Auch ein Faß Kölsch auf dem Altar
Er freue sich, daß die Karnevalisten heuer nicht nur vor dem Dom, sondern auch in ihm stünden: „Da gehören sie hin. Karneval und Kirche sind Zwillingskinder“ – erklärte Kardinal Meisner bei einem Narrengottesdienst im Kölner Dom.

Die Karnevalisten wurden auf vielfältige Weise in die Messe einbezogen.
Der Chef des Festkomitees, Markus Ritterbach, trug die Lesung vor. Kollegen sprachen die Fürbitten – darunter das karnevalistische „Kölner Dreigestirn“, das vom Prinzen, Bauern und von der Jungfrau gebildet wird.
Zur Opferung wurden Gegenstände mit kölsch-karnevalistischem Symbolcharakter zum Altar gebracht.
Die Lokalzeitung ‘Kölnische Rundschau’ berichtete, daß „auch ein Faß Kölsch auf dem Altar“ stand. Kölsch bezeichnet ein helles obergäriges Vollbier aus der Kölner Region.
Auf das Bier ging Kardinal Meisner in seiner Predigt auch kurz ein.
Der Mensch mit seinen Wurzeln brauche den Mutterboden, aus dem ihm Gottvertrauen, Beheimatung in Gott, Gelassenheit und Freude zuwachsen – erklärte der Kardinal.
Auf diesem Humus -Mutterboden – wachse der Humor: der Mutterwitz.
Wenn die Muttererde fruchtbar sein solle, gehöre auch „Feuchtigkeit“ dazu. Das sei die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Wort „Humor“: „Hier muß man nicht gleich ans ‘Kölsch’ denken.“
Die hier gemeinte Feuchtigkeit des Humors sauge der Mensch aus dem Humus eines tiefen Glaubens an den lebendigen Gott.
Wer Humor besitzen wolle, der müsse über den Dingen stehen, auch über sich selber. Er müsse es verstehen, sich selber auf den Arm nehmen zu können.
Ein solcher Mensch brauche sich nicht nicht zu verachten, aber er lasse die Dinge nicht so nahe an sich herankommen, daß sie ihm Handschellen anlegen.
Auch bei ihrem Verlust sei er noch in der Lage, zu lächeln – „solange er an Gott glaubt, der alles sicherer stellt als jede Versicherungsgesellschaft“.
Entgegen dem Predigttext schloß der Kardinal statt mit „Amen“ mit „Kölle Alaaf!“.
Anläßlich der Messe freute sich der Kardinal laut der Kölner Boulevardzeitung ‘Express’, daß die Karnevalisten nicht nur am Rosenmontag vor dem Dom, sondern nun auch im Dom gestanden seien:
„Da gehören sie hin! Karneval und Kirche sind Zwillingskinder.“
Ohne die Kirche und das Kirchenjahr sei Karneval gar nicht zu verstehen.
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Mittwoch, 10. Januar 2007 12:52
Benedikt: @ Maledica
Es ging und geht hier um Liturgie. Immer schön das Thema beachten.
Mittwoch, 10. Januar 2007 10:01
Maledica: Lehmann
Sein Klerus nimmt ihn sich leider nicht zum Vorbild.
Oh, ist der Klerus etwa katholisch???
Wäre mir neu!
Der Großteil des Klerus nimmt ihn sich zum Vorbild, indem Alles Katholische im Bistum eliminiert wird und Alles Häretische zugelassen…
Oh, ist der Klerus etwa katholisch???
Wäre mir neu!
Der Großteil des Klerus nimmt ihn sich zum Vorbild, indem Alles Katholische im Bistum eliminiert wird und Alles Häretische zugelassen…
Dienstag, 9. Januar 2007 17:52
stat crux: @Konrad
Keine Panik. Aber ich räume ein: Der Kölner Karneval ist lange nicht mehr das, was er (vielleicht) einmal war.
Dienstag, 9. Januar 2007 16:44
Benedikt: @ Maledica
Doch bei Lehmann ist eine korrekte Liturgie in Zusammenhang mit Fassenacht nicht zu erwarten.
Also mir sind keine liturgischen Verstöße in Messen des Bischofs von Mainz bekannt. Sein Klerus nimmt ihn sich leider nicht zum Vorbild.
Also mir sind keine liturgischen Verstöße in Messen des Bischofs von Mainz bekannt. Sein Klerus nimmt ihn sich leider nicht zum Vorbild.
Dienstag, 9. Januar 2007 15:18
freddie schenk: @ Pater Lingen
Ja, wenn das so ist: Es lebe das zweite Vatikanische Konzil. Prost.
Montag, 8. Januar 2007 21:19
thaumaturgos: @an die jeremiase
regt euch doch nicht künstlich auf … ihr erinnert zu stark an jorge von burgos in der name der rose,
denn, für euch superchristen ist klar, christus hat nie gelacht LOL kann ich da nur schreiben
denn, für euch superchristen ist klar, christus hat nie gelacht LOL kann ich da nur schreiben
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