Versucht die Zeitung ‘Tagespost’ mit der Kolportierung von Stammtischparolen aus bischöflichen Grappa-Runden, sich aus Finanzgründen bei der Bischofskonferenz einzuschmeicheln?
(kreuz.net) Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist sauer.
Der Grund ist ein November-Artikel des Vatikanisten
der deutschen Zeitung ‘Tagespost’, Guido Horst.
Der traditionalistische Zorn darüber kommt im Januar-Mitteilungsblatt
der Piusbruderschaft unter dem Titel „‘Tagespost’ beschimpft »die Lefebvrianer« als arrogante Dummköpfe…!“
zum Ausdruck.
In seinem Kommentar über den Besuch der Deutschen Bischöfe in Rom habe Horst die Priesterbruderschaft
„in unseriöser Weise“ beschimpft.
Der Journalist hatte in seinem Kommentar erklärt, daß die Lefebvrianer
nicht in der Lage seien, die Konzilstexte etwa zur Religionsfreiheit, zum interreligiösen Dialog oder
zur Ökumene zu verstehen.
Gewisse Intelligenzprobleme würden sich zusammen mit einer gehörigen Portion
Arroganz zu jenem Stoff verbinden, aus dem Schismatiker reinsten Wassers seien.
Das ‘Mitteilungsblatt’
empört sich: Horsts Artikel hätte in der Schule nicht mehr als ein „Ungenügend“ verdient.
Sein Rückblick
auf den Ad-limina-Besuch der Deutschen Bischöfe spotte jeder Beschreibung.
Zu Beginn werde aus dem Nähkästchen
geplaudert, wie die Bischöfe scherzend und lachend in einem Straßencafé anzutreffen waren und abends
in illustrer Runde die Grappa-Flaschen kreisen ließen.
Diese offenbar gut gemeinte Beschreibung vermittle
eher den Eindruck einer Vereinsmeiersitzung in Karnevalsstimmung.
Offenbar sei Horst bei der Grappa-Runde
selber mit dabeigewesen. Das sei seine Sache:
„Aber sich dessen in einer bislang ernstzunehmenden Zeitung
zu rühmen, zeugt von einer mangelnden Fähigkeit, sich von der subjektiven Ebene zur objektiven Berichterstattung
zu erheben.“
Horst behaupte, daß die Wiederzulassung der Alten Messe nicht dazu da sei, um eine Versöhnung
mit den Lefebvrianern herbeizuführen.
Falsch – erklärt das ‘Mitteilungsblatt’:
„Wenn die Alte Messe
wieder zugelassen wird, kann das gar nicht anders als in den Zusammenhang mit der Bruderschaft gebracht
werden, weil eben wir diese Zulassung zuerst gefordert haben.“
Mit der „Unwissenheit des Herrn Horst“
werde im Artikel leider noch nicht der Höhepunkt erreicht. Der Journalist nehme auch zu Beleidigungen
Zuflucht:
„Das aber ist unterstes Niveau, weit unter der Gürtellinie einer sachbezogenen Auseinandersetzung.“
Das ‘Mitteilungsblatt’ vermutet, daß für diese Beschimpfungen die bischöfliche Grappa-Runde Pate gestanden
haben könnte:
„Jedenfalls hätte Herr Horst seine Stammtischparolen besser im Kreise der angeheiterten
Bischofs-Freunde verkündet.“
Die Bruderschaft habe von der ‘Tagespost’ bereits den Abdruck einer Gegendarstellung
verlangt:
„Sollte dieser Widerruf – in welcher Form auch immer – nicht erscheinen, werden wir unseren
Lesern etwas anderes empfehlen: Nämlich das Abonnement – falls ein solches vorliegt – zu kündigen.“
Auch wenn man bei der Bruderschaft Verständnis dafür habe, daß die chronisch defizitäre ‘Tagespost’
das Geld der Bischöfe benötige und derzeit anscheinend Etatverhandlungen liefen – „so nicht, Herr Horst!“
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52 Lesermeinungen
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@ Heggi Das Verlangen nach Widerlegung erinnert mich zudem zu stark an den Reichstag zu Worms. Kein schlechter
Konter. Als Papsttreuer bin ich allerdings außer Gefahr .
Benedikt, Panetta Benedikt: Ich hab mich ausschließlich auf den „Ton“ bezogen. In der Sache selbst würden
wir nur bereits bekannte Argumente austauschen. Das Verlangen nach Widerlegung erinnert mich zudem zu
stark an den Reichstag zu Worms. Panetta: Ich stimme Ihnen in beiden Teilen zu.
@ Seminarist Den Versuch, den „samstagabendlichen Sonntagsgottesdienst“ wieder herzustellen als restaurativ
zu bezeichnen ist aber gehörig dreist. Wir Tradis sind dagegen und werden ebenfalls als reaktionär/restaurativ
bezeichnet. Christus ist doch nicht während der Bundesligaübertragung auferstanden! In der Tradition
eher doch. Da müssen Sie nur einen Schott vor 1954 (Karwochenreform) zur Hand nehmen.
Tagespost Den enttäuschten Lesern der Tagespost, sei geraten ,es mal mit der KU ( Kirchliche Umschau)
zu versuchen, falls sie mehr Infos als nur die von Kreuz.net vertragen.
#50 Agiafortuni 21:20:18 | Dienstag, 9. Januar 2007
no comment Pater Imbach war Professor am Bonaventura Kolleg in Rom und wurde vom damaligen Präfekten
der Glaubenskongregation suspendiert. Durfte aber die Messe weiterlesen und erhielt an der Universität
Basel einen Lehrauftrag für katholische Theologie. Unterstützt wurde er von der katholischen Erwachsenenbildung.
Ich kenne Pater Imbach nicht und weiss nicht, ob er rechtgläubig oder häretisch ist, doch liegt hier
ein Fall vor, wo eine von Rom ergriffene Disziplinarmassnahme nicht beachtet wird ohne dass irgendjemand
dagegen Einspruch erhebt. Weshalb zeigt man sich nicht ebenso tollerant gegenüber den FSSPX Priestern,
denn schliesslich lernen sie nichts dem katholischen Glauben Widersprechendes
@heggi Die Piusbruderschaft leistet viel für die Bewahrung des katholischen Glaubens. Ohne Erzbischof
Lefebvre wäre alles viel schlimmer gekommen. Deshalb braucht sich die FSSPX nicht von zweitklassigen
Journalisten beschimpfen zu lassen.
#48 Seminarist 19:04:16 | Dienstag, 9. Januar 2007
@Cyprian Den Versuch, den „samstagabendlichen Sonntagsgottesdienst“ wieder herzustellen als restaurativ
zu bezeichnen ist aber gehörig dreist. Wir Tradis sind dagegen und werden ebenfalls als reaktionär/restaurativ
bezeichnet. Christus ist doch nicht während der Bundesligaübertragung auferstanden!
der integrierte Pesch Nun die Lösung: Rudolf Pesch gehört zur Integrierten Gemeinde , die sich besonders
darum kümmert, daß sich Judaismus und Katholizismus (die beide „Volk Gottes“ bzw. „Völker Gottes“ sind)
aneinander annähern. Ähnliche restaurative Ideen vertritt auch die neokatechumenale Bewegung, etwa der
samstägliche „Sonntagsgottesdienst“… Ein Schabbesmahl mit Herrn Pesch in der Bibliothek der IG in München
wäre der Gewinn des Rätsels gewesen. Mangels rückmeldenden Teilnehmern fällt es aber leider aus. Cyprian
@ Heggi Aber schauen Sie sich doch mal selbstkritisch Ihren ersten Absatz an, wieviel arrogante Rechthaberei
dieser selbst ausstrahlt. Mag sein, aber warum widerlegen Sie mich dann nicht? @ Hermann der Lahme Der
erste Teil ihre zuletzt zitierten Satzes ist korrekt, sofern Sie die Konzilskirche meinen. Nein, ich meine
ausdrücklich auch die FSSPX. Die Äußerungen der FSSPX-Offiziellen zur Liturgie sind meistens von unrichtigen
Annahmen durchsetzt. Man hat den Eindruck, dass alles so gebogen wird, dass es in die Apologie der FSSPX
passt. Dieses System wird den Priestern ja jemand beigebracht haben und ich tippe da mal auf ihr Seminar.
in der dortigen Bibliothek mit ca. 34000 Bänden vermittelt haben. 34.000 Bände? Soll ich jetzt beeindruckt
sein oder wie? Alle wirklichen Schismatiker werden hofiert Jo ich weiß. Schismatiker ist immer der andere.
Wie wenig nahe diese am wahren Rom ist Einer Einbildung der FSSPX kann man sich gar nicht nähern.
#44 Agiafortuni 13:34:06 | Dienstag, 9. Januar 2007
punkto Intelligenz es geschieht hie und da, dass die FSSPX durchaus die Linie Benedikt XVI vertritt während
die V II Sekte andere Register zieht. Wie war es zum Beispiel beim frevelhaften Gottesdienst in Luzern
anlässlich der Gay Parade. Wo war die Stimme eines der grossen Schwätzer der V II Sekte. Einzig die
FSSPX mit ihrem Distirktoberen an der Spitze tat was jeder V 2 Bischof hätte tun sollen. Doch darüber
wird in Rom eifrig geschwiegen. Wo war die Stimme eines Oberen der V 2 Sekte als der von Rom suspendierte
Pater Imbach mit der Unterstützung der katholischen Erwachsenenbildung einen Lehrauftrag an der Universität
Basel erhielt? Gerne hätte ich dazu eine Stellungnahme Aurelius, Benedikts oder Gotthards.
@Alleluia und Maledica In der Tat brauchen wir viele frühere Informationsquellen nicht mehr, seit es
kreuz.net gibt. Gut, daß damit Informations-Monopole gebrochen werden.
Rechtgläubig @Seminarist Objektive und neutrale Nachrichten holt man sich über kna oder kath.de, wer
rechtgläubig und ammtstreue lesen will geht zu kath.net oder zum „Portal“ und wer die unbequeme Wahrheit
hinter der Nachricht hören will, hat kreuz.net als Bezugsquelle katholischer „News“. Seit wann ist denn
die Medjugorje-Sekte rechtgläubig??? Diese setzen sich doch stets über die Weisungen Roms, wenns ihnen
nicht in den Kram paßt und eine Gospa hier und da nicht anerkannt wird. Wann startet Biermaier/Noe mal
wieder einen Spendenaufruf, um den armen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen und seine charismatische
Sektenpropaganda zu finanzieren. Vor Weihnachten wurde man ja schier damit bombardiert…
Logos… strengen Sie doch mal Ihren Logos an! Seit wann „tobt“ denn der Kampf um den alten Ritus? Und
wer hat ihn bis mindestens 1988 allein führen müssen?
Wer braucht schon die Tagespost? Wer braucht denn überhaupt noch die „Tagespost“, seit es kreuz.net gibt?
Ich habe mein Abo vor zwei Jahren gekündigt, als die Tagespost Bischof Krenn in den Rücken gefallen
ist. Vorher hatte das Blatt bereits in der Causa Hohmann kläglich versagt.
Wider VII Es sind doch die „VII- Theologen“, die ihre Anhänger für dumm verkaufen, in dem diese die
unfehlbaren Dogmen der Kirche aufweichen, in Frage stellen und durch neue „Wahrheiten“ ersetzen. Wenn
die alten Wahrheiten, doch nicht wahr waren, warum sollten es dann die neuen Wahrheiten der VII- Apologeten
sein ? Dann hat die katholische Kirche auch nicht den Beistand des Heiligen Geistes besessen, da Gott
eben nicht irren kann und auch nicht täuscht. Wenn die alten Wahrheiten nicht wahr waren, dann ist die
katholische Religion nur Menschenwerk, eine Irrlehre unter vielen.
Kann mein Tagespost-Abo leider nicht mehr kündigen… … weil ich es bereits gekündigt habe, als dieser
Schreiberling über Martin Hohmann unflätig hergezogen ist. Journalismus à la Guido Horst sollte sich
kein aufrecht denkender Katholik bieten lassen. Man merkt die Absicht, sich bei potenten Geldgebern einzuschleimen.
„Intelligenzprobleme“? Jedenfalls sind Ähnlichkeiten mit erregt wider Benedikt XVI. protestierenden Muslimen,
welche seine Ansprache in Regensburg nie gelesen haben, rein zufällig. Übrigens: Cyprian hat in seinem
Entwurf zum Patronageprinzip den Filmkritiker vergessen, dessen spanischer Name uns direkt auf den „Weg“
zur „Schmiede“ weist. Also: Videtur quod –- Sed contra: Regina Einig wurde m.W. wegen ihrer Nähe zu traditionsverbundenen
Kreisen bei EWTN gefeuert. Von ihr stammen übrigens auch die besten Artkel des Redaktionsteams. (Hoffentlich
schade ich Ihnen hiermit nicht, liebe Regina!)
jemand schrieb hier: Die Pius Bruderschaft ist als schismatisch anzusehen … Das ist ein schönes Beispiel
für Arroganz, denn dieses Urteil steht nur Rom zu und Rom hat dies so nicht geurteilt (zur Erinnerung:
die Formulierung „schismatischer Akt“ war die stärkste Formulierung disbezüglich) Diese Äusserungen
zeugen auch von dem unermüdlichen Versuch, das Schisma durch endloses Widerholen zu etablieren.
Wenn man unter Intelligenz die heiße Luft der modernen Theologen und ihre Wortspielereien versteht, ihren
SInn für Widersprüchlichkeit und Unlogik, dann habe ich gerne Intelligenzprobleme.Die Theologie unserer
Zeit und ihre Vertreter sollten sich wirklich nicht mit ihrer Intelligenz brüsten, sie werden ja nicht
mal im Religionsunterricht ernst genommen, sehr oft wegen der dummnaiven Konzils-Zeitgeist-Ideologie.
Mut zum Schisma – für Gott und Kirche Habe auch das Original gelesen. Na und! Das diffamierende Wort
von „Intelligenzproblemen“ steht weiter im Raum. Was soll denn damit anders ausgedrückt werden als „dumme
Tradis“? Ohne die Bruderschaft und den Erzbischof gäbe es heute keine Diskussion über den alten Ritus,
weil es den nämlich dann überhaupt nicht mehr gäbe – das wird mittlerweile der letzte Modernist verstanden
haben. Die tapferen Mitglieder der Bruderschaft haben viel persönliches Leid an Verlusten (von Freunden,
Familienangehörigen) und Ausgrenzung (aus der Kirche) erfahren müssen. Aber zuletzt hat nun doch die
gute Sache gesiegt!
Link zum Original-Artikel von Horst Man muss hier ja wirklich alles selber machen. Also hier der Link
zum Original www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=28012. In der Disukussion wird von manchen
mit dem (meist im Original ungelesenenen) Artikel gleich der Autor und die Zeitung entsorgt. Sachliche
Disukussion und sorgfältiges Abwegen ist das nicht gerade.
Leberwürste >>Sie ist nicht in der Lage, die Konzilstexte etwa zur Religionsfreiheit, zum interreligiösen
Dialog oder zur Ökumene zu verstehen.<< Hmmm. Ob Horsti da völlig falsch liegt? Oder gehören GrafGalen:
Wider V 2; Daniel Stör usw. nicht dazu? Und wer ist jetzt die beleidigte Leberwurst?
Welch eine Aufregung!! Lesen wir doch mal die beklagten Worte im Original und nicht in der Verrissform
des Artikels. Sie lauten: „Verbinden, versöhnen, zusammenführen: Das ist die Aufgabe eines Papstes,
nicht spalten, abstoßen, isolieren. Andere haben in den zurückliegenden Tagen in Rom nicht verstanden,
warum der Papst das Thema der Messfeier nach dem tridentinischen Ritus wieder auf die Tagesordnung gesetzt
hat. In Frankreich glaubt mancher, der Papst wolle mit einer Wiederzulassung der „alten“ Messe eine Versöhnung
mit den so genannten Lefebvrianern herbeiführen. Das ist falsch. Die von Rom abgespaltene Gruppierung,
die in der Pius-Bruderschaft ihren harten Kern hat, möchte das Zweite Vatikanische Konzil rückgängig
machen. Sie ist nicht in der Lage, die Konzilstexte etwa zur Religionsfreiheit, zum interreligiösen Dialog
oder zur Ökumene zu verstehen. Die Liturgie ist für die Lefebvrianer nur zweitrangig; Gläubige, die
sich in der „alten“ Messe wohler fühlen, werden von ihnen als „Ästhetizisten“ verunglimpft. Der Papst
weiß, dass es mit diesem harten Kern der Traditionalisten keine Aussöhnung gibt. Gewisse Intelligenzprobleme,
die ihnen die Einsicht in die Aussagen des Konzils verwehrt, verbindet sich hier mit einer gehörigen
Portion Arroganz zu jenem Stoff, aus dem Schismatiker reinsten Wassers sind.“ Grundaussage: der „Alte
Ritus“ ist zu wertvoll, als dass er der FSSPX überlassen werden dürfte. Er gehört der ganzen Kirche
und nicht nur einer minder qualifizierten Randgruppe.
Adieu Tagespost Wer braucht noch die Tagespost in Zeiten des Internets und kreuz.net(s). Objektive und
neutrale Nachrichten holt man sich über kna oder kath.de, wer rechtgläubig und ammtstreue lesen will
geht zu kath.net oder zum „Portal“ und wer die unbequeme Wahrheit hinter der Nachricht hören will, hat
kreuz.net als Bezugsquelle katholischer „News“.
Ich frage mich wirklich warum ich das Blatt noch beziehe… Was ist das genuin Katholische an der Tagespost?
Sind es vielleicht die superteuren Leserreisen?
Tagespost Ich kann den Aufruf von FSSPX verstehen, schlimmstenfalls, das Abo zu kündigen. Es wäre interessant
zu sehen, wie stark die Auflage der Tagespost einknicken würde. Jedenfalls die Gotthards, Landorganisten
und wie sonst alle hier heißen haben ja offensichtlich ebenfalls mit der Tagespost nicht viel im Sinn.
Übrigens, auch bestimmten bischöflichen Lehmännern ist die Tagespost letzendlich völlig wurscht!!!
@ Benedikt Die FSSPX schafft es ja nicht mal, zwischen innerer und äußerer Religionsfreiheit zu unterscheiden.
Das sehe ich ein wenig anders. Statt dessen scheinen mir die allermeisten modern ausgebildeten Theologen
nicht in der Lage zu sein, zu bestimmen, was denn mit Religionsfreiheit überhaupt ausgesagt werden soll.
Sie unterscheiden nicht zwischen innerer und äußerer Freiheit. Letztens erst fragte mich wieder einer:
Wie können Sie den Aussagen der Kirche zur Religionsfreiheit nur kritisch gegenüberstehen? Wir dürfen
die Menschen doch nicht zum Glauben zwingen. Stimmt, aber das hat mit der äußeren Religionsfreiheit
nichts zu tun. Außerdem ist das noch lange kein Grund die Religionsfreiheit als Recht (im rechtsphilosophischen
Sinn) auszugestalten. Der rechtstheoretische und rechtsphilosophische Unterschied zwischen Recht & Tolerierung
ist den meisten Theologen gar kein Begriff mehr. Wenn das schon in den 60er Jahren nicht mehr verstanden
wurde, dann wundert es mich gar nicht, warum man sich zur Religionsfreiheit in dieser Weise geäußert
hat. Die Kirche hatte auch schon vor dem Konzil eine ziemlich geschlossene Lehre von der Religionsfreiheit.
Eine Zusammenfassung und Weiterentwicklung auf dem Konzil war deshalb aber sicher trotzdem zulässig –
keine Frage. Dabei wäre es aber ratsam gewesen, wenn man sich die Bedeutung der damals üblichen Begriffe
vor Augen gehalten hätte. Man darf nicht die gleichen Begriffe im anderen Zusammenhang verwenden, ohne
die neue Bedeutung zu klären.
Einzelgespräche was mir mehrere Aufenthalte und viele Einzelgespräche in der dortigen Bibliothek mit
ca. 34000 Bänden vermittelt haben. oh Hermann, da musstest Du aber viele viele Wochen in der Bibliothek
zubringen, um mit den 34.000 Bänden die Einzelgespräche zu führen …
Benedikt – „Bildungs-Schlamassel“ In Zaitzkofen wird den Neupriester eben längst widerlegter Unsinn (va
in Bezug auf die Kompetenzen zur Neuordnung der Liturgie) erzählt. Die Kirche steckt im Bildungsschlamassel,
da macht die FSSPX keine Ausnahme. Der erste Teil ihre zuletzt zitierten Satzes ist korrekt, sofern Sie
die Konzilskirche meinen. Was in den Diözesan-Seminaren abgeht, ist Landschulaufenthalt-Niveau. Die Seminaristen
in Zaitzkofen sind diesen haushoch überlegen, was mir mehrere Aufenthalte und viele Einzelgespräche
in der dortigen Bibliothek mit ca. 34000 Bänden vermittelt haben. Im Übrigen sind Ihre Eingangsbemerke
linde gesagt mehr als arrogant, etwa dem Tagespost-Stil gut vergleichbar. Alle wirklichen Schismatiker
werden hofiert und wenn Lehmann den Apostaten Martin Luther zum Kirchenlehrer apostrophiert, bläst die
Tagespost in die gleiche Posaune. Wie wenig nahe diese am wahren Rom ist, merkt m.E. ein Grossteil der
Leser überhaupt nicht. Die Leserbrief-Auswahl ist ein Skandal für eine sich katholisch nennende Zeitung.
HdL
Tagespost vergessen ! Man muß wirklich kein Anhänger der FSSPX sein, um das Abo bei der Tagespost zu
kündigen. Ein Prof. Theodor Herr schrieb in Nr. 81, 2001 eine Artikelserie „Der Arzt ist selbst zum Patienten
geworden“. Hierbei untersuchte er die Kriese in der Kirche. Obwohl die Überschrift nicht treffender hätte
gestellt werden können war sein „Untersuchungsergebnis „ für mich eine Lachnummer. Ein diesbezügicher
(höflich geschriebener) Leserbrief blieb unveröffentlicht. Darauf kündigte ich die Tagespost, denn
gewisse Richtungskämpfe waren schon voll im Gang.
Patronageprinzip Jeder, der die deutschen Medien ein wenig kennt, weiß, daß die neukatholische Tagespost
nach dem Patronageprinzip arbeitet: jeder Mitarbeiter der DT muß also einer der sog. neuen geistlichen
Bewegungen oder vergleichbarer Gruppen, z.B. Paneuropa-Union, angehören, wenn er für diese Zeitung arbeiten
will. Guido Horstgehört zu Communione e Liberazione, also einer christdemokratischen Gruppierung an.
Die CE lehnt die alte Messe natürlich ab. Stephan Baier gehört zu Paneuropa-Union und berichtet daher
immer über österreichische Politik im Sinne der ÖVP. Einer der beiden Reder bzw. Rheder gehört zu
San Egidio… Jetzt ein Gewinnspiel: Zu welcher Gemeinschaft gehört Rudolf Pesch, der fast exklusiv über
Israel berichtet? rätselt Cyprian
@landorganist – meinen Sie sich selbst damit? Außer Sticheleien ist bislang nur wenig durchdrungenes
von Ihnen gekommen. Hingegen haben Sie sich schon oft völlig vergallopiert.
Benedikt… der Vorwurf der Arroganz mag ja auch mal richtig sein. Aber schauen Sie sich doch mal selbstkritisch
Ihren ersten Absatz an, wieviel arrogante Rechthaberei dieser selbst ausstrahlt. Verdammt, man muß doch
kein Anhänger von FSSPX sein, um die inhaltliche Schwäche so manches Konzilstextes (Vat II) zu sehen,
wie z.B. „Nostra aetate, 3“. Oder ist vielleicht nur alles miserabel übersetzt worden?
Na und? Der Journalist hatte in seinem Kommentar erklärt, daß die Lefebvrianer nicht in der Lage seien,
die Konzilstexte etwa zur Religionsfreiheit, zum interreligiösen Dialog oder zur Ökumene zu verstehen.
Vollkommen richtig. Die FSSPX schafft es ja nicht mal, zwischen innerer und äußerer Religionsfreiheit
zu unterscheiden. Ihre Einschätzungen zur Religionsfreiheit legen den Schluss nahe, dass das Konzil es
jedem Gläubigen oder jenen, die es werden wollen, selbst überlassen habe, man Katholik wird oder nicht.
Man muss aber das Dokument gar nicht verstanden, sondern nur gelesen haben, um zu wissen, dass dies eine
Fehleinschätzung ist. Gewisse Intelligenzprobleme würden sich zusammen mit einer gehörigen Portion
Arroganz zu jenem Stoff verbinden, aus dem Schismatiker reinsten Wassers seien. Intelligenzprobleme? Glaub
ich nicht. An Zaitzkofen wird den Neupriester eben längst widerlegter Unsinn (va in Bezug auf die Kompetenzen
zur Neuordnung der Liturgie) erzählt. Die Kirche steckt im Bildungsschlamassel, da macht die FSSPX keine
Ausnahme. Dass die Piusbrüder gelegentlich oder öfter mit einer gehörigen Portion Arroganz auftreten,
kann dagegen kaum bestritten werden. Allein die Selbsteinschätzung(!), sozusagen die bessere Kirche zu
sein, ist nicht anders einzuschätzen als eben als Musterbeispiel für Arroganz. Auch die Tatsache, dass
die FSSPX glaubt, das Kirche überall so regelbar wäre wie in einer kleinen Bruderschaft zeugt nicht
gerade von Realitätssinn.
#10 landorganist 13:34:46 | Montag, 8. Januar 2007
Wer sich ein Bild vom Bildungsniveau der Pius-Anhänger machen will, braucht doch nur dieses Forum zu
besuchen und die Beiträge gewisser Individuen studieren. Und wenn der geneigte Leser nicht ganz vom Geist
verlassen ist, wird er sich recht schnell ein eindeutiges Urteil bilden können.
Mastermind Recht hat SieRecht hat Sie…DIE TAGESPOST; Die Pius Bruderschaft ist als schismatisch anzusehen
und hat viel Unruhe gebracht. Nein, die TP hat nicht Recht! Denn sie behandelt zumindest ungleich, d.h.
mit häretischen Glaubensgemeinschaften wie protestantischen jeglicher Couleur geht sie ökumenisch „anständig“
um. Über Frau Jepsen z.B. und ihre Theologie habe ich so etwas noch nicht gelesen. Außerdem: Welche
Ekklesiologie vertritt die Tagespost überhaupt, wenn sie unterschiedslos nur von „Kirchen“ schreibt?
Pecunia non olet, das aus den bischöflichen Etats kommt. Die Frage, das Abonnement-Kündigung ist zwar
hart, aber der TP sollte auch klar gemacht werden, daß Sie ihre überwiegend „konservativen“ (was auch
immer das bedeutet) nicht unendlich verletzen kann. Ich möchte wissen, wer von den Dauerkrikern auf diesem
„Sender“ die Tagespost überhaupt bezieht, jetzt aber für sie und Herrn Horst in die Bresche sprint.
Mr. Mastermind, beziehen Sie überhaupt die TP???????????
@Hermann der Lahme: Ich schätze das Bildungsniveau der Gläubigen der Piusbruderschaft nur partiell als
hoch ein, es gibt hier gravierende Unterschiede.
Schade, daß die Tagespost als einsmals gutes und zuverlässiges Blatt auf ein so niedriges Niveau gekommen
ist, nur um sich den „Rotarierbischöfen“ anzudienen. Niemand ist mehr auf die TP. angewiesen, Internet
finden sich heute die unabhängigen Infos. Beschränktheit (und Dummheit) trifft eher für „Modernisten“
zu, weil sie durchweg die Realität für die „ewigen, jenseitigen Güter“ verloren haben. Die neue V2-Religion
hat eh keine Chance, weil dort jeder Bischof, Pfarrer und Religionsleher etc. verkündet: „Ja, was nach
dem Tod kommt, kann niemand wissen…“ Hier liegt die unüberwindliche Stärke der Traditionalisten.
„Die Tagespost“ ist gar nichts anderes als ein weiteres Informationsorgan der DBK Zu Beginn des kreuz.net-Artikels
steht die Frage: Versucht die Zeitung ‘Tagespost’ mit der Kolportierung von Stammtischparolen aus bischöflichen
Grappa-Runden, sich aus Finanzgründen bei der Bischofskonferenz einzuschmeicheln? „Die Tagespost“ hängt
als Ganzes am Finanz-Tropf der DBK, da sie – von Guido Horst abwärts – überhaupt nie willens und in
der Lage war – einen unabhängigen Kurs einzuschlagen. Damit haben auch die Abonnentenzahlen (vermutlich
mittlerweile deutlich rückläufig) stagniert und wird die Tagespost den Weg aller Kirchenzeitungen gehen
und irgendwann als überflüssiger kostenträchtiger Restposten abgeschafft werden. Gerade in Hinblick
auf die Traditon ist „Die Tagespost“ extrem einseitig. Die Redakteure kommen sämtliche aus sogenannten
„Erneuerungsbewegungen“ und befinden sich wie DT als Ganzes im halbkonservativen Spetrum des Post-V2-Getriebes.
Auf meinem Weg zur Tradition hatte ich DT auch vorübergehend abonniert, aber ebenso wie Hermann d.L.
bereits vor vielen Jahren wegen gravierender Einseitigkeiten abbestellt. Für die Tradition als solche
gibt es dort 0 (in Worten: Null) Verständnis oder Rückhalt, sodaß ich mich wundere, dass die Priesterbruderschaft
St. Pius X. erst jetzt zu dieser Bewertung gelangt. Aber vielleicht handelt es sich nur um eine höfliche
Ausdrucksweise des Mitteilungsblattes.
Tagespost-Äusserungen zu „Lefebvristische Dummköpfen“ In einem Vortrag über den seinerzeitigen Kardinal
Ratzinger zitierte vor Jahren Dr. Wilhelm Hermann diesen mit der Bemerkung: „ … es ist nicht zu ver-
kennen, dass die Anhänger der Piusbruderschaft ein gutes (evt. hohes) religiöses Bildungsniveau haben“.
Die Tagespost hat nicht nur von mir, sondern etlichen Bekannten von mir nicht-konforme Stellungnahmen
dutzendmale verweigert. Der deren Informationsgehalt mehr als dürftig ist, habe ich diese schon vor mehr
als 20 Jahren abbestellt, was ich jedem Leser, der sich über Internet informieren kann, nur empfehlen
möchte. HdL PS.: die alte Schismaleier vom wenig geschätzten MIt-Kommentator – der meine diesbezüglichen
Hinweise bezüglich Notstandsrecht wohl ignoriert – kann ich nicht ernstnehmen, bevor dieses Thema nicht
klar und sach- bezogen abgehandelt ist. Die sich hierzu geäusserten römischen Kirchenrechtler, die zu
anderen Schlüssen kamen, müssen wohl ihm zufolge Iditioten gewesen sein. Seriöse Argumentation halte
ich für etwas Anderes.
Eines muß man Lefebvre allerdings lassen Der Journalist hatte in seinem Kommentar erklärt, daß die
nicht in der Lage seien, die Konzilstexte etwa zur Religionsfreiheit, zum interreligiösen Dialog oder
zur Ökumene zu verstehen. Er ist wohl der einzige Bischof der die Konzilstexte zur Religionsfreiheit
und zur Ökumene verstanden hat. Wie heißt es so schön? Unter Blinden ist der Einäugige König. Was
freilich die Blinden nicht daran hindert, sich über die komischen Dinge zu mokieren, die der da sieht.
Alles wie gehabt!
fsspx sollte sich nicht mit der Pflege von Profilneurosen aufhalten, sondern ihren Kurs unbeirrt beibehalten.
Ansonsten gab es schon des öfteren kluge Anwälte, die rechtliches der fsspx erfolgreich vertreten haben –
warum nicht auch diesmal. Glück-Auf!