexander III. auch die weltliche Vormachtstellung des Papsttums gegen den deutschen Kaiser und seinen Reichskanzler verteidigen.

Doch der Papst verfehlte sein Ziel.

Der Kölner Erzbischof änderte die Reiseroute und entwischte mit seiner Beute. Über die Stadt Besançon – im heutigen Ostfrankreich – erreichte er den Rhein und zog am 23. Juli 1164 feierlich in Köln ein.

Sein Nachfolger als Kölner Erzbischofs sammelt Edelsteine und Gold und beauftrage im Jahr 1181 den Goldschmied Nikolaus von Verdun († 1205) mit der Anfertigung eines Reliquienschreines.

Im Jahre 1191 wurden die Gebeine der Magier in den beeindruckenden Behälter gebettet.

Und dort ruhen sie noch heute.
      
14 Lesermeinungen
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#15   Dr. Christoph Heger   18:27:53 | Sonntag, 7. Januar 2007
Unhistorisch
Karl Murx und Heggi haben dankenswerterweise schon die historische Fehldarstellung betreffend Besancon (dt. Bisanz) berichtigt.
Aber auch die Aussage, daß Kaiser Friedrich I. Barbarossa († 1190) in Mailand „eingefallen“ sei, ist eine Fehldarstellung. Bekanntlich hatte Mailand als Vormacht des „lombardischen Bundes“ gegen den Kaiser rebelliert. Der nahm das nicht hin, belagerte und eroberte die Stadt. Er brauchte auch die Gebeine der hl. Könige nicht zu „rauben“, sondern vergab sie als Kriegsbeute an den Erzbischof Reinald v. Dassel.
MfG
Christoph Heger
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#14   möchtegern-kathole   14:20:15 | Sonntag, 7. Januar 2007
Kaiserin Helena war …
… zeitlich fast 10mal näher an dem Geschehen, als Kaiserin auch Herrin über Jerusalem und Persien war ein direkt benachbarter Staat. Des weiteren war man damals am Hof sehr belesen und eben kein trister Haudegen-Haufen, wie es damals (und manchmal heute noch ;- ) wir Germanen waren – statt dessen hatte man so Dinge wie Geschichtsschreibung.
Deshalb ist es ziemlich dumm, ohne weitere Beweise an ihrem Zeugnis zu zweifeln.
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#12   Gastus   03:16:54 | Sonntag, 7. Januar 2007
@Islam…friedliche…Religion…Haha
Das Jesus Christus gelebt hat, und gekreuzigt wurde, dass ist bewiesen.
Es ist sehr rücksichtsvoll von Ihnen, dass Sie diese hirnlose Tomate, die sich Wolkenstein nennt, bei Ihrer Beweisführung nicht unnötig mit Tacitus strapazieren.
Wahrscheinlich würde er Ihnen antworten, dass sowas bei „MacDonalds“ nicht auf der Speisekarte zu finden ist.
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#11   Islam…friedliche…Religion…Haha   03:02:06 | Sonntag, 7. Januar 2007
@PhilomenaWolkenstein
Das Jesus Christus gelebt hat, und gekreuzigt wurde, dass ist bewiesen.
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#10   Stephanus   02:24:06 | Sonntag, 7. Januar 2007
oh ihr ungläubigen wolkenstein-kuckucksheimer und andere
wenn man manche mailreihe hier bei kreuznett liest,dann kann man glatt vom glauben abfallen.
selbst wenn alles was sich um die frommen mythen wie den heiligen nikolaus, die heiligen drei könige usw. ranktfrei erfunden ist, jesus einfach die existenz abzusprechen wie wolkenfreifrauvonwolkenkuckucksheim das tut, das ist schon arg.
studieren sie doch mal die zugänglichen schriftstellen, nicht die der kirche verpflichteten schreiber, nein die der kirchenkritischen und sortieren sie doch mal diewissenschaftlichen fakten nach wirklichen fakten und nach ideologisch gefärbten auftragsarabeiten, dann kommen sie nicht umhin festzustellen, daß viel mehr für das gute und schöne im katholischen glauben spricht, bzw. es auch beweist, als anders. und wenn etwas fehlen sollte, dann bitte den kopf einschalten und logisch, heißt zielgerichtet nachdenken: es gibt keinen religionsstifter der eine höherwertige anforderung in seiner stiftung anstellt wie jesus christus und es gibt keine noch so gescheite lebensweise, die mehr auf die bedürfnisse meines nächsten eingeht wie die christliche religion. und wenn ich dann schon mal beim glauben bin, dann glaube ich doch an das höherwertige u. nehme das menschlich fehlerhafte dankbar in kauf, eingedenk der tatsache, daß auch ich nicht unfehlbar bin.
das ergebnis der dreikönigstraditon ist doch nicht der triumpf satans, sondern der beginn seiner entgültigen niederlage.
ich freue mich schon auf die sternsinger u.ihren liebe- deinen-nächsten aktionismus.
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#9   Hoffnung   21:10:29 | Samstag, 6. Januar 2007
@Gotthard
:(3 Tabernakel war zusammen mit dem Relikienschrein im selben abgekanzeltem Raum. Auch das „ewige Licht“ brannte als Zeichen dafür das die Eucharistie im Tabernakel gegenwärtig ist.
Ich war erst vor 2 Wochen wieder einmal da. wenn Ihnen das jedoch noch nicht aufgefallen ist, spricht das nur für meine Beschreibung,
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#8   Gunsenum   20:27:04 | Samstag, 6. Januar 2007
Neues aus Fulda…
Hier eine Berichterstattung zum Dreikönigsfest in F U L D A !
www.osthessen-news.de/beitrag_C.php?id=1131384
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#7   moorhans   19:55:45 | Samstag, 6. Januar 2007
Bedenklich
Trotz dieser Märchen die sich um diese“Magier“ ranken
macht uns doch die Realität betroffen.
Magier im volke Gottes mussten übrigens gesteinigt werden.
So hat damals Satan diese -egal wieviele-Magois benutzt, um sie durch den Stern(den nicht mal der König Herodes sah) zum Jesukind zu bringen- mit dem Hintergedanken Jesu zu töten (durch Herodes)als er am hilflosesten war.
Wie kann man so eine Episode heutzutage nur feiern??
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#6   Gotthard   19:43:41 | Samstag, 6. Januar 2007
Hoffnung
heuim Kölner Dom gibt es eine separate Sakramentskapelle…
im Chorraum hast Du wohl das Sakramentshaus…
Im Rahmen der barocken Neugestaltung des Domchores im Jahre 1769 ging neben den durchbrochenen gotischen Maßwerkschranken des Chorhauptes, die damals durch die te vorhandenen barocken Gitter ersetzt wurden, auch das 1508 durch den Bildhauer Franz Maidburg errichtete, über 18 Meter hohe spätgotische Sakramentshaus verloren. An seiner Stelle erhebt sich, aus der Vierung 1993 hierher zurückversetzt, der turmartige, bis in die Kegelspitze mit Blattwerk überzogene Aufbau des neuen Sakramentshauses, das Elmar Hillebrand 1964 aus Kalkstein und grünem Marmor für den Dom geschaffen hat.
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#5   PhilomenaWolkenstein   19:39:56 | Samstag, 6. Januar 2007
leerer Sarg
Ich trau mich wetten, daß in dem Sarg Hendlknochen liegen, so wie alle Reliquien mehr oder weniger geschickte Fälschungen sind. Weil haltbare Beweise gibts weder für Jesus, noch für die drei aus dem Morgenland, noch für irgendwelche Wundertaten.
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#4   Hoffnung   18:53:46 | Samstag, 6. Januar 2007
Blödsinn
„Da machte sich die Heilige Helena († 330) – die Mutter von Kaiser Konstantin – auf, die sterblichen Überreste von Kaspar, Melchior und Balthasar zu sammeln.“
Welch ein Blödsinn. Weder die Dreizahl noch die Namen der heiligen Könige ist tatsächlich überliefert. Im Gegeteil ist von einer größeren Zahl auszugehen, wie die alttestamentlichen Textstellen aussagen. Siehe hierzuauch
Kreuzmeldung – Artikel Prophezeiung www.kreuz.net/article.4489.html
Helena konnte also kaum die Gebeine von drei Magiern suchen. Wahrscheinlicher ist von einem Betrug auszugehen, vielleicht von denen die beauftragt worden sind die Gebeine zu suchen.
Auch von diesem Aspekt aus gesehen, aber nicht nur, ist es eine Schande das der goldene Schrein im Zentrum des Altarraums steht, der Tabernakel (aus einfachem Stein) hinter einer Säule verwsteckt ein tristes Dasein fristet. Es ist so gut versteckt, das ich es bei einem Besuch des Domes den Tabernakel regelrecht suchen musste.
Ein weiteres Zeichen dafür das die katholische Kirche einen Schabernak mit Ihren „Glaubensgeheimnissen“ treibt. Sie lässt abgötterei in jeder Form zu und nimmt damit ehr die Position der Hure Babylon aus der Offenbarung ein, die in Pupur gekleidet mit Ihrer Hurerei die Völker trunken macht.
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#3   wickerl   18:41:03 | Samstag, 6. Januar 2007
ZDF- Informationen
Nach einer ZDF- Reportage reiste Kaiserin Helena nach Persien wo sie zu einer Grabstätte geführt wurde von der überliefert war, dass es die 3 Personen seien die damals in Bethlehem waren und in Konstantinopel dem Wissenschaftszentrum der damaligen Welt sei das ernst genommen worden.
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#2   Heggi   18:24:01 | Samstag, 6. Januar 2007
Ja, als…
Freigrafschaft Burgund (Franche Comté) gehörte es zu Heiligen Römischen ReichDeutscher Nation
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#1   Karl Murx   17:44:47 | Samstag, 6. Januar 2007
Besançon gehörte damals nicht zu Frankreich
Die Stadt gehörte damals zum deutschen Reich und selbst Reichstage fanden dort statt.
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