Orthodoxie
Griechisch Orthodoxe beschließen Frauendiakonat
Spektakulärer Beschluß: Der Heilige Synod der griechisch-orthodoxen Gemeinschaft hat sich heute für die Einführung der Diakoninnenweihe entschieden.
(kreuz.net, Athen) Wie die griechische Nachrichtenagentur „Athinaiko Praktorio Eidiseon“ (Athens News Agency) berichtete, hat der Heilige Synod der Griechisch Orthodoxen Kirche heute die Einführung der Diakoninnenweihe beschlossen.

Der Heilige Synod entschied, daß die Bischöfe selber bestimmen können, ob sie, zum Beispiel in abgelegenen Klöstern, wo es keinen Priester gibt, angesehene Nonnen zu Diakoninnen weihen wollen.

Die griechisch-orthodoxen Bischöfe betonten, daß die Diakoninnen die Möglichkeit haben sollten, das Krankensakrament erteilen zu können.

Der Erzbischof von Peristeri – einer Vorstadt von Athen – wäre gerne noch weitergegangen und meinte, daß Diakoninnen „eine Rolle in der Gesellschaft und nicht im Kloster“ spielen sollten.

Außerdem beschloß der Heilige Synod in geheimer Abstimmung, den Rom-Besuch des Erzbischofs von Athen und ganz Griechenland, Christodoulos, zu verschieben.

Christodoulos hätte den Papst treffen und von der Lateranuniversität, der Universität der Römischen Diözese, eine Ehrung entgegennehmen sollen.

Von den 62 Metropolitanbischöfen, die an der Abstimmung teilnahmen, waren nur 15 für die Durchführung des Treffens.

42 Bischöfe vertraten die Ansicht, daß die gegenwärtigen Umstände für ein solches Treffen nicht günstig seien.

Christodoulos versteckte seine Enttäuschung über den Ausgang der Abstimmung nicht.

Von Journalisten gefragt, ob er immer noch glaube, daß die Griechische Kirche für progressive Ideen offener sein sollte, antwortete er: „Was ich damals glaubte, glaube ich immer noch.“
      
3 Lesermeinungen
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#3   Chrysostomos   21:59:00 | Donnerstag, 26. Mai 2005
„Orthodox“ nicht für Ortodoxe?
Lieber Dolfuss, auch ein katholischer Christ darf die Orthodoxen so nennen – lesen Sie doch die Dokumente des II. Vatikanums oder den Tomos Agapis – die Dokumente der Begegnungen zwischen dem Hl. Vater Paul VI. und Patriarch Athenagaoras? Und sind nun Papst Johannes Paul II. oder der jetzige Papst Bendikt XVI Härektiker – auch sei verwenden diesen Ausdruck! Und übrigens- ortho-dox heißt nicht recht-gläubig, sondern der rechte Lobpreis (im wahren Glauben natürlich!) – Also… mal Griechisch lernen und dann verurteilen? Und wie sollten Katholiken Orthodoxe nennen? schismatische Ostkirche? Griechisch-Orientalen? Oder… ? Also Schluss mit solchen lächerlichen Haarspaltereien! Gerade die katholische Kirche des lateinischen Ritus kann von den Ostkirchen (mit Rom „unierten“ und orthodoxen) unendlich viel lernen? Ihre eucharistische Tradition, die Ehrfurcht in der Liturgie, der geistliche Schatz der Väter und, und, und!
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#2   Dolfus   22:12:14 | Mittwoch, 22. Dezember 2004
„Griechisch-orthodox“ nicht korrekt aus katholischer Sicht
„orthodox“ heißt übersetzt „rechtgläubig“. Die von Rom getrennten Ostkirchen, meinetwegen auch die Protestanten, können sich selbst nennen, wie sie wollen, auch „Orthodoxe“ („Rechtgläubige“).
Aus dem Munde eines römischen Katholiken ist dieser Ausdruck völlig irreführend und dem katholischen Dogma widersprechend. Denn es gibt nur eine rechtgläubige Kirche aus römisch-katholischer Sicht: die una, sancta, catholica ecclesia, die ident ist mit der Römisch-Katholischen Kirche. Es gibt die „Orthodoxie“ („Rechtgläubigkeit“) – als ein wichtiges Kriterium der einen von Christus gegründeten Kirche, die bis heute besteht. Wer das Schifflein Petri, unter der Führung des Papstes, verlassen hat, gehört nicht mehr zur Kirche. Das ist die klare Aussage. Es gibt tatsächlich rechtgläubige Ostkirchen aller Riten der Ostnationen: alle Kirchenteile, die in Einheit mit dem Römischen Pontifex stehen und somit die volle römisch-katholische Lehre bekennen. Der „Unitarismus“ ist darum der einzige gottgewollte Weg zur Einheit der Kirche Jesu.
Durch eine falsche Verwendung der Worte unserer nicht-rechtgläubigen Brüder – bei aller Liebe zu diesen Individuen, bleibt auch uns die Verpflichtung der Liebe zur Wahrheit – tun wir der Sache Christi nichts Gutes.
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#1   Schillerwein Hermann F.   10:46:08 | Mittwoch, 22. Dezember 2004
Frauen-Diakonat der Griechisch-Orthodoxen
Damit ist der Spaltpilz für die Orthodoxen gesät und hat der Niedergang – analog der Konzilskirche – seinen Anfang genommen.
Quo vadis Orthodoxie ?
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