17:35:01 | Samstag, 6. Januar 2007
Die Reliquien der drei Könige aus dem Morgenland werden im Kölner Dom verehrt. Sie erreichten die Stadt auf abenteuerliche Weise.
(kreuz.net, Köln) Der Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland beim Christuskind in Bethlehem lag schon
drei Jahrhunderte zurück.
Da machte sich die Heilige Helena († 330) – die Mutter von Kaiser Konstantin –
auf, die sterblichen Überreste von Kaspar, Melchior und Balthasar zu sammeln.
Diese Reliquien brachte
die Kaisermutter nach Konstantinopel – ins heutige Istanbul.
Nicht viel später reiste ein Ratgeber des
Kaisers von Konstantinopel namens Eustorgius ins ferne Mailand.
Dort stieg er prompt zum Erzbischof auf.
Als Geschenk für seine Amtseinführung erhielt er von seinem Heimatkaiser die Gebeine der drei Magier.
Drei Magier aus dem Morgenland

Vom spanischen Maler Bartolomé Estéban Murillo († 1682)

Vom italienischen
Maler Giotto di Bondone († 1337)

Vom britischen Maler Edward Coley Burne-Jones († 1898)

Vom niederländischen
Maler Pieter Aertsen († 1575)

Vom französischen Maler James Tissot († 1902)

Die Namen der drei Magier tauchen
erstmals auf einem Mosaik um 600 in Ravenna auf.
In Mailand wurden die Reliquien in eine Kirche gebracht,
die heute dem Heiligen Eustorgius geweiht ist, weil der Bischof Eustorgius dort bestattet ist.
In diesem
Gotteshaus ruhten die Reliquien viele Jahrhunderte bis ins 12. Jahrhundert.
Im Jahr 1162 fiel der deutsche
Kaiser Friedrich Barbarossa († 1190) in Mailand ein.
Er scheute sich nicht, die Reliquien der Magier
zu rauben und sie seinem Reichskanzler, Mons. Rainald von Dassel, dem damaligen Erzbischof von Köln,
zu schenken.
Im Juni 1164 holte sich der Kölner Erzbischof sein Geschenk ab und machte sich damit auf
den Weg nach Norden. Seine Reise führte ihn über Turin nach Vienne – zwanzig Kilometer südlich von
Lyon.
Doch seine Pläne riefen Papst Alexander III. († 1181) auf den Plan.
Der Papst wollte den Abtransport
der Reliquien verhindern. Darum stellte er einen Haftbefehl gegen den Kölner Erzbischof aus und jagte
ihm nach.
Mit diesem Schritt wollte Alexander III. auch die weltliche Vormachtstellung des Papsttums
gegen den deutschen Kaiser und seinen Reichskanzler verteidigen.
Doch der Papst verfehlte sein Ziel.
Der Kölner Erzbischof änderte die Reiseroute und entwischte mit seiner Beute. Über die Stadt Besançon –
im heutigen Ostfrankreich – erreichte er den Rhein und zog am 23. Juli 1164 feierlich in Köln ein.
Sein
Nachfolger als Kölner Erzbischofs sammelt Edelsteine und Gold und beauftrage im Jahr 1181 den Goldschmied
Nikolaus von Verdun († 1205) mit der Anfertigung eines Reliquienschreines.
Im Jahre 1191 wurden die Gebeine
der Magier in den beeindruckenden Behälter gebettet.
Und dort ruhen sie noch heute.
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Dr. Christoph Heger 18:27:53 | Sonntag, 7. Januar 2007
#14
möchtegern-kathole 14:20:15 | Sonntag, 7. Januar 2007
#12
Gastus 03:16:54 | Sonntag, 7. Januar 2007
#10
Stephanus 02:24:06 | Sonntag, 7. Januar 2007
#9
Hoffnung 21:10:29 | Samstag, 6. Januar 2007
#8
Gunsenum 20:27:04 | Samstag, 6. Januar 2007
#7
moorhans 19:55:45 | Samstag, 6. Januar 2007
#6
Gotthard 19:43:41 | Samstag, 6. Januar 2007
#5
PhilomenaWolkenstein 19:39:56 | Samstag, 6. Januar 2007
#4
Hoffnung 18:53:46 | Samstag, 6. Januar 2007
#3
wickerl 18:41:03 | Samstag, 6. Januar 2007
#2
Heggi 18:24:01 | Samstag, 6. Januar 2007
#1
Karl Murx 17:44:47 | Samstag, 6. Januar 2007