Liturgie
Auch ein Faß Kölsch auf dem Altar
Er freue sich, daß die Karnevalisten heuer nicht nur vor dem Dom, sondern auch in ihm stünden: „Da gehören sie hin. Karneval und Kirche sind Zwillingskinder“ – erklärte Kardinal Meisner bei einem Narrengottesdienst im Kölner Dom.
Das Kölner Dreigestirn 2007 - Plakatausschnitt des 'Festkomitees Kölner Karneval'
Das Kölner Dreigestirn 2007 – Plakatausschnitt des ‘Festkomitees Kölner Karneval’
(kreuz.net, Köln) Am Donnerstag eröffnete Joachim Kardinal Meisner, den Karneval seiner Stadt mit einer Messe im Kölner Dom.

Die Karnevalisten wurden auf vielfältige Weise in die Messe einbezogen.

Der Chef des Festkomitees, Markus Ritterbach, trug die Lesung vor. Kollegen sprachen die Fürbitten – darunter das karnevalistische „Kölner Dreigestirn“, das vom Prinzen, Bauern und von der Jungfrau gebildet wird.

Zur Opferung wurden Gegenstände mit kölsch-karnevalistischem Symbolcharakter zum Altar gebracht.

Die Lokalzeitung ‘Kölnische Rundschau’ berichtete, daß „auch ein Faß Kölsch auf dem Altar“ stand. Kölsch bezeichnet ein helles obergäriges Vollbier aus der Kölner Region.

Auf das Bier ging Kardinal Meisner in seiner Predigt auch kurz ein.

Der Mensch mit seinen Wurzeln brauche den Mutterboden, aus dem ihm Gottvertrauen, Beheimatung in Gott, Gelassenheit und Freude zuwachsen – erklärte der Kardinal.

Auf diesem Humus -Mutterboden – wachse der Humor: der Mutterwitz.

Wenn die Muttererde fruchtbar sein solle, gehöre auch „Feuchtigkeit“ dazu. Das sei die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Wort „Humor“: „Hier muß man nicht gleich ans ‘Kölsch’ denken.“

Die hier gemeinte Feuchtigkeit des Humors sauge der Mensch aus dem Humus eines tiefen Glaubens an den lebendigen Gott.

Wer Humor besitzen wolle, der müsse über den Dingen stehen, auch über sich selber. Er müsse es verstehen, sich selber auf den Arm nehmen zu können.

Ein solcher Mensch brauche sich nicht nicht zu verachten, aber er lasse die Dinge nicht so nahe an sich herankommen, daß sie ihm Handschellen anlegen.

Auch bei ihrem Verlust sei er noch in der Lage, zu lächeln – „solange er an Gott glaubt, der alles sicherer stellt als jede Versicherungsgesellschaft“.

Entgegen dem Predigttext schloß der Kardinal statt mit „Amen“ mit „Kölle Alaaf!“.

Anläßlich der Messe freute sich der Kardinal laut der Kölner Boulevardzeitung ‘Express’, daß die Karnevalisten nicht nur am Rosenmontag vor dem Dom, sondern nun auch im Dom gestanden seien:

„Da gehören sie hin! Karneval und Kirche sind Zwillingskinder.“

Ohne die Kirche und das Kirchenjahr sei Karneval gar nicht zu verstehen.
      
44 Lesermeinungen
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#44   Benedikt   12:52:02 | Mittwoch, 10. Januar 2007
@ Maledica
Es ging und geht hier um Liturgie. Immer schön das Thema beachten.
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#43   Maledica   10:01:45 | Mittwoch, 10. Januar 2007
Lehmann
Sein Klerus nimmt ihn sich leider nicht zum Vorbild.
Oh, ist der Klerus etwa katholisch???
Wäre mir neu!
Der Großteil des Klerus nimmt ihn sich zum Vorbild, indem Alles Katholische im Bistum eliminiert wird und Alles Häretische zugelassen…
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#42   stat crux   17:52:55 | Dienstag, 9. Januar 2007
@Konrad
Keine Panik. Aber ich räume ein: Der Kölner Karneval ist lange nicht mehr das, was er (vielleicht) einmal war.
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#41   Benedikt   16:44:51 | Dienstag, 9. Januar 2007
@ Maledica
Doch bei Lehmann ist eine korrekte Liturgie in Zusammenhang mit Fassenacht nicht zu erwarten.
Also mir sind keine liturgischen Verstöße in Messen des Bischofs von Mainz bekannt. Sein Klerus nimmt ihn sich leider nicht zum Vorbild.
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#40   freddie schenk   15:18:27 | Dienstag, 9. Januar 2007
@ Pater Lingen
Ja, wenn das so ist: Es lebe das zweite Vatikanische Konzil. Prost. O:)
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#39   thaumaturgos   21:19:21 | Montag, 8. Januar 2007
@an die jeremiase
regt euch doch nicht künstlich auf … ihr erinnert zu stark an jorge von burgos in der name der rose,
denn, für euch superchristen ist klar, christus hat nie gelacht LOL kann ich da nur schreiben
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#38   Pater Lingen   20:32:33 | Montag, 8. Januar 2007
In Meisners Nomenklatur nicht falsch!
Es gibt einen Text „Karneval, das Lebensprinzip der V2-Sekte“. Also in der Tat sind Karneval und V2-Verein „Zwillingskinder“.
Sie sind heidnisch, sie strotzen vor Blasphemien und Schamlosigkeiten, ihr ganzes Sinnen und Trachten ist antichristlich.
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#37   Gastus   17:53:34 | Montag, 8. Januar 2007
@agmen
Der Artikel grenzt an Verleumdung, wenn hier geschrieben steht, dass ein Fass „Bier“ auf dem Altar stand, obwohl das nicht der Fall war.
Da hat „kreuz.net“ wohl einfach abgepinnt … www.rundschau-online.de/…/1162484293279.shtml
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#36   Gunsenum   17:40:00 | Montag, 8. Januar 2007
Kölsch ist kein Bier!
Ich darf hier verkünden, daß Kölsch kein Bier ist.
Mithin stand auch kein Bier im Altarbereich oder auf dem Altar.
und ihr Piusbrüder: Bloß weil ihr das Lachen verlernt habt, bloß weil ihr immer mit sauertöpfischer Miene zu Gottesdienst und in der Welt herumlauft und durch striktestes Befolgen von Liturgien und Regeln und Traditionen im wörtlichen Sinn pharisäerhaft auf die Heiligung wartet – laßt andere in Ruhe. Jeder nähert sich nach seinen Mitteln der Heiligkeit.
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#35   agmen   17:12:47 | Montag, 8. Januar 2007
@ecclesia-semper-reformanda:
Sie schrieben:
Er biedert sich – genau wie beim Weltjugendtag – peinlich an: weder ist er lustig oder hat Humor, noch versteht er auch nur ansatzweise, was die meisten Jugendlichen iim Glauben in der Kirche wirklich suchen. Aber Hauptsache: Onkel Meißner ist mittendrin und fühlt sich als einmal lustige und einmal jugendliche Vaterfigur, die die Schäflein gar recht leitet…
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Falls Sie tatsächlich auf dem Weltjugendtag dabei waren und z.B. an der Volunteers-Abschlussmesse teilgenommen haben, würden Sie so etwas nicht schreiben. Kardinal Meisner verstand es dort sehr wohl die Jugendlichen für die Kirche zu begeistern. Seine Predigt wurde mehrmals von Beifall unterbrochen.
Auch mit mir befreundete Jugendliche aus verschiedenen Kölner Pfarren bestätigen mir immer wieder, wie sie ihren Kardinal schätzen.
Der Artikel grenzt an Verleumdung, wenn hier geschrieben steht, dass ein Fass „Bier“ auf dem Altar stand, obwohl das nicht der Fall war.
Also, liebe kreuz.net-Redaktion, ändert schleunigst den Titel dieses Artikels!
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#34   Konrad   16:40:32 | Montag, 8. Januar 2007
Maledica, du ärmliches Wichtlein
willst wohl den durchgeknallten Narrenkardinal verteidigen? Was wird er schon gepredigt haben? Dass Humor christlich ist, Karneval und Kirche Zwillinge, hahaha und helau!
Von Kreuz und Gottesgebot hat er wohl auch gesprochen? Das Ganze erinnert an den Klamauk-Film Leben des Bryan, in dem alles Christliche verhöhnt wird. Denn wenn das, was in Köln am grünen Holz geschah, was wird erst am trockenen Holz geschehen. Meisners Fegefeuer möchte ich nicht durchmachen müssen …
Zur Lektüre sei empfohlen der Essay von Martin Mosebach in Nr. 5 von „Vatican“, hrsg. von Guido Horst und Paul Badde, eine Zeitschrift, die Maledica eben verlinkte.
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#33   Maledica   15:40:30 | Montag, 8. Januar 2007
Heilige Messe für Carnevalsvereine
Was Sie wohl geschrieben hätten, wenn die Messe in einer anderen Fastnachtshochburg stattgefunden hätte?
Das Selbe, wenn es liturgisch korrekt wäre!
Doch bei Lehmann ist eine korrekte Liturgie in Zusammenhang mit Fassenacht nicht zu erwarten. Bei Kardinal Meisner schon…
…und die Piusbruderschaftskrakehler plärren nun mal los, weil diese paar Wortfetzen- Karneval und Messe-aufgeschnappt haben und interpretieren gleich einen Kardinal mit roter Nase, der um den Altar tanzt hinein- Piusbruderschaftshanseln halt.
Diese wollen eh nicht in den Schoß der Kirche zurück, sondern ziehen immer weiter Scheinargumente an den Haaren herbei.
Naja so ein Notstand läßt sich nun immer herbeilabern…
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#32   ultimo   15:21:21 | Montag, 8. Januar 2007
Das ist die immer gleiche Methode
der modernen Bischöfe und Päpste: einerseits „konservativ“ sein wollen, aber gleich danach sich anbiedern bei den Leuten um ja nicht in Verruf zu kommen, ein reaktionär zu sein. Das zweigleisige Fahren nach dem Konzil, es allen recht machen.
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#31   Karl   15:15:33 | Montag, 8. Januar 2007
Klamauk?
Zur Beruhigung der Gemüter:
Es stand kein Faß Kölsch auf dem Altar. Vielmehr wurde zur Gabenbereitung ein Faß Kölsch neben anderen kölnischen Gaben nach vorne gebracht, die anschließend aus dem Sanktuarium genommen wurden. Die Messe war ganz nach den Richtlinien des Missale gefeiert, Lieder dem Gotteslob entnommen bis auf das Schlußlied und das war nämlich das Te Deum in kölnischer Mundart. Man kann sicherlich darüber streiten, ob eine solche Messe päßlich ist, aber sie ist sicherlich nicht frevelhaft. Ich persönlich würde es nicht machen, aber nun gut …
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#30   Athanasius   14:08:57 | Montag, 8. Januar 2007
Und dieser
Meisner gilt als „Hoffnung für die Deutsche Kirche“. Sensus catholicus und sensus liturgiæ hat er nicht. Er hat seine Kirche, die offensichtlich nicht die römisch-katholische Kirche ist die in der Eucharistiefeier das Kreuzesopfer Jesu Christi erneuert und gegenwärtig setzt, zu dem Narrendienst bestimmt.
Nun einige katholische Seher und Mystiker zu diesen Sachen:
Sepp Wudy, der Bauernknecht (um 1900):
„Dich geht es ja nichts mehr an, aber sag es deinen Kindern und Kindskindern.
Die haben damit zu tun und erleben am End die ganze Geschichte. Ich verstehe auch die Leut nicht, daß sie gar kein Herein (Genügsamkeit) haben, und sie werden alleweil schlimmer und gottloser, so daß es kommen muß, und, wie gesagt, es wird wieder sein wie vor hundert Jahren. Mit dem Glauben geht es bergab, und alles wird verdreht. Kennt sich niemand mehr aus. Die Oberen glauben schon gar nichts mehr, die kleinen Leut werden irre gemacht. In der Kirche spielen sie Tanzmusik, und der Pfarrer singt mit. Dann tanzen sie auch noch, aber draußen wird ein Himmelszeichen stehen, das den Anfang vom großen Unheil ankündigt.
Es steht gegen Norden ein Schein, wie ihn noch niemand gesehen hat, und dann wird ringsum das Feuer aufgehen.“
Hw. Alois Maaß, Fließer Pfarrer (1758-1846):
„Wenn die Kinder wie Affen gekleidet sind, wird das Luthertum in Tirol einziehen. Wenn der Luxus so groß geworden ist, daß man Männer und Frauen an der Kleidung nicht mehr unterscheiden kann…“
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#29   mathild   14:05:45 | Montag, 8. Januar 2007
Meisner hat recht – in der Kirche finden nur noch „Veranstaltungen“ statt
Da hat doch unser Herr Kardinal Joachim Meisner (ein Schlesier!) eine Erleuchtung gehabt, wenn er von Zwillingskindern spricht ! Stimmt doch, in den meisten geweihten katholischen Kirchen stehen doch schlechte Schauspieler am Altar, die Karneval, also Veranstaltung sonntäglich zu moderieren versuchen. Erfolg ist dann das fernbleiben…
Also Kardinal Meisner verstößt auf gar keinen Fall gegen das 8.-te Gebot, was er aber vor dem Heiland zu verantworten hat…ist ein ander lecker Ding!
Gott sei seiner Seele gnädig!
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#28   Heggi   13:52:00 | Montag, 8. Januar 2007
Meisners Karnevalsmesse…
wird zweifellos Folgen haben. Hoppste schon jetzt so mancher Priester mit Pappnase oder mehr zum Gaudi seiner Gemeinde durch die Kirche, die an solch einem Tag natürlich proppevoll ist, so ist Meisners Messe die beste Rechtfertigung für alle Liturgie-Avantgardisten. Nun gut, der erzbischöfliche Kardinal wird damit leben müssen. Die Kritik, vielleicht zu sauertöpfisch zu sein, geht komplett fehl. Ein Opfermahl mit solchen oder ähnlichen Einlagen, das soll mir mal jemand vernünftig erklären…
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#27   Maledica   13:44:22 | Montag, 8. Januar 2007
Die Uniformen
der Carnevalsvereine sind ebensolche Traditionsuniformen. Fassenacht ist eine ernste Angelegenheit
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#26   deus_caritas_est   13:41:50 | Montag, 8. Januar 2007
kölsch
Form der Gläser und Farbe des Inhalts lassen Unerfahrene doch eher auf eine U--nprobe schließen.
>:)
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#25   Benedikt   13:38:52 | Montag, 8. Januar 2007
@ Mimi
Also ob Kölsch tatsächlich ein Bier ist, darüber gehen die Meinungen ziemlich auseinander…
Ich halte es auch eher für ein Bierersatzgetränk
Dieser Meinung würde ich mich anschließen :-].
@Maledica
Es gibt Karnevals-„Gottes“dienste und Messen für die Karnevalisten.
Was ist an letzterem verwerflich?
Was Sie wohl geschrieben hätten, wenn die Messe in einer anderen Fastnachtshochburg stattgefunden hätte?
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#24   Mimi   13:12:15 | Montag, 8. Januar 2007
–----
@monti
;-)
Düsseldorf – Helau!
@Maledica
Ebent…
Was ist an einer Hl. Messe für Karnevalisten verwerflich?
Ich war nicht dabei, also werde ich mich hüten, hier zu urteilen.
Okay, das „Kölle Alaaf“ statt „Amen“ nach der Predigt hat er wohl gesagt (erzählte mir wer, der es am Radio verfolgte), aber davon geht die Welt auch nicht unter. Es sagt ja auch gar nicht jeder Priester am Ende der Predigt wirklich Amen. Ich meine auch nicht, dass dieses Wörtchen vorgeschrieben sei.
Mir kommt es wenn schon auf den Inhalt der Predigt an, und den kennen wir nicht. Oder?!
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#23   monti   13:06:09 | Montag, 8. Januar 2007
@Konrad
Stimmt es, dass der Kölner Kardinal in einerEucharistiefeier, einer unblutigen Erneuerung des Kreuzesopfers, seine Homilie mit den Worten „Kölle Alaaf“ beendet hat? Hat er das Heilige den Narren ausgeliefert?
Von Kardinal Lehmann, seinem bisherigen Gegenspieler in der DBK, ist eine solche liturgische Entgleisung, die man durchaus (diesmal mit Dr. Carlo Regazzoni) einen Frevel nennen muss, bisher nicht bekannt.
Würde Kardinal Lehmann ja auch nie machen. Er würde seine Homilie bestenfalls mit „Mainz Helau“ beenden.
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#22   Konrad   13:04:58 | Montag, 8. Januar 2007
Und diese pharisäischen Kölner Karnevalisten
sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie geben sich zur Anbiederung eines durchgeknallten Kardinals her, der seine oberhirtliche Pflicht verraten hat. Früher galt in Köln. Kirche ist Kirche, Karneval ist Karneval. Die Vermischung beider ist ein Armutszeugnis der Verblödung von Kirchenleuten und Karnevalisten gleichermassen, sie ist absolut humorlos und pharisäisch.
Zu Zeiten Adenauers und Kardinal Frings’ undenkbar, was da im Kölner Dom gefrevelt wurde. Der Vergleich mit den Chargierten von Studentenverbindungen ist voll daneben. Das sind keine Narrenkostüme einer Anti-Liturgie, sondern normale Traditonsuniformen, die von der katholischen Kirche, genau wie landsmannschaftliche Trachten, immer geachtet wurden. Fazit: Dieser Kardinal und Statuensammler gehört schleunigst in den Ruhestand!
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#21   deus_caritas_est   13:04:25 | Montag, 8. Januar 2007
kölsch
@monti
endlich mal!
>:) der bisher konstuktivste Beitrag zum Thema
Prost Alaaf Helau
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#20   monti   13:00:24 | Montag, 8. Januar 2007
@Mimi und alle Anderen
Kölsch=Bier?!Also ob Kölsch tatsächlich ein Bier ist, darüber gehen die Meinungen ziemlich auseinander…
Ein Kölner, ein Düsseldorfer und ein Dortmunder sitzen zusammen in einer Kneipe.
Der Kölner bestellt ein Kölsch,
der Düsseldorfer ein Alt,
daraufhin der Dortmunder eine Cola.
Der Kellner fragt ihn, warum er denn kein Pils wolle.
Darauf der Dortmunder: „Ach, wenn die anderen Beiden kein Bier trinken…“
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#19   Maledica   12:58:37 | Montag, 8. Januar 2007
War jemand dabei???
Dann müßte man den Bischöfen vielleicht auch verbieten bei Studentenverbindungen die Messe zu lesen.
Die tragen auch ihre Uniformen.
Es gibt Karnevals-„Gottes“dienste und Messen für die Karnevalisten.
Was ist an letzterem verwerflich?
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#18   Konrad   12:56:32 | Montag, 8. Januar 2007
Stimmt es, dass der Kölner Kardinal in einer
Eucharistiefeier, einer unblutigen Erneuerung des Kreuzesopfers, seine Homilie mit den Worten „Kölle Alaaf“ beendet hat? Hat er das Heilige den Narren ausgeliefert?
Von Kardinal Lehmann, seinem bisherigen Gegenspieler in der DBK, ist eine solche liturgische Entgleisung, die man durchaus (diesmal mit Dr. Carlo Regazzoni) einen Frevel nennen muss, bisher nicht bekannt.
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#17   Gastus   12:47:28 | Montag, 8. Januar 2007
@ … grübel …
Am Donnerstag eröffnete Joachim Kardinal Meisner, den Karneval seiner Stadt mit einer Messe im Kölner Dom.
Eröffnet der nicht traditionell am 11.11. um 11.11 Uhr auf dem Alter Markt? :-!
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#16   Stimme aus dem Tradiland   12:40:33 | Montag, 8. Januar 2007
Zu dem Bericht nur einen Satz:
Cardinal Meisner wird auch immer dümmer!
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#15   Gotthard   12:28:31 | Montag, 8. Januar 2007
Liebe Unschuld
die Tanzmariechen trugen lange Capes … also kein Grund, eine Schnüss zu ziehen.
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#14   ecclesia-semper-reformanda   12:22:10 | Montag, 8. Januar 2007
Liebe Unschuld,
das ist nun wirklich Quatsch! Hängen Sie den karneval nicht höher als es ihm zusteht.
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#13   Unschuld   12:13:51 | Montag, 8. Januar 2007
Schade
Liebe Mitchristen,
also auch der Kölner Kardinal. Schade, dass Katholiken ihren Verkündigungsauftrag durch derartige Aktionen in Mißkredit bringen. Wissen denn die Hirten nicht, dass der Karnival nichts anderes als eine Verhöhnung des Leidens Jesu darstellt?
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#12   ecclesia-semper-reformanda   12:09:30 | Montag, 8. Januar 2007
Ach, Aragorn:
Hoffentlich lässt sich der Hl. Vater nicht abhalten, bald die Wahre Messe wieder zuzulassen.
Ganz ehrlich: dann werden die „Karnevals-Messen“ erst recht Zulauf haben!
Was an der geschilderten Karneval-Messe einzig und allein stört, ist, dass sie von Meißner gehalten wird, dessen Humor-Horizont außerordentlich klein bemessen ist. Er biedert sich – genau wie beim Weltjugendtag – peinlich an: weder ist er lustig oder hat Humor, noch versteht er auch nur ansatzweise, was die meisten Jugendlichen iim Glauben in der Kirche wirklich suchen. Aber Hauptsache: Onkel Meißner ist mittendrin und fühlt sich als einmal lustige und einmal jugendliche Vaterfigur, die die Schäflein gar recht leitet…
Ich würde mich ehrlich für Sie freuen, Aragorn, wenn die alte Messe (in Ihrer „subjektivistischen Beliebigkeit“ – Ihr Zitat-, die Sie erstaunlicherweise sich zugestehen und anderen absprechen, ist es natürlich die „wahre“) zugelassen würde: dann würde das ganze Gejammer der Wenigen, die das ernsthaft wollen, verstummen. Insofern hätte ich wirklich nichts dagegen – und wir könnten ab sofort aufhören, hier in kreuz.net zu posten: Sie könnten statt dessen endlich wieder priesterliche Seelsorge betreiben und ich meinen Schreibtisch wieder leer kriegen!.
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#11   Gotthard   12:07:56 | Montag, 8. Januar 2007
jeder Jeck ist anders
Nach DDr. Gregorius Hesse komme in der Antrittsenzyklika von Johannes Paul II. die Bezeichnung „katholisch“ nicht ein einziges Mal vor, während er mehrfach von der Kirche des Neuen Advent spricht, was Pater Hesse veranlasste diese als „Neu- Adventisten“ zu bezeichnen,
dieser Hesse hatte wohl zuviel Zeit – um zu zeigen, dass er zählen konnte.
Warum sollte in einer Enzyklika des Papstes überhaupt das Wort „katholisch“ vorkommen? Es gibt schon jecke Ideen – und die sind noch nicht einmal karnevalstauglich.
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#10   Konrad   12:03:10 | Montag, 8. Januar 2007
Nein, das darf nicht wahr sein
der Bericht ist unglaublich, er trifft nicht zu. Wo sind die Quellen? Wenn es aber stimmt, dann hat der Erzbischof von Köln und Vorsitzende der Liturgie-Kommission der DBK sofort seinen Rücktritt anzubieten – so wie vorgestern der Erzbischof von Warschau Stanislaus Wielgus. Dieses Ärgernis ist eine Verhöhnung des katholischen Glaubens, da kann Meisner 1000mal multireligöse Feiern verbieten oder sich mit Vertrreter n des Judentums anlegen, hier muss sofort Korrektur erfolgen, wenn die Kirche noch Selbstachtung besitzt.
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#9   wolfgang e.   11:55:09 | Montag, 8. Januar 2007
Konzilskirche
Als „Konzilskirche“ kann man die katholische Kirche seit dem Apostelkonzil in Jerusalem nennen.
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#8   Hermann der Lahme   11:43:13 | Montag, 8. Januar 2007
Rüdesheim – Begriff „Konzilskirche“
Ich wusste bis dato nicht, dass man die katholische Kirche auch Konzilskirche nennen kann!!
der Sekretär des Konzils, Erzbischof Felici, hat mehrfach die nachkonziliare Kirche als Konzilskirche bezeichnet, ohne Zweifel um diese von der Katholischen Kirche zu differenzieren.
Nach DDr. Gregorius Hesse komme in der Antrittsenzyklika von Johannes Paul II. die Bezeichnung „katholisch“ nicht ein einziges Mal vor, während er mehrfach von der Kirche des Neuen Advent spricht, was Pater Hesse veranlasste diese als „Neu- Adventisten“ zu bezeichnen, da es damals bekanntlich ja bereits Adventisten gegeben habe.
HdL
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#7   Mimi   11:22:14 | Montag, 8. Januar 2007
Kölsch=Bier?!
Also ob Kölsch tatsächlich ein Bier ist, darüber gehen die Meinungen ziemlich auseinander…
Ich halte es auch eher für ein Bierersatzgetränk… ;-)
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#6   Aragorn   11:20:46 | Montag, 8. Januar 2007
Aufforderung zur Nachahmung
Diese „Karnevalsmesse“ mit Kardinal Meisner findet in den kommenden Wochen sicherlich eifrige Nachahmer in den Pfarrkirchen. Kardinal Meisner wollte wohl etwas gegen sein Image als Spaßbremse tun; allein solche Aktionen unterminieren die ohnehin schon ruinierte Liturgie noch weiter. Hoffentlich lässt sich der Hl. Vater nicht abhalten, bald die Wahre Messe wieder zuzulassen.
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#5   Rüdesheim   10:51:27 | Montag, 8. Januar 2007
HeinrichvonOfterdingen
Ich wusste bis dato nicht, dass man die katholische Kirche auch Konzilskirche nennen kann!! ;-)
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#4   Hermann der Lahme   10:49:41 | Montag, 8. Januar 2007
Kardinal Meisner – …also auch er !
wäre dies nicht ein Fall für die Gottesdienst-Kongregation in Verbindung mit der Instruktion gegen
die liturgischen Missbräuche ?
Auf jeden Fall mehr als Zeitgeist-Anbiederung !
HdL
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#3   HeinrichvonOfterdingen   10:37:37 | Montag, 8. Januar 2007
Einsicht!
Die Konzilskirche sieht sich also als eine Art Karnevalsgesellschaft. Wenn der richtigen Analyse Abhilfemaßnahmen folgen, vielleicht ein erster Schritt in die richtige Richtung.
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#2   Tridentinus   10:13:26 | Montag, 8. Januar 2007
„Kölsch bezeichnet
ein helles, obergäriges Bier aus der Kölner Region.“ – Ach, was?
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#1   Gunsenum   10:00:25 | Montag, 8. Januar 2007
Abgesehen davon,
daß die meißnersche Argumentationslinie Humus-Humor mittlerweile inflationär von ihm gebraucht wurde (Kenn ich noch aus Soldatenfriedensgottesdiensten au Köln), kann ich rein gar nichts Unpassendes in der Beschreibung des Gottesdienstes finden. das Kölschfass „auf“ dem Altar dürfte kreuznetübertreibend gemeint sein. Schön, daß die Karnevalisten einen Gottesdienst feierten. So muß es doch sein: Am Anfang der Herr!
Mainz Helau!
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