In Kirche und Welt wird der Verrat heute belohnt und nicht bestraft. Wie viele Theologieprofessoren, welche die Kirche und den Glauben jahrzehntelang verraten haben, sind danach zu Bischöfen und Kardinälen aufgestiegen? Ein Kommentar.
Mons. Stanislaw Wielgus
(kreuz.net, Warschau) Der frühere Erzbischof von Warschau, Josef Kardinal Glemp, hat seinen zurückgetretenen
Nachfolger Mons. Stanislaw Wielgus, heute verteidigt.
Der einzige Stachel im Fleisch für die Medienkonzerne,
die sich – nicht von Zweifeln geplagt – auf eine eindeutige Lösung des Problems geeinigt haben: Mons.
Wielgus muß gehen.
Kardinal Glemp brach die Lanze für Mons. Wielgus in einer – anstelle der geplanten
Amtseinführung improvisierten – Dankesmesse für seinen eigenen, langjährigen Dienst. (Warum war es
kein Requiem?)
Auch der Apostel Petrus sei nicht ohne Fehler gewesen und habe Christus verleugnet. Dennoch
habe ihm der Heiland die Führung der Kirche anvertraut.
Der Kirchenfürst kritisierte gleichzeitig den
Umgang mit den ersten Vorwürfen zu Mons. Wielgus Vergangenheit. „Man“ habe über den Erzbischof gerichtet
ohne Verteidiger und Zeugen zu hören – verteidigte Kardinal Glemp.
Damit hat der Kirchenfürst einen
wunden Punkt des medialen Riesenaufstands getroffen. Die Frage nämlich, was die fatale Unterschrift in
Tat und Wahrheit bedeutet hat.
Selbst wenn der Erzbischof systematisch ausgepackt hätte: Was hätte
er erzählt? Wann die nächste Messe stattfinden wird?
30 Minuten vor der Amtseinführung:
Der viel zu frühe
Rücktritt kam, wenn schon, dann viel zu spät
Die Kirche ist generell nicht dafür bekannt, ein guter
Hüter der eigenen Geheimnisse zu sein – mit oder ohne Geheimpolizei.
Mons. Wielgus selber sagt, niemanden
denunziert zu haben.
Wenn ein Mensch so hochkantig abserviert wird, muß die Frage gestellt werden, was
er unter dem Strich angestellt hat.
Die zu oft wiederholte Antwort: Verrat durch eine formale Unterschrift.
Doch damit ist die gestellte Frage, wie Mons. Wielgus genau mit der kommunistischen Geheimpolizei kollaboriert
habe, nicht beantwortet.
Für die Unterschrift gibt es – bislang nicht bekannte – Gründe.
Eine Ausreise
zu Studienzwecken hätte die Kirche wohl auch ohne die verhängnisvolle Unterschrift zuwege gebracht.
Vielleicht wurde der Philosophieprofessor unter Druck gesetzt.
Vielleicht war er auch nur ein Karrierist.
Natürlich war er das. Sonst wäre er heutzutage nicht Bischof geworden…
Die belastende Verpflichtungserklärung
Aber kann man ihm daraus einen
Strick drehen?
Man kann nicht davon ausgehen, daß er ein Wolf im Schafspelz war, der nur Priester geworden
ist, um seine Brüder zu verraten.
Vor allem: Heute wird man auch in der Kirche für Verrat eher belohnt
als bestraft. Gefährlicher ist Treue.
Wie viele Theologieprofessoren, welche die Kirche und den Glauben
jahrzehntelang verraten haben, sind danach zu Bischöfen und Kardinälen aufgestiegen? (Und wie viele
der anderen sind es nicht geworden?)
Haben sie nicht alle Dreck am Stecken – oder die meisten?
Kollaborieren
denn unsere Bischöfe nicht weniger mit dem Regime?
Sie versuchen bei den Ministertreffen und -bällen
eingeladen zu werden. Gegen die Kinderabtreibung piepsen sie nicht einmal.
Zu Gunsten von Mons. Wielgus
könnte man immerhin vorbringen, daß er ein guter Administrator und auch wegen seines intellektuellen
Hintergrundes für Warschau eine ideale Besetzung gewesen wäre.
Von anderen, nie zurückgetretenen Verräterkollegen
kann man nicht einmal das sagen.
Im übrigen: Der viel zu frühe Rücktritt, kam, wenn schon, dann viel
zu spät.
Mons. Wielgus hat ausgesagt, daß er dem Heiligen Vater und den entsprechenden Vatikanischen
Behörden den inkriminierten Teil seines Lebenswegs vor seiner Ernennung vom 6. Dezember geschildert habe.
Der Vatikan selber erklärte, bei der Ernennung von Mons. Wielgus „alle Umstände seines Lebens, auch
jene seiner Vergangenheit“ berücksichtigt zu haben.
Ist das jetzt wahr oder falsch?
Wenn man soweit
gegangen ist, tritt man nicht eine halbe Stunde vor der Amtseinsetzung zurück.
Wenn der Countdown startet,
kann man die Rakete nicht mehr aufhalten.
Der Papst wird lernen müssen, nicht jedem Widerstand nachzugeben.
Wenn man von einer Sache überzeugt ist, muß man sie auch gegen Widerstände durchsetzen können.
Die
Kirche muß sich auch oder sogar häufig gegen die offizielle Stimme positionieren und darf nicht sogleich
zusammenfahren, wenn die Presse schlecht ist.
Im übrigen bleibt sie schlecht. Vom „Stasi-Bischof“ gehen
die Medienkonzerne direkt über zur „Peinlichen Schlappe für Papst Benedikt“.
Doch die Schlappe besteht
in Wahrheit darin, dort nachzugeben, wo der Druck groß wird.
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60 Lesermeinungen
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Der falsche Weg Damit tut sich Kreuznet und seinen Freunden nichts Gutes, zumindest hätte der Bischof
das früher offen legen müssen, und dem Nuntius die Möglichkeit geben müssen das miteinzubeziehen.
Dann hätte man auch anderes reagieren und ihn besser schützen können. Und für einen kommunistischen
Geheimdienst unterschreibt man halt nicht, so und so nicht.Außerdem wer sagt dass es der Geheimdienstmann
mit seinen jüngsten Äußerungen die Kath.net erbauten ernst meinte, oder war es nur ein Agentenmanöver?
Vergebung und wiedereintritt Mir ist es ähnlich gegangen wie Mons. Wielgus, zumindest im Prinzip. Meine
Vergangenheit war bösartiger Natur. Ich habe mich zum katholischen Glauben bekehrt und wollte Priester
werden. Weiterhin war bekannt das ich traditionstreu bin. Danach wurde alles mögliche in Bewegung gesetzt
damit ich die Irrlehren des 2VK anerkenne. Da ich mich niemals darauf eingelassen habe und treu zur Tradition
der katholischen Kirche stehe bin ich jetzt ein Pharisäer, Sünder gegen den Heiligen Geist, Satanist,
Marienverachter (wegen anzweifeln von Medjugorje), Kirchenfeind, Antichrist, … Wiedereintritt nur möglich
wenn ich zurückkrieche und sage das ich fast alles was das der ganze Modernismusschwachsinn lehrt supertoll
ist. Wenn ich das machen würde dann würde ich wirklich gegen den Heiligen Geist Sündigen (Der erkannten
Wahrheit wiederstreben). Deshalb bin ich Gott jeden Tag dankbar das wir die Traditionalisten in meiner
Modernismusverseuchten Diozöse haben. Mons. Wieglus ist durch seine Offenheit und Ehrlichkeit für seine
Sünden bestraft worden. Wenn er seine schwere Sünde verschwiegen hätte dann wäre er wahrscheinlich
schon bald Kardinal geworden. Ehrlichkeit und Reue wird von der modernen Kirche mit Verachtung belohnt.
Traurige Realität
Im Konzil steht viel zu viel Defensor schrieb: Aufgrund des Engagements für die Hl. Messe im überlieferten
Ritus Wer die hl. Messe aller Zeiten gleichberechtigt zum Novus Ordo sieht, weil erste nie abgeschafft
ward und auch nicht könnte, ist noch lange nicht traditionalistisch. Ist Benedikt XVI. etwa auch Tradionalist?
sowie der positiven Berichterstattung über die Piusbruderschaft Dankenswerterweise berichtet Kreuznet
als eine der einzigen V.II- und Papst-treuen Publikationen überhaupt über FSSPX. Die anderen schweigen
das Thema einfach tot. Doch von einer generell „positiven“ Berichterstattung kann keine Rede sein, im
Gegenteil sind die regelmäßigen Spitzen gegen die kompromißlose Ablehnungshaltung der Bruderschaft
im Hinblick auf NOM und V.II jedem guten Beobachter ersichtlich. Lesen Sie bitte genauer – nicht die –
überwiegend uneträglich dämlichen – Kommentare, sondern die redaktionellen Beiträge auf Kreuznet.
Weil Kreuznet aber nicht das Publikationsorgan der FSSPX oder seiner Glieder ist – obwohl die maßlosen
Modernisten dies regelmäßig behaupten, weil sie rechts ihrer linksradikalen Position nur noch „Fundis/Tradis“
halluzinieren –, liegt das nur im Ermessen der Kreuznet-Redaktion, die das, was sie machen will, passabel
macht. Konservativ heisst ja bewahrend und das bedeutet in der heutigen Kirche für den Novus Ordo und
die Reformen des II. Vatikanums zu sein. Genau das ist Kreuznet; doch niemand ist perfekt. :) Dies gesagt,
lege ich den Begriffsdisput bei: darauf kommt es nicht mehr an.
@Marcel: kreuz.net nicht traditionalistisch? Aufgrund des Engagements für die Hl. Messe im überlieferten
Ritus sowie der positiven Berichterstattung über die Piusbruderschaft ist kreuz.net traditionalistisch,
und nicht konservativ. Konservativ heisst ja bewahrend und das bedeutet in der heutigen Kirche für den
Novus Ordo und die Reformen des II. Vatikanums zu sein. o^/
Der Plural von Primas ist „Primates“ oder eingedeutscht „Primasse“. Das stimmt schon. Primaten sind hingegen
Affen (und nichts anderes, denn der Plural von „das Primat“ lautet „die Primate“). Der Einwand von HansUrs
ist also durchaus berechtigt, er selbst mithin kein Hanswurst!
@ Thimotheus – Egal was er vorher getan hat… Hut ab vor Erzbischof Wielgus, was den Rücktritt angeht!
Wie viele (Erz-)Bischöfe vor ihm hatten oft jahrelang weiter an ihren Sesseln geklebt, obwohl sie jahrelang
Kinderschänder -und in einem Fall sogar einen Mörder- in ihren Personalständen gedeckt hatten! Nehmen
wir nur Erzbischof Bernard Law in Boston und Bischof Teodoro Faria in Funchal. Wenigstens wurde noch größerer
Schaden vermieden. Späte Einsicht ist immer noch besser als gar keine.
Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof ein
Mann ohne Tadel sein […]. Er muss auch bei den Außenstehenden einen guten Ruf haben, damit er nicht
in üble Nachrede kommt und in die Falle des Teufels gerät. (1 Tim 3,1.2.7) Denn ein Bischof muss unbescholten
sein, weil er das Haus Gottes verwaltet. (Tit 1, 7) Ich lasse in solchen Sachen gerne die Schrift sprechen.
Fakt ist, dass Seine Exz. Erzbischof Wielgus durch sein Schweigen einen öffentl. Skandal herbeigeführt
hat, bei Katholiken und Nicht-Katholiken. Der hwst. Herr Erbischof hätte Wissen müssen, dass seine Vergangenheit
sowohl seiner Person, als auch dem Ansehen unserer Hl. Mutter Kirche schaden würde. Meiner Meinung nach
hätte er eine (auch die erste) zum Bischof nicht annehmen dürfen. Er hat es aber! und die Vicarii Christi
Johannes Paul und Benedikt haben ihn dennoch ernannt und bestätigt. Man könnte natürlich, wie das hier
auch einige selbsternannte Richter und Schlichter tun, der Nuntiatur, der Bischofskongr. und den Päpsten
Schlampig- und Ungenauigkeit vorwerfen, was sich aber selbst ad absurdum führt, wenn der Vatikan, und
das auch noch öffentlich zu gibt, alle Lebensdetails des Erzbischofs genau überpüft zu haben. Ich denke
man kann und muss Erzbischof Wielgus zu gestehen, dass er seine Fehler schon lange vor der Ernennung bedauert
hat und vlt. hat Papst Benedikt gerade ihn gewählt, weil er gereut hat? Sicher ist, dass er die Courage
zum Rücktritt hatte um die Kirche zu schützen. Ob unsere selbstherrlichen Richter auch so gehandelt
hätten ist fraglich!
#52 thaumaturgos 09:36:11 | Montag, 8. Januar 2007
das beste zum rücktritt verzapfte der unselige gandalf auf kath.net: Zitat: „KATH.NET-lesen Wir haben
gerade vom Vatikan die Bestätigung erhalten! www.kath.net/detail.php?id=15647“ muss da nicht gelacht
werden, als wenn der papst ihn persönlich vorausinformiert hätte … ja ja die hybris der selbsternannten
glaubenswächter …
Typisch kreuz.net: Was stand da in einem der letzten Artikel von kreuz.net unter kreuzmeldungen: Seine
Ernennung löste im Vorfeld aufgrund einer angeblichen kommunistischen Spitzeltätigkeit des Erzbischofs
hohe mediale Wellen aus. Typisch kreuz.net: was nicht sein kann, weil nicht sein darf. Der gute Mons.
war nichts anderes als ein jämmerlicher Spitzel – und zwar nicht „angeblich“, wie kreuz.net sich immer
schnell hinter solche Leute stellt , sondern tatsächlich, nachweisbar, selber eingestanden. Die „Massenmedien“ –
herrlich, wie hilflos kreuz.net einen falschen Schuldigen sucht – haben damit nichts zu tun; es ist sogar
ihre Aufagbe, so etwas aufzudecken. An dem Desaster und an dem noch nicht abschätzbaren Schaden gerade
für die katholische Kirche in Polen ist nur ganz allein einer schuldig: der Herr Mons. Wielgus.
Nicht traditionalistisch Werter Fidei Defensor, Sie verwechseln die Begriffe „traditionalistisch“ mit
„konservativ“. Kreuznet ist letzeres, nicht ersteres. Wenn Ihnen Bezugspunkte fehlen: Angelqueen.org ist
„traditionalistisch“. Das V.II, wie es steht und angewendet wird, ist nicht mit der apostolischen Tradition
der hl. Kirche vereinbar, deswegen ist auch niemand, der das V.II verteidigt, „traditionalistisch“. Es
gibt natürlich auch „Flipflops“, wie Bischof Müller mit seiner durchaus richtigen jüngsten Aussage
über „A, B, C, Max & Moitz“ zeigte. Übrigens ändert sich in sehr naher Zukunft sehr vieles. Nach der
ersten Atombombe, die Usrael auf den Iran schmeißt, wird die „Buchmachersynode“ V.II obsolet und die
Völker unserer gottleeren Staaten werden wieder das Beten lernen – ganz traditionell.
Nicht einfach untergehen sollte… ottaviani: @gotthard wie immer nicht informiert der Primas von Polen
ist der Erzbischof von warschau nicht der von gnesen na ja nochkonziliares niveau eben …das phänomenale
„Niveau“ der (Ober)-Vorkonziliaren !:)
Eigentlich enttäuschend für eine Traditionalistische Website dass kreuz.net Mons. Wielgus vertteidigt.
Die nachgewiesene Kollaboration mit dem Kommunismus zieht in der traditionell katholischen antimodernistischen
Logik ganz klar die Kirchenstrafe der Exkommunikation nach sich. Ich empfehle hierzu auch die Lektüre
der amerikanischen website Traditio.org, die den Wielgus-Skandal von Anfang an richtig eingeschätzt hat:
traditio.com/comment/com0701.htm (wenn ich auch sonst nicht immer mit traditio.org konform gehe).
@Gotthard Die Erzbischofe von Warschau waren Primaten, weil sie auch – und vor allem Erzbischofe von Gnesen
waren. Dieses Polen muss ja wirklich tief im Urwald liegen …
@ Ketelhohn Wieder zurück aus der Stadt that never sleeps , stelle ich fest, daß Mr. Ketelhohn erwaertungsgemäß
seine antideutsche und antikatholische Meinung nicht geändert hat!!! Igitt!!!! In Abwawndlung eines amerikanischen
Spruchs: „Home of the free, land of the brave!“. Oder kurz und knapp: „Fuck you Mr Kethelhohn!, Land of
the dark, Homw of the slaves!“.
@ketelhohn Wieder mal eine erfolgreiche Hexenjagd. Es war überhaupt keine Hexenjagd … es war die logische
Folge eines Fehlvehaltens in jungen Jahren … Die Presse hat die Aufgabe, Dinge zu benennen, die Organisationen –
auch die Kirche – gerne im Untergrund beließen. Nicht die Kirche hat eine Skandal … sondern dieser
Mann mit dieser Vergangenheit ist das Problem – und sein Umgang mit seiner Vergangenheit. Sein Umgang
damit ist der Skandal!… Der Fehltritt der Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst kann verziehen werden …
sein Leugnen und Kleinreden macht ihn für höhere Dienste untauglich. Gut, dass er zurückgetreten ist!
Saubermänner, Hexenjäger Wieder mal eine erfolgreiche Hexenjagd. – Was Erzbischof Stanislaw am Ende
aufgeben ließ, war – mehr noch als die Medienkampagne –, daß ein erheblicher Teil des polnischen Episkopats
ihm in den Rücken gefallen ist. Auch Kurienpolen aus der Wojtyla-Zeit. Ich bedaure die Entscheidung von
Msgr. Wielgus sehr, um seiner selbst willen, aber auch, weil sie einmal mehr den Sieg widerlichster Heuchelei
und verlogensten Saubermanntums darstellt. Schande über das Kaczyński-Régime.
Primas von Polen Primas von Polen (ein alleiniger Ehrentitel heute, früher auch Königskrönungsbischof
und Reichsverweser) war immer der Bischof von Gnesen. Die Bischofssitze von Gnesen und Warschau wurden
wegen vielerlei politischer Wirren- u.a polnische Teilungen – später mal vereinigt – und 1992 wieder
getrennt. Die Erzbischofe von Warschau waren Primaten, weil sie auch – und vor allem Erzbischofe von Gnesen
waren. Soviel zur Historie… da hier im auf x.net Titel ja ungeheuer wichtig sind. PS: im deutschsprachigen
Raum sind Bischöfe noch nie mit MONS. tituliert worden … ein absoluter Blödsinn der Redaktion!!!!
@Gotthard Seien Sie herzlich beglückwünscht zur sicheren Kenntnis der deutschen Verhältnisse hinsichtlich
der Bischofsberufungen. Gerne würde ich mir Ihre stets unbeirrbare Bejahung und Verstärkung der Kirchensituation
und zufriedene Beurteilung der „Normativität des Faktischen“ zu eigen machen, Sie haben da offensichtlich
mehr Gnade als ich. Mit Ihnen ganz einig ging ich in der Forderung nach Rücktritt in dieser unhaltbaren
Lage.
Wie Johannas Paul II… Zitat:Der Papst wird lernen müssen, nicht jedem Widerstand nachzugeben. Wenn
man von einer Sache überzeugt ist, muß man sie auch gegen Widerstände durchsetzen können. …das bei
Lefebvre und seinen „Bischöfen“ vorgemacht hat. Wie wahr.
@Turk Ihr Kommentar erwähnt auch wesentliches nicht: Der Vatikan hat gesagt: Wir haben alles gewußt
und ihn trotzdem ernannt. Bewußt. Grund für den erzwungenen Rücktritt ist wohl eher der Medienwirbel
als der (dem vatikan nach eigener Aussage auch vorher bekannte) Skandal.
Kommentar erwähnt Wesentliches nicht Der emeritierte Erzbischof von Warschau sagte: „Ich habe der Kirche
in den vergangenen Tagen noch einmal geschadet, als ich mitten in einer heißen Medienkampagne die Tatsache
dieser Zusammenarbeit geleugnet habe.“ Nun werde er jede Entscheidung des Papstes über ihn akzeptieren.
Da werden da Kommentare wie obiger sinnlos. Und letztlich wird kreuz.net durch solche Kommentare wie oben
sogar noch widersprüchlicher und noch weniger ohne einheitliche Linie.
Wir wollen doch nicht anfangen uns über Nebensächlichkeiten zu streiten, lieber über fundamentale Glaubensfragen
. Wie ich der polnischen Wikipedia gerade entnehmen durfte, wird Kard. Glemp den Ehrentitel des poln.
Primas bis 2009 persönlich tragen (wie bereits angemerkt wurde), danach wird ihn der Erzbischof von Gnesen
erhalten. Das sei Gotthard zugestanden, ausnahmsweise :(3 . Der Titel des Primas von Polen ist in der
Geschichte mehrmals gewechselt. Ursprünglich war es der Bischof von Lemberg. Nach dem WK II bestand zwischen
dem Erzbischof von Warschau und dem von Gnesen Personalunion. Diese dauerte bis 1992, danach hat Glemp
Gnesen abgegeben aber den Titel behalten, sowie die Gebeine des Hl. Adalbert nach Gnesen überführt,
an welche ab 2009 auch der Titel des Primas gekoppelt sein wird.
@adlimina Die römische Zentrale der Diplomatie muß nachdenken, ob die Lösungen für Deutschland und
Polen gut sind, aus der betreffenden Nation stammende Nuntien zu berufen. In Deutschland hat es keinen
Stasi belasteten Bischof gegeben… rede also nicht einen solchen Schwachsinn!!!!!
Verantwortung Wenigstens und eher noch als der verbrannte Kandidat müßte der Nuntius als verantwortlicher
Vorbereiter der Ernennnung und maßgeblicher Informant Roms zurücktreten bzw. ausgetauscht werden. Der
Papst hat solche Sachverhalte und Zusammenhänge wohl kaum für möglich gehalten. Die römische Zentrale
der Diplomatie muß nachdenken, ob die Lösungen für Deutschland und Polen gut sind, aus der betreffenden
Nation stammende Nuntien zu berufen. Wir sehen in beiden Ländern, wo wir stehen: damit ist keineswegs
gesichert, daß erleuchtetere und passendere Bischofsberufungen erfolgen. !:)
Gotthard Primas ist und bleibt bis auf weiteres Kardinal Glemp, wäre er auch geblieben, wenn Erzbischof
Wielgus das Amt heute nicht zurüvkgegeben hätte! Früher hieß der Erzbsichof von Warschau: Erzbischof
von Warschau-Gnesen, sit aber seit einigen Jahren nicht mehr so, da es jetzt einen eigenen Erzbischof
von Gnesen gibt!
@Gotthard Also dieser Quelle nach ist das derzeit noch Kardinal Glemp, auf den Ihre Beschreibung wohl
nicht zutrifft : www.episkopat.pl/?a=prymas Ich ging mal einfach davon aus, dass ihn Wielgus auch in
dieser Funktion beerben würde. Gebe aber zu, dass nicht sicher zu wissen. Der Erzbischof von Gnesen ist
aber derzeit keinesfalls. Ich werde die Sache mit dem Primus mal recherchieren.
dieser mann hätte nie zum bischof… …geweiht werden dürfen… gegen seine ernennung zum erzbischof
von warschau hat sogar kardinal dziwisz interveniert „…er wollte doch nur im ausland studieren…“ –
und dafür hat er – laut berichten aus dem polnischen episkopat – ausländische polnische priester ausgespäht…
seine eigene gewissenserforschung hätte eine weihe nie zulassen dürfen – von einer „vorbildfunktion“
als bischof mal ganz abgesehen. erschreckend an diesem fall ist aber vor allem, dass papst benedikt seinen
„laden“ nicht im griff hat , oder auf die falschen informanten setzt.
@adoro Allerdings sollte der Papst vor der Benennung eines neuen Primas ersteinmal ein neuen Nuntius berufen.
es besteht zur Zeit keine Notwendigkeit, einen neuen Primas von Polen zu berufen – der Bischof von Gnesen
erfreut sich des Lebens und seiner Aufgabe.
Sr. Maria Andrea Da gibt es die Schwester und den Rüdesheimer, liest man die Kommentare, so stellt man
fest; ein Herz und eine Sele. Wer versteckt sich denn dahinter, weiß das einer? Die Sr. schreibt sehr
agressiev, ihr fehlt die Demut, ist da heute üblich in der Kirche?
@Heinrich das ist in der Tat ein interessanter Gedanke. Allerdings sollte der Papst vor der Benennung
eines neuen Primas ersteinmal ein neuen Nuntius berufen. Der jetzige – Józef Kowalczyk, selber Pole –
muss wohl bewußt Informationen zurückgehalten haben, was den Papst laut den heutigen poln. Abendnachrichten
wohl ein wenig ungehalten hat werden lassen.
Dumm genug wäre er ja, um in eine solche Falle zu laufen. Man muß sich halt wohl auch in der Kirche
die Typen vorher anschauen. Jede Firma tut das. Außerdem mal von der anderen Seite. Der Reinfall für
Ratzinger ist nicht so groß und er kann jetzt mit viel weniger Rücksichten einen Kandidaten bestimmen.
Insbesondere kann er jetzt dem JoPa2 Klüngel in Polen entkommen, wenn er schlau ist. Vielleicht ein Glücksfall.
Ohrfeige für Kardinal Re? Osservatore: Hat Kardinal Re jetzt die – lange fällige – Antwort auf seine
dubiose Entscheidung gegen Bischof Krenn erhalten? Wie war das doch mit der „Unterschrift“ des Papstes
(Johannes Paul II.) unter den Brief, der Bischof Krenn zum Rücktritt aufforderte?
„Ich an seiner Stelle hätte das Amt nicht angetreten“ Angreifbar war er aber auch schon als er Bischof
von Plozk wurde, damals ist alles gut gegangen. Irgendwie scheint einer derer, die die Information hatten
mit ihm nicht mehr zufrieden gewesen zu sein.
Rüdesheim Wie Sie ärgerte und ärgere ich mich seit Monaten über die UNKULTUR bei KREUZ.NET, oder wie
jemand schrieb: HETZ.NET. Wer gegen diese dümmlichen Aeusserungen von bestimmten Personen Stellung nimmt,
der wird hart attakiert. Es wird von bestimmten Typen hart angegriffen, ausgesagt, Unwahrheiten und Halbwahrheiten
in die Welt gesetzt, Bischöfe wie Algermissen, Lehmann, Kamphaus täglich angegriffen, verunglimpft,
aber diese Leute verbitten sich jede Nachfrage, jede Richtigstellung. Hart teilen sie aus, aber sie sind
Weichlinge!
Osservatore Ihr Kommentar gefällt mir gut und er ist sachlich gehalten!! Findet man hier leider selten!
Nur eine kleine Bemerkung gestatten Sie mir: Es sind nicht immer die Medien, die hier etwas verursacht
haben! Anstelle von Wielgus hätte ich dieses Amt nie angetreten, er musste wissen, dass er angreifbar
ist!!
#14 Osservatore 20:26:53 | Sonntag, 7. Januar 2007
Hat Kardinal Giovanni Battista Re versagt? Die Sache scheint doch etwas schleierhaft. Jeder weiss wie
sorgfältig der Vatikan die Kandidaten für das Bischofsamt prüft. Der Präfekt der Bischofskongregation,
Kardinal Giovanni Battista Re, war früher Substitut des Staatssekretariats und somit einer der bestinformierten
Prälaten der Kirche. Da ist auch Kardinal Stanislaw Dziwisz, der damalige Sekretär von Papst Johannes
Paul II. Er hatte noch vor Monaten versprochen, die leidige Frage der Kollaborateure im polnischen Klerus
zu klären. Mons. Wielgus war seit Monaten auf der berüchtigten Wildstein-Liste enthalten, mit ihren
240’000 Namen aller bekannten Zuträger von Informationen des polnischen Geheimdiensts. Kardinal Re musste
von diesem Verdacht schon seit langer Zeit informiert sein. Warum hat er dem Papst nicht abgeraten, dass
dieser bedeutende Bischofssitz nur von einem Menschen geleitet werden sollte, der über jeden Verdacht
erhaben ist? Mons. Wielgus hat durch seinen Rücktritt Grösse gezeigt. Dieser Schritt brauchte viel Mut
und Gottvertrauen. Vielleicht lernen die Verantwortlichen im Vatikan aus dieser Panne, wissend, dass die
Medien krampfhaft nach Gründen suchen, um die Kirche in ein schiefes Licht zu ziehen. Mit etwas Vernunft
und „Mut zur Demut“ hätte all dies vermieden werden können.
und viele von diesen Schreibern hier… trauern einem Kirchen- und Liturgiebild nach, das es seit dem
II. Vatikanum nicht mehr gibt!! Da nützen auch dieses ganzen unsäglichen Eingaben hier nichts…die
Erde dreht sich weiter, und die Kirche soll und muss auf die Zeichen der Zeit reagieren, und sich nicht
hinter Kirchenmauern verschanzen!
Lolita Auf Ihre Antwort haben denkende und anständige Menschen gerade noch gewartet! Bischof Kamphaus
ist zu gross, als dass Sie ihn verunglimpfen könnten! Wie heisst das: Was kümmert es den Mond, wenn
ihn der Hund anbellt!
Sr. maria andrea Ja wieso denn auch nicht? ‘ Die Leute hier machen auf mich den Eindruck, als hätten
sie alle die Weisheit mit Löffeln gefressen!! Und mir gefällt einfach diese Einseitigkeit hier nicht!!!!
Namen nennen Kann hier jemand die genauen Namen der Theologen, der Bischöfe, der Kardinäle nennen…
die genauen Namen der „Uebeltäter“? Kann das jemand?
und kath.net? Mit welcher Lieblosigkeit kath.net doch seine Dienste verrichtet. kreuz.net hat am Tag des
Geschehens einen interressanten Kommentar zur Sache der Woche. Dagegen berichtet sein kleiner Bruder in
nur einem Artikel zwei Absätze und fügt dann (von Radio Vatikan übernommen) spät am Abend noch schnell
einen Kommentar vom Vatikansprecher an. Schreiben die dort eigentlich auch selber Berichte oder übernehmen
die ausschließlich von andern (Gratis oder Billig-Agenturen?) Im Übrigen ist die einseitige, unterschlagende
und verfälschende Informationspolitik spätestens seit dem Fulda-Skandal entlarvt.
Papier. Wie ich in dem Dokument lesen kann, verpflichtet sich der „Grey“ in der Zeit seines Aufenthaltes
in der BRD für die Aufklärungsdienst der VRP zu spionieren. Von bespitzeln in Polen ist nicht die Rede.
#3 st. polterer 19:08:39 | Sonntag, 7. Januar 2007
@ den Kommentatoren Das ist doch ein alter Hut und seit mindestens 30 Jahren gang und gebe: Wenn einer
in der Kirche ist, darf er die Muttergottes bespucken, die Eucharistie in den Schlamm stampfen und die
Ehre Christi mit Füßen treten. Aber Vorsicht: Versündige dich nicht gegen den ORF. Noch mehr Vorsicht:
Versündige dich nicht, indem dein Bischof im ORF schlecht wegkommt.
Unsinn Wie viele Theologieprofessoren, welche die Kirche und den Glauben jahrzehntelang verraten haben,
sind danach zu Bischöfen und Kardinälen aufgestiegen? (Und wie viele der anderen sind es nicht geworden?)
Warum dieser Bischof nicht spätestens vor der Ernennung zum Warschauer Erzbischof ausgepackt hat, ist
mir schleierhaft … sein Rücktritt ist folgerichtig … Er ist kein Opfer … solche Behauptungen sind
gehirnlos!